PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69800183T2 15.02.2001
EP-Veröffentlichungsnummer 0866365
Titel Verbesserte Härtung hydrophiler Kolloide
Anmelder Agfa-Gevaert N.V., Mortsel, BE
Erfinder Fodor, Ludvic, Beaumont, US;
Weatherill, Timothy, Hendersonville, US;
Weberg, Rolf, East Aurora, US
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69800183
Vertragsstaaten BE, DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 10.03.1998
EP-Aktenzeichen 981042211
EP-Offenlegungsdatum 23.09.1998
EP date of grant 21.06.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.02.2001
IPC-Hauptklasse G03C 1/30

Beschreibung[de]
TECHNISCHES GEBIET DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft Verbesserungen bei der Härtung von hydrophilen Kolloiden. Die vorliegende Erfindung betrifft insbesondere die verbesserte Härtung von hydrophilen Kolloiden durch Verwendung von Imidazolium-Härtern in Verbindung mit spezifischen Härtungsbeschleunigern.

ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK

Proteinartige Materialien, ebenfalls als hydrophile Kolloide bezeichnet, kommen bei einer großen Verschiedenheit von Anwendungen zum Einsatz. Zu nutzbaren Eigenschaften zählen ihre Fähigkeit, in wäßrigen Lösungen zu quellen, dabei aber ebenfalls eine feste Matrix zu bilden, die nach Trocknung für wäßrige Lösungen durchlässig ist. Diese Eigenschaften sind Jahrzehnte lang im Bereich der fotografischen Wissenschaft genutzt worden. Proteinartige Materialien werden noch immer weitverbreitet als Bindemittel für Silberhalogenidkörner in der lichtempfindlichen Schicht von fotografischen Filmen verwendet. Ein besonderer Typ von proteinartigem Material ist Gelatine, die üblicherweise in fotografischen Schichten benutzt wird.

Gelatineschichten kommen in verschiedenen technologischen Bereichen zum Einsatz. Beispielhaft sind Schutzschichten auf Gegenständen, Bindemittelschichten für Reagenzien in Materialien für analytische oder Diagnostikzwecke und lichtempfindliche Materialien, vorzugsweise Silberhalogenide, in fotografischen Aufzeichnungsmaterialien zu nennen. Bei deren praktischem Einsatz erfolgt die Härtung dieser Schichten durch Zugabe eines Härters. Bei bekannten Härtern basiert die härtende Wirkung auf der Vernetzung der freien Amino-, Imino- oder Hydroxylgruppen der Gelatine.

Härter auf Basis von Imidazolium sind in den US-P 5 470 986, 5 527 665, 5 459 029, 5 378 842, 5 591 863 und 5 601 971 beschrieben.

Theoretisch reagieren Imidazolium-Härter mit einer Carboxylgruppe auf der Gelatine, wodurch eine "aktivierte Carboxylgruppe" gebildet wird. Die aktivierte Carboxylgruppe geht eine Reaktion mit einem Amin der Gelatine ein, wodurch eine ein Imidazolium-Nebenprodukt freisetzende Amidbindung entsteht. Zutaten, die mit dem Imidazolium reagieren, treten bekanntlich in Konkurrenzwirkung mit der Gelatine. Dieses Phänomen wurde bei der Bildung derivierter Gelatine in vorteilhafter Weise ausgenutzt, wie in der US-P 5 391 477 und der am 1/5/1994 veröffentlichten EP-A 0 576 911 A2 beschrieben. Dem heutigen allgemeinen Stand der Technik ist entnehmbar, daß Alkohole keine Reaktionsfähigkeit gegenüber Imidazolium aufweisen und einfache Alkohole wie Methanol routinemäßig als Gießzusätze in fotografischen Schichten verwendet werden, in der Unabhängigkeit davon, ob diese Schichten Imidazolium-Härter enthalten oder nicht.

Diole und höhere Alkohole mit wenigstens drei, die Hydroxylgruppen trennenden Kohlenstoffatomen wirken bekanntlich wie Weichmacher, indem sie dem Bindemittel eine größere Elastizität verleihen, wie in der US-P 2 960 404 beschrieben. Eine Erhöhung der Elastizität des Bindemittels ist aber das Gegenteil einer Steigerung der Härte des Bindemittels. Erfahrene Fachleute würden denn auch nicht vorhersagen können, daß bestimmte, spezifische Härter enthaltende Polyole eine synergistische Wirkung aufweisen und dabei die Härtung der Bindemittelschicht verstärken.

Die vorliegende Erfindung beschreibt detailliert das unerwartete Ergebnis, daß Verbindungen mit wenigstens zwei Alkoholgruppen, wobei wenigstens eine Alkoholgruppe ein primärer Alkohol ist, die Wirksamkeit von Imidazolium-Härtern steigern.

ZUSAMMENFASSUNG DER VORLIEGENDEN ERFINDUNG

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein verbessertes Verfahren zur Härtung von hydrophilen Kolloiden.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Erhöhung der Wirksamkeit von Imidazolium-Härtern durch Einbettung einer Zutat.

Eine besondere Eigenschaft der vorliegenden Erfindung ist die Fähigkeit, ohne Erhöhung der erforderlichen Menge Härter eine höhere (durch Ermittlung der Schmelzzeit gemessene) Bindemittelfestigkeit zu erhalten.

Diese und andere Eigenschaften verschafft man in einem fotografischen Element, das eine lichtempfindliche Schicht und eine erste hydrophile Kolloidschicht enthält, die mit 0,01 bis 1,0 Millimol pro Gramm hydrophiles Kolloid von wenigstens einer Imidazolium-Verbindung nach folgender Formel:

in der bedeuten.

Y¹ eine Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Aralkylgruppe mit 7 bis 25 Kohlenstoffatomen, einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O and S, -L¹CR&sup8;CH&sub2; oder ein Polymeres davon, -C(Y&sup4;)E oder

E eine Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Aralkylgruppe mit 7 bis 25 Kohlenstoffatomen, -OR&sup9;, -CN, oder einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S,

L¹ eine Verbindungsgruppe,

R¹ ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Aralkylgruppe mit 7 bis 25 Kohlenstoffatomen, -OR¹&sup0;, eine Halogengruppe, eine Nitrogruppe, eine Carboxylgruppe, eine Mercaptogruppe, eine Alkylaminogruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen oder einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S,

R² und R³ unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Aralkylgruppe mit 7 bis 25 Kohlenstoffatomen oder R² und R³, unabhängig voneinander oder zusammen, einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S,

R&sup4; und R&sup5; unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Aralkylgruppe mit 7 bis 25 Kohlenstoffatomen, eine Nitrogruppe, eine Carboxylgruppe, eine Mercaptogruppe, -OR¹¹, eine Halogengruppe, eine Alkylaminogruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen oder einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S, oder R&sup4; und R&sup5; zusammen einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S,

X&supmin; ein Gegenion,

Y², Y³ und Y&sup4; unabhängig voneinander O oder S,

R&sup6; und R&sup7; unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Aralkylgruppe mit 7 bis 25 Kohlenstoffatomen oder einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S, oder R&sup6; und R&sup7; zusammen die zur Bildung eines fünf- oder sechsgliedrigen Ringes benötigten Atome aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S,

R&sup8; ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, -C(O)R¹², -CN, oder eine Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen,

R&sup9; ein Wasserstoffatom; eine Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen oder eine Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen,

R¹&sup0; und R¹¹ unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen, und

R¹² ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Alkoxygruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Aminogruppe oder eine Alkylaminogruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, und 0,02 bis 0,30 Gramm pro Gramm hydrophiles Kolloid von wenigstens einem Härtungsbeschleuniger nach folgender Formel gehärtet ist

in der bedeuten

R³&sup0; eine chemische Bindung oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 bis 10 Kohlenstoffatomen, eine Arylalkylgruppe mit 7 bis 25 Kohlenstoffatomen oder -(R³³-O-R³&sup4;)n-,

R³¹ und R³² unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen, und

R³³ und R³&sup4; unabhängig voneinander eine Alkylgruppe mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen.

Die Eigenschaften verschafft man besonders bevorzugt in einem fotografischen Element, das eine lichtempfindliche Schicht und wenigstens eine hydrophile Kolloidschicht enthält, die mit wenigstens einer Imidazolium-Verbindung nach folgender Formel gehärtet ist:

in der Y¹

bedeutet.

R¹ bedeutet ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen. R² und R³ bedeuten unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Aralkylgruppe mit 7 bis 25 Kohlenstoffatomen oder einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S, oder R² und R³ bedeuten zusammen einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S. R&sup4; und R&sup5; bedeuten unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Halogengruppe, oder R&sup4; und R&sup5; bedeuten zusammen einen fünf- oder sechsgliedriger Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S. X&supmin; bedeutet ein Gegenion. Y² und Y³ bedeuten O. R&sup6; und R&sup7; bedeuten unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Aralkylgruppe mit 7 bis 25 Kohlenstoffatomen oder einen fünf- oder sechsgliedrigen. Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S, oder R&sup6; und R&sup7; bedeuten zusammen einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S. Die hydrophile Kolloidschicht enthält weiterhin einen Härtungsbeschleuniger nach der Formel:

in der R³&sup0; eine chemische Bindung oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 bis 10 Kohlenstoffatomen, eine Arylalkylgruppe mit 7 bis 25 Kohlenstoffatomen oder -(R³³-O-R³&sup4;)n- bedeutet. R³¹ und R³² bedeuten unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen. R³³ und R³&sup4; bedeuten unabhängig voneinander eine Alkylgruppe mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen.

Zur Ausführung der vorliegenden Erfindung verschafft man ein Verfahren zur Herstellung eines fotografischen Elements, das folgende Stufen umfaßt.

a) die Bildung von wenigstens einer flüssigen fotografischen Emulsion in wenigstens einem Lagergefäß, in dem die flüssige fotografische Emulsion Silberhalogenid, hydrophiles Kolloid und einen Härtungsbeschleuniger nach der Formel:

deren Substituenten in der vorliegenden Erfindung definiert sind, enthält,

b) das Befördern der flüssigen fotografischen Emulsion zu einem Einspritzbereich,

c) das in dem Einspritzbereich vorgenommene Einspritzen in die flüssige fotografische Emulsion von wenigstens einer Imidazolium-Verbindung nach der Formel:

deren Substituenten in der vorliegenden Erfindung definiert sind,

d) das Befördern der flüssigen fotografischen Emulsion zu einer Gießvorrichtung,

e) den Auftrag der flüssigen fotografischen Emulsion auf ein Substrat, und

f) das Entfernen des Lösungsmittels aus der flüssigen fotografischen Emulsion, wodurch eine trockene aufgetragene Emulsionsschicht erhalten wird.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER VORLIEGENDEN ERFINDUNG

Erfindungsgemäße fotografische Elemente enthalten eine oder mehrere Bindemittelschichten, wobei wenigstens eine der Bindemittelschichten mit wenigstens einem Imidazolium-Härter der Formel I und einem Härtungsbeschleuniger der Formel II vernetzt ist.

Formel I
Formel II

In Formel I bedeutet Y¹ eine gegebenenfalls substituierte Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine gegebenenfalls substituierte Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine gegebenenfalls substituierte Aralkylgruppe mit 7 bis 25 Kohlenstoffatomen, einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S, -L¹CR&sup8;CH&sub2; oder ein Polymeres davon, -C(Y&sup4;)E oder

Besonders bevorzugt bedeutet Y¹ einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S oder

Besonders bevorzugt entspricht Y¹ der Formel

E bedeutet eine gegebenenfalls substituierte Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine gegebenenfalls substituierte Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine gegebenenfalls substituierte Aralkylgruppe mit 7 bis 25 Kohlenstoffatomen, -OR&sup9;, -CN, oder einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S. Besonders bevorzugt bedeutet E eine gegebenenfalls substituierte Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, eine gegebenenfalls substituierte Arylgruppe mit 6 bis 10 Kohlenstoffatomen, -OR&sup9; oder einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S.

L¹ ist eine Verbindungsgruppe, vorzugsweise eine chemische Kovalenzbindung, eine gegebenenfalls substituierte Alkylgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, eine gegebenenfalls substituierte Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine gegebenenfalls substituierte Aralkylgruppe mit 7 bis 25 Kohlenstoffatomen oder eine Carboxylgruppe. Ganz besonders bevorzugt bedeutet L¹ eine chemische Bindung oder eine gegebenenfalls substituierte Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen.

R¹ bedeutet ein Wasserstoffatom, eine gegebenenfalls substituierte Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine gegebenenfalls substituierte Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine gegebenenfalls substituierte Aralkylgruppe mit 7 bis 25 Kohlenstoffatomen, eine Halogengruppe, -OR¹&sup0;, eine Nitrogruppe, eine Carboxylgruppe, eine Mercaptogruppe, eine gegebenenfalls substituierte Alkylaminogruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen oder einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S. Vorzugsweise bedeutet R¹ ein Wasserstoffatom, eine gegebenenfalls substituierte Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen, eine gegebenenfalls substituierte Arylgruppe mit 6 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine gegebenenfalls substituierte Aralkylgruppe mit 7 bis 11 Kohlenstoffatomen. Ganz besonders bevorzugt bedeutet R¹ ein Wasserstoffatom oder eine gegebenenfalls substituierte Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen.

R² und R³ bedeuten unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine gegebenenfalls substituierte Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine gegebenenfalls substituierte Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen oder eine gegebenenfalls substituierte Aralkylgruppe mit 7 bis 25 Kohlenstoffatomen. R² und R³ können, unabhängig voneinander oder zusammen, einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S bedeuten. Vorzugsweise bedeuten R² und R³ unabhängig voneinander eine gegebenenfalls substituierte Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, eine gegebenenfalls substituierte Arylgruppe mit 6 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine gegebenenfalls substituierte Aralkylgruppe mit 7 bis 11 Kohlenstoffatomen oder bedeuten sie zusammen einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N und O. Ganz besonders bevorzugt bedeuten R² und R³ unabhängig voneinander eine gegebenenfalls substituierte Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen oder bedeuten sie zusammen einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N und O. Wenn R² und R³ zur Bildung eines fünf- oder sechsgliedrigen Ringes zusammen genommen werden, können sie einen gesättigten fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit 0 oder 1 zusätzlichen Stickstoffatomen und 0 oder 1 Sauerstoffatomen bilden, wobei das zusätzliche Stickstoffatom vorzugsweise gegebenenfalls mit einer Methylgruppe, Ethylgruppe oder Propylgruppe substituiert ist. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform bilden R² und R³ zusammen eine Morpholinogruppe.

R&sup4; und R&sup5; bedeuten unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine gegebenenfalls substituierte Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine gegebenenfalls substituierte Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine gegebenenfalls substituierte Aralkylgruppe mit 7 bis 25 Kohlenstoffatomen, eine Nitrogruppe, eine Carboxylgruppe, eine Mercaptogruppe, -OR¹¹, eine Halogengruppe oder eine gegebenenfalls substituierte Alkylaminogruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen. R&sup4; und R&sup5; können unabhängig voneinander einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S bedeuten oder zusammen einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S bedeuten. Vorzugsweise bedeuten R&sup4; und R&sup5; unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder eine gegebenenfalls substituierte Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen.

R&sup6; und R&sup7; bedeuten unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine gegebenenfalls substituierte Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine gegebenenfalls substituierte Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen oder eine gegebenenfalls substituierte Aralkylgruppe mit 7 bis 25 Kohlenstoffatomen. R&sup6; und R&sup7; können unabhängig voneinander oder zusammen einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S bedeuten. Vorzugsweise bedeuten R&sup6; und R&sup7; unabhängig voneinander eine gegebenenfalls substituierte Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, eine gegebenenfalls substituierte Arylgruppe mit 6 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine gegebenenfalls substituierte Aralkylgruppe mit 7 bis 11 Kohlenstoffatomen. R&sup6; und R&sup7; können zusammen einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N und O bedeuten. Ganz besonders bevorzugt bedeuten R&sup6; und R&sup7; eine gegebenenfalls substituierte Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen oder bedeuten R&sup6; und R&sup7; zusammen einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N und O. Wenn R&sup6; und R&sup7; zur Bildung eines fünf- oder sechsgliedrigen Ringes zusammen genommen werden, können sie einen gesättigten fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit 0 oder 1 zusätzlichen Stickstoff atomen und 0 oder 1 Sauerstoffatomen bilden, wobei das zusätzliche Stickstoffatom gegebenenfalls mit einer Methylgruppe, Ethylgruppe oder Propylgruppe substituiert ist. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform bilden R&sup6; und R&sup7; zusammen eine Morpholinogruppe.

R&sup8; bedeutet ein Wasserstoffatom, eine gegebenenfalls substituierte Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, -C(O)R¹², -CN, oder eine gegebenenfalls substituierte Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen.

R&sup9; bedeutet ein Wasserstoffatom, eine gegebenenfalls substituierte Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen oder eine gegebenenfalls substituierte Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen.

R¹&sup0; und R¹¹ bedeuten unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder eine gegebenenfalls substituierte Alkylgruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen.

R¹² bedeutet ein Wasserstoffatom, eine gegebenenfalls substituierte Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine gegebenenfalls substituierte Alkoxygruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Aminogruppe oder eine gegebenenfalls substituierte Alkylaminogruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen.

Y², Y³ und Y&sup4; bedeuten unabhängig voneinander O oder S.

X&supmin; bedeutet ein Gegenion. X&supmin; kann ein Halogenid (z. B. Chlorid), ein komplexes anorganisches Ion (z. B. Perchlorat oder Tetrafluorborat), ein übliches organisches Ion oder ein Anion einer starken Säure (z. B. Toluolsulfonat) bedeuten. Vorzugsweise bedeutet X&supmin; Halogenid, CF&sub3;SO&sub3;&supmin;, ClO&sub4;&supmin;, BF&sub4;&supmin; oder p-CH&sub3;C&sub6;H&sub4;SO&sub3;&supmin;.

Vorzugsweise bedeuten:

Y¹ eine Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Aralkylgruppe mit 7 bis 25 Kohlenstoffatomen, einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S, oder

L¹ eine chemische Kovalenzbindung, eine Alkylgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Aralkylgruppe mit 7 bis 25 Kohlenstoffatomen oder eine Carboxylgruppe,

R¹ ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Aralkylgruppe mit 7 bis 11 Kohlenstoffatomen,

R² und R³ unabhängig voneinander eine Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 bis 10 Kohlenstoffatomen, eine Aralkylgruppe mit 7 bis 11 Kohlenstoffatomen oder zusammen einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N und O,

R&sup4; und R&sup5; unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen,

R&sup6; und R&sup7; unabhängig voneinander eine Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 bis 10 Kohlenstoffatomen, eine Aralkylgruppe mit 7 bis 11 Kohlenstoffatomen, oder zusammen einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N und O, und

Y² und Y³ ein Sauerstoffatom, oder bedeuten

R¹ ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen,

L¹ eine chemische Bindung oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen,

R² und R³ unabhängig voneinander eine Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen oder zusammen einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N und O, und

R&sup6; und R&sup7; eine Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen oder zusammen einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N und O. Erfindungsgemäß ist die Verbindung der Formel

ein Vinylimidazolium. Das Vinylimidazolium besitzt eine Vinylgruppe, die wie den Fachleuten bekannt zur Bildung eines Polymeren polymerisiert werden kann. Vorzugsweise kann die Vinylgruppe des Vinylimidazoliums mit anderen substituierten Vinylverbindungen polymerisiert werden, um ein Copolymeres zu bilden. Vorzugsweise ist das Vinylimidazolium ein Copolymeres der Formel:

in der R¹, R², R³, R&sup4;, R&sup5;, R&sup8;, L¹ und Y² die diesen Symbolen oben zugemessene Bedeutung haben. Der tiefgestellte Index "p" deutet auf den Molenbruch an Vinylimidazoliummonomer im Polymeren und beträgt vorzugsweise nicht mehr als 95%, besonders bevorzugt nicht mehr als 50%. A und B bedeuten unabhängig voneinander copolymerisierte Monomere. Vorzugsweise bedeuten die Monomeren A und B unabhängig voneinander einen Acrylsäureester, einen Methacrylsäureester, ein Acrylamid, ein Styrol, ein Styrolsulfonat, ein Maleinsäureanhydrid, Butadien oder Vinylchlorid.

In dieser Patentbeschreibung bedeutet CH&sub2;=CR&sup8;- ein nichtpolymerisiertes Monomeres. Ein Polymeres oder Copolymeres, das durch die Polymerisation oder Copolymerisation der Vinylgruppe gebildet ist, gehört ebenfalls zum erfindungsgemäßen Bereich. Das Verfahren der Polymerisation oder Copolymerisation ist den Fachleuten allgemein bekannt und umfaßt insbesondere die Radikalpolymerisation.

Fachleute erkennen allgemein den Vorteil der Verwendung eines Tensids als Zutat beim Auftrag einer Gießlösung. In der Regel ist das Tensid eine separate Einheit, die während des Auftrags nutzbar ist, jedoch nach beendetem Auftrag zu einem schädlichen Anteil werden kann. Durch Einbettung des Tensids in die chemische Struktur des Härters können die schädlichen Eigenschaften vermieden werden. In einer erfindungsgemäß bevorzugten Ausführungsform enthält wenigstens eine der Komponenten R¹, R², R³, R&sup4;, R&sup5;, R&sup6;, R&sup7; oder R¹² einen in die chemische Struktur des Härters eingebetteten Tensidanteil. Dank dieser Struktur kann eine einzelne Verbindung verschiedene Zwecke erfüllen, d. h. während des Auftragvorgangs wirkt die Verbindung als Gießzusatz, danach vernetzt sie die Matrix, wie eingangs erläutert. Zu geeigneten, den Fachleuten bekannten Tensidanteilen zählen Alkylketten mit mehr als 6 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen, Polyalkylenoxidketten wie -(R²&sup7;O)m-, in der R&sub2;&sub7; eine Ethylengruppe, Propylengruppe oder eine Verbindung beider Gruppen ist und m eine ganze Zahl zwischen 1 und 30 bedeutet, oder Verbindungen von Alkylenen und Polyalkylenoxiden.

Nachstehend folgt eine nicht-limitative Liste von besonders bevorzugten Härtern der Formel I:

Die Struktur des Imidazoliumringes besitzt bekanntlich eine delokalisierte Ladung. Zu vergleichbaren Resonanzstrukturen zählt beispielsweise:

Die nachstehende Beschreibung bezieht sich insbesondere auf den Härtungsbeschleuniger der Formel II.

R³&sup0; ist eine chemische Bindung oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 bis 10 Kohlenstoffatomen, eine Arylalkylgruppe mit 7 bis 25 Kohlenstoffatomen oder -(R³³-O-R³&sup4;)n-. Vorzugsweise bedeutet R³&sup0; eine Alkylgruppe mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 Kohlenstoffatomen, eine Arylalkylgruppe mit 7 bis 18 Kohlenstoffatomen oder -(R³³-O-R³&sup4;)n-. Besonders bevorzugt bedeutet R³&sup0; eine Alkylgruppe mit 3 bis 7 Kohlenstoffatomen, die durch eine Alkoxygruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen substituiert ist, eine Arylgruppe mit 6 Kohlenstoffatomen, eine Arylalkylgruppe mit 7 bis 10 Kohlenstoffatomen oder -(R³³-O- R³&sup4;)n-.

R³¹ und R³² bedeuten unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen. Vorzugsweise bedeuten R³¹ und R³² unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen. Ganz besonders bevorzugt bedeuten R³¹ und R³² unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 7 Kohlenstoffatomen. Wenn R³&sup0; eine chemische Bindung ist, ist wenigstens einer von R³¹ und R³² vorzugsweise eine Alkylgruppe mit wenigstens 2 Kohlenstoffatomen.

R³³ und R³&sup4; bedeuten unabhängig voneinander eine Alkylgruppe mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen.

Vorzugsweise bedeuten:

R³&sup0; eine Alkylgruppe mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 Kohlenstoffatomen, eine Arylalkylgruppe mit 7 bis 18 Kohlenstoffatomen oder -(R³³-O-R³&sup4;)n-, und

R³¹ und R³² unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen,

oder

R³&sup0; eine Alkylgruppe mit 3 bis 7 Kohlenstoffatomen, die mit einer Alkoxygruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen substituiert ist, eine Arylgruppe mit 6 Kohlenstoffatomen, eine Arylalkylgruppe mit 7 bis 10 Kohlenstoffatomen oder -(R³³-O-R³&sup4;)n-, und

R³¹ und R³² unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 7 Kohlenstoffatomen,

Nachstehend folgt eine Liste von besonders bevorzugten Verbindungen der Formel II.

Die Bezeichnung "zur Bildung eines fünf- oder sechsgliedrigen Ringes benötigte Atome aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S" oder die äquivalente Bezeichnung "einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S" bezieht sich auf substituierte oder nichtsubstituierte Ringe, von denen nachstehend eine nicht-limitative Liste folgt:

die Thiazol-Serie, z. B. Thiazol, 4-Methylthiazol, 4-Phenylthiazol, 5-Methylthiazol, 5-Phenylthiazol, 4,5-Dimethylthiazol, 4,5-Diphenylthiazol oder 4-(2-Thienyl)-thiazol,

die Benzthiazol-Serie. z. B. Benzthiazol, 4-Chlorbenzthiazol, 5-Chlorbenzthiazol, 6-Chlorbenzthiazol, 7-Chlorbenzthiazol, 4-Methylbenzthiazol, 5-Methylbenzthiazol, 6-Methylbenzthiazol, 5-Brombenzthiazol, 6-Brombenzthiazol, 4-Phenylbenzthiazol, 5-Phenylbenzthiazol, 4-Methoxybenzthiazol, 5-Methoxybenzthiazol, 6-Methoxybenzthiazol, 5-Iodbenzthiazol, 6-Iodbenzthiazol, 4-Ethoxybenzthiazol, 5-Ethoxybenzthiazol, Tetrahydrobenzthiazol, 5,6-Dimethoxybenzthiazal, 5,6-Dioxymethylenbenzthiazol, 5-Hydroxybenzthiazol oder 6-Hydroxybenzthiazol,

die Naphthothiazol-Serie: z. B. Naphtho-[1,2]-thiazol, Naphtho-[2,1]-thiazol, 5-Methoxynaphtho-[2,1]-thiazol, 5-Ethoxynaphtho-[2,1]-thiazol, 8-Methoxynaphtho-[1,2]-thiazol oder 7-Methoxynaphtho-[1,2]-thiazol,

die Thionaphtheno-7',6',4,5-thiazol-Serie, z. B. 4'-Methoxythionaphtheno-7',6',4,5-thiazol,

die Oxazol-Serie, z. B. 4-Methyloxazol, 5-Methyloxazol, 4-Phenyloxazol, 4,5-Diphenyloxazol, 4-Ethyloxazol, 4,5-Dimethyloxazol oder 5-Phenyloxazol,

die Benzoxazol-Serie, z. B. Benzoxazol, 5-Chlorbenzoxazol, 5-Methylbenzoxazol, 5-Phenylbenzoxazol, 6-Methylbenzoxazol, 5,6-Dimethylbenzoxazol, 4,5-Dimethylbenzoxazol, 5-Methoxybenzoxazol, 5-Ethoxybenzoxazol, 5-Chlorbenzoxazol, 6-Methoxybenzoxazol, 5-Hydroxybenzoxazol oder 6-Hydroxybenzoxazol,

die Naphthoxazol-Serie, z. B. Naphtho-[1,2]-oxazol oder Naphtho-[2,1]-oxazol,

die Thiazolin-Serie, z. B. Thiazolin oder 4-Methylthiazolin,

die 2-Chinolin-Serie, z. B. Chinolin, 3-Methylchinolin, 5-Methylcfiinolin, 7-Methylchinolin, 8-Methylchinolin, 6-Chlorchinolin, 8-Chlorchinolin, 6-Methoxychinolin, 6-Ethoxychinolin, 6-Hydroxychinolin oder 8-Hydroxychinolin,

die 4-Chinolin-Serie, z. B. Chinolin, 6-Methoxychinolin, 7-Methoxychinolin, 7-Methylchinolin oder 8-Methylchinolin,

die 1-Isochinolin-Serie, z. B. Isochinolin oder 3,4-Dihydroisochinolin,

die 3-Isochinolin-Serie, z. B. Isochinolin,

die Benzimidazol-Serie, z. B. 1,3-Diethylbenzimidazol oder 1-Ethyl-3-Phenylbenzimidazol,

die 3,3-Dialkylindolenin-Serie, z. B. 3,3-Dimethylindolenin, 3,3,5-Trimethylindolenin oder 3,3,7-Trimethylindolenin,

die 2-Pyridin-Serie, z. B. Pyridin oder 5-Methylpyridin,

die 4-Pyridin-Serie,

die 3,3-Dialkylbenz[e]indol-Serie, z. B. 3,3-Dimethylbenz[e]indol,

die Tetrazol-Serie, z. B. 1-Phenyltetrazol oder 1-Methyltetrazol,

die Triazol-Serie, z. B. 1-Phenyltriazol oder 1-Methyltriazol,

die Pyrimidin-Serie, z. B. Pyrimidin,

die Thiadiazol-Serie, z. B. 1,3,4-Thiadiazol.

Die Bezeichnungen "Alkylgruppe", "Arylgruppe", "Aralkylgruppe", "fünf- oder sechsgliedriger Ring", "Ethergruppe", "Ethylengruppe", "Phenylgruppe", "Alkoxygruppe" und "Benzylgruppe" beziehen sie sowohl auf nichtsubstituierte als substituierte Gruppen, wenn nichts anders vermerkt ist. Zu bevorzugten Substituenten zählen eine Halogengruppe, eine Nitrogruppe, eine Carboxylgruppe, eine Hydroxylgruppe, eine Alkoxygruppe, eine Aminogruppe, eine Thiolgruppe, eine Amidgruppe, eine Vinylgruppe, eine Sulfatgruppe, eine Cyangruppe, eine Thioethergruppe, eine Carbonsäuregruppe, eine Sulfonsäuregruppe, eine sulfatgruppe und Kombinationen derselben.

Zur Härtung von Gelatineschichten wird vorzugsweise so verfahren, daß gerade vor dem Äuftrag eine wäßrige Gelatinegießlösung mit einer wäßrigen Härterlösung versetzt wird.

Bei einem besonders bevorzugten Verfahren, bei dem beide Lösungen gerade vor ihrem Auftrag versetzt werden, wird beispielsweise die Härterlösung an der Gießvorrichtung in einen Strom Gießlösung eingespritzt.

Die erfindungsgemäß zu verwendenden Härter können während der Beförderung der Gießlösung von den Lagerbehältern zur Gießvorrichtung durch Einspritzung der Gießlösung zugesetzt werden. Die Einspritzzeit richtet sich zwar nach dem Aufbau der Gießvorrichtung, jedoch muß die Zeit zwischen der Einspritzung und dem Äuftrag genügend lang sein, um ein inniges Versetzen zu ermöglichen. Ebenfalls wichtig ist, daß die Einspritzzeit nicht so lange eingestellt wird, daß schon Vernetzung und Zersetzung auftreten. Man bevorzugt eine Zugabezeit von nicht mehr als etwa 5 Minuten vor dem Äuftrag, ganz besonders bevorzugt nicht mehr als 2 Minuten. Die Imidazolium-Verbindungen der Formel I werden in die Emulsionsschicht eines fotografischen Elements eingespritzt, die Härtungsbeschleuniger der Formel II werden vor dem Äuftrag in die Emulsionsschicht eingebettet. Die Einspritzung erfolgt dadurch, daß die Gießlösung an einem T- Punkt vorbeigeführt und an dieser Stelle die geeignete Härterlösung zugesetzt wird. Nach dem T-Punkt verfügen die zwei Lösungen über genügend Seit, um sich in zulänglichem Maße miteinander zu vermischen. Normalerweise fließt die Gießlösung wesentlich gerade durch den T-Punkt hindurch und wird die Härterlösung in einem bestimmten Winkel in die Gießlösung eingespritzt.

Das erfindungsgemäße fotografische Element kann nach irgendwelcher, den Fachleuten bekannter Technik auf ein Substrat vergossen werden. Zu geeigneten Gießtechniken zählen in nichtlimitativer Weise Vorhangbeschichtung, Extrusionsbeschichtung oder Kaskaden-Schwallbeschichtung. Die Kaskaden-Schwallbeschichtung wird bevorzugt.

Wie den Fachleuten allgemein bekannt wird bei der Kaskaden- Schwallbeschichtung eine fließende flüssige Schicht oder eine Vielzahl von fließenden flüssigen Schichten über eine Gleitoberfläche abwärts zu einem Ausflußende oder einer Ausflußlippe befördert, an dem bzw. der sich der Strom in einer Öffnung zwischen der Lippe und einem bewegenden Substrat zu einer flüssigen Brücke oder einem flüssigen Schwall formt. Das bewegende Substrat trägt Flüssigkeit von der flüssigen Masse im Schwall mit sich und zwar in derselben schichtigen Struktur wie auf der Gleitoberfläche. Als Beispiele sind beispielhaft die US- P 2 761 791 und 2 761 419 von Russell et al. zu nennen.

Die Menge zugesetzter Härterlösung wird in Abhängigkeit der erwünschten Vernetzung bemessen. Bei Verwendung in einer fotografischen Emulsion wird die Menge Imidazolium-Härterlösung in der Regel so bemessen, daß etwa 0,01 bis 1,0 Mmol des Härters der Formel I pro Gramm hydrophiles Kolloid und etwa 0,01 bis 1,0 g des Härtungsbeschleunigers der Formel II pro Gramm hydrophiles Kolloid zugesetzt werden. Besonders bevorzugt liegt die Menge Imidazolium-Härter der Formel I zwischen etwa 0,02 und 0,30 Mmol pro Gramm hydrophiles Kolloid und die Menge Härtungsbeschleuniger der Formel II zwischen etwa 0,02 und 0,30 g pro Gramm hydrophiles Kolloid. Ganz besonders bevorzugt liegt die Menge Härtungsbeschleuniger zwischen etwa 0,05 und 0,15 g pro Gramm hydrophiles Kolloid. Die Menge kann je nach Art des hydrophilen Kolloids variieren.

Die erfindungsgemäß zu verwendenden Härter eignen sich sehr gut zur Vernetzung einer hydrophilen Kolloidschicht. Ganz besonders bevorzugt benutzt man die erfindungsgemäß nutzbaren Härter für eine vergossene Schicht aus einem hydrophilen Kolloid. In der Praxis verwendet man die gehärtete hydrophile Kolloidschicht als lichtempfindliche Schicht, unterliegende Schicht, Deckschicht oder Farbschicht in einem fotografischen Element, ohne sich aber auf dieses Anwendungsgebiet zu beschränken.

Das erfindungsgemäße Verfahren der Härtung von Gelatineschichten wird vorzugsweise zur Härtung von als Bestandteil von fotografischen Aufzeichnungsmaterialien vorliegenden Gelatineschichten angewandt. Dabei kann es sich um lichtempfindliche Silberhalogenid-Emulsionsschichten gehen, die beispielsweise unempfindliche Emulsionen, orthochromatische, panchromatische oder infrarotempfindliche Emulsionen, Farbkuppler enthaltende Emulsionen, Röntgenemulsionen oder sehr kontrastreiche Emulsionen für Reprografiearbeit enthalten. Bei gehärteten Gelatineschichten kann es sich um Schutzschichten, Filterschichten, Lichthofschutzschichten, Rollschutzschichten oder fotografische Hilfsschichten im allgemeinen gehen. Fotografische Aufzeichnungsmaterialien, insbesondere die bei Farbfotografie eingesetzten, enthalten üblicherweise verschiedene solcher Schichten.

Eine lichtempfindliche Schicht enthält in der Regel in einem hydrophilen Kolloidbindemittel dispergiertes Silberhalogenid. Das Silberhalogenid kann wie den Fachleuten bekannt chemisch und spektral sensibilisiert sein und die Schicht kann andere Zutaten wie Farbstoffe, Stabilisatoren, Entwicklungssubstanzen, Farbkuppler, Toner und Tenside enthalten.

Eine unterliegende Schicht enthält in der Regel eine hydrophile Kolloidschicht, wahlweise mit einem darin dispergierten Farbstoff. Die Deckschicht wird üblicherweise als die lichtempfindliche Schicht vor z. B. Abrieb schützende Außenschicht aufgetragen. Die Deckschicht kann Farbstoffe, Tenside oder andere den Fachleuten bekannte Zutaten enthalten.

Die Bezeichnung "hydrophiles Kolloid" oder dessen Homologe "Gelatine" und "proteinartiges Material" deuten in der vorliegenden Erfindung auf von Kollagen abgeleitete Proteinsubstanzen. Im erfindungsgemäßen Kontext bezieht "hydrophiles Kolloid" sich ebenfalls auf wesentlich äquivalente Substanzen wie synthetische Analoge von Gelatine. In der Regel wird Gelatine in die Klassen alkalische Gelatine, saure Gelatine und enzymatische Gelatine unterteilt. Alkalische Gelatine wird durch Behandlung von Kollagen mit einer Base wie Calciumhydroxid erhalten. Saure Gelatine erhält man durch Behandlung von Kollagen in einer Säure wie Chlorwasserstoffsäure. Enzymatische Gelatine entsteht durch eine Hydrolysebehandlung von Kollagen. Die Beschreibung der vorliegenden Erfindung beschränkt sich nicht auf Elemente oder Verfahren, die Gelatine einer bestimmten Art oder mit einem bestimmten Molekulargewicht nutzen.

Zur Härtung verschiedener aufeinanderliegender Schichten auf einer Seite eines Trägers in fotografischen Aufzeichnungsmaterialien wird der Härter vorzugsweise nur einer einzelnen Schicht zugesetzt, beispielhaft einer unterliegenden Schicht oder einer Deckschicht, die selber gelatinefrei sein kann, oder aber einer Hilfsschicht wie zum Beispiel im in der US-P 5 034 249 von Reif beschriebenen Verfahren. Es ist ebenfalls möglich, eine den Härter enthaltende Lösung in einer späteren speziellen Verfahrensstufe auf die Gelatine enthaltenden Schichten zu vergießen.

Die Imidazolium-Härter können auf einfachem Wege aus problemlos erhältlichen Ausgangsmaterialien hergestellt werden. Sie härten so schnell wie bekannte Soforthärter, warten jedoch als Feststoffe und in wäßrigen Lösungen mit einer wesentlich besseren Stabilität auf. Die Feststoffe, ihre Lösungen und damit gehärtete Gelatineschichten verbreiten keine unangenehmen und schädlichen Gerüche.

Die vorliegende Erfindung kann zur Härtung aller Typen von Gelatineschichten genutzt werden. Beispielhaft sind auf Gegenständen vergossene Schutzschichten, reaktionsfähige Materialien enthaltende Schichten für Analyse- oder Diagnostikzwecke und lichtempfindliche Schichten und Hilfsschichten auf fotografischen Aufzeichnungsmaterialien zu nennen.

Beim Filmträger der im neuen Verfahren eingesetzten Emulsionsschichten kann es sich um jede beliebige geeignete lichtdurchlässige Kunststoffolie gehen. So können beispielhaft Celluloseträger, z. B. Celluloseacetat, Cellulosetriacetat und gemischte Celluloseester, verwendet werden. Polymerisierte Vinylverbindungen, z. B. copolymerisiertes Vinylacetat und Vinylchlorid, Polystyrol und polymerisierte Acrylate, kommen ebenfalls in Frage. Zu bevorzugten Filmträgern zählen die aus dem Polyveresterungsprodukt einer Dicarbonsäure und eines zweiwertigen Alkohols erhaltenen Filmträger, die nach den Beschreibungen der US-P 2 779 684 von Alles und der in dieser Patentbeschreibung erwähnten Patentschriften hergestellt werden. Weitere geeignete Träger sind Polyethylenterephthalat/Isophthalate der GB-P 766 290 und der kanadischen Patentschrift 562 672 und die durch Kondensation von Terephthalsäure und Dimethyltherephthalat mit Propylenglycol, Diethylenglycol, Tetramethylenglycol oder Cyclohexan-1,4-dimethanol erhaltenen (Hexahydro-p-xylolalkohol). Filme der in der US-P 3 052 543 von Bauer et al. beschriebenen Art lassen sich ebenfalls benutzen. Die obenerwähnten Polyesterträger sind besonders geeignet aufgrund ihrer Maßhaltigkeit.

Die Messung des Schmelzpunkts erfolgt durch Beobachtung der Schmelztemperatur einer gehärteten Gelatineschicht in 0,1 M NaOH. Die Schmelzzeit mißt man durch Ermittlung der Zeit in Minuten, die die gehärtete Schicht benötigt, um sich in einer 1,5%igen NaOH-Lösung zu lösen. Zur Ermittlung der Wasserabsorption wiegt man ein trockenes Filmmuster von 10 cm · 10 cm, taucht man es 30 Minuten in einer wäßrigen, mittels eines Boratpuffers auf einen pH von etwa 10,0 gepufferten Lösung ein, läßt man den Wasserüberschuß von der Folie abtropfen und wiegt man den gequollenen Film. Die Wasserabsorption (WA) definiert man als die Gewichtszunahme pro Oberflächeneinheit oder als ein Prozentsatz entsprechend folgender Gleichung.

% WA = Naßgewicht (mg) - Trockengewicht (mg) / Trockengewicht (mg) · 100

Die Naßrille ist ein Maß für die Festigkeit des Bindemittels unter Verarbeitungsbedingungen und wird dadurch gemessen, daß man einen Stift allmählich mit zunehmender Kraft über einen Film zieht, wobei der Film in einer Scheinentwicklerlösung eingetaucht ist, die alle Ingredienzien außer Hydrochinon und Phenidon enthält. Die Ermittlung der Naßrille erfolgt dann durch Messung des Abstands, den der Stift zurückgelegt hat, ehe die Filmoberfläche zerstört wird. Ein größerer Abstand deutet auf eine stärkere Matrix.

SYNTHESE VON HÄRTERN DER FORMEL I

Die Imidazolium-Verbindungen können nach verschiedenen Syntheseverfahren hergestellt werden. Es läßt sich dann auch für jede bestimmte Verbindung ein optimales Verfahren auswählen.

Die Synthese beginnt man üblicherweise mit einer Imidazolium-Verbindung und umfaßt zwei Stufen, wobei man das Imidazol zunächst mit einer äquivalenten Menge eines Carbamoylchlorids und anschließend das erhaltene Zwischenprodukt mit einer weiteren äquivalenten Menge desselben oder eines anderen Carbamoylchlorids reagieren läßt. So können symmetrische oder asymmetrische Verbindungen erhalten werden.

So kann man beispielhaft Imidazol in Gegenwart eines Säureabfangers, zum Beispiel Trimethylamin, mit einer äquivalenten Menge eines N,N-Dialkylcarbamoylchlorids reagieren lassen. Als Lösungsmittel bevorzugt man dabei Aceton und Tetrahydrofuran. Es wird Triethylammoniumchloridsalz gefällt und ein Zwischenprodukt in der getrennten Lösung kann man mit einer weiteren äquivalenten Menge eines Dialkylcarbamoylchlorids reagieren lassen, um eine Biscarbamoylverbindung zu erhalten. Diese Verbindung kristallisiert sich zu einer Form um, deren Reinheit zum praktischen Einsatz ausreicht und die sich problemlos abfiltrieren läßt.

Das Zwischenprodukt kann ebenfalls durch Reaktion von Natriumimidazol mit einer äquivalenten Menge eines Carbamoylchlorids in einem polaren Lösungsmittel wie z. B. Tetrahydrofuran, Trennen von gefälltem Natriumchlorid und eine weitere, wie oben beschriebene Verarbeitung in der Lösung zur Bildung der Biscarbamoylverbindung erhalten werden.

Eine weitere Möglichkeit zur Herstellung des Monocarbamoylimidazol-Zwischenprodukts basiert auf der Reaktion eines Carbamoyldümidazols mit einer äquivalenten Menge eines sekundären Amins. Vor der weiteren Reaktion muß das Zwischenprodukt getrennt und umkristallisiert werden, um das in der ersten Stufe gebildete Imidazol zu entfernen.

1,3-Bis-(dimethylcarbamoyl)-imidazoliumchlorid (I-14)

10,75 g (0,1 Mol) Dimethylcarbamoylchlorid werden unter Rühren einer Lösung von 6,8 g (0,1 Mol) Imidazol und 11 g Triethylamin in 70 ml trockenem Aceton zugetropft. Während der Erhitzung fällt Triethylammoniumchlorid aus. Nach Sstündiger Aufbewahrung bei Zimmertemperatur wird das Reaktionsgemisch filtriert und werden dem Filtrat erneut 10,75 g Dimethylcarbamoylchlorid zugesetzt. Nach 2tägiger Aufbewahrung bei Zimmertemperatur wird das kristalline Produkt abfiltriert, mit Aceton gewaschen und im Vakuum getrocknet.

Ausbeute: 20,2 g 1,3-Bis-(dimethylcarbamoyl)-imidazoliumchlorid (theoretische Ausbeute: 77%) - Schmelzpunkt: 115ºC.

Analyse:

berechnete Menge: C 43,8% H 6,08% N 22,7%

ermittelte Menge: C 43,7% H 6,2% N 22,8%

1,3-Bis-(morpholinocarbonyl)-imidazoliumchlorid (I-20)

7,5 g (0,05 Mol) Morpholino-4-carbonylchlorid werden einer Lösung von 3,4 g (0,05 Mol) Imidazol und 5,5 g Triethylamin in 60 ml trockenem Tetrahydrofuran zugesetzt. Das Gemisch wird 30 Minuten bei 50ºC gerührt. Der Triethylammoniumchlorid- Niederschlag wird abfiltriert. Anschließend werden dem Filtrat weitere 7,5 g Morpholino-4-carbonylchlorid zugesetzt. Nach 2tägiger Aufbewahrung bei Zimmertemperatur trennen sich Kristalle von 1,3-Bis-(morpholinocarbonyl)-imidazoliumchlorid ab. Diese Kristalle werden abfiltriert, mit Ether gewaschen und im Vakuum getrocknet.

Ausbeute: 9,6 g (theoretische Ausbeute: 58%) - Schmelzpunkt: 116ºC.

Analyse:

berechnete Menge: C 48,1% H 6,9%, N 20,4%

ermittelte Menge: C 48,0% H 7,0% N 20,6%

Es können Standardsyntheseverfahren mit organischer Reaktion angewandt werden. Obgleich andere Vorgehensweisen auch möglich sind, erfolgt die Herstellung der Härter der Formel 1 in einer konsistenten Weise nach dem folgenden Verfahren. Das geeignete N-substituierte Imidazol (0,2 Mol) und das geeignete Carbonylchloriä oder Thiocarbamoylchlorid (0,2 Mol) werden in 100 ml Aceton gelöst und etwa 2 h unter Rückflußkühlung erhitzt. Das Reaktionsgemisch wird abgekühlt, um die Fällung des Produkts auszulösen. Anschließend wird das Produkt durch Filtrierung wiedergewonnen. Das Filtrat wird mit Aceton gespült und in einem Exsikkator bei Umgebungsbedingungen getrocknet.

1-Decyl-3-dimethylcarbamoylimidazoiiumbromid (I-1)

Zu 13,6 g (0,2 Mol) Imidazol (Aldrich Chemical Co., Milwaukee, WI, 99%) und 20,2 g Triethylamin (Aldrich, 99%) in 100 ml trockenem Aceton (Fisher scientific Co., Pittsburgh, PA) in einem magnetisch gerührten 250 ml-Reaktionskolben mit rundem Boden und trockener Stickstoffatmosphäre werden über einen Zeitraum von 20 Minuten aus einem Fülltrichter mit Seitenarm- Druckausgleich 21,5 g (0,2 Mol) Dimethylcarbamoylchlorid (Aldrich, 99%) zugetropft. Während der Zutropfung bildet sich unter leicht exothermen Bedingungen ein weißer Niederschlag. Man ersetzt den Fülltrichter durch einen Rücktlußkühler und das Reaktionsgemisch wird eine weitere Stunde unter Rückflußkühlung erhitzt. Nach Abkühlung auf Zimmertemperatur wird der Niederschlag mittels Buchner-Filtration auf Wattmann-≠1-Papier abfiltriert, auf dem Filter mit Aceton gespült und abgeführt. Die Kombination des Filtrats und der Acetonspüllösung wird in zwei gleiche Teile unterteilt, die je 0,1 Mol 1- Dimethylcarbamoylimidazol enthalten. Einem dieser Teile werden 22,1 g (0,1 Mol) 1-Bromdecan (Aldrich 98%) zugesetzt und die Lösung wird 7 h unter trockener Stickstoffatmosphäre unter Rückflußkühlung erhitzt. Das Aceton wird bis zum Moment der Bildung zweier Schichten in einem Rotationsverdampfer mit Wasseraspiratorvakuum abgedampft. Nach Abkühlung auf 5ºC enthält die obere Schicht im wesentlichen nicht-reagiertes Bromdecan, die untere Schicht 12 g (0,043 Mol - theoretische Ausbeute: 21,4%) des Imidazoliumsalzes als fester Wachs. Die Reinheit und Identität dieses Produkts werden durch Protonen- und Kohlenstoff-NMR (kernmagnetische Resonanz) in einer Deuteriumoxidlösung bestätigt.

ERLÄUTERNDE BEISPIELE

Die folgenden Beispiele erläutern die vorliegende Erfindung, ohne sie aber irgendwie hierauf zu beschränken.

BEISPIEL 1

Eine ultraviolettempfindliche Silberhalogenidemulsion wird nach den Beschreibungen der US-P 5 108 887 und der am 5/27/1992 veröffentlichten EPO 0 487 010 unter Verwendung von K&K 2688, K&K 7240 oder Sanofi LHG-Gelatine als hydrophiles Kolloid hergestellt. Der Härtungsbeschleuniger IA-6 wird in der in Tabelle 1 angegebenen Menge zugesetzt. Wahlweise wird Poligen PE oder Dow 620 Latex zugesetzt, ohne daß dadurch Schwankungen der erzielten erfindungsgemäßen Ergebnisse zu beobachten sind. Der Härter I-23 wird in einer etwa 0,070 Mmol Härter pro Gramm Gelatine entsprechenden Menge zugesetzt. Die Emulsion wird in einem Silberverhältnis von etwa 2,5 g Silber/m² und einem Gelatine/Silber-Verhältnis von etwa 0,48 auf einen Polyethylenterephthalatträger vergossen. Auf diese Emulsion vergießt man eine übliche Gelatineabriebschicht, der 1,5 Mmol 2,4-Dichlor-6-hydroxy-1,3,5-s-triazin-Natriumsalz zugesetzt werden. Es ist eine minimale Änderung der frischen sensitometrischen Eigenschaften zu beobachten. Die Schmelzzeit der Abriebschicht und der Emulsion werden in Tabelle 1 aufgelistet.

Tabelle 1

Die Menge bezieht sich auf die Grammenge des benutzten Härtungsbeschleunigers pro Mol Silber. MTA ist die Schmelzzeit (Minuten) der Abriebschicht und MTE die Schmelzzeit (Minuten) der Emulsionsschicht. Im Gegensatz zu den vergleichenden Mustern ist bei den erfindungsgemäßen Mustern ein Anstieg der Schmelzzeit der Emulsionsschicht und der Abriebschicht zu beobachten.

BEISPIEL 2

Eine Emulsion wird analog Beispiel 1 hergestellt, jedoch mit dem Unterschied, daß der Härtungsbeschleuniger und die Mengen wie in Tabelle 2 angegeben geändert sind.

Tabelle 2

Die Menge bezieht sich auf die Grammenge des benutzten Härtungsbeschleunigers pro Mol Silber. ACC ist der zugesetzte Härtungsbeschleuniger. MTA ist die Schmelzzeit (Minuten) der Abriebschicht und MTE die Schmelzzeit (Minuten) der Emulsionsschicht. Im Gegensatz zu den vergleichenden Mustern ist bei den erfindungsgemäßen Mustern ein Anstieg der Schmelzzeit zu beobachten.

BEISPIEL 3

Eine Emulsion wird analog Beispiel 1 hergestellt, wobei 0,075 Mmol des Härters I-23 pro Gramm Gelatine zugesetzt wird. Der zugesetzte Härtungsbeschleuniger und die Menge werden in Tabelle 3 angegeben.

Tabelle 3

ACC ist der zugesetzte Härtungsbeschleuniger. Die Menge bezieht sich auf die Menge in Milligramm des zugesetzten Härtungsbeschleunigers pro Gramm hydrophiles Kolloid. MT1 ist die Schmelzzeit (Minuten) nach 1 Woche. MT7 ist die Schmelzzeit (Minuten) nach 7 Wochen. Bei den erfindungsgemäßen Mustern ist ein Anstieg der Schmelzzeit zu beobachten.


Anspruch[de]

1. Ein fotografisches Element, das eine lichtempfindliche Schicht und eine erste hydrophile Kolloidschicht enthält, die mit 0,01 bis 1,0 Millimol pro Gramm hydrophiles Kolloid von wenigstens einer Imidazolium-Verbindung nach folgender Formel:

in der bedeuten:

Y¹ eine Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Aralkylgruppe mit 7 bis 25 Kohlenstoffatomen, einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S, -L¹CR&sup8;CH&sub2; oder ein Polymeres davon, -C(Y&sup4;)E oder

E eine Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Aralkylgruppe mit 7 bis 25 Kohlenstoffatomen, -OR&sup9;, -CN, oder einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S,

L¹ eine Verbindungsgruppe,

R¹ ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Aralkylgruppe mit 7 bis 25 Kohlenstoffatomen, -OR¹&sup0;, eine Halogengruppe, eine Nitrogruppe, eine Carboxylgruppe, eine Mercaptogruppe, eine Alkylaminogruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen oder einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S,

R² und R³ unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Aralkylgruppe mit 7 bis 25 Kohlenstoffatomen oder R² und R³, unabhängig voneinander oder zusammen, einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S,

R&sup4; und R&sup5; unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Aralkylgruppe mit 7 bis 25 Kohlenstoffatomen, eine Nitrogruppe, eine Carboxylgruppe, eine Mercaptogruppe, -OR¹¹, eine Halogengruppe, eine Alkylaminogruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen oder einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S, oder R&sup4; und R&sup5; zusammen einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S,

X&supmin; ein Gegenion,

Y², Y³ und Y&sup4; unabhängig voneinander O oder S,

R&sup6; und R&sup7; unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoff atomen, eine Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Aralkylgruppe mit 7 bis 25 Kohlenstoffatomen oder einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S, oder R&sup6; und R&sup7; zusammen die zur Bildung eines fünf- oder sechsgliedrigen Ringes benötigten Atome aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S,

R&sup8; ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, -C(O)R¹², -CN, oder eine Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen,

R&sup9; ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen oder eine Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen,

R¹&sup0; und R¹¹ unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen, und

eine Arylalkylgruppe mit 7 bis 10 Kohlenstoffatomen oder -(R³³-O-R³&sup4;)n- bedeutet, und

R³¹ und R³² unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 7 Kohlenstoffatomen bedeuten.

4. Fotografisches Element nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Härtungsbeschleuniger aus folgender Gruppe gewählt wird:

5. Fotografisches Element nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß

Y¹ eine Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Aralkylgruppe mit 7 bis 25 Kohlenstoffatomen, einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S, oder

bedeutet,

L¹ eine chemische Kovalenzbindung, eine Alkylgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Aralkylgruppe mit 7 bis 25 Kohlenstoffatomen oder eine Carboxylgruppe bedeutet,

R¹ ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Aralkylgruppe mit 7 bis 11 Kohlenstoffatomen bedeutet,

R² und R³ unabhängig voneinander eine Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 bis 10 Kohlenstoffatomen, eine Aralkylgruppe mit 7 bis 11 Kohlenstoffatomen oder zusammen einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N und O bedeuten,

R&sup4; und R&sup5; unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeuten,

R&sup6; und R&sup7; unabhängig voneinander eine Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 bis 10 Kohlenstoffatomen, eine Aralkylgruppe mit 7 bis 11 Kohlenstoffatomen, oder zusammen einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N und O bedeuten, und

Y² und Y³ ein Sauerstoffatom bedeuten.

6. Fotografisches Element nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß

R¹ ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen bedeutet,

L¹ eine chemische Bindung oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen bedeutet,

R² und R³ unabhängig voneinander eine Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen oder zusammen einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N und O bedeuten, und

R&sup6; und R&sup7; eine Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen oder zusammen einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N und O bedeuten.

7. Fotografisches Element nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Imidazolium-Verbindung(en) aus nachstehender Gruppe gewählt wird (werden):

und

8. Verfahren zur Herstellung eines fotografischen Elements, das folgende Stufen umfaßt:

a) die Bildung von wenigstens einer flüssigen fotografischen Emulsion in wenigstens einem Lagergefäß, in dem die flüssige fotografische Emulsion Silberhalogenid, hydrophiles Kolloid und einen Härtungsbeschleuniger nach folgender Formel enthält:

in der bedeuten:

R³&sup0; eine chemische Bindung oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 bis 10 Kohlenstoffatomen, eine Arylalkylgruppe mit 7 bis 25 Kohlenstoffatomen oder -(R³³-O-R³&sup4;)n-,

R³¹ und R³² unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen, und

R³³ und R³&sup4; unabhängig voneinander eine Alkylgruppe mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen.

b) das Befördern der flüssigen fotografischen Emulsion zu einem Einspritzbereich,

c) das in dem Einspritzbereich vorgenommene Einspritzen in die flüssige fotografische Emulsion von wenigstens einer Imidazolium-Verbindung nach der Formel:

in der bedeuten:

Y¹ eine Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Aralkylgruppe mit 7 bis 25 Kohlenstoffatomen, einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S, -L¹CR&sup8;CH&sub2; oder ein Polymeres davon, -C(Y&sup4;)E oder

E eine Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Aralkylgruppe mit 7 bis 25 Kohlenstoffatomen, -OR&sup9;, -CN, oder einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S,

L¹ eine Verbindungsgruppe,

R¹ ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Aralkylgruppe mit 7 bis 25 Kohlenstoffatomen, -OR¹&sup0;, eine Halogengruppe, eine Nitrogruppe, eine Carboxylgruppe, eine Mercaptogruppe, eine Alkylaminogruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen oder einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S,

R² und R³ unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Aralkylgruppe mit 7 bis 25 Kohlenstoffatomen oder R² und R³, unabhängig voneinander oder zusammen, einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S,

R&sup4; und R&sup5; unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Aralkylgruppe mit 7 bis 25 Kohlenstoffatomen, eine Nitrogruppe, eine Carboxylgruppe, eine Mercaptogruppe, -OR¹¹, eine Halogengruppe, eine Alkylaminogruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen oder einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S, oder R&sup4; und R&sup5; zusammen einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S,

X&supmin; ein Gegenion,

Y², Y³ und Y&sup4; unabhängig voneinander O oder S,

R&sup6; und R&sup7; unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Aralkylgruppe mit 7 bis 25 Kohlenstoffatomen oder einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S, oder R&sup6; und R&sup7; zusammen die zur Bildung eines fünf- oder sechsgliedrigen Ringes benötigten Atome aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S,

R&sup8; ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, -C(O)R¹², -CN, oder eine Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen,

R&sup9; ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen oder eine Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen,

R¹&sup0; und R¹¹ unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen, und

R¹² ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Alkoxygruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Aminogruppe oder eine Alkylaminogruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen,

d) das Befördern der flüssigen fotografischen Emulsion zu einer Gießvorrichtung,

e) den Auftrag der flüssigen fotografischen Emulsion auf ein Substrat, und

f) das Entfernen des Lösungsmittels aus der flüssigen fotografischen Emulsion, wodurch eine trockene aufgetragene Emulsionsschicht erhalten wird.

9. Verfahren zur Herstellung eines fotografischen Elements nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß

R³&sup0; eine Alkylgruppe mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 Kohlenstoffatomen, eine Arylalkylgruppe mit 7 bis 18 Kohlenstoffatomen oder -(R³³-O-R³&sup4;)n- bedeutet, und

R³¹ und R³² unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen bedeuten.

10. Verfahren zur Herstellung eines fotografischen Elements nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß

R³&sup0; eine Alkylgruppe mit 3 bis 7 Kohlenstoffatomen, die durch eine Alkoxygruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen substituiert ist, eine Arylgruppe mit 6 Kohlenstoffatomen, eine Arylalkylgruppe mit 7 bis 10 Kohlenstoffatomen oder -(R³³-O-R³&sup4;)n- bedeutet, und

R³¹ und R³² unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 7 Kohlenstoffatomen bedeuten.

11. Verfahren zur Herstellung eines fotografischen Elements nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß

Y¹ eine Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Aralkylgruppe mit 7 bis 25 Kohlenstoffatomen, einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S, oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N und O bedeuten, und

R&sup6; und R&sup7; eine Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen oder zusammen einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N und O bedeuten.

13. Verfahren zur Herstellung eines fotografischen Elements nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Imidazolium- Verbindung(en) aus nachstehender Gruppe gewählt wird (werden):

und

14. Ein fotografisches Element, das eine lichtempfindliche Schicht und wenigstens eine hydrophile Kolloidschicht enthält, die mit wenigstens einer Imidazolium-Verbindung der folgenden Formel gehärtet ist:

in der bedeuten:

R¹ ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen,

R² und R³ unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Aralkylgruppe mit 7 bis 25 Kohlenstoffatomen oder einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S, oder R² und R³ zusammen einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S,

R&sup4; und R&sup5; unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen oder eine Halogengruppe, oder R&sup4; und R&sup5; zusammen einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S,

X&supmin; ein Gegeninn,

Y² und Y³ ein Sauerstoffatom

R&sup6; und R&sup7; unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Aralkylgruppe mit 7 bis 25 Kohlenstoffatomen oder einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S, oder R&sup6; und R&sup7; zusammen einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring mit Atomen aus der Gruppe bestehend aus C, N, O und S, und

wobei die hydrophile(n) Kolloidschicht(en) weiterhin einen Härtungsbeschleuniger nach folgender Formel enthält (enthalten):

in der bedeuten:

R³&sup0; eine chemische Bindung oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 bis 10 Kohlenstoffatomen, eine Arylalkylgruppe mit 7 bis 25 Kohlenstoffatomen oder -(R³³-O-R³&sup4;)n-,

R³¹ und R³² unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen, und

R³³ und R³&sup4; unabhängig voneinander eine Alkylgruppe mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen.

15. Fotografisches Element nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß

R³&sup0; eine Alkylgruppe mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit 6 Kohlenstoffatomen, eine Arylalkylgruppe mit 7 bis 18 Kohlenstoffatomen oder -(R³³-O-R³&sup4;)n- bedeutet, und

R³¹ und R³² unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen bedeuten.

16. Fotografisches Element nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß

R³&sup0; eine Alkylgruppe mit 3 bis 7 Kohlenstoffatomen, die durch eine Alkoxygruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen substituiert ist, eine Arylgruppe mit 6 Kohlenstoffatomen, eine Arylalkylgruppe mit 7 bis 10 Kohlenstoffatomen oder -(R³³-O-R³&sup4;)n- bedeutet, und

R³¹ und R³² unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 7 Kohlenstoffatomen bedeuten.

17. Fotografisches Element nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Härtungsbeschleuniger aus folgender Gruppe gewählt wird:







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com