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Dokumentenidentifikation DE69703219T2 15.02.2001
EP-Veröffentlichungsnummer 0797914
Titel Einzugsvorrichtung für Feldhäcksler
Anmelder New Holland Belgium N.V., Zedelgem, BE
Erfinder Naaktgeboren, Adrianus, 8490 Varsenare, BE;
Desnijder, Dirk J., 9032 Wondelgem, BE
Vertreter G. Koch und Kollegen, 80339 München
DE-Aktenzeichen 69703219
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 18.03.1997
EP-Aktenzeichen 972008247
EP-Offenlegungsdatum 01.10.1997
EP date of grant 04.10.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.02.2001
IPC-Hauptklasse A01F 29/10

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich allgemein auf Feldhäcksler und insbesondere auf Einrichtungen zur Zuführung von Emtematerial in Richtung auf eine rotierende Messertrommel, wobei die Einrichtungen einen beweglichen Abschnitt umfassen, der zum Komprimieren des ankommenden Materials in eine gleichförmige Matte vorbelastet ist.

Ein Feldhäcksler ist üblicherweise mit einer entfernbaren Erntematerial- Sammelvorrichtung, wie z. B. einem Sammelfrucht-Anbaugerät oder einem Aufnehmergerät versehen, das das Emtematerial von dem Feld aufnimmt und es dem Einlaß der vorderen Einheit des Feldhäckslers zuführt. Um eine gute Häckselqualität, d. h. Zerkleinerung des Erntematerials auf eine konstante Schnittlänge, zu erreichen, muß eine gleichförmige Matte aus Erntematerial mit einer konstanten Geschwindigkeit in Richtung auf die Messertrommel zugeführt werden, um zwischen den rotierenden Messern der Messertrommel und einem stationären Scherbalken oder einer Gegenschneide zerkleinert zu werden. Das gehäckselte Material wird einer Gebläseeinheit mit Schaufeln zugeführt, die das Material nach oben hin in einen Auslaßstutzen zum Sammeln in einem Anhänger oder Behälter schleudern.

Üblicherweise wird die Matte aus Erntematerial zwischen stationären unteren Zuführungswalzen und oberen Zuführungswalzen gebildet, die für eine Vertikalbewegung im Inneren der vorderen Einheit befestigt sind und die durch zwei Federn nach unten gedrückt werden, um das ankommende Erntematerial zu komprimieren. Die oberen und unteren Zuführungswalzen werden so angetrieben, daß sie das Erntematerial erfassen und es in Rückwärtsrichtung der Messertrommel zuführen. Die Reaktionskräfte dieses Materials ziehen die oberen Zuführungswalzen nach vorn, so daß ihre Wellen mit den Kanten der vertikalen Gehäuseöffnungen in Eingriff kommen können, durch die hindurch sie sich erstrecken.

Bei der in der EP-A-0 656 172 beschriebenen vorderen Einheit werden die oberen Walzen durch zwei Lastarme nach unten gedrückt, die schwenkbar mit Kurbelarmen verbunden sind, die mit zwei Federn verbunden sind. Es sind keine Einrichtungen zur zwangsweisen Steuerung der Vorwärtsposition der Zuführungswalzen-Wellen vorgesehen, so daß sie im Betrieb kraftvoll nach vorne gegen die Vorderkanten der Öffnungen gezogen werden. Entsprechend ist diese Konstruktion einer übermäßigen Abnutzung dieser Wellen ausgesetzt.

Die Zuführungswalzen-Anordnung nach der US-A-4 044 557 umfaßt zwei Befestigungsplatten für die Wellen der oberen Zuführungswalzen. Jede Platte wird durch zwei Federn nach unten gezogen, die sich in einer nach unten und nach hinten gerichteten Richtung zum Rahmen der Messertrommel erstrecken. Diese Konstruktion verringert die nach vorne gerichteten Wirkungen der Reaktionskräfte des Erntematerials, so daß eine vorzeitige Abnutzung verhindert werden kann, doch ergibt sich hierbei eine Behinderung von Reinigungs- und Wartungsvorgängen, weil die Federn gelöst werden müssen, bevor das Innere der Zuführungswalzen-Einheit zugänglich gemacht werden kann. Wenn diese Federanordnung in eine vordere Einheit gemäß der EP-A-0 656 172 eingefügt wurde, so wäre es unmöglich, den oberen Zuführungswalzen-Abschnitt nach unten auf seine Wartungsposition zu verschwenken, wenn nicht vorher die Federn gelöst worden wären.

Es ist daher ein Ziel der vorliegenden Erfindung, sich mit den vorstehend beschriebenen Problemen zu befassen und eine Belastungs- oder Vorspannbaugruppe für die beweglichen Zuführungswalzen zu schaffen, die einerseits eine übermäßige Abnutzung der Zuführungswalzen-Wellen verhindert und andererseits die Entfernung der Zuführungsabschnitte zu Reinigungs- und Wartungsvorgängen nicht wesentlich behindert.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Feldhäcksler geschaffen, der folgendes umfaßt:

- einen Hauptrahmen,

- an dem Hauptrahmen befestigte Messertrommel-Rahmenteile, die eine drehbare Messertrommel umschliessen, die zur Zerkleinerung von Erntematerial betriebbar ist, und

- Zuführungseinrichtungen, die auf den Messertrommel-Rahmenteilen befestigt und zum Fördern des Erntematerials in Rückwärtsrichtung zu der Messertrommel entlang einer Erntematerial-Zuführungsbahn betreibbar sind, und

- eine Belastungsbaugruppe, die folgendes umfaßt:

einen Lastarm, der einen Schwenkpunkt aufweist, der zu den Messertrommel- Rahmenteilen beweglich ist, und einen Verbindungspunkt aufweist, an dem der Lastarm mit einem beweglichen Abschnitt der Zuführungseinrichtungen verbunden ist, und

elastische Einrichtungen, die auf den Lastarm einwirken, um den beweglichen Abschnitt in Richtung auf die Erntematerial-Zuführungsbahn zu drücken.

Dieser Feldhäcksler ist dadurch gekennzeichnet, daß die elastischen Einrichtungen mit dem Lastarm an einem Lastpunkt verbunden sind, der von dem Schwenkpunkt entfernt ist, um gleichzeitig ein Moment um den Schwenkpunkt zu erzeugen, wobei dieses Moment den beweglichen Abschnitt in Rückwärtsrichtung in Richtung auf die Messertrommel drückt.

Vorzugsweise liegt der Lastpunkt auf einem sich in Vorwärtsrichtung erstreckenden Teil des Lastarmes. Wenn das andere Ende der elastischen Einrichtungen mit einem vorderen Abschnitt des Messertrommel-Rahmens verbunden ist, so ist es möglich, diesen vorderen Abschnitt mit den Zuführungswalzen und der daran befestigten Belastungsbaugruppe zu lösen, ohne die elastischen Einrichtungen zu lösen oder zu zerlegen. In vorteilhafter Weise kann die Position des Schwenkpunktes des Lastarmes durch einen Kurbelarm gesteuert werden, der an dem Rahmen angebracht ist, wobei der Arm einen Teil der Federkräfte aufnimmt, wenn sich die Führungswalzen in ihrer Endstellung befinden. Damit werden die Kräfte der Zuführungswalzen auf das Emtematerial begrenzt, selbst wenn große Mengen der Messertrommel zugeführt werden.

Eine unkontrollierte Bewegung der Zuführungswalzen kann durch die Anbringung von Dämpfungseinrichtungen, wie z. B. hydraulischen Stoßdämpfern, an den Lagergehäusen der Zuführungswalzen verhindert werden. Das andere Ende derartiger Dämpfungseinrichtungen kann mit dem Lastarm und vorzugsweise mit dessen vorspringendem Teil verbunden sein, um die Schwingung des Lagergehäuses um den Verbindungspunkt mit dem Lastarm zu dämpfen. Eine weitere Dämpfungseinrichtung kann zwischen dem Lagergehäuse und dem Rahmen befestigt sein, um die Bewegung der Zuführungswalzen gegenüber dem Messertrommel-Rahmen zu dämpfen.

Ein Feldhäcksler gemäß der vorliegenden Erfindung wird nunmehr ausführlicher in Form eines Beispiels unter Bezugnahme auf die nachfolgenden Zeichnungen beschrieben, in denen:

Fig. 1 eine Seitenansicht eines Feldhäckslers mit einer vorderen Einheit, die an einem Hauptrahmen befestigt ist, und einer Erntematerial-Sammelvorrichtung ist, und

Fig. 2 eine vergrößerte Seitenansicht eines Teils des Hauptrahmens und der vorderen Einheit ist.

Es ist verständlich, daß in der gesamten Beschreibung Worte wie z. B. "vorn", "hinten", "vorwärt", "rückwärts", "aufwärts", "abwärts" usw. aus Bequemlichkeitsgründen gewählte Worte sind und nicht als beschränkend aufgefaßt werden sollten.

Fig. 1 zeigt einen Feldhäcksler mit einem Hauptrahmen 1, an dem mit dem Boden in Eingriff stehende Antriebsräder 2 und Lenkräder 3 befestigt sind. Der gezeigte Feldhäcksler ist mit einer Erntematerial-Sammelvorrichtung in Form eines Reihenfrucht-Anbaugerätes 10 ausgerüstet, das zum Emten von Mais geeignet ist, das jedoch durch ein übliches Schwad-Aufnahmgerät oder ein übliches Mähbalken- Anbaugerät ersetzt werden kann, in Abhängigkeit von der Art des zu erntenden Erntematerials. Üblicherweise umfaßt das Reihenfrucht-Anbaugerät 10 einen Anbaugeräterahmen 12, der eine Anzahl von Reihenfrucht-Einheiten 14 trägt, die zum Ernten von Maisstengeln von dem Feld und zum Fördern dieser Maisstengel in Rückwärtsrichtung zu einem Schneckenförderer 16 betreibbar sind, der seinerseits das Erntematerial dem Preßspalt der Zuführungseinrichtungen zuführt, die in einer vorderen Einheit des Feldhäckslers eingebaut sind.

Wie dies in Fig. 2 gezeigt ist, umfassen die Zuführungseinrichtungen untere Zuführungseinrichtungen, die durch eine vordere untere Zuführungswalze 26 und eine glatte hintere untere Zuführungswalze 27 gebildet sind, und obere Zuführungseinrichtungen, die durch eine vordere obere Zuführungswalze 20 und eine hintere obere Zuführungswalze 21 gebildet sind. Die unteren Zuführungswalzen 26, 27 sind drehbar in einem unteren Zuführungsrahmen 24 befestigt, und die oberen Zuführungswalzen 20, 21 sind in einem oberen Zuführungsrahmen 18 befestigt, an dem das Reihenfrucht-Anbaugerät 10 angebracht ist. Die Zuführungswalzen 20, 21, 26, 27 drehen sich, um das Erntematerial entlang einer Emtematerial-Zuführungsbahn zwischen den oberen und unteren Zuführungseinrichtungen zu einer Messertrommel 36 zu fördern, die eine Vielzahl von Messern 37 umfaßt, die eine zylindrische Umfangsform oder ein zylindrisches Profil erzeugen, wenn die Messertrommel 36 in Drehung versetzt wird. Die Messertrommel ist drehbar in einem Messertrommel- Rahmen 34 befestigt, an dem dis oberen und unteren Zuführungsrahmen 18, 24 angebracht sind. Die Messer 37 wirken mit einer festen Gegenschneide 30 zusammen, um das Erntematerial auf Länge zu schneiden und es in den Preßspalt eines Satzes von gegensinnig rotierenden Erntematerial-Verarbeitungswalzen 44 zu schleudem, die irgendwelche Kerne aufbrechen, die in dem zerhackten Material verbleiben können, wobei das gesamte Emtematerial einem Gebläserotor 49 zugeführt wird, der in einem Gebläsegehäuse 48 eingebaut ist, das an vertikalen Trägem 54 des Hauptrahmens 1 befestigt ist. Der Gebläserotor 49 umfaßt eine Anzahl von Schaufeln 50, die das Material nach oben durch den Gebläseauslaßin eine Auslaßmündung 52 (Fig. 1) schleudern, die von einem Fahrer so angeordnet werden kann, daß das gehäckselte Erntematerial in der erforderlichen Weise gelenkt wird, normalerweise in einem Anhänger, der sich entlang oder hinter dem Feldhäcksler bewegt.

Wie dies in Fig. 2 gezeigt ist, umfaßt der obere Zuführungsrahmen 18 linke und rechte Seiten, die jeweils zwei im wesentlichen vertikale Öffnungen 19 aufweisen. In diesen werden die Wellen der oberen Zuführungswalzen 20, 21 gehalten. Die äußeren Enden der Wellen werden von Lagergehäusen 58 aufgenommen, die beweglich mit dem oberen Zuführungsrahmen 18 über linke und rechte Sätze von Kurbelarmen 56 und Lastarmen 57 verbunden sind. Die Kurbelarme 56 sind für eine Schwenkbewegung an einem vorderen Abschnitt 60 des oberen Zuführungsrahmens 18 befestigt, der mit dem Auslaß des Reihenfrucht-Anbaugerätes 10 ausgerichtet ist. Das hintere Ende jedes Armes 56 ist gelenkig an einem Schwenkpunkt 59 mit dem Lastarm 57 verbunden, dessen unteres Ende schwenkbar an einem Verbindungspunkt 63 mit dem Lagergehäuse 58 verbunden ist. Der Verbindungspunkt 63 liegt unterhalb der Linie, die die Wellen der Zuführungswalzen 20, 21 miteinander verbindet. Eine nach oben gerichtete Bewegung der oberen Zuführungswalzen 20, 21 hebt die Lastarme 57 an und verschwenkt die Kurbelarme im Gegenuhrzeigersinn gemäß Fig. 1.

Jeder Lastarm 57 umfaßt einen sich im wesentlichen nach vorne erstreckenden Teil 64, der an seinem vorderen Ende einen Lastpunkt 62 aufweist, an dem das obere Ende einer Schraubenfeder 55 befestigt ist, deren unteres Ende schwenkbar mit den Seiten des vorderen Abschnittes 60 des oberen Zuführungswalzen-Rahmens 18 verbunden ist. Die Zugkraft der Feder 55 auf den Lastpunkt 62 ist mit Hilfe einer Einstellschraube 65 einstellbar, die den Lastarm-Teil 64 mit der Feder 55 verbindet. Die Federkräfte auf den Lastpunkten 62 drücken die Lastarme 57, die Lagergehäuse 58 und die oberen Zuführungswalzen 20, 21 nach unten in Richtung auf die unteren Zuführungswalzen 26, 27 sowie aufgrund ihres Momentes um den Schwenkpunkt 59 in Rückwärtsrichtung in Richtung auf die Messertrommel 36. Ein Bewegungsdämpfer 77 ist zwischen dem vorderen Abschnitt des Lagergehäuses 58 in der Nähe der vorderen oberen Zuführungswalze 20 und dem sich in Vorwärtsrichtung erstreckenden Teil 64 des Lastarmes 57 eingebaut. Ein weiterer Dämpfer 79 ist zwischen dem hinteren Abschnitt des Lagergehäuses 58 in der Nähe der hinteren oberen Zuführungswalze 27 und einem Bolzen befestigt, der an der Oberseite des oberen Zuführungsrahmens 18 angeschweißt ist. Beide Dämpfer 78, 79 können hydraulische Stoßdämpfer sein, die unterschiedliche Dämpfungscharakteristiken beim Ausfahren oder Einziehen aufweisen. Die Dämpfer 77, 79 setzen ihrer Ausfahrbewegung im wesentlichen einen Widerstand entgegen, erzeugen jedoch keinen wesentlichen Widerstand gegen ihre Einziehbewegung.

Das untere Ende des vorderen Abschnittes 60 umfaßt zwei gegabelte Ansätze 66, die über einen zylindrischen Träger 67 passen, der an dem unteren Zuführungsrahmen 24 befestigt ist. Diese gegabelten Verlängerungen 66 sind schwenkbar mit Hilfe von zwei Bolzen 69 an dem Träger 67 befestigt. Der Oberteil des oberen Zuführungsrahmens 18 wird gegen den Messertrommel-Rahmen 34 mit Hilfe von zwei Ösenschrauben 70 gehalten, die an den Seiten des letzteren befestigt sind. Der untere Zuführungsrahmen 24 ist mit einem querverlaufenden Träger 32 des Messertrommel-Rahmens 34 verschweißt. Die hintere untere Zuführungswalze 27 weist eine glatte Oberfläche auf, an der ein Abstreifer 28 zur Entfernung irgendwelchen Erntematerials befestigt ist, das an dieser Walze anhaften kann. Um wirksam zu sein, sollte der Abstand zwischen der Zuführungswalze 27 und dem Abstreifer 28 minimal sein.

Die Messertrommel 36 dreht sich um eine Welle 39, die auf einer Messertrommel- Lagerung 40 mit allgemein dreieckiger Form drehbar gelagert ist, die an den vertikalen Trägern 54 des Hauptrahmens 1 angebracht ist. Die Messertrommel-Rahmenteile, die den Messertrommel-Rahmen 34 umfassen, der untere Zuführungsrahmen 24 und der obere Zuführungsrahmen 18 sind für eine Schwenkbewegung um die gleiche Achse 39 befestigt. Die Position dieser Baugruppe gegenüber dem Hauptrahmen 1 wird durch zwei Hydraulikzylinder 90 gesteuert, die über Bolzen 91 zwischen dem querverlaufenden Träger 32 des Messertrommel-Rahmens 34 und dem Hauptrahmen 1 befestigt sind.

Wenn keine Erntematerial-Sammelvorrichtung an dem vorderen Abschnitt 60 befestigt ist, so erhält man einen Zugang an die Messertrommel 36 und die Gegenschneide 30 durch Lösen der Ösenschrauben 70 an der Oberseite des oberen Zuführungsrahmens 18 und durch Kippen des letzteren nach vorne um den zylindrischen Träger 67. Die Oberseite des vorderen Abschnittes 60 kann auf dem Boden oder auf irgendeiner Art einer Abstützung aufliegen, die vor der vorderen Einheit angeordnet wird. Irgendwelches Erntematerial, das zwischen den oberen und unteren Zuführungseinrichtungen komprimiert sein könnte, wird unmittelbar freigegeben und ist leicht zur Entfernung zugänglich. Weiterhin ergibt sich ein direkter Zugang an die oberen Zuführungswalzen 20, 21, die untere vordere Zuführungswalze 26, die glatte untere Zuführungswalze 27 und den Abstreifer 28.

Weil die Federn 55 zwischen dem vorderen Abschnitt 60 des oberen Zuführungsrahmens 18 und den Lastarmen 56 gespannt sind, die ebenfalls an dem Rahmen 18 über die Kurbelarme 56 befestigt sind, werden sie zusammen mit dem Zuführungsrahmen bewegt, so daß keine Notwendigkeit besteht, die Federn zu trennen oder neu einzustellen, wenn der Rahmen 18 von der vorderen Einheit entfern oder in dieser wieder eingebaut wird. Die Dämpfer 77, 79 sind direkt oder indirekt an dem oberen Zuführungsrahmen 18 in einer derartigen Weise befestigt, daß sie ebenfalls die Entfernung des letzteren von der Vordereinheit nicht behindern.

Während des Erntevorganges wird Erntematerial in den Preßspalt der Zuführungseinrichtungen eingespeist. Das ankommende Material wird von den vorderen Zuführungswalzen 20, 26 erfaßt und durch die oberen Zuführungswalzen 20, 21 zu einer Matte komprimiert. Die von den Federn 55 erzeugte Verdichtungskraft steigt an, wenn die Lagergehäuse 58 stärker angehoben werden und die Federn entsprechend gedehnt werden. Es wird jedoch als vorteilhaft angesehen, die nach unten gerichteten Kräfte auf die Erntematerialströmung zu begrenzen und einen kontinuierlich ansteigenden Druck auf die ankommende Matte auszuschließen. Diese Wirkung wird dadurch erreicht, daß ein Gestänge verwendet wird, das einen Kurbelarm 56 umfaßt, der an der Oberseite des Lastarmes 57 befestigt ist. Wenn die Lagergehäuse 58 so angehoben werden, daß sich die Wellen der Zuführungswalzen 20, 21 durch die obere Hälfte der Öffnungen 19 erstrecken, nehmen die Kurbelarme 56 eine nach oben geneigte Position ein und tragen einen Teil der nach unten gerichteten Kräfte, die von den Federn 55 auf die Lastarme 57 ausgeübt werden, während der übrige Teil der Kräfte auf die Lagergehäuse 58 übertragen wird. Während eines weiteren Anhebens der Zuführungswalzen 20, 21 steigen die Federkräfte auf die Lastpunkte 62 linear an, doch wird ein zunehmender Teil dieser Federkräfte auf den Kurbelarm 56 derart übertragen, daß die resultierenden Kräfte auf die Lagergehäuse 58 und die Zuführungswalzen 20, 21 nicht entsprechend ansteigen und sogar beginnen, sich in der Nähe der Oberseite der Öffnungen 19 zu verringern. Entsprechend bleibt die Kompressionsbelastung auf das ankommende Erntematerial begrenzt, selbst wenn es der Messertrommel 36 in großen Mengen zugeführt wird.

Die oberen und unteren Zuführungswalzen 20, 21, 26, 27 werden angetrieben, um mit dem Erntematerial in Eingriff zu kommen und dieses nach hinten entlang der Erntematerial-Zuführungsbahn zu schieben. Die Reaktionskräfte dieses Materials drücken die Zuführungswalzen nach vorne, und sie neigen insbesondere dazu, die Lagergehäuse 58 und die Lastarme 57 in Vorwärtsrichtung um den oberen Schwenkpunkt 59 zu verschwenken. Die Reaktionskräfte sind im wesentlichen proportional zu dem pro Zeiteinheit aufgenommenen Materialvolumen und, weil die Walzen 20, 21, 26, 27 mit einer konstanten Drehzahl gedreht werden, zu der Höhe der Matte.

Diese nach vorne gerichteten Kräfte werden jedoch durch die nach hinten gerichteten Kräfte kompensiert, die sich aus der Wirkung der Federn 55 auf die Teile 64 der Lastarme 57 ergeben, die durch das Moment um den Schwenkpunkt 59 herum nach hinten verschwenkt werden. Weil die Spannung in den Federn 55 im wesentlichen proportional zur Vertikalbewegung der Lastarme 57 und der Lagergehäuse 58 ist, steigen die resultierenden rückwärtsgerichteten Kräfte ebenfalls entsprechend der Höhe der Erntematerial-Matte an. Entsprechend ist es möglich, die nach vorne gerichteten Reaktionskräfte über den größten Teil der Bewegungsbahn der Walzen 20, 21 zu kompensieren. Weil die Kräfte in der Vorwärts-Rückwärts-Richtung ausgeglichen sind, werden die Wellen der oberen Walzen 20, 21 nicht heftig gegen die aufrechtstehenden Kanten der Öffnungen 19 gedrückt, so daß die Wellen und die Kanten keiner vorzeitigen Abnutzung ausgesetzt sind, wie bei der Ausführungsform nach der EP-A-0 656 172.

Es hat sich als wirkungsvoll herausgestellt, die Bewegung der Lagergehäuse 58 zu dämpfen, um zufällige und unkontrollierte Bewegungen der oberen Zuführungswalzen 20, 21 zu verhindern, was sich aus einem ungleichförmigen Erntematerial- Zuführungsschema ergeben kann. Unregelmäßigkeiten in der Erntematerialströmung können die Zuführungswalzen 20, 21 nach oben schleudern, die dann zurückfallen und auf die Erntematerialschicht auftreffen. Die Erntematerialströmung wird hierdurch momentan behindert, so daß sich eine gewisse Materialmenge vor den Walzen aufbaut, doch wird die Erntematerialströmung unmittelbar mit einer geringfügigen Vergrößerung der Materialschicht wieder aufgenommen, die ausreichen kann, um die Walzen wieder nach oben zu schleudern. Ein derartiges System ist von Natur aus unstabil, wird jedoch bei der vorliegend beschriebenen Ausführungsform durch die Hinzufügung der Dämpfer 77, 79 zu diesem System stabilisiert.

Die Dämpfer 77, 79 behindern die nach oben gerichtete Bewegung der Zuführungswalzen 20, 21 nicht wesentlich, verlangsamen jedoch ihre nach unten gerichtete Bewegung, so daß ein Buckel in der Materialströmung unbehindert hindurchlaufen kann, ohne ein nachfolgendes Aufprallen auf die nachfolgende Materialmatte hervorzurufen. Eine Vergrößerung des Mattenprofils hebt zunächst die vordere Zuführungswalze 21 an, wodurch der erste Dämpfer 77 verkürzt wird, und hebt dann die hintere Zuführungswalze 21 an, wodurch der zweite Dämpfer 79 verkürzt wird. Wenn die Mattenstärke abnimmt, so senkt die Wirkung der Federn 55 und der Dämpfer 77, 79 die Zuführungswalzen 20, 21 sanft in Richtung auf die ursprüngliche Erntematerial-Zuführungsbahn ab.

Die nach oben gerichtete Bewegung der hinteren Zuführungswalze 21 allein hat keine wesentliche Auswirkung auf die Verteilung der Kräfte auf die oberen Zuführungswalzen 20, 21; beide bleiben belastet, weil die Gesamtkraft auf die Verbindungspunkte 63 der Lagergehäuse 58 eine nach unten und eine nach hinten gerichtete Komponente aufweist. Wenn lediglich eine vertikale Kraft auf die Verbindungspunkte 63 ausgeübt würde, so würde das Anheben der hinteren Zuführungswalze 21 einen zunehmenden Teil dieser Kraft auf die vordere Zuführungswalze 20 überführen, so daß die Matte aus Erntematerial nicht in ausreichender Weise am Schnittpunkt der Erntematerial- Zuführungsbahn mit der Messerbahn der Messertrommel 36 komprimiert sein könnte. Die vorliegende Erfindung hält über alle vertikalen Positionen der hinteren Zuführungswalze 21 eine ausreichende Last auf diese aufrecht.

Die Stabilität der beweglichen oberen Zuführungswalzen 20, 21 wird weiterhin durch die Position des Lastpunktes 59 und des Verbindungspunktes 63 auf gegenüberliegenden Seiten der Linie verbessert, die die Achsen der Zuführungswalzen 20, 21 verbindet.

Es sind andere Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung denkbar, ohne von der ursprünglichen Idee der Erfindung abzuweichen. Beispielsweise kann der Schwenkpunkt 59 des Lastarmes 57 in einem senkrecht stehenden Schlitz in der Seite des oberen Zuführungsrahmens 18 geführt sein, anstatt mit dem Kurbelarm 56 verbunden zu sein. Es ist weiterhin vorstellbar, den Lastarm 57 über den Schwenkpunkt 59 hinaus zu verlängern und die Feder 55 mit einem Lastpunkt oberhalb des Schwenkpunktes 59 zu verbinden, um den Verbindungspunkt 63 mit dem Lagergehäuse nach unten und nach hinten zu drücken. Im übrigen könnten die Federn 55 auf die Form von anderen elastischen Einrichtungen aufweisen, wie z. B. Gasdruckfedern oder eine Hydraulikdruck-Anordnung. Druckfedern, die zwischen dem Lastpunkt 62 und dem oberen Abschnitt des Zuführungsrahmens 18 eingebaut sind, ergeben im Betrieb vergleichbare Kräfte. Die hydraulischen Stoßdämpfer können außerdem durch andere Dämpfungseinrichtungen ersetzt werden, wie z. B. mechanische Reibungsbremsen.

Es ist zu erkennen, daß eine Last- oder Belastungsbaugruppe geschaffen wird, die einerseits die nach vorne gerichtete Kraft und die sich daraus ergebende Abnutzung der Achsen der beweglichen oberen Zuführungswalzen 20, 21 verringert und andererseits ein einfaches und schnelles Zerlegen eines Teils der Zuführungseinrichtungen zu Reinigungs- und Wartungszwecken ermöglicht. Die Dämpfungseinrichtungen verbessern die Stabilität der oberen Zuführungswalzen 20, 21 derart, daß der Messertrommel 36 eine stetige Erntematerialströmung zugeführt wird.


Anspruch[de]

1. Feldhäcksler mit:

- einem Hauptrahmen (1),

- Messertrommel-Rahmenteilen (34, 24, 18), die an dem Hauptrahmen (1) befestigt sind und eine drehbare Messertrommel (36) umschließen, die zur Zerkleinerung von Erntematerial betreibbar ist, und

- Zuführungseinrichtungen (20, 21, 26, 27), die in den Messertrommel- Rahmenteilen (34, 24, 18) befestigt und zum Fördern von Erntematerial in Rückwärtsrichtung in Richtung auf die Messertrommel (36) entlang einer Erntematerial- Zuführungsbahn betreibbar sind, und

- einer Belastungsbaugruppe, die folgendes umfaßt:

einen Lastarm (57) mit einem Schwenkpunkt (59), der zu den Messertrommel- Rahmenteilen (34, 24, 18) beweglich ist, und mit einem Verbindungspunkt (63), an dem der Lastarm (57) mit einem beweglichen Abschnitt (58, 20, 21) der Zuführungseinrichtungen (20, 21, 26, 27) verbunden ist, und

elastische Einrichtungen (55), die auf den Lastarm (57) einwirken, um den beweglichen Abschnitt (58, 20, 21) in Richtung auf die Erntematerial-Zuführungsbahn zu drücken,

dadurch gekennzeichnet, daß:

die elastischen Einrichtungen (55) mit dem Lastarm (57) an einem Lastpunkt (62) verbunden sind, der in Abstand von dem Schwenkpunkt (59) angeordnet ist, um gleichzeitig ein Moment um den Schwenkpunkt (59) zu erzeugen, wobei dieses Moment den beweglichen Abschnitt (58, 20, 21) nach hinten in Richtung auf die Messertrommel (36) drückt.

2. Feldhäcksler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Lastpunkt (62) einen Abstand von dem Verbindungspunkt 63 aufweist und auf einem vorspringenden Teil (64) des Lastarmes (57) liegt, wobei sich dieser Teil (64) in Vorwärtsrichtung von einer Stelle zwischen dem Schwenkpunkt (59) und dem Verbindungspunkt (53) erstreckt.

3. Feldhäcksler nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die elastischen Einrichtungen (55) weiterhin mit einem vorderen Abschnitt (60) der Messertrommel-Rahmenteile (34, 24, 18) verbunden sind.

4. Feldhäcksler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Lastarm (57) schwenkbar an dem Schwenkpunkt (59) mit einem Kurbelarm (56) verbunden ist, der schwenkbar an den Messertrommel- Rahmenteilen (34, 24, 18) angebracht ist.

5. Feldhäcksler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Abschnitt (58, 20, 21) eine vordere Zuführungswalze (20) und eine hintere Zuführungswalze (21) umfaßt, die über ein Lagergehäuse (58) miteinander verbunden sind, und daß der Lastarm (57) schwenkbar an dem Verbindungspunkt (63) mit dem Lagergehäuse (58) verbunden ist.

6. Feldhäcksler nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine erste Dämpfungseinrichtung (77) zwischen dem Lagergehäuse (58) und dem Lastarm (57) an Punkten eingebaut ist, die von dem Verbindungspunkt (63) entfernt sind, um eine Relativbewegung des beweglichen Abschnittes (58, 20, 21) gegenüber dem Lastarm (58) zu dämpfen.

7. Feldhäcksler nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine zweite Dämpfungseinrichtung (79) zwischen dem Lagergehäuse (58) und den Messertrommel-Rahmenteilen (34, 24, 18) eingebaut ist, um eine Relativbewegung des beweglichen Abschnittes (58, 20, 21) gegenüber den Messertrommel- Rahmenteilen (34, 24, 18) zu dämpfen.

8. Feldhäcksler nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Dämpfungseinrichtung (77) mit dem Lagergehäuse (58) in der Nähe der vorderen Zuführungswalze (20) verbunden ist, und daß die zweite Dämpfungseinrichtung (79) mit dem Lagergehäuse (58) in der Nähe der hinteren Zuführungswalze (21) verbunden ist.

9. Feldhäcksler nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten und zweiten Dämpfungseinrichtungen (77, 79) die Bewegung der vorderen und hinteren Zuführungswalzen (20, 21) in Richtung auf die Emtematerial-Zuführungsbahn im wesentlichen Widerstand entgegensetzen und die Bewegung der Zuführungswalzen (20, 21) in der entgegengesetzten Richtung im wesentlichen freigeben.

10. Feldhäcksler nach einem der Ansprüche 6-9, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Dämpfungseinrichtung einen hydraulischen Stoßdämpfer (77) umfaßt.

11. Feldhäcksler nach einem der Ansprüche 5-10, dadurch gekennzeichnet, daß der Lastpunkt (62) und der Verbindungspunkt (63) auf entgegengesetzten Seiten der Linie liegen, die die Achsen der beweglichen Zuführungswalzen (20, 21) miteinander verbindet.

12. Feldhäcksler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Abschnitt einen Satz von oberen Zuführungswalzen (20, 21) umfaßt, und daß die Zuführungseinrichtungen weiterhin einen Satz von stationären unteren Zuführungswalzen (26, 27) umfassen.







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