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Dokumentenidentifikation DE19719595C2 28.12.2000
Titel Spanneinheit
Anmelder Bäumer, Ludger, 48496 Hopsten, DE
Erfinder Bäumer, Ludger, 48496 Hopsten, DE
DE-Anmeldedatum 09.05.1997
DE-Aktenzeichen 19719595
Offenlegungstag 12.11.1998
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 28.12.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.12.2000
IPC-Hauptklasse B65H 18/06

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Spanneinheit für eine eine Rolle tragende Wickelwelle, die einen festen, ein Widerlager für die Rolle bildenden Spannkegel und einen in Richtung zum festen Spannkegel verschiebbaren Spannkonus aufweist, der auf einem auf der Wickelwelle verschieblichen Grundkörper in Wickelwellenrichtung verschieblich gelagert und durch Druckbeaufschlagung einer Druckkammer in Richtung zum festen Spannkegel bewegbar ist.

Bei Maschinen zur Verarbeitung von Papier- oder Folienbahnen wird die Bahn von der auf die Wickelwelle aufgesetzten Rolle abgezogen. Da die Bahn unter einer möglichst gleichbleibenden Spannung stehen muß, sind verschiedenartig ausgebildete Bremseinrichtungen für die Wickelwelle bekannt.

Die Rolle ist im Zentrum mit einer Wickelhülse versehen, die normalerweise aus Pappe gefertigt ist. Der Spannkegel und der Spannkonus greifen teilweise in die Wickelhülse ein, so daß sich die Rolle gegenüber der Wickelwelle nicht verdrehen kann. Dies erfolgt durch den Reibschluß und durch die Keilwirkung.

Bislang ist es üblich, auch den verschiebbaren Spannkonus, durch mechanische Klemmelemente, beispielsweise Schrauben auf der Wickelwelle festzusetzen. Damit die Wickelwelle durch die einwirkenden Kräfte nicht beschädigt wird, wird die Wickelwelle zumindest im Bereich des Spannkonus gehärtet, wodurch die Herstellung verteuert wird.

Der Rollendurchmesser beträgt bei den Papier- oder Folienbahnen verarbeitenden Maschinen über einen Meter. Die Breite richtet sich dabei nach der Größe der herzustellenden Artikel. Daraus ergibt sich ein entsprechend hohes Gewicht der Rolle.

Bei der zuvor beschriebenen Spanneinheit ist nicht sichergestellt, daß sich der Spannkonus während eines Wickelvorganges nicht löst. Es ist deshalb eine laufende Kontrolle notwendig, wobei trotzdem nicht auszuschließen ist, daß sich die mechanischen Klemmelemente nicht lösen. Dies führt dann zu einer Unterbrechung der Produktion mit einer Stillstandszeit, die besonders lang ist, wenn es zu einem Papier- oder Folienstau in der Maschine kommt oder wenn es zu einem Riß der Bahn kommt, die dann neu eingezogen werden muß.

Um diese vorstehend genannten Nachteile zu beseitigen, wurde durch die DE 21 33 073 A1 eine pneumatische Spanneinheit vorgeschlagen. Dazu ist es jedoch notwendig, daß die Wickelwelle aus einem Rohr besteht. Dieses ist an dem dem beweglichen Spannkonus zugehörigen Ende mit zwei Längsschlitzen versehen, die um einen Winkel von 180 Grad zueinander versetzt sind. Auf diesen Bereich ist eine Hülse aufgesetzt, auf der der bewegliche Spannkonus gelagert ist. Innerhalb der rohrförmigen Wickelwelle ist ein zylindrisches Teil verschiebbar angeordnet, welches mit einem durch ein Druckmittel beaufschlagbaren Raum ausgerüstet ist. Dieser Raum wird an der einen Seite durch einen abgedichteten Kolben und an der anderen Seite durch einen fest mit dem zylindrischen Teil verbundenen Boden begrenzt. Der mit dem Druckmittel beaufschlagbare Raum ist mittels einer Leitung mit einem Dreiwegeventil verbunden, welches einen Anschluß für eine Druckmittelquelle besitzt. Auf den Boden wirkt eine Scheibendruckfeder, die den Boden in Richtung zu dem ersten Ende der Wickelwelle verschiebt, da sie sich mit dem anderen Ende an einem festen Widerlager abstützt. An das gegenüberliegende freie Ende des Zylinderteils ist ein Kraftantrieb angeschlossen, der im wesentlichen aus einem eingesetzten Boden besteht, der zur Aufnahme von gegenüber der Außenfläche vorstehenden Stiften mit Radialbohrungen versehen ist. Die freien Enden der Stifte greifen in winkelförmige Nuten ein, die im Endbereich der Hülse angeordnet sind. Der Boden ist fest in das zylindrische Teil eingesetzt. In dem zylindrischen Teil ist außerdem ein Kolben angeordnet, der durch eine Manschette abgedichtet und gegenüber der Wickelwelle unverschiebbar ist, da er auf einer Kolbenstange festgesetzt ist, deren anderes Ende durch eine Scheibe in Verbindung mit einer Schulter, einem Sprengring, einem Deckel und einer Schraube fest mit dem Ende der rohrförmigen Wickelwelle verbunden ist.

Bei dieser Spanneinrichtung wird der feste Spannkegel je nach Breite der Rollen in einem Abstand zum Ende der Wickelwelle gesetzt. Nach dem Aufschieben der Rolle wird der Spannkonus und die Hülse so weit auf die Wickelwelle geschoben, daß die freien Ende der Stifte in den Bereich der radial verlaufenden Teile der Nuten gelangen, so daß die Hülse gedreht werden kann. Dadurch wird eine nach Art eines Bajonettverschlusses gestaltete Verbindung zwischen dem verschiebbaren zylindrischen Teil und dem Spannkonus hergestellt. Um die Rolle durch den bewegbaren Spannkonus zu spannen, wird der von dem Kolben und dem Boden begrenzte Raum mit Druckluft beaufschlagt. Der sich aufbauende Druck wirkt dann entgegen einer Scheibendruckfeder. Sobald die Federkraft überwunden ist, wird der Boden entgegen der Federkraft verfahren, wodurch das zylindrische Teil synchron mitgezogen wird. Gleichzeitig wird der auf der Kolbenstange verschiebbar angeordnete Boden und somit auch die Stifte bewegt. Dadurch wird die durch den Überdruck erzeugte Axialkraft auf die Hülse übertragen. Die Axialkraft wirkt dann durch die spezielle Gestaltung der Hülse und des Spannkonus auf diesen.

Bei dieser vorbekannten Spanneinrichtung wirkt auf die Wickelwelle bzw. auf den beweglichen Spannkonus nur eine solche Axialkraft, die sich aus der Differenz der sich aus dem druckbeaufschlagten Boden ergebenden Axialkraft zur Federkraft ergibt. Diese Kräfte reichen bei weitem nicht aus, um die Rolle ausreichend festzusetzen. Außerdem muß diese pneumatische Spanneinheit innerhalb der Wickelwelle angeordnet werden, so daß sie für massive Wickelwellen ausfällt.

Aus der DE 93 20 344.6 U1 ist außerdem noch eine kraftschlüssige Schnellspannvorrichtung für axiale Spannaufgaben bekannt, bei der auf die Spannwelle ein Gehäuse aufgesetzt ist, welches durch einen kraftschlüssig auf die Welle aufgesetzten Klemmring fixiert ist. Ein Ansatz des Gehäuses ragt in den Spannkonus hinein. Dieser Ansatz ist mit einem Außengewinde versehen, auf den ein Spannrad aufgeschraubt ist. In der spannenden Stellung ist das Gewinde selbsthemmend, so daß der Spannkonus in seiner Lage gesichert ist. Durch die Axialkraft wird auch der Klemmring verspannt. Wird jedoch die die Wickel tragende Wickelhülse, die normalerweise aus Pappe gefertigt ist, im Laufe des Wickelvorganges beschädigt, löst sich die Verbindung zwischen der Wickelhülse und dem Spannkonus. Es muß dann das Spannrad nachgestellt werden. Erfolgt dies nicht rechtzeitig, wird die Axialkraft so gering, daß sich der Klemmring löst und die gesamte Verbindung entspannt ist.

Aus der DE 75 40 882.1 U1 ist ferner noch eine Aufnahmevorrichtung für Wickelhülsen bekannt, die in Büromaschinen, beispielsweise in Kopiergeräten verwendet werden und ein maximales Gewicht von 22 kg haben. Durch diese Anordnung treten Kräfte auf, die so gering sind, daß sie mit den Kräfteverhältnissen für die für Papier und Folien verarbeitenden Maschinen verwendeten Spanneinheiten nicht verglichen werden können.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Spanneinheit der eingangs näher beschriebenen Art so auszubilden, daß in konstruktiv einfacher Weise ein Lösen der den Spannkonus festsetzenden Elemente verhindert wird, und daß das Festsetzen des Spannkonus einfach und ohne Kraftanstrengung möglich ist, und daß die Spanneinheit nicht nur für rohrförmige, sondern auch für massive Wickelwellen verwendet werden kann.

Die gestellte Aufgabe wird gelöst, indem eine Außenfläche des Grundkörpers und eine zugewandte Innenfläche des Spannkonus die allseitig geschlossene Druckkammer begrenzen, daß eine Spannhülse der Klemmeinrichtung auf der Wickelwelle gelagert ist und sich über Druckelemente der Klemmeinrichtung an dem Grundkörper abstützt, daß der Spannkonus bei Druckbeaufschlagung der Druckkammer durch seine Bewegung in Richtung zum gegenüberliegenden Spannkegel die Klemmeinrichtung aktiviert und dadurch die auf die Wickelwelle aufgesetzte Spannhülse unverschiebbar festgesetzt wird, gegen die sich der Grundkörper an der der Druckkammer abgewandten Seite abstützt, so daß der Spannkonus und die Spannhülse jeweils in einem Arbeitsgang festsetzbar oder lösbar sind.

Die Festlegung des Spannkonus ist besonders einfach, da beispielsweise die Druckkammer in einfachster Weise mit einem Druckmittel gefüllt werden kann. Als Druckmittel kommt vorzugsweise Druckluft in Frage, so daß das Einbringen in die Druckkammer mittels eines Kompressors oder auch mit einer Füllpistole erfolgen kann. Der Druck in der Druckkammer ist einstellbar und bleibt während der Spannung konstant, so daß auch gleichbleibende Klemmkräfte auf die Spannhülse einwirken, so daß auf die Wickelhülse ebenfalls gleichbleibende Kräfte einwirken. Die Funktion des Spannkonus wird ausschließlich durch das Einbringen des Druckmittels erreicht, so daß die Handhabung sehr einfach ist. Die sich durch die Druckbeaufschlagung ergebende Bewegung des Spannkonus wird dabei zum Festsetzen der Spannhülse ausgenutzt. Der Grundkörper verschiebt sich dabei nicht, sondern klemmt sich selbsttätig auf der Welle fest.

Ferner ist noch vorteilhaft, daß im Gegensatz zu den bekannten Konstruktionen, die Spanneinheit Drehmomente übertragen kann, und daß die Toleranzen der Wickelwellen wesentlich größer sein können, beispielsweise bis zu 0,4 mm, da die Spannhülse extrem stark verformt werden kann. Außerdem können einfache glatte, ungehärtete Wickelwellen verwendet werden.

Bei dieser Spanneinheit wird zunächst die von der Druckkammer ausgehende gesamte Druckkraft in Klemmkräfte umgesetzt, abgesehen von den geringen Reibungsverlusten. Dadurch wird ein Lösen des Spannkonus auf der Wickelwelle wirksam vermieden. Da sogar die Klemmkräfte größer werden, sollte sich der Spannkonus geringfügig von der Rolle wegbewegen, da dann die auf die Spannhülse wirkende Kraft noch größer wird.

Eine konstruktiv einfache Lösung für die Klemmeinrichtung, die jedoch eine sichere Spannung gewährleistet, wird erreicht, indem sie aus gegenüber der Längserstreckung der Wickelwelle sich radial erstreckenden und geneigten, auf die Spannhülse wirkenden Druckstangen und einer federbelasteten Druckplatte besteht, die gegen die die Spannhülse kontaktierenden Enden der Druckstangen drückt. Dadurch wird aufgrund der Winkelverhältnisse eine Kraftübertragung gemäß des Kniehebeleffektes erreicht.

Durch diese Schrägstellung der Druckstangen wird die auf die Spannhülse wirkende Klemmkraft mit geringer werdenden Neigungswinkel größer. Da dieser Neigungswinkel kleiner wird, wenn sich der Spannkonus, beispielsweise durch Nachgeben der Wickelhülse in Richtung zum Spannkegel verschiebt, wird die Spannhülse stärker belastet. Die auf die Wickelhülse wirkende Spannkraft bleibt ebenfalls erhalten, da der Innendruck in der Druckkammer annähernd gleichbleibt, da die Verschiebung des Spannkonus und somit auch die Vergrößerung der Druckkammer gering ist.

Die stärkere Spannung der Spannhülse beim Verschieben des Spannkonus in Richtung zum Spannkegel läßt sich in einfachster Weise erreichen, indem an der Druckplatte an der der Druckkammer abgewandten Seite mehrere parallel und im Abstand zur Längsachse des Spannkonus stehende Bolzen fest eingesetzt sind, die von vorgespannten Druckfedern umgriffen sind, und daß diese Bolzen verschiebbar in einer fest in den Spannkonus eingesetzten Mitnahmeplatte angeordnet sind, die gleichzeitig einen Gegenanschlag für die Druckfedern bildet.

Beim Verschieben des Spannkonus werden die Druckfedern stärker gespannt, so daß auch die auf die Druckstangen wirkenden Kräfte erhöht werden. Wird die Druckkammer drucklos gemacht, bewirken die Druckfedern eine Rückstellung des Spannkonus, um beispielsweise zwecks Rollenwechsel den Spannkonus von der Wickelwelle herunterzunehmen. Dadurch wird die Selbstklemmung aufgehoben. Damit von den Druckstangen ausreichend große Kräfte auf die Spannhülse übertragen werden, ist vorgesehen, daß der von den Druckstangen und der Druckplatte eingeschlossene Winkel ein spitzer Winkel ist, der vorzugsweise 10 Grad beträgt. Dadurch werden ausreichende Kräfteverhältnisse geschaffen.

Die Führung der Druckstangen läßt sich in einfachster Weise erreichen, wenn die federbelastete Druckplatte an der den Druckfedern abgewandten, der Druckkammer zugewandten Seite mit mehreren, vorzugsweise drei im gleichen Winkelabstand zueinander stehenden Radialnuten versehen ist, in die die Druckstangen mit den der Spannhülse zugewandten Bereichen eingreifen. Es entfallen dann zusätzliche Führungselemente.

Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den weiteren Unteransprüchen aufgezeigt.

Anhand der beiliegenden Zeichnungen wird die Erfindung noch näher erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 die erfindungsgemäße Spanneinheit in Schnittdarstellung,

Fig. 2 den Spannkonus nach der Fig. 1 in einer um 90 Grad gedrehten Schnittdarstellung,

Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie III-III in der Fig. 1 und

Fig. 4 eine Stirnansicht auf die konische Fläche des Spannkonus.

Die in den Fig. 1 bis 4 dargestellte Spanneinheit besteht aus einem fest auf eine Wickelwelle 1 aufgesetzten Spannkegel 2, der sich an einem Klemmring 3 abgestützt, der an der Kegelfläche abgewandten Seite fest auf die Wickelwelle 1 aufgesetzt ist. Ferner weist die Spanneinheit einen verschiebbaren Spannkonus 4 auf, der auf einem Grundkörper 5 gelagert ist, der ebenfalls auf der Wickelwelle 1 gelagert ist. Der Spannkonus 4 und der Grundkörper 5 sind Bestandteil eines druckmittelbetätigten Spannkopfes, der im dargestellten Ausführungsbeispiel durch Druckluft betätigt wird. Mittels des Spannkonus 4 wird eine z. B. aus Pappe bestehende Wickelhülse 6 eingespannt, deren gegenüberliegendes Ende auf den Spannkegel 2 gedrückt wird.

Der Grundkörper 5 ist rotationssymmetrisch gestaltet und im Längsschnitt annähernd Z- förmig ausgebildet. Der dem Spannkegel 2 abgewandte Bereich ist größeren Durchmessers als der dem Spannkegel 2 zugewandte Bereich und dient der Lagerung des Spannkonus 4. Der dem Spannkegel 2 zugewandte Bereich des Grundkörpers 5 ist als Hülse für die Lagerung auf der Wickelwelle 1 ausgebildet. Der Spannkonus 4 und der Grundkörper 5 sind so gestaltet, daß eine Außenfläche des Grundkörpers 5 und eine Innenfläche des Spannkonus 4 eine allseitig geschlossene Druckkammer 7 begrenzen, der ein im Grundkörper 5 gehaltenes Füllventil 8 zugeordnet ist, um beispielsweise mittels einer Füllpistole Druckluft in die Druckkammer 7 einzupumpen oder um sie drucklos zu machen.

An der der Druckkammer 7 abgewandten Seite ist in eine Innenbohrung 9 des Grundkörpers 5 eine Spannhülse 10 geführt, die ebenfalls auf die Wickelwelle 1 aufgesetzt ist. Diese Spannhülse 10 weist einen in die Innenbohrung 9 eingreifende Bund 10a größeren Durchmessers und einen außerhalb liegenden, relativ dünnwandigen Ansatz auf, der mit Längsschlitzen versehen sein kann. Auf den Ansatz 10b wirken drei um einen Winkel von 120 Grad zueinander versetzte Druckstangen 11 ein, die sich mit den gegenüberliegenden Enden in einer Ringnut des Grundkörpers 5 abstützen. An der der Druckkammer 7 abgewandten Seite der Druckstangen 11 ist eine ringförmige Druckplatte 12 auf den Ansatz 10b der Spannhülse 10 aufgesetzt, die mittels eines Sicherungsringes gegen axiale Verschiebung gegenüber der Spannhülse 10 gesicher ist. Dem äußeren Rand der Druckplatte 12 ist ein in den Grundkörper eingesetzter Sicherungsring zugeordnet, der den Druckstangen 11 abgewandt liegt.

Der Spannkonus 4 besteht aus einem der Wickelhülse 6 zugeordneten Bereich 4a, der als Konus ausgebildet ist und einem zylindrischen Bereich 4b, in den eine Mitnahmeplatte 13 fest eingesetzt ist, die im Abstand zur Druckplatte 12 steht, in die drei um 120 Grad zueinander stehende Bolzen 14 fest eingesetzt sind, die parallel und im Abstand zur Mittellängsachse des Spannkanus 4 bzw. zur Wickelwelle 1 stehen. Auf die die Druckplatte 12 kontaktierenden Bolzen 14 sind Druckfedern 15 geschoben, die vorgespannt sind. Der Spannkonus 4 ist im Bereich des zylindrischen Teils 4b mit kreisringförmigem Querschnitt mit einem sich in Längsrichtung erstreckenden Langloch 16 versehen, in die ein in den Grundkörper 5 eingesetzter Führungsstift 17 zur Übertragung des Drehmomentes eingreift.

Wie in den Fig. 1 und 2 in strichpunktierten Linien angedeutet, ist auf den zylindrischen Teil 4b des Spannkonus 4 eine zur konischen Fläche konturengerecht gestaltete Konushülse 18 aufgeschoben, um den Spanndurchmesser des Spannkonus 4 zu vergrößern. Diese Konushülse 18 stützt sich an der der konischen Fläche des Spannkonus 4 abgewandten Seite an einer Ringfläche ab. Zur Arretierung ist der Spannkonus 4 mit einer äußeren Ringnut versehen, in die durch Druckfedern 19 belastete Kugeldruckstücke 20 eingreifen.

Die Fig. 2 zeigt, daß in den Bolzen 14 an der Druckplatte 12 zugewandten Ende Rückstellfedern 21 liegen, die sich am Grundkörper 5 abstützen. Die Fig. 3 zeigt insbesondere die Anordnung der Bolzen 14 und des Füllventils 8. Die Fig. 4 zeigt, daß der konische Bereich 4a des Spannkonus 4 außen mit drei Rippen 22 versehen ist.

Die Wickelwelle 1 wird mit dem aufgenommenen Spannkegel 2 in die Wickelhülse 6 einer beispielsweise abzuwickelnden, nicht dargestellten Rolle gesteckt. Der Spannkegel 2 greift in die Wickelhülse 6 ein. Anschließend wird der den Spannkonus 4 aufweisende Spannkopf auf die Wickelwelle 1 geschoben, und zwar so weit, daß der Spannkonus 4 den Rand der Wickelhülse 6 berührt. Es wird dann die Druckkammer 7 mit Druckluft beaufschlagt. Der Spannkonus 4 bewegt sich dann in Richtung zum Spannkegel 2. Über die Mitnmahmeplatte 13 wird die im wesentlichen aus den Druckstangen 11 und der Druckplatte 12 gebildete Klemmeinrichtung betätigt, wobei gleichzeitig die Druckfedern 15 stärker gespannt werden. Die Druckplatte 12 drückt gegen die Druckstangen 11, wobei der eingeschlossene Winkel verkleinert wird. Da die Druckstangen auf die Spannhülse 10 drücken, wird diese festgeklemmt, so daß der Spannkopf auf der Wickelwelle 1 festgesetzt ist. Zum Lösen des Spannkonus 4 wird die Druckkammer 7 mittels des Füllventiles 8 drucklos gemacht. Durch die Druckfedern 15 wird der Spannkonus 4 von der Wickelhülse 6 wegbewegt. Die Klemmung der Spannhülse 10 wird durch die Rückstellfedern 21 aufgehoben, da die Druckplatte 12 in Richtung zur Mitnahmeplatte 13 verschoben wird.

Die Fig. 2 zeigt noch, daß die Bolzen 14 als Gewindebolzen ausgebildet sind und in die Druckplatte 12 eingedreht sind. In Richtung zum Spannkonus 4 werden die Mitnahmeplatte 13 und die Druckplatte 12 synchron bewegt, in der entgegengesetzten Richtung können sie allein bewegt werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Spanneinheit für eine eine Rolle tragende Wickelwelle (1), die einen festen, ein Widerlager für die Rolle bildenden Spannkegel (2) und einen in Richtung zum festen Spannkegel (2) verschiebbaren Spannkonus (4) aufweist, der auf einem auf der Wickelwelle (1) verschieblichen Grundkörper (5) in Wickelwellenrichtung verschieblich gelagert und durch Druckbeaufschlagung einer Druckkammer in Richtung zum festen Spannkegel (2) bewegbar ist, wobei zum Einspannen der Wickelhülse (6) der Grundkörper (5) als Gegenlager für den verschiebbaren Spannkonus (4) durch eine Klemmeinrichtung (10, 11, 12) unverschiebbar auf der Wickelwelle (1) festgesetzt werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß eine Außenfläche des Grundkörpers (5) und eine zugewandte Innenfläche des Spannkonus (4) die allseitig geschlossene Druckkammer (7) begrenzen, daß eine Spannhülse (10) der Klemmeinrichtung auf der Wickelwelle (1) gelagert ist und sich über Druckelemente (11) der Klemmeinrichtung an dem Grundkörper (5) abstützt, daß der Spannkonus (4) bei Druckbeaufschlagung der Druckkammer (7) durch seine Bewegung in Richtung zum gegenüberliegenden Spannkegel die Klemmeinrichtung (10, 11, 12) aktiviert und dadurch die auf die Wickelwelle (1) aufgesetzte Spannhülse (10) unverschiebbar festgesetzt wird, gegen die sich der Grundkörper (5) an der der Druckkammer (7) abgewandten Seite abstützt, so daß der Spannkonus (4) und die Spannhülse (10) jeweils in einem Arbeitsgang festsetzbar oder lösbar sind.
  2. 2. Spanneinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmeinrichtung aus gegenüber der Längserstreckung der Wickelwelle (1) sich radial erstreckenden und geneigten auf die Spannhülse (10) wirkenden Druckstangen (11) und einer federbelasteten Druckplatte (12) besteht, die gegen die die Spannhülse (10) kontaktierenden Enden der Druckstangen (11) drückt.
  3. 3. Spanneinheit nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der Druckplatte (12) an der der Druckkammer (7) abgewandten Seite mehrere parallel und im Abstand zur Längsachse des Spannkonus (4) stehende Bolzen (14) fest eingesetzt sind, die von vorgespannten Druckfedern (15) umgriffen sind, und daß diese Bolzen (14) verschiebbar in einer fest in den Spannkonus (4) eingesetzten Mitnahmeplatte (13) angeordnet sind, die gleichzeitig einen Gegenanschlag für die Druckfedern (15) bildet.
  4. 4. Spanneinheit nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen den Druckstangen (11) und der Druckplatte (12) eingeschlossene Winkel ein spitzer Winkel ist, der vorzugsweise 10 Grad beträgt.
  5. 5. Spanneinheit nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die federbelastete Druckplatte (12), an der den Druckfedern (15) abgewandten, der Druckkammer (7) zugewandten Seite mit mehreren, vorzugsweise drei im gleichen Winkelabstand zueinander stehenden Radialnuten versehen ist, in die die Druckstangen (11) mit den der Spannhülse (10) zugewandten Bereichen eingreifen, bzw. geführt werden.
  6. 6. Spanneinheit nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnahmeplatte (13) mit drei um jeweils einen Winkel von 120 Grad versetzten Bolzen (14) für die Druckfedern (15) versehen ist.
  7. 7. Spanneinheit nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannkonus (4) aus einem dem Spannkegel (2) abgewandten zylindrischen Teil (4b) und einem in die Wickelhülse (6) eingreifenden konischen Teil (4a) besteht.
  8. 8. Spanneinheit nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundkörper (5) rotationssymmetrisch ausgebildet ist und im Längsschnitt Z-förmig ausgebildet ist.
  9. 9. Spanneinheit nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Abdichtung der Druckkammer (7) der Spannkonus (4) gegenüber dem Grundkörper (5) durch beidseitige Dichtringe abgedichtet ist.
  10. 10. Spanneinheit nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Entlastung der Spannhülse (10) bei druckloser Druckkammer (7) die Druckplatte (12) mittels Rückstellfedern (21) in Richtung zur Mitnahmeplatte (13) bewegt wird, wobei die Rückstellfedern in Bohrungen der in die Druckplatte (12) eingesetzten Bolzen (14) angeordnet sind.






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