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Dokumentenidentifikation DE19925732A1 14.12.2000
Titel Befestigungsanordnung
Anmelder DBT Automation GmbH, 45128 Essen, DE
Erfinder Tschöpe, Jürgen, 59379 Selm, DE;
Frank, Reiner, 58285 Gevelsberg, DE
Vertreter Buschhoff-Hennicke-Vollbach, 50672 Köln
DE-Anmeldedatum 07.06.1999
DE-Aktenzeichen 19925732
Offenlegungstag 14.12.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.12.2000
IPC-Hauptklasse E21D 23/12
Zusammenfassung Die erfindungsgemäße Befestigungsanordnung für ein Steuergerät für elektrohydraulische Ausbausteuerungen weist als erste Befestigungselemente vom Steuergerät vorragende Tragorgane (29) mit nach Art einer Langlochöffnung (30) ausgestalteten Führungsschlitzen (31) auf und hat als zweite Befestigungselemente von einer Anschlußleiste (18) oder einem Geräteträger (12) seitlich vorspringende Gleitzapfen (24), die in die in den Tragorganen ausgebildeten Führungsschlitze einfassen. Damit ist es möglich, das Steuergerät entlang der Gleitzapfen in Richtung auf die Anschlußleiste und die darin aufgenommenen Steckteile zu verschieben bzw. hiervon abzuziehen und nach dem Abziehen zu verschwenken, um so einen komfortablen Zugang zur Rückseite des Steuergerätes zu schaffen, ohne dieses vollständig vom Geräteträger demontieren zum müssen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Befestigungsanordnung für ein an einem Geräteträger festlegbares Steuergerät für elektrohydraulische Ausbausteuerungen, mit einer Anschlußleiste für Steckerteile von Anschlußleitungen, die am Steuergerät lösbar einsteckbar sind und mit ersten Befestigungselementen am Steuergerät und zweiten, mit den ersten Befestigungselementen zusammenwirkenden Befestigungselementen am Geräteträger oder der Anschlußleiste.

Eine derartige Befestigungsanordnung, die bei elektrohydraulischen Strebausbausteuerungen im untertägigen Bergbau zur Montage der den einzelnen Ausbaugestellen zugeordneten Steuergeräte am Aufbaugestell dient, ist aus der DE 197 51 010 bekannt. Bei dieser bekannten Befestigungsanordnung bestehen die am Steuergerät angeordneten ersten Befestigungselemente und die am Geräteträger vorgesehenen zweiten Befestigungselemente aus komplementär zueinander ausgestalteten Riegelstücken, die vorder- und rückseits in Verriegelungsöffnungen in der Anschlußleiste einfassen und in diesen mit Steckgabeln gesichert werden. Nach Entfernen der Steckgabeln kann das Steuergerät vom Geräteträger abgezogen werden, wobei die Anschlußleiste mit den durch sie hindurchgesteckten, an der Rückseite des Steuergerätes angeschlossenen Steckerteilen mit von den Riegelstücken am Geräteträger abgezogen wird. Zum Austausch der Stecker muß das Steuergerät abgelegt oder von einer Hilfsperson gehalten werden, was das Arbeiten an der Rückseite des Steuergerätes erschwert.

Aus der DE 299 01 130 ist eine Befestigungsanordnung bekannt, bei der die Anschlußleiste an zwei am Geräteträger angeordneten Befestigungshaken von oben aufgesteckt ist und das Steuergerät mit zwei Anschlagzapfen versehen ist, die in dazu fluchtende Verriegelungsbohrungen in der Anschlußleiste eingesteckt und darin mit Steckgabeln gesichert sind. Auch bei dieser bekannten Befestigungsanordnung muß das Steuergerät bei Arbeiten an der Rückseite des Steuergerätes, beispielsweise beim Wechsel von Leitungsanschlüssen oder dergleichen, vom Geräteträger bzw. der Anschlußleiste abgenommen und einem Helfer übergeben oder abgelegt werden, was insbesondere angesichts der ungünstigen Arbeitsbedingungen unter Tage unerwünscht ist.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Befestigungsanordnung der eingangs genannten Art so auszugestalten, daß damit ein besonders leichter Zugang zur Rückseite des Steuergerätes ermöglicht wird, der Arbeiten an der Geräterückseite wie z. B. den Wechsel von Anschlußleitungen nicht nur erleichtert, sondern auch schneller durchführen läßt.

Diese Aufgabe wird mit der Erfindung dadurch gelöst, daß die ersten oder die zweiten Befestigungselemente als vom Steuergerät bzw. dem Geräteträger oder der an diesem befestigten Anschlußleiste vorragende Tragorgane mit nach Art einer Langlochöffnung ausgestalteten Führungsschlitzen ausgebildet sind und daß die zweiten bzw. ersten Befestigungselemente aus vom Geräteträger oder der an diesem befestigten Anschlußleiste bzw. dem Steuergerät seitlich vorspringende Gleitzapfen bestehen, die in die in den Tragorganen ausgebildeten Führungsschlitze einfassen.

Die Tragorgane mit ihren Führungsschlitzen und die in diese einfassenden Gleitzapfen bilden einen Scharniergelenkmechanismus, der es ermöglicht, das Steuergerät zur Demontage der an der Geräterückseite befindlichen Steckerverbindungen bzw. eines sonstigen Zugangs zur Geräterückseite nicht nur nach vorne von der Anschlußleiste wegzuziehen, wobei die in der Anschlußleiste aufgenommenen Steckerteile aus den zugehörigen Steckbuchsen an der Geräterückseite herausgezogen werden, sondern der zusätzlich ein Verschwenken des Steuergerätes gegenüber der Anschlußleiste bzw. gegenüber dem Geräteträger erlaubt, nachdem die Steckerteile aus den Steckbuchsen am Steuergerät herausgezogen wurden. Um einzelne oder alle Leitungsanschlüsse am Steuergerät zu überprüfen oder auszutauschen, wird also das Steuergerät einfach nach vorne von der Anschlußleiste weggezogen, wobei die Gleitzapfen in den Führungsschlitzen sich verschieben. Nachdem auf diese Weise alle Stecker aus der Rückseite des Steuergerätes herausgezogen wurden, kann das Steuergerät um die Gleitzapfen verschwenkt und nach unten geklappt werden, so daß seine Rückseite nunmehr oben liegt und besonders leicht zugänglich ist. Das Gerät muß dabei nicht von einer Hilfsperson gehalten oder am Boden oder dergleichen abgelegt werden, sondern wird von den weiterhin in den Führungsschlitzen einfassenden Gleitzapfen hängend gehalten. In dieser Stellung ist auch die am Geräteträger vorzugsweise angeschraubte Anschlußleiste mit den darin aufgenommenen Steckerteilen problemlos zugänglich.

Vorzugsweise sind die die ersten Befestigungselemente bildenden Tragorgane am Steuergerät und die die zweiten Befestigungselemente bildenden Gleitzapfen am Geräteträger oder der Anschlußleiste angeordnet. In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung haben die Gleitzapfen obere und untere, flache Gleitbahnen, die parallel zueinander verlaufen und voneinander einen Abstand halten, der an die Höhe der langlochartigen Führungsschlitze angepasst ist. Dabei haben die Gleitzapfen vorzugsweise einen im wesentlichen rechteckigen oder quadratischen Querschnitt. Diese Anordnung hat den Vorteil, daß durch die flachen Gleitbahnen und die damit zusammenwirkenden Führungsschlitze das Steuergerät bei seinem Aufstecken gegen die Anschlußleiste bzw. dem Abziehen von dieser eine Führung in Richtung der Achsen der Steckerteile erhält, die Steckbuchsen an der Steuergeräterückwand also genau zu den in der Anschlußleiste aufgenommenen Steckerteilen fluchten, so daß eine leichte und beschädigungsfreie Montage bzw. Demontage gewährleistet wird. Um dabei auch ein Verschwenken des Steuergerätes nach erfolgter Trennung der Steckerverbindungen zu ermöglichen, weisen die langlochartigen Führungsschlitze an ihren vom Steuergerät bzw. dem Geräteträger oder der Anschlußleiste entfernt liegenden Endbereichen zweckmäßig Querschnitterweiterungen auf, deren lichte Weite mindestens so groß ist, wie die größte Weite der Gleitzapfen. Wenn die Querschnitterweiterungen beispielsweise einen kreisförmigen Querschnitt haben und die Gleitzapfen im Schnitt quadratisch ausgestaltet sind, ist der Durchmesser der kreisförmigen Querschnitterweiterungen am Ende der langlochartigen Führungsschlitze mindestens so groß wie die durch den quadratischen Querschnitt der Gleitzapfen verlaufende Diagonale, so daß sich dieser in der Querschnitterweiterung drehen kann.

Die langlochartigen Führungsschlitze haben an ihrer einen Längsseite vorzugsweise eine querverlaufende, in die Langlochöffnung mündende Ausnehmung, deren Breite mindestens so groß ist wie die Breite bzw. die Höhe der Gleitzapfen. Diese Ausnehmungen an den Führungsschlitzen ermöglichen es, das Steuergerät vollständig vom Geräteträger bzw. der Anschlußleiste abzunehmen, wenn sich die Gleitzapfen unmittelbar neben den Ausnehmungen befinden, indem dann das Steuergerät quer zur Längsrichtung der Führungsschlitze entnommen wird. Dasselbe oder ein anderes, neues Steuergerät kann dann genauso leicht quer zur Längsrichtung der Führungsschlitze zur Bildung des Scharniergelenkmechanismusses eingehängt werden.

Wenn die Länge der Gleitzapfen geringer ist als die Dicke der Tragorgane, ragen sie nicht seitlich aus diesen hervor. Insbesondere ist es dadurch möglich, die Tragorgane über den gesamten Umfang der Führungsschlitze randseitig geschlossen zu halten, auch wenn die querverlaufenden, in die Langlochöffnungen mündenden Ausnehmungen vorgesehen werden, die dann nicht über die Gesamtdicke der Tragorgane verlaufen, sondern nur geringfügig tiefer sind als die Länge der Gleitzapfen.

Zweckmäßig können am Steuergerät oder an der Anschlußleiste Steckzapfen angeordnet sein, die mit an diese angepaßten und koaxial zu diesen ausgerichteten Zapfenaufnahmen an der Anschlußleiste oder am Steuergerät zusammenwirken, wobei die Länge der Steckzapfen kleiner ist als die Länge der Führungsschlitze. Diese Steckzapfen und zugehörigen Zapfenaufnahmen sorgen ebenfalls für ein geradliniges Aufstecken bzw. Abziehen des Gehäuses des Steuergerätes gegen die bzw. von der Anschlußleiste, so daß die in der Anschlußleiste aufgenommenen Stecker in die Steckbuchsen an der Geräterückseite sauber einfassen und auch ohne Zwängungen wieder aus diesen herausgezogen werden. Da die Steckzapfen eine geringere Länge haben, als die Führungsschlitze, kommen sie außer Eingriff mit den zugehörigen Zapfenaufnahmen, bevor die Gleitzapfen an den Endbereichen der Führungsschlitze zum Anschlag kommen und dann nur noch ein Verschwenken des Gerätes relativ zur Anschlußleiste bzw. dem Geräteträger erlauben.

Vorzugsweise sind die Steckzapfen in den Zapfenaufnahmen arretierbar, was beispielsweise durch Steckgabeln geschehen kann, die in Querbohrungen durch die Zapfen und Zapfenaufnahmen gesteckt werden. Eine Arretierung des Steuergeräte am Geräteträger bzw. der Anschlußleiste kann in bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung auch dadurch erreicht werden, daß die Gleitzapfen in den Führungsschlitzen in einer Stellung arretierbar sind, in der das Steuergerät an die Steckerteile der Anschlußleiste angeschlossen ist.

Die Tragorgange sind vorzugsweise am Steuergerät bzw. dem Geräteträger oder der Anschlußleiste lösbar befestigt, so daß sie bei Bedarf leicht ausgetauscht werden können, ohne daß hier das gesamte Steuergerät bzw. der komplette Geräteträger oder die Anschlußleiste ersetzt werden muß.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnung, worin eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung an einem Beispiel näher erläutert wird.

Es zeigt:

Fig. 1 eine schematische Darstellung der wesentlichen Bestandteile der erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung vor ihrem Zusammenbau in einer Seitenansicht;

Fig. 2 die erfindungsgemäße Befestigungsanordnung im zusammengebauten und verriegelten Zustand in einer detaillierteren Draufsicht;

Fig. 3 den Gegenstand der Fig. 2 in einem Schnitt längs der Linie III-III;

Fig. 4 ein Tragorgan der erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung in montierter, auf den zugehörigen Gleitzapfen aufgeschobener Stellung in einer Ansicht längs der Linie IV nach Fig. 2;

Fig. 5 den Gegenstand der Fig. 4 bei der Montage auf den Gleitzapfen; und

Fig. 6 den Gegenstand der Fig. 4 und 5 in von der Anschlußleiste abgezogener, nach unten verschwenkter Stellung des Steuergerätes.

In Fig. 1 ist in stark schematisierter Darstellung eine erfindungsgemäße Befestigungsanordnung 10 im demontiertem Zustand ihrer einzelnen Bestandteile dargestellt. Die Befestigungsanordnung 10 dient zur Montage eines Steuergerätes 11 einer elektrohydraulischen Ausbausteuerung für ein Ausbaugestell im untertägigen Bergbau an einem am Ausbaugestell angeordneten Geräteträger 12. Das Ausbaugestell selbst ist der Einfachheit halber hier nicht dargestellt.

Das Steuergerät 11 ist in bekannter Weise an seiner Rückseite 13 in der Nähe seines unteren Randes 14 mit mehreren, nebeneinanderliegenden Steckanschlüssen 15 versehen, die am besten in Fig. 2 erkennbar sind. Die Steckanschlüssen 15 dienen zur Aufnahme von Steckerteilen 16 von Anschlußleitungen 17, die in einer gemeinsamen Anschlußleiste 18 in Aufnahmebohrungen 19 drehsicher aufgenommen und mittels (nicht dargestellter) Steckgabeln axial gesichert sind.

Wie gut in den Fig. 1 bis 3 erkennbar ist, ist die Anschlußleiste 18 an ihren seitlichen Außenbereichen 20 an zwei Halteflanschen 21 des Geräteträgers 12 mittels Schraubverbindungen 22 befestigt.

An ihren seitlichen Stirnseiten 23 ist die Anschlußleiste mit vorspringenden Gleitzapfen 24 versehen, die einen im wesentlichen quadratischen Querschnitt mit abgefasten Kanten haben und je eine obere und eine untere flache Gleitbahn 25 bzw. 26 bilden, die parallel zueinander verlaufen, wie dies am besten in Fig. 1 erkennbar ist. Die Gleitzapfen 24 bilden erste Befestigungselemente, die zur Befestigung des Steuergerätes 11 mit an diesem angeordneten zweiten Befestigungselementen zusammenwirken.

Die zweiten Befestigungselemente am Steuergerät 11 bestehen im wesentlichen aus von diesem vorragenden, an den Seitenwänden 27 des Steuergerätes mit Schrauben 28 befestigten Tragorganen 29, die jeweils einen nach Art einer Langlochöffnung 30 ausgestalteten Führungsschlitz 31 aufweisen. Dabei ist die Anordnung so getroffen, daß die Führungsschlitze eine Höhe h haben, die dem Abstand a zwischen der oberen Gleitbahn 25 und der unteren Gleitbahn 26 der Gleitzapfen entspricht.

Im am Geräteträger 12 montierten Zustand des Steuergerätes 11 fassen die Gleitzapfen 24 in die Führungsschlitze 31 der Tragorgane 29 von deren Innenseite 32 her ein und das Steuergerät 11läßt sich in der Flucht der in der Anschlußleiste 18 aufgenommenen Steckerteile 16 mit den Führungsschlitzen 31 über die darin gleitend eingreifenden Gleitzapfen vor- und zurückschieben. Die parallelen, oberen und unteren Gleitbahnen 25, 26 sorgen dabei dafür, daß das Steuergerät 11 infolge seines Eigengewichtes beim Aufschieben auf die aus der Anschlußleiste 18 vorne herausragenden Steckerteile bzw. beim Abziehen von diesen nicht nach unten wegkippen kann, sondern die an der Rückseite 13 angeordneten Steckanschlüsse 15 jedenfalls solange koaxial zu den zugehörigen Steckerteilen 16 ausgerichtet bleiben, bis diese völlig außer Eingriff mit den Steckanschlüssen 15 sind.

Am besten in Fig. 1 sowie den Fig. 4 bis 6 erkennbar ist es, daß die langlochartigen Führungsschlitze 31 an ihren vom Steuergerät 11 entfernt liegenden Endbereichen 33 Querschnitterweiterungen 34 mit etwa kreisförmigem Querschnitt aufweisen, deren Durchmesser d geringfügig größer ist als die größte Weite W der Gleitzapfen 24 in ihrer Diagonale. Diese Anordnung hat zur Folge, daß das Steuergerät 11 um die Gleitzapfen 24 verschwenkt werden kann, sobald es so weit von der Anschlußleiste 18 abgezogen ist, daß die Gleitzapfen 24 in die in den Endbereichen der Tragorgane 29 vorgesehenen Querschnittserweiterungen gelangen, wo die parallelen Gleitbahnen 25, 26 nicht länger formschlüssig an den Längsseiten 35, 36 des Führungsschlitzes 31 anliegen. Sobald also die Gleitzapfen 24 in die Querschnitterweiterungen 34 einfassen, kann das Steuergerät 11 in die insbesondere in Fig. 6 dargestellte Lage nach unten verschwenkt werden, so daß die Rückseite 13 des Steuergerätes 11 von oben sehr leicht zugänglich ist und auch die in der Anschlußleiste 18 mit ihren Steckerteilen 16 arretierten Anschlußleitungen 17 sichtbar und zugänglich sind und leicht ausgetauscht werden können. Dabei bleibt jedoch das Steuergerät fest am Geräteträger 12 angehängt, muß also nicht vollständig von diesem abgenommen und zum Arbeiten an seiner Rückseite oder der Anschlußleiste einer Hilfsperson übergeben oder auf einer geeigneten Ablage abgelegt werden.

Da es gelegentlich erforderlich sein kann, das Steuergerät 11 gegen ein anderes Gerät auszutauschen oder es aus anderen Gründen wünschenswert ist, das Steuergerät vollständig vom Geräteträger 12 abzunehmen, weisen die langlochartigen Führungsschlitze 31 an ihrer unteren Längsseite 36 eine querverlaufende, in die Langlochöffnung mündende Ausnehmung 37 auf, deren Breite b so bemessen ist, daß das Steuergerät mit seinen Tragorganen 29 quer zur Längsrichtung des Führungsschlitzes 31 auf die Gleitzapfen 24 aufgesteckt bzw. von diesen abgezogen werden kann. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel kann die Montage des Steuergerätes an den Gleitzapfen von oben erfolgen, wozu das Steuergerät so gehalten wird, daß die Steckanschlüsse 15 etwa parallel zu den in der Anschlußleiste aufgenommenen Steckerteilen ausgerichtet sind. Die Montage des Steuergerätes in dieser Ausrichtung ist in Fig. 5 dargestellt. Alternativ und besonders vorteilhaft ist es mit der erfindungsgemäßen Befestigungsnanordnung aber auch möglich, das Steuergerät in einer hängenden, gegenüber der Verriegelungsposition an der Anschlußleiste um 90° nach unten verschwenkten Lage an den Gleitzapfen der Anschlußleiste aufzustecken, wie dies in Fig. 1 angedeutet ist. Dabei wird das Steuergerät so gehalten, daß die Rückseite 13 oben liegt und die Tragorgane 29 vom Steuergerät nach oben ragen. Das Steuergerät wird dann in Richtung des Pfeiles 38 auf die Gleitzapfen 24 aufgesteckt und nach vollständigem Eingreifen der Gleitzapfen in die Führungsschlitze 31 nach unten abgelassen, so daß die Gleitzapfen in die kreisförmigen Querschnitterweiterungen 34 kommen (Fig. 6), so daß dann das Steuergerät nach oben verschwenkt werden kann, wenn alle erforderlichen Arbeiten an der Anschlußleiste und der Rückseite des Steuergerätes durchgeführt wurden und dieses mit seinen Steckanschlüssen auf die Steckerteile geschoben werden soll. Im fertig montierten Zustand des Steuergerätes am Geräteträger mit vollständig eingesteckten Steckerteilen nehmen die Gleitzapfen 24 die in Fig. 4 dargestellte, relative Lage zu den Tragorganen 29 ein.

Wie in den Fig. 2 und 3 erkennbar ist, ist die Länge 1 der Gleitzapfen geringer als die Dicke D der Tragorgane. Da auch die Tiefe der Ausnehmungen 37 in den Tragorganen nur geringfügig größer ist als die Länge 1 der Gleitzapfen, sind die Langlochöffnungen 30 in den Tragorganen 29 allseitig geschlossen, was die Stabilität der Tragorgane 29, verglichen mit einem offenen Querschnitt, deutlich erhöht.

In den Fig. 2 und 3 ist erkennbar, daß das Steuergerät 11 mit zwei seitlich neben den Steckanschlüssen 15 angeordneten Steckzapfen 39 versehen ist, die im montierten Zustand des Steuergerätes, in dem die in der Anschlußleiste aufgenommenen Steckerteile 16 in die Steckanschlüsse 15 einfassen, in koaxial zu den Steckzapfen 39 ausgerichtete Zapfenaufnahmen 40 in der Anschlußleiste einfassen und in dieser durch quer durch die Anschlußleiste und die Steckzapfen greifende Verriegelungsgabeln 41 gesichert sind. Dabei ist die Anordnung so getroffen, daß die Länge der Steckzapfen 39 kleiner ist als die Länge der Führungsschlitze und das vordere, freie Ende der Steckzapfen nicht bis in die Flucht der in den Tragorganen vorgesehenen Ausnehmungen 37 greift, wie dies in Fig. 1 am besten erkennbar ist. Durch die Wahl dieser Längenverhältnisse wird sichergestellt, daß die Steckzapfen 39 des Steuergerätes 11 nach vollständigem Abziehen von den Steckerteilen außer Eingriff mit den Zapfenaufnahmen 40 in der Anschlußleiste kommen, so daß das Gerät nach unten in die in den Fig. 1 bzw. 6 dargestellte Lage verschwenkt werden kann. In der nach unten um 90° verschwenkten Stellung (Fig. 1) kann das Gerät ein Stück angehoben werden, bis die Gleitzapfen 24 sich in Höhe der Ausnehmungen 37 befinden, wobei die vorderen freien Enden 42 der Steckzapfen 39 hier als Anschlag dienen können, an dem die Anschlußleiste 18 dann anschlägt, wenn die Gleitzapfen 24 in genau der richtigen Höhe für die Abnahme des Steuergerätes vom Geräteträger bzw. der Anschlußleiste liegen.

Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte und beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern es ergeben sich viele Änderungen und Ergänzungen, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. So ist es beispielsweise möglich, die Gleitzapfen im Querschnitt nicht eckig auszugestalten, sondern zylindrisch, da bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel auch die Steckzapfen 39 beim Aufstecken des Steuergerätes auf die Anschlußleiste für eine formschlüssige Verbindung und korrekte Ausrichtung der Steckanschlüsse 15 auf die Steckerteile hin Sorge tragen. Selbstverständlich ist es auch möglich, die Gleitzapfen 24 nicht an der Anschlußleiste, sondern am Steuergerät anzuordnen, während die Tragorgane mit den darin vorgesehenen Führungsschlitzen dann entsprechend an der Anschlußleiste oder am Geräteträger ausgebildet wären. In diesem Fall wären die Ausnehmungen 37 zweckmäßig nach oben hin offen, so daß das Steuergerät mit den daran angeordneten Gleitzapfen von oben in die Langlochöffnungen eingesteckt werden könnte.

An der Rückseite des Steuergerätes können neben den dargestellten und beschriebenen, parallel nebeneinanderliegenden Steckanschlüssen noch weitere Steckanschlüsse vorgesehen werden, in die keine in der Anschlußleiste aufgenommenen Steckerteile einfassen, sondern freie Zusatzstecker von weiteren Leitungen, die im nach vorne bzw. nach unten gekippten Zustand des Steuergerätes problemlos an der Rückseite eingesteckt werden können.


Anspruch[de]
  1. 1. Befestigungsanordnung für ein an einem Geräteträger festlegbares Steuergerät für elektrohydraulische Ausbausteuerungen, mit einer Anschlußleiste für Steckerteile von Anschlußleitungen, die am Steuergerät lösbar einsteckbar sind und mit ersten Befestigungselementen am Steuergerät und zweiten, mit den ersten Befestigungselementen zusammenwirkenden Befestigungselementen am Geräteträger oder der Anschlußleiste, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten oder die zweiten Befestigungselemente als vom Steuergerät (11) bzw. dem Geräteträger (12) oder der an diesem befestigten Anschlußleiste (18) vorragenden Tragorgane (29) mit nach Art eine Langlochöffnung (30) ausgestalteten Führungsschlitzen (31) ausgebildet sind und die zweiten bzw. ersten Befestigungselemente aus vom Geräteträger (12) oder der an diesem befestigten Anschlußleiste (18) bzw. dem Steuergerät (11) seitlich vorspringenden Gleitzapfen (24) bestehen, die in die in den Tragorganen (29) ausgebildeten Führungsschlitze (31) einfassen.
  2. 2. Befestigungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die ersten Befestigungselemente bildenden Tragorgane (29) am Steuergerät (11) und die die zweiten Befestigungselemente bildenden Gleitzapfen (24) am Geräteträger (12) oder der Anschlußleiste (18) angeordnet sind.
  3. 3. Befestigungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitzapfen (24) obere und untere, flache Gleitbahnen (25, 26) haben, die parallel zueinander verlaufen und voneinander einen Abstand (9) haben, der an die Höhe (h) der langlochartigen Führungsschlitze (31) angepaßt ist.
  4. 4. Befestigungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitzapfen (24) einen im wesentlichen rechteckigen oder quadratischen Querschnitt haben.
  5. 5. Befestigungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die langlochartigen Führungsschlitze (31) an ihren vom Steuergerät (11) bzw. dem Geräteträger (12) oder der Anschlußleiste (18) entfernt liegenden Endbereichen (33) Querschnitterweiterungen (34) aufweisen, deren lichte Weite (d) mindestens so groß ist wie die größte Weite (w) der Gleitzapfen (24).
  6. 6. Befestigungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die langlochartigen Führungsschlitze (31) an ihrer einen Längsseite (36) eine quer verlaufende, in die Langlochöffnung (30) mündende Ausnehmung (37) aufweisen, deren Breite (b) mindestens so groß ist wie die Breite bzw. Höhe (h) der Gleitzapfen (24).
  7. 7. Befestigungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge (1) der Gleitzapfen (24) geringer ist als die Dicke der Tragorgane (29).
  8. 8. Befestigungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch am Steuergerät (11) oder an der Anschlußleiste (18) angeordnete Steckzapfen (39) und an diese angepaßte und koaxial zu diesen ausgerichtete Zapfenaufnahmen (40) an der Anschlußleiste (18) oder am Steuergerät (11), wobei die Länge der Steckzapfen (24) kleiner ist als die Länge der Führungsschlitze (31).
  9. 9. Befestigungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Steckzapfen (39) in den Zapfenaufnahmen (40) arretierbar sind.
  10. 10. Befestigungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitzapfen (24) in den Führungsschlitzen (31) in einer Stellung arretierbar sind, in der das Steuergerät an die Steckerteile der Anschlußleiste (18) angeschlossen ist.
  11. 11. Befestigungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragorgane (29) am Steuergerät (11) bzw. dem Geräteträger (12) oder der Anschlußleiste (18) lösbar befestigt sind.






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