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Dokumentenidentifikation DE19949010A1 15.02.2001
Titel Desorbierbares Sorptionsfilter, insbesondere für eine Heizungs- oder Klimaanlage eines Kraftfahrzeuges
Anmelder Behr GmbH & Co, 70469 Stuttgart, DE
Erfinder Angermann, Hans-H., Dr.rer.nat.Dr., 70190 Stuttgart, DE;
Burk, Roland, Dipl.-Phys., 70469 Stuttgart, DE;
Damsohn, Herbert, Dr.-Ing. Dr., 73773 Aichwald, DE;
Luz, Klaus, Dipl.-Ing., 71083 Herrenberg, DE;
Rinckleb, Tilo, 74177 Bad Friedrichshall, DE
DE-Anmeldedatum 11.10.1999
DE-Aktenzeichen 19949010
Offenlegungstag 15.02.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.02.2001
IPC-Hauptklasse B01D 53/04
IPC-Nebenklasse B01D 53/26   B01D 39/12   B01J 20/34   B60H 3/06   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein desorbierbares Sorptionsfilter, insbesondere für eine Heizungs- oder Klimaanlage eines Kraftfahrzeuges, mit einem metallischen Träger (12), der durch Stromfluß aufheizbar ist und mit einem an oder auf dem Träger (12) aufgebrachten Adsorber. Um ein verbessertes, direkt aufheizbares Sorptionsfilter bereitzustellen, das insbesondere eine kostengünstige Herstellung und eine gute elektrische Kontaktierung ermöglicht, wird vorgeschlagen, daß der Adsorber in Form von Adsorberteilstücken (20) vorliegt und die Adsorberteilstücke (20) in Falten (22) einer Plissierung des Trägers (12) angeordnet sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein desorbierbares Sorptionsfilter, insbesondere für eine Heizungs- oder Klimaanlage eines Kraftfahrzeuges gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zur Herstellung des Sorptionsfilters.

Eine Kraftfahrzeug-Klimaanlage dient heute unter anderem der Erhöhung des Komforts bezüglich Lufttemperatur, Luftfeuchte und Luftqualität. Neben den Funktionen Belüftung, Heizung und Kühlung des Fahrgastraumes ist die Befreiung der Luft von festen und gasförmigen Geruchs-, Reiz- und Schadstoffen sowie Luftfeuchtigkeit eine wichtige Aufgabe, die nicht nur den Komfort, sondern auch die Fahrsicherheit und Gesundheit der Insassen beeinflußt.

Für die Luftreinigung werden Partikelfilter für die festen Bestandteile und Sorptionsfilter, beispielsweise Aktivkohlefilter für die Abscheidung von unerwünschten Gasen eingesetzt.

Es sind mit Aktivkohle beladene Polyurethan-Schaumfilter bekannt, die als reine Verbrauchsfilter regelmäßig gewechselt werden müssen, um eine ausreichende Filterwirkung langfristig aufrechtzuerhalten. Sie müssen daher an einer leicht zugänglichen Stelle innerhalb der Klimaanlage angeordnet sein. Zudem genügen diese Filter nicht dem sich abzeichnenden Trend zu wartungsfreien Fahrzeugen und Ressourcenschonung. Die Überschreitung der Wartungsintervalle ist gesundheitlich bedenklich.

Deshalb wurden desorbierbare Filterkonzepte vorgeschlagen, mit denen prinzipiell die Filterstandzeit erheblich verlängert werden kann, so daß ein Lebenszeitfilter, also ein Filter, das über die Lebensdauer eines Kraftfahrzeuges nicht ausgetauscht werden muß, darstellbar ist. Hierzu muß die Filterstruktur in gewissen Zeitabständen zur Austreibung der adsorbierten Schadstoffe auf Temperaturen um ca. 200°C erhitzt werden. Dazu werden heute im wesentlichen drei Wege verfolgt, die alle jedoch unterschiedliche Nachteile besitzen.

Aus der DE 43 04 077 und der DE 195 12 844 sind Filter bekannt, die indirekt mittels Heißluft desorbiert werden können. Der zur Desorption benötigte Energieverbrauch durch die Erhitzung großer Luftmengen ist jedoch untragbar hoch. Außerdem findet durch die Heißluft eine große Verschleppung von Wärme statt, wodurch größere Anlagenbereiche temperaturbeständig ausgeführt werden müssen.

Weiter sind Aktivkohlefilter bekannt, bei denen die Aktivkohle direkt durch Stromfluß beheizt werden kann. Diese direkt aufheizbaren Aktivkohlegewebefilter sind heute sehr teuer und schwer zu konfektionieren. Außerdem ist die mechanische Stabilität im Betrieb gering. Dies kann zwar durch Aufbau eines Laminats bestehend aus Aktivkohlegewebe, Stützgewebe und/oder -vlies verbessert werden, jedoch erhöht dies die Kosten und den Durchströmungswiderstand. Zudem ist die dauerhaft gute elektrische Kontaktierung des Gewebes an metallische Stromzuführleitungen sehr problematisch. Ein weiterer Nachteil ist die relativ geringe Kohlemenge dünner Gewebe, die geringe Strömungsgeschwindigkeiten und relativ kurze Adsorptions-/Desorptionszyklen erfordern. Hohe Gaskonzentrationen können die geringe Kohlemenge u. U. zu schnell sättigen, wodurch die Filterleistung einbrechen kann. Dies wirkt sich, z. B. bei auftretenden geruchsintensiven Schadstoffspitzen, wie sie im Straßenverkehr häufig vorkommen, komfortmindernd aus.

Schließlich sind beispielsweise aus der DE 42 25 272 A1 und der DE 195 17 016 A1 Sorptionsfilter bekannt, bei denen ein Kohlegranulat mittels Spezialkleber auf elektrisch beheizbare Metallträgerstrukturen aufgebracht ist.

In der DE 42 25 272 A1 ist ein Adsorptionsfilter beschrieben, das aus einer zwei- oder dreidimensionalen Trägerstruktur und daran fixierten Adsorberkörnern besteht. Diese Trägerstruktur besteht aus einem elektrisch leitfähigen Material und wird durch Stromdurchfluß aufgeheizt. Auf diese Weise kann eine Desorption des Adsorbermaterials erfolgen. Die DE 195 17 016 A1 beschreibt eine Luftaufbereitungsanlage, insbesondere für einen Fahrzeuginnenraum, mit zumindest zwei Aktivkohlefiltereinheiten, von denen alternierend jeweils eine elektrisch beheizt wird und durch einen Abluftstrom die Schadstoffe fortgetragen werden. Gleichzeitig wird über die andere Filtereinheit der zu behandelnde Luftstrom geführt, der schließlich dem Fahrzeuginnenraum zugeleitet wird. Die Aktivkohlefiltereinheiten weisen metallische, luftumströmte Trägerkörper auf, die mit Aktivkohle beschichtet sind. Dabei sind die metallischen Trägerkörper als elektrische Heizwiderstände ausgebildet, so daß bei Stromdurchfluß eine ausreichende Erwärmung zur Desorption der Aktivkohle erzeugt wird.

Derartige Sorptionsfilter, deren Kohle mittels bestrombarer Metallträger aufheizbar ist, lassen sich zwar kostengünstiger herstellen und können einfacher in eine geometrisch stabile, plissierte Form gebracht werden, haben aber den Nachteil, daß die üblicherweise durch spezielle Beschichtungsverfahren aufgebrachte Granulatkohle bei den aufgebrachten geringen Kohlemengen eine zu geringe Adsorptionskinetik aufweisen und damit zu einem hohen Sofortdurchbruch führen. Grund hierfür sind die langen Diffusionswege der zu adsorbierenden Gase hin zu den im Innern der Granulatkörner liegenden Mikroporen und die großen Luftzwischenräume zwischen den einzelnen Aktivkohlepartikeln. Außerdem ist die Haftung der einzelnen Kohlepartikel auf den Trägern mittels eines Klebers bei hohen Desorptionstemperaturen um 200°C häufig unzureichend. Grundsätzlich ist der Einsatz eines Klebers auch deshalb problematisch, da entweder beim Beschichtungsvorgang oder beim Aufheizvorgang auf Temperaturen um ca. 200°C Fremdstoffe aus dem Kleber ausdampfen können und die Aktivkohle irreversibel kontaminieren können.

Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der Erfindung, ein verbessertes, direkt aufheizbares Sorptionsfilter bereitzustellen, das insbesondere eine kostengünstige Herstellung, eine gute elektrische Kontaktierung ermöglicht, eine gute Adsorptionskinetik aufweist, sowie das Potential besitzt, auf Klebesysteme ganz zu verzichten.

Diese Aufgabe wird gelöst durch ein gattungsgemäßes Sorptionsfilter mit den kennzeichnenden Merkmaien des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 17.

Das erfindungsgemäße Sorptionsfilter weist einen metallischen Träger, der durch Stromfluß aufheizbar ist und einen auf den Träger aufgebrachten Adsorber auf, wobei der Adsorber in einzelnen Adsorberteilstücken vorliegt und die Adsorberteilstücke in Falten einer Plissierung des Trägers angeordnet sind.

Einzelne Adsorberteilstücke, wie beispielsweise Streifen eines Adsorberfaserverbundes, beispielsweise eines Adsorbergewebes, -gestrickes oder eines Adsorbervlieses oder Faserbündel aus beispielsweise Aktivkohle, sind sehr kostengünstig herstellbar und bieten eine sehr große primäre Oberfläche mit kurzen Transportwegen für die Schadstoffe zu den sorptionsaktiven Mikroporen. Das schwierige elektrische Kontaktierproblem von Aktivkohle mittels elektrischer Leiter entfällt, da die Kontakte in einfacher Weise an den metallischen Träger anbringbar sind. Die Plissierung mit beliebiger Faltengeometrie stellt kein Problem dar. Die mechanische Stabilität des Filters im Betrieb ist gegeben. In den Falten der Plissierung können die Adsorberteilstücke in einfacher und damit kostengünstiger Weise sicher und dauerhaft auch ohne Verwendung eines Klebers gehalten werden.

Es kann eine relativ große Menge adsorptionsfähigen Materials, beispielsweise Aktivkohle, mit größerer primärer Oberfläche und kurzen Diffusionswegen untergebracht werden als in bekannten Filtern mit Granulatkohle, wodurch sehr geringe Durchbruchswerte erreichbar sind.

Durch die Herstellbarkeit größerer Mediendicken, beispielsweise durch eine gröbere Plissierung, können auch Adsorberteilstücke, z. B. Gewebestreifen, Vliesstreifen oder Dochte, aus dickeren Aktivkohlefasern verwendet werden, als dies bei bekannten Aktivkohlegeweben üblich ist.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Die Verwendung von Aktivkohlevlies als Adsorber, das leicht in Streifen konfektionierbar ist, erlaubt durch seinen moderaten Anschaffungspreis eine besonders kostengünstige Herstellung des erfindungsgemäßen Sorptionsfilters.

Vorteilhafterweise ist der metallische Träger ein Streckgitter. Streckgitter sind gängig und mit fast beliebigen Maschenparametern herstellbar. Der Einsatz von Streckgittern in desorbierbaren Filtern ist Gegenstand der älteren deutschen Patentanmeldung DE 198 05 011, auf die hiermit Bezug genomen wird und deren Inhalt, insbesondere bezüglich des Streckmetalls und seiner Ausgestaltungen, in der vorliegenden Beschreibung durch diese Bezugnahme enthalten sein soll.

Bevorzugt ist die Plissierung eine Mikroplissierung mit einer bevorzugten Plissierhöhe von etwa 2 mm bis 8 mm. Zusätzlich zur Mikroplissierung, die zur Einlagerung und Halterung der Adsorberteilstücke dient, kann eine Makroplissierung konventioneller Art vorgesehen sein, so daß die wirksame Filterfläche stark vergrößert ist.

Die Adsorberteilstücke können in die Falten geklebt oder vorzugsweise in den Falten mechanisch durch Verklemmung gehalten sein. Beim Einsatz eines Klemmverfahrens kommen keine fremden Stoffe zum Einsatz, die die Aktivkohle beim Beschichtungsprozess oder bei Desorptionsvorgängen irreversibel kontaminieren könnten. Ein Verklemmen der Adsorberteilstücke kann in einfacher Weise durch beispielsweise Planieren des Streckmetalls z. B. mittels Walzen erreicht werden, denn durch das Planieren können die Falten derart verformt werden, daß eine Verklemmung der Adsorberteilstücke erreicht werden kann. Zusätzlich oder alternativ können in dem Streckmetall Widerhaken eingebracht oder ausgebildet sein, die einen in eine Falte eingebrachten Adsorberteilstück halten können.

Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung im einzelnen erläutert.

In der Zeichnung zeigen:

Fig. 1 einen Teilquerschnitt eines erfindungsgemäßen Filters;

Fig. 2 ein metallischer Träger des erfindungsgemäßen Filters in vergrößerter Darstellung;

Fig. 3 einen Ausschnitt eines Querschnitts des Filters;

Fig. 4 und 5 Darstellungen wie Fig. 3 eines weiteren Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Filters zur Verdeutlichung eines erfindungsgemäßen Herstellverfahrens;

Fig. 6 und 7 Darstellungen wie Fig. 3 von weiteren Ausführungsformen.

Ein erfindungsgemäßes Filter 10, das insbesondere zum Filtern von Luft zum Einsatz in einer Heizungs- oder Klimaanlage eines Kraftfahrzeuges geeignet ist, weist einen metallischen Träger 12, der durch Stromfluß aufheizbar ist und einen auf den Träger 12 aufgebrachten Adsorber auf.

In Fig. 2 ist eine Ausführungsform des metallischen Trägers 12 dargestellt, wobei der Träger 12 aus einem Streckmetallgitter 14 besteht, das eine Vielzahl von maschenartigen Gitterstegen 16 umfasst, zwischen denen Öffnungen 18 ausgebildet sind. Dieses Streckmetallgitter 14 dient als Trägerstruktur für den Adsorber.

Der Adsorber, der vorzugsweise Aktivkohle aufweist und gegebenfalls vollständig aus Aktivkohle besteht, liegt erfindungsgemäss in Form von Adsorberteilstücken 20 vor. Die Adsorberteilstücke 20 können als Streifen eines Adsorbergewebes oder Adsorbervlieses ausgebildet sein, beispielsweise ein Aktivkohlegewebe oder Aktivkohlevlies. Die Adsorberteilstücke können durch Verkokung und Aktivierung von textilen Garnen, Schnüren, Dochten, Seilen oder anderen Faserbündeln z. B. aus Viskose oder anderem kohlenstoffhaltigem faserigem Grundmaterial hergestellt sein.

Die Adsorberteilstücke 20 sind in Falten 22 einer Plissierung des Trägers 12 angeordnet. Die Plissierung, in dessen Falten 22 die Adsorberteilstücke 20 gelagert sind, ist bevorzugt eine Mikroplissierung mit einer Plissierhöhe h, also einer Höhe h der Falten, von zwischen etwa 2 mm und etwa 8 mm. Das Streckmetallgitter 14 mit dieser Mikroplissierung und den darin gelagerten Adsorberteilstücken 20 stellt das eigentliche Filtermaterial dar.

Zusätzlich zur Mikroplissierung kann eine Makroplissierung eingebracht sein mit einer Plissierhöhe H, die ein Vielfaches, wenigstens etwa das Dreifache der Plissierhöhe h der Mikroplissierung beträgt, wie dies in Fig. 1 dargestellt ist.

Die Adsorberteilstücke 20 können in die Falten 22 mit einem polymerisierenden Kleber oder einem anorganischen Kleber, beispielsweise auf der Basis von Wasserglas, eingeklebt sein (Fig. 3).

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Adsorberteilstücke jedoch mechanisch in den Falten 22 gehalten. Dazu werden nach Einlegen der Adsorberteilstücke 20 in die Mikroplissierung, die Falten 22 derart verformt, dass die Adsorberteilstücke 20 in den Falten 22eingeklemmt gehalten sind. Dies sei anhand eines in den Fig. 4 und 5 gezeigten Ausführungsbeispiel im folgenden beispielhaft beschrieben.

Zur Herstellung des erfindungsgemäßen Filters 10 wird zunächst die Mikroplissierung in das Streckmetall 14 eingebracht. Die Falten 22 entstehen dabei durch Knicken des Streckmetallgitters 14 entlang Knicklinien 23, so daß sich die in der in Fig. 4 dargestellte Form ergibt, wobei jede Falte 22, in die ein Adsorberteilstück 20 einzulegen ist, seitliche Wände 24 und 26, sowie im Winkel zueinander angeordnete Bodenflächen 28 und 30 aufweist. Nach Einlegen der Adsorberteilstücke 20 in die Falten 22 der Mikroplissierung werden durch Druck auf die Falten 22 in Richtung der Pfeile 32 und 34, die Wände 24 und 26 sowie die Bodenflächen 28 und 30 derart verformt, dass die Adsorberteilstücke 20 in den Falten 22 eingeklemmt gehalten sind, wie in Fig. 5 dargestellt. Bevorzugt ist dabei die Falte 22 im Öffnungsbereich im Querschnitt kleiner als der Querschnitt in der Tiefe der Falte 22. Der Druck auf die Falten 22 kann beispielsweise durch Walzen mittels Kalanderwalzen aufgebracht werden. Nach Einbringung und Befestigung der Adsorberteilstücke 20, wird die Makroplissierung eingebracht. Das so hergestellte Filter lässt sich in einfacher Weise in einem Endlosband herstellen und auf eine gewünschte Grösse konfektionieren.

In einer weiteren Ausführungsform können die Adsorberteilstücke durch Widerhaken in den Falten gehalten sein, wobei die Widerhaken beispielsweise erhalten werden, indem einzelne Maschen des Streckmetallgitters beim Einbringen der Mikroplissierung gleichzeitig zu Widerhaken geschnitten und/oder umgeformt werden, so daß nach Einlegen und Eindrücken der Adsorberteilstücke in die Falten der Mikroplissierung die Adsorberteilstücke sicher gehalten sind und nicht mehr aus der Mikroplissierung herausgedrückt werden können. Auch eine Kombination von Kleben und/oder Verklemmen und/oder Verhaken zur Halterung der Adsorberteilstücke in der Mikroplissierung ist denkbar.

Eine weitere Ausführungsform ist in Fig. 6 dargestellt. Das Streckmetallgitter 14 wird hier mit grösserer Plissierbreite b und -höhe h plissiert, so dass breite Adsorberteilstücke 20, z. B. breite Aktivkohle-Gewebestreifen oder -Vliesstreifen, eingelegt werden können. Auch Mehrfachlagen der Streifen können Anwendung finden. Die feste Verankerung der Adsorberteilstücke 20 kann wieder durch Kleben und/oder Klemmen und/oder Verhaken erfolgen.

Je nach Luftdurchlässigkeit der Adsorberteilstücke kann auf eine zusätzliche Makroplissierung sogar verzichtet werden.

Bei einer in Fig. 7 dargestellten Ausführungsform ist die Plissierhöhe h sehr gross gewählt, so dass eine oder mehrere Adsorberteilstücke 20, die dann so gross sind, dass sie nicht als Streifen sondern besser als Matten bezeichnet werden könnten, in das so plissierte Streckmetallgitter 14 eingebracht werden können.

Die Ausführungsformen nach den Fig. 6 und 7 eignen sich besonders dann, wenn keine zusätzliche Vergrößerung der Anströmfläche durch eine weitere Plissierung benötigt wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Desorbierbares Sorptionsfilter, insbesondere für eine Heizungs- oder Klimaanlage eines Kraftfahrzeuges, mit einem metallischen Träger (12), der durch Stromfluß aufheizbar ist und mit einem an oder auf dem Träger (12) gelagerten organischem oder anorganischem Adsorber, dadurch gekennzeichnet, daß der Adsorber in einzelnen Adsorberteilstücken (20) in Falten (22) einer Plissierung des Trägers (12) angeordnet ist.
  2. 2. Sorptionsfilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Adsorberteilstücke als Streifen eines Adsorberfaserverbundes, beispielsweise Adsorbergewebe, -gestrick oder -vlies, ausgebildet sind.
  3. 3. Sorptionsfilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Adsorberteilstücke eine Dochtform aufweisen.
  4. 4. Sorptionsfilter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Adsorber Aktivkohle aufweist.
  5. 5. Sorptionsfilter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (12) ein Streckgitter (14) ist.
  6. 6. Sorptionsfilter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Plissierung eine Mikroplissierung ist.
  7. 7. Sorptionsfilter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Plissierhöhe (h) etwa zwischen 2 und 8 mm beträgt.
  8. 8. Sorptionsfilter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Adsorberteilstücke (20) in die Falten (22) geklebt sind.
  9. 9. Sorptionsfilter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß als Kleber ein polymerisierender oder anorganischer Kleber, beispielsweise auf der Basis von Wasserglas einsetzbar ist.
  10. 10. Sorptionsfilter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Adsorberteilstücke (20) in den Falten (22) mechanisch gehalten sind.
  11. 11. Sorptionsfilter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Adsorberteilstücke (20) in den Falten (22) eingeklemmt gehalten sind.
  12. 12. Sorptionsfilter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Adsorberteilstücke (20) in den Falten (22) mittels Verhaken gehalten sind.
  13. 13. Sorptionsfilter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in den Falten der Mikroplissierung des Trägers Widerhaken vorgesehen sind.
  14. 14. Sorptionsfilter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich zur Mikroplissierung, in dessen Falten (22) die Adsorberteilstücke (20) gehalten werden, eine Makroplissierung mit gröberen Falten vorgesehen ist.
  15. 15. Sorptionsfilter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Makroplissierung eine Plissierhöhe (H) aufweist, die wenigstens etwa dem Dreifachen der Plissierhöhe (h) der Mikroplissierung entspricht.
  16. 16. Sorptionsfilter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Träger Anschlußmöglichkeiten für Stromanschlußklemmen vorgesehen sind.
  17. 17. Verfahren zur Herstellung eines Sorptionsfilters nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
    1. - Herstellen der Adsorberteilstücke (20) durch beispielsweise Zuschneiden eines Adsorberfaserverbundes, Aktivkohle-Gewebes oder eines Aktivkohle enthaltenden Vlieses oder durch Verkokung und Aktivierung von textilen Garnen, Schnüren, Dochten, Seilen oder anderen Faserbündeln z. B. aus Viskose oder anderem kohlenstoffhaltigem faserigem Grundmaterial,
    2. - Mikroplissierung des Trägers (12, 14),
    3. - Einlegen der Adsorberteilstücke (20) in die Falten (22) der Mikroplissierung,
    4. - Befestigen der Adsorberteilstücke (20) in den Falten (22),
    5. - Einbringen der Makroplissierung.
  18. 18. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß zur Befestigung der Adsorberteilstücke (20) diese in die Falten (22) eingeklebt und/oder durch mechanisches Verpressen des Trägers (14) in den Falten (22) eingeklemmt werden.
  19. 19. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß das mechanisches Verpressen des Trägers mittels Walzen, beispielsweise durch Kalanderwalzen, erfolgt.






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