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Lichtdurchlässige thermoplastische Elastomere - Dokument DE69517719T2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69517719T2 15.02.2001
EP-Veröffentlichungsnummer 0670350
Titel Lichtdurchlässige thermoplastische Elastomere
Anmelder Advanced Elastomer Systems, L.P., Akron, Ohio, US
Erfinder Ellul, Maria Dolores, Silver Lake Village, Ohio 44224, US;
Hazelton, Donald Ross, Hudson, Ohio 44236, US
Vertreter Patentanwälte von Kreisler, Selting, Werner et col., 50667 Köln
DE-Aktenzeichen 69517719
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 02.03.1995
EP-Aktenzeichen 951029388
EP-Offenlegungsdatum 06.09.1995
EP date of grant 05.07.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.02.2001
IPC-Hauptklasse C08L 23/12
IPC-Nebenklasse C08L 23/16   

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung Gebiet der Erfindung

Diese Erfindung bezieht sich auf thermoplastische Elastomere, die optisch durchscheinend sind. Ein thermoplastisches Elastomer ist allgemein als Polymer oder Polymergemisch definiert, das genauso wie ein herkömmliches thermoplastisches Material verarbeitet und recycelt werden kann, aber ähnliche Eigenschaften und ein ähnliches Verhalten aufweist wie vulkanisierter Kautschuk bei Anwendungstemperaturen. Blends oder Legierungen von Plasten und elastomerem Kautschuk sind bei der Herstellung von hochleistungsfähigen thermoplastischen Elastomeren immer wichtiger geworden, insbesondere zum Ersatz von duroplastischem Kautschuk bei verschiedenen Anwendungen.

Stand der Technik

Polymergemische, die eine Kombination von thermoplastischen und elastischen Eigenschaften aufweisen, erhält man im allgemeinen, indem man ein thermoplastisches Polyolefin so mit einer elastomeren Zusammensetzung kombiniert, dass das Elastomer als diskrete teilchenförmige Phase innig und gleichmäßig innerhalb einer kontinuierlichen Phase aus dem thermoplastischen Kunststoff verteilt ist. Frühe Arbeiten mit vulkanisierten Zusammensetzungen findet man in US-A-3,037,954, das statische Vulkanisation sowie die Technik der dynamischen Vulkanisation offenbart, wobei ein vulkanisierbares Elastomer in einem harzartigen thermoplastischen Polymer verteilt wird und das Elastomer gehärtet wird, während man das Polymergemisch ständig mischt und Scherkräften aussetzt. Die resultierende Zusammensetzung ist eine Mikrogeldispersion aus einem gehärteten Elastomer, wie Butylkautschuk, chloriertem Butylkautschuk, Polybutadien oder Polyisobuten, in einer ungehärteten Matrix aus thermoplastischem Polymer, wie Polypropylen.

In US-A-32,028 (Neuausgabe von US-A-3,806,558) sind Polymergemische beschrieben, die ein thermoplastisches Olefinharz und einen Olefincopolymer-Kautschuk umfassen, wobei der Kautschuk bis zu einem Zustand der partiellen Härtung dynamisch vulkanisiert ist. Die resultierenden Zusammensetzungen lassen sich wieder in das Verfahren zurückführen. US-A- 4,130,534 und 4,130,535 offenbaren weiterhin thermoplastische Elastomerzusammensetzungen, die Butylkautschuk und Polyolefinharz bzw. Olefinkautschuk und Polyolefinharz umfassen. Die Zusammensetzungen werden durch dynamische Vulkanisation hergestellt, und die Kautschukkomponente ist in einem solchen Ausmaß gehärtet, dass sie in herkömmlichen Lösungsmitteln im wesentlichen unlöslich ist. Diese Produkte sind gewöhnlich undurchsichtig, selbst wenn die einzelnen Komponenten eine hohe Klarheit aufweisen oder die Zusammensetzungen keine Füllstoffe enthalten. Diese Undurchsichtigkeit wird der Anwesenheit eines Zweiphasensystems, dessen Domänen größer sind als die Wellenlänge von Licht, sowie der inhärenten Farbe der Zusammensetzungen zugeschrieben.

Flexible duroplastische Elastomere von guter optischer Klarheit wurden aus EPDM-Kautschuk hergestellt, der mit sehr feinem Quarzstaub und einem Silan-Kupplungsmittel gemischt wird (US-A-4,603,158). In jüngerer Zeit wurden Polysiloxane mit Substituentengruppen wie Methyloctyl mit Styrol-Ethylen-Butylen-Styrol-(SEBS)-Blockcopolymer gemischt, was thermoplastische Elastomere mit guten optischen Eigenschaften ergab (US-A-4,613,640). Außerdem wurden schlagzäh gemachte Polypropylenblends, die Ethylen-Propylen-Copolymere und Polyethylen geringer Dichte enthalten und gute optische Eigenschaften aufweisen, in US-A-4,087,485 und 4,113,806 beschrieben. Im Unterschied zu thermoplastischen Elastomeren haben solche schlagzäh gemachten Polymere eine schlechte Beständigkeit gegenüber bleibender Druckverformung.

EP-A-0 618 259, das gemäß Artikel 54(3)/(4) EPÜ zum Stand der Technik gehört, offenbart in den Beispielen 1-3 und 5 ein partiell vulkanisiertes Blend, das syndiotaktisches PP und die EPDM-Typen "EP57P" und "EP07P" (Handelsbezeichnung der Japan Synthetic Rubber) umfasst, die 28 Gew.-% bzw. 27 Gew.-% Propylen enthalten. Das Gemisch wird bei einer Temperatur von 190ºC in Gegenwart von Peroxiden dynamisch vernetzt.

US-A-4,087,485 bezieht sich auf Zusammensetzungen mit verbesserten optischen und mechanischen Eigenschaften, die 70 bis 95 Gew.-% isotaktisches PP und 2 bis 22% elastomeres Ethylen-Propylen-Copolymer (EPR) mit einem kombinierten Ethylengehalt von wenigstens 50% umfassen, das in Gegenwart von Peroxiden bei Temperaturen von 187,8ºC (370ºF) wenigstens partiell dynamisch gehärtet wird.

EP-A-0 499 216 bezieht sich auf transparente Formteile, die 30% bis 99% syndiotaktisches Polypropylen und ein ungehärtetes Ethylen-Propylen-Copolymer umfassen.

Kurzbeschreibung der Erfindung

Im einzelnen bezieht sich die vorliegende Erfindung auf eine optisch durchscheinende Zusammensetzung, umfassend:

a) thermoplastisches syndiotaktisches Polypropylen-Homopolymer; und

b) elastomeres Ethylen-α-Olefin-Polymer mit einem Ethylengehalt von wenigstens 74 Gew.-%;

wobei das elastomere Polymer voll ausgehärtet ist.

Die vorliegende Erfindung beruht auf dem Ergebnis, dass eine thermoplastische Elastomerzusammensetzung, die die Eigenschaft des optischen Durchscheinens aufweist, bereitgestellt wird, indem man syndiotaktisches Polypropylen-Homopolymer in Kombination mit der Olefinkautschukkomponente in olefinische thermoplastische Elastomere einbaut. Die Kautschukkomponente der Zusammensetzung liegt gewöhnlich in Form von mikrometergroßen Teilchen in der thermoplastischen Matrix vor und ist voll ausgehärtet. Unerwarteterweise ergibt der Einschluss von syndiotaktischem Polypropylen-Homopolymer in die Zusammensetzung ein thermoplastisches Elastomer, das einen erheblich reduzierten Gardner- Trübungswert aufweist, während die wünschenswerten Eigenschaften der niedrigen bleibenden Druckverformung und der thermischen Stabilität aufrechterhalten werden. Die Zusammensetzungen eignen sich für formgepresste mechanische Gummiwaren, wie Gesichtsmasken und Dichtungen, sowie für extrudierte Artikel, wie Schläuche und Flüssigkeitsabgabebeutel für medizinische und andere Anwendungen.

Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen Polypropylen

Das in den Zusammensetzungen der Erfindung verwendete Polypropylen ist ein kristallines Material syndiotaktischer Struktur. Die Stereochemie von syndiotaktischem Polypropylen wird allgemein als eine Struktur beschrieben, bei der das Polymer hauptsächlich Einheiten mit genau alternierender Konfiguration enthält, im Gegensatz zu den Repetiereinheiten mit identischer Konfiguration in isotaktischem Polypropylen oder der statistischen Konfiguration von ataktischem Polypropylen. Syndiotaktisches Polypropylen-Homopolymer hat eine Dichte im Bereich von 0,89- 0,91 g/cm³ und einen Schmelzpunkt im Bereich von 135-140ºC. Es kann nach mehreren bekannten Verfahren hergestellt werden; dazu gehört auch die Verwendung ionischer Katalysatoren, wie des Reaktionsprodukts von Metallocen und einer Aktivatorverbindung, wie es in EP-A-0 548 274 beschrieben ist. Das syndiotaktische Polypropylen kann kleinere Mengen isotaktisches oder statistisches Polypropylen enthalten.

Die Menge des Polypropylens, die geeignete durchscheinende Zusammensetzungen ergibt, beträgt im allgemeinen 10 bis 90 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des Kautschuks und des Polypropylens. Vorzugsweise liegt der Polypropylengehalt der Zusammensetzung im Bereich von 25 bis 90 Gew.-%, mit einem am meisten bevorzugten Bereich von 60 bis 90 Gew.-%.

Olefinischer Kautschuk

Geeignete olefinische Copolymerkautschuke umfassen unpolare, im wesentlichen nichtkristalline, kautschukartige Copolymere von zwei oder mehr α-Olefinen, die vorzugsweise mit wenigstens einem Polyen, gewöhnlich einem Dien, copolymerisiert sind. Gesättigter Olefin-Copolymer- Kautschuk, zum Beispiel Ethylen-Propylen-Copolymer-Kautschuk (EPM), kann verwendet werden. Ungesättigter Olefinkautschuk, wie EPDM- Kautschuk, ist jedoch besser geeignet. EPDM ist ein Terpolymer aus Ethylen, Propylen und einem nichtkonjugierten Dien. Zu den befriedigenden nichtkonjugierten Dienen gehören 5-Ethyliden-2-norbornen (ENB), 1,4- Hexadien, 5-Methylen-2-norbornen (MNB), 1,6-Octadien, 5-Methyl-1,4- hexadien, 3,7-Dimethyl-1,6-octadien, 1,3-Cyclopentadien, 1,4-Cyclohexadien, Dicyclopentadien (DCPD) und dergleichen. Anstelle eines einzelnen olefinischen Kautschuks können auch Gemische der obigen olefinischen Kautschuke eingesetzt werden.

Bei der Herstellung der Zusammensetzungen der Erfindung liegt die Menge des olefinischen Kautschuks im allgemeinen im Bereich von 90 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des Kautschuks und des Polypropylens. Vorzugsweise liegt der Gehalt des olefinischen Kautschuks im Bereich von 74 bis 10 Gew.-%, mit einem am meisten bevorzugten Bereich von 40 bis 10 Gew.-%.

Außerdem beträgt der Gehalt des olefinischen Kautschuks an Ethylen (C&sub2;) vorzugsweise 45 Gew.-% oder darüber. Wenn der C&sub2;-Gehalt der Kautschukkomponente geringer ist, werden die erwünschten durchscheinenden Eigenschaften der Zusammensetzungen stark reduziert. Bei einem C&sub2;-Gehalt von wenigstens 74 Gew.-% scheint es einen Synergismus zwischen dem syndiotaktischen Polypropylen und dem olefinischen Kautschuk zu geben, was zu einer erheblichen Verbesserung des Durchscheinens des thermoplastischen Elastomerprodukts führt.

Härtungsmittel

Der Fachmann kennt die geeigneten Mengen, Typen von Härtungssystemen und Vulkanisationsbedingungen, die für die Durchführung der Vulkanisation des Kautschuks erforderlich sind. Der Kautschuk kann unter Verwendung verschiedener Mengen an Härter, verschiedener Temperaturen und verschiedener Härtungszeiten vulkanisiert werden, um die gewünschte optimale Vernetzung zu erhalten. Jedes bekannte Härtungssystem für den Kautschuk kann verwendet werden, solange es unter den Vulkanisa tionsbedingungen für den speziellen olefinischen Kautschuk oder die spezielle Kombination von Kautschuken, die man verwendet, und für das Polyolefin geeignet ist. Zu diesen Vulkanisationsmitteln gehören Schwefel, Schwefeldonoren, Metalloxide, Harzsysteme, Systeme auf Peroxidbasis und dergleichen, sowohl mit als auch ohne Beschleuniger und Hilfsmittel. Peroxid-Vulkanisationsmittel werden für die Herstellung der durchscheinenden Zusammensetzungen der Erfindung bevorzugt, da sie keine Farbe einführen. Solche Härtungssysteme sind auf dem Gebiet der Vulkanisation von Elastomeren und in der entsprechenden Literatur wohlbekannt.

Verarbeitung

Die Olefinkautschukkomponente des thermoplastischen Elastomers liegt im allgemeinen in Form von Teilchen in Mikrometergröße oder darunter innerhalb einer kontinuierlichen Polyolefinmatrix vor. Alternativ dazu sind je nach den Mischbedingungen und Zusammensetzungen auch cokontinuierliche Phasenmorphologien oder ein Gemisch von diskreter und cokontinuierlicher Phasenmorphologie möglich. Der Kautschuk ist vollständig oder voll ausgehärtet. Die volle Aushärtung kann erreicht werden, indem man ein geeignetes Kautschuk-Vulkanisationsmittel zu dem Gemisch von Polyolefin und Kautschuk hinzufügt und den Kautschuk unter üblichen Vulkanisationsbedingungen bis zu dem gewünschten Grad vulkanisiert. Vorzugsweise wird der Kautschuk jedoch nach dem Verfahren der dynamischen Vulkanisation vernetzt. Der in der Beschreibung und in den Ansprüchen verwendete Ausdruck "dynamische Vulkanisation" bedeutet einen Vulkanisations- oder Härtungsvorgang für einen Kautschuk, der in einer thermoplastischen Elastomerzusammensetzung enthalten ist, wobei der Kautschuk unter Bedingungen einer hohen Scherung bei einer Temperatur oberhalb des Schmelzpunkts der Polyolefinkomponente vulkanisiert wird. Der Kautschuk wird also gleichzeitig vernetzt und in Form von feinen Teilchen innerhalb der Polyolefinmatrix dispergiert, obwohl auch andere Morphologien vorliegen können, wie oben angemerkt. Die dynamische Vulkanisation erfolgt durch Mischen der thermoplastischen Elastomerkomponenten bei erhöhter Temperatur in herkömmlichen Mischgeräten, wie Walzenmühlen, Banbury-Mischern, Brabender-Mischern, kontinuierlichen Mischern, Mischextrudern und dergleichen. Das einzigartige Merkmal dynamisch gehärteter Zusammensetzungen besteht darin, dass die Zusammensetzungen ungeachtet der Tatsache, dass die Kautschukkomponente voll ausgehärtet ist, durch herkömmliche Kunststoffverarbeitungstechniken, wie Extrusion, Spritzguss und Formpressen, verarbeitet und erneut verarbeitet werden können. Abfälle oder Grate können wiederverwertet und erneut verarbeitet werden.

Die in der Beschreibung und in den Ansprüchen verwendeten Ausdrücke "voll ausvulkanisiert" und "vollständig vulkanisiert" bedeuten, dass die zu vulkanisierende Kautschukkomponente bis zu einem Zustand gehärtet wurde, in dem die elastomeren Eigenschaften des vernetzten Kautschuks denen des Kautschuks in seinem herkömmlichen vulkanisierten Zustand ähnlich sind, abgesehen von der thermoplastischen Elastomerzusammensetzung. Der Grad der Härtung kann anhand des Gelgehalts oder umgekehrt anhand der Menge der extrahierbaren Komponenten beschrieben werden. Alternativ dazu kann der Grad der Härtung auch durch die Vernetzungsdichte ausgedrückt werden. Alle diese Beschreibungen sind in der Technik wohlbekannt, zum Beispiel in US-A-5,100,947 und 5,157,081.

Bei der Herstellung der thermoplastischen Elastomere der Erfindung wurde das folgende allgemeine Verfahren verwendet, wie es in den Beispielen dargelegt ist. Der Kautschuk plus Peroxid-Vulkanisationsmittel und ein Hilfsmittel wurden in einem Brabender-Mischer mit einer Kapazität von 80 cm³ mit 100 U/min gemischt. Die Temperatur in dem Mischer wurde unter etwa 130ºC gehalten, um das Vulkanisationsmittel zu dispergieren, ohne den Kautschuk vorzeitig zu vulkanisieren. Dann wurde das Gemisch mit dem Polypropylen kombiniert und unter Stickstoff bei einer Temperatur im Bereich von 160-190ºC mastiziert, so dass der Kautschuk im Gemisch dynamisch vulkanisiert wurde. Wenn die Härtung so weit wie gewünscht fortgeschritten war, wurde ein Antioxidans hinzugefügt, und es wurde noch bis zu etwa 15 Minuten weiter gemischt.

Keimbildner für Polypropylen, wie Millad 3905, können ebenfalls in kleinen Mengen (0,1 bis 1,0 phr) hinzugefügt werden, aber dann muss bei 230ºC gemischt werden.

Aus der dynamisch vulkanisierten Legierung (DVA) wurden bei etwa 200ºC formgepresste Platten einer Dicke von etwa 1,6 mm hergestellt, und dann wurde in der Form abgekühlt, um die Verzerrung zu minimieren. Diese Testplatten wurden für die Messung physikalischer und optischer Eigenschaften verwendet. Die Trübung der Zusammensetzungen wurde gemäß dem Verfahren von ASTM D 1003-61 mit einem Trübungsmesser der Marke Gardner, Modell XL-211, gemessen. Bei dieser Messung hat ein vollständig undurchsichtiges Material eine Ablesung von 100%, und niedrigere Werte zeigen eine bessere optische Klarheit an. Es wurde kein Versuch unternommen, Platten mit "glatten" Oberflächen herzustellen, und daher sind die gemessenen Trübungswerte höher, als wenn die Platten eine optisch glatte Textur hätten.

Die vorliegende Erfindung wird unter Bezugnahme auf die folgenden Beispiele besser verstanden, die dazu dienen, die Erfindung zu erläutern, nicht jedoch einzuschränken.

Beispiel 1

Dynamische Vulkanisate wurden nach dem oben beschriebenen allgemeinen Verfahren mit syndiotaktischem Polypropylen, isotaktischem Polypropylen, Polypropylen mit statistischer Taktizität und schlagzäh gemachtem Polypropylen hergestellt. Die Elastomerkomponente der Zusammensetzung wurde aus EPDM-Kautschuken mit einem Gehalt an Ethylen (C&sub2;) im Bereich von 48-77% ausgewählt. Das Verhältnis der Komponenten betrug 76 Gew.-% EPDM-Kautschuk und 24 Gew.-% Polypropylen. Die Zusammensetzungen enthielten außerdem 0,51 phr (Teile auf 100 Teile Kautschuk) α,α'-Bis(t-butylperoxy)diisopropylbenzol-Vulkanisationsmittel, 1,65 phr Triallylcyanurat-Hilfsmittel und 1,5 phr Bis(2,4-di-t-butylphenyl)- pentaerythritdiphosphat-Antioxidans. Aus den fertigen Zusammensetzungen wurden Platten hergestellt, wie es oben beschrieben ist, und Trübungswerte wurden bestimmt. Die Ergebnisse sind in Tabelle I dargelegt.

Tabelle I

Anmerkung zu Tabelle I: Nur die Beispiele "F" und "G", die das syndiotaktische Polypropylen "1", "2" bzw. "3" enthalten, sind erfindungsgemäß. Die anderen Beispiele sind Vergleichsbeispiele.

Wie diese Ergebnisse belegen, zeigen thermoplastische Elastomere, die unter Verwendung von syndiotaktischem Polypropylen-Homopolymer hergestellt wurden, eine verblüffende Verbesserung der optischen Transluzenz im Vergleich zu Zusammensetzungen, die isotaktische, statistische oder schlagzäh gemachte Formen von Polypropylen enthalten.

Beispiel 2

Dynamische Vulkanisate wurden nach dem oben beschriebenen allgemeinen Verfahren mit syndiotaktischem Polypropylen-"1"-Homopolymer und EPDM-Kautschuken mit einem C&sub2;-Gehalt im Bereich von 48-77% hergestellt. In allen Fällen betrug das Verhältnis von EPDM zu Polypropylen 75/25, und die Vulkanisationsmittel und das Antioxidans waren dieselben, wie es in Beispiel 1 dargelegt ist. Die Zusammensetzungen wurden unter Verwendung von Gesamtmischzeiten von sieben Minuten bzw. fünfzehn Minuten hergestellt. Platten wurden hergestellt, und Trübungswerte wurden bestimmt, wie es oben beschrieben ist. Die Ergebnisse sind in Tabelle II dargelegt.

Tabelle II

Anmerkung zu Tabelle II: Die Beispiele "A", "B", "C", "D" und "E" sind Vergleichsbeispiele.

Anhand dieser Ergebnisse lässt sich erkennen, dass der Ethylengehalt der Kautschukkomponente eine synergistische Wirkung auf die optischen Eigenschaften der thermoplastischen Elastomere hat. Ein höherer C&sub2;- Gehalt ergibt ein Produkt mit erhöhter Klarheit, während ein C&sub2;-Gehalt von unter 48 Gew.-%, wenn überhaupt, nur wenig der durchscheinenden Eigenschaften ergibt, die für die Zusammensetzungen der Erfindung erwünscht sind. Eine längere Mischzeit nach der Vulkanisation des Gemischs verbessert in den meisten Fällen ebenfalls die optischen Eigenschaften, wahrscheinlich aufgrund einer Reduktion der Teilchengröße des gehärteten Elastomers, wodurch die Neigung zur Lichtstreuung reduziert wird.

Beispiel 3

Eine Reihe von dynamischen Vulkanisaten wurde über einen Bereich von EPDM/Polypropylen-Verhältnissen hinweg hergestellt, wobei das oben beschriebene Verfahren verwendet wurde. Die Vulkanisationsmittel und das Antioxidans waren dieselben wie in Beispiel 1, und die Mischzeit betrug 12-15 Minuten. Platten wurden hergestellt, und Trübungswerte wurden bestimmt. Die Ergebnisse sind in Tabelle III dargelegt.

Tabelle III

Die durchscheinenden Zusammensetzungen der Erfindung können über einen weiten Bereich von Kautschuk/Polypropylen-Verhältnissen hinweg hergestellt werden.

Beispiel 4

Zusammensetzungen der Erfindung wurden unter Mitverwendung eines Mineralöladditivs hergestellt, um die Wirkung von Öl auf die optische Klarheit zu bestimmen. Thermoplastische Elastomere wurden so hergestellt, wie es oben beschrieben ist, wobei ein Kautschuk/Polypropylen- Verhältnis von 75/25 und eine Gesamtmischzeit von etwa 25 Minuten verwendet wurden. Platten wurden hergestellt, und sowohl optische als auch physikalische Eigenschaften wurden bestimmt. Die Ergebnisse sind in Tabelle IV dargelegt.

Tabelle IV

¹ vollgesättigtes Paraffinöl [HT Brightstock, von Petrocanada]

² dasselbe wie in Beispiel 1

³ ASTM D 412

&sup4; ASTM D 395B

Wie man anhand dieser Ergebnisse erkennen kann, hatte die Mitverwendung von Mineralöl keine wesentliche Wirkung auf die optischen Eigenschaften der DVAs.

Die in den obigen Beispielen verwendeten Komponenten sind in Tabelle V beschrieben.

Tabelle V

Polypropylen "1" syndiotaktisches Homopolymer [Sorte G49M, Hoechst AG]

Polypropylen "2" syndiotaktisches Homopolymer [Sorte G53, Hoechst AG]

Polypropylen "3" syndiotaktisches Homopolymer [Sorte G20/28, Hoechst AG]

statistisches Polypropylen Copolymer mit statistischer Taktizität [Escorene PD9272, Exxon]

isotaktisches Polypropylen isotaktisches Homopolymer [Rexene 11s07a, Lyondel]

schlagzäh gemachtes schlagzäh gemachtes Copolymer Polypropylen [Escorene 7031, Exxon]

EPDM "A" Ethylen-Propylen-Dien-Terpolymer [Vistalon 4608, Exxon]

EPDM "B" Ethylen-Propylen-Dien-Terpolymer [Vistalon 707, Exxon]

EPDM "C" Ethylen-Propylen-Dien-Terpolymer [Vistalon 7000, Exxon]

EPDM "D" Ethylen-Propylen-Dien-Terpolymer [Epsyn 5508, Copolymer]

EPDM "E" Ethylen-Propylen-Dien-Terpolymer [Dutral 033/E, Montedison]

EPDM "F" Ethylen-Propylen-Dien-Terpolymer [Vistalon 8731, Exxon]

EPDM "G" Ethylen-Propylen-Dien-Terpolymer [Nordel 2722, Dupont]


Anspruch[de]

1. Optisch durchscheinende Zusammensetzung, umfassend:

a) thermoplastisches syndiotaktisches Polypropylen-Homopolymer; und

b) elastomeres Ethylen-α-Olefin-Polymer mit einem Ethylengehalt von wenigstens 74 Gew.-%;

wobei das elastomere Polymer voll ausgehärtet ist.

2. Zusammensetzung gemäß Anspruch 1, wobei das elastomere Polymer ein Ethylen-Propylen-Copolymer ist.

3. Zusammensetzung gemäß Anspruch 1, wobei das elastomere Polymer ein Ethylen-Propylen-nichtkonjugiertes-Dien-Terpolymer ist.

4. Zusammensetzung gemäß Anspruch 1, wobei das elastomere Polymer mit einem Peroxid-Härtungsmittel gehärtet ist.

5. Zusammensetzung gemäß Anspruch 1, die 10 bis 90 Teile Polypropylen und 90 bis 10 Teile elastomeres Polymer pro 100 Teile Polypropylen und elastomeres Polymer umfasst.

6. Zusammensetzung gemäß Anspruch 1, wobei das elastomere Polymer durch dynamische Polymerisation gehärtet ist.

7. Zusammensetzung gemäß Anspruch 1 in Form eines formgepressten oder extrudierten, optisch durchscheinenden Artikels.

8. Zusammensetzung gemäß Anspruch 1, erhältlich durch die folgenden Schritte:

a) Mischen von elastomerem Ethylen-α-Olefin-Polymer mit einem Ethylengehalt von wenigstens 74 Gew.-% mit einem Vulkanisationsmittel, bis das Vulkanisationsmittel gleichmäßig in dem Gemisch dispergiert ist;

b) Blenden des Gemischs aus Schritt (a) mit syndiotaktischem Polypropylen; und

c) Mastizieren des Blends aus Schritt (b) unter Scherung bei einer Temperatur im Bereich von 160ºC bis 190ºC, bis das elastomere Polymer voll ausgehärtet ist.

9. Optisch durchscheinende Zusammensetzung, umfassend:

a) 25 bis 90 Gew.-% thermoplastisches syndiotaktisches Polypropylen-Homopolymer; und

b) 10 bis 75 Gew.-% elastomeres EPDM-Terpolymer-Kautschuk mit einem Ethylengehalt von wenigstens 74 Gew.-%;

wobei der Kautschuk durch dynamische Vulkanisation in Gegenwart eines Peroxid-Härtungsmittels voll ausgehärtet ist.

10. Verwendung der Zusammensetzungen gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9 als formgepresste mechanische Kautschukwaren oder extrudierte Artikel.







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