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Dokumentenidentifikation DE19949957C1 15.02.2001
Titel Luft-Schußwaffe
Anmelder Gehmann GmbH & Co. KG, 76133 Karlsruhe, DE
Erfinder Gehmann, Walter, 76133 Karlsruhe, DE
Vertreter Dimmerling, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 76185 Karlsruhe
DE-Anmeldedatum 16.10.1999
DE-Aktenzeichen 19949957
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 15.02.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.02.2001
IPC-Hauptklasse F41B 11/06
Zusammenfassung Eine Luft-Schußwaffe wie Luftgewehr oder Luftpistole, weist einen Lauf 1 und einen Druckluftbehälter 2 zur Aufnahme von Druckluft zum Antrieb des Geschosses auf. Die Schußwaffe ist dadurch gekennzeichnet, daß der Druckluftbehälter 2 den Lauf 1 zumindest teilweise umschließt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Luft-Schußwaffe wie Luftgewehr oder Luftpistole nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, mit einem Lauf und einem Druckluftbehälter zur Aufnahme von Druckluft zum Antrieb des Geschosses.

Derartige Luftdruckwaffen, welche überwiegend im sportlichen Bereich verwendet werden, erlauben eine große Anzahl von Schüssen, ohne daß zwischendurch ein Nachladen in Form von einer Luft-Kompression erfolgen muß. Der Schütze kann sich daher voll und ganz auf das Ziel beziehungsweise den Zielvorgang konzentrieren.

Die sich im Druckluftbehälter befindliche Druckluft wird über einen Druckminderer einem Auslaßventil zugeführt. Das Auslaßventil ist mit dem Abzug der Schußwaffe verbunden. Durch Betätigung des Abzugs gelangt die vom Druckminderer bereitgestellte Druckluft in den Raum hinter dem Geschoß, wodurch das Geschoß durch den Lauf der Schußwaffe aus der Schußwaffe getrieben wird.

Es ist bekannt, den Druckluftbehälter als zylinderförmiges Rohr auszubilden und so an der Schußwaffe anzuordnen, daß dessen Achse parallel zur Achse des Laufs der Schußwaffe verläuft. Der Druckluftbehälter ist regelmäßig unterhalb des Laufs auf dem Schaft befestigt. Da der Lauf somit nicht mehr direkt auf dem Schaft befestigt werden kann, muß eine besondere Vorrichtung zur Befestigung des Laufs vorgesehen werden. Dies ist zum einen recht aufwendig, und zum anderen in optischer Hinsicht nicht sehr vorteilhaft.

Aus der DE 32 08 798 C2 ist eine in Folge kompakter Bauweise handliche Luftdruckwaffe bekannt, welche eine um den Lauf konzentrisch angeordnete Kammer aufweist, in der Luft durch eine nach hinten schnellenden Federkolben komprimiert und über eine Verbindung zum Lauf nach außen gedrückt wird. Die in der Kammer komprimierte Luft dient jeweils der Abgabe eines einzigen Schusses. Der Druckschrift lassen sich keine Hinweise auf einen Vorratsbehälter entnehmen.

Es ist Aufgabe der Erfindung, eine eingangs genannte Luft-Schußwaffe derart auszubilden, daß sie kompakter ist und in optischer Hinsicht ein verbessertes Aussehen hat.

Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den Merkmalen des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Gemäß der Erfindung umschließt der Druckluftbehälter den Lauf zumindest teilweise. Das heißt, der Lauf verläuft zumindest teilweise durch den Druckluftbehälter. Hierdurch läßt sich die Anordnung aus Lauf und Druckluftbehälter kompakter ausbilden. Dadurch, daß sich der Lauf zumindest teilweise im Druckluftbehälter befindet, brauchen für ihn auch keine besonderen Vorrichtungen zur Befestigung mehr vorgesehen werden. Es braucht nur noch der Druckluftbehälter auf dem Schaft befestigt werden.

Die aus Druckluftbehälter und Lauf bestehende kompakte Einheit wirkt sich auch sehr günstig in optischer Hinsicht aus. Ist der Druckluftbehälter als zylindrisches Rohr ausgebildet, welches den Lauf konzentrisch umschließt, wie dies in einer besonderen Ausführungsform der Erfindung vorgesehen ist, weist die Schußwaffe im Bereich des Schaftes ein Rohr auf, welches auf dem Schaft befestigt ist. Dadurch, daß nicht mehr zwei übereinander angeordnete Rohre vorhanden sind, läßt sich die Schußwaffe auch sehr gut reinigen beziehungsweise sauber halten. Darüber hinaus ist die Handhabbarkeit der Schußwaffe verbessert.

Wenngleich es auch vorteilhaft ist, den Druckluftbehälter als zylindrisches Rohr auszubilden, welches den Lauf konzentrisch umschließt, so sind auch andere Ausführungsarten möglich. So könnte der Druckluftbehälter beispielsweise einen wabenförmigen Querschnitt haben, oder der Lauf exzentrisch, beispielsweise in dem dem Schaft abgewandten Bereich des Druckluftbehälters angeordnet sein.

Der Druckluftbehälter kann auch eine abgestufte Form haben. So kann der Druckluftbehälter beispielsweise auch einen sich nach vorne über den Vorderschaft hinaus erstreckenden im Durchmesser verringerten Bereich haben. Hierdurch kann das Volumen des Druckluftbehälters deutlich vergrößert werden, so daß mit beispielsweise einem auf 200 bar verringerten Druck 1000 Schuß möglich sind, statt der bisher üblichen 200 bis 300 Schuß bei einem Druck von 300 bar. Des weiteren ist es mit einem im Volumen vergrößerten Druckluftbehälter möglich, einen Lauf für Kaliber 5, 6 Millimeter zu verwenden, wodurch Schußweiten bis 50 Meter möglich sind.

Als besonders vorteilhaft hat sich auch eine Ausführungsform der Erfindung herausgestellt, bei der der Druckluftbehälter einen ringförmigen Querschnitt hat und lösbar mit dem Lauf verbunden ist. Durch den ringförmigen Querschnitt kann der Druckluftbehälter als vom Lauf unabhängiger separater Behälter ausgebildet sein. Der Innendurchmesser des ringförmigen Querschnitts entspricht dabei zweckmäßig dem Außendurchmesser des Laufs. Hierdurch läßt sich der Behälter durch Aufschieben auf den Lauf auf einfache Weise mit dem Lauf verbinden.

Es ist jedoch auch möglich, den Druckluftbehälter einstückig mit dem Lauf auszubilden. Hierdurch erübrigt sich der innere Zylinder des Behälters, da dieser durch den Lauf gebildet wird. Der Behälter besteht im wesentlichen aus einer Wandung, welche den Lauf rohrförmig umschließt, und zwei Stirnwänden, welche jeweils luftdicht mit der Wandung und dem Lauf verbunden sind.

Bei einer weiteren besonderen Ausführungsform der Erfindung weist der Druckluftbehälter einen separaten Luftanschluß auf. Hierdurch läßt sich der Druckluftbehälter auf einfache Weise mit Druckluft versorgen.

Als besonders vorteilhaft hat sich herausgestellt, den Luftanschluß als Anschluß für einen Hochdruckschlauch auszubilden. Hierdurch läßt sich der Druckluftbehälter auf einfache Weise beispielsweise mit einer Luftpumpe mit Druckluft versorgen. Der Hochdruckschlauch der Luftpumpe braucht lediglich mit dem Luftanschluß verbunden zu werden, woraufhin der Druckluftbehälter dann mittels der Luftpumpe mit Druckluft versorgt werden kann.

Bei einer weiteren besonderen Ausführungsform ist ein Manometer vorgesehen, welches an der parallel zum Lauf der Schußwaffe verlaufenden Wandung angeordnet ist. Durch diese besondere Anordnung des Manometers läßt sich das Manometer ablesen, ohne daß vom Lauf eine Gefährdung ausgeht.

Besonders vorteilhaft ist auch einen Ausführungsform der Erfindung, bei der sich der Druckluftbehälter bis zum Ende des Vorderschaftes erstreckt. Hierdurch wird erreicht, daß das Volumen des Behälters sehr groß ist, ohne daß sich dies in optischer Hinsicht negativ auswirkt.

Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines besonderen Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung.

Es zeigt die einzige Figur eine erfindungsgemäß ausgebildete Schußwaffe in schematischer Darstellung.

Wie der Figur entnommen werden kann, ist der Lauf 1 einer Luft-Schußwaffe konzentrisch innerhalb eines zylinderförmigen Druckluftbehälters 2, 2a angeordnet. Der Druckluftbehälter 2, 2a weist einen im Durchmesser verringerten Bereich 2a auf. Der Druckluftbehälter 2 ist auf einem Schaft 3 der Schußwaffe befestigt und geringfügig in den Schaft 3 eingelassen. Der nicht verringerte Durchmesser des Druckluftbehälters 2 beträgt 60 Millimeter, der verringerte Durchmesser 30 Millimeter. Durch den im Durchmesser verringerten Bereich 2a des Druckluftbehälters erstreckt sich ein Rohr 1a, durch welche das Geschoß nach Verlassen des Laufs 1 hindurchtritt.

Ohne den im Durchmesser verringerten Bereich 2a sind die Stirnseiten des Druckluftbehälters 2 derart mit dem Lauf 1 der Schußwaffe verbunden, daß sie bei einem im Druckluftbehälter 2 vorherrschenden Druck von bis zu 300 bar noch luftdicht sind. Weist der Druckluftbehälter 2 den im Durchmesser verringerten Bereich 2a auf, so ist die vordere Stirnseite entsprechend Luftdicht mit dem Rohr 1a verbunden, welches die Verlängerung des Laufs 1 darstellt und sich durch den im Durchmesser verringerten Bereich 2a des Druckluftbehälters erstreckt. Der Druckluftbehälter 2 weist in seinem vorderen Bereich einen Luftanschluß 2a auf, welcher als Anschluß für einen Hochdruckschlauch ausgebildet ist. Des weiteren weist der Druckluftbehälter 2 an seiner parallel zur Achse des Laufs 1 verlaufenden Wandung ein Manometer 8 auf.

An seinem der Laufmündung abgewandten Ende weist der Druckluftbehälter 2 eine erste Druckleitung 5' auf, mittels welcher ein Druckminderer 5 mit dem Druckluftbehälter 2 verbunden ist. Mittels einer zweiten Druckleitung 5" ist der Druckminderer 5 mit einem Auslaßventil 4 verbunden. Mittels des Auslaßventils 4 wird die vom Druckminderer 5 bereitgestellte Druckluft mit etwa 60 bis 80 bar in dem Bereich hinter das Geschoß geführt. Hierdurch wird das Geschoß durch den Lauf 1 aus der Schußwaffe getrieben.

Zum Austreiben des Geschosses aus der Schußwaffe ist das Auslaßventil 4 über eine Verbindung 4' mit dem Abzug 6 der Schußwaffe verbunden 9. Wird der Abzug 6 betätigt, wird das Auslaßventil 4 geöffnet, wodurch die vom Druckminderer bereitgestellte Menge Druckluft hinter das Geschoß gelangt und dieses durch den Lauf 1 aus der Schußwaffe treibt.

Die Schußwaffe weist des weiteren einen Dioptersockel 7 auf, auf dem ein Diopter anordenbar ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Luft-Schußwaffe wie Luftgewehr oder Luftpistole, mit einem Lauf (1) und einem Druckluftbehälter (2) zur Aufnahme von Druckluft zum Antrieb des Geschosses, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckluftbehälter (2) den Lauf (1) zumindest teilweise umschließt.
  2. 2. Luft-Schußwaffe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckluftbehälter (2) als zylindrisches Rohr ausgebildet ist, welches den Lauf (1) konzentrisch umschließt.
  3. 3. Luft-Schußwaffe nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckluftbehälter (2) einen ringförmigen Querschnitt hat und lösbar mit dem Lauf (1) verbunden ist.
  4. 4. Luft-Schußwaffe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckluftbehälter (2) einen Luftanschluß (2a) aufweist.
  5. 5. Luft-Schußwaffe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftanschluß (2a) als Anschluß für einen Hochdruckschlauch ausgebildet ist.
  6. 6. Luft-Schußwaffe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckluftbehälter (2) sich bis zum Ende des Vorderschaftes (3) erstreckt.






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