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Dokumentenidentifikation DE19927829C1 25.01.2001
Titel Kabine für ein Fahrschulkettenfahrzeug
Anmelder MaK System Gesellschaft mbH, 24159 Kiel, DE
Erfinder Kühl, Manfred, 24229 Schwedeneck, DE;
Thiesen, Theodor, 24107 Kiel, DE;
Reker, Alfred, 24159 Kiel, DE
DE-Anmeldedatum 18.06.1999
DE-Aktenzeichen 19927829
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 25.01.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.01.2001
IPC-Hauptklasse G09B 9/042
IPC-Nebenklasse B62D 55/00   F41H 7/02   
Zusammenfassung Vorgeschlagen wird ein Fahrschulfahrzeug auf der Basis eines Kettenfahrgestells, bei dem der Innenraum einer aufgesetzten Fahrschulkabine durch eine Trennplatte vom Fahrgestellraum abgetrennt ist und bei dem der Kabinenraum durch eine Schwenktür an der Kabine von außen erreicht wird, wodurch den Ausbildungsbetrieb störende Fahrzeuggeräusche von der Kabine ferngehalten werden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf die Fahrschulkabine für ein gepanzertes Kettenfahrzeug oder Kampfpanzer.

Derartige Fahrschulkettenfahrzeuge sind aus:

  • - Sonderdruck aus "Soldat und Technik", Heft Juli 1970, "TITL, A: Die Ausbildung an modernen Panzern" bekannt.

Bei dem Einsatz von derartigen Kettenfahrzeugen für die Fahrausbildung hat es sich bewährt, modifizierte Originalfahrzeuge als Fahrschulpanzer zu verwenden, bei denen die Waffenanlage entfernt und das Waffenrohr durch eine Attrappe ersetzt wird sowie ein zweiter oder weitere Bedienplätze für den Fahrlehrer eingebaut sind, so daß alle Belange für die Fahrausbildung optimal berücksichtigt werden und im Fahrbetrieb Kosten gespart werden aufgrund des verminderten Fahrzeuggewichts und des Ausbaus von wartungsintensiven Waffenkomponenten.

Bekannte Fahrschulpanzer (siehe Fig. 2) bestehen aus einem Fahrgestellgehäuse (1) mit angebautem Laufwerk (6), das dem Original des Kettenfahrzeugs entspricht für das die Fahrschulausbildung erfolgen soll, und einer Fahrschulkabine (2), die anstelle eines Panzerturmes oder einer Waffenanlage aufgesetzt ist und die nach unten offen in das Fahrzeuginnere (7) des Fahrgestells mündet. Die Kabinenplätze werden von einem Querträger getragen, der seitlich mit der Kabine verbunden ist. Der Zugang zu den Kabinenplätzen erfolgt derart, daß das Fahrzeuginnere über die Fahrerluke oder sonstige Luken, die am Originalfahrgestell vorhanden sind, betreten wird und die Plätze von innen durch den offenen Boden der Kabine besetzt werden, wobei der Auszubildende auf dem Originalfahrerplatz im Fahrgestell Platz nimmt.

Durch ihre Bauart bedingt übertragen Gleiskettenlaufwerke hohe Geräuschimmisionswerte in das Fahrzeuginnere. Über die sich auf dem Boden abwälzende Gleiskette werden die Gehäusewandungen über die Lauf und Stützrollen und das Kettenantriebsrad und weitere Laufwerksteile zu Schwingungen angeregt. Diese Körperschallschwingungen erzeugen unerwünschte Luftschallwellen, die von den Gehäusewänden reflektiert und zu störenden Geräuschverursachern werden. Diese Störungen betreffen besonders die Fahrschulbesatzung in der Kabine.

Aus der DE 36 18 885 C2 ist eine Vorrichtung bekannt, bei der in eine Panzerwanne mit einem Kettenfahrgestell ein auswechselbarer Einsatz in Gestalt eines Containers für einen anderen Verwendungszweck, nämlich für den Katastrophenschutz eingesetzt wird. Dieser Container offenbart jedoch keine Hinweise, um störende Außengeräusche innerhalb des Containers zu verhindern.

Aufgabe war es deshalb, eine Fahrschulkabine herzustellen, die keine oder nur eine geringe Geräuschbelastung für die Besatzung in der Fahrschulkabine zuläßt.

Die Aufgabe wird mit den im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen dadurch gelöst, daß eine gekapselte Fahrschulkabine auf dem Fahrgestell aufgesetzt wird (siehe Fig. 1 und 3). Die Kapselung der Kabine zum Innenraum des Fahrgestells wird gebildet durch einen massiven umlaufenden Rahmen (8), der in einer Öffnung des Fahrgestells bzw. in der Turmaufnahme fest verschraubt ist, und durch eine geräuschdämmende Konstruktionsplatte (9), die den Kabineninnenraum (10) vom Fahrgestellinnenraum (7) trennt. Die Kabine wird über eine schwenkbare Hecktür (5) betreten, zu der man über eine Aufstiegshilfe (4) am Fahrgestell sowie über einen Laufsteg (3) an der Kabinenseite gelangt.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung schematisch dargestellt. Es zeigen:

Fig. 1: Seitenansicht Fahrschulfahrzeug mit Kabine

Fig. 2: Schnitt Fahrschulfahrzeug ohne Kapselung (Stand der Technik)

Fig. 3: Schnitt Fahrschulfahrzeug mit Kapselung

In Fig. 1 und 3 ist die erfindungsgemäße Ausführung der Kabine 2 dargestellt mit dem Basisfahrgestell 1 und den zugehörigen Laufwerksteilen 6. Die Fahrschulkabine 2 ist auf ein Loch im oberen Fahrgestellgehäuse bzw. der Turmaufnahme 11 aufgesetzt. Eine Aufstiegshilfe 4 und ein an der Kabine seitlich verlaufender Steg 3 erleichtern das Aufsteigen und das Gehen auf dem Fahrgestell bis zur schwenkbaren Hecktür 5, durch die der Innenraum 10 der Kabine erreicht wird. Die Bedienersitze 12 in der Kabine sind mittels einer Konsole 13 mit dem Kabinenaufbau fest verbunden. Ein in der Öffnung bzw. der Turmaufnahme 11 umlaufender Rahmen 8 verbindet die Kabine mit dem Fahrgestellgehäuse und ist mit diesem fest verschraubt. Unterhalb der Kabine wird der Kabineninnenraum mittels einer Plattenkonstruktion 9 abgeschlossen und gegen den Fahrgestellinnenraum 7 abgetrennt.

In Fig. 2 ist eine Fahrschulkabine 2 ohne die erfindungsgemäße Einrichtung dargestellt. Die Kabine 2, 10 ist nach unten zum Fahrgestellinnenraum 7 offen und ohne Abtrennung ausgeführt.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung für ein Fahrschulfahrzeug eines Kettenfahrzeugs oder für einen Fahrschulpanzer mit einem serienmäßigen Kettenfahrgestell und einer auf die Turmöffnung nach Entfernung eines Panzerturms aufgesetzten Fahrschulkabine für die Aufnahme von weiterem Personal für die Fahrausbildung, dadurch gekennzeichnet, daß ein Boden (9) einen Kabinenraum (10) der Kabine (2) von einem Fahrgestellinnenraum (7) geräuschdämmend abtrennt, und daß die Kabine (2) mit einer schwenkbaren Kabineneingangstür (5) versehen ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (9) entweder fest mit der aufsetzbaren Kabine (2) oder fest mit der Turmaufnahme (11) verbunden ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Kabine (2) seitlich mit einem einfachen oder umlaufenden Laufsteg (3) versehen ist, mit dem die Begehbarkeit des Fahrgestelldachs in Kabinennähe gesichert wird.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (9) als geräuschisolierende Plattenkonstruktion ausgebildet ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (9) und eine Konstruktionsplatte als geräuschisolierende Schicht gebildet ist.
  6. 6. Vorichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (9) eine oder mehrere Luken aufnimmt, die einen Durchstieg vom Kabinenraum in den Fahrgestellraum und umgekehrt ermöglichen.






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