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Dokumentenidentifikation DE19737799C2 04.01.2001
Titel Schalldämpfer für einen Kompressorauslaß zur Verwendung in einer Klimaanlage
Anmelder Mando Climate Control Corp., Chungcheongnam, KR
Erfinder Choi, Duk-Ho, Kyonggi-do, Pyungtaik-shi, KR
Vertreter Samson & Partner, Patentanwälte, 80538 München
DE-Anmeldedatum 29.08.1997
DE-Aktenzeichen 19737799
Offenlegungstag 23.04.1998
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 04.01.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.01.2001
IPC-Hauptklasse F04B 39/12
IPC-Nebenklasse B60H 1/32   F01N 1/10   G10K 11/16   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Schalldämpfervorrichtung für einen Kompressorauslaß zur Verwendung in einer Klimaanlage nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

In Fig. 1 ist ein Kühlsystem einer herkömmlichen Klimaanlage gezeigt. In dem Kühlsystem wird ein unter hohem Druck stehendes, relativ heißes Kühlgas, das von einem Kompressor 1 abgelassen wurde, zu einer Kondensationsvorrichtung 3 geleitet, um in eine unter hohem Druck stehende Flüssigkeit kondensiert zu werden. Die unter Druck stehende Flüssigkeit wird zeitweise in einer Aufnahmevorrichtung 5 gespeichert, wird dazu gebracht, durch eine Filtertrocknungsvorrichtung 6 zu laufen, in der Feuchtigkeit und Verunreinigungen entfernt werden, und wird zu einem Expansions- bzw. Entspannungsventil 7 geleitet, in dem sie einen Abfall im Druck und der Temperatur erfährt. Die unter niedrigem Druck stehende Flüssigkeit wird dann von einer Verteilungsvorrichtung 8 verzweigt und wird zu einer Verdampfungsvorrichtung 9 geleitet, in der sie Wärme von der Umgebungsluft aufnimmt und verdampft. Der unter niedrigem Druck stehende Dampf wird zurück zu dem Kompressor 1 geleitet.

Andererseits verwendet eine Klimaanlage mit großer Kapazität, die beispielsweise in einem Bus verwendet wird, typischerweise einen sich hin- und herbewegenden Kompressor 1, der mit einer Vielzahl von Zylindern (nicht gezeigt) und Kolben (nicht gezeigt) versehen ist. Die Kolben in den Zylindern sind gemeinsam mit einem Motor oder einer Antriebsmaschine (nicht gezeigt) verbunden und bewegen sich abwechselnd hin und her, um das Gaskühlmittel in den jeweiligen Zylindern zu komprimieren, wodurch Druckwellen in dem Gaskühlmittel erzeugt werden.

Die Druckwellen in dem Gaskühlmittel werden verstärkt und schwingen bzw. sind in Resonanz, wobei sie entlang der Rohrleitung zwischen dem Kompressor 1 und der Kondensationsvorrichtung 3 strömen, wodurch der Betriebslärm der Klimaanlage erhöht wird.

Eine gattungsgemäße Schalldämpfervorrichtung für einen Kompressorauslaß zur Verwendung in einer Klimaanlage ist aus der DE-AS 24 51 524 bekannt.

Des weiteren ist aus der DE 195 35 972 C2 ein Trockengehäuse mit einem Trockenmittel zum Trocknen von aus einem Kompressor geförderter Druckluft bekannt. Schließlich ist noch aus der DE 29 33 105 A1 ein Schalldämpfer bekannt, bei welchem Absorptionsmaterial zwischen zwei Lochplatten, oder zwischen einem unteren Boden mit Schlitzen und einem oberen Boden mit Stegen angeordnet ist. Ein Zusammendrücken der Böden und damit auch ein Zusammendrücken des dazwischenliegenden Absorptionsmaterials wird mit Hilfe einer Seitenwand verhindert.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen Schalldämpfer für einen Kompressorauslaß vorzusehen, der fähig ist, den Betriebslärm einer Klimaanlage abzuschwächen.

Die Erfindung löst diese Aufgabe bei einer gattungsgemäßen Schalldämpfervorrichtung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1. Weitere Ausführungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.

Mit dieser Anordnung ist der erfindungsgemäße Schalldämpfer in der Lage, Betriebslärm bzw. -geräusch bzw. -schall in einer Klimaanlage mit großer Kapazität abzuschwächen.

Die obigen sowie weitere Ziele der vorliegenden Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen verdeutlicht. In den Zeichnungen zeigt:

Fig. 1 ein Blockdiagramm, das schematisch den Aufbau eines Kühlsystems einer typischen Klimaanlage zeigt; und

Fig. 2 eine Schnittansicht des Schalldämpfers des Kompressorauslasses gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel dieser Erfindung, das die mit einem Gehäuse umgebene Konstruktion und den Abschwächungseffekt gegenüber Druckwellen des Schalldämpfers zeigt.

Es sei bemerkt, daß ähnliche Teile, die in den Fig. 1 und 2 gezeigt sind, durch ähnliche Bezugszeichen dargestellt werden, so daß Beschreibungen, die diese Teile betreffen, zum Zwecke der Einfachheit nicht wiederholt werden.

Unter Bezugnahme auf Fig. 2 ist eine Schalldämpfvorrichtung 2 für einen Kompressorauslaß zur Verwendung in einer Bus-Klimaanlage mit einem sich hin- und herbewegenden Kompressor 1 gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung in einem Rohr angeordnet, das den Kompressor 1 und eine Kondensationsvorrichtung 3 verbindet.

Der Schalldämpfer 2 weist eine Einlaßkappe bzw. -deckel 10 auf, ein zylindrisches Gehäuse 20, das mit der Einlaßkappe 10 bei einem Ende verbunden ist, eine Auslaßkappe bzw. -deckel 30, der mit dem anderen Ende des zylindrischen Gehäuses 20 verbunden ist, ein Paar von Platten 40a und 40b, die in dem zylindrischen Gehäuse 20 angeordnet sind, ein Paar von Filtergliedern 50a und 50b, die zwischen die Platten 40a und 40b in dem zylindrischen Gehäuse 20 plaziert sind, und Lärmabschwächungsmittel 60, die zwischen den Filtergliedern 50a und 50b in dem zylindrischen Gehäuse 20 angeordnet sind.

Die Einlaßkappe 10 besitzt einen Einlaß 11, der mit dem Auslaßanschluß des sich hin- und herbewegenden Kompressors 1 verbunden ist, wobei der Einlaß 11 unter Druck stehendes Gaskühlmittel, das von dem Kompressor 1 abgelassen wurde, in den Schalldämpfer 2 einführt. Vorzugsweise ist die Einlaßkappe 10 trichter- bzw. konusförmig, um dadurch dem eingeführten Kühlmittel zu gestatten, sich auszubreiten. Das zylindrische Gehäuse 20 ist rohrförmig, wobei das Kühlmittel in die Auslaßkappe 30 eingeführt wird. Die Auslaßkappe 30 besitzt einen Aufbau, der symmetrisch gleich zu der Einlaßkappe 10 ist, wodurch dem Kühlmittel gestattet wird, sich zu sammeln. Die Auslaßkappe 30 besitzt einen Auslaß 31, der mit einer Kondensationsvorrichtung 3 verbunden ist.

Die Platten 40a und 40b sind scheibenförmig und eng transversal in das zylindrische Gehäuse 20 gepaßt, wobei die erste 40a in der Verbindung zwischen der Einlaßkappe 10 und dem zylindrischen Gehäuse 20 und die zweite 40b in der Verbindung zwischen der Auslaßkappe 30 und dem zylindrischen Gehäuse 20 eingebaut ist. Jede der Platten 40a und 40b besitzt eine Vielzahl von Löchern 41a und 41b, durch die das Kühlmittel strömt, wodurch wirksam das Kühlmittel verteilt wird.

Die Filterglieder 50a und 50b sind in der Nähe zwischen den Platten 40a bzw. 40b in dem zylindrischen Gehäuse 20 plaziert. Vorzugsweise können die Filterglieder 50a und 50b aus porösem Asbest hergestellt sein. Um deren Effekte zu maximieren, kann jedes der Filterglieder 50a und 50b aus zwei oder mehreren Filtern bestehen, wodurch dem Kühlmittel mit den Druckwellen erlaubt wird, bei einer gleichförmigen Rate bzw. Geschwindigkeit zu strömen, und das Kühlmittel stabilisiert wird.

Die Lärmabschwächungsmittel 60, die eine Vielzahl von kugelförmigen Teilchen aufweisen, sind dicht in einem Hohlraum zwischen den Filtergliedern 50 in dem zylindrischen Gehäuse 20 gefüllt. Die Teilchen besitzen einen größeren Durchmesser als die Löcher 41a und 41b der Platten 40a und 40b, wodurch verhindert wird, daß die Teilchen durch die Löcher 41a und 41b der Platten 40a und 40b entkommen. Die Lärmabschwächungsmittel 60 können aus unterschiedlichen Materialien hergestellt sein, und zwar vorzugsweise einem Harzmaterial, das nicht anfällig gegenüber Rosten ist. Während das Kühlmittel durch Spalte läuft, die unter bzw. zwischen den Teilchen gebildet werden, wird der Resonanzteil der Druckwellen gedämpft, und die Druckwellen werden geglättet.

Es ist bevorzugt, daß der Schalldämpfer 2 für den Kompressorauslaß ferner Kompressions- bzw. Druck-Mittel aufweist, um die Platten 40a und 40b zueinander hin zu drücken. Die Kompressionsmittel weisen ein Paar von Schraubenfedern 70 auf, die in den Einlaß- und den Auslaßkappen 10 bzw. 20 angeordnet sind. Die Schraubenfedern 70 drücken die Platten 40a und 40b zu den Lärmabschwächungsmitteln 60 hin, so daß die Platten 40a und 40b, die Filterglieder 50a und 50b und die Lärmabschwächungsmittel 60 in einen engen Kontakt miteinander gebracht werden.

Bei einer derartigen Klimaanlage, die darin den Schalldämpfer 2 für einen Kompressorauslaß der vorliegenden Erfindung eingebaut besitzt, wird das Kühlmittel mit den Druckwellen, das von dem Kompressor 1 abgelassen wird, durch den Einlaß 11 der Einlaßkappe 10 in den Schalldämpfer 2 eingeführt.

Während das Kühlmittel seinerseits durch die Löcher 41a der Platte 40a, das Filterglied 50a, die Lärmabschwächungsmittel 60, das Filterglied 50b, und die Löcher 41b der Platte 40a strömt, wird Betriebslärm, der durch die verstärkten Druckwellen des Kühlmittels erzeugt wird, reduziert.

Wie oben beschrieben, sieht die vorliegenden Erfindung einen Schalldämpfer 2 für einen Kompressorauslaß für Bus- Klimaanlagen vor, der fähig ist, wirksam und beinahe vollständig Betriebslärm abzuschwächen. Der Schalldämpfer 2 verringert ebenfalls Vibrationen des Rohres für die Kondensationsvorrichtung 3, wodurch die Zuverlässigkeit im Betrieb der Bus-Klimaanlagen verbessert wird, und wodurch verhindert wird, daß Fahrgäste durch den Kompressionslärm gestört werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Schalldämpfvorrichtung (2) für einen Kompressorauslaß zur Verwendung in einer Klimaanlage, die folgendes aufweist:

    eine Einlaßkappe (10) mit einem Einlaß, der mit einem Kompressor (1) verbunden ist;

    ein zylindrisches Gehäuse (20), das mit der Einlaßkappe (10) bei einem Ende verbunden ist;

    eine Auslaßkappe (30) die mit dem anderen Ende des zylindrischen Gehäuses (20) verbunden ist, wobei die Auslaßkappe (30) einen Auslaß besitzt, der mit einer Kondensationsvorrichtung (3) verbunden ist;

    ein Paar von Platten (40a, 40b), mit einer Vielzahl von Löchern (41a, 41b), wobei die Platten (40a, 40b) in dem zylindrischen Gehäuse (20) voneinander auseinander gepaßt sind;

    Lärmabschwächungsmittel (60), dadurch gekennzeichnet, daß ein Paar von Filtergliedern (50a, 50b) vorgesehen ist, die zwischen den Platten (40a, 40b) in dem zylindrischen Gehäuse (20) plaziert sind, wobei die Lärmabschwächungsmittel (60) zwischen den Filtergliedern (50a, 50b) in dem zylindrischen Gehäuse (20) angeordnet sind, und daß ein Paar von Schraubenfedern (70) vorgesehen ist, die jeweils in der Einlaßkappe (10) und der Auslaßkappe (30) angeordnet sind, wobei die Längsachsen der Schraubenfedern (70) axial zur Längsachse des zylindrischen Gehäuses (20) liegen, und wobei die Schraubenfedern (70) die Platten (40a, 40b) zueinander hin drücken, so daß die Platten (40a, 40b), die Filterglieder (50a, 50b) und die Lärmabschwächungsmittel (60) in engen Kontakt miteinander gebracht werden.
  2. 2. Schalldämpfvorrichtung (2) für einen Kompressorauslaß nach Anspruch 1, wobei die Einlaßkappe (10) trichterförmig ist.
  3. 3. Schalldämpfvorrichtung (2) für einen Kompressorauslaß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Lärmabschwächungsmittel (60) eine Vielzahl von kugelförmigen Teilchen aufweisen.
  4. 4. Schalldämpfvorrichtung (2) für einen Kompressorauslaß nach Anspruch 3, wobei die Teilchen einen größeren Durchmesser als die Löcher (41a, 40b) der Platten (40a, 40b) besitzen.
  5. 5. Schalldämpfvorrichtung (2) für einen Kompressorauslaß nach Anspruch 3 oder 4, wobei die Teilchen aus einem Harzmaterial hergestellt sind.
  6. 6. Schalldämpfvorrichtung (2) für einen Kompressorauslaß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Filterglieder (50a, 50b) aus porösem Asbest hergestellt sind.






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