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Dokumentenidentifikation DE19721556C2 16.11.2000
Titel Profilgestellrahmen
Anmelder Klinner, Joachim, 74391 Erligheim, DE
Erfinder Klinner, Joachim, 74391 Erligheim, DE
Vertreter Bartels & Partner, Patentanwälte, 70174 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 23.05.1997
DE-Aktenzeichen 19721556
Offenlegungstag 05.02.1998
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 16.11.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.11.2000
IPC-Hauptklasse H02B 1/01
IPC-Nebenklasse H05K 7/18   H04Q 1/14   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Profilgestellrahmen bestehend aus mindestens einem Element, das Profilstangen, Kabelabfangschienen und Querschienen aufweist.

Profilgestellrahmen, beispielsweise für Verteiler, sind bekannt. Sie bestehen aus einzelnen, miteinander in der Regel lösbar verbundenen Elementen, wie beispielsweise Schienen, Stangen oder ähnlichen Elementen zur Befestigung von Leisten und Drahtführungen. Ebenfalls bekannt sind Profilverteiler, die aus einzelnen Baugruppen, bestehend aus den obengenannten Elementen, zusammengesetzt sind.

Diese Profilverteiler haben den Nachteil, daß einzelne Baugruppen nur eine bedingte Stabilität aufweisen.

Die DE-OS-23 21 061 zeigt ein Gerüst für elektrische Schaltanlagen, das aus C-förmigen Profilstäben aufgebaut ist, die an den Ecken und Stößen durch aus Flachmaterial gefertigte, in das Innere der Profilstäbe eingeführte Verbindungsstücke miteinander verbunden sind. Ein vorderer und hinterer Profilrahmen sind dabei durch horizontal verlaufende Profilstäbe nahe den Ecken des Gerüsts miteinander verbunden. Im Inneren des Gerüsts angeordnete und horizontal verlaufende Profilstäbe sind mittels Winkelstücken in weiteren Profilstäben, die in der Vorder- und Rückseite des Gerüsts horizontal verlaufen, verschiebbar geführt.

Die DE 43 10 079 C2 zeigt einen Sockel für einen Schaltschrank, bei dem zwischen zwei Querblenden des Sockels eine Kabelabfangschiene festlegbar ist.

Die DE 37 28 368 C1 zeigt eine Vorrichtung zur Halterung von Anschlußleisten der Fernmeldetechnik, bestehend aus einem Montagegestell aus mindestens einer, in einem Gestellteil gelagerten Profilschiene und aus mindestens einer mit einem Schnappverbindungselement versehenen Anschlußleiste, die auf die Profilschiene aufrastbar und auf der Profilschiene verschiebbar ist.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einzelne Baugruppen für Profilgestellrahmen zur Verfügung zu stellen, die trotz flexiblen Einsatzmöglichkeiten eine ausreichende Stabilität aufweisen.

Diese Aufgabe wird durch ein Profilgestellrahmen gemäß dem Anspruch 1 gelöst. Dabei verleihen die beiden Profilböden den einzelnen Baugruppen und somit auch dem gesamten zusammengesetzten Profilgestellrahmen eine erhöhte Stabilität.

Die verschiebbare hintere Querschiene vereinfacht insbesondere den Zusammenbau und das Einfügen von Kabeln, beispielsweise Kupfer oder Glasfaserkabel, die nur einen begrenzten Biegeradius haben. Nach dem Zusammenbau kann die hintere Querschiene nach vorn gezogen werden. Die Kabel sind dann kompakt im Profilgestellrahmen angeordnet. Bei Reparaturen wird die hintere Querschiene nach hinten geschoben. Dies bewirkt, daß mehr Raum, beispielsweise zum Austauschen eines Kabels zur Verfügung steht. Nach Abschluß der Reparaturen wird die hintere Querschiene wieder vorgezogen.

Zwei beidseitig angeordnete Schrauben, die jeweils in einem in Längsrichtung der Seitenelemente verlaufenden Schlitz geführt werden, ermöglichen eine besonders einfache und preiswerte Verschiebung der hinteren Querschiene. Durch Anziehen der Schrauben kann die hintere Querschiene in jeder beliebigen Position fixiert werden.

Eine weitere Erleichterung der Montage bewirken Kabelabfangschienen, die entsprechend der hinteren Querschiene entlang derselben verschiebbar sind. Durch die seitliche Verschiebbarkeit der Kabelabfangschienen wird Raum für die Montage oder Reparaturen gewonnen.

Besonders vorteilhaft ist eine Ausgestaltung, gemäß der die Kabelabfangschienen um 360° bezüglich ihrer Längsachse drehbar sind. Die Drehbarkeit kann beispielsweise durch eine weitere Schraube-Schlitz-Verbindung zur seitlichen Verschiebung der Kabelabfangschienen ermöglicht werden. Durch die Drehbarkeit der Kabelabfangschienen wird einerseits die Montage erleichtert und andererseits können die Kabelabfangschienen flexibler eingesetzt werden.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind den Unteransprüchen zu entnehmen.

Im folgenden wird die Erfindung mittels eines Ausführungsbeispiels anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen

Fig. 1 das Ausführungsbeispiel mit Leisten und

Fig. 2 das Ausführungsbeispiel ohne Leisten.

Fig. 1 zeigt ein Element eines Profilgestellrahmens eines Verteilers, das in seiner Gesamtheit mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet ist. Es besteht im wesentlichem aus zwei Profilböden 3 und 4, Profilstangen 6 und Kabelabfangschienen 8. Ferner sind Leisten 10 und Kabel 12 mit Kabelbindern 14 und Anschlußklemmen 16 (Fig. 2) dargestellt. Die beiden Profilböden 3, 4 sind spiegelsymmetrisch, im Idealfall zudem baugleich.

Die Profilböden 3, 4 bestehen aus zwei Seitenelementen 20, 21 und zwei Querschienen 24, 25. Dabei sind die beiden Seitenelemente 20, 21 und die vordere Querschiene 24 als Stanz-Biegeteil ausgestaltet, das in ungebogenem Zustand im wesentlichen H-förmig ist.

In der vorderen Querschiene 24 sind Bohrungen 28 zur Befestigung der Profilstangen 6 mittels Schrauben 30 vorgesehen. An ihren Schmalseiten ist die vordere Querschiene 24 jeweils an einer nach hinten verlaufenden Kante der Seitenelemente 20 und 21 angeordnet. Die Seitenelemente 20, 21 weisen jeweils Schenkel 35, 36 auf, die rechtwinklig nach außen gebogen sind. Die vorderen Schenkel 35 und 36 sind mit zwei Bohrungen versehen, die die Montage von zusätzlichen Elementen ermöglichen. Die Schenkel 37 und 38 dienen zur Vergrößerung der Auflagefläche. Die hintere Querschiene 25 ist an den beiden Seitenelementen 20, 21 in der Nähe deren hinterer Enden parallel zur vorderen Querschiene angeordnet. Sie ist entlang den Seitenelementen 20, 21 mittels zweier Schrauben 45, 46 und in Längsrichtung der Seitenelemente 20, 21 verlaufender Schlitze 48, 49 verschiebbar. Zwischen den beiden hinteren Querschienen 25 des oberen und unteren Profilbodens 3 und 4 sind Kabelabfangschienen 8 befestigt, für jedes Paar von Profilstangen 6 eine. Die. Kabelabfangschienen 8 sind in Längsrichtung der hinteren Querschiene 25 mittels weiterer Schraube-Schlitzverbindungen 52 verschiebbar. Dabei ermöglichen diese Schraube-Schlitzverbindungen 52 zusätzlich, daß die Kabelabfangschienen 8 um 360° drehbar sind.

Durch eine entsprechende Auswahl der Verbindungen zwischen den Seitenelementen 20, 21, den Querschienen 24, 25 und den Kabelabfangschienen 8 liegen diese auf einem gemeinsamen Potential. An dieses Potential wird die Betriebserde angelegt. An den Seitenelementen 20, 21 kann eine zusätzliche Systemerde 42 angebracht werden. Diese Systemerde 42 ist isoliert gegenüber den anderen Bauteilen des Verteilers aufgebaut und hat einen separaten Erdungsanschluß.


Anspruch[de]
  1. 1. Profilgestellrahmen bestehend aus mindestens einem Element (1), bei dem jeweils eine vordere Querschiene (24), eine hintere Querschiene (25) und Seitenelemente (20, 21) Profilböden (3, 4) bilden, die das Element (1) oben und unten abschließen und durch Profilstangen (6) verbunden sind, und bei dem die durch mindestens eine Kabelabfangschiene (8) verbundenen hinteren Querschienen (25) in Richtung auf die vordere Querschiene (24) und entgegengesetzt verschiebbar sind.
  2. 2. Profilgestellrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Feststellung der verschiebbaren hinteren Querschienen (25) in den Seitenelementen (20, 21) je eine in einem Schlitz (48, 49) geführte Klemmverbindung vorgesehen ist.
  3. 3. Profilgestellrahmen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kabelabfangschienen (8) parallel zur Längsachse der hinteren Querschiene (25) verschiebbar ist.
  4. 4. Profilgestellrahmen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kabelabfangschienen (8) um ihre Längsachse drehbar sind.
  5. 5. Profilgestellrahmen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an den Profilböden (3, 4) ein Erdungsanschluß für eine Systemerde (42) angebracht ist, der gegenüber von dem Element (1) aufzunehmenden Bauteilen elektrisch isoliert ist.






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