PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19936449A1 15.02.2001
Titel Hängeträger für CD-Kassetten
Anmelder Weber, Hannes, 80469 München, DE;
Hartl, Nikolaus, 80796 München, DE
Erfinder Weber, Hannes, 80469 München, DE;
Hartl, Nikolaus, 80796 München, DE
Vertreter Schaumburg und Kollegen, 81679 München
DE-Anmeldedatum 03.08.1999
DE-Aktenzeichen 19936449
Offenlegungstag 15.02.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.02.2001
IPC-Hauptklasse G11B 33/04
IPC-Nebenklasse A47B 81/06   
Zusammenfassung Ein Hängeträger für CD-Kassetten hat zwei mit Widerhaken (22) versehene, durch einen Spalt (20) voneinander getrennte Eingriffselemente (18), die von einer zur Anlage an einer Randfläche (34) der Kassette (36) bestimmten Anlagefläche (16) des Hängeträgers (10) abstehen und in eine in der Randfläche (34) der Kassette (36) ausgebildete Öffnung (32) einklipsbar sind, wobei der Abstand der Widerhaken (22) von der Anlagefläche (16) geringfügig größer als die Wandstärke der Randfläche (34) ist. Der Hängeträger ist von einem Hakenelement (10) mit einem Trägerschenkel (12) gebildet, an dessen Unterseite die Anlagefläche (16) und die Eingriffselemente (18) vorgesehen sind und in dem eine den Spalt (20) zwischen den Eingriffselementen (18) forsetzende Aussparung (24) ausgebildet ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Hängeträger für CD-Kassetten mit zwei mit Widerhaken versehenen, durch einen Spalt voneinander getrennten Eingriffselementen, die von einer zur Anlage an einer Randfläche der Kassette bestimmten Anlagefläche des Hängeträgers abstehen und in eine in der Randfläche der Kassette ausgebildete Öffnung einklipsbar sind, wobei der Abstand der Widerhaken von der Anlagefläche geringfügig größer als die Wandstärke der Kassette ist.

CD-Kassetten haben üblicherweise auf der Innenseite ihres Deckels von den Randflächen nach innen vorspringende Zungen oder Laschen unter die ein Informationsblatt oder -heftchen geschoben werden kann, so daß es an dem Deckel festgehalten wird. Die Herstellung dieser Zungen bedingt schlitzförmige Öffnungen in den Randflächen der Kassetten, die sich jeweils über die Breite der Zungen erstrecken.

Ein Hängeträger der eingangs genannten Art ist beispielsweise aus der WO 95 19 035 bekannt. Bei der dort beschriebenen Lösung ist der Hängeträger stabförmig ausgebildet und im Bereich eines Längsendes an einem Wand- oder gestellfesten Schwenklager gelagert. An einer zur Schwenkachse des Stabes parallelen Längsseite des Stabes, der sich über die gesamte Länge der zur Schwenkachse des Kassettendeckels senkrechten Randfläche der Kassette erstreckt, sind zwei Paare von Eingriffselementen vorgesehen, die in die beiden schlitzförmigen Öffnungen der Randfläche der Kassette eingeklipst werden. Die Kassette kann in diesem Fall nur nach Öffnen des Deckels und dann auch nur mit der Hilfe von Werkzeugen von der Stange wieder gelöst werden. Eine solche Art der Aufbewahrung ist für die Präsentation von CD-Kassetten in Verkaufsräumen nicht geeignet. Zudem sind derartige Hängeträger nicht nur aufwendig, sondern müssen auch ortsfest installiert werden und sind damit unflexibel.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Hängeträger der eingangs genannten Art anzugeben, der einfach im Aufbau ist, geringe Kosten verursacht, leicht von einer Kassette wieder getrennt werden kann und zudem eine flexible Aufbewahrung der Kassetten an nahezu beliebigen Orten ermöglicht.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Hängeträger von einem Hakenelement mit einem Trägerschenkel gebildet ist, an dessen Unterseite die Anlagefläche und die Eingriffselemente vorgesehen sind und in dem eine den Spalt zwischen den Eingriffselementen fortsetzende Aussparung ausgebildet ist.

Das Hakenelement kann an jedem beliebigen Träger, der in die Hakenöffnung paßt, eingehängt werden. Durch die Aussparung in dem Trägerschenkel ist die Möglichkeit gegeben, daß durch eine Verschiebung des Hakenelementes in Längsrichtung der schlitzförmigen Öffnung die beiden Eingriffselemente unter Verformung des Trägerschenkels aufeinander zu bewegt werden und somit die Verrastung der mit Widerhaken versehenen Eingriffselemente an der Kassette gelöst werden kann. Der Hängerträger kann auf diese Weise sehr einfach von der Kassette entfernt werden, ohne daß hierzu die Kassette geöffnet werden müßte. Ein solches Hakenelement läßt sich zusammen mit den Eingriffselementen einstückig, beispielsweise als Kunststoffspritzteil zu sehr geringen Kosten herstellen.

Die Hakenelemente können in unterschiedlichen Farben hergestellt werden, so daß sie auch als Ordnungshilfe verwendet werden können, indem z. B. einer bestimmten Sparte von Compact Discs Haken einer bestimmten Farbe zugeordnet werden.

Vorzugsweise sind die Eingriffselemente nahe dem freien Ende des Trägerschenkels angeordnet, so daß das Hakenelement nach dem Verschieben in Längsrichtung der Öffnung über das freie Ende des Trägerschenkels abgerollt werden kann, wodurch die Eingriffselemente nacheinander aus der Öffnung herausgeschwenkt werden. Um diese Bewegung zu erleichtern, kann vorgesehen sein, daß das freie Ende des Trägerschenkels eine von der Anlagefläche nahe dem dem freien Ende benachbarten Eingriffselement ansteigende Kontur hat. Die Kontur kann darüber hinaus konvex gekrümmt sein.

Um einerseits das Ein- und Aushängen des Hängeträgers an einer Stange oder dergleichen zu erleichtern, andererseits einen sicheren Halt des Hängeträgers an der Stange zu gewährleisten, ist das Hakenelement vorzugsweise so ausgebildet, daß die Hakenöffnung einen zur Anlagefläche mindestens annähernd parallelen Einführungsabschnitt und einen an dessen innerem Ende anschließenden und im wesentlichen senkrecht zu ihm nach oben gerichteten Hängeabschnitt hat. Durch das Gewicht der an dem Hakenelement hängenden Kassette wird der Hängeträger an einer Stange so gehalten, daß diese an dem oberen Ende des Hängeabschnittes anliegt. Dadurch ist ein sicherer Halt des Hängeträgers an der Stange gewährleistet, wobei der Hängeträger trotzdem sehr einfach und rasch ausgehängt werden kann.

Um zu verhindern, daß beim Einklipsen des Hakenelementes in eine Kassette die Eingriffselemente das in dem Deckel liegende Informationsheftchen beschädigen, ist es zweckmäßig, wenn die Materialstärke der Eingriffselemente zu ihren freien Enden hin abnimmt, so daß die Eingriffselemente beim Einführen in die Öffnung leichter an dem Informationsheftchen vorbei oder zwischen die Seiten desselben gleiten können.

Obwohl die erfindungsgemäßen Hängeträger an allen in die Hakenöffnung passenden Stangen, Schienen, Kabeln und dergleichen eingehängt werden können, betrifft die Erfindung auch eine Vorrichtung zur Halterung von CD- Kassetten mit einem leiterförmigen Gestell, das aus zwei zueinander parallelen Holmen besteht, zwischen denen sich Stangen zum Einhängen der vorstehend genannten Hängeträger erstrecken. Dies ermöglicht eine geordnete Halterung einer großen Anzahl von Kassetten, die zudem zum genaueren Betrachten oder auch zum Herausnehmen einer Platte herausgeschwenkt und geöffnet werden können.

Das Gestell kann zur Befestigung an einer Wand vorgesehen sein, wobei die Holme in diesem Fall an mindestens einer ihrer zu den Stangen parallelen Längsseite Befestigungsmittel für eine Befestigung an der Wand haben. Eine andere Möglichkeit, die eine größere Flexibilität bietet, besteht darin, daß das Gestell freistehend ausgebildet ist, wobei die Holme mit T-förmigen Fußteilen verbunden sind.

Die folgende Beschreibung erläutert in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen. Es zeigen:

Fig. 1 eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Hakenelementes zusammen mit einem Abschnitt einer mit dem Hakenelement zu verbindenden Kassette,

Fig. 2 einen schematischen Teilschnitt durch die in Fig. 1 dargestellte Anordnung entlang der Linie II-II in Fig. 1,

Fig. 3 eine schematische Seitenansicht eines in die Öffnung der Kassette eingeklipsten Hakenelementes,

Fig. 4 eine schematische Seitenansicht des Hakenelementes zum Erläutern der Bewegung desselben beim Anbringen an der Kassette und beim Lösen von dieser,

Fig. 5 eine Frontansicht eines leiterförmigen Gestells zum Aufhängen von Kassetten mit Hilfe der erfindungsgemäßen Hakenelemente,

Fig. 6 eine perspektivische Darstellung eines Gestells nach Fig. 5 in Form eines freistehenden Ständers und

Fig. 7 eine perspektivische Teildarstellung einer Wandreeling zum Einhängen der erfindungsgemäßen Hakenelemente.

Das in den Fig. 1 bis 4 dargestellte Hakenelement 10 hat eine C-förmige Gestalt mit einem Trägerschenkel 12 und einer Hakenöffnung 14. Der Trägerschenkel 12 hat an seiner Unterseite eine im wesentlichen ebene Anlagefläche 16, von der zwei nach unten spitz zulaufende Eingriffselemente 18nach unten abstehen, die durch einen Spalt 20 voneinander getrennt sind und nach außen weisende Widerhaken 22 haben. Der Spalt 20 setzt sich nach oben hin durch eine in den Trägerschenkel 12 reichende Ausnehmung 24 fort. Die verbleibende Materialbrücke 26 oberhalb der Ausnehmung 24 gewährleistet eine gewisse Elastizität des Trägerschenkels 12, so daß die Eingriffselemente 18 federnd relativ zueinander bewegt werden können.

Die Hakenöffnung 14 hat einen zur Anlagefläche 16 parallelen Einführungsabschnitt 28 und einen hierzu senkrecht nach oben gerichteten Hängeabschnitt 30.

Das Hakenelement 10 kann mit seinen Eingriffselementen 18 in eine Öffnung 32 eingeklipst werden, die in einer Randfläche 34 einer allgemein mit 36 bezeichneten CD-Kassette aus fertigungstechnischen Gründen vorgesehen ist und zwischen der Deckelfläche 38 und einer von der Randfläche 34 nach innen parallel zur Deckelfläche 38 gerichteten Zunge 40 liegt, wie dies Fig. 2 zeigt. Zwischen die Deckelfläche 38 und die Zungen 40 wird üblicherweise ein Informationsträger in Form eines kleinen Heftchens geschoben, in dem Informationen über die in der Kassette eingeschlossene CD enthalten sind.

Beim Eindrücken der Eingriffselemente 18 in die Öffnung 32 werden die Eingriffselemente 18 aufeinander zu bewegt, bis die Widerhaken 22 den Öffnungsrand passiert haben und hinter der Randfläche 34 einrasten können, wie dies Fig. 3 zeigt. Die Hinterschneidungen 42 zwischen den Widerhaken 22 und der Anlagefläche 16 sind dabei so bemessen, daß das Hakenelement 10 in dem in der Fig. 3 dargestellten eingeklipsten Zustand mit der Anlagefläche 16 zumindest annähernd auf das Randfläche 34 aufliegt.

Um das Hakenelement 10 wieder von der Kassette zu lösen, wird es zunächst in Richtung des Pfeiles B in Fig. 3 verschoben, wobei das in Fig. 3 linke Eingriffselement sich dem rechten Eingriffselement 18 nähert, bis der Widerhaken 22 des linken Eingriffselement frei kommt. Dann kann das Hakenelement 10 in Richtung des Pfeiles C in Fig. 4 aus der Öffnung 32 herausgeschwenkt werden, wobei es über die konvex gekrümmte Stirnfläche 44 des freien Endes des Trägerschenkels 12 abrollt, wie dies Fig. 4 zeigt. Das Hakenelement 10 kann auf diese Weise mühelos ohne Öffnen der Kassette von dieser getrennt werden.

Um zu verhindern, daß der in dem Kassettendeckel 36 enthaltende Informationsträger beim Einklipsen des Hakenelementes 10 beschädigt wird, nimmt die Materialstärke der Eingriffselemente 18 zu ihren freien Enden hin ab, wie dies in Fig. 2 zu erkennen ist. Damit werden die Eingriffselemente 18 an dem Informationsträger vorbeigelenkt, ohne diesen zu beschädigen.

Ein zum Aufhängen von CD-Kassetten mit Hilfe der erfindungsgemäßen Hakenelemente 10 geeignetes Gestell ist in Fig. 5 dargestellt. Es ist in Form einer Leiter ausgebildet und hat zwei Längsholme 46, die durch sprossenartige Stangen 48 miteinander verbunden sind. An zwei zu den Sprossen parallelen Längsflächen der Holme 46 sind schlüssellochförmige Öffnungen 50 ausgebildet, so daß das Gestell 46, 48 an einer Wand befestigt werden kann.

Eine Variante ist in Fig. 6 dargestellt. Hier ist das Gestell 46, 48 mit T-förmigen Fußteilen 52 verbunden, so daß das Gestell freistehend aufgestellt werden kann.

Fig. 7 zeigt einen Abschnitt einer Wandreeling 54 mit einem Rundrohr oder -stab 56, der mit U-förmigen Halteprofilen 58 an einer Wand befestigt werden kann. Das Rundrohr 56 durchsetzt Bohrungen 60 nahe den freien Enden der U- Schenkel 62. Der U-Quersteg 64 des Halteprofiles 58 hat eine Bohrung 66 zur Aufnahme einer Schraube, mit der das Halteprofil an einer Wand anschraubbar ist. Das Rundrohr 56 und die Halteprofile 58 können aus eloxiertem Aluminium gefertigt sein.


Anspruch[de]
  1. 1. Hängeträger für CD-Kassetten mit zwei mit Widerhaken (22) versehenen, durch einen Spalt (20) voneinander getrennten Eingriffselementen (18), die von einer zur Anlage an einer Randfläche (34) der Kassette (36) bestimmten Anlagefläche (16) des Hängeträgers (10) abstehen und in eine in der Randfläche (34) der Kassette (36) ausgebildete Öffnung (32) einklipsbar sind, wobei der Abstand der Widerhaken (22) von der Anlagefläche (16) geringfügig größer als die Wandstärke der Randfläche (34) ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Hängeträger von einem Hakenelement (10) mit einem Trägerschenkel (12) gebildet ist, an dessen Unterseite die Anlagefläche (16) und die Eingriffselemente (18) vorgesehen sind und in dem eine den Spalt (20) zwischen den Eingriffselementen (18) fortsetzende Aussparung (24) ausgebildet ist.
  2. 2. Hängeträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Eingriffselemente (18) nahe dem freien Ende des Trägerschenkels (12) angeordnet sind.
  3. 3. Hängeträger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Materialstärke der Eingriffselemente (18) zu ihren freien Enden hin abnimmt.
  4. 4. Hängeträger nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das freie Ende des Trägerschenkels (12) eine von der Anlagefläche (16) nahe dem dem freien Ende benachbarten Eingriffselement (18) ansteigende Kontur (44) hat.
  5. 5. Hängeträger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontur (44) des freien Endes des Trägerschenkels (12) konvex gekrümmt ist.
  6. 6. Hängeträger nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Hakenöffnung (14) des Hakenelementes (10) einen zur Anlagefläche (16) mindestens annähernd parallelen Einführungsabschnitt (28) und einen an dessen inneres Ende anschließenden und im wesentlichen senkrecht zu ihm nach oben gerichteten Hängeabschnitt (30) hat.
  7. 7. Hängeträger nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Hakenelement (10) zusammen mit den Eingriffselementen (18) einstückig ausgebildet ist.
  8. 8. Hängeträger nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Hakenelement (10) ein Kunststoffspritzteil ist.
  9. 9. Vorrichtung zur Halterung von CD-Kassetten, gekennzeichnet durch ein leiterförmiges Gestell mit zwei zueinander parallelen Holmen (46), zwischen denen sich Stangen (48) zum Einhängen von Hängeträgern (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 erstrecken.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Holme (46) an mindestens einer ihrer zu den Stangen (48) parallelen Längsseiten Befestigungsmittel (50) zur Befestigung des Gestells an einer Wand haben.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Holme (46) mit T-förmigen Fußteilen (52) verbunden sind.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com