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Dokumentenidentifikation DE10029058A1 15.02.2001
Titel Formkörper mit aufgeklemmter Anschlußgruppe und Verfahren zu seiner Herstellung
Anmelder Yazaki Corp., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Toshiharu, Takahashi, Shizuoka, JP
Vertreter Viering, Jentschura & Partner, 80538 München
DE-Anmeldedatum 13.06.2000
DE-Aktenzeichen 10029058
Offenlegungstag 15.02.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.02.2001
IPC-Hauptklasse H01R 43/24
IPC-Nebenklasse H01R 11/00   
Zusammenfassung Die Erfindung stellt einen Formkörper mit aufgeklemmter Anschlußgruppe und ein Formverfahren zu dessen Herstellung bereit, wobei der Formkörper aufweist: einen Hauptformkörper mit einem ersten Kunststoffabschnitt und einem zweiten Kunststoffabschnitt, eine Anschlußgruppe, aufweisend eine oder mehrere Streifenanschlußklemmen, einen gebogenen Abschnitt, der an der Anschlußgruppe ausgebildet ist und in einem geeigneten Winkel gebogen ist, einen ersten Eingriffsabschnitt und einen zweiten Eingriffsabschnitt, welche Eingriffsabschnitte an jeweiligen Seiten des gebogenen Abschnittes angeordnet sind, von der Anschlußgruppe wegragen und gleich ausgerichtet sind, eine erste Anschlagfläche und eine zweite Anschlagfläche, die jeweils an dem ersten Eingriffsabschnitt bzw. dem zweiten Eingriffsabschnitt angeordnet sind, und eine erste Endfläche und eine zweite Endfläche, die jeweils an dem ersten Kunststoffabschnitt bzw. dem zweiten Kunststoffabschnitt angeordnet sind, wobei die erste Anschlagfläche und die zweite Anschlagfläche aufgrund einer in der Anschlußgruppe durch Änderung des Biegewinkels des gebogenen Abschnittes auftretenden elastische Rückstellkraft an der ersten Endfläche bzw. der zweiten Endfläche anliegen. Somit kann die Struktur einer Metallform zum Formen des Hauptformkörpers vereinfacht werden, und können die Störungen bei der Montage der Anschlußgruppe an den Hauptformkörper reduziert werden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft im allgemeinen einen Formkörper mit aufgeklemmter Anschlußgruppe und ein Verfahren zu seiner Herstellung, insbesondere einen Formkörper mit aufgeklemmter Anschlußgruppe, der beispielsweise in einem Antiblockiersystem eines Kraftfahrzeugs verwendet wird.

Fig. 16 zeigt einen Formkörper mit aufgeklemmter Anschlußgruppe gemäß dem Stand der Technik.

Wie aus Fig. 16 ersichtlich ist, weist ein Formkörper mit aufgeklemmter Anschlußgruppe 80 einen bei einem ersten Formvorgang gegossenen Hauptformkörper B1 mit einer auf einem Kunststoffabschnitt 82 ausgebildeten Fixiergruppe 83 auf. Eine Anschlußgruppe 84, die aus einer Mehrzahl von Streifenanschlußklemmen 85 besteht, wird an der Fixiergruppe 83 montiert. Der Hauptformkörper 81 und die Anschlußgruppe 84 sind L-förmig ausgestaltet. Wie aus Fig. 17 ersichtlich ist, bildet die Fixiergruppe 83 sowohl eine obere Endoberfläche 82a als auch eine Rückseite 82b des Kunststoffabschnittes 2 aus.

In bezug auf den vorangehenden Formkörper mit aufgeklemmter Anschlußgruppe 80 sind jedoch ein Metallformpaar (nicht dargestellt) und eine andere Metallform (nicht dargestellt) erforderlich, welche in einer in bezug auf die Öffnungs-Schließrichtung des Metallformpaares rechtwinklig liegenden Richtung verschiebbar ist, um die vorangehende Fixiergruppe 83 zu bilden. Deshalb ist die Struktur der Metallformen komplex. Außerdem müssen die Streifenanschlußklemmen 85 der Anschlußgruppe 84 an der Fixiergruppe 83 einzeln montiert werden, was zu einem hohen Zeitaufwand oder zu Störungen bei der Montage der Anschlußgruppe 84 an den Hauptformkörper 81 führt.

Der Erfindung liegt das Problem zugrunde einen Formkörper mit aufgeklemmter Anschlußgruppe und ein Verfahren zu seiner Herstellung zu schaffen, wobei die Struktur der Metallform zum Gießen eines Hauptformkörpers vereinfacht ist und die Störungen bei der Montage der Anschlußgruppe an den Hauptformkörper reduziert werden.

Zum Erreichen des oben beschriebenen Ziels, weist der Formkörper mit aufgeklemmter Anschlußgruppe nach einem ersten Gesichtspunkt der Erfindung auf: einen Hauptformkörper mit einem ersten Kunststoffabschnitt und einem zweiten Kunststoffabschnitt, eine Anschlußgruppe, aufweisend eine oder eine Mehrzahl von Streifenanschlußklemmen, einen auf der Anschlußgruppe ausgebildeten gebogenen Abschnitt, der in einem geeigneten Winkel gebogen ist, einen ersten Eingriffsabschnitt und einen zweiten Eingriffsabschnitt, welche Eingriffsabschnitte jeweils an den Seiten des gebogenen Abschnittes vorgesehen sind und aus diesen Seiten mit einer gleichen Ausrichtung herausragen, eine erste Anschlagfläche und eine zweite Anschlagfläche, die an dem ersten Eingriffsabschnitt bzw. an dem zweiten Eingriffsabschnitt vorgesehen sind, und eine erste Endfläche und eine zweite Endfläche, die an dem ersten Kunststoffabschnitt bzw. an dem zweiten Kunststoffabschnitt vorgesehen sind, wobei die erste Anschlagfläche und die zweite Anschlagfläche aufgrund der an der Anschlußgruppe durch Änderung des Biegewinkels des gebogenen Abschnittes aufgetretenen elastischen Rückstellkraft gegen die erste Endfläche bzw. die zweite Endfläche drücken.

Nach einem zweiten Gesichtspunkt der Erfindung, weisen angesichts des vorangehenden ersten Gesichtspunktes der erste und der zweite Eingriffsabschnitt der Anschlußgruppe jeweils schiefe Ebenen auf, um das Anlegen des Drucks an die erste bzw. an die zweite Endfläche zu unterstützen.

Nach einem dritten Gesichtspunkt der Erfindung ist angesichts des vorangehenden ersten Gesichtspunktes die Anschlußgruppe tafelförmig ausgestaltet.

Nach einem vierten Gesichtspunkt der Erfindung ist angesichts des vorangehenden zweiten Gesichtspunktes die Anschlußgruppe tafelförmig ausgestaltet.

Nach einem fünften Gesichtspunkt der Erfindung weist ein Formverfahren zum Herstellen eines Formkörpers mit aufgeklemmter Anschlußgruppe folgende Schritte auf: Gießen eines Hauptformkörpers mit einem ersten Kunststoffabschnitt und einem zweiten Kunststoffabschnitt, wobei der erste Kunststoffabschnitt und der zweite Kunststoffabschnitt eine erste Endfläche bzw. eine zweite Endfläche aufweisen; Bereitstellen einer Anschlußgruppe, aufweisend eine oder mehrere Streifenanschlußklemmen; Bilden eines gebogenen Abschnittes durch Biegen der Anschlußgruppe in einen geeigneten Winkel; Bereitstellen eines zweiten und eines ersten Eingriffsabschnittes an der Anschlußgruppe, welche Eingriffsabschnitte an der Anschlußgruppe an entsprechenden Seiten des gebogenen Abschnittes angeordnet sind, gleich ausgerichtet sind und über die Anschlußgruppe herausragen; Gestalten einer ersten Anschlagfläche und einer zweiten Anschlagfläche auf dem ersten Eingriffsabschnitt bzw. dem zweiten Eingriffsabschnitt; Auflegen der ersten Anschlagfläche auf die erste Endfläche des ersten Kunststoffabschnittes; Auflegen der zweiten Anschlagfläche auf die zweite Endfläche des zweiten Kunststoffabschnittes unter einer elastischen Verformung der Anschlußgruppe; und Fixieren der Anschlußgruppe an den Hauptformkörper mittels der in der Anschlußgruppe aufgetretenen elastischen Rückstellkraft.

Der oben beschriebene Formkörper mit aufgeklemmter Anschlußgruppe und das Formverfahren zu dessen Herstellung gemäß der Erfindung weisen folgende Vorteile auf:

  • 1. Der gebogene Abschnitt ist auf der Anschlußgruppe ausgebildet, wobei sich die Anschlußgruppe elastisch um den gebogenen Abschitt verformt, und die erste und die zweite Anschlagfläche der Anschlußgruppe befinden sich im Eingriff mit den Endebenen des ersten und des zweiten Kunststoffabschnittes. Deshalb kann der zusammengebauten Zustand zwischen dem Hauptformkörpers und der Anschlußgruppe aufgrund der in der Anschlußgruppe aufgetretenen elastischen Rückstellkraft sichergestellt werden, wodurch das Bereitstellen eines Mittels zum Fixieren der Anschlußgruppe an den Hauptformkörper im Stadium des primären Gießens überflüssig ist. Hierdurch kann die Struktur der Formform, die zum Gießen des Hauptformkörpers verwendet wird, vereinfacht werden, und somit können die Herstellungskosten des Hauptformkörpers reduziert werden;
  • 2. Da die Anschlußgruppe, aufweisend eine oder mehrere Streifenanschlußklemmen, in einen geeigneten Winkel gebogen werden kann, kann sie um den gebogenen Abschnitt elastisch verformt werden. Der erste Eingriffsabschnitt und der zweite Eingriffsabschnitt sind an den entsprechenden Seiten des gebogenen Abschnittes herausragend angeordnet und sind mit einer ersten bzw. einer zweiten Anschlagfläche versehen. Entsprechend kann die erste Anschlagfläche an die Endebene des ersten Kunststoffabschnittes angelegt werden, und die zweite Anschlagfläche an die Endebene des zweiten Kunststoffabschnittes angelegt werden, nachdem die Anschlußgruppe elastisch verformt wird. Hierdurch kann die Anschlußgruppe leicht an den Hauptformkörper mittels der elastischen Verformung der Anschlußgruppe montiert werden. Außerdem kann der zusammengebaute Zustand zwischen dem Hauptformkörpers und der Anschlußgruppe aufgrund der an der Anschlußgruppe eingetretenen elastischen Rückstellkraft sichergestellt werden. Störungen und Zeitaufwand bei der Herstellung des Hauptformkörpers können reduziert werden, weil die Streifenanschlußklemmen, verkörpernd die Anschlußgruppe, an den Hauptformkörper nicht einzeln montiert werden müssen.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:

Fig. 1 eine Seitenansicht eines Formkörpers mit aufgeklemmter Anschlußgruppe gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung;

Fig. 2 eine Draufsicht eines Hauptformkörpers gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung, wobei der Hauptformkörper in Richtung des Pfeils X aus Fig. 1 betrachtet ist;

Fig. 3 eine rückwärtige Ansicht des Hauptformkörpers aus Fig. 2, betrachtet in Richtung Y aus Fig. 2;

Fig. 4 eine Bodenansicht des Hauptformkörpers aus Fig. 2, betrachtet in Richtung des Pfeils A aus Fig. 2;

Fig. 5 eine Seitenansicht des Hauptformkörpers aus Fig. 2, betrachtet in Richtung des Pfeils B aus Fig. 3;

Fig. 6 eine Draufsicht einer Anschlußgruppe gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung;

Fig. 7 eine rückwertige Ansicht der Anschlußgruppe aus Fig. 6;

Fig. 8 eine Seitenansicht der Anschlußgruppe aus Fig. 6, betrachtet in Richtung des Pfeils C aus Fig. 7;

Fig. 9 eine Seitenansicht der Anschlußgruppe aus Fig. 6, betrachtet in Richtung des Pfeils D aus Fig. 7;

Fig. 10A eine Vorderansicht einer Mehrzahl von Streifenanschlußklemmen gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung, wobei die Anschlußgruppe aus Fig. 6 von den Streifenanschlußklemmen verkörpert wird;

Fig. 10B eine Draufsicht der Streifenanschlußklemmen aus Fig. 10A;

Fig. 10C eine Seitenansicht der Streifenanschlußklemmen aus Fig. 10A;

Fig. 11A eine Vorderansicht der Streifenanschlußklemmen aus Fig. 10A, in einem voreingegossenen Zustand;

Fig. 11B eine Draufsicht der Streifenanschlußklemmen aus Fig. 11A;

Fig. 11C eine Seitenansicht der Streifenanschlußklemmen aus Fig. 11A;

Fig. 12 eine Seitenansicht eines des Formkörpers mit aufgeklemmter Anschlußgruppe im zusammengebauten Zustand, wobei die Anschlußgruppe aus Fig. 6 an dem Hauptformkörper montiert ist;

Fig. 13 eine perpektivische Ansicht des Formkörpers mit aufgeklemmter Anschlußgruppe aus Fig. 12;

Fig. 14 eine Seitenansicht eines nachgegossenen Bauteils, in dem der Formkörper mit aufgeklemmter Anschlußgruppe aus Fig. 12 angeordnet ist;

Fig. 15 eine Seitenansicht des Bauteils aus Fig. 14, betrachtet in Richtung des Pfeils E aus Fig. 14;

Fig. 16 eine perspektivische Explosionsansicht eines Formkörpers mit aufgeklemmter Anschlußgruppe gemäß dem Stand der Technik;

Fig. 17 eine Draufsicht des Formkörpers mit aufgeklemmter Anschlußgruppe gemäß dem Stand der Technik aus Fig. 16;

Fig. 18 eine perspektivische Ansicht des Formkörpers mit aufgeklemmter Anschlußgruppe gemäß dem Stand der Technik aus Fig. 16.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nun in bezug auf die beigefügten Zeichnungen ausführlich beschrieben.

Fig. 1 bis 15 zeigen einen Formkörper mit aufgeklemmter Anschlußgruppe gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung.

Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, weist ein Formkörper mit aufgeklemmter Anschlußgruppe 1 einen Hauptformkörper 2 und eine Anschlußgruppe 3 zum Montieren an den Hauptformkörper 2 auf, welche Anschlußgruppe 3 mittels ihrer eigenen Rückstellkraft fixiert ist.

Wie aus den Fig. 2 bis 5 ersichtlich ist, weist der Hauptformkörper 2 auf: eine Mehrzahl von streifenförmigen Anschlußklemmen 4a, 4b, 4c und 4d (die durch die Bezugszeichen 4 verallgemeinert sind), einen ersten Kunststoffabschnitt 5 zum Bündeln und Abstützen der Streifenanschlußklemmen 4, und einen zweiten Kunststoffabschnitt 6. Die Streifenanschlußklemmen 4a bis 4e sind einheitlich nach einer beliebiger Art und Weise angeordnet. Außerdem sind ein Endabschnitt oder/und die anderen Endabschnitte der Streifenanschlußklemmen 4 tafelförmig ausgestaltet. Die Bezugszeichen 4a', 4b' und 4c' bezeichnen Verbindungsstreifen der jeweiligen Streifenanschlußklemmen 4a, 4b und 4c zum Unterstützen des Hauptgusses. Die Streifenanschlußklemmen 4 sind L-förmig gebogen. In dieser Ausführungsform sind die Streifenanschlußklemmen 4 L-förmig ausgestaltet, wobei jedoch auch anders ausgestaltete Streifenanschlußklemmen eingesetzt werden können.

Wie aus den Fig. 1, 2 und 5 ersichtlich ist, sind an dem ersten Kunststoffabschnitt 5 und an dem zweiten Kunststoffabschnitt 6 eine erste Endfläche 5a bzw. eine zweite Endfläche 6a zum Einhängen der Anschlußgruppe 3 ausgebildet. Die erste Endfläche 5a und die zweite Endfläche 6a sind einander abgewandt ausgerichtet. Die erste Endfläche 5a und die zweite Endfläche 6a können jedoch einander zugewandt ausgerichtet sein. Vor dem Hauptform mit isolierenden Kunststoff werden die Streifenanschlußklemmen 4 flach positioniert. Eine Mehrzahl von Streifenanschlußklemmen 4 werden in einem parallelen Anordnungszustand bei dem Hauptform eingegossen. Nach dem Hauptform wird der Hauptformkörper 2 durch Biegen der Streifenanschlußklemmen 4 an einer angemessenen Position gestaltet.

Wie aus den Fig. 6 bis 9 ersichtlich ist, weist die Anschlußgruppe 3 einen ersten Eingriffsabschnitt 11 und einen zweiten Eingriffsabschnitt 12 auf, in dem eine Mehrzahl von Streifenanschlußklemmen 10 angeordnet und voreingegossen sind, welcher erste und zweite Eingrifsabschnitt 11, 12 eine erste Anschlagfläche 11a bzw. eine zweite Anschlagfläche 12a aufweisen. Die Streifenanschlußklemmen 10, verkörpernd die Anschlußgruppe 3, wurden angeordnet und flach positioniert bevor sie voreingegossen werden, wobei ein gebogener Abschnitt 13, der in einem geeigneten Winkel gebogen ist, nach dem Vorform geformt wird. Wie aus den Fig. 1 und 8 ersichtlich ist, sind schiefe Ebenen 11b und 12b an der ersten Eingriffsfläche 11 bzw. an der zweiten Eingriffsfläche 12 angeordnet, um den Eingriff oder die Installation des ersten Eingriffabschnittes 11 und des zweiten Eingriffsabschnittes 12 an die erste Endfläche 5a bzw. an die zweite Endfläche 6a zu unterstützen. Wie aus Fig. 6 ersichtlich ist, ist ein Kupplungsband 10' zum Kuppeln der Streifenanschlußklemmen 10 an einem Ende der Streifenanschlußklemmen angeordnet, um das Vorgießen zu unterstützen. Außerdem sind flachförmige Anschlußstücke 10" an dem anderen Ende der Streifenanschlußklemmen 10 ausgebildet.

Die Anschlußgruppe 3 kann eine einzige Streifenanschlußklemme 10 aufweisen. In dieser Ausführungsform, folgt die Anschlußgruppe 3 im wesentlichen der Umrißlinie des Haupformkörpers 2. Wie aus den Fig. 1, 8 und 9 ersichtlich ist, bezeichnet das Bezugszeichen 14 einen Kunststoffstreifen zum Bündeln und Abstützen der Mehrzahl von Streifenanschlußklemmen 10. Die Streifenanschlußklemmen 10 werden beim Vorgießen von einem Stift (nicht dargestellt) abgestützt, der auf einem Metallformform (nicht dargestellt) angeordnet ist.

Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, sind der erste Eingriffsabschnitt 11 und der zweite Eingriffsabschnitt 12 an den jeweiligen Enden der Anschlußgruppe 3 angeordnet und ragen mit einer gleichen Ausrichtung aus diesen Seiten heraus. Der gebogene Abschnitt 13 ist zwischen dem ersten Eingriffsabschnitt 11 und dem zweiten Eingriffsabschnitt 12 angeordnet. Die erste Anschlagfläche 11a und die zweite Anschlagfläche 12a sind derart ausgebildet, dass sie der ersten Endfläche 5a bzw. der zweiten Endfläche 6a entgegengesetzt sind. Die erste und die zweite Endfläche 5a, 6a und die erste und die zweite Anschlagfläche 11a, 12a sollten eben sein, andernfals können die erste konvex und die letzte konkav sein, und umgekehrt, um einen Flächenkontakt zu erreichen.

Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, hat die erste Anschlagfläche 11a einen kleineren Inhalt als der Inhalt der ersten Endfläche 5a, und die zweite Anschlagfläche 12a hat ebenfalls einen kleineren Inhalt als der Inhalt der zweiten Endfläche 6a. Deshalb können die erste Endfläche 11a und die zweite Endfläche 6a sicher in einen Flächenkontakt mit der ersten Anschlagfläche 11a bzw. der zweiten Anschlagfläche 12a gebracht werden. Demzufolge können die aufgrund der an der ersten Anschlagfläche 11a und der zweiten Anschlagfläche 12a elastischen Rückstellkraft F' der Anschlußgruppe 3 aufgetretenen Kräfte P und Q auf der ersten Endfläche 5a und auf der zweiten Endfläche 6a effizient wirken.

Falls die Form sowohl der ersten Endfläche 5a als auch der zweiten Endfläche 6a identisch ist, kann die Form sowohl der ersten Anschlagfläche 11a als auch der zweiten Anschlagfläche 12a identisch sein. Wenn das der Fall ist, kann die zweite Endfläche 6a der ersten Anschlagfläche 11a entgegengesetzt werden und die erste Endfläche 5a der zweiten Anschlagfläche 12a entgegengesetzt werden, falls die Form sowohl eines Endabschnittes als auch des anderen Endabschnittes der Streifenanschlußklemmen 10 der Anschlußgruppe 3 identisch ist. Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, kann die Anschlußgruppe 3 um den gebogenen Abschnitt 13 elastisch verformt werden, weil die Anschlußgruppe 3 derart voreingegossen ist, dass eine Mehrzahl von Streifenanschlußklemmen 10 einander parallel angeordnet sind. Hierdurch wirkt, falls die Anschlußgruppe 3 von einer äußerlichen Kraft F in einer Richtung verformt wird, die elastische Rückstellkraft F' auf die Anschlußgruppe 3 in die entgegengesetzte Richtung. Deshalb, wenn die äußerliche Kraft F entfernt wird, kehrt die Anschlußgruppe 3 aufgrund der elastischen Rückstellkraft F' in den ursprünglichen Zustand zurück.

Bei dem in den Fig. 1 und 6 bis 8 gezeigeten Formverfahren der Anschlußgruppe 3, ist eine Mehrzahl von Streifenanschlußklemmen 10 wie in Fig. 10 positioniert und der erste Eingriffsabschnitt 11, der zweite Eingriffsabschnitt 12 und der Kunststoffstreifen 14 sind wie in den Fig. 11A bis 11C vorgegossen. Außerdem werden die Streifenanschlußklemmen 10 an einer geeigneten Position in einem angemessenen Winkel gebogen.

Als nächstes wird ein Verfahren zum Zusammenstellen des Formkörpers mit aufgeklemmter Anschlußgruppe 1 unter Anwendung der elastischen Rückstellkraft F' beschrieben.

Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, wird der Hauptformkörper 2, aufweisend den ersten Kunststoffabschnitt 5 und den zweiten Kunststoffabschnitt 6, bei dem Hauptgießen gegossen. Die erste Endfläche 5a und die zweite Endfläche 6a werden zu dem Zeitpunkt des Hauptgießens an dem ersten Kunststoffabschnitt 6 bzw. an dem zweiten Kunststoffabschnitt 6 im voraus bereitgestellt. Wie aus den Fig. 10 und 11 ersichtlich ist, ist die Anschlußgruppe 3 in einem Zustand vorgegossen, in dem die Streifenanschlußklemmen 10 angeordnet sind. Der erste Eingriffsabschnitt 11 und der zweite Eingriffsabschnitt 12 sind an der Anschlußgruppe 3 angeordnet, und die erste Anschlagfläche 11a und die zweite Anschlagfläche 12a sind auf dem ersten Eingriffsabschnitt 11 bzw. auf dem zweiten Eingriffsabschnitt 12 angeordnet.

Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, ist, falls die Anschlußgruppe 3 unter dem Hauptformkörper 2 angeordnet ist, die erste Anschlagfläche 11a einwärts (rechts) auf dem ersten Eingriffsabschnitt 11 angeordnet und die zweite Anschlagfläche 6a einwärts (links) auf dem zweiten Eingriffsabschnitt 12 angeordnet. Außerdem ist die erste Endfläche 5a auswärts (links) auf dem ersten Kunststoffabschnitt 5, und die zweite Endfläche 6a auswärts (rechts) auf dem zweiten Kunststoffabschnitt 6 angeordnet. Die Anschlußgruppe 3 ist unter dem Hauptformkörper 2 angeordnet, und die erste Anschlagfläche 11a wird an die erste Anschlagfläche 5a aufgelegt oder mit ihr in Eingriff gebracht. Der zweite Eingriffsabschnitt 12 der Anschlußgruppe 3 wird in seiner Erweiterungsrichtung, d. h. in einer Richtung zum Vergrößern des θ-Winkels verformt. Wenn die Anschlußgruppe 3 elastisch verformt ist, tritt in der Anschlußgruppe 3 die elastische Rückstellkraft auf.

In einem gebogenen Zustand des Anschlußgruppe 3 wird die zweite Anschlagfläche 12a, wie in Fig. 12 gezeigt, auf die zweite Endfläche 12a aufgelegt. Eine Kraft P wirkt aufgrund der elastischen Rückstellkraft F' von der ersten Anschlagfläche 11 zu der ersten Endfläche 6a hin, und die Kraft Q wirkt von der zweiten Anschlagfläche 12a zu der zweiten Endfläche 6a hin. Demzufolge kann ein Eingriff zwischen der ersten Endfläche 5a und der ersten Anschlagfläche 11a und zwischen der zweiten Endfläche 6a und der zweiten Anschlagfläche 12a aufrechterhalten werden, wie aus Fig. 12 ersichtlich ist. Die Anschlußgruppe 3 kann über den Hauptformkörper 2 montiert werden.

Wie oben beschrieben, und wie aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich ist, wird die Anschlußgruppe 3 zwischen dem ersten Kunststoffabschnitt 5 und dem zweiten Kunststoffabschnitt 6 des Haupformkörpers 2 mittels ihrer eigener elastischen Rückstellkraft fixiert. Da die herkömmliche Fixiergruppe 83 (aus Fig. 17) an dem Hauptformkörper nicht benötigt wird, kann der Hauptformkörper 2 unter Verwendung von nur einem Metallformformpaar (nicht dargestellt) gegossen, das fähig ist sich in eine einzige Richtung zu öffnen/schließen. Deshalb kann die Anzahl der Metallformformen reduziert werden, und die Struktur der Metallformform kann vereinfacht werden. Da die Streifenanschlußklemmen 10, verkörpernd die Anschlußgruppe 3, nicht einzeln an den Hauptformkörper 2 montiert werden müssen, können Störungen oder der erforderliche Zeitaufwand zum Gießen des Hauptformkörpers 1 reduziert werden. Deshalb kann die Arbeitsschrittsgeschwindigkeit zum Herstellen des Formkörpers mit Einlegeteilen 1 gesteigert werden.

Durch einen sekundären Form, bei dem der Formkörper mit aufgeklemmter Anschlußgruppe 1 zusammen mit dem erforderlichen Bauelement (nicht dargestellt) gegossen wird, wird nach dem Gießen des Formkörpers mit Einlegeteilen 1 einen in den Fig. 14 und 15 gezeigten Bauteil 20 gegossen, in dem der Formkörper mit aufgeklemmter Anschlußgruppe 1 angeordnet ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Formkörper mit aufgeklemmter Anschlußgruppe, aufweisend:

    einen Hauptformkörper (1) mit einem ersten Kunststoffabschnitt (5) und einem zweiten Kunststoffabschnitt (6),

    eine Anschlußgruppe (3), aufweisend einen oder eine Mehrzahl von Streifenanschlußklemmen (10),

    einen gebogenen Abschnitt (13), der auf der Anschlußgruppe (3) ausgebildet ist und in einem geeigneten Winkel gebogen ist,

    einen ersten Eingriffsabschnitt (11) und einen zweiten Eingriffsabschnitt (12), die an den jeweiligen Seiten des gebogenen Abschnittes (13) angeordnet sind und mit einer gleichen Ausrichtung von diesen Seiten wegragen;

    eine erste Anschlagfläche (11a) und eine zweite Anschlagfläche (12a), die an dem ersten Eingriffsabschnitt (11) bzw. an dem zweiten Eingriffsabschnitt (12) vorgesehen sind, und

    eine erste Endfläche (5a) und eine zweite Endfläche (6a), die an dem ersten Kunststoffabschnitt (5) bzw. an dem zweiten Kunststoffabschnitt (6) vorgesehen sind,

    wobei die erste Anschlagfläche (11a) und die zweite Anschlagfläche (12a) aufgrund einer in der Anschlußgruppe (3) durch Änderung des Biegewinkels (θ) des gebogenen Abschnittes (13) auftretenden Rückstellkraft (F') an der ersten Endfläche (5a) bzw. der zweiten Endfläche (6a) anliegt.
  2. 2. Formkörper nach Anspruch 1, wobei der erste und der zweite Eingriffsabschnitt (11, 12) der Anschlußgruppe (3) jeweils schiefe Ebenen aufweisen, um das Anlegen an die erste bzw. die zweite Endfläche (5a, 6a) zu begünstigen.
  3. 3. Formkörper nach Anspruch 1, wobei die Anschlußgruppe (3) tafelförmig ausgestaltet ist.
  4. 4. Formkörper nach Anspruch 2, wobei die Anschlußgruppe (3) tafelförmig ausgestaltet ist.
  5. 5. Formverfahren zum Herstellen eines Formkörpers mit aufgeklemmter Anschlußgruppe, welches folgende Schritte aufweist:

    Formen eines Hauptformkörpers (2) mit einem ersten Kunststoffabschnitt (5) und einem zweiten Kunststoffabschnitt (6), wobei der erste Kunststoffabschnitt (5) und der zweite Kunststoffabschnitt eine erste Endfläche (5a) bzw. eine zweite Endfläche (6a) aufweisen,

    Bereitstellen einer Anschlußgruppe (3), aufweisend einen oder mehrere Streifenanschlußklemmen (10),

    Bilden eines gebogenen Abschnittes (13) durch Biegen der Anschlußgruppe (3) in einen geeigneten Winkel (θ),

    Ausbilden eines aus der Anschlußgruppe (3) herausragenden zweiten Eingriffsabschnittes (12) und eines aus der Anschlußgruppe (3) herausragenden ersten Eingriffsabschnittes (11) an der Anschlußgruppe (3), wobei die Eingriffsabschnitte (11, 12) an den jeweiligen Seiten des gebogenen Abschnittes (13) angeordnet sind und gleich ausgerichtet sind,

    Bilden einer ersten Anschlagfläche (11a) und einer zweiten Anschlagfläche (12a), welche Anschlagflächen (11a, 12a) an dem ersten Eingriffsabschnitt (11) bzw. an dem zweiten Eingriffsabschnitt (12) angeordnet sind,

    Auflegen der ersten Anschlagfläche (11a) auf die erste Endfläche (5a) des ersten Kunststoffabschnittes (5),

    Auflegen der zweiten Anschlagfläche (12a) unter elastischer Verformung der Anschlußgruppe (3) auf die zweite Endfläche (6a) des zweiten Kunststoffabschnittes (6), und

    Fixieren der Anschlußgruppe (3) an dem Hauptformkörper (2) mittels der in der Anschlußgruppe (3) auftretenden elastischen Rückstellkraft.






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