PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19825944C2 16.11.2000
Titel Als Teleskopstange ausgebildeter Sicherungsstab für eine Gebäudeöffnung
Anmelder Heinrichs, Gerd, 52459 Inden, DE
Erfinder Heinrichs, Gerd, 52459 Inden, DE
DE-Anmeldedatum 11.06.1998
DE-Aktenzeichen 19825944
Offenlegungstag 10.02.2000
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 16.11.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.11.2000
IPC-Hauptklasse E06B 9/01

Beschreibung[de]

Als Teleskopstange ausgebildeter Sicherungsstab für eine Gebäudeöffnung, mit einem zentralen Federelement und Querlöchern zur Einstellung einer gewünschten Länge und Arretierung des Sicherungsstabes in dieser Länge mittels eines Vorhangschlosses und mit Verankerungshülsen in der Laibung der Gebäudeöffnung, insbesondere für sämtliche Gebäude die gegen Einbrüche, durch Aufhebeln von außen, zusätzlich gesichert werden sollen. Es ist bekannt, daß Außenöffnungen mit zusätzlichen Vorkehrungen gesichert werden können (DE 296 09 930 U1, DE 94 24 694 U1, US 39 53 939).

Das Problem ist, daß diese Öffnungen Schwachstellen bilden, die mit einfachen Hebelwerkzeugen aufzubrechen sind. Die eigentlichen Scheiben, wenn die Öffnungen solche enthalten, sind heutzutage meist etwas dicker und auch oft aus Sicherheitsglas und daher nicht so leicht zu durchbrechen. Bei einem Versuch von außen einzudringen, wird der beim Einschlagen der Scheibe verursachte Lärm vermieden. Entweder wird die massive Tür oder der Rahmen mit der Scheibe aufgehebelt, oder es wird ein Loch in die Scheibe geschnitten, um die Tür über den inneren Türgriff zu öffnen. Ähnlich ist es bei Fenstern. Handelt es sich dabei um einen abschließbaren Griff, bleibt praktisch nur das Aufhebeln oder aber das Einschlagen der Scheibe; letzteres verursacht natürlich Lärm. Es ergibt sich also das Problem, die Außenöffnung zusätzlich und effizient zu sichern. Dabei liegt die Aufgabe zugrunde, den Sicherungsstab rasch und zuverlässig anbringen zu können.

Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 aufgeführten Merkmale gelöst.

Dabei wird die Öffnung von innen durch die als Teleskopstange ausgebildete Sicherungsstange, die in der Laibung des Mauerwerks durch Hülsen arretiert wird, gesichert.

Darüber hinaus enthält die Stange ein zentrales Federelement und Querlöcher zur Einstellung der gewünschten Länge und Arretierung, was insgesamt mit einem Vorhangschloß oder einem innenliegenden Schloß gegen ein Zusammenschieben der Stange gesichert wird. Der Sicherungsstab befindet sich im Bereich der Laibung in einer Aufbewahrungshalterung oder er ist so an der Gebäudeöffnung befestigt, daß er von der Gebäudeöffnung abschwenkbar ist. Das Ganze ähnelt einem Riegel aus Holz oder Metall, der in früheren Zeiten hinter Tore und Türen in eigens dafür vorgesehene Halterungen eingelegt wurde und so ein Öffnen der meist massiven Türen unmöglich machte. Der Sicherungsstab besteht aus zwei, unterschiedlich dicken Rohrprofilen, die sich paßgenau übereinanderschieben lassen. Das Profil ist rund, quadratisch, rechteckig, dreieckig oder z. B. sternförmig profiliert, um die erforderliche Stabilität zu erreichen. Die Länge ist an die Fenster- bzw. Türbreiten angepaßt und ist natürlich aufgrund des teleskopmäßigen Übereinanderschiebens in der Länge variabel.

Die Teleskopstange besitzt ein zentrales Federelement und Bohrungen. In diese kann ein spezielles Schloß, ein handelsübliches Vorhangschloß oder ein Sicherungsstift in die Stange eingesetzt werden, die ein Zusammenschieben bzw. ein Herausnehmen der Sicherungsstange nach dem Einsetzen durch Unbefugte, besonders von außen verhindert. Beim Einsetzen eines Spezialschlosses, wird dieses in die Öffnungen eingeschoben und sitzt in der Stange. Nach dem Abschließen und nach dem Abziehen des Schlüssels steht es nur geringfügig vor. Ein Aufbrechen ist so nicht möglich, da keine Ansatzpunkte vorhanden sind. Es eignet sich besonders dort, wo keine massiven Türen vorhanden sind und das Schloß von außen, z. B. nach dem Zerstören einer Scheibe, nicht erreichbar ist. Bei massiven Türen kann auch ein handelsübliches Vorhangschloß eingesetzt werden. Fluchtwegtüren erhalten nur einen Sicherungsstift, der im Notfall schnell herausgezogen werden kann.

Zum Befestigen der Sicherungsstange, werden rechts und links im Mauerwerk Einsatzhülsen eingebaut. Dazu werden rechts und links in die Laibung des Mauerwerks dementsprechende runde Löcher gebohrt, in die die Hülsen mit Silikon, Zweikomponentenkleber oder ähnlichem eingesetzt werden.

Die Hülsen sind aus blankem Metall, aus Messing, beschichtet oder aus farbigem Blech, damit sie optisch wirken und der jeweiligen Raumgestaltung angepaßt werden können.

Die Enden der Stange sind außen geschlossen und an ihnen ist rechts und links etwas versetzt ein Vierkantstück angeschweißt. Die Vierkantstücke sind deshalb versetzt, weil sonst die nachfolgend genannten Hülsen zu nah an der Mauerecke sitzen würden und beim Bohren die Ecke ausbrechen könnte. Durch den Vierkant wird auch gewährleistet, daß die Stange nicht nach vorne abkippt, was ja sonst durch das versetzte Anbringen möglich wäre.

Die Hülsen selbst sind auch eckig und fügen sich in die Stangenenden. Da die Stangenenden im Mauerwerk sitzen, entsteht ein solch fester Widerstand, daß ein Aufhebeln unmöglich wird. Die Einsatzhülsen haben Kragen ähnlich einer Manschette, damit unsaubere Bohrlochränder abgedeckt werden. Zusätzlich können sie mit Abdeckkappen geschlossen werden, damit eine saubere Optik gewährleistet ist, wenn die Sicherungsstange nicht eingesetzt ist.

Die Äußere der Teleskopstange erhält mindestens ein Bohrloch, durch die das Schloß in die Stange eingesetzt werden kann.

Die innere Stange erhält mehrere Bohrlöcher, damit die Stange an die jeweilige Tür- oder Fensterbreite angepaßt werden kann bzw. um sie bei Nichtgebrauch auf Minimallänge zusammenzuschieben. Wenn das Loch der äußeren Stange deckungsgleich mit einem der Löcher der inneren Stange ist, kann das Schloß eingesetzt werden.

Die Stange selbst ist aus Stahl, Edelstahl, Verbundwerkstoffen, Kunststoff oder anderen geeigneten Materialien; sie kann verchromt, vermessingt oder farbig gestaltet sein. Das Sicherungselement eignet sich auch zum Sichern von Hebe-Schiebetüren. In diesem Fall wird die Sicherungsstange zwischen Rahmen und dem Schiebeteil eingebaut. Dazu werden die Hülsen in den Rahmen und in das Schiebeteil eingesetzt und die Stange eingebaut, damit das Schiebeteil nicht aufgeschoben werden kann. Ein Entfernen durch ein in die Scheibe geschnittenes Loch ist nicht möglich, da die Stange ja in den Hülsen sitzt und durch das Schloß gesichert ist.

Für die Sicherungsstange sind im Bereich der Laibung Aufbewahrungshalterungen ausgebildet, in die der Sicherungsstab einsetzbar ist, bzw. dementsprechende Halterungen, die ein Abschwenken von der Gebäudeöffnung möglich machen. Dies dient zum Befestigen der Sicherungsstange z. B. tagsüber, wenn die Tür geöffnet wird.

Die Halterungen bestehen aus einfachen Ösen, auch kombiniert mit Clipshalterungen bzw. nur aus letzterem.

Auch Haltebügel, in die die Stange z. B. an oder über der Tür eingelegt werden kann, sind möglich.

Aufbewahrungshalterungen können auch aus geschlossenen Behältnissen, in die die Sicherungsstange eingesetzt werden kann, bestehen. Die Einsatzbehälter können rund oder eckig sein, aber auch unspezifische Formen sind möglich. Sie besitzen einen Boden und können Deckel haben. Sie können z. B. über der Tür oder an der Tür zum waagerechten Anbringen befestigt werden oder zur senkrechten Befestigung neben der Türe dienen. So ist es möglich, die Stange bei Nichtgebrauch, zusammengeschoben in einer Ecke, hinter dem Vorhang oder an einer anderen Stelle sicher zu lagern. Das Ganze hat den Zweck, daß die Sicherungsstange bei Nichtgebrauch, nicht einfach herum liegt, sondern irgendwo sicher, besonders in Bezug auf Kleinkinder befestigt oder aufbewahrt werden kann. Das Unterbringen in Behältnissen rundet die optische Variante ab. Die Stange ist so in der Nähe der zu sichernden Öffnung immer griffbereit. Als Variante hierzu wird oder kann sie mit einem Dauerbefestigungsmechanismus für die Tür ausgestattet werden. Er ist so gestaltet, daß die Sicherungsstange ständig an der Tür befestigt ist. Zum Sichern der Türe braucht das Element nur hochgeklappt und in den Hülsen arretiert und die Stange abgeschlossen zu werden. Dieser Dauerbefestigungsmechanismus besteht aus einfachen Anbauhalterungen oder aus einer kleinen Stange, die mit zwei Befestigungsösen am zu sichernden Fenster oder Türrahmen angeschraubt wird.

Auf diese kleine Stange wiederum werden zwei verschiebbare Halterungen, die das Stängchen umschließen und die Anschlußflansche zur Befestigungsstange besitzen, aufgeschoben. Die Sicherungsstange kann so dauerhaft an der Tür befestigt werden und sie erlaubt ein Zusammenschieben der eigentlichen Sicherungsstange, damit Fenster- oder Tür während der Zeiten, in der diese Öffnungen nicht gesichert werden müssen, problemlos geöffnet werden kann. Dazu darf die eigentliche Sicherungsstange nicht zu dick sein, damit diese beim Öffnender Tür die Wand nicht beschädigt. Vorzugsweise sind hier flache Profilstäbe zu verwenden, und es kann ein Öffnungsbegrenzer in Form eines Gummipuffers eingebaut werden. Durch die so befestigte Stange wird es ermöglicht, die Tür bzw. das Fenster schnell zu sichern. Dazu wird die Sicherungsstange einfach hochgeklappt und auseinandergeschoben, bis sich die Enden in die Wandhülsen einfügen. Anschließend wird das Schoß in die Stange eingesetzt und abgeschlossen; die Öffnung ist gegen Aufhebeln von außen gesichert.

Das kleine Befestigungsstängchen besteht entweder aus einem dünnen Röhrchen, das der Türbreite angepaßt ist bzw. es hat eine bestimmte Länge, die eingekürzt werden kann. Es ist aber auch möglich, daß es aus zwei unterschiedlich dicken Röhrchen besteht, die sich übereinanderschieben lassen. So können sie durch Zusammenschieben oder Auseinanderziehen der jeweiligen Fenster oder Türbreite angepaßt werden. Bei letzterem werden nach dem Anpassen an die endgültige Breite, Arretierungsschrauben eingesetzt bzw. angedreht. Diese Schrauben befinden sich in den Befestigungshalterungen, die das Stängchen mit der Tür verbinden. Die Enden dieser kleinen Stange enthalten Verschlußkappen.

Auf die Stabilität der Stange in bezug auf das mögliche Zersägen bezieht sich der Anspruch 2. Bei normal geschlossenen, massiven Türen ist die Sicherungsstange von außen ja nicht zu erreichen und somit vor zerstörenden Eingriffen geschützt. Bei Fenstertüren und Fenstern ist dies anders. Durch ein in die Scheibe geschnittenes Loch wird die Stange verwundbar. Dies wird zwar durch Spezialstähle eingeschränkt, doch nicht unmöglich. Durch Einfügen eines Spezialkerns, der herkömmliche Schneid- und Sägewerkzeuge abstumpft oder unbrauchbar macht, wird dies verhindert. Als einfaches Beispiel sei hieran das Einfügen von Beton gedacht. Nach dem Zerschneiden des Metalls, wird z. B. eine Säge, wenn sie auf den Beton stößt, sofort stumpf. Der entstehende Aufwand zum Entfernen der Sicherungsstange wird unverhältnismäßig hoch, wenn nicht gar unmöglich. Der Kern kann natürlich auch aus anderen abstumpfenden Materialien bestehen oder aus dementsprechend abstumpfenden Verbundwerkstoffen.

Bei Anspruch 3 handelt es sich um ein Zusatzgitter. Es handelt sich dabei um ein Gitter, das hinter die Stange, d. h. zwischen Sicherungsstange und Tür- oder Fensterelement als ein zusammenklappbares oder ein ausziehbares Gitter gesetzt werden kann und das die Türe zusätzlich vergittert. In erster Linie ist dieses Gitter zum Einsatz bei längerer Abwesenheit oder bei besonders zu schützenden Gebäuden gedacht, insbesondere bei älteren, nicht sehr stabilen Fenstertüren, Kellerfenstern oder Fenstern. Die Gitter selbst sind aus Flacheisen, Hohlprofilen oder Spezialprofilen hergestellt und bestehen aus Stahl, Spezialkunststoffen, Leichtmetall oder Verbundwerkstoffen.

An den Gittern sind Halteösen oder Ringe angebracht, die verhindern, daß das Gitter bei eingesetzter Sicherungsstange nicht zusammengeklappt oder geschoben werden kann.

Es besteht vorzugsweise aus einer etwas breiteren Mittelachse, an der rechts und links Teilgitter angebracht sind, die sich nach oben klappen lassen. So kann das Gitter platzsparend zusammengeklappt werden. Aber auch scherenförmig zusammenschiebbare Gitter sind möglich. Auch sie werden durch angebrachte Ringe so gesichert, das ein Zusammenschieben bei eingesetzter Sicherungsstange unmöglich wird.

Die Gitteröffnungen können auch quadratisch, rechteckig, rautenförmig, rund, diagonal oder asymmetrisch angeordnet sein.

Die Größe der Gitter entspricht den gängigen Außentürgrößen sowie gängigen Kellerfenstern. Für Hebe-Schiebetüren können zwei normale Türgitter genommen werden. Fenstergitter sind den üblichen Höhen angepaßt und in der Breite variabel zusammenzuschieben.

Die Sicherungsstangen können in verschiedenen Längen und Rohrdurchmessern hergestellt werden. Dadurch wird die Palette erweitert, so daß für alle Öffnungen dementsprechende Sicherungsstangen in den erforderlichen Längen zur Verfügung stehen. So erhalten besonders längere Stangen, statisch gesehen durch größere Rohrdurchmesser höherem Hebeldruck stand und ein Wegbiegen, auch längerer Stangen z. B. an breiten Fenstern oder an Hebeschiebetüren wird unmöglich, denn längere Stangen bilden im Mittelbereich einen Angriffspunkt. Wird beispielsweise bei einem breiten Fenster in die Mitte ein Loch geschnitten, könnte die Stange mit einem langen Gegenstand so nach hinten weggedrückt werden, bis sie so verbogen ist, daß sie sich aus den Wandhülsen herauszieht. Dies wird - bedingt durch den größeren Durchmesser und dem dadurch erhöhten Biegewiderstand - verhindert.

Anbauhalterungen sind Zusatzteile, die speziell für Türen gedacht sind, die sich nach außen öffnen. Man denke hier z. B. an Fluchtwegtüren, die sich in Richtung des Fluchtweges öffnen müssen. Diese Türen sind in der Regel außen angeschlagen und öffnen sich auch nach außen, eine Sicherungsstange wäre also zwecklos. Hier bedient man sich im Normalfall, um eine Zusatzsicherung zu schaffen, üblicher an der Tür angebrachter Riegel. Diese sind jedoch so konzipiert, daß die Nasen dieser Riegel in den vorderen Bereich der Mauerwerksecke greifen. Bei Ansatz eines Hebels von außen brechen diese Ecken weg, was ja bei den Stangen nicht passieren kann, weil sie von der Ecke aus gesehen mehr nach hinten eingebaut werden. Dazu wird an die zu sichernde Tür ein Zusatzteil angebaut, durch welches die Sicherungsstange hindurchgeschoben wird. Das Zusatzteil, das aus einem Ring oder Rohrstück mit angesetztem Anschlußflansch besteht, wird mit durchgehenden Schloßschrauben an der Seite, an der sich der Türgriff befindet, angebracht. Vorzugsweise wird das Zusatzteil jedoch auf beiden Seiten eingebaut, nicht nur da, wo sich das Schloß der Tür befindet, sondern auch auf der Seite, an der die Türschaniere sind, damit letztendlich bei Manipulation der Scharniere die Tür trotzdem gesichert ist. Die durchgeschobene Stange verankert die Tür und ein Aufhebeln von außen wird unmöglich. Die Sicherungsstange wird in diesem Fall mit einem Sicherungsstift gesichert um die Tür im Notfall schnell öffnen zu können. Ähnliche Anbauhalterungen, sind auch für Türen, die auf der Innenseite des Gebäudes angeschlagen sind und die sich nach innen öffnen erforderlich. Diese Türen kann man nur mit Anbauhalterungen, die auf der innenseitigen Wandfläche angedübelt werden, sichern.

Eingangstüren lassen sich nur schwer von außen zusätzlich sichern. Verläßt man das Haus, bleibt lediglich das Abschließen. Zwar sind die Schlösser und die Zuhalterungen immer wieder ergänzt und verstärkt worden, doch auch hier bleibt ein Risiko, welches sich durch eine Sicherungsstange, die über einen Mechanismus, der über ein zusätzliches Schloß in der Mitte der Tür betätigt wird, weiter minimiert wird. Die Stange wird in diesem Fall mit der Anbauhalterung an der Tür dauerhaft befestigt. Ein spezieller Zusatzmechanismus, der in der Mitte der Stange angebracht wird, hebt die Stange beim Betätigen des Zusatzschlosses an und schiebt sie auseinander. Die Stangenenden schieben sich in die Hülsen und die Eingangstür ist zusätzlich gesichert. In der Mitte der Stange befindet sich ein Federelement, welches die Stange beim Aufschließen der Tür wieder zusammenzieht.

Eine zusätzliche Variante zur v. g. Sicherung der Eingangstür, ist die elektrische. Hier wird die Sicherungsstange über einen Motor auseinander- bzw. zusammengeschoben. Dies kann mechanisch über Gewindestangen bzw. Spindeln, aber auch hydraulich geschehen. Der Motor selbst wird über eine Steuerung, die wiederum über einen Schlüssel, eine Tastatur, eine Magnetkarte oder ähnlichem aktiviert. Die Steuerung regelt dabei auch den Impuls: Öffnen oder Schließen. Die Spindeln sind durch die übereinanderschiebenden Stangenteile abgedeckt und tragen auch zur Stabilität der Stange bei.

Ausführungsbeispiele sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im Nachfolgenden beschrieben.

Es zeigen:

Fig. 1A die Sicherungsstange 1, mit der Öffnung 2, in der das Schloß oder der Sicherungsstift eingesetzt wird. Unter Ziffer 3 sind die Stangenenden zu sehen, die sich in die Hülsen im Mauerwerk einfügen.

In Fig. 1B sind die Einsatzhülsen 4 für das Mauerwerk zu sehen, in die sich die Stangenenden einfügen.

Unter Fig. 1C sieht man eine Seitenansicht der Stange 1 und unter Ziffer 3 das etwas nach hinten versetzte Stangenende, das sich in die Mauerhülse einfügt.

In Zeichnung 1D ist die Sicherungsstange im eingesetzten Zustand zu sehen, die Ziffern zeigen die Sicherungsstange 1, das eingesetzte Schloß 5, die eingesetzten Wandhülsen 4, in der sich die Stangenenden 3 befinden, das Mauerwerk 7 und das Außentürelement 6.

Die Zeichnung 1E zeigt das an einer Hebe-Schiebetür Ziffer 6 eingesetzte Sicherungselement 1, Ziffer 5 das eingesetzte Schloß und unter Ziffer 4 die Einsatzhülsen, die in diesem Fall in den Rahmen bzw. in das Schiebeteil der Hebe-Schiebetür eingesetzt wurde.

Fig. 2A zeigt Befestigungsringe und unter Fig. 2B Klipshalterungen, die zum Befestigen der Sicherungsstange außerhalb der Nutzung dienen. Fig. 2C zeigt einen Einsatzbehälter zur Aufbewahrung.

In Fig. 3A ist unter Ziffer 8 ein Vorsatzgitter zu sehen, das zwischen Fensterelement und Sicherungsstange eingesetzt werden kann. Ziffer 9 zeigt die etwas breitere Mittelachse. Fig. 3B zeigt wie das Gitter nach oben zusammengeklappt werden kann.

Fig. 3C zeigt das eingesetzte Gitter Ziffer 8, bei eingesetzter Sicherungsstange 1. Die übrigen Ziffern zeigen: das eingesetzte Schloß 5, die Wandeinsatzhülsen 4 und die am Gitter angebrachten Ösen 10, durch die die Stange geschoben wird, damit das Gitter im eingesetzten Zustand nicht zusammengeklappt werden kann.

Fig. 3D zeigt die Seitenansicht des eingesetzten Gitters 8 mit den Ösen 10 und der Sicherungsstange 1.

Fig. 4A zeigt einen Dauerbefestigungsmechanismus, die Sicherungsstange wird so dauerhaft an der Tür befestigt und ist so immer einsatzbereit. Die Ziffern zeigen: die Sicherungsstange 1, das Schloß 5, die Einsatzhülsen 4, das Befestigungsstängchen 13 hier als Teleskopstängchen, die Befestigungsösen 12, die sich über das Stängchen hin und her schieben lassen und auch das nach Unten- bzw. Obenklappen ermöglichen, Ziffer 11zeigt die Anbauteile, die an die Tür angeschraubt werden, und die das Stängchen halten.

Fig. 4B zeigt die Seitenansicht der mit dem Dauerbefestigungsmechanismus ausgestatteten Sicherungsstange, hier im nicht gesicherten Zustand.

Fig. 5A zeigt eine Sicherungsstange, an einer sich nach außen öffnenden Tür und unter Fig. 5B eine auf der Innenseite des Raumes angebrachte Tür, in diesen Fällen sind Anbauhalterungen notwendig. Die Ziffern zeigen: die Sicherungsstange 1, das eingesetzte Schloß 5 bzw. die Öffnung für den Sicherungsstift, die Mauerwerkshülsen 4, die Anbauhalterungen 14 für die Tür oder das Mauerwerk, Befestigung an der Tür mit durchgehenden Schloßschrauben 15 (bei Mauerwerk mit dementsprechenden Dübeln und Schrauben), die jeweilige Außentür 6 und das Mauerwerk 7.

Auf der Zeichnung mit den Fig. 6 ist ein Schnitt zu sehen, er zeigt unter Fig. 6A und 6B die mechanisch über ein Spezialschloß betätigte Sicherungsstange. Fig. 6A zeigt unter Ziffer 1 die Sicherungsstange, unter 16 an der Stange angebrachte Führungen, die die Stange auseinanderschieben, Ziffer 17 zeigt den Betätigungsmechanismus, der die Stange anhebt, unter 18 ist das Teil zu sehen, welches den Anhebemechanismus auslöst und die Stange auseinanderschiebt, 19 zeigt das Spezialschloß und 6 die zu sichernde Tür.

Fig. 6B zeigt die Sicherungssstange 1, unter Ziffer 20 einen Federmechanismus im Mittelteil der Stange, der die Stange zurückzieht, unter 16 die auf der Stange angebrachten Führungen, die die Sicherungsstange auseinanderschieben und unter Ziffer 21 das Teil, welches die Stange auseinanderschiebt.

Fig. 6C zeigt eine elektrisch über einen Motor betriebene Sicherungsstange Ziffer 1, unter Ziffer 22 ist der Motor zu sehen, 23 zeigt die Spindeln, welche die Stange auseinanderschieben, Ziffer 24 zeigt die Spindelabdeckungen, die auch zur Stabilisation der Stange dienen, 25 zeigt die Versorgungs- und Steuerleitungen und Ziffer 26 die Steuerung. Bezugszeichenliste 1 Teleskop-Sicherungsstange

2 Öffnungen bzw. Querlöcher zur Arretierung und Längeneinstellung

3 Stangenenden

4 Einsatzhülsen

5 Schloß

6 Fenster- oder Türelement

7 Mauerwerk

8 Vorsatzgitter

9 Mittelachse

10 Befestigungsösen am Gitter zur Stangendurchführung

11 Befestigungsstängchen bzw. Haltemechanismus

12 Befestigungsösen des Haltemechanismus

13 Befestigungsstängchen

14 Anbauhalterungen

15 Schloßschrauben

16 Führungen zum Auseinanderschieben

17 Betätigungsmechanismus

18 auslösendes Teil des Anhebemechanismus

19 Spezialschloß

20 Federmechanismus

21 Betätigungsteil zum Auseinanderschieben der Stange

22 Motor

23 Spindeln

24 Spindelabdeckungen

25 Versorgungs- und Steuerleitungen

26 Steuerung


Anspruch[de]
  1. 1. Als Teleskopstange ausgebildeter Sicherungsstab für eine Gebäudeöffnung, mit einem zentralen Federelement und Querlöchern zur Einstellung einer gewünschten Länge und Arretierung des Sicherungsstabes in dieser Länge mittels eines Vorhangschlosses und mit Verankerungshülsen in der Laibung der Gebäudeöffnung, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Laibung eine Aufbewahrungshalterung für den Sicherungsstab ausgebildet ist, in die der Sicherungsstab einsetzbar oder von der er von der Gebäudeöffnung weg abschwenkbar ist.
  2. 2. Sicherungsstab nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sicherungsstab hohl ausgebildet ist und einen gegen Durchsägen widerstandsfähigen Kern aufweist.
  3. 3. Sicherungsstab nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Sicherungsstab und der Gebäudeöffnung ein zusammenklappbares oder zusammenschiebbares, zusätzlich sicherndes Zusatzgitter vorgesehen ist, an dem der Sicherungsstab zusätzlich befestigbar ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com