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Dokumentenidentifikation DE19935929C1 15.02.2001
Titel Halterung zur Befestigung eines Schalldämpfers am Lauf einer Handfeuerwaffe
Anmelder Heckler & Koch GmbH, 78727 Oberndorf, DE
Erfinder Fluhr, Norbert, 78727 Oberndorf, DE
Vertreter Samson & Partner, Patentanwälte, 80538 München
DE-Anmeldedatum 30.07.1999
DE-Aktenzeichen 19935929
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 15.02.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.02.2001
IPC-Hauptklasse F41A 21/30
IPC-Nebenklasse F41A 21/00   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Halterung zur Befestigung eines Schalldämpfers (1) am Lauf (5) einer Handfeuerwaffe. Die Halterung weist einen am Schalldämpfer (1) angeordneten oder ausgebildeten Halteansatz (3) auf, der auf einen Gegenansatz aufschiebbar ist, der am Lauf (5) angeordnet oder ausgebildet ist. Beim Aufschieben kommen der Halteansatz (3) und der Gegenansatz an mindestens zwei axial voneinander entfernten Paßsitzen (17, 23 und 19, 25) miteinander in Eingriff, zwischen denen mindestens ein Expansionsraum (21, 27) gebildet ist, der zum Entspannen der Pulvergase bestimmt ist, um zu verhindern, daß Pulvergase, die aus dem hintersten Paßsitz (19, 25) austreten, einen Expansionsknall verursachen.
Bevorzugt hält ein Querriegel (29) den Halteansatz (3) mit dem Gegenansatz fest verbunden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Halterung zur Befestigung eines Schalldämpfers am Lauf einer Handfeuerwaffe. Diese Halterung ist im Anspruch 1 umrissen und ist durch erfindungsgemäße Ausbildungen bestimmt, die sowohl am Schalldämpfer vorliegen oder an diesem angebracht sein können, als auch am Lauf vorliegen oder an diesem angebracht sein können.

Im folgenden wird unter "vorne" "in Schußrichtung weisend" verstanden.

Bei Handfeuerwaffen mit abnehmbarem Schalldämpfer muß die Halterung in aller Regel zweierlei Forderungen erfüllen: sie muß zentrierend wirken, so daß die Seelenachse bzw. die Längsmittelachse des Schalldämpfers und die des Laufes gut miteinander fluchten, und sie muß gegenüber den aus dem Lauf austretenden Verbrennungsgasen gasdicht sein. Diese Verbrennungsgase haben dort nämlich den höchsten, im Bereich des Schalldämpfers auftretenden Druck. Eine geringe Undichtigkeit führt dazu, daß beim Schuß Verbrennungsgas - in der Regel mit Überschallgeschwindigkeit - ins Freie austritt und dabei für einen deutlichen Expansionsknall sorgt.

Es wird auf den Übergang zwischen Trommel und Lauf eines Revolvers verwiesen, aus dem beim Schuß praktisch immer Gas austritt und für einen Expansionsknall sorgt, der die Wirkung eines Schalldämpfers bei einem Revolver so stark mindert, daß man in der Regel davon absieht, einen Revolver überhaupt mit einem Schalldämpfer auszustatten.

Zur Zentrierung sind zylindrische, zur Seelenachse koaxiale, komplementäre Paßsitze an Schalldämpfer und Lauf ausgebildet, die möglichst spielfrei ineinandergeschoben werden können. Zur Gasabdichtung wird in der Regel ein Feingewinde verwendet, das mindestens einige Steigungen lang ist und somit eine ausreichend abdichtende Labyrinthdichtung bildet (DE 42 31 183 C1).

Da das Aufschrauben des Schalldämpfers zeitraubend ist und ein gewisses Fingerspitzengefühl erfordert, um das Feingewinde nicht zu beschädigen, kann auch ein Paßsitz als Gasdichtung verwendet werden. Voraussetzung hierfür jedoch ist, daß die von komplementären Zylinderflächen gebildete Sitzzone des Paßsitzes sich in Längsrichtung der Seelenachse über eine derart ausreichende Strecke erstreckt, daß alle möglichen Leckagen unwirksam geworden sind, die durch druckbedingtes Nachgeben der Paßflächen verursacht und durch Kratzer und sonstige Formfehler in den Flächen verstärkt sind. Mit anderen Worten muß die genannte Sitzzone in Achsrichtung lange genug sein, sonst kann es, besonders nach längerem Gebrauch, beim Schuß zum Gasaustritt und somit zum Auftreten eines Expansionsknalls kommen.

Das rasche, aber zugleich schonende Aufeinanderschieben besonders zweier in Achsrichtung langer Zylinder- Paßflächen ist aber ebenfalls nicht einfach und dauert fast ebenso lange wie das obengenannte Aufschrauben des Schalldämpfers. Es kann zum Klemmen kommen, und zwar insbesondere dann, wenn die Zylinderflächen verschmutzt sind. Pulverschmauch, der sich in der Sitzzone niedergeschlagen hat, behindert besonders das Abziehen des Schalldämpfers vom Lauf.

Angesichts dieser Problemlage ist es Ziel der Erfindung, eine Halterung für einen Schalldämpfer auf dem Lauf einer Handfeuerwaffe zu finden, bei der das Aufschieben des Schalldämpfers auf den Lauf möglich ist, ohne daß es dabei zu den obenerwähnten Schwierigkeiten (Klemmen o. dgl.) kommt, und ohne daß ein deutlicher Expansionsknall auftritt.

Desweiteren soll das Abziehen des Schalldämpfers vom Lauf erleichtert werden.

Hierzu wäre es zweckmäßig,

  • - die zylindrische Sitzzone möglichst lang auszubilden, um eine gute Zentrierung und besonders eine gute Abdichtung zu erhalten, auch wenn die Passung nicht unbedingt für einen strammen Sitz sorgt,
  • - die Sitzzone möglichst unterbrechungsfrei und glatt auszubilden, um ein störungsfreies Aufeinanderschieben der zylindrischen Flächen zu gewährleisten, und
  • - einen konischen Einlaufbereich auszubilden, der beim Aufschieben des Schalldämpfers die zylindrischen Flächen aufeinander ausrichtet, bevor sie in der Sitzzone in Berührungseingriff gelangen. Eine solche Halterung baut allerdings relativ lang; Pulverschmauch, der in die Sitzzone gelangt, erschwert außerdem das Abziehen des Schalldämpfers vom Lauf der Feuerwaffe noch immer, wenn auch ein wenig geringer als früher, soweit die Passung lose genug ist.

Das obige Ziel wird erfindungsgemäß aber ganz anders erreicht: die Sitzzone ist nicht übermäßig lang und ist auch nicht unterbrechungsfrei ausgebildet, sondern innerhalb der Längenerstreckung der Sitzzone ist mindestens ein Expansionsraum angeordnet: der zentrierende und abdichtende Sitz erfolgt nur auf einem kurzen Ringbereich vor und hinter dem Expansionsraum (Anspruch 1).

Wenn man die Länge aller Ringbereiche zusammenrechnet, ergibt sich eine Sitzzonenlänge, die, für sich alleine betrachtet, zur befriedigenden Hochdruckabdichtung nicht ausreichend wäre. Der vordere Ringbereich, der dem Schalldämpfer nächstgelegen ist, wird demnach beim Schuß durchaus Verbrennungsgase nach hinten passieren lassen, die dann tatsächlich in den Expansionsraum ausblasen. Dort können diese Gase sich jedoch entspannen, so daß der Druck, der am hinteren Ringraum anliegt, der wiederum vom Schalldämpfer entfernt ist, so niedrig ist, daß über diesen hinweg ausleckendes Gas keinen Expansionsknall mehr erzeugt.

Gegebenenfalls können hintereinanderliegend mehrere Expansionsräume vorliegen, die jeweils durch einen zentrierenden Ringbereich voneinander getrennt sind. Die Verbrennungsgase entspannen sich stufenweise in den Expansionsräumen; aus dem hintersten Expansionsraum darf dabei durchaus Gas auslecken, doch nur noch mit einem Überdruck, der einen störenden Expansionsknall nicht mehr zuläßt. Beim Aufsetzen und besonders beim Abnehmen des Schalldämpfers muß bevorzugt nicht mehr der störende, gegenseitige Eingriff der Paßflächen über die gesamte Länge des Paßsitzes überwunden werden, sondern nur noch jeweils über die Länge jeweils eines Ringbereiches.

Es ist noch anzumerken, daß die Ringbereiche nur sehr kurz sind; bevorzugt sind nur zwei Ringbereiche vorgesehen. Die entsprechenden Paßflächen und Paßbohrungen sind mit der angestrebten Qualität (geschlichtet bzw. gerieben) einfacher herzustellen, als eine durchgehende, lange Paßfläche oder Paßbohrung.

Sind, wie bevorzugt (Anspruch 2), die Ringbereiche nach hinten fortlaufend im Durchmesser vergrößert, dann genügt ein Einschieben oder Ausziehen des Schalldämpfers in Bezug auf den Lauf über insgesamt nur eine Länge, die der des längsten Ringbereiches entspricht, da der Außenumfang des Laufes im vordersten Ringbereich nicht mehr auf dem größeren Innenumfang des Schalldämpfers oder seines Halteansatzes im hintersten Ringbereich aufsitzen kann.

Dabei wird darauf hingewiesen, daß die Zentrierung nur vom Abstand zwischen vorderstem und hinterstem Ringbereich abhängig ist.

Es ist daher ein rasches Aufsetzen und Abnehmen des Schalldämpfers möglich. Dieser muß allerdings nach dem Aufsetzen noch mittels der Sperre am Lauf befestigt werden.

Als Sperre kann etwa ein Bajonettverschluß vorgesehen sein, der gegebenenfalls den Kornsockel auf dem vorderen Ende des Laufes umgreift. Nachteilig ist in diesem Fall allerdings der Umstand, daß der Schalldämpfer beim Aufsetzen auf den Kornsockel oder auf einen ähnlichen Vorsprung ausgerichtet werden muß. Erfindungsgemäß wird daher vorgeschlagen (Anspruch 3), daß ein abgefederter Querriegel vorgesehen ist, der durch eine Federung in eine Umfangsnut in der Außenoberfläche des Laufes eingedrückt wird.

Durch Druck auf den Querriegel entgegen der Federwirkung kann dieser zurückgeschoben werden, und zwar quer zur Seelenachse. Dann kann der Schalldämpfer ohne weiteres auf den Lauf aufgeschoben oder von diesem abgezogen werden.

Diese Ausgestaltung kann erfindungsgemäß noch dadurch verbessert werden (Anspruch 4), daß bei zwei Paßflächen mit unterschiedlichem Durchmesser zwischen diesen eine sanfte Abschrägung gebildet ist, und daß die Umfangsnut hinter der Paßfläche mit größerem Durchmesser angeordnet ist. So kann der Riegel auf der Abschrägung auflaufen und quer zur Seelenachse verschoben werden, bis er in die Umfangsnut einfällt. Ein Betätigen des Riegels ist beim Aufschieben des Schalldämpfers auf den Lauf nicht erforderlich.

Der Expansionsraum wird in diesem Fall laufseitig durch die Abschrägung begrenzt.

Bei einer Halterung der letztbeschriebenen Art wurden nach einer größeren Schußserie am Riegel Schmauchspuren festgestellt, ohne daß aber beim Schuß ein Expansionsknall zu hören gewesen wäre. Der Expansionsraum hat daher den Druck vor dem hinteren Ringbereich ausreichend abgesenkt, um ein Auftreten eines störenden Expansionsknalles zu verhindern.

Der Gegenstand der Erfindung wird beispielsweise anhand der beigefügten, schematischen Zeichnung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels noch näher erläutert. In dieser zeigt:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Schalldämpfers mit erfindungsgemäßem Halteansatz,

Fig. 2 den Halteansatz der Fig. 1 vergrößert und im Längsschnitt, und

Fig. 3 den vorderen Teil eines Laufes mit dem Gegenansatz, im gleichen Maßstab wie in Fig. 2.

In Fig. 1 ist ein Schalldämpfer 1 gezeigt, der an seiner Rückseite einen Halteansatz 3 aufweist, der seinerseits dazu eingerichtet ist, auf den Gegenansatz einer Laufmündung 5 (Fig. 3) aufgesetzt zu werden. In Fig. 3 ist eine Laufmündung 5 gezeigt, in die der Gegenansatz integriert ist. Der Gegenansatz kann aber auch gegebenenfalls separat von der Laufmündung hergestellt und auf dieser dann gasdicht, etwa durch Auflöten, befestigt sein.

Der Halteansatz 3 (Fig. 2) ist aus einem Vorderteil 7 und einem Hinterteil 9 aufgebaut.

Der Vorderteil 7 ist ein Drehteil mit einem Außen- Feingewinde 11 zum Aufschrauben des Schalldämpfers bzw. seines Außenrohres, der bzw. das auf dem Sitz 13 zum Vorderteil 7 genau zentriert wird. Hinter dem Außen- Feingewinde 11 ist ein Außen-Feingewinde 15 zum Aufschrauben des Hinterteils 9 ausgebildet.

Der Vorderteil 7 ist mittig durchbohrt, wobei der Durchmesser der Bohrung von vorne nach hinten ansteigt und vorne (in der Zeichnung links) mit einem Maß beginnt, das nur wenig größer ist als der Durchmesser der im Lauf 5 verschossenen Geschoße.

Nach kurzer Strecke vergrößert sich die Bohrung zu einer vorderen, zylindrischen Paßbohrung 17. Die Bohrung endet an der Rückseite des Vorderteils 7 in einer hinteren, zylindrischen Paßbohrung 19, deren Durchmesser deutlich größer ist als der der vorderen Paßbohrung 17. Von der vorderen Paßbohrung 17 zur hinteren Paßbohrung 19 erweitert sich die Bohrung durch einen konischen Bohrungsabschnitt 21.

Das vordere Ende der Laufmündung 5 weist eine zylindrische Außenseite auf, die einen vorderen Paßzylinder 23 bildet, der beim Einschieben in die vordere Paßbohrung 17 in dieser spielfrei sitzt. Dabei sitzt die Laufmündung 5 an dem Absatz auf, der zwischen der vorderen Paßbohrung 17 und dem vorderen Abschnitt der Bohrung des Vorderteils 7 gebildet ist.

Hinter dem vorderen Paßzylinder 23 ist an der Außenseite der Laufes 5 ein hinterer Paßzylinder 25 ausgebildet, dessen Lage und Durchmesser so bestimmt sind, daß er mit geringem Spiel in die hintere Paßbohrung 19 eingreift, wenn der vordere Paßzylinder 23 gerade in der vorderen Paßbohrung 17 sitzt.

Ein Abschnitt mit zylindrischer Außenfläche 27 verbindet auf der Außenseite des Laufes 5 die beiden Paßzylinder 23, 25. Dieser Abschnitt 27 kann auch als Gewinde ausgeführt sein.

Wenn der Vorderteil 7 voll auf den Lauf 5 aufgeschoben ist, dann ist er durch zwei Paßsitze genau zentriert, die durch den in der vorderen Paßbohrung 17 spielfrei sitzenden vorderen Paßzylinder 23 und den in der hinteren Paßbohrung 19 spielfrei sitzenden hinteren Paßzylinder 25 gebildet sind.

Die Innenfläche 21 der Bohrung des Vorderteils und die Außenfläche 27 des Laufes 5 begrenzen gemeinsam einen geräumigen Ringraum, der dann, wenn der Vorderteil 7 auf den Lauf 5 aufgeschoben ist, zwischen dem Paßsitz 17 und dem Sitz 19 einen Expansionsraum bildet. Gas, das infolge des hohen Überdruckes den erstem Paßsitz 17, 23 durchdringt, füllt zunächst den Expansionsraum und trachtet erst dann danach, durch den zweiten Sitz 19, 25 nach außen zu dringen. Da aber der Druck vor dem ersten Paßsitz 17, 23 rasch abfällt, kann der Druck im Expansionsraum nur mäßig ansteigen. Soweit noch Gas aus dem Expansionsraum durch den zweiten Sitz 19, 25 nach außen in die Umgebungsluft dringt, tritt das Gas mit einem so geringen Überdruck nach außen, daß kein oder kein merklicher Expansionsknall verursacht wird.

Falls noch immer ein störender Expansionsknall auftritt, kann ohne weiteres ein weiterer Expansionsraum hinter dem hinteren Sitz 19, 25 und einem zusätzlichen, hintersten Paßsitz vorgesehen werden.

Der Zylinder 25 bildet einen Bund, zu dem der Durchmesser des Laufes 5 von vorne her stetig ansteigt. Hinter dem Bund fällt der Durchmesser unter Bildung eines Absatzes ab, der sich rechtwinklig zur Seelenachse 35 erstreckt. Dieser Absatz begrenzt nach vorne eine Ringnut 33 in der Außenseite des Laufes 5.

In dieser Ringnut 33 sitzt bei aufgesetztem Schalldämpfer und in einer Aussparung des Hinterteils 9 ein Riegel 29, der quer zur Seelenachse 35 beweglich ist und bei dieser Bewegung durch die Rückseite des Vorderteils 7 geführt wird.

Der Riegel 29 ist als ebener Kreisring ausgebildet, mit einem Innendurchmesser, der ein wenig größer ist als der Durchmesser des hinteren Paßzylinders 25. Am Außendurchmesser hat der Ring eine sich radial nach außen erstreckende Verlängerung, die sich durch eine Ausnehmung im Hinterteil 9 nach außen erstreckt und eine Handhabe bildet. Dieser Handhabe gegenüberliegend ist eine Druckfeder 31 vorgesehen, die sich zwischen Riegel 29 und Innenoberfläche des Hinterteils 9 abstützt, und die den Riegel 29 und dessen Handhabe nach außen zu drücken trachtet.

Riegel 29 und Feder 31 werden von vorne her in das Hinterteil 9 eingelegt. Daraufhin wird das Vorderteil 7 mit seinem Feingewinde 15 in das Hinterteil 9 eingeschraubt, so daß das Vorderteil 7 den Bewegungsraum für den Riegel 29 begrenzt.

Wird der Schalldämpfer 1 mit dem Halteansatz 3 von vorne her auf den Lauf 5 aufgedrückt, dann gleiten die Zylinder 23, 25 in die Paßbohrungen 17, 19. Gleichzeitig drückt der ansteigende Außendurchmesser des Laufes 5 vor dem hinteren Paßzylinder 25 gegen den Innendurchmesser des Riegels 29 und verschiebt diesen quer zur Seelenachse 35 und gegen die Wirkung der Druckfeder 32. So gleitet der Riegel 29 über den hinteren Zylinder 25 nach hinten, bis er an dem diesen nach hinten begrenzenden Absatz in die Nut 33 des Laufes 5 einfällt. Zugleich stößt das vordere Ende des Laufes 5 am Ende des vorderen Paßzylinders 23 gegen den vordersten Absatz der Bohrung im Vorderteil 7 des Halteansatzes 3 an, so daß der Schalldämpfer 1 auf dem Lauf 5 exakt zentrisch und fest angebracht ist. Die konische Bohrung 21, die letztlich den Expansionsraum begrenzt, führt dabei das vordere Ende des Laufes 5, so daß mühelos die Sitze 17, 23 und 19, 25 hergestellt werden. Zuletzt schnappt der Riegel 29, nachdem er immer mehr radial gegen die Feder 31 versetzt wurde, zurück, hintergreift den Absatz, der die Vorderwand der Ringnut 33 bildet. Daher ist der Schalldämpfer gewissermaßen mit nur einer einzigen Handbewegung fest und präzise anbringbar.

Zum Abnehmen muß die Handhabe des Riegels 29 eingedrückt und der Schalldämpfer 1 nach vorne vom Lauf 5 abgezogen werden. Hierbei ist es möglich, daß die Sitze 17, 23 und 19, 25 durch Pulverschmauch verbacken sind, so daß ein erhöhter Kraftaufwand notwendig ist. Dieser muß aber nur über die recht kurze Strecke aufgebracht werden, die der axialen Länge eines der Paßsitze 17, 23 und 19, 25 entspricht. Dabei beträgt der Kraftaufwand nur etwa ein Fünftel dessen, der erforderlich wäre, wenn ein durchgehender Paßsitz vorhanden wäre, der vom vorderen bis zum hinteren Paßsitz reicht.

Der Riegel 29 ist an seinem vorderen Teil leicht abgeschrägt, so daß er, wenn er gegen die Vorderwand der Nut 33 anliegt, den lauf 5 kraftvoll in das Vorderteil 7 drückt.


Anspruch[de]
  1. 1. Halterung zur Befestigung eines Schalldämpfers (1) am Lauf (5)einer Handfeuerwaffe, mit
    1. - einem Halteansatz (3), der am Schalldämpfer (1) angebracht oder ausgebildet ist, und der eine zentrierende Bohrungsanordnung (17, 19) aufweist,
    2. - einem Gegenansatz, der am Lauf (5) angebracht oder ausgebildet ist und eine zentrische, in die Bohrungsanordnung (17, 19) passende Paßflächenanordnung (23, 25) aufweist, und
    3. - einer lösbaren Sperre (29) zur Befestigung des Halteansatzes (3) auf dem Gegenansatz, wobei
    4. - Bohrungsanordnung (17, 19) und Paßflächenanordnung (23, 25) in einer Sitzzone zentrierend aufeinandersitzen, und wobei
    5. - zwischen den beiden axialen Enden der Sitzzone mindestens ein Expansionsraum (21, 27) gebildet ist.
  2. 2. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der hinterste Teil (19, 15) der Sitzzone einen größeren Durchmesser aufweist als der vorderste Teil (17, 13) der Sitzzone.
  3. 3. Halterung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß hinter dem hintersten Teil (19, 25) der Sitzzone als Sperre ein querverschieblicher, abgefederter (31) Riegel (29) ausgebildet ist, der in eine Umfangsnut (33) der Außenoberfläche des Laufes (5) eingreift.
  4. 4. Halterung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
  5. - daß der Lauf (5) an vorderen Ende eine vordere Paß-Umfangsfläche (23) und mit Abstand dahinter eine hintere Paß-Umfangsfläche (25) aufweist,
    1. - daß der Übergang von der vorderen (23) zur hinteren (25) Paß-Umfangsfläche ausgerundet ist, und daß die Umfangsnut (31) hinter der hinteren Paß- Umfangsfläche (25) ausgebildet ist.
  6. 5. Halterung nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die vordere Fläche des Riegels (29) abgeschrägt ist, so daß der Riegel (29) mit fortlaufendem Eingriff in die Umfangsnut (33) zunehmend gegen deren Vorderwand anliegt und dabei den Gegensatz in den Halteansatz (3) spielfrei einpreßt.






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