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Dokumentenidentifikation DE19936541A1 15.02.2001
Titel Stabilisatoranordnung für ein Kraftfahrzeug
Anmelder DaimlerChrysler AG, 70567 Stuttgart, DE
Erfinder Henze, Rüdiger, Dr.-Ing., 13409 Berlin, DE;
Kasaj, Roland, Dipl.-Ing., 10717 Berlin, DE
DE-Anmeldedatum 03.08.1999
DE-Aktenzeichen 19936541
Offenlegungstag 15.02.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.02.2001
IPC-Hauptklasse B60G 21/055
IPC-Nebenklasse B60G 21/10   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Stabilisatoranordnung für ein Kraftfahrzeug zur Kopplung von zwei Rädern einer Fahrzeugachslinie, mit einem dem einen Rad zugeordneten ersten Stabilisatorteil und mit einem dem anderen Rad zugeordneten zweiten Stabilisatorteil sowie mit einem die Stabilisatorteile koppelnden Aktuator, der eine Vorspannung der Stabilisatorteile ermöglicht, wobei die Stabilisatorteile jeweils mit einem Aktuatoranschluß drehfest verbunden sind. Wenigstens eines der Stabilisatorteile ist indirekt über ein daran drehfest angeschlossenes Kopplungsglied mit dem zugehörigen Aktuatoranschluß verbunden.
Für eine besonders zweckmäßige Ausführungsform, die einfach montierbar und demontierbar ist, wird vorgeschlagen, daß das Kopplungsglied als innenverzahnte Klemmbuchse ausgebildet ist, wobei der zugehörige Aktuatoranschluß als außenverzahnte Welle ausgebildet ist, auf die die Klemmbuchse zur Ausbildung der drehfesten Verbindung zwischen Klemmbuchse und Welle aufgesteckt ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Stabilisatoranordnung für ein Kraftfahrzeug, insbesondere Personenkraftwagen, zur Kopplung von zwei Rädern einer Fahrzeugachslinie, mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruches 1. Die Erfindung betrifft außerdem ein Verfahren zur Herstellung einer derartigen Stabilisatoranordnung.

Ein Stabilisator dient in der Regel zur Verbesserung des Wankverhaltens bei einem Fahrzeug, wobei eine solche Stabilisatoranordnung grundsätzlich sowohl bei einem Straßenfahrzeug als auch bei einem Schienenfahrzeug zum Einsatz kommen kann. Aus der DE-PS 11 05 290 ist eine Stabilisatoranordnung der eingangs genannten Art bekannt, die ein dem einen Rad zugeordnetes erstes Stabilisatorteil sowie ein dem anderen Rad zugeordnetes zweites Stabilisatorteil aufweist. Ein nach Art eines Rotor-Stator-Aggregates ausgebildeter Aktuator oder Aktor koppelt die beiden Stabilisatorteile, wobei das erste Stabilisatorteil mit einem ersten Aktuatoranschluß, z. B. mit dem Rotor, drehfest verbunden ist und das zweite Stabilisatorteil mit einem zweiten Aktuatoranschluß, z. B. mit dem Stator, drehfest verbunden ist. Durch eine gesteuerte Rotation zwischen Rotor und Stator kann eine Verspannung oder Vorspannung der Stabilisatorteile gezielt aufgebracht werden, wodurch sich eine Wankstabilisierung des Fahrzeugs erzielen läßt. Außerdem kann mit einer solchen Stabilisatoranordnung grundsätzlich auch das Nickverhalten des Fahrzeuges beeinflußt werden. Darüber hinaus kann eine derartige Stabilisatoranordnung auch die Funktion einer Niveauverstelleinrichtung oder eines Wagenhebers aufweisen.

Bei der vorgenannten bekannten Stabilisatoranordnung erfolgt die drehfeste Anbindung zwischen Aktuator und dem jeweiligen Stabilisatorteil jeweils über eine Verzahnung. Dabei greift eine am jeweiligen Ende der Stabilisatoren ausgebildete Außenverzahnung in eine am jeweiligen Aktuatoranschluß ausgebildete Innenverzahnung ein. Um eine solche Außenverzahnung am Stabilisatorende auszubilden, muß das Stabilisatorende zunächst gestaucht werden, um eine Materialverdickung zu erzielen. Erst dann kann die Verzahnung durch eine entsprechende spanabhebende Bearbeitung ausgebildet werden. Ein derartiges Vorgehen ist relativ kostspielig und für einen Großserieneinsatz ungeeignet.

Die Ausbildung einer derartigen axial verlaufenden Verzahnung zur drehfesten Ankopplung der Stabilisatorteile an den Aktuator wird auch in der DE 44 43 809 A1 sowie in der DE 44 42 223 C2 gezeigt.

Bei der DE 43 37 771 A1 wird die drehfeste Kopplung eines Stabilisatorteiles an den Aktuator dadurch erzielt, daß an dem mit dem Aktuator zu verbindenden Ende des Stabilisatorteils eine abgeflachte Einschubplatte ausgebildet wird, die in einem entsprechenden Aufnahmeschlitz im jeweiligen Aktuatoranschluß eingeführt wird, wobei Spannschrauben vorgesehen sind, die die Einschubplatte quer zur Plattenebene durchdringen und mit dem Aktuatoranschluß verspannen. Auch diese Ausgestaltung ist relativ kostspielig für einen Großserieneinsatz.

Aus der DE 43 37 813 A1 ist es bekannt, am jeweiligen Stabilisatorteilende einen scheibenförmigen Flansch auszubilden, der dann mit einer ringförmigen Schweißnaht an den Rotor des Aktuators angeschlossen ist. Zum Anschluß des Stators ist an diesen ein scheibenförmiger Flansch mittels einer ringförmigen Schweißnaht angebunden, an dem ein am jeweiligen Ende des zugehörigen Stabilisatorteils ausgebildeter passender Flansch befestigt wird. Auch die Ausbildung derartiger Schweißverbindungen ist relativ aufwendig.

Die am Anmeldetag vorliegender Erfindung noch unveröffentlichte deutsche Patentanmeldung mit dem amtlichen Aktenzeichen 199 30 444.0 vom 02.07.1999 löst das Problem, für eine Stabilisatoranordnung der eingangs genannten Art eine Ausführungsform anzugeben, die für eine Herstellung im Rahmen einer Großserienfertigung geeignet ist. Zu diesem Zweck ist wenigstens eines der Stabilisatorteile indirekt über ein am Stabilisatorteil drehfest angeschlossenes Kopplungsglied mit dem zugehörigen Aktuatoranschluß verbunden.

Ein besonderer Vorteil dieser Stabilisatoranordnung kann darin gesehen werden, daß unterschiedlich aufgebaute, geformte, ausgebildete Stabilisatorteile stets mit denselben Kopplungsgliedern bzw. mit denselben Aktuatoranschlüssen verbunden werden können, so daß insoweit die Teilevielfalt reduziert werden kann. Diese Maßnahmen erleichtern insbesondere die Logistik bei einer Großserienfertigung. Es ist erheblich preiswerter, die geeigneten Kopplungsglieder, z. B. einen Flansch oder einen Profilzapfen, separat aus entsprechenden Rohlingen herzustellen und diese z. B. mit einem Reibschweißverfahren am Ende des Stabilisatorteiles anzubringen, als am Ende des Stabilisatorteiles zunächst durch ein Stauchverfahren od. dgl. die Voraussetzungen zur Ausbildung eines am Stabilisatorteil angeformten Kopplungsgliedes zu schaffen. Insgesamt können dadurch Herstellungszeit und Herstellungkosten eingespart werden, was sich im Rahmen einer Großserienfertigung besonders vorteilhaft auswirkt.

Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, für eine Stabilisatoranordnung der eingangs genannten Art eine Ausführungsform mit einem besonders zweckmäßigen Kopplungsglied anzugeben, das eine einfache Montage und Demontage des damit ausgestatteten Stabilisatorteils am Aktuator ermöglicht.

Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch eine Stabilisatoranordnung mit den Merkmalen des Anspruches 1 und durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruches 8 sowie durch ein Kopplungsglied mit den Merkmalen des Anspruches 10 gelöst. Durch die Ausbildung des Kopplungsgliedes als Klemmbuchse, die auf eine komplementär ausgebildete Welle des Aktuators aufsteckbar ist, kann die drehfeste Anbindung des Kopplungsglieds und somit des damit ausgestatteten Stabilisatorteils relativ rasch und einfach durchgeführt werden. Ebenso ist eine relativ einfache Demontage möglich. Die drehfeste Anbindung wird hierbei durch eine Verzahnung ausgebildet, bei der eine Innenverzahnung der Klemmbuchse mit radial nach innen ragenden und sich axial erstreckenden Zähnen und eine korrespondierende Außenverzahnung der Welle mit radial nach außen abstehenden und sich axial erstreckenden Zähnen zusammenwirken. Die Klemmverbindung ist dabei so ausgebildet, daß sich eine relativ große Überdeckung bei der Verzahnung ergibt, so daß das Kopplungsglied und die damit zusammenwirkende Welle in axialer Richtung relativ kurz bauen, wobei gleichzeitig eine verbesserte Krafteinleitung erreicht wird. Zur Ausbildung einer Klemmwirkung wird die Verzahnung zweckmäßigerweise mit einem relativ kleinen Spiel hergestellt.

Vorzugsweise ist die Stabilisatoranordnung so ausgebildet, daß die Klemmbuchse einen zum Aktuator hin offenen Axialschlitz aufweist, der sich axial erstreckt und die Klemmbuchse radial durchsetzt. Außerdem sind Spannmittel vorgesehen, die an der Klemmbuchse angreifen und eine Spannkraft in die Klemmbuchse einleiten, die Schlitzränder, die einander in Umfangsrichtung gegenüberliegen, aufeinanderzu vorspannt. Durch diese Maßnahme wird die Kraftübertragung zwischen Kopplungsglied und Aktuatoranschluß gesteigert, wobei wiederum die Überdeckung der Verzahnung vergrößert wird, so daß die axiale Baulänge relativ kurz gehalten werden kann.

Eine besonders effektive Klemmwirkung ergibt sich, wenn die Klemmbuchse zwei Axialschlitze aufweist, die radial zueinander fluchtend, d. h. auf einem Durchmesser, angeordnet sind. Mit entsprechenden Spannmitteln kann dadurch eine symmetrische und hochwertige Kraftübertragung zwischen Klemmbuchse und Welle erzielt werden.

Zweckmäßig weisen die Spannmittel mindestens eine Spannschraube auf, die mit einem Schraubengewinde, z. B. in einer Mutter, zusammenwirkt, wobei die Spannschraube dem einen und das Schraubengewinde dem anderen Schlitzrand zugeordnet ist. Eine derartige Ausführungsform weist einen besonders einfach herstellbaren Aufbau auf, der außerdem relativ einfach manuell betätigbar ist, wodurch die Montage und die Demontage des Stabilisatorteils erleichtert wird.

Durch die Anbindung der Klemmbuchse an das zugehörige Stabilisatorteil mit Hilfe einer Stoffschlußverbindung, z. B. mit einer Reibschweißverbindung oder mit einer Laserschweißverbindung, wird eine hochfeste Verbindungstechnik vorgeschlagen, die in besonderem Maße im Rahmen einer Großserienproduktion anwendbar ist. Denn beispielsweise beim Reibschweißen oder beim Laserschweißen können vorgefertigte Kopplungsglieder an das jeweilige Stabilisatorteil drehfest angeschlossen werden, ohne daß dazu beispielsweise eine Stauchung des Stabilisatorteils erforderlich ist. Auch kann eine Reibschweißverbindung relativ rasch ausgebildet werden. Durch die unlösbare, stoffschlüssige hochfeste Anbindung der Klemmbuchse an das Stabilisatorteil ergibt sich eine einteilige Baugruppe, die komplett mit dem Aktuator verbunden werden kann. Unter einer Stoffschlußverbindung wird hierbei eine Verbindung verstanden, bei der in einer Verbindungszone ein stoffliches Ineinandergreifen durch Vernetzung, Diffusion, Fusion oder Verschmelzung der beteiligten Komponenten erfolgt.

Ein Reibschweißverfahren zeichnet sich gegenüber anderen Schweißverfahren beispielsweise dadurch aus, daß auch hochlegierte Stähle ohne Vor- und Nachwärmen rißfrei gefügt werden können. Außerdem können auch bereits vergütete Teile durch eine Reibverschweißung miteinander verbunden werden. Des weiteren ist es mit einem Reibschweißverfahren möglich, unterschiedliche Metalle bzw. Metallegierungen miteinander stoffschlüssig, untrennbar zu verbinden. Beispielsweise kann dadurch ein hochwertiger, teurer Federstahl zur Herstellung der Stabilisatorteile verwendet werden, während das daran einteilig angeformte Kopplungsteil aus einem anderen preiswerteren Stahl besteht.

Gemäß einem besonders zweckmäßigen Herstellungsverfahren kann das Verfahren zur Ausbildung der Stoffschlußverbindung, z. B. das Reibschweißen so gesteuert werden, daß zur Beendigung des Reibschweißvorganges die Rotation zwischen den miteinander zu verschweißenden Teilen so gestoppt wird, daß sich eine vorbestimmte Relativlage zwischen Kopplungsglied und Stabilisatorteil ausbildet, um auf diese Weise eine gewünschte Relativlage zwischen Aktuator und dem später daran befestigten Stabilisatorteil zu erhalten. Auf diese Weise können zusätzliche Ausmeßvorgänge eingespart werden.

Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der erfindungsgemäßen Stabilisatoranordnung sowie des erfindungsgemäßen Verfahrens ergeben sich aus den Unteransprüchen, aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.

Es versteht sich, daß die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.

Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.

Es zeigen, jeweils schematisch,

Fig. 1 eine Ansicht auf eine Stabilisatoranordnung, wobei zwei Stabilisatorteile noch nicht mit einem zugehörigen Aktuator verbunden sind,

Fig. 2 einen Längsschnitt durch ein erfindungsgemäß als Klemmbuchse ausgebildetes Kopplungsglied,

Fig. 3 einen Längsschnitt wie in Fig. 2, jedoch einer anderen Ausführungsform,

Fig. 4 einen Längsschnitt wie in Fig. 2, jedoch einer weiteren Ausführungsform, und

Fig. 5 einen Querschnitt durch die Klemmbuchse aus Fig. 4 entsprechend der Schnittlinie V in Fig. 4.

Entsprechend Fig. 1 besteht eine erfindungsgemäße Stabilisatoranordnung 1 aus einem ersten Stabilisatorteil 2, das einem nicht dargestellten Rad eines ebenfalls nicht dargestellten Kraftfahrzeugs zugeordnet ist. Außerdem weist die Stabilisatoranordnung 1 ein zweites Stabilisatorteil 3 auf, das einem anderen, derselben Fahrzeugachslinie zugehörigen und ebenfalls nicht dargestellten Rad zugeordnet ist. Des weiteren umfaßt die Stabilisatoranordnung 1 einen Aktuator 4, der vorzugsweise als Rotor-Stator-Aggregat ausgebildet ist. Zur drehfesten Anbindung der Stabilisatorteile 2 und 3 an Aktuatoranschlüsse, nämlich einen ersten Aktuatoranschluß 5 und einen zweiten Aktuatoranschluß 6, sind dem Aktuator 4 zugewandte Enden 7 und 8 der Stabilisatorteile 2 und 3 jeweils mit einem Kopplungsglied, nämlich einem ersten Kopplungsglied 9 und einem zweiten Kopplunglied 10 versehen.

In der vorliegenden Ausführungsform wird das zweite Kopplungsglied 10 durch einen, insbesondere scheibenförmigen, Flansch gebildet. Beispielsweise wird das flanschförmige zweite Kopplungsglied 10 mit dem zweiten Aktuatoranschluß 6, der beispielsweise ein Statorbestandteil ist, durch eine entsprechende Verschraubung drehfest angebracht.

Im Unterschied dazu ist das erste Kopplungsglied 9 als Klemmbuchse ausgebildet, die an einer dem ersten Stabilisatorteil 2 zugewandten axialen Seite mit diesem drehfest verbunden ist und die an einer dem ersten Aktuatoranschluß 5 zugewandten axialen Seite eine Innenverzahnung 11 aufweist, die radial nach innen abstehende und sich axial erstreckende Zähne besitzt. Die Klemmbuchse 9 ist im wesentlichen rotationssymmetrisch bezüglich ihrer Längsachse 14 ausgebildet. Zur drehfesten Anbindung dieser Klemmbuchse 9 an den Aktuator 4 ist dessen erster Aktuatoranschluß 5 als Welle ausgebildet, die mit einer zur Innenverzahnung 11 der Klemmbuchse 9 komplementären Außenverzahnung 12 versehen ist. Die Welle 5 bildet dabei beispielsweise einen Rotorbestandteil des Aktuators 4. Klemmbuchse 9 und Welle 5 sind koaxial aufeinandergesteckt. Die Innenverzahnung 11 und die Außenverzahnung 12 sind vorzugsweise so aufeinander abgestimmt, daß sich ein lösbarer Preßsitz ausbildet.

Die Anbindung der Klemmbuchse 9 an das erste Stabilisatorteil 2 erfolgt im vorliegenden Ausführungsbeispiel durch eine Reibschweißverbindung 13, die in Fig. 1 durch eine Linie gekennzeichnet ist, die einen sich bei Durchführung eines Reibschweißverfahrens ausbildenden Reibschweißwulst symbolisiert.

Alternativ zum Reibschweißen kann die Klemmbuchse 9 auch durch eine beliebige andere Stoffschlußverbindung, z. B. Laserschweißverfahren, mit dem zugehörigen Stabilisatorteil 2 verbunden werden. Je nach vorliegenden Materialkombinationen kann auch eine Lötverbindung, eine Klebverbindung oder eine Klemmverbindung verwendet werden.

Auch der Flansch 10 kann durch eine Stoffschlußverbindung, wie z. B. Reibschweißverfahren oder Laserschweißverfahren, mit dem zugehörigen zweiten Stabilisatorteil 3 verbunden werden. Ebenso kann der Flansch durch Umformung des Stabilisatorendes 8 am Stabilisatorteil 3 ausgebildet werden. Während bei der dargestellten Ausführungsform die Stabilisatorteile 2 und 3 jeweils indirekt über das zugehörige Kopplungsglied 9, 10 drehfest mit dem Aktuator 4 verbunden sind, kann es bei einer anderen Ausführungsform durchaus zweckmäßig sein, das zweite Stabilisatorteil 3 direkt mit dem zugehörigen zweiten Anschluß 6 des Aktuators 4 zu verbinden, wobei dann z. B. eine Reibschweißverbindung in entsprechender Weise zwischen dem zweiten Stabilisatorteil 3 und dem zweiten Aktuatoranschluß 6 ausgebildet wird.

Entsprechend den Fig. 2, 3 und 4 läßt sich die Klemmbuchse 9 bezüglich ihrer Längsachse 14 in zwei axiale Abschnitte 15 und 16 einteilen, die in den Fig. 2 und 4 durch geschweifte Klammern gekennzeichnet sind. Im Unterschied zu den Varianten der Fig. 2 und 4, bei denen die Klemmbuchse 9 aus einem Stück geformt ist, zeigt die Variante gemäß Fig. 3 einen zweiteiligen Aufbau, wonach die Klemmbuchse 9 der Fig. 3 aus zwei separat hergestellten, die vorgenannten Axialabschnitte 15 und 16 bildenden Bestandteilen (15, 16) zusammengebaut ist. Die beiden Bestandteile 15 und 16 sind bei 17 z. B. durch eine Reibschweißverbindung miteinander verbunden, um die Klemmbuchse 9 auszubilden.

Der dem Stabilisatorteil 2 zugeordnete Axialabschnitt 15 (Fig. 2, 4) bzw. Bestandteil 15 (Fig. 3) weist an einer, dem Stabilisatorteil 2 zugewandten Axialseite eine Anschlußebene 18 auf, die senkrecht zur Längsachse 14 der Klemmbuchse 9 verläuft. Der Querschnitt dieser Anschlußebene 18 entspricht zweckmäßigerweise dem Querschnitt einer am axialen Ende 7 des Stabilisatorteils 2 ausgebildeten komplementären Anschlußebene, wodurch beispielsweise ein Reibschweißverfahren zur Verbindung der Klemmbuchse 9 mit dem zugehörigen Stabilisatorteil 2 realisiert werden kann.

Der dem Aktuator 4 zugeordnete Axialabschnitt 16 bzw. Bestandteil 16 enthält die Innenverzahnung 11 sowie wenigstens einen Axialschlitz 19, der die Klemmbuchse 9 radial durchdringt, sich über die gesamte axiale Länge der Innenverzahnung 11 erstreckt und zum Aktuator 4 hin offen ist. Der Axialschlitz 19 weist zwei Schlitzränder 20 und 21 auf, die parallel zur Längsachse 14 verlaufen und einander in Umfangsrichtung der Klemmbuchse 9 im Axialschlitz 19 gegenüberliegen.

Mit Hilfe entsprechender Spannmittel, die für die Ausführungsformen der Fig. 2 und 3 nicht dargestellt sind, kann eine Spannkraft in die Klemmbuchse 9 eingeleitet werden, welche die Schlitzränder 20 und 21 in Umfangsrichtung aufeinanderzu vorspannt. Auf diese Weise ergibt sich bei auf die Welle 5 aufgesteckter Klemmbuchse 9 eine Verstärkung der Klemmwirkung der Verzahnung 11, 12. Die Klemmbuchse 9 und somit das damit verbundene Stabilisatorteil 2 sind dann verliersicher am zugehörigen Aktuatoranschluß (Welle 5) gehaltert, wobei durch die formschlüssige und insbesondere kraftschlüssige Kopplung zwischen Klemmbuchse 9 und Welle 5 eine sichere Momentübertragung gewährleistet werden kann.

Die Klemmbuchse 9 gemäß Fig. 2 enthält im Anschluß an die Innenverzahnung 11 eine Vertiefung 22. Diese Vertiefung 22 bildet dabei das vorangehende Ende einer Sacklochbohrung, die in einen zylindrischen Rohling eingebracht wird, der anschließend zu der in Fig. 2 dargestellten Klemmbuchse 9 umgeformt wird, z. B. durch Kaltverformung.

Bei der Variante gemäß Fig. 3 kann eine derartige Vorarbeit entfallen, da hier die Klemmbuchse 9 aus zwei zusammengebauten Bauteilen 15 und 16 besteht. Der die Innenverzahnung 11 enthaltende Bestandteil 16 kann grundsätzlich auch ohne den Bestandteil 15 direkt an das zugehörige Stabilisatorteil 2 angeschlossen werden, wobei auch hier ein Reibschweißverfahren oder ein Laserschweißverfahren zur Anwendung kommen kann.

Entsprechend den Fig. 2, 3 und 4 ist der Durchmesser der Verzahnung 11, 12 größer als der Durchmesser des Stabilisatorendes 7, mit dem die Klemmbuchse 9 verbunden ist, um relativ große Momente zwischen Aktuator 4 und Stabilisatorteil 2 übertragen zu können. Um eine Momentenübertrag ohne Spannungs- und Kraftspitzen zu realisieren, weisen die Klemmbuchsen 9 der Fig. 2, 3 und 4 jeweils einen axialen Übergangsabschnitt 23 auf, der die unterschiedlichen Außendurchmesser der einander gegenüberliegenden Enden der Klemmbuchse 9 aneinander angleicht.

Bei der Variante gemäß Fig. 3 kann dieser Übergangsabschnitt 23 auch direkt am Stabilisatorteil 2 ausgebildet werden, indem das entsprechende Stabilisatorteilende 7 dementsprechend gestaucht wird.

Bei der Ausführungsform der Fig. 4 und 5 sind zwei Axialschlitze 19 vorgesehen, die zueinander fluchtend angeordnet sind, so daß die beiden Axialschlitze 19 in einer Längsmittelebene der Klemmbuchse 9 liegen. Die Spannmittel zur Einleitung der Spannkraft werden hier z. B. durch vier Spannschrauben 24 gebildet, welche die Axialschlitze 19 durchqueren, wobei sich die Spannschrauben 24 senkrecht zu derjenigen Längsmittelebene der Klemmbuchse 9 erstrecken, in welcher die Axialschlitze 19 liegen. In dem rohrzylindrisch ausgebildeten Axialabschnitt 16 ist für die Spannschrauben 24 jeweils ein Auflagersitz 25 ausgebildet, an dem sich ein Schraubenkopf 26 der Spannschrauben 24 abstützt. Jede Schraube 24 weist einen Schaft 27 auf, der mit einem Schraubengewinde 28 zusammenwirkt, das ebenfalls im Axialabschnitt 16 ausgebildet ist. Bezüglich jeder Spannschraube 24 ist der Auflagersitz 25 dem einen Schlitzrand 21 und das Schraubengewinde 28 dem anderen Schlitzrand 20 zugeordnet, so daß ein Festziehen der Spannschrauben 24 eine Spannkraft erzeugt, welche die Schlitzränder 20 und 21 in Umfangsrichtung der Klemmbuchse 9 aufeinanderzu zu bewegen sucht.

Die in den Fig. 4 und 5 gezeigte Ausführungsform gewährleistet eine besonders einfache und rasch durchführbare Montage und Demontage des Stabilisatorteils 2 am Aktuator 4.

Die Herstellung der Stabilisatoranordnung 1 kann erfindungsgemäß wie folgt ablaufen:

Die Stabilisatorteile 2 und 3 und der Aktuator 4 sowie die Kopplungsglieder 9 und 10 werden jeweils separat hergestellt, wobei die Kopplungsglieder 9 und 10 vorzugsweise vollständig fertiggestellt oder entsprechend einer Alternativen noch ohne die jeweiligen Befestigungsmittel, z. B. die Verzahnung oder Verschraubungsbohrungen, ausgebildet werden.

Vor der Befestigung der Stabilisatorteile 2 und 3 am Aktuator 4 werden die Kopplungsglieder 9 und 10 am jeweiligen Stabilisatorteil 2 bzw. 3 durch ein Reibschweißverfahren stoffschlüssig angebracht. Sofern die jeweiligen, obengenannten Befestigungsmittel an den Kopplungsgliedern 9 und 10 noch nicht ausgebildet sind, werden diese in einem nachfolgenden Bearbeitungsschritt angebracht, wobei zusätzlich auf die gewünschte Relativlage zwischen Aktuator 4 und nachfolgend daran fixierten Stabilisatorteilen 2 und 3 Rücksicht genommen werden muß. Bei bereits fertiggestellten Kopplungsgliedern 9 und 10, d. h. bei bereits mit den jeweiligen Befestigungsmitteln ausgestatteten Kopplungsgliedern 9, 10 wird das Reibschweißverfahren vorzugsweise so ausgeführt, daß die beim Reibschweißen relativ zueinander rotierenden Bauteile so angehalten bzw. gestoppt werden, daß sich zwischen dem Stabilisatorteil 2 bzw. 3 und dem zugehörigen Kopplungsglied 9 bzw. 10 eine bestimmte Relativlage ergibt, die mit derjenigen Relativlage korreliert, die für die Anbindung des Stabilisatorteils 2 bzw. 3 an den Aktuator 4 erwünscht ist.

Es ist klar, daß die Anbindung des Stabilisatorteils ebenso auch direkt am zugehörigen Anschluß des Aktuators 4 durchgeführt werden kann, wobei dann das Reibschweißverfahren in entsprechend angepaßter Weise durchgeführt wird. Anschließend kann ein Vergütungsverfahren z. B. durch Wärmebehandlung durchgeführt werden.

Ein sich im Rahmen der Reibschweißverbindung ausbildender Schweißwulst kann zum Abschluß des Reibschweißverfahrens mittels eines Stempels entfernt werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Stabilisatoranordnung für ein Kraftfahrzeug zur Kopplung von zwei Rädern einer Fahrzeugachslinie, mit einem dem einen Rad zugeordneten ersten Stabilisatorteil (2) und mit einem dem anderen Rad zugeordneten zweiten Stabilisatorteil (3) sowie mit einem die Stabilisatorteile (2, 3) koppelnden Aktuator (4), der eine Verspannung der Stabilisatorteile (2, 3) ermöglicht, wobei das erste Stabilisatorteil (2) mit einem ersten Aktuatoranschluß (5) drehfest verbunden ist, wobei das zweite Stabilisatorteil (3) mit einem zweiten Aktuatoranschluß (6) drehfest verbunden ist und wobei wenigstens eines der Stabilisatorteile (2) indirekt über ein am Stabilisatorteil (2) drehfest angeschlossenes Kopplungsglied (9) mit dem zugehörigen Aktuatoranschluß (5) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Kopplungsglied als Klemmbuchse (9) mit einer radial nach innen vorstehenden, sich axial erstreckenden Innenverzahnung (11) ausgebildet ist, wobei der zugehörige Aktuatoranschluß als Welle (5) mit einer radial nach außen vorstehenden, sich axial erstreckenden Außenverzahnung (12) ausgebildet ist, auf die die Klemmbuchse (9) zur Ausbildung der drehfesten Verbindung zwischen Klemmbuchse (9) und Welle (5) aufgesteckt ist.
  2. 2. Stabilisatoranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmbuchse (9) wenigstens einen zum Aktuator (4) hin offenen Axialschlitz (19) aufweist und daß Spannmittel (24, 28) vorgesehen sind, die an der Klemmbuchse (9) angreifen und eine Spannkraft in die Klemmbuchse (9) einleiten, die einander in Umfangsrichtung gegenüberliegende Schlitzränder (20, 21) des Axialschlitzes (19) aufeinander zu vorspannt.
  3. 3. Stabilisatoranordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannmittel mindestens eine Spannschraube (24) aufweisen, die mit einem Schraubengewinde (28) zusammenwirkt, wobei die Spannschraube (24) dem einen und das Schraubengewinde (28) dem anderen Schlitzrand (20, 21) zugeordnet ist.
  4. 4. Stabilisatoranordnung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmbuchse (9) zwei Axialschlitze (19) aufweist, die radial zueinander fluchtend angeordnet sind.
  5. 5. Stabilisatoranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der drehfeste Anschluß der Klemmbuchse (9) an das Stabilisatorteil (2) durch eine Stoffschlußverbindung, z. B. Reibschweißverbindung oder Laserschweißverbindung, ausgebildet ist.
  6. 6. Stabilisatoranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmbuchse (9) einen axialen Übergangsabschnitt (23) aufweist, der einenends denselben Außendurchmesser aufweist wie ein an das Stabilisatorteil (2) angeschlossenes Ende der Klemmbuchse (9) und anderenends denselben Außendurchmesser aufweist wie ein die Innenverzahnung (11) enthaltendes Ende der Klemmbuchse (9).
  7. 7. Stabilisatoranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmbuchse (9) aus zwei separat hergestellten Bestandteilen (15, 16) gebildet ist, von denen das eine die Innenverzahnung (11) enthält und das andere mit dem Stabilisatorteil (2) verbunden ist, wobei die beiden Bestandteile (15, 16) durch eine Stoffschlußverbindung, z. B. Reibschweißverbindung oder Laserschweißverbindung, miteinander verbunden sind.
  8. 8. Verfahren zur Herstellung einer Stabilisatoranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei ein erstes und ein zweites Stabilisatorteil (2, 3) mit einem Aktuator (4) drehfest verbunden werden, wobei mindestens ein Kopplungsglied (9, 10) separat vom zugehörigen Stabilisatorteil (2, 3) hergestellt wird und anschließend am zugehörigen Stabilisatorteil (2, 3) drehfest befestigt wird und danach die aus Stabilisatorteil (2, 3) und angebautem Kopplungsglied (9, 10) gebildete Baugruppe mit dem Aktuator (4) verbunden wird, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eines der Kopplungsglieder als Klemmbuchse (9) ausgebildet ist, die eine axiale Innenverzahnung (11) aufweist, wobei die aus Stabilisatorteil (2) und angebauter Klemmbuchse (9) gebildete Baugruppe auf eine Welle (5) aufgesteckt wird, die einen Aktuatoranschluß bildet und eine komplementäre axiale Außenverzahnung (12) aufweist.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch 8 dadurch gekennzeichnet, daß die drehfeste Anbindung des Kopplungsgliedes (9, 10) an das Stabilisatorteil (2, 3) mit einer Verbindungstechnik zur Ausbildung einer Stoffschlußverbindung, z. B. Reibschweißverfahren oder Laserschweißverfahren, ausgebildet wird.
  10. 10. Kopplungsglied für eine Stabilisatoranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Kopplungsglied als Klemmbuchse (9) ausgebildet ist, die an einer axialen Seite eine Anschlußebene (18) aufweist, die sich quer zur Längsachse (14) der Klemmbuchse (9) erstreckt, und die an der anderen axialen Seite eine axial verlaufende Innenverzahnung (11) aufweist.






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