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Dokumentenidentifikation DE19936655A1 15.02.2001
Titel Gasturbinenanlage mit Brennstoffvorwärmung sowie Kombikraftwerk mit einer solchen Gasturbinenanlage
Anmelder ABB ALSTOM POWER (Schweiz) AG, Baden, Aargau, CH
Erfinder Braun, Jost, 79761 Waldshut-Tiengen, DE
Vertreter Lück, G., Dipl.-Ing. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 79761 Waldshut-Tiengen
DE-Anmeldedatum 04.08.1999
DE-Aktenzeichen 19936655
Offenlegungstag 15.02.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.02.2001
IPC-Hauptklasse F02C 7/224
IPC-Nebenklasse F02C 6/18   
Zusammenfassung Bei einer Gasturbinenanlage (11), umfassend eine Turbine (17) sowie eine Brennkammer (15), in welcher ein erster Brennstoff (19) unter Zufuhr von Verbrennungsluft verbrannt wird, und die entstehenden Verbrennungsgase zum Antrieb der Turbine (17) verwendet werden, wobei Mittel (20, 43) vorhanden sind, um den ersten Brennstoff (19) vor der Verbrennung in der Brennkammer (15) vorzuwärmen, wird ein verbesserter Wirkungsgrad auf einfache und kostengünstige Weise dadurch erreicht, dass die Vorwärmmittel einen Brennwertkessel (43) umfassen, welcher mit einem zweiten Brennstoff (44) betrieben wird.

Beschreibung[de]
TECHNISCHES GEBIET

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Gasturbinen. Sie betrifft eine Gasturbinenanlage, umfassend eine Turbine sowie eine Brennkammer, in welcher ein erster Brennstoff unter Zufuhr von Verbrennungsluft verbrannt wird, und die entstehenden Verbrennungsgase zum Antrieb der Turbine verwendet werden, wobei Mittel vorhanden sind, um den ersten Brennstoff vor der Verbrennung in der Brennkammer vorzuwärmen. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Kombikraftwerk mit einer solchen Gasturbinenanlage, welches Kombikraftwerk eine Dampfturbine sowie einen Abhitzekessel umfasst, durch welchen Abhitzekessel die heissen Abgase der Gasturbinenanlage zur Erzeugung von Dampf für die Dampfturbine geleitet werden.

Eine solche Gasturbinenanlage und ein solches Kombikraftwerk sind z. B. aus der EP-A2-0 391 082 oder der US-A-5,628,183 bekannt.

STAND DER TECHNIK

Moderne Gasturbinenanlagen werden häufig mit einer Brennstoffvorwärmung ausgerüstet, um vorhandene Abwärme zu nutzen oder um den Brennstoff in einen betrieblich zugelassenen Zustand zu bringen. Wenn eine Form von ansonsten nicht nutzbarer Abwärme vorhanden ist (z. B. in einem Kombikraftwerk), kann dies zu einer Wirkungsgradsteigerung führen. Meist werden dazu aber technisch aufwendige Wärmeauskopplungen benötigt, die mit geringen Temperaturdifferenzen arbeiten und daher grosse Wärmetauscherflächen benötigen bzw. teuer sind.

Ein aus dem Stand der Technik (EP-A2-0 391 082) bekanntes Kombikraftwerk, bei dem eine Gasturbinenanlage mit Brennstoffvorwärmung durch Kraftwerksabwärme vorgesehen ist, ist schematisch in Fig. 1 dargestellt. Das Kombikraftwerk 10 umfasst im wesentlichen eine Gasturbinenanlage 11, einen Abhitzekessel (Heat Recovery Steam Generator HRSG) 33 und eine Dampfturbine 25, die untereinander verbunden sind. Die Gasturbinenanlage 11 besteht aus einem Kompressor 14 und einer Turbine 17, die auf einem Rotor 16 angeordnet sind, sowie einer Brennkammer 15. Der Kompressor 14 saugt im Betrieb Luft durch einen Lufteinlass 12 an, verdichtet sie und gibt die verdichtete Luft an die Brennkammer 15 ab, wo sie als Verbrennungsluft zusammen mit einem flüssigen oder gasförmigen Brennstoff 19, der über eine Brennstoffleitung 19 herangeführt wird, verbrannt wird. Die heissen Verbrennungsgase werden von der Brennkammer 15 in die Turbine 17 geleitet, wo sie den Rotor 16 in Rotation versetzten. Das aus der Turbine 17 austretende Heissgas 18 wird dann zur Erzeugung von Dampf durch den Abhitzekessel 33 geleitet, wo es nacheinander einen Ueberhitzer (superheater) 40, einen Verdampfer (evaporator) 39 und einen Vorwärmer (economizer) 34 umströmt und schrittweise Wärme abgibt. Das abgekühlte Gas tritt schliesslich als Abgas 42 aus dem Abhitzekessel 33 aus.

Ueberhitzer 40, Verdampfer 39 und Vorwärmer 34 sind hintereinandergeschaltet Teil eines Wasser-/Dampf-Kreislaufes, in den auch die Dampfturbine 25 eingeschaltet ist. Der Abdampf aus der Dampfturbine 25 gelangt in einen Kondensator 26 und kondensiert dort. Das Kondensat wird - gegebenenfalls unter Zugabe von Frischwasser 27 - von einer Kondensatpumpe 28 durch eine Speisewasserleitung 29 zu einem Entlüfter (Deaerator) 30 gepumpt. Das entlüftete Kondensat wird dann mittels einer Kesselspeisepumpe 31 als Speisewasser 32 durch den Vorwärmer 34, und als Speisedruckwasser 35 über das Ventil 36 zu einer Dampftrommel 37 mit dem angeschlossenen Verdampfer 39 gepumpt. Der Dampf gelangt dann zum Ueberhitzer 40, wo er überhitzt wird und als überhitzter Dampf 41 schliesslich die Dampfturbine 25 antreibt. Sowohl die Dampfturbine 25 als auch die Gasturbinenanlage 11 treiben jeweils einen Generator 13 bzw. 24 an, der elektrischen Strom erzeugt.

Zur Brennstoffvorwärmung im herkömmlichen Sinn wird nun vor dem Ventil 36 hinter dem Vorwärmer 34 erwärmtes Wasser abgezweigt und über ein erstes Verbindungsrohr 23 zu einem Wärmetauscher 20 geführt, wo es den ebenfalls durch den Wärmetauscher geleiteten Brennstoff 19 vorwärmt. Das aus dem Wärmetauscher 20 austretende abgekühlte Wasser wird dann über ein zweites Verbindungsrohr 22 zum Entlüfter 30 zurückgeführt, wodurch der Kreislauf geschlossen wird. Wie sich leicht erkennen lässt, müssen der Wärmetauscher 20 ebenso wie die Verbindungsrohre 22 und 23 und die Abzweigungen hinter dem Vorwärmer 34 und am Entlüfter 30 an die Bauart des Kombikraftwerkes 10 angepasst sein, was nicht nur aufwendig ist, sondern auch die Flexibilität bei der Konstruktion einschränkt. Weiterhin ist der Vorwärmprozess durch die Anbindung an den Wasser-/Dampf- Kreislauf mit dem Kraftwerksprozess eng verzahnt, was zu einer vergleichsweise aufwendigen Steuerung führt. Schliesslich ist diese Art der Brennstoffvorwärmung auf Anwendungsfälle begrenzt, bei denen Abwärme überhaupt in geeigneter Form zur Verfügung steht.

DARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Gasturbinenanlage mit Brennstoffvorwärmung zu schaffen, die sich kostengünstig und mit standardisierten Komponenten unabhängig von der übrigen Kraftwerkstechnik aufbauen lässt, und eine deutliche Wirkungsgradsteigerung im Bezug auf den eingesetzten Brennstoff ermöglicht, sowie ein Kombikraftwerk mit einer solchen Gasturbinenanlage anzugeben.

Die Aufgabe wird durch die Gesamtheit der Merkmale der Ansprüche 1 und 13 gelöst. Der Kern der Erfindung besteht darin, die Vorwärmung des Brennstoffes durch eine vollkommen separate Vorwärmeinrichtung vorzunehmen, die hinsichtlich der energetischen Effizienz optimiert ist und einen Brennwertkessel umfasst. Unter Brennwertkessel ist dabei ein Kessel zu verstehen, wie er in der modernen Hausheizungstechnik Verwendung findet, und der sich dadurch auszeichnet, dass er auch die in den Abgasen latent enthaltene Kondensationswärme nutzt und so - bezogen auf den üblicherweise verwendeten unteren Heizwert - einen Nutzungsgrad von über 100% (z. B. 109%) erreicht. Der Einsatz eines Brennwertkessels hat verschiedene Vorteile:

  • - Die Lösung ist kostengünstig, da standardisierte Komponenten aus Baureihen mit hoher Stückzahl verwendet werden können (z. B. aus der Gebäude- Heiztechnik).
  • - Die Lösung ist entkoppelt von der Bauart der Gasturbinenanlage und des Kombikraftwerkes und kann auch dort angewendet werden, wo keine Abwärme direkt nutzbar vorhanden ist oder bereits anderweitig genutzt wird (z. B. bei Kraft-Wärmekopplung).
  • - Die Lösung führt zu einer Wirkungsgradsteigerung der Gesamtanlage, da der Brennwert (Heizwert plus Kondensationswärme bzw. oberer Heizwert) des Brennstoffes in einer Gasturbine aufgrund der höheren Abgastemperatur direkt nicht genutzt werden kann. In der beschriebenen Lösung mit Brennwertkessel wird jedoch der Teil des Brennstoffes, der zur Vorwärmung verwendet wird, energetisch besser genutzt, da hier auch die Kondensationswärme des Wassers im Abgas zur Vorwärmung des übrigen Brennstoffes genutzt wird und damit der Gasturbine in Form fühlbarer Wärme zur Verfügung steht.

Eine erste bevorzugte Ausführungsform der Gasturbinenanlage nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Brennstoffe gleich sind. Hierdurch ergibt sich die Möglichkeit, auf einfache Weise für die Vorwärmung und den Betrieb der Gasturbine dieselbe Brennstoffversorgung einzusetzen. Die Brennstoffe können dabei entweder beide gasförmig oder flüssig sein.

Es ist aber gemäss einer zweiten bevorzugten Ausführungsform auch denkbar, dass die beiden Brennstoffe unterschiedlich sind, Wobei die beiden Brennstoffe entweder gasförmig oder flüssig sind, oder der eine der beiden Brennstoffe flüssig und der andere gasförmig ist.

Eine andere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die Turbine mit einer sequentiellen Verbrennung durch zwei mit Brennstoff betriebene Brennkammern ausgerüstet ist, und dass nur der Brennstoff für eine der beiden Brennkammern vorgewärmt wird.

Noch höher ist der Wirkungsgrad, wenn die Turbine mit einer sequentiellen Verbrennung durch zwei mit Brennstoff betriebene Brennkammern ausgerüstet ist, und der Brennstoff für beide Brennkammern vorgewärmt wird, wobei entweder für die Vorwärmung der beiden Brennstoffe derselbe Brennwertkessel verwendet oder zwei separate Brennwertkessel verwendet werden.

Eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Kombikraftwerks ist dadurch gekennzeichnet, dass für die Vorwärmung des dritten Brennstoffes ein separater Brennwertkessel verwendet wird.

Es ist aber auch denkbar, dass der erste und dritte Brennstoff gleich, insbesondere gasförmig, sind, und dass für die Vorwärmung der beiden Brennstoffe derselbe Brennwertkessel verwendet wird.

Weitere Ausführungsformen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.

KURZE ERLÄUTERUNG DER FIGUREN

Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen im Zusammenhang mit der Zeichnung näher erläutert werden. Es zeigen

Fig. 1 das Schema eines Kombikraftwerkes mit Brennstoffvorwärmung nach dem Stand der Technik;

Fig. 2 ein von der Anlage nach Fig. 1 ausgehendes erstes Ausführungsbeispiel eines Kombikraftwerkes nach der Erfindung mit Vorwärmung des Brennstoffes der Gasturbine in einem Brennwertkessel, der mit einem zweiten Brennstoff betrieben wird;

Fig. 3 ein von der Anlage nach Fig. 2 ausgehendes zweites Ausführungsbeispiel eines Kombikraftwerkes nach der Erfindung mit Vorwärmung des Brennstoffes der Gasturbine in einem Brennwertkessel, der mit demselben Brennstoff betrieben wird;

Fig. 4 ein von der Anlage nach Fig. 3 ausgehendes drittes Ausführungsbeispiel eines Kombikraftwerkes nach der Erfindung mit Vorwärmung eines Brennstoffes oder zweier Brennstoffe einer Gasturbine mit sequentieller Verbrennung in einem Brennwertkessel, der mit demselben Brennstoff betrieben wird;

Fig. 5 ein von der Anlage nach Fig. 4 ausgehendes viertes Ausführungsbeispiel eines Kombikraftwerkes nach der Erfindung mit Vorwärmung der Brennstoffe einer Gasturbine mit sequentieller Verbrennung in zwei separaten Brennwertkesseln;

Fig. 6 ein von der Anlage nach Fig. 2 ausgehendes fünftes Ausführungsbeispiel eines Kombikraftwerkes nach der Erfindung mit Vorwärmung des Brennstoffes der Gasturbine und einer Zusatzfeuerung im Abhitzekessel mittels eines Brennwertkessels; und

Fig. 7 ein von der Anlage nach Fig. 6 ausgehendes sechstes Ausführungsbeispiel eines Kombikraftwerkes nach der Erfindung mit Vorwärmung des Brennstoffes der Gasturbine und des Brennstoffes einer Zusatzfeuerung im Abhitzekessel mittels zweier Brennwertkessel.

WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG

In Fig. 2 ist ein erstes Ausführungsbeispiel eines Kombikraftwerkes nach der Erfindung mit Vorwärmung des Brennstoffes der Gasturbine in einem Brennwertkessel wiedergegeben. Die Darstellung geht dabei zur Verdeutlichung der Unterschiede von einer Anlage aus, wie sie in Fig. 1 als bekannt dargestellt ist. Gleiche Anlagenteile sind dabei auch mit gleichen Bezugszeichen versehen. Es versteht sich aber von selbst, dass die Erfindung nicht auf diese konkrete Anlagenform beschränkt ist, sondern auch in anderen Anlagen eingesetzt werden kann. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 2 wird für die Vorwärmung des Brennstoffes 19, der in der Brennstoffzuleitung 21 der Brennkammer 15 der Gasturbinenanlage 11 zugeführt wird, ein Brennwertkessel 43 eingesetzt, wie er aus der Technik der Gebäudeheizungen bekannt ist. Der Brennwertkessel 43 enthält einen Wärmetauscher 46, durch den der Brennstoff 19 strömt. Der Brennwertkessel 43 wird im allgemeinsten Fall mit einem zweiten Brennstoff 44 betrieben. Am Ausgang des Brennwertkessels 43 werden dabei Abgase 45 niedriger Temperatur abgegeben. In der Anlage nach Fig. 2 können die beiden Brennstoffe 19 und 44 unterschiedlich gewählt werden. Insbesondere kann es sich bei den beiden Brennstoffen 19 und 44 um unterschiedliche gasförmige oder unterschiedliche flüssige Brennstoffe handeln, die den jeweiligen Bedingungen optimal angepasst sind. Es ist aber auch denkbar, den einen Brennstoff 19 oder 44 flüssig und den anderen Brennstoff 44 oder 19 gasförmig zu wählen.

Besonders einfach wird die Brennstoffversorgung wenn gemäss Fig. 3 für beide Aufgaben (Brennkammer 15 und Brennwertkessel 43) derselbe Brennstoff verwendet wird. In diesem Fall kann der Brennstoff 44 für den Brennwertkessel 43 beispielsweise über ein Ventil 47 von der Leitung für den Brennstoff 19 abgezweigt werden, oder umgekehrt.

Weitere Varianten der Brennstoffvorwärmung ergeben sich, wenn - wie in Fig. 4 und 5 gezeigt - in der Gasturbinenanlage 11 eine sequentielle Verbrennung mit zwei Brennkammern 15 und 48 und zwei Turbinenteilen 171 und 172 eingesetzt wird. Die Vorwärmung kann dann nur für eine der Brennkammern 15, 48 oder für beide durchgeführt werden. Wird nur der Brennstoff 19 der ersten Brennkammer 15 vorgewärmt (Fig. 4 ohne den gestrichelten Teil der Brennstoffzuleitung 49), kann dies in der gleichen Weise geschehen, wie in Fig. 2 oder 3 wiedergegeben, d. h. mit unterschiedlichen oder gleichen flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen 19 und 44. Der Brennstoff 50 für die zweite Brennkammer 48 kann davon unabhängig gewählt werden, aber auch identisch mit den anderen Brennstoffen sein. Soll auch der Brennstoff 50 für die zweite Brennkammer 48 vorgewärmt werden, kann dies entweder im selben Brennwertkessel 43 mittels eines zweiten Wärmetauschers 52 geschehen (gestrichelt in Fig. 4), oder der Brennstoff 50 wird (bei Verwendung der selben Brennstoffe) hinter dem Brennwertkessel 43 von der Brennstoffzuleitung 21 abgezweigt (nicht in Fig. 4 dargestellt), oder es wird für den Brennstoff 50 - wie in Fig. 5 wiedergegeben - ein separater zweiter Brennwertkessel 53 mit entsprechendem Wärmetauscher 55, Brennstoff 52 und Abgas 54 verwendet.

Weitere Möglichkeiten der Wirkungsgradsteigerung ergeben sich, wenn - wie in Fig. 6 und 7 gezeigt - im Abhitzekessel 33 eine mit einem Brennstoff 58 betriebene Zusatzfeuerung 56 vorgesehen ist. Wenn der Brennstoff 58 derselbe ist wie der Brennstoff 19 für die Gasturbinenanlage 11, kann die Brennstoffzuleitung 59 der Zusatzfeuerung 56 von der Brennstoffzuleitung 21 hinter dem Brennwertkessel 43 abzweigen (Fig. 6). Mittels eines Ventils 57 lässt sich dann das Massenstromverhältnis der Brennstoffe 19 und 58 zueinander einstellen. Es ist aber auch denkbar, für die Erwärmung des Brennstoffes 58 einen zweiten Brennwertkessel 53 einzusetzen (Fig. 7), wie er bereits im Zusammenhang mit Fig. 5 beschrieben worden ist. Hierdurch ist ein Maximum an Flexibilität bei der Auswahl der Brennstoffe gewährleistet.

Insgesamt ergibt sich mit der Erfindung eine kostengünstige und variabel einsetzbare Möglichkeit, den Wirkungsgrad einer Gasturbinenanlage bzw. eines Kombikraftwerkes deutlich zu erhöhen. BEZUGSZEICHENLISTE 10 Kombikraftwerk

11 Gasturbinenanlage

12 Lufteinlass

13, 24 Generator

14 Kompressor

15 Brennkammer

16 Rotor

17 Turbine

171, 172 Turbinenteil

18 Heissgas

19 Brennstoff

20 Wärmetauscher

21 Brennstoffzuleitung

22, 23 Verbindungsrohr

25 Dampfturbine

26 Kondensator

27 Frischwasser

28 Kondensatpumpe

29 Speisewasserleitung

30 Entlüfter

31 Kesselspeisepumpe

32 Speisewasser

33 Abhitzekessel (HRSG)

34 Vorwärmer

35 Speisedruckwasser

36 Ventil

37 Trommel

38 Sattdampf

39 Verdampfer

40 Ueberhitzer

41 überhitzter Dampf

42, 45, 54 Abgas

43, 53 Brennwertkessel

44, 50, 52, 58 Brennstoff

46, 51, 55 Wärmetauscher (Brennwertkessel)

47, 57 Ventil

48 Brennkammer

49, 59 Brennstoffzuleitung

56 Zusatzfeuerung


Anspruch[de]
  1. 1. Gasturbinenanlage (11), umfassend eine Turbine (17) sowie eine Brennkammer (15), in welcher ein erster Brennstoff (19) unter Zufuhr von Verbrennungsluft verbrannt wird, und die entstehenden Verbrennungsgase zum Antrieb der Turbine (17) verwendet werden, wobei Mittel (20, 43) vorhanden sind, um den ersten Brennstoff (19) vor der Verbrennung in der Brennkammer (15) vorzuwärmen, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorwärmmittel einen Brennwertkessel (43) umfassen, welcher mit einem zweiten Brennstoff (44) betrieben wird.
  2. 2. Gasturbinenanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Brennstoffe (19, 44) gleich sind.
  3. 3. Gasturbinenanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Brennstoffe (19, 44) gasförmig sind.
  4. 4. Gasturbinenanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Brennstoffe (19, 44) flüssig sind.
  5. 5. Gasturbinenanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Brennstoffe (19, 44) unterschiedlich sind.
  6. 6. Gasturbinenanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Brennstoffe (19, 44) gasförmig sind.
  7. 7. Gasturbinenanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Brennstoffe (19, 44) flüssig sind.
  8. 8. Gasturbinenanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der eine der beiden Brennstoffe (19, 44) flüssig und der andere gasförmig ist.
  9. 9. Gasturbinenanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Turbine (17; 171, 172) mit einer sequentiellen Verbrennung durch zwei mit Brennstoff (19, 50) betriebene Brennkammern (15, 48) ausgerüstet ist, und dass nur der Brennstoff (19 bzw. 50) für eine der beiden Brennkammern (15, 48) vorgewärmt wird.
  10. 10. Gasturbinenanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Turbine (17; 171, 172) mit einer sequentiellen Verbrennung durch zwei mit Brennstoff (19, 50) betriebene Brennkammern (15, 48) ausgerüstet ist, und dass der Brennstoff (19, 50) für beide Brennkammern (15, 48) vorgewärmt wird.
  11. 11. Gasturbinenanlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass für die Vorwärmung der beiden Brennstoffe (19, 50) derselbe Brennwertkessel (43) verwendet wird.
  12. 12. Gasturbinenanlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass für die Vorwärmung der beiden Brennstoffe (19, 50) zwei separate Brennwertkessel (43, 53) verwendet werden.
  13. 13. Kombikraftwerk (10) mit einer Gasturbinenanlage (11) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, welches Kombikraftwerk (10) eine Dampfturbine (25) sowie einen Abhitzekessel (33) umfasst, durch welchen Abhitzekessel (33) die heissen Abgase der Gasturbinenanlage (11) zur Erzeugung von Dampf für die Dampfturbine (25) geleitet werden, dadurch gekennzeichnet, dass im Abhitzekessel (33) eine mit einem dritten Brennstoff (58) betriebene Zusatzfeuerung (56) vorgesehen ist, und dass der dritte Brennstoff mittels eines Brennwertkessels (43 bzw. 53) vorgewärmt wird.
  14. 14. Kombikraftwerk nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass für die Vorwärmung des dritten Brennstoffes (58) ein separater Brennwertkessel (53) verwendet wird.
  15. 15. Kombikraftwerk nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und dritte Brennstoff (19 bzw. 58) gleich, insbesondere gasförmig, sind, und dass für die Vorwärmung der beiden Brennstoffe (19, 58) derselbe Brennwertkessel (43) verwendet wird.






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