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Dokumentenidentifikation DE19936664A1 15.02.2001
Titel Vorrichtung zum Beschneiden von Hohlprofilen
Anmelder Wasserthal, Stella, 64850 Schaafheim, DE
Erfinder Wasserthal, Stefan, 64850 Schaafheim, DE
Vertreter PAe. MICHELIS & PREISSNER, 80802 München
DE-Anmeldedatum 04.08.1999
DE-Aktenzeichen 19936664
Offenlegungstag 15.02.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.02.2001
IPC-Hauptklasse B23D 21/00
IPC-Nebenklasse B23D 35/00   B23D 31/00   B26D 3/16   
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung (10) zum Beschneiden von Hohlprofilen (26), die eine Halteeinrichtung (22) für ein Hohlprofil (26) und einen gegenüber dem Hohlprofil (26) verfahrbaren Schneidstempel (20) zum Beschneiden des Hohlprofils (26) umfaßt. Zum Beschneiden von Hohlprofilen (26) unterschiedlicher Querschnitte mit größerer Geschwindigkeit ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß der Schneidstempel (20) entlang einer Bahn mit wenigstens einem Bogen (31; 32) verfahrbar ist.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Beschneiden von Hohlprofilen, die eine Halteeinrichtung für ein Hohlprofil und einen gegenüber dem Hohlprofil verfahrbaren Schneidstempel zum Beschneiden des Hohlprofils umfaßt. Sie betrifft weiter ein Verfahren zum Beschneiden von Hohlprofilen, wobei ein zu beschneidendes Hohlprofil in eine Halteeinrichtung eingespannt und ein Schneidstempel zum Beschneiden des Hohlprofils in dessen Innenraum eingeführt und verfahren wird.

Eine Vorrichtung und ein Verfahren der eingangs genannten Art sind aus der DE 197 09 033 A1 bekannt. Hierbei ist der Schneidstempel an einem Kreuzschieber befestigt, der in zwei zueinander senkrecht stehenden Richtungen beweglich ist. Der Kreuzschieber kann immer nur in eine dieser Richtungen verfahren werden. Zum Beschneiden eines Hohlprofils wird der Schneidstempel in den Innenraum des fixierten Hohlprofils eingeführt, danach in eine erste Richtung und anschließend in eine zweite Richtung senkrecht zur ersten Richtung verfahren. Nachteilig bei der bekannten Vorrichtung und dem bekannten Verfahren ist die eingeschränkte Beweglichkeit des Schneidstempels, der zum Beschneiden stets nur in eine einzige festgelegte Richtung verfahren werden kann. Die beim Beschneiden auftretenden Scherkräfte sollen stets nach außen wirken, um Deformationen des Hohlprofils zu vermeiden. Bei der bekannten Vorrichtung muß daher für das Beschneiden von Hohlprofilen unterschiedlicher Querschnitte jeweils ein eigener Schneidstempel angefertigt werden. Die bekannte Vorrichtung arbeitet weiter relativ langsam.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher, eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Beschneiden von Hohlprofilen bereitzustellen, die ein Beschneiden von Hohlprofilen unterschiedlicher Querschnitte mit größerer Geschwindigkeit ermöglichen.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß der Schneidstempel entlang einer Bahn mit wenigstens einem Bogen verfahrbar ist. Das erfindungsgemäße Verfahren sieht zur Lösung der Aufgabe vor, daß der Schneidstempel entlang einer Bahn verfahren wird, die der Schnittkontur des Hohlprofils angepaßt ist.

Erfindungsgemäß wird der Schneidstempel somit nicht in zwei von vornherein festgelegten, zueinander senkrecht stehenden Richtungen nacheinander verfahren. Es ist vielmehr möglich, den Schneidstempel entlang einer Bahn mit wenigstens einem Bogen zu verfahren und hierdurch eine Anpassung an die Schnittkontur des Hohlprofils zu erreichen. Durch diese Anpassung wird sichergestellt, daß die beim Beschneiden auftretenden Scherkräfte stets nach außen wirken. Es kann somit ein einziger Schneidstempel zum Beschneiden von Hohlprofilen mit unterschiedlicher Querschnitte verwendet werden. Die Anpassung an die Schnittkontur des Hohlprofils ermöglicht weiter ein schnelleres Beschneiden sowie geringere Scherkräfte.

Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den abhängigen Ansprüchen hervor.

Vorteilhaft ist der Schneidstempel an einem ersten Schlitten festgelegt, der verfahrbar in eine erste Richtung an einem zweiten Schlitten gelagert ist, wobei der zweite Schlitten gegenüber dem zu beschneidenden Hohlprofil in eine zweite Richtung verfahrbar ist. Durch die beiden in unterschiedliche Richtungen verfahrbaren Schlitten kann der Schneidstempel entlang beliebiger Bahnen verfahren werden. Hierdurch wird eine optimale Anpassung an eine ebene Schnittkontur des Hohlprofils erreicht.

In vorteilhafter Weiterbildung sind die beiden Schlitten zusammen mit dem Schneidstempel in eine dritte Richtung senkrecht zu der ersten und der zweiten Richtung verfahrbar. Durch dieses Verfahren in die dritte Richtung kann der Schneidstempel in den Innenraum des Hohlprofils eingeführt und in der dritten Richtung zum Beschneiden justiert werden. Es ist weiter eine Bewegung des Schneidstempels in alle drei Richtungen gleichzeitig möglich, so daß räumliche Schnittkonturen realisierbar sind.

Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung weist der Schneidstempel eine im wesentlichen tropfenförmige Grundform mit einem Dreieck und einem sich anschließenden Bogen auf. Hierdurch kann der Schneidstempel mit einer gekrümmten sowie geraden Schneidkanten evrsehen werden. In Abhängigkeit vom Querschnitt des Hohlprofils erfolgt ein beschneiden mit den Schneidkanten des Dreiecks oder der Schneidkante des Bogens.

Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung ist der Bogen als Kreisbogen ausgebildet. Ein derartiger Kreisbogen ist einfach herzustellen und mathematisch in einer Steuerung der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit geringem Aufwand nachzubilden. Hierdurch werden die Herstellung des Schneidstempels und die Berechnung der Bewegung des Schneidstempels beim Beschneiden vereinfacht.

Vorteilhaft verjüngt sich der Schneidstempel von seiner Unterseite zu seiner Oberseite und weist eine umlaufende Schrägfläche auf. Die umlaufende Schrägfläche drückt bereits abgeschnittene Bereiche des zu beschneidenden Hohlprofils aus dem Schnittbereich weg. Gleichzeitig wird der Schneidstempel auf die Schnittkontur des Hohlprofils gedrückt. Es ergibt sich ein sauberer Schnitt mit guter Oberflächenqualität.

In vorteilhafter Ausgestaltung ist der Schneidstempel am Rand seiner Unterseite mit einer umlaufenden Schneidkante versehen. Neben der Anpassung an unterschiedliche Querschnitte der zu beschneidenden Hohlprofile bewirkt die umlaufende Schneidkante eine durchgehend glatte Schnittfläche. Nachbearbeitungen der Schnittfläche werden auf ein Minimum reduziert oder können vollständig entfallen.

Nach einer vorteilhaften Weiterbildung ist das Dreieck an seiner Spitze mit einer Schneidkante versehen, die sich von der Unterseite zur Oberseite des Schneidstempel erstreckt. Zu Beginn des Beschneidens wird der Schneidstempel so verfahren, daß er das Hohlprofil nur an seiner Unterseite mit der Spitze des Dreiecks berührt. Es liegt dann eine Punktberührung zwischen dem Schneidstempel und dem Hohlprofil vor, so daß bei nur geringen Kräften auf den Schneidstempel ein hoher Druck auf das Hohlprofil erzeugt wird. Das Hohlprofil wird somit zunächst von der Schneidkante an der Spitze des Dreiecks aufgetrennt, und anschließend werden die abzuschneidenden Bereiche abgetrennt. Hierdurch werden die zum Beschneiden des Hohlprofils erforderlichen Schnittkräfte minimiert.

Vorteilhaft verläuft die erste Richtung parallel zu einer Längsachse des Schneidstempels durch die Spitze des Dreiecks. Zum Auftrennen des Hohlprofils muß daher nur der erste Schlitten verfahren werden. Der zweite Schlitten steht hierbei still, so daß die bewegte Masse minimiert wird. Erst im weiteren Verlauf des Beschneidens muß alternativ oder zusätzlich zu dem ersten Schlitten auch der zweite Schlitten bewegt werden.

Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung umfaßt die Halteeinrichtung für das Hohlprofil mindestens zwei zueinander verfahrbare Fixierplatten. Zum Fixieren werden die Fixierplatten voneinander entfernt, das zu beschneidende Hohlprofil eingelegt und die Fixierplatten wieder aufeinander zu verfahren. Hierdurch wird eine zuverlässige Halterung des zu beschneidenden Hohlprofils erreicht.

In vorteilhafter Weiterbildung sind die Fixierplatten mit auswechselbaren Scherplatten zum Umgreifen und Abstützen des Hohlprofils versehen. Die auswechselbaren Scherplatten ermöglichen eine Anpassung an zu beschneidende Hohlprofile mit unterschiedlichem Querschnitt. Sie können weiter bei Verschleiß getrennt von den Fixierplatten ausgetauscht werden, so daß die Wartungskosten der erfindungsgemäßen Vorrichtung gering sind.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist vorteilhaft vorgesehen, daß der Schneidstempel entlang mindestens eines Bogens verfahren wird. In vielen Fällen weist die Schnittkontur des Hohlprofils zumindest einen Bogen auf. Durch das Verfahren des Schneidstempels entlang eines Bogens wird eine Anpassung an die Schnittkontur erreicht.

In vorteilhafter Ausgestaltung wird der Schneidstempel entlang einer Raumkurve verfahren. Es können somit nicht nur ebene Schnittkonturen, sondern auch räumliche Schnittkonturen realisiert werden.

Nachstehend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher beschrieben, das in schematischer Weise in der Zeichnung dargestellt. Dabei zeigt:

Fig. 1 eine schematische Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung;

Fig. 2 eine Darstellung der Halteeinrichtung für das Hohlprofil;

Fig. 3 eine Draufsicht auf die Halteeinrichtung;

Fig. 4 eine schematische Darstellung der Bahn des Schneidstempels;

Fig. 5 eine Seitenansicht des Schneidstempels mit einem Halter zur Befestigung an dem ersten Schlitten;

Fig. 6 eine Draufsicht auf Fig. 5;

Fig. 7 eine vergrößerte Seitenansicht des Schneidstempels; und

Fig. 8 eine Draufsicht auf Fig. 7.

Fig. 1 zeigt eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 10. Die Vorrichtung 10 umfaßt einen Rahmen 11, in dem ein Vertikalschlitten 12 in Pfeilrichtung Z verschieblich an Stangen 19 geführt ist. An dem Vertikalschlitten 12 sind zwei Horizontalschlitten 13, 14 angebracht. Der erste Horizontalschlitten 14 ist in Pfeilrichtung X an dem zweiten Horizontalschlitten 13 geführt und verfahrbar. Der zweite Horizontalschlitten 13 ist an dem Vertikalschlitten 12 geführt und senkrecht zur Zeichenebene in Richtung Y verfahrbar. Zur Führung dienen jeweils Führungsschienen 15 und Gleitschuhe 16.

An dem ersten Schlitten 14 ist ein Schneidstempel 20 über einen Halter 21 starr befestigt. Auf Grund der Verfahrbarkeit der Schlitten 12, 13, 14 in die drei Raumrichtungen X, Y, Z ist der Schneidstempel 12 entlang einer ebenen Bahn mit wenigstens einem Bogen sowie entlang einer Raumkurve verfahrbar.

Die Vorrichtung 10 umfaßt weiter eine Halteeinrichtung 22 für ein zu beschneidendes Hohlprofil 26. Die Halteeinrichtung 22 umfaßt zwei Fixierplatten 23, 24 sowie eine Auflage 25.

In Fig. 2 und 3 sind Einzelheiten der Halteeinrichtung 22 näher dargestellt. Die Fixierplatten 23, 24 sind mit Scherplatten 27, 28 versehen, die mittels schematisch dargestellter Schrauben 39 an den Fixierplatten 23, 24 befestigt sind. Die Scherplatten 27, 28 definieren eine Scherebene 37.

Zur Aufnahme des Hohlprofils 26 weisen die Fixierplatten 23, 24 eine Aussparung 51 auf. Auch die Scherplatten 27, 28 sind mit einer entsprechenden Aussparung 52 versehen. Die Aussparung 52 der Scherplatten 27, 28 ist an den Querschnitt des zu beschneidenden Hohlprofils 26 angepaßt. Zur Anpassung an unterschiedliche Querschnitte ist ein Auswechseln der Scherplatten 27, 28 ausreichend. Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 können somit durch Auswechseln der Scherplatten 27, 28 sämtliche Hohlprofile 26 beschnitten werden, deren Querschnitt von der Aussparung 51 der Fixierplatten 23, 24 aufgenommen werden kann.

Die Fixierplatte 23 ist gegenüber der Fixierplatte 24 in Pfeilrichtung 18 verfahrbar. Zum Einsetzen eines Hohlprofils 26 wird die Fixierplatte 23 von der Fixierplatte 24 entfernt. Das Hohlprofil 26 wird anschließend mit einem Ende auf die Auflage 25 aufgelegt. Das gegenüberliegende Ende wird in die Aussparung 51 der Fixierplatte 24 eingesetzt. Anschließend wird die Fixierplatte 23 wieder an die Fixierplatte 24 verfahren, und das Hohlprofil 26 wird sicher zwischen den Scherplatten 27, 28 aufgenommen.

Fig. 4 zeigt eine schematische Darstellung der Bahn des Schneidstempels 20 beim Beschneiden des Hohlprofils 26. Zunächst wird der Schneidstempel durch ein passendes Verfahren der Schlitten 12, 13, 14 in Richtung X, Y, Z in den Innenraum des Hohlprofils 26 eingeführt. Anschließend wird der Schlitten 14 in Richtung X verfahren, wie in Fig. 4 mit dem Pfeil 30 dargestellt. Das Hohlprofil 26 wird hierbei von dem Schneidstempel 20 an einer ersten Stelle aufgetrennt. Danach wird der Schneidstempel 20 entlang der Bogen 31, 32 verfahren. Diese Bogen 31, 32 sind an den Querschnitt und die Schnittkontur des Hohlprofils 26 angepaßt. Der Schneidstempel 20 wird hierbei derart verfahren, daß die beim Beschneiden des Hohlprofils 26 auftretenden Scherkräfte stets nach außen auf die Scherplatten 27, 28 wirken. Deformationen des Hohlprofils 26 beim Beschneiden werden zuverlässig vermieden.

Die Fig. 5 und 6 zeigen schematische Ansichten des in den Innenraum 33 des Hohlprofils 26 eingeführten Schneidstempels 20. Der Halter 21 ist mit einer Reihe von Ausnehmungen 35 zur Befestigung an dem Schlitten 14 versehen. Der Schneidstempel seinerseits ist über Schrauben 39 rasch auswechselbar an dem Halter 21 befestigt. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel verläuft die Längsachse 53 des Hohlprofils 26 winklig zu der von den Fixierplatten 27, 28 festgelegten Scherebene 37. Der Schneidstempel 20, der Halter 21 und die Halteeinrichtung 22 müssen daher derart aufeinander abgestimmt werden, daß die Kante 34 des Hohlprofils 26 noch unterhalb des Halters 21 liegt. Besondere Maßnahmen sind hierfür im Regelfall nicht erforderlich, da der abgetrennte Teil des Hohlprofils 26 Abfall ist und bereits aus wirtschaftlichen Gründen die Abfallmenge möglichst gering gehalten werden soll. In der Praxis wird daher die Kante 34 nur minimal oberhalb der Scherebene 37 liegen.

Für ein verbessertes Einführen in den Innenraum 33 des Hohlprofils 26 ist der Halter 21 mit einer Schrägfläche 36 versehen. Gegebenenfalls werden der Halter 21 und der Schnittstempel 20 durch ein gleichzeitiges Verfahren in Richtungen X, Z im wesentlichen parallel zur Längsachse 53 in das Hohlprofil 26 eingeführt. Alternativ kann auch ein stufenweises Einführen erfolgen, bei dem abwechselnd in Richtung X und in Richtung Z verfahren wird. Selbstverständlich ist der Schneidstempel 20 an das zu beschneidende Hohlprofil 26 angepaßt und kann, wie in Fig. 6 dargestellt, in dessen Innenraum 33 eingeführt werden.

Zum Beschneiden des Hohlprofils 26 wird der Schneidstempel 20 über die Schlitten 13, 14 entlang der Bahn 30, 31, 32 gemäß Fig. 4 verfahren. Es ergibt sich die in Fig. 6 dargestellte, ebene Schnittkontur 38.

Der Schneidstempel 20 kann ebenfalls durch eine Verschiebung des Vertikalschlittens 12 in Richtung Z entlang einer Raumkurve verfahren werden. Die Fixierplatten 27, 28 werden an diese Raumkurve angepaßt und weisen dann entsprechende Erhöhungen bzw. Rücksetzungen auf. Auf diese Weise können nicht nur ebene, sondern auch gewölbte Schnittkonturen erreicht werden.

Die Fig. 7 und 8 zeigen eine Seitenansicht sowie eine Draufsicht einer Ausgestaltung des Schneidstempels 20. Der Schneidstempel 20 weist eine im wesentlichen tropfenförmige Grundform mit einem Dreieck 41 und einem sich anschließenden Kreisbogen 40 auf. Er verjüngt sich von seiner Unterseite 42 zu seiner Oberseite 43 und weist eine umlaufende Schrägfläche 44 auf. Am Rand der Unterseite 42 ist eine umlaufende Schneidkante 45 vorgesehen. Das Dreieck 41 ist an seiner Spitze 48 mit einer Schneidkante 46 versehen, die sich von der Unterseite 42 bis zur Oberseite 43 erstreckt. Zur Befestigung des Schneidstempels 20 an dem Halter 21 dienen Ausnehmungen 35, in die die in Fig. 6 dargestellten Schrauben 39 eingesetzt werden können. Zum Ausrichten und Zentrieren weist der Schneidstempel 20 an seiner Oberseite 43 einen Ansatz 47 auf. Dieser Ansatz 47 wird beim Befestigen des Schneidstempel in eine nicht näher dargestellte, entsprechend geformte Ausnehmung an dem Halter 21 eingesetzt.

Der Schneidstempel 20 wird vorteilhaft derart an dem Halter 21 befestigt, daß seine Längsachse 49 parallel zu der ersten Richtung X verläuft.

Die Grundform des Schneidstempels 20 wird an das jeweils zu beschneidende Hohlprofil 26 angepaßt. Es kann insbesondere der Öffnungswinkel α des Dreiecks 41 verändert werden. Alternativ oder zusätzlich kann der Bogen 40 gegenüber dem Dreieck 41 entlang der Längsachse 49 verschoben werden. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel geht der Bogen 40 glatt ohne Knick in das Dreieck 41 über. Hierdurch wird eine glatte durchgehende Schrägfläche 44 erreicht.

Zum Beschneiden des Hohlprofils 26 wird der Schneidstempel 20 zunächst in Richtung X parallel zu seiner Längsachse 49 verfahren. Die Spitze 48 des Dreiecks 41 kommt in Punktberührung mit der Innenseite des Hohlprofils 26. Nach dem Eindringen der Spitze 48 wird das Hohlprofil 26 von der Schneidkante 46 aufgetrennt. Gleichzeitig erfolgt ein Aufspreizen über die Schrägfläche 44.

Nachdem das Hohlprofil 26 aufgetrennt worden ist wird der Schneidstempel 20 vorteilhaft noch weiter in dieselbe Richtung X verfahren, bis der Bogen 40 in Berührung mit dem Hohlprofil 26 kommt. Anschließend wird der Schneidstempel 20 gemäß dem Bogen 31 und danach gemäß dem Bogen 32 in Fig. 4 verfahren. Die abzuschneidenden Bereiche des Hohlprofils 26 werden sauber und mit einer glatten Schnittkontur 38 abgetrennt. Die beim Beschneiden auftretenden Querkräfte wirken hierbei stets nach außen zu den Scherplatten 27, 28, so daß Deformationen des Hohlprofils 26 beim Beschneiden ausgeschlossen sind.

Durch die Anpassung der Bewegung des Schneidstempels 20 an den Querschnitt des Hohlprofils 26 und die Schnittkontur 38 können Hohlprofile 26 unterschiedlicher Querschnitte beschnitten werden. Gleichzeitig werden die beim Beschneiden auftretenden Scherkräfte minimiert und das Beschneiden beschleunigt. Durch eine geeignete Bewegung des Schneidstempels 20 können entlang der Bogen 31, 32 praktisch konstante Scherkräfte erreicht werden. Es treten somit keine wechselnden Belastungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 auf.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Beschneiden von Hohlprofilen (26), die eine Halteeinrichtung (22) für ein Hohlprofil (26) und einen gegenüber dem Hohlprofil (26) verfahrbaren Schneidstempel (20) zum Beschneiden des Hohlprofils (26) umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß der Schneidstempel (20) entlang einer Bahn mit wenigstens einem Bogen (31; 32) verfahrbar ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schneidstempel (20) an einem ersten Schlitten (14) festgelegt ist, der verfahrbar in eine erste Richtung (X) an einem zweiten Schlitten (13) gelagert ist, wobei der zweite Schlitten (13) gegenüber dem zu beschneidenden Hohlprofil (26) in eine zweite Richtung (Y) verfahrbar ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schlitten (13, 14) zusammen mit dem Schneidstempel (20) in eine dritte Richtung (Z) senkrecht zu der ersten und der zweiten Richtung (X, Y) verfahrbar sind.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schneidstempel (20) eine im wesentlichen tropfenförmige Grundform mit einem Dreieck (41) und einem sich anschließenden Bogen (40) aufweist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Bogen (40) als Kreisbogen ausgebildet ist.
  6. 6. Vorrichtung nach einem Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Schneidstempel (20) von seiner Unterseite (42) zu seiner Oberseite (43) verjüngt und eine umlaufende Schrägfläche (44) aufweist.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Schneidstempel (20) am Rand seiner Unterseite (42) mit einer umlaufenden Schneidkante (45) versehen ist.
  8. 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Dreieck (41) an seiner Spitze (48) mit einer Schneidkante (46) versehen ist, die sich von der Unterseite (42) zur Oberseite (43) des Schneidstempel (20) erstreckt.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Richtung (X) parallel zu einer Längsachse (49) des Schneidstempels (20) durch die Spitze (48) des Dreiecks (41) verläuft.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteeinrichtung (22) für das Hohlprofil (26) mindestens zwei zueinander verfahrbare Fixierplatten (23, 24) umfaßt.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Fixierplatten (23, 24) mit auswechselbaren Scherplatten (27, 28) zum Umgreifen und Abstützen des Hohlprofils (26) versehen sind.
  12. 12. Verfahren zum Beschneiden von Hohlprofilen (26), wobei ein zu beschneidendes Hohlprofil (26) in eine Halteeinrichtung (22) eingespannt und ein Schneidstempel (20) zum Beschneiden des Hohlprofils (26) in dessen Innenraum (33) eingeführt und verfahren wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Schneidstempel (20) entlang einer Bahn (30, 31, 32) verfahren wird, die der Schnittkontur (38) des Hohlprofils (26) angepaßt ist.
  13. 13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Schneidstempel (20) entlang mindestens eines Bogens (31; 32) verfahren wird.
  14. 14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Schneidstempel (20) entlang einer Raumkurve verfahren wird.






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