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Dokumentenidentifikation DE19911128C1 28.12.2000
Titel Elektromechanischer Batterietrennschalter, insbesondere für Kraftfahrzeuge
Anmelder Tyco Electronics Logistics AG, Steinach, CH
Erfinder Hähnel, Thomas, 14199 Berlin, DE;
Saffian, Bernd, 14770 Brandenburg, DE
Vertreter Klunker, Schmitt-Nilson, Hirsch, 80797 München
DE-Anmeldedatum 12.03.1999
DE-Aktenzeichen 19911128
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 28.12.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.12.2000
IPC-Hauptklasse H01H 3/22
IPC-Nebenklasse H01H 1/58   H01H 50/58   H01H 9/16   B60R 16/04   
Zusammenfassung Der Batterietrennschalter besitzt zwei Anschlüsse, der eine ist mit der Batterie zu verbinden, der andere mit dem Lastkreis. Der Schalter ist im Normalzustand geschlossen und wird durch ein elektrisches Antriebssystem, das beispielsweise durch einen Kurzschlußsensor oder einen Crashsensor angesteuert wird, geöffnet. Zum Wiedereinschalten wird die Kontaktfeder (5) manuell oder mit einem Elektromotor (31) über einen Schieber (33) gespannt, wobei ein Betätigungselement, das zum Einschalten verwendet wird, und die Kontaktfeder (5) fest verbunden sind. Die Konstruktion des Schalters wird somit sehr einfach.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen elektromechanischen Batterietrennschhalter, der unmittelbar im Bereich eines Batteriepols oder an beliebiger anderer Stelle im Batteriestromkreis angeordnet werden kann und der im Gefahrenfall eine automatische Auftrennung des Batteriestromkreises bewirkt.

In Kraftfahrzeugen sind normalerweise die Einzelstromkreise des Bordnetzes zu den verschiedenen Verbrauchern, wie Lampen oder Aktoren, mit Einzelsicherungen abgesichert, während die Generator/Anlasser-Leitung zur Batterie in der Regel nicht abgesichert ist. In kritischen Situationen, z. B. im Crashfall, bei einem Kurzschluß im Generator/Anlasser-Kabel oder im Bordnetz, das normalerweise nur über träge reagierenden Einzelsicherungen abgetrennt wird, besteht deshalb erhöhte Brandgefahr, die bisher lediglich durch manuelles Abklemmen der Batterie beseitigt werden kann. Es besteht deshalb die Forderung, bei bestimmten Gefahrenfällen den Generator/Anlasser-Stromkreis wie auch das Bordnetz durch einen Trennschalter automatisch und schnell zu unterbrechen. Aufgrund seiner Konstruktion kann der Trennschalter auch an anderer Stelle Lastkreis angeordnet werden.

Aus der DE 197 01 933 C1 ist bereits ein Lasttrennschalter für den Laststromkreis einer Fahrzeugbatterie bekannt, bei dem eine Kontaktanordnung zwischen eine Polklemme und einen Laststromkreis geschaltet ist. Beim Auftreten eines Störungszustandes wird über ein Elektromagnetsystem die Kontaktanordnung entriegelt und der Stromkreis unterbrochen. Dieser bekannte Lasttrennschalter besitzt eine Anordnung mit einer Kontaktwippe mit verhältnismäßig vielen Einzelteilen, die einen entsprechenden Aufwand in der Herstellung und im Volumen benötigt.

Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, einen elektromechanischen Batterietrennschalter zu schaffen, der eine gesonderte Abtrennung des Generator/Anlasser-Stromkreises von der Batterie mit einem einfachen und kompakten Schaltsystem ermöglicht, wobei das übrige Bordnetz an die Batterie angeschaltet oder Zusammen mit dem Generator/Anlasser-Stromkreis abgeschaltet werden kann.

Erfindungsgemäß wird dieses Ziel mit einem elektromechanischen Batterietrennschalter erreicht, der die folgenden Merkmale aufweist:

  • - ein Gehäuse,
  • - einen aus dem Gehäuse herausführenden ersten Anschlußleiter, der mit einem im Gehäuseinnern liegenden Abschnitt gleichzeitig einen feststehenden Kontakt bildet, und einen aus dem Gehäuse herausführenden zweiten Anschlußleiter, wobei einer der beiden Anschlußleiter mit einem Pol einer Spannungsquelle und der andere Anschlußleiter mit einem Lastkreis verbindbar ist,
  • - eine am zweiten Anschlußleiter befestigte Kontaktfeder, die an einem Kontaktfederschenkel einen mit dem feststehenden Kontakt zusammenwirkenden beweglichen Kontakt trägt, wobei die Kontaktfeder in eine Öffnungsposition vorgespannt ist,
  • - ein elektrisches Antriebssystem mit einem schwenkbaren Hebel und einer mit dem Hebel verbundenen Verriegelungsklinke, welche in einem Normalbetriebszustand die Kontaktfeder entgegen ihrer Vorspannung in einer Schließstellung verriegelt und sie bei Ansprechen des Antriebssystems freigibt,
  • - ein Betätigungselement, das mit der Kontaktfeder fest verbunden ist und das für ein Rückstellorgan zugänglich ist.

Der erfindungsgemäße Batterietrennschalter ist mit seinem Kontaktpaar in den Generator/Anlasser-Stromkreis eingeschaltet, so daß er beim Ansprechen des Antriebssystems über ein Steuersignal, beispielsweise von einem Kurzschlußsensor, von einem Crashsensor oder dergleichen, gezielt diesen Stromkreis von der Batterie abtrennt, während das sonstige Bordnetz in Betrieb bleibt. Wird das Bordnetz ebenfalls an den abschaltbaren Ausgang des Trennschalters gelegt, so wird dieses auch abgetrennt. Mit dem Betätigungselement zum Spannen und Verriegeln der Kontaktfeder kann der Generator/Anlasser- Stromkreis bzw. auch das Bordnetz wieder in Betrieb genommen werden, wenn die Gefahrensituation beseitigt, beispielsweise ein Kurzschluß behoben ist. Vorzugsweise ist der zweite Anschlußleiter über eine Flachlitze großen Querschnitts unmittelbar mit dem beweglichen Kontakt verbunden, um die hohen Generator- bzw. Anlasserströme zu führen. Die Kontaktfeder selbst kann in diesem Fall aus einem weniger gut leitenden Material, wie Federstahl, bestehen.

Ein besonders einfacher Aufbau des Batterietrennschalters ergibt sich, wenn die Kontaktfeder gleichzeitig das Betätigungselement zum Wiedereinschalten bildet, das beispielsweise mit einem Schraubenzieher als Zusatzwerkzeug betätigt werden kann.

Ein weiterer Vorteil ergibt sich dann, wenn die beiden Anschlußleiter parallel zum Gehäuseboden angeordnet sind und so einen verhältnismäßig großen Querschnitt ermöglichen. Zusammen mit der den beweglichen Kontakt unmittelbar mit dem zweiten Anschlußleiter verbindenden Flachlitze ergibt sich ein niederohmiger Strompfad. Damit wird sichergestellt, daß die hohen Generator- und Anlasserströme nur eine geringe Erwärmung des Batterietrennschalters verursachen. Durch eine wannenförmige Ausgestaltung des zweiten Anschlußleiters im Gehäuseinnern ergibt sich ein sehr stabiler Aufbau des Batterietrennschalters.

Weitere Einzelheiten und Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Die Erfindung wird nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:

Fig. 1 einen Batterietrennschalter im Längsschnitt im Ruhezustand (Schalter geschlossen),

Fig. 2 den Batterietrennschalter von Fig. 1 in Explosionsdarstellung mit einer Sockelbaugruppe (A), einer Kontaktfederbaugruppe (B) und einer Magnetbaugruppe (C),

Fig. 3 die Sockelbaugruppe von Fig. 2,

Fig. 4 den Batterietrennschalter von Fig. 1 angeflanscht an einen Batteriepol mit einem geeigneten Anschlußleiter,

Fig. 5 den Batterietrennschalter von Fig. 1 integriert in einen Kabelstrang mit entsprechend angepaßten Anschlußleitern,

Fig. 6 die Kontaktfederbaugruppe des Batterietrennschalters von Fig. 2,

Fig. 7 das Anschlagen eines Spannelements an einen Kontaktfederschenkel,

Fig. 8 eine Verriegelungsvariante mit einer Rast als Abwandlung des Batterietrennschalters von Fig. 1,

Fig. 9 eine Detailvergrößerung IX aus Fig. 8,

Fig. 10a bis 10c die Verriegelungsanordnung von Fig. 8 in drei Funktionsphasen,

Fig. 11 den Batterietrennschalter von Fig. 1 oder 8 mit einem Motor zum Spannen der Kontaktfeder,

Fig. 12 eine Seitenansicht XII der Betätigungsnocke von Fig. 11.

Der in Fig. 1 gezeigte Batterietrennschalter kann in mehrere Baugruppen unterteilt werden, wie Fig. 2 zeigt. Ein Gehäuseboden 1 sowie ein erster und ein zweiter Anschlußleiter 3, 4 und deren Verbindung miteinander bilden eine Sockelbaugruppe A, dargestellt in Fig. 3. Im Innern eines Gehäuses 50, das durch den Gehäuseboden 1 und eine Gehäusekappe 2 gebildet wird, ist der zweite Anschlußleiter 4 wannenförmig ausgeführt, wobei eine Stirnseite offen bleibt. Von dieser Seite her wird der erste Anschlußleiter 3 mit etwas Abstand über dem zweiten angeordnet. Die Seitenwände 36 und eine Stirnwand 37 werden von abgebogenen Teilen des zweiten Anschlußleiters 4 gebildet. Durch die Umspritzung mit Kunststoffmaterial erhält man eine sehr stabile Bauform.

Der im Inneren des Gehäuses 50 liegende Abschnitt des ersten Anschlußleiters 3 bildet einen feststehenden Kontakt 11; der Bereich, der einem beweglichen Kontakt 7 gegenüberliegt, eine Kontaktfläche 11a. An der Stelle, an der sich die Kontaktfläche 11a des feststehenden Kontakts 11 befindet, ist das Kunststoffmaterial der Umspritzung ausgespart. Je nach Anzahl der vorgesehenen Schaltspiele genügt die Oberfläche des feststehenden Kontakts 11, die aus Silber besteht, als Kontaktfläche, oder die Kontaktfläche 11a muß als Bandplattierung, als Schweißkontakt oder als Kontaktniet realisiert werden.

Die geometrische Gestaltung der außerhalb des Gehäuses 50 liegenden Teile der Anschlußleiter 3 und 4 kann an die jeweiligen Anforderungen angepaßt werden, während der innere Aufbau gleich bleibt. Die einfachste Lösung ist hierbei die in den Fig. 2 und 3 gezeigte Flanschausführung mit einem Durchgangsloch zur Verschraubung. Beispielsweise kann auch einer der Anschlußleiter 3 und 4, im Ausführungsbeispiel von Fig. 4 der zweite Anschlußleiter 4, als Polklemme 46 ausgeführt werden, so daß der Batterietrennschalter direkt an einen Batteriepol 28 angeflanscht werden kann (Fig. 4), oder die Anschlüsse sind beispielsweise direkt an den Kabelstrang angeschlagen, so daß der Batterietrennschalter an beliebiger Stelle in einem Lastkreis angeordnet werden kann (Fig. 5).

An dem zweiten Anschlußleiter 4 ist eine Kontaktfeder 5 befestigt. Diese bildet zusammen mit einer Flachlitze 19 eine Kontaktfederbaugruppe B. Die Kontaktfeder 5 besteht, wie in Fig. 6 gezeigt, aus zwei Anschweißlappen 29, mit denen sie an dem zweiten Anschlußleiter 4 befestigt ist, zwei Aufreißfederschenkeln 20, einem U-förmigen Spannelement 14 mit Z- förmiger Kröpfung am Quersteg 14a, einem über zwei Torsionsstege 15 mit der restlichen Kontaktfeder verbundenem Kontaktfederschenkel 6, einer als Sperrstück dienenden Verklinkungsfläche 21 zur Verriegelung der gespannten Kontaktfeder 5 und einem Spannlappen 12, der ein Betätigungselement darstellt, mit einer Anlagekante 12a zum manuellen Spannen der Kontaktfeder. Der Kontaktfederschenkel 6 trägt den beweglichen Kontakt 7 und drückt diesen aufgrund der eigenen Vorspannkraft gegen den feststehenden Kontakt 11. Die elektrische Verbindung zwischen dem zweiten Anschlußleiter 4 und dem beweglichen Kontakt 7 wird durch die Flachlitze 19 hergestellt. Dadurch ist das Material der Kontaktfeder 5 für die elektrischen Eigenschaften des Schalters unwichtig.

In den Ausführungsbeispielen ist zur Auslösung des Batterietrennschalters ein Elektromagnetsystem 8 mit einem Joch 23, einem Kern 24, einer Spule 25 und einem Anker 9, der den Hebel darstellt, vorgesehen. Das Elektromagnetsystem 8 wird über eine nicht gezeigte Steuerleitung erregt, wobei ein Steuersignal beispielsweise von einem Kurzschlußsensor oder einem Crashsensor kommen kann. Ein Kurzschlußsensor könnte beispielsweise auch in dem Gehäuse 1 und 2 angeordnet sein, ist aber im vorliegenden Beispiel nicht gezeigt. Die Auswertung von Sensorsignalen kann über eine elektronische Steuerschaltung im Gehäuse 50 erfolgen.

Der Anker 9, der durch eine Rückstellfeder 13 in eine Öffnungsposition vorgespannt ist, ist fest mit einer Verriegelungsklinke 10 verbunden und bildet mit dieser eine Wippe, wobei die Massen annähernd symmetrisch zur Lagerachse 45 des Ankers 9 verteilt sind. Durch diese mittige Lagerung ist das System wenig stoßempfindlich.

Bei Erregung des Magnetsystems 8 wird der Anker 7 an eine Polfläche 26 des Kerns 24 angezogen. Dadurch gibt die Verriegelungsklinke 10 die mit Überhub gespannte Kontaktfeder 5 frei, und die Kontakte 7 und 11 werden geöffnet. Auf diese Weise wird der Generator/Anlasser-Stromkreis unterbrochen. Die Anordnung mit dem Magnetsystem 8, dem Anker 9, dem Joch 23, dem Kern 26 und der Ankerrückstellfeder 13 wird als Magnetbaugruppe C bezeichnet. Nachdem die Verriegelungsklinke 10 das Spannelement 14 freigegeben hat, schlägt dieses, wie in Fig. 7 vergrößert gezeigt, aufgrund der gekröpften Ausführung in seiner Bewegung gegen den Kontaktfederschenkel 6. Der übertragene mechanische Impuls unterstützt das Auseinanderreißen der Kontakte 7 und 11.

Anhand der Position des Spannlappens 12, der zum Spannen der Kontaktfeder 5 verwendet wird, ist der Schaltzustand des Batterietrennschalters in einem Öffnungsschlitz 16 erkennbar. Zusätzlich kann der Schaltzustand zur besseren Erkennung durch eine Leuchtdiode oder andere lichtemitierende Bauelemente angezeigt werden. Diese Leuchtdiode kann ebenfalls zur Beleuchtung des Öffnungsschlitzes herangezogen werden.

Zum manuellen Wiedereinschalten des Batterietrennschalters muß die Kontaktfeder 5 über den Spannlappen 12 gespannt werden. Dazu dient ein Zusatzwerkzeug, beispielsweise ein Schraubenzieher, oder ein Schieber 27, der senkrecht zur Bodenfläche in der Gehäusekappe 2 geführt ist und mit einem Mitnehmer 35 an der Anlagekante 12a des Spannlappens 12 angreift. Wenn die Kontaktfeder 5 in einer Schließposition ist, verriegelt sie sich automatisch, indem die Verriegelungsklinke 10 durch die Ankerrückstellkraft in eine Sperrposition gedrückt wird. Der Öffnungsschlitz 16 wird mit einer Kappe 17 abgedichtet.

Die Fig. 8 und 9 zeigen eine Variante der Kontaktfederverriegelung. Eine Verklinkungsfläche 48 ist mit einer Rast 40 versehen, die in Fig. 9 vergrößert dargestellt ist. In eine Ausnehmung 41 in der Verklinkungsfläche 48 greift eine Rastnase 42 ein. Eine Verriegelungsklinke 30 federt mit Vorspannung in Richtung des ersten Anschlußleiters 3 gegen einen Raststeg 43 am Sperrstück der Kontaktfeder 5.

Verschiedene Funktionsphasen der Verriegelungsanordnung von Fig. 8 sind in den Fig. 10a bis 10c gezeigt. Wenn der Anker 9 anzieht, wird die Verriegelungsklinke 30 gespannt, bis die Federkraft so groß ist, daß die Rastnase 42 den Raststeg 43 überwindet (Fig. 10b). Danach ist die Kontaktfeder 5 freigegeben und kann aufreißen. Vorteilhaft ist hierbei, daß sich die Verriegelungsklinke 30 aufgrund der Verrastung bei Schwing- und Stoßbelastungen nicht nach und nach aus der Verriegelung "herausrütteln" kann.

Zum Wiedereinschalten muß erst die Kontaktfeder 5 gespannt und dann die Verriegelungsklinke 30 in die Rast 40 gedrückt werden. Das kann z. B. durch den Mitnehmer 35 eines zusätzlichen Schiebers 27 geschehen, wie Fig. 10c zeigt. Wird der Schieber 27 in Richtung des Gehäusebodens 1 bewegt, so spannt der angeformte Mitnehmer 35 erst die Kontaktfeder 5. Daraufhin wird mit dem Resthub des Schiebers 27 die Verriegelungsklinke 30 über einen um 90° abgebogenen Lappen 38 samt Anker 9 so angelenkt, daß die Verriegelungsklinke 30 wieder verrastet und die Kontaktfeder 5 in der gespannten Lage gehalten wird.

Das Spannen der Kontaktfeder 5 kann auch mittels eines elektrischen Antriebes geschehen. Zu diesem Zweck kann im Gehäuse 50 ein Elektromotor 31 vorgesehen werden, der über ein Untersetzungsgetriebe 32 auf eine mit einem Schieber 33 verbundene Betätigungsnocke 34 wirkt, wie in den Fig. 11 und 12 dargestellt. Nach dem Verriegeln muß der Schieber 33 die Kontaktfeder 5 wieder freigeben, damit diese nicht blockiert bleibt, indem zum Beispiel der federnd gelagerte Schieber 33 nach Überwinden des exzentrischen Totpunktes an der Betätigungsnocke 34 nach oben springt. Dieser Motorantrieb kann an der dem Gehäuseboden 1 gegenüberliegenden Seite des Gehäuseinnenraumes angeordnet werden, so daß sich lediglich die Bauhöhe vergrößert und die ferneinschaltbare Lösung als Variante bei ansonst gleichem Grundaufbau realisiert werden kann. Dieser Motor 31 zum Schließen des Batterietrennschalters kann über eine Steuerleitung beispielsweise mit einem Schalter im Fahrzeuginneren betätigt werden. Falls die Betätigung des Batterietrennschalters, wie beschrieben, mit einem Elektromotor 31 vorgenommen werden soll, muß natürlich sichergestellt werden, daß auch bei Öffnung der Kontakte 7 und 11 die Stromversorgung des Elektromotors 31 von der Batterie her über eine eigene Leitung aufrecht erhalten wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Elektromechanischer Batterietrennschalter, insbesondere für Kraftfahrzeuge, der folgende Merkmale aufweist:
    1. - ein Gehäuse (50),
    2. - einen aus dem Gehäuse (50) herausführenden ersten Anschlußleiter (3), der mit einem im Gehäuseinnern liegenden Abschnitt gleichzeitig einen feststehenden Kontakt (11) bildet, und einen aus dem Gehäuse (50) herausführenden zweiten Anschlußleiter (4), wobei einer der beiden Anschlußleiter (3, 4) mit einem Pol einer Spannungsquelle und der andere Anschlußleiter mit einem Lastkreis verbindbar ist,
    3. - eine am zweiten Anschlußleiter (4) befestigte Kontaktfeder (5), die an einem Kontaktfederschenkel (6) einen mit dem feststehenden Kontakt (11) zusammenwirkenden beweglichen Kontakt (7) trägt, wobei die Kontaktfeder (5) in eine Öffnungsposition vorgespannt ist,
    4. - ein elektrisches Antriebssystem (8) mit einem um eine Lagerachse (45) schwenkbaren Hebel (9) und einer mit dem Hebel (9) verbundenen Verriegelungsklinke (10; 30), welche in einem Normalbetriebszustand die Kontaktfeder (5) entgegen ihrer Vorspannung in einer Schließstellung verriegelt und sie bei Ansprechen des Antriebssystems (8) freigibt,
    5. - ein Betätigungselement (12), das mit der Kontaktfeder (5) fest verbunden ist und das für ein Rückstellorgan (27, 35; 33) zugänglich ist.
  2. 2. Batterietrennschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebssystem ein Elektromagnetsystem (8) ist.
  3. 3. Batterietrennschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungselement ein Kontaktfederlappen (12) ist.
  4. 4. Batterietrennschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß anhand der Position des Betätigungselements (8) durch ein Fenster (16) der Schaltzustand des Batterietrennschalters erkennbar ist.
  5. 5. Batterietrennschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaltzustand durch ein lichtemitierendes Bauteil erkennbar ist.
  6. 6. Batterietrennschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlußleiter (3, 4) parallel zum Gehäuseboden (1) angeordnet sind.
  7. 7. Batterietrennschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Kontakt (7) als Doppelkontakt ausgeführt ist.
  8. 8. Batterietrennschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen dem zweiten Anschlußleiter (4) und dem beweglichem Kontakt (7) durch eine Flachlitze (19) erfolgt.
  9. 9. Batterietrennschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an die Kontaktfeder (5) ein Spannelement (14) angeformt ist, das sich mit dem Kontaktfederschenkel (6) überlappt.
  10. 10. Batterietrennschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Spannelement (14) und der Kontaktfederschenkel (6) über Torsionsstege (15) miteinander verbunden sind.
  11. 11. Batterietrennschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfeder (5) und die Verriegelungsklinke (10; 30) ineinandergreifende Rastelemente bilden, so daß die Verriegelungsklinke (10; 30) bei geschlossenem Schalter arretiert ist.
  12. 12. Batterietrennschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Rückstellorgan ein Schieber (27; 33) ist.
  13. 13. Batterietrennschalter nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (33) mit einem Elektromotor (31) mit Untersetzungsgetriebe (32) und Betätigungsnocken (34) bewegbar ist.
  14. 14. Batterietrennschalter nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektromotor (31) von einem entfernt, insbesondere in einem Fahrzeuginnenraum, angeordneten Handschalter ansteuerbar ist.
  15. 15. Batterietrennschalter nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektromotor (31) an der dem Gehäuseboden (1) gegenüberliegenden Seite des Gehäuseinnenraumes angeordnet ist.
  16. 16. Batterietrennschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Masse der Anordnung aus dem Hebel (9) und der Verriegelungsklinke (10; 30) annähernd symmetrisch zur Lagerachse des Hebels (9) angeordnet ist.
  17. 17. Batterietrennschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Rückstellorgan ein von Hand betätigbares Zusatzwerkzeug ist.
  18. 18. Batterietrennschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlußleiter (3, 4) außerhalb des Gehäuses als Flansch zum Verschrauben, als Polklemme (46) oder als Crimpverbindung (47) ausgeführt sind.
  19. 19. Batterietrennschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Anschlußleiter (4) im Gehäuseinnern wannenförmig gebogen ist.
  20. 20. Batterietrennschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Anschlußleiter (3, 4) überlappen und mit dem Material des Gehäuses voneinander isoliert umspritzt sind.






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