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Dokumentenidentifikation DE19936158A1 01.02.2001
Titel Rebenlaubschneidemaschine
Anmelder Rinklin, Willy, 79427 Eschbach, DE
DE-Anmeldedatum 31.07.1999
DE-Aktenzeichen 19936158
Offenlegungstag 01.02.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.02.2001
IPC-Hauptklasse A01G 17/02
IPC-Nebenklasse A01G 3/04   
Zusammenfassung Eine Rebenlaufschneidemaschine (1) wird als Anbaugerät seitlich an einem Trägerfahrzeug (2) mittels galgenförmigen Auslegers (3) quer zur Fahrtrichtung lösbar angebaut und übergreift somit die zu bearbeitende Rebzeile (16).
Die Seitenschenkel (9), (10) sowie der über der Rebzeile verlaufende Teil der Maschine (15) sind mit rotierenden Messern (13-15) unterschiedlicher Größe versehen, die das Laub der zu bearbeitenden Rebzeile einkürzen. Dabei kann die Rebenlaubschneidemaschine durch verschiedene Verstellmöglichkeiten (durch Pfeile gekennzeichnet) an die Rebzeile angepaßt werden.

Beschreibung[de]

Eine Rebenbearbeitungseinrichtung (1) (Laubschneider), wird als Anbaugerät an einem Trägerfahrzeug (2) lösbar angebaut.

Die Rebenbearbeitungseinrichtung (1) wird mittels eines galgenförmigen Auslegers (3) in die Aufnahme (4) geschoben und bildet somit das Anbaugerät das seitlich neben dem Trägerfahrzeug (2) geführt wird.

Die Erfindung bezieht sich auf eine Rebenbearbeitungseinrichtung, die als Anbaugerät an ein Trägerfahrzeug montiert wird und einen umgekehrten U-Rahmen aufweist, der quer zur Fahrtrichtung des Trägerfahrzeugs verläuft. Die beiden Seitenschenkel und der obere Bereich des Rahmens haben Messer die das Laub der zu bearbeitenden Rebzeile einkürzen.

Solche Rebenbearbeitungseinrichtungen sind in unterschiedlichen Ausführungen bereits bekannt.

Stand der Technik ist, die Außenseiten der Rebzeile entweder mit einem Messerbalken, mit einer Länge, gleich der zu bearbeitenden Laubwand, oder durch mehrere gleich große, übereinander angeordnete, rotierende Messer, einzukürzen. Der Messerbalken hat jedoch den Nachteil, daß er schräg herausstehende Triebe kaum erreicht oder sie nach vorne wegschiebt.

Bei den herkömmlichen Laubschneidern mit gleich großen, übereinander angeordneten, rotierenden Messern, sind die Messer entweder klein, was zur Folge hat, daß man eine sehr hohe Drehzahl benötigt um eine angemessene Schnittqualität zu erreichen, wobei hohe Drehzahlen der Hydraulikmotoren einen großen Ölverbrauch bedeuten und die Folge daraus ist, daß das Trägerfahrzeuges eine große Ölmenge liefern muß, dabei aber gleichzeitig zuwenig Öl für andere Verbraucher zur Verfügung steht und häufig das Öl überhitzt. Bei großen Messern hat man zwar eine kleinere Drehzahl, durch die großen Messer wird das Gerät in seiner Baugröße jedoch größer und erheblich schwerer. Hauptsächlich im unteren Bereich des Gerätes sind die großen Messer störend, da man durch ihre Größe das Anbaugerät weiter entfernt vom Trägerfahrzeug anbauen muß damit die Messer nicht an den Vorderrädern streifen, das hat zur Folge, daß die Kombination von Trägerfahrzeug und Laubschneider länger wird, und damit die Wendigkeit verschlechtert wird. Das höhere Gewicht beeinträchtigt die Standfestigkeit des Trägerfahrzeugs, was hauptsächlich bei kleineren Trägerfahrzeugen und Arbeiten in Hanglagen sehr nachteilig ist.

Da jedoch das meiste zu schneidende Laub im oberen Bereich der Laubwand anfällt, sind große Messer im unteren Bereich überflüssig und eher störend.

Die Erfindung besteht aus einem Laubschneider mit übereinander angeordneten rotierenden Messern, wobei die Größe der Messer unterschiedlich sind und auch die Form der Messer sich von den herkömmlichen unterscheidet.

Das linke und rechte obere Messer sowie das oben horizontal schneidende Messer sind groß dimensioniert, damit im oberen Bereich der Laubwand, wo das meiste Laub anfällt eine gute Schnittqualität erreicht wird. Die unteren Messer sind kleiner und haben die Form einer Sichel. Die Sichelform hat den Vorteil, daß die Schneidkante länger ist als bei einem gerade verlaufendem Messer und somit die Schnittqualität erheblich verbessert wird.

Alle Messer eines Seitenbalkens sind mit Keilriemen miteinander verbunden, dabei wurde der Durchmesser der Keilriemenscheiben der beiden oberen größeren Messeren größer gestaltet als die der unteren Messer. Dadurch entsteht zwischen den oberen und den kleineren unteren Messern eine Übersetzung, das heißt die unteren Messer drehen schneller.

Der Vorteil dabei ist, daß man Hydraulikmotoren verwenden kann die weniger Öl verbrauchen, somit ist das Problem mit der Überhitzung des Hydrauliksystems beseitigt. Durch das obere groß dimensionierte Messer erreicht man auch mit kleinerer Drehzahl eine gute Schnittqualität und hat durch die Übersetzung nach unten eine hohe Drehzahl bei den kleinen Messern, die unterstützt durch die Sichelform eine sehr gute Schnittqualität erreichen.

Durch Verwendung von kleineren Messern im unteren Bereich wird die Breite des Gerätes so klein wie möglich gehalten, damit man den Laubschneider näher an die Vorderachse des Trägerfahrzeuges bauen kann und dadurch die Wendigkeit erhalten bleibt.

Die beiden Messerträger (9 und 10) sowie der Messerkasten (15) des horizontalen Messers sind aus Aluminium, das erheblich leichter ist als andere Metalle. Durch mehrere Kantungen wurde die Stabilität der Aluminiummesserträger wesentlich erhöht.

Der obere Messerkasten (15) ist nach hinten zum Fahrer hin komplett verschlossen und bei den Aluminiummesserträgern wurde eine Schutzkante eingearbeitet, die in Fig. 2 (2) erkennbar ist, wodurch verhindert wird, daß bereits abgeschnittenes Laub auf den Fahrer geworfen wird.

Durch die Verwendung von Aluminium hat der Laubschneider ein Eigengewicht von nur 65 Kilogramm was den Vorteil hat, daß der Laubschneider auch an kleinere Trägerfahrzeuge angebaut werden kann und die Standfestigkeit nicht wie bei schweren Geräten beeinträchtigt wird.

Die länglichen Öffnungen der Messerträger in denen die Messer befestigt werden sind mit Abdeckungen Fig. 2 (5) verschlossen, damit kein Laub zwischen die Keilriemen gelangen kann.

Vorteilhaft ist, daß der Laubschneider bei Seitenneigungs-Änderungen um den Drehpunkt (6a) [dargestellt mit Pfeil 2] nicht wie bisher üblich auch gleichzeitig die Höhe ändert, sondern durch ein Hydraulikzylindersystem die gleiche Höhe beibehält. Somit sind bei Änderung der Seitenneigung keine Höhenkorrekturen mehr durchzuführen, was eine Entlastung des Fahrers mit sich bringt.

Zusätzliche Ausgestaltungen der Erfindung und ihre wesentlichen Einzelheiten sind anhand der Zeichnungen näher erläutert.

Fig. 1 zeigt eine Rebenbearbeitungseinrichtung 1, die mit durch einen galgenförmigen Ausleger in der Aufnahme 4 befestigt wird in der sie durch Pfeil Pf4 dargestellt verschoben werden kann und somit dem Reihenabstand angepaßt wird, wobei die Aufnahme 4 mit Trägerfahrzeug 2 verbunden ist und das Ganze das Anbaugerät bildet das seitlich neben dem Trägerfahrzeug geführt wird.

Die Hubeinrichtung 5 ist durch den Pfeil Pf1 gekennzeichnet und die Seitenneigung 6a durch den Pfeil Pf2 (nach links und rechts um etwa 30° verschwenkbar), die aber gleichzeitig durch ein Hydraulikzylindersystem um den Drehpunkt 6b durch den Pfeil Pf3 dargestellt, erkennbar.

Der Laubschneider kann über einen elektrischen Verstellantrieb 8 zusätzlich verschwenkt werden wie Pfeil Pf6 zeigt.

Die Anfahrsicherung 7 bewirkt, daß beim Anfahren an ein Hindernis der Laubschneider nach hinten sowie nach vorne hin ausweicht.

An den Aluminiummesserträgern 9 und 10 sind die Messer 13 und 14 angebracht, das Obermesser 15 ist von dem Aluminiumkasten umhüllt.

Mit der Klemmlasche 11 kann die Durchlassbreite (dargestellt durch Pfeil Pf5) verändert werden und um den Drehpunkt 12 kann der Winkel des rechten Messerträgers verändert werden (gekennzeichnet durch Pfeil Pf7).

Fig. 2 zeigt eine Aluminiummesserträger 1 mit Messer 3, einer Schutzkante 2 und 4 die verhindert das Laub auf den Fahrer geschleudert wird.

Die Abdeckung 5 verhindert, daß Laub zwischen die Keilriemen gelangt.

Fig. 3 zeigt ein Sichelmesser 1, das durch seine spezielle Form längere Schneidkanten 2 und 3 als herkömmliche Messer aufweist.


Anspruch[de]
  1. 1. Rebenbenlaubschneidemaschine, die als Anbaugerät an ein Trägerfahrzeug anbringbar ist und mittels eines Auslegers seitlich neben dem Trägerfahrzeug geführt wird und die zu bearbeitende Rebzeile übergreifen und durch die rotierenden Messer die Rebtriebe beschnitten werden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die oberen Messer im Durchmesser größer sind als die unteren, wobei die unteren Messer die Form eine Sichel haben. (Fig. 3. 1).
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von den oberen Messern (14) zu den unteren (13) eine Übersetzung besteht, damit die unteren Messer eine größere Drehzahl bei kleinem Ölbedarf erreichen.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Messerträger 9 und 10, sowie der Schutzkasten 15 des horizontalen Messer durch spezielle Kantungen (zu erkennen in Fig. 2, 2 und 4) verhindern, daß Laub oder Absplitterungen von Pfählen den Fahrer treffen.
  4. 4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungen der Messeraufnahme durch eine Abdeckung 5Fig. 2 verschlossen wird, damit kein Laub zwischen die Keilriemen gelangt.
  5. 5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite und der Winkel zwischen den beiden Messerträgern 9 und 10 durch die Verstellmöglichkeit 12 verändert werden können.
  6. 6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Rebenlaubschneidemaschine 1 mittels eines elektrischen Verstellantriebs 8 um den Drehpunkt 7 verschwenkt werden kann.
  7. 7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Rebenlaubsehneidemaschine 1, die mittels des Aufhängungsrohrs 3 in der Aufnahme 4 verschiebbar ist.
  8. 8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die gesamte Rebenlaubschneidemaschine durch eine Hub- und Schwenkeinrichtung 5 in der Höhen und Seitenlage an die zu bearbeitende Rebzeile angepaßt werden kann, wobei bei einer Seitenverschwenkung mittels eines Hydraulikzylindersystems die Höhe beibehalten wird.
  9. 9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß bei Anfahren an ein Hindernis die Maschine nach hinten und vorne ausweicht.






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