PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10023644A1 15.02.2001
Titel Verbesserter türgekühlter Kessel
Anmelder Warga, Zeljko, Maribor, SI;
Skorjanc, Jurij, Sentjur pri Celju, SI
Erfinder Warga, Zeljko, Maribor, SI;
Skorjanc, Jurij, Sentjur pri Celju, SI
Vertreter Dannenberg, Schubert, Gudel, 60313 Frankfurt
DE-Anmeldedatum 13.05.2000
DE-Aktenzeichen 10023644
Offenlegungstag 15.02.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.02.2001
IPC-Hauptklasse F22B 7/16
IPC-Nebenklasse F24H 1/22   F24H 9/02   
Zusammenfassung Ein verbesserter Warmwasser- oder Dampfkessel enthält eine Tür (13) mit einem Wasserraum, um die Kühlung des Kessels (1) zu unterstützen. Wasser fließt vom Kessel (1) in die Tür (13) durch die Bodenrohre (7) und (11) auf dem Prinzip der kommunizierenden Gefäße. Wasser oder Dampf verlässt die Tür (13) durch ein oben angebrachtes Rohr (18) und kehrt in den Kessel (1) durch das Rohr (20) zurück. In einem Heißwasserkessel sichert eine Umwälzpumpe (26) im oberen Rohr (20) den Wasserfluss durch die Tür (13).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Kessel mit einem wassergekühlten Brennraum, mit einer ebenfalls wassergekühlten Tür, in der sich eine Öffnung für einen Öl- oder Gasgebläsebrenner befindet.

Ein Heizkessel mit diesen Merkmalen ist in der DE 40 16 880 Al beschrieben. Dort wird der gesamte Brennraum gekühlt, nämlich sowohl die Ringwandung, die den Brennraum zylindrisch umgibt, wie auch die vordere Tür und die hintere Stirnwand.

Die DE-AS 15 79 940 beschreibt einen Warmwasserheizkessel mit einem wasserumspülten Brennraum. Außerdem ist am Türende des Brennraumes ein hohler Rotationskörper vorgesehen, dessen Durchmesser zur Brennkammertür hin zunimmt. Dadurch soll eine diffusorartige Ausbildung der Kühlvorrichtung erreicht werden mit dem Vorteil, eine laminare Strömung der Heizgase zu erzielen, wodurch die Geräuschentwicklung verringert werden soll. Auch sollen die Heizflächen des Kessels gleichmäßiger mit den Brenngasen beaufschlagt werden, wodurch der Wirkungsgrad des Heizkessels erhöht werden soll.

DE-U-19 11 608 beschreibt einen Dampfkessel, dessen eine Stirnwand einen doppelkonisch ausgebildeten Einsatz hat, dessen doppelt ausgebildete Wandung von Kesselwasser durchströmt wird. Der Querschnitt des Einsatzes verjüngt sich also zum Inneren des Kessels. Mit dieser Querschnittsprofilierung kann man aber mit Öl- oder Gasgebläsebrennern keine Brennflamme erzeugen. Diese Konstruktion findet daher in der Praxis bei Öl- oder Gasfeuerungen keine Anwendung.

US-Patent 6,611,299 zeigt eine wassergekühlte Kesseltür, wobei das Wasser über den Oberteil der Tür hinein und heraus gepumpt wird. Solch eine Ausführung entspricht nicht dem Dampfkessel, weil kein Dampfausgang gegeben ist.

US-Patent 5,168,818 zeigt eine gekühlte Kesseltür, wobei die kühlende Flüssigkeit von unten in die Tür eintritt und oben austritt. Die Tür ist als hintere wassergekühlte Umlenkungskammer für Rauchgas in einem Kessel mit einer ungekühlten Hinterwand ausgeführt und kann keinen Brenner aufnehmen. Darüber hinaus ist die Halbkugelform, welche für eine effektive Funktion der Tür erforderlich ist, für eine wesentlich größere Länge und Breite des Kessels verantwortlich, was in den meisten Fällen unerwünscht ist.

Zusammenfassung der Erfindung

Aufgabe der Erfindung ist eine einfache Ausführung eines Kessels mit wassergekühlter Tür, anwendbar für Rauchrohr- und Wasserrohr-Dampf- und Heißwasserkessel, wie zuvor beschrieben.

In Übereinstimmung mit der Erfindung bringen geeignete Rohrsätze über und unter dem Kesselgehäuse Wasser von Kesselkörper zur Tür und leiten den Dampf, welcher in der Tür entstanden ist, ab. Das Wasser tritt ein und verlässt die Tür nach dem Prinzip der verbundenen (kommunizierenden) Gefäße, auf diese Weise die Konstruktion vereinfachend. Anbringung des Brenners an der Tür ist vorgesehen und eine Abtrennung verhindert, dass das heiße Rauchgas mit dem Teil der Tür, welcher auf der anderen Seite kein Wasser enthält, in Kontakt kommt. Die Türkühlung vergrößert die Kühlzone im Brennraum des Kessels und reduziert die Außentemperatur der Tür. Dies trägt zur verstärkten Wärmeübertragung und verringerten Wärmeverlusten bei und damit zu einem erhöhten Wirkungsgrad des Kessels. Instandhaltung- und Servicekosten werden reduziert, da kein feuerfestes Material für die Tür benötigt wird.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

Fig. 1 ist die Seitenansicht eines Rauchrohr-Dampfkessels mit gekühlter Tür, eingehüllt in einen wärmeisolierenden Mantel.

Fig. 2 ist die Vorderansicht einer gekühlten Kesseltür, wobei der Isoliermantel entfernt worden ist.

Fig. 3 ist die Seitenansicht der Tür der Fig. 2.

Detaillierte Beschreibung der Erfindung

Der Kessel gemäß Fig. 1 ist sowohl für gasförmige als auch flüssige Brennstoffe geeignet. Kessel 1 steht auf Füßen 4. Wasserlinie 23 ist auf dem gleichem Niveau im Kessel 1 und in der Wasserkammer in der Tür 13. Dampf wird im Raum über der Wasserlinie 23 in der Tür 13 und im Kessel 1 gebildet. Sowohl die Tür 13 als auch der Kessel 1 sind von einem wärmeisolierendem Mantel 25 umgeben. Die Flamme im Kessel 1 wird durch Öffnung 15 in der Tür 13 beobachtet, der Brenner ist auf der Montageplatte 14 an der Tür 13 angebracht. Wasserstandanzeiger 16 sind am Kessel 1 und an der Tür 13 angeordnet.

Das Rauchgas verlässt den Kessel 1 durch einen Auslass 2 am Ende des Kessels 1. Im Kessel 1, benachbart zur Tür 13, wird das Rauchgas in ein Rohrsystem (nicht gezeigt) geleitet, so wie üblich bei Flammrohrkesseln, zur Weiterleitung an Auslass 2. Die quer angebrachte Trennplatte 24, aus hitzebeständigem Material gefertigt, verhindert, dass das heiße Rauchgas in den Raum oberhalb der Wasserlinie 23 eintritt, so dass das Rauchgas immer in einem Raum ist, welcher durch Kesselwasser oder Wasser in der Tür 13 gekühlt ist. Wenn zugelassen wird, dass das heiße Rauchgas entlang der Innenwand der Tür 13 über der Wasserlinie 23 fließt, könnte die Tür 13 wegen der verschiedenen Ausdehnungsraten des Türmaterials beschädigt werden, weil der Dampf im Türraum über der Wasserlinie 23 die Wärme nicht so gut ableiten kann wie Wasser. Ein Teil des Kesselwassers fließt vom Boden des Kessels 1 in die Tür 13 durch Bodenrohre 6 und 9, Längsrohr 7, Anschlussrohr 11 und Rohr 12. Der Fluss erfolgt nach dem Prinzip der verbundenen Gefäße. Längsrohr 7 transportiert Wasser von verschiedenen Stellen am Boden des Kessels 1 und kann zusätzlich Ablagerungen, welche durch die Bodenrohre 6, 9 und 12 des Kessels 1 und der Tür 13 kommen, sammeln.

Das Wasser in der Tür 13 wird durch Wärme in Dampf umgewandelt oberhalb der Wasserlinie 23 und verlässt die Tür 13 durch Rohre 18 und 20, um so in den Kessel 1 zurückzukommen. Wie bekannt kann durch die richtige Auswahl der Rohre hinsichtlich Durchfluss und Druck verhindert werden, dass es im Betrieb zu Pfeifgeräuschen kommt. Der am Rohr 20 angebrachte Verteiler 21 führt den Dampf so, dass er oberhalb der Wasserlinie 23 bleibt. Dies schützt den Dampf aus der Tür 13 vor dem Nasswerden und verhilft ihm, gemeinsam mit dem Kesseldampf über dem Auslass 22 auszutreten.

Durch die Flansche 10 und 19 in den Rohren ist es möglich, die Tür 13 zu öffnen, womit es ermöglicht ist, den Türraum zu reinigen und zu entleeren. Der Flansch 5 am Rohr 7 ermöglicht die Entfernung von Ablagerungen, welche durch die Rohre 6, 9 und 12 unter dem Kessel 1 und der Tür angesammelt worden sind. Verbindungen 3 und 8 auf der Unterseite des Kessels 1 ermöglichen die Entleerung der Ablagerungen von Rohr 7, Tür 13 und Kessel 1. Mit den Rohren 17 werden Feststoffe von der Wasseroberfläche kontinuierlich während des Betriebes entfernt. Die Türkühlung arbeitet im Sinne der Erfindung ebenso bei einem Heißwasserkessel, wobei das gesamte System mit Wasser gefüllt ist, sodass es keinen Dampfraum im Kessel 1 und in der Tür 13 gibt. Trennplatte 24 ist damit nicht nötig. Die Pumpe 26 ist am Türauslassrohr 20 angeschlossen, damit das Wasser durch die Tür 13 und zurück in den Kessel 1 fließt. Das Ventil 27 ermöglicht in dieser Darstellung das Öffnen der Tür 13, ohne das gesamte Kesselwasser abzuziehen.

Mittels der Türkühlung im Sinne der vorliegenden Erfindung wird die Kühlzone im Kessel 1 vergrößert, ohne die Kesseldimensionen zu verändern. Darüber hinaus werden Wärmeverluste in die Umgebung durch die Tür 13 verringert, da die Türaußentemperatur durch die Kesselwassertemperatur und den Dampf begrenzt ist. Durch die Türkühlung wird der Einsatz von feuerfestem Material vermieden. Aus diesem Grund ist der Kessel 1 wirkungsvoller und einfacher zu warten.

Viele Änderungen und Modifikationen der hiermit offenbarten Struktur bieten sich im Sinne einer modernen Bauweise an. Es sollte jedoch verstanden sein, dass die vorliegende Offenbarung sich auf eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung nur zu deren besserem Verständnis dient und keine Beschränkung der Erfindung darstellen soll. Alle solche Modifikationen, welche nicht vom Geist der Erfindung abweichen, sollen in dem Umfang der Patentansprüche eingeschlossen sein.


Anspruch[de]
  1. 1. Ein verbesserter Öl- oder gasbefeuerter Dampfkessel, bestehend aus:

    einem Außenmantel; einem wassergekühlten Feuerungsraum innerhalb des Außenmantels, einer Tür (13) mit i) einem Wasserraum an dem Außenmantel, die gleichzeitig die Frontplatte des Feuerungsraumes bildet, wenn geschlossen, wobei der Wasserraum eine Wasserlinie (23) aufweist, über der ein Dampfraum angeordnet ist; und mit ii) einer Brenner-Befestigungsplatte (14) zur Anbringung eines Brenners in dem Dampfkessel, um Heißgas zu erzeugen; einer hitzebeständigen Abtrennung (24) im Feuerungsraum oberhalb des Brenners, die unterhalb der Wasserlinie (23) in der Tür (13) angebracht ist, um auf diese Weise zu verhindern, dass Heißgas an einem Teil der Tür (13) vorbeifließt, welcher kein Wasser enthält; wobei die Tür (13) mit Wasser gekühlt wird, welches in die Wasserkammer über zumindest ein Rohr (7) eintritt, welches ein Bodenteil des Dampfkessels mit einem Teil der Tür (13) verbindet; wobei der Kessel (1) zumindest ein Rohr (18) und (20) aufweist, welches ein Oberteil der Tür (13) mit einem Oberteil des Kessels (1)verbindet.
  2. 2. Kessel nach Anspruch 1, der weiterhin einen Verteiler (21) aufweist, der an dem Rohr (20) auf dem Oberteil des Kessels (1) angebracht ist, um jeglichen Dampf, welcher durch die Erhitzung des Türwassers entsteht, in eine Zone oberhalb des Wassers im Kessel (1) zu lenken.
  3. 3. Kessel nach Anspruch 1, mit Flanschen (10) und (19) zwischen den Rohren (7) und (11) und Rohren (18) und (20), welche die Tür (13) mit dem Kessel (1) verbindet, um damit die Tür (13) öffenbar zu machen.
  4. 4. Kessel nach Anspruch 1, mit weiterhin einem Ventil (27) in den Rohren (7) und (11), welche den Unterteil des Kessels (1) mit dem Unterteil der Tür (13) verbinden.
  5. 5. Kessel nach Anspruch 1, mit weiterhin einem Längsrohr (7), welches unterhalb des äußeren Kesselmantels mit einer Reihe von Bodenrohren (6) und (9) verbunden ist, auf diese Weise ermöglichend, dass Kesselwasser vom Kesselboden zum Längsrohr (7) und zu einem Verbindungsrohr (11) zur wassergekühlten Tür (13) fließt.
  6. 6. Kessel nach Anspruch 5, mit weiterhin einem Flansch (5) am Ende des Längsrohres (7), um das Entleeren und Reinigen des Rohres (7) zu ermöglichen.
  7. 7. Ein verbesserter Öl- und gasbefeuerter Heißwasserkessel bestehend aus:

    einem Außenmantel; einem wassergekühlten Feuerungsraum innerhalb des Außenmantels; einer Tür (13) mit einem Wasserraum, welche, wenn geschlossen, die Frontseite des Feuerungsraumes bildet; wobei die Tür (13) eine Brenner- Befestigungsplatte (14) zur Anbringung eines Brenners in den Dampfkessel aufweist; wobei die Tür (13) mit Wasser gekühlt wird, welches in die Wasserkammer über wenigstens ein Rohr (6), (9) eintritt, welches ein Bodenteil des Kessels über ein Längsrohr (7), welches unterhalb des Kessels (1) angebracht ist, mit einem Bodenteil der Tür (13) verbindet; wobei der Heißwasserkessel zumindest ein Rohr (20) aufweist, welches ein Türoberteil mit einem Kesseloberteil verbindet; und einer Umwälzpumpe (26), die in einem Rohr (20) angeordnet ist, welches das Türoberteil mit dem Kesseloberteil verbindet.
  8. 8. Kessel nach Anspruch 7, mit Flanschen (10) und (19) zwischen den Rohren (7) und (11) und Rohren (18) und (20), welche die Tür (13) mit dem Kessel (1) verbinden, um die Tür (13) öffnen zu können.
  9. 9. Kessel nach Anspruch 1 und 7, mit weiterhin einem Ventil (27) zwischen den Rohren (7) und (11), welches den Kesselboden mit dem Türboden verbindet, um die Tür (13) öffnen zu können, ohne den gesamten Kessel (1) entleeren zu müssen.
  10. 10. Kessel nach Anspruch 7 mit, weiterhin einem Flansch (5) am Ende des Längsrohres (7), um das Rohr (7) entleeren und reinigen zu können.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com