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Dokumentenidentifikation DE10022527A1 16.11.2000
Titel Anzeigevorrichtung und Navigationssystem hiermit
Anmelder Denso Corp., Kariya, Aichi, JP
Erfinder Goto, Yoshifumi, Kariya, Aichi, JP;
Tsutsuki, Shinichi, Kariya, Aichi, JP
Vertreter WINTER, BRANDL, FÜRNISS, HÜBNER, RÖSS, KAISER, POLTE, Partnerschaft, 85354 Freising
DE-Anmeldedatum 09.05.2000
DE-Aktenzeichen 10022527
Offenlegungstag 16.11.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.11.2000
IPC-Hauptklasse G09G 5/38
Zusammenfassung Eine Anzeigeeinheit für ein Fahrzeugnavigationssystem, welche einen relativ kleinen Anzeigeschirm hat, ist so ausgebildet, daß hierauf dargestellte Informationen klar aus jeder Richtung oder Position erkennbar sind, wenn Informationen, wie beispielsweise Texte oder Bilder auf dem relativ kleinen Anzeigeschirm dargestellt werden. Die Anzeigeeinheit ist mit einem Anzeigeschirm (17) zur Darstellung von HTML-Daten, bestehend aus Textdaten und/oder Bilddaten versehen und eine Steuerung ist vorgesehen, um die Textdaten oder die Bilddaten auf dem Anzeigeschirm vertikal zu verschieben. Die Steuerung setzt weiterhin Anzeigeeinschränkungsbereiche (19 bis 22) an den beiden Umfangsseiten des Anzeigeschirms fest. Jeder der Anzeigeeinschränkungsbereiche entspricht einer Breite von zwei Zeichen in Richtung eines Mittelabschnittes des Anzeigeschirms von jedem unfangsseitigen Ende oder Rand her gesehen. Im Ergebnis werden die HTML-Daten nicht an den Umfangsabschnitten des Anzeigeschirms dargestellt, wo sie schwer zu erkennen wären. Somit kann ein Benutzer klar sämtliche auf dem Anzeigeschirm dargestellten HTML-Daten erkennen.

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft Anzeigevorrichtungen und insbesondere eine Anzeigevorrichtung für ein Navigationssystem, sowie ein Navigationssystem, welches eine derartige Anzeigevorrichtung verwendet.

In jüngster Zeit werden Navigationssysteme in Fahrzeugen angeordnet. Es ist vorteilhaft für den Benutzer des Navigationssystems, Internet-Informationen (z. B. Informationen, welche im HTML-Format geschrieben sind (HTML = Hyper Text Markup Language)) abfragen zu können, indem eine Anzeigeeinheit des Fahrzeugnavigationssystems verwendet wird. Dies kann dadurch realisiert werden, daß ein Browser-Programm integriert wird, welches eine Software ist, mit der die HTML-Daten in das Fahrzeugnavigationssystem gelesen oder geladen (gebrowst) werden können.

In einem Fall, in welchem Textdaten (Buchstaben- oder Zeichenfolgedaten) der Internet-Information auf der Anzeigeeinheit des Fahrzeugnavigationssystems anzuzeigen sind, wie in Fig. 5 gezeigt, könnte daran gedacht werden, die Textdaten auf dem gesamten Bereich oder der gesamten Fläche eines Anzeigeschirms A der Anzeigeeinheit darzustellen, auf der die Textdaten dargestellt oder angezeigt werden können. Wenn weiterhin eine Menge an Textdaten größer als ein bestimmter Wert ist, der einen Maximalwert an Textdaten darstellt, der gleichzeitig dargestellt werden kann, könnte daran gedacht werden, die Textdaten durch vertikales Verschieben ("scrolling") der Textdaten anzuzeigen.

Die Anzeigeeinheit für ein Fahrzeugnavigationssystem ist jedoch im Vergleich zur Anzeigeeinheit eines Personal Computers oder dergleichen klein. Weiterhin muß ein auf dem vorderen Fahrgastsitz sitzender Fahrgast oder Passagier die Anzeigeeinheit unter einem großen Betrachtungswinkel bezüglich der senkrechten Richtung der Anzeigenoberfläche betrachten. In einem derartigen Fall kann es schwierig sein, die Textdaten im Umfangs- oder Randbereich des Anzeigebildschirmes aufgrund dieses Betrachtungswinkels zu erkennen.

Wenn eine Straßenkarte auf dem Anzeigeschirm dargestellt wird, läßt sich diese Karte sowohl in seitlicher Richtung als auch vertikaler Richtung problemlos scrollen oder verschieben. Selbst wenn es damit schwierig ist, die Karte am Umfangsbereich oder Rand des Bildschirmes zu sehen, läßt sich die Karte leicht dadurch erkennen, daß die Bildschirmanzeige in Seitenrichtung oder vertikaler Richtung verschoben wird. Wenn demgegenüber die Textdaten der Internet-Information auf dem Anzeigeschirm dargestellt werden, ist es schwierig, die Textdaten am Umfangsbereich oder Rand des Anzeigeschirms zu erkennen, da der Schirm zwar in vertikaler Richtung, jedoch nicht in Seitenrichtung verschoben werden kann.

Man könnte daran denken, die Textdaten auch in Seitenrichtung zu verschieben, wenn die Internet-Information auf dem Anzeigeschirm dargestellt wird. Da jedoch jeder Satz der Textdaten von einem Umfangsbereich zum anderen Umfangsbereich (also von vertikalem Rand zu vertikalem Rand) weitergeht, wenn eine Zeile weitergegangen wird, verschwinden, wenn die Textdaten seitlich zu einer Seite hin verschoben werden, die Textdaten auf der anderen Seite. Somit wäre es weitaus schwieriger, die Internet-Information durchgehend zu lesen. Von daher ist das seitliche Verschieben von Textdaten keine adäquate Gegenmaßnahme zur Beseitigung des oben beschriebenen Nachteils.

Die Erfindung wurde angesichts der sich im Stand der Technik gemäß obiger Beschreibung befindlichen Probleme gemacht, und es ist ihre Aufgabe, eine Anzeigevorrichtung zu schaffen, bei der angezeigte Informationen klar von jeder Position aus erkennbar sind, wenn diese Informationen, beispielsweise Texte und/oder Bilder auf einem relativ kleinen Anzeigeschirm dargestellt werden.

Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die vorliegende Erfindung die in den Ansprüchen 1 bzw. 5 bzw. 10 angegebenen Merkmale vor, wobei die jeweiligen Unteransprüche vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung zum Inhalt haben.

Allgemein gesagt, gemäß der vorliegenden Erfindung legt die Anzeigesteuerung einen Anzeigeeinschränkungsbereich zumindest an einem der Umfangsbereiche in Seitenrichtung des Anzeigeschirms fest, wobei der Anzeigeeinschränkungsbereich eine bestimmte Breite in Richtung eines mittleren Abschnitts des Anzeigeschirms von einem umfangsseitigen Rand des Anzeigeschirms her hat.

Genauer gesagt, gemäß eines ersten Aspektes der vorliegenden Erfindung wird eine Anzeigevorrichtung geschaffen, mit: einer Anzeigeeinheit mit einem Anzeigeschirm), der in der Lage ist, Daten für allgemeine Zwecke einschließlich Textdaten anzuzeigen; und einer Anzeigensteuerung, welche mit der Anzeigeeinheit verbunden ist, um die Daten für allgemeine Zwecke auf der Anzeigeeinheit darzustellen, wobei die Anzeigesteuerung einen Anzeigeeinschränkungsbereich an wenigstens einem der Umfangsabschnitte in Seitenrichtung des Anzeigeschirms festsetzt, wobei der Anzeigeeinschränkungsbereich eine bestimmte Breite in Richtung eines Mittelabschnittes des Anzeigeschirms vom umfangsseitigen Rand des Anzeigeschirms aus gesehen hat.

Gemäß eines zweiten Aspektes der vorliegenden Erfindung wird eine Anzeigevorrichtung geschaffen, mit: einer Anzeigeeinheit mit einem Anzeigeschirm, der in der Lage ist, Daten für allgemeine Zwecke einschließlich Textdaten und Bilddaten anzuzeigen; und einer Anzeigensteuerung, welche mit der Anzeigeeinheit verbunden ist, um die Daten für allgemeine Zwecke auf der Anzeigeeinheit darzustellen, wobei die Anzeigensteuerung einen ersten Anzeigeeinschränkungsbereich an zumindest einem der umfangsseitigen Abschnitte in Seitenrichtung des Anzeigeschirms festsetzt, wenn die Anzeigensteuerung die Textdaten darstellt und einen zweiten Anzeigeeinschränkungsbereich an wenigstens einem der umfangsseitigen Abschnitte in Seitenrichtung des Anzeigeschirms festsetzt, wenn die Anzeigensteuerung die Bilddaten darstellt, wobei der erste Anzeigeeinschränkungsbereich eine erste bestimmte Breite in Richtung eines Mittelabschnittes des Anzeigeschirms von einem umfangsseitigen Rand des Anzeigeschirms aus gesehen hat und der zweite Anzeigeeinschränkungsbereich eine zweite bestimmte Breite in Richtung eines Mittelabschnittes des Anzeigeschirms vom umfangsseitigen Rand des Anzeigeschirms aus gesehen hat.

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist weiterhin ein Fahrzeugnavigationssystem, mit: einem Positionsdetektor zum Erkennen einer momentanen Position eines Fahrzeuges; einer Dateneingabeeinheit zum Eingeben von Daten für allgemeine Zwecke einschließlich Textdaten und Bilddaten; einer Anzeigensteuerung, welche mit dem Positionsdetektor und der Dateneingabeeinheit verbunden ist, um eine Leitroute auf der Grundlage der momentanen Position zu berechnen und um ein Layout der Daten für allgemeine Zwecke festzusetzen; einer Anzeigeeinheit, welche mit der Anzeigensteuerung verbunden ist und einen Anzeigeschirm hat, um die Leitroute und die Daten für allgemeine Zwecke darzustellen; wobei die Anzeigensteuerung einen ersten Anzeigeeinschränkungsbereich an zumindest einem der umfangsseitigen Abschnitte in Seitenrichtung des Anzeigeschirms aus gesehen festsetzt, wenn die Anzeigensteuerung die Textdaten aus den Daten für allgemeine Zwecke darstellt und einen zweiten Anzeigeeinschränkungsbereich an zumindest einem der umfangsseitigen Abschnitte in Seitenrichtung des Anzeigeschirms gesehen festsetzt, wenn die Anzeigensteuerung die Bilddaten aus den Daten für allgemeine Zwecke darstellt, wobei der erste Anzeigeeinschränkungsbereich eine erste bestimmte Breite in Richtung eines Mittelabschnittes des Anzeigeschirms von einem umfangsseitigen Rand des Anzeigeschirms aus gesehen hat und der zweite Anzeigeeinschränkungsbereich eine zweite bestimmte Breite in Richtung eines Mittelabschnittes des Anzeigeschirms von dem umfangsseitigen Rand des Anzeigeschirms aus gesehen hat.

Im Ergebnis werden Daten für allgemeine Zwecke nicht an den Umfangsbereichen des Anzeigeschirms dargestellt, wo sie schwer zu erkennen wären. Im Ergebnis kann ein Benutzer klar sämtliche Daten für allgemeine Zwecke erkennen, die auf dem Anzeigeschirm dargestellt werden.

Weitere Einzelheiten, Aspekte und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnung. In den einzelnen Figuren der Zeichnung sind gleiche Abschnitte oder einander entsprechende Abschnitte mit gleichen Bezugszeichen versehen, um wiederholte Beschreibungen zu vermeiden.

Es zeigt:

Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Anzeigeschirms, auf welchem Textdaten von HTML-Daten dargestellt sind, wie sie sich in einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung darstellen;

Fig. 2 ein schematisches Blockdiagramm eines Fahrzeugnavigationssystems;

Fig. 3 eine Darstellung des Anzeigeschirms, auf welchem Bilddaten von HTML-Daten angezeigt werden;

Fig. 4 ein Flußdiagramm, welches den Datenanzeigevorgang darstellt; und

Fig. 5 eine Darstellung eines Anzeigeschirms nach dem Stand der Technik, auf welchem Textdaten von HTML-Daten dargestellt werden.

Eine bevorzugte Ausführungsform, bei der der Gegenstand der vorliegenden Erfindung bei einem Fahrzeugnavigationssystem zur Anwendung gelangt, wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 4 beschrieben.

Gemäß Fig. 2 weist ein Fahrzeugnavigationssystem 1 eine Steuerung 2 (Anzeigesteuervorrichtung), einen Positionsdetektor 3, eine Kartendaten-Eingabeeinheit 4, Betätigungsschalter 5, einen externen Speicher 6, eine Anzeigeeinheit 7 (Anzeigevorrichtung), einen Fernsteuerungssensor 8 und eine Sende-/Empfangsvorrichtung 9 auf.

Die Steuerung 2 steuert die gesamten Betriebsabläufe des Fahrzeugnavigationssystems 1 und ist im wesentlichen aufgebaut durch einen Computer (z. B. Mikrocomputer). Genauer gesagt, die Steuerung 2 ist mit einer CPU 10 (zentrale Verarbeitungseinheit), einem ROM 11, einem RAM 12, nicht gezeigten I/O-Anschlüssen (Input-/Output-Anschlüsse) und einem nicht gezeigten Datenbus zur Verbindung der obigen Elemente aufgebaut.

Der Positionsdetektor 3 ist mit einem geomagnetischen Sensor 13, einem Gyroskop 14, einem Abstandssensor 15 und einem GPS-Empfänger (Global Positioning System) 16 versehen. Der Positionsdetektor 3 ist so aufgebaut, daß diese vier Sensoren 13 bis 16 durch gegenseitige Interpolation betrieben werden, um die Genauigkeit der Positions- oder Lageerkennung zu verbessern. Hierbei kann der Positionsdetektor 3 nur einen der oben beschriebenen Sensoren oder auch mehr verwenden, wenn die Genauigkeit der Positionserkennung zufriedenstellend ist. Zusätzlich zu den genannten Sensoren 13 bis 16 können noch ein Lenkwinkelsensor und/oder Radsensoren für jedes Rad des Fahrzeuges verwendet werden.

Die Kartendaten-Eingabeeinheit 4 ist aufgebaut aus einer Ausleseeinheit zum Auslesen aus einem Speichermedium, beispielsweise einem DVD-ROM, und dient zur Eingabe verschiedener Daten, einschließlich Straßenkartendaten, Kartenanpassungsdaten, Daten für Markierungspunkte in der Landschaft oder HTML-Daten (Internet-Informationen). In diesem Fall kann das DVD-ROM als Speichermedium Daten einschließlich der Kartendaten und der HTML-Daten speichern. Anstelle des DVD-ROM kann eine CD-ROM oder eine Speicherkarte verwendet werden. Hierbei entsprechen die HTML-Daten (Internet-Informationen) Daten für allgemeine Zwecke, welche allgemein für verschiedene Datenverarbeitungsvorrichtungen verwendet werden können.

Die Anzeigeeinheit 7 besteht aus einer Flüssigkristall- Farbanzeige oder dergleichen und weist gemäß den Fig. 1 und 3 einen Anzeigeschirm 17 auf, der in der Lage ist, eine Straßenkarte, einen Text oder ein Bild klar darzustellen. Eine vorhandene Positionsmarkierung, die Kartendaten und zusätzliche Daten, wie beispielsweise eine Routenführung, können auf dem Anzeigeschirm 17 der Anzeigeeinheit 7 durch entsprechende Überlagerungsvorgänge dargestellt werden.

Die Betätigungsschalter 5 beinhalten einen Berührungssensor (Touch Panel) an einer Oberfläche des Anzeigeschirms 17 und mechanische Schalter an den Umfangsbereichen des Anzeigeschirms 17. Der Fernsteuerungssensor 8 ist ein Empfänger zum Empfang eines Sendesignals, welches von einer Fernsteuerung 18 bei entsprechender Betätigung durch den Benutzer geschickt wird. Die Sende-/Empfangsvorrichtung 9 sendet oder empfängt Infrastruktur-Daten oder dergleichen und empfängt VICS-Daten (Vehicle Information & Communication System) über einen VICS-Sensor 19. Weiterhin ist bei dieser Ausführungsform die Sende-/Empfangsvorrichtung 9 in der Lage, die HTML-Daten (Internet-Informationen) zu empfangen und sie dem Fahrzeugnavigationssystem 1 und hier insbesondere der Steuerung 2 zu übertragen.

Die Steuerung 2 des Fahrzeugnavigationssystems 1 hat im wesentlichen zwei Funktionen, nämlich eine Navigationsfunktion und eine Browsing-Funktion. Im Detail, wenn ein Benutzer durch Betätigung der Betätigungsschalter 5 oder der Fernsteuerung 18 einen Zielort festsetzt, bestimmt die Steuerung 2 des Fahrzeugnavigationssystems 1 automatisch eine passende Route oder Fahrtstrecke (Leitroute) von der momentanen Position zum Zielpunkt (Navigationsfunktion). Die Steuerung 2 stellt die momentane Position auf der Karte durch einen Kartenanpassungsprozeß (Navigationsfunktion) dar. Weiterhin durchsucht die Steuerung 2 die HTML-Daten oder Internet-Informationen (Browser-Funktion). Hierbei ist zur automatischen Bestimmung der passenden oder geeigneten Route der Dijkstra'sche Algorithmus bekannt.

Wenn die Steuerung 2 die HTML-Daten browst oder durchsucht, zeigt die Steuerung 2 die HTML-Daten auf dem Anzeigeschirm 17 an. In diesem Fall schafft oder erzeugt die Steuerung 2 Anzeigeeinschränkungsbereiche, von denen jeder eine festgelegte oder bestimmte Einrückung oder einen Rand hat, in welcher oder welchem keine Texte oder Bilder angezeigt werden, wobei diese Ränder an beiden (rechten und linken) Umfangsbereichen des Anzeigeschirms 17 vorhanden sind. Unter Bezugnahme auf die Fig. 1, 3 und 4 wird nachfolgend eine Anzeigesteuerung beschrieben.

Wenn einer der Betätigungsschalter zum Aufruf der Browser-Funktion betätigt wird, während die Navigationsfunktion in Betrieb ist (z. B. wenn ein Menü oder die Straßenkarte auf dem Anzeigeschirm dargestellt wird), beginnt die Steuerung 2 mit der Browser-Funktion. Nachdem die Browser-Funktion begonnen hat, beginnt gemäß Fig. 4 die Steuerung 2 mit einem Ablauf zum Auslesen der HTML-Daten im Schritt S1. Genauer gesagt, im Schritt S1 lädt die Steuerung 2 die HTML- Daten (Internet-Informationen), die in dem DVD-ROM gespeichert sind, über die Kartendaten-Eingabeeinheit 4. Hierbei können die HTML-Daten auf das RAM 12 über die Sende- /Empfangsvorrichtung 9 geladen werden.

Nachfolgend erkennt die Steuerung 2 im Schritt S2 den Typ der geladenen HTML-Daten. Genauer gesagt, die Steuerung 2 überprüft, ob die Art oder der Typ der geladenen HTML-Daten Textdaten oder Bilddaten sind. Wenn der Datentyp Textdaten ist, geht die Steuerung 2 zum Schritt S3, um einen Rand oder eine Einrückung A zur Anzeige der Textdaten festzusetzen. Gemäß Fig. 1 ist die Einrückung A zur Anzeige oder Darstellung der Textdaten so, daß sie Anzeigeeinschränkungsbereiche 19 und 20 an den beiden Umfangs- oder Randseiten des Anzeigeschirms 17 festsetzt. Jeder der Anzeigeeinschränkungsbereiche 19 und 20 entspricht in seiner Breite (d. h. einer Abmessung in seitlicher Richtung) beispielsweise der von zwei Zeichen oder Buchstaben von jedem Randende in Richtung eines Mittelabschnittes des Anzeigeschirms 17.

Wenn der Datentyp als Bilddaten im Schritt S2 erkannt wird, geht die Steuerung 2 zum Schritt S4, um einen Rand oder eine Einrückung B zur Darstellung der Bilddaten festzusetzen. Gemäß Fig. 3 setzt die Einrückung B zur Darstellung von Bilddaten Anzeigeeinschränkungsbereiche 21 und 22 an den beiden Umfangs- oder Randseiten des Anzeigeschirms 17 fest. Jeder der Anzeigeeinschränkungsbereiche 21 und 22 entspricht in seiner Breite beispielsweise einem halben Zeichen von jedem Umfangsende oder Rand aus in Richtung des Mittelabschnittes des Anzeigeschirms 17. Da in Fig. 3 eine Breite (seitliche Richtung) eines Bildes 23 kürzer ist, wird die Breite eines Nichtanzeigebereiches an der rechten Seite des Bildes 23 länger als die Breite der Einrückung B. Da weiterhin die Zeichenfolge des Bildtitels und die Zeichenfolge der Erläuterung des Bildes Textdaten (Buchstabenfolgendaten) sind, wird die Einrückung A an den beiden Umfangsbereichen oder Randbereichen des Anzeigeschirms 17 gesetzt.

Im Schritt S5 entscheidet die Steuerung 2 über ein Layout oder eine Darstellungsart der Textdaten und der Bilddaten auf dem Anzeigeschirm 17. Im folgenden Schritt S6 zeigt die Steuerung 2 die Textdaten und die Bilddaten auf dem Anzeigeschirm 17 an. Wenn hier die Textdaten HTML-Daten sind, stellt die Steuerung 2 die Textdaten so dar, daß eine neue Zeile der Textdaten von dem Anzeigeeinschränkungsbereich 19 an der linken Seite aus beginnt und ein Umbruch an dem Anzeigeeinschränkungsbereich 20 an der rechten Seite erfolgt. Wenn die Menge an Textdaten, welche darzustellen sind, größer als ein bestimmter Wert ist, der den maximalen Textdatenmengenbetrag darstellt, der gleichzeitig in einem Rahmen darstellbar ist, erlaubt die Steuerung 2, daß die Textdaten in dem Anzeigeschirm 17 vertikal verschoben werden.

Wenn demgegenüber die HTML-Daten Bilddaten sind, wird das Bild 23 so dargestellt, daß das Bild 23 den Anzeigeeinschränkungsbereich 21 an der linken Seite nicht überlappt. Wenn hierbei das Bild 23 eine große Breite hat, welche ausreichend ist, den Anzeigeeinschränkungsbereich 22 an der rechten Seite zu überlappen, verringert die Steuerung 2 die Breite des Bildes 23, so daß das Bild 23 den Anzeigeeinschränkungsbereich 22 an der rechten Seite nicht überlappt.

In diesem Fall kann die Gesamtgröße (sowohl Höhe als auch Breite) des Bildes 23 so verringert werden, daß das Bild 23 die Anzeigeeinschränkungsbereiche 21 und 22 nicht überlappt. Weiterhin kann eine Datengröße der zu ladenden Bilddaten der HTML-Daten beschränkt werden. Genauer gesagt, die Breite der Bilddaten kann auf eine bestimmte Breite eingeschränkt werden, welche dadurch bestimmt wird, daß jede Größe der Anzeigeeinschränkungsbereiche 21 und 22 von einer Breite des Anzeigeschirms 17 subtrahiert wird. Da in Fig. 3 die Zeichenfolgen von Titel und Erläuterung, welche dem Bild 23 zugeordnet sind, Textdaten sind, werden diese Zeichenfolgen so dargestellt, daß die Einrückung A an den beiden Randabschnitten des Anzeigeschirms 17 gesetzt wird.

Eine Höhe (Abmessung in vertikaler Richtung) der Bilddaten wird bevorzugt auf eine bestimmte Höhe beschränkt, welche die maximale Höhe der Bilddaten ist, welche auf einmal in einem Rahmen dargestellt werden können. Wenn somit die Höhe der Bilddaten größer als eine bestimmte Höhe ist, was die maximale Höhe der zu einem Zeitpunkt in einem Rahmen darstellbaren Bilddaten ist, werden die Bilddaten in dem Anzeigeschirm 17 vertikal verschoben (gescrollt).

Nachfolgend beurteilt in einem Schritt S7 die Steuerung 2, ob die Steuerung 2 mit dem Laden der HTML-Daten fertig ist. Wenn das Laden der HTML-Daten abgeschlossen ist, ist die Entscheidung der Steuerung 2 im Schritt S7 "JA", und der Prozeß wird beendet. Wenn andererseits das Laden der HTML-Daten noch nicht abgeschlossen ist, ist die Entscheidung der Steuerung 2 im Schritt S7 "NEIN", und der Ablauf kehrt zum Schritt S1 zurück, um das Laden der HTML-Daten zu wiederholen. Danach wiederholt die Steuerung 2 die Schritte S2 bis S7.

Da bei dieser Ausführungsform die Anzeigebeschränkungsbereiche 19, 20, 21 und 22 an den beiden Umfangs- oder Randabschnitten (linke Seite und rechte Seite) des Anzeigeschirms 17 in Richtung des Mittelabschnittes des Anzeigeschirms hin gesehen gesetzt werden, werden die HTML-Daten (Daten für allgemeine Zwecke) nicht an den Umfangsbereichen des Anzeigeschirms 17 dargestellt, wo sie schwierig zu erkennen sein können. Im Ergebnis kann der Benutzer sämtliche HTML-Daten klar erkennen, welche auf dem Anzeigeschirm 17 dargestellt werden.

Hierbei sind in der obigen Ausführungsform die Anzeigebeschränkungsbereiche 19, 20, 21 und 22 an den beiden Umfangs- oder Randabschnitten (linke Seite und rechte Seite) des Anzeigeschirms 17 gesetzt; es kann jedoch einer der Anzeigebeschränkungsbereiche 19, 20, 21 und 22 alleine an einem Umfangs- oder Randabschnitt (linke Seite oder rechte Seite) gesetzt werden, welcher für den Benutzer schwierig einzusehen oder zu erkennen ist.

In der obigen Ausführungsform ist die Breite eines jeden Anzeigeeinschränkungsbereiches 19, 20, 21 und 22 festgelegt; die Breite kann jedoch auch geändert werden. In diesem Fall ist es vorteilhaft, ein Menü bereitzustellen, in welchem jeweils die Breite eines jeden Anzeigeeinschränkungsbereiches 19, 20, 21 und 22 eingebbar ist und wo die Breite in der Einheit eines Zeichens oder Buchstabens oder der Einheit eines Punktes festsetzbar ist. Bei dieser Abwandlungsform kann der Benutzer jeden Anzeigeeinschränkungsbereich auf den von ihm am meisten gewünschten Größenbereich einstellen, so daß der Nutzwert höher wird.

In der obigen Ausführungsform wird die Breite eines jeden Anzeigeeinschränkungsbereiches 19, 20, 21 und 22, d. h., des Randes oder der Einrückung A oder B automatisch an den Randabschnitten angelegt; die Breite kann jedoch auch wahlweise für einen der Ränder oder eine der Einrückungen A und B gesetzt werden. In diesem Fall ist es vorteilhaft, ein Menü bereitzustellen, mit dem eine der Einrückungen A und B auswählbar ist, sowie ein Menü zum Ein- oder Ausschalten der Einrückung A und ein Menü zum Ein- oder Ausschalten der Einrückung B. Bei dieser Abwandlungsform kann, wenn der Benutzer es nicht wünscht, die Anzeigeeinschränkungsbereiche 19, 20, 21 und 22 anzuwenden, da er die HTML-Daten auf dem Anzeigeschirm 17 in voller Größe darstellen möchte, die Steuerung 2 die HTML-Daten auf der Grundlage der Wünsche des Benutzers darstellen.

Weiterhin kann jeder der Anzeigeeinschränkungsbereiche aus einer der Einrückungen A und B ausgewählt werden. Im Ergebnis kann die Steuerung 2 die HTML-Daten nach den Wünschen des Benutzers darstellen.

Bei dieser Ausführungsform wurde die vorliegende Erfindung beispielhaft in Verbindung mit dem Fahrzeugnavigationssystem 1 beschrieben; die vorliegende Erfindung kann jedoch auch bei tragbaren Fahrzeugnavigationssystemen oder einem Navigationssystem angewendet werden, welches beispielsweise in eine Armbanduhr eingebaut ist, wo ebenfalls kleine Anzeigeeinheiten vorliegen.

Beschrieben wurde eine Anzeigeeinheit für ein Fahrzeugnavigationssystem, welche einen relativ kleinen Anzeigeschirm hat, und die so ausgebildet ist, daß hierauf dargestellte Informationen klar aus jeder Richtung oder Position erkennbar sind, wenn Informationen, wie beispielsweise Texte oder Bilder auf dem relativ kleinen Anzeigeschirm dargestellt werden. Die Anzeigeeinheit ist mit dem Anzeigeschirm zur Darstellung von HTML-Daten bestehend aus Textdaten und/oder Bilddaten versehen und eine Steuerung ist vorgesehen, um die Textdaten oder die Bilddaten auf dem Anzeigeschirm vertikal zu verschieben. Die Steuerung setzt weiterhin Anzeigeeinschränkungsbereiche an den beiden Umfangsseiten des Anzeigeschirms fest. Jeder der Anzeigeeinschränkungsbereiche entspricht z. B. einer Breite von zwei Zeichen in Richtung eines Mittelabschnittes des Anzeigeschirms von jedem umfangsseitigen Rand her gesehen. Im Ergebnis werden die HTML-Daten nicht an den Umfangsabschnitten des Anzeigeschirms dargestellt, wo sie schwer zu erkennen wären. Somit kann ein Benutzer klar sämtliche auf dem Anzeigeschirm dargestellten HTML-Daten erkennen.


Anspruch[de]
  1. 1. Eine Anzeigevorrichtung, mit:

    einer Anzeigeeinheit (7) mit einem Anzeigeschirm (17), der in der Lage ist, Daten für allgemeine Zwecke einschließlich Textdaten anzuzeigen; und

    einer Anzeigensteuerung (2), welche mit der Anzeigeeinheit verbunden ist, um die Daten für allgemeine Zwecke auf der Anzeigeeinheit darzustellen, wobei

    die Anzeigesteuerung einen Anzeigeeinschränkungsbereich (19, 20) an wenigstens einem der Umfangsabschnitte in Seitenrichtung des Anzeigeschirms festsetzt, wobei der Anzeigeeinschränkungsbereich eine bestimmte Breite in Richtung eines Mittelabschnittes des Anzeigeschirms vom umfangsseitigen Rand der Anzeigeschirms aus gesehen hat.
  2. 2. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Anzeigesteuerung (2) den Anzeigeeinschränkungsbereich (19, 20) an beiden Umfangsabschnitten in seitlicher Richtung des Anzeigeschirms (17) festsetzt.
  3. 3. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Anzeigesteuerung (2) die bestimmte Breite des Anzeigeeinschränkungsbereiches (19, 20) abhängig von einem von außen eingegebenen Einstellsignal ändert.
  4. 4. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Anzeigesteuerung (2) den Anzeigeeinschränkungsbereich (19, 20) abhängig von einem von außen eingegebenen Reset-Signal entfernt.
  5. 5. Eine Anzeigevorrichtung mit:

    einer Anzeigeeinheit (7) mit einem Anzeigeschirm (17), der in der Lage ist, Daten für allgemeine Zwecke einschließlich Textdaten und Bilddaten anzuzeigen; und

    einer Anzeigensteuerung (2), welche mit der Anzeigeeinheit verbunden ist, um die Daten für allgemeine Zwecke auf der Anzeigeeinheit darzustellen, wobei

    die Anzeigensteuerung einen ersten Anzeigeeinschränkungsbereich (19, 20) an zumindest einem der umfangsseitigen Abschnitte in Seitenrichtung des Anzeigeschirms festsetzt, wenn die Anzeigensteuerung die Textdaten darstellt und einen zweiten Anzeigeeinschränkungsbereich (21, 22) an wenigstens einem der umfangsseitigen Abschnitte in Seitenrichtung des Anzeigeschirms festsetzt, wenn die Anzeigensteuerung die Bilddaten darstellt, wobei der erste Anzeigeeinschränkungsbereich eine erste bestimmte Breite in Richtung eines Mittelabschnittes des Anzeigeschirms von einem umfangsseitigen Rand des Anzeigeschirms aus gesehen hat und der zweite Anzeigeeinschränkungsbereich eine zweite bestimmte Breite in Richtung eines Mittelabschnittes des Anzeigeschirms vom umfangsseitigen Rand des Anzeigeschirms aus gesehen hat.
  6. 6. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 5, wobei die erste bestimmte Breite unterschiedlich zu der zweiten bestimmten Breite ist.
  7. 7. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 5, wobei die erste bestimmte Breite größer als die zweite bestimmte Breite ist.
  8. 8. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 5, wobei die Anzeigensteuerung (2) zumindest die Breite der Bilddaten verringert, wenn eine Breite der Bilddaten größer als eine dritte bestimmte Breite ist und die verringerten Bilddaten auf dem Anzeigeschirm (17) darstellt.
  9. 9. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 8, wobei die dritte bestimmte Breite einer Breite des Anzeigeschirms (17) mit Ausnahme des Anzeigeeinschränkungsbereiches (21, 22) entspricht.
  10. 10. Ein Fahrzeugnavigationssystem, mit:

    einem Positionsdetektor (3) zum Erkennen einer momentanen Position eines Fahrzeuges;

    einer Dateneingabeeinheit (4) zum Eingeben von Daten für allgemeine Zwecke einschließlich Textdaten und Bilddaten;

    einer Anzeigensteuerung (2), welche mit dem Positionsdetektor und der Dateneingabeeinheit verbunden ist, um eine Leitroute auf der Grundlage der momentanen Position zu berechnen und um ein Layout der Daten für allgemeine Zwecke festzusetzen;

    einer Anzeigeeinheit (7), welche mit der Anzeigensteuerung verbunden ist und einen Anzeigeschirm (17) hat, um die Leitroute und die Daten für allgemeine Zwecke darzustellen; wobei

    die Anzeigensteuerung einen ersten Anzeigeeinschränkungsbereich (19, 20) an zumindest einem der umfangsseitigen Abschnitte in Seitenrichtung des Anzeigeschirms aus gesehen festsetzt, wenn die Anzeigensteuerung die Textdaten aus den Daten für allgemeine Zwecke darstellt und einen zweiten Anzeigeeinschränkungsbereich (21, 22) an zumindest einem der umfangsseitigen Abschnitte in Seitenrichtung des Anzeigeschirms gesehen festsetzt, wenn die Anzeigensteuerung die Bilddaten aus den Daten für allgemeine Zwecke darstellt, wobei der erste Anzeigeeinschränkungsbereich eine erste bestimmte Breite in Richtung eines Mittelabschnittes des Anzeigeschirms von einem umfangsseitigen Rand des Anzeigeschirms aus gesehen hat und der zweite Anzeigeeinschränkungsbereich eine zweite bestimmte Breite in Richtung eines Mittelabschnittes des Anzeigeschirms von dem umfangsseitigen Rand des Anzeigeschirms aus gesehen hat.
  11. 11. Fahrzeugnavigationssystem nach Anspruch 10, wobei die erste bestimmte Breite unterschiedlich zu der zweiten bestimmten Breite ist.
  12. 12. Fahrzeugnavigationssystem nach Anspruch 10, wobei die erste bestimmte Breite größer als die zweite bestimmte Breite ist.
  13. 13. Fahrzeugnavigationssystem nach Anspruch 10, wobei die Anzeigesteuerung (2) zumindest die Breite der Bilddaten verringert, wenn eine Breite der Bilddaten größer als eine dritte bestimmte Breite ist und die verringerten Bilddaten auf dem Anzeigeschirm (17) darstellt.
  14. 14. Fahrzeugnavigationssystem nach Anspruch 13, wobei die dritte bestimmte Breite einer Breite des Anzeigeschirms (17) mit Ausnahme des Anzeigeeinschränkungsbereiches (21, 22) entspricht.






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