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Dokumentenidentifikation DE69610334T2 01.03.2001
EP-Veröffentlichungsnummer 0876255
Titel MEHRSCHICHTIGE FILME AUF DER BASIS VON LLDPE
Anmelder Montell Technology Co. B.V., Hoofddorp, NL
Erfinder COMETTO, Claudio, I-40141 Bologna, IT;
PERDOMI, Gianni, I-44100 Ferrara, IT;
CAGNANI, Camillo, I-47013 Dovadola, IT
Vertreter Zumstein & Klingseisen, 80331 München
DE-Aktenzeichen 69610334
Vertragsstaaten AT, BE, DE, ES, FI, FR, GB, IT, NL, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 04.11.1996
EP-Aktenzeichen 969380518
WO-Anmeldetag 04.11.1996
PCT-Aktenzeichen EP9604773
WO-Veröffentlichungsnummer 9718083
WO-Veröffentlichungsdatum 22.05.1997
EP-Offenlegungsdatum 11.11.1998
EP date of grant 13.09.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.03.2001
IPC-Hauptklasse B32B 27/32
IPC-Nebenklasse C08L 23/16   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft verstreckbare Mehrschichtfolien, die verbesserte optische und mechanische Eigenschaften aufweisen. Insbesondere betrifft die Erfindung verstreckbare Mehrschichtfolien, in denen mindestens zwei Schichten die gleiche Zusammensetzung aufweisen, umfassend: (a) ein linear niederdichtes Polyethylen (LLDPE), (b) ein Copolymer von Propylen mit Ethylen und/oder mit einem oder mehreren α-Olefinen CH&sub2;=CHRI, worin RI einen Alkylrest mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen aufweist, wobei dieses Copolymer in Xylol relativ stark unlöslich ist; (c) ein niederdichtes Polyethylen (LDPE). Die Verwendung von verstreckbaren Folien auf dem Gebiet der Warenverpackung und -umhüllung ist eine Anwendung von wesentlicher kommerzieller Bedeutung. Der Grund dafür ist, daß Umhüllungen und Verpackungen, die aus Polymerfolien hergestellt wurden, es ermöglichen, die Waren in stabilen Einheiten und in einheitlichen Formen anzuordnen, wodurch deren Transport rationalisiert und folglich wirtschaftlicher gemacht werden kann. Auf der Grundlage der großen Vielzahl von Warenarten, die umhüllt und verpackt werden müssen, sind viele unterschiedliche Eigenschaften dieser Folien unter anderem in Abhängigkeit von den unterschiedlichen angewendeten Verpackungstechniken erforderlich. Die allgemeinen Erfordernisse zum Bereitstellen breiter Anwendbarkeit sind gute mechanische Eigenschaften, beispielsweise Zugfestigkeit, Durchstoßfestigkeit, Last und Dehnung beim Zerreißen und gute optische Eigenschaften, wie Transparenz (Haze) und Helligkeit (Glanz). Polymerfolien müssen darüber hinaus gute Verarbeit barkeit auf Verpackungsfließbändern besitzen; das heißt, daß sie Eigenschaften aufweisen müssen, die eine ausgezeichnete Steuerung über den Verstreckvorgang ermöglichen, um während der Verpackungsvorgänge Reißen zu verhindern. Außerdem sollten diese Folien vorzugsweise möglichst billig sein, so daß ihre Kosten zu den Kosten des verkaufsfertig verpackten Produkts nicht wesentlich beitragen. Deshalb sollten die Folien, damit sie breit anwendbar sind, eine Vielzahl von Eigenschaften besitzen, die nicht immer zueinander verträglich sind.

Viele unterschiedliche Polymere wurden in der letzten Zeit zur Herstellung von Folien, die diesen Erfordernissen genügen können, verwendet.

Kürzlich erfuhr die Verwendung von LLDPE eine bedeutende Entwicklung auf diesem Gebiet im Hinblick auf dessen ausgezeichnete Funktionen bezüglich mechanischer Eigenschaften und Verarbeitbarkeit.

Trotzdem besitzen Folien, die ausschließlich LLDPE umfassen, keine vollständig befriedigende Kombination von Eigenschaften. Darüber hinaus sind die LLDPE, die die beste Leistung ergeben, jene, die mit 1-Hexen oder 1-Octen modifiziert sind, welche wesentlich höhere Herstellungskosten als LLDPE, die mit Buten modifiziert sind, aufweisen. Verschiedene Lösungen wurden daher vorgeschlagen, einschließlich Ein- oder Mehrschichtfolien, die aus Zusammensetzungen erhalten werden, welche LLDPE, gemischt mit anderen Komponenten, umfassen. US-Patent 5 419 934 beschreibt eine verstreckbare Mehrschichtfolie, die zwei äußere Schichten und eine innere Schicht umfaßt. Die innere Schicht umfaßt eine Zusammensetzung, die aus LLDPE in einer Menge im Bereich von 5 bis 15% und einem Polymer, ausgewählt aus Propylenhomopolymeren und - copolymeren oder Gemischen davon, in Mengen zwischen 85 und 95% umfaßt, besteht. Die zwei äußeren Schichten umfassen ein LLDPE, das Eigenschaften aufweist, die sich von jenen des LLDPE, das in der inneren Schicht verwendet wird, unterscheiden, gegebenenfalls vermischt mit anderen Komponenten, wie EVA oder LDPE. US-Patent 5 407 732 beschreibt verstreckbare Mehrschichtfolien, die drei Schichten umfassen, die aus einer Polyolefin-Zusammensetzung, die LLDPE und LDPE umfaßt, bestehen. Eine der äußeren Schichten enthält zwischen 70 und 98% LLDPE, die Menge an LLDPE in der inneren Schicht liegt zwischen 65 und 35%, und die andere äußere Schicht enthält zwischen 90 und 99% LLDPE. Jedoch ist die Gesamtheit der Eigenschaften, die durch diese Folien gezeigt wird, nicht vollständig befriedigend. Tatsächlich ist bekannt, daß, wenn LDPE mit LLDPE vermischt wird, das erhaltene Produkt von schlechteren mechanischen Eigenschaften ist.

Die Internationale Patentanmeldung WO95/20009 beschreibt Polyolefinzusammensetzungen mit hoher Verarbeitbarkeit, umfassend (a) 75 bis 95 Gewichtsprozent eines Copolymers von Ethylen mit einem α-Olefin CH&sub2;=CHR, worin R einen Alkylrest mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen darstellt, wobei das Ethylen-Copolymer bis zu 20 Mol-% α-Olefin CH&sub2;=CHR enthält; und (b) 5 bis 25 Gewichtsprozent eines Copolymers von Propylen mit Ethylen und mit mindestens einem α-Olefin CH&sub2;=CHRI, worin RI einen Alkylrest mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen darstellt. Das Copolymer (b) enthält 80 bis 98 Gewichtsprozent Propylen, 1 bis 10 Gewichtsprozent Ethylen und 1 bis 10 Gewichtsprozent α-Olefin CH&sub2;=CHRI und ist durch eine Unlöslichkeit in Xylol von mehr als 70% gekennzeichnet. Die genannte Anmeldung erwähnt nicht die Verarbeitbarkeit von erhaltenen, verstreckbaren Mehrschichtfolien, worin eine oder mehr als eine Schicht aus einer Polyolefinzusammensetzung des beschriebenen Typs, vermischt mit einem niederdichten Polyethylen (LDPE), zusammengesetzt ist. US-Patent 5 455 303 offen bart tatsächlich Zusammensetzungen dieses Typs, die LDPE enthalten und die Anwendung davon bei der Folienherstellung. Die in diesem Dokument beschriebenen Folien zeigen jedoch nur eine begrenzte Verbesserung der Eigenschaften im Vergleich mit den Folien, die aus einer Zusammensetzung hergestellt werden, die kein LDPE enthält. Es gibt deshalb einen Bedarf für Polymerfolien, die den Erfordernissen einer breiten Anwendbarkeit genügen. Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß verstreckbare Mehrschichtfolien, die mindestens zwei Schichten von Folien umfassen: (a) ein LLDPE; (b) ein Propylen-Copolymer von definierten Unlöslichkeitseigenschaften in Xylol; und (c) ein niederdichtes Polyethylen (LDPE), erhalten in einem Gießverfahren, eine ausgezeichnete Kombination von optischen und mechanischen Eigenschaften besitzen und deshalb im breiten Maße angewendet werden können. Dies ist besonders überraschend im Lichte von US-Patent 5 407 732, worin allgemein angeführt wurde, daß Mehrschicht-Blasfolien, verglichen mit Gießfolien, überlegene Eigenschaften aufweisen.

Die gießverstreckbaren Mehrschichtfolien der vorliegenden Erfindung sind dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei Schichten der Folien umfassen:

(a) 80 bis 100 Gewichtsteile eines Copolymers von Ethylen mit einem oder mehreren α-Olefinen CH&sub2;=CHR, worin R einen Alkylrest mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen darstellt, wobei das Ethylen- Copolymer eine Dichte zwischen 0,88 und 0,945 g/cm³, einen Schmelzindex von 0,1 bis 10 g/10 min aufweist und bis zu 20 Mol-% α-Olefin CH&sub2;=CHR enthält;

(b) 5 bis 30 Gewichtsteile eines Copolymers von Propylen mit Ethylen und/oder einem oder mehreren α-Olefinen CH&sub2;=CHRI, worin RI einen Kohlenwas serstoffrest mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen darstellt, wobei das Propylen-Copolymer 60 bis 98 Gew.-% Propylen und eine Unlöslichkeit in Xylol von mehr als 70% aufweist; und

(c) 0,3 bis 30 Gewichtsteile eines Polyethylens mit niederer Dichte (LDPE).

Das Copolymer (a) liegt vorzugsweise in einer Menge zwischen 85 und 95 Gewichtsteilen vor und weist vorzugsweise eine Dichte zwischen 0,89 und 0,94 g/cm³ auf. Diese Werte liegen bevorzugter zwischen 0,90 und 0,935.

Der Schmelzindex (bestimmt gemäß ASTM Verfahren D- 1238, Bedingung E) von Copolymer (a) weist im allgemeinen Werte zwischen 0,1 und 10 g/10 Minuten, vorzugsweise zwischen 0,2 und 5 g/10 Minuten, bevorzugter zwischen 0,2 und 3 g/10 Minuten, auf.

Das α-Olefin CH&sub2;=CHR kann beispielsweise aus Propylen, 1-Buten, 1-Hexen, 1-Octen und 4-Methyl-1-penten ausgewählt sein; 1-Buten oder 1-Hexen wird vorzugsweise verwendet. Bei der Herstellung der Komponente (a) können die Olefine CH&sub2;=CHR ebenfalls miteinander vermischt eingesetzt werden.

Copolymer (a) wird durch Copolymerisation von Ethylen mit einem α-Olefin CH&sub2;=CHR in Gegenwart eines Katalysators vom Ziegler-Natta-Typ, erhalten durch Reaktion einer Organometallverbindung eines Metalls der Gruppen II und III des Periodensystems der Elemente, mit einer katalytischen Komponente, die eine Verbindung eines Übergangsmetalls, das zu Gruppen IV, V oder VI des Periodensystems der Elemente gehört, hergestellt. Die Übergangsmetallverbindung wird vorzugsweise auf einem festen Träger, der ein Magnesiumhalogenid in aktivierter Form umfaßt, getragen. Beispiele für Katalysatoren, die bei der Herstellung von Copolymer (a) verwendet werden, werden in US-Patent 4 218 339 und US-Patent 4 472 520, deren Beschreibung hier durch diesen Hinweis eingeschlossen ist, beschrieben. Die Katalysatoren können ebenfalls gemäß den Verfahren, die in US-Patenten 4 748 221 und 4 803 251 beschrieben sind, hergestellt werden.

Andere Beispiele für Katalysatoren werden in den Patentanmeldungen EP-A-395 083, EP-A-553 805 und EP-A-553 806 beschrieben. Das Copolymer (b) kann beispielsweise ein Propylen/Ethylen-, Propylen/Buten- oder Propylen/Hexen-Copolymer sein. Es ist vorzugsweise ein Terpolymer von Propylen mit Ethylen und einem α-Olefin CH&sub2;=CHRI. In diesem Fall liegt sein Propylenanteil zwischen 85 und 96 Gewichtsprozent, der Ethylenanteil liegt zwischen 2 und 8 Gewichtsprozent und der Anteil an α-Olefin-CH&sub2;=CHRI liegt zwischen 2 und 7 Gewichtsprozent. Der Anteil der verschiedenen Komponenten wird durch IR- und NMR-Analyse bestimmt.

Das α-Olefin CH&sub2;=CHRI kann beispielsweise aus 1-Buten, 1-Hexen, 1-Octen und 4-Methyl-1-penten ausgewählt werden und ist vorzugsweise 1-Buten oder 1-Hexen.

Die hohe Unlöslichkeit in Xylol ist hinweisgebend für eine stereoreguläre Struktur der Propyleneinheiten und für eine homogene Verteilung der Ethyleneinheiten und des α- Olefins CH&sub2;=CHRI in den Polymerketten.

Die Unlöslichkeit in Xylol, bestimmt gemäß dem nachstehend beschriebenen Verfahren, ist vorzugsweise größer als 75%, bevorzugter größer als 85%. Die Schmelzwärme des Copolymers (b) ist im allgemeinen größer als 50 J/g, vorzugsweise größer als 60 J/g, bevorzugter größer als 70 J/g. Der Schmelzpunkt des Copolymers (b) liegt unterhalb 140ºC und vorzugsweise zwischen 120 und 140ºC.

Der Kristallinitätsindex des Copolymers (b) ist im allgemeinen größer als 50%.

Der Schmelzindex (bestimmt gemäß ASTM Verfahren D- 1238, Bedingung L) des Copolymers (b) weist im allgemeinen Werte zwischen 5 und 1000, vorzugsweise zwischen 5 und 100, bevorzugter zwischen 5 und 30, auf.

Die Copolymere, die die Komponente (b) ausmachen, können zweckmäßigerweise unter Verwendung eines stark stereo- spezifischen Katalysators des Typs, der in der Patentanmeldung EP-A-395 083 beschrieben wird, hergestellt werden, wobei die Beschreibung davon hierin durch diesen Hinweis eingeschlossen ist.

Das Copolymer (b) wird vorzugsweise in Mengen zwischen 5 und 20 Gewichtsteilen verwendet.

Das als Komponente (c) der vorliegenden Erfindung verwendete niederdichte Polyethylen kann jedes LDPE sein. Im allgemeinen weisen die durch Hochdruck-Radikalpolymerisation erhaltenen Polymere eine relative Dichte zwischen 0,916 und 0,925 und einen Schmelzindex zwischen 0,2 und 10 g/10 Minuten auf. In den erfindungsgemäßen Folien liegt der Anteil an dem LDPE (c) vorzugsweise zwischen 1 und 17 und bevorzugter zwischen 3 und 9 Gewichtsteilen. Die Komponenten (a) und (b) der vorliegenden Erfindung können getrennt vermischt werden, bevor sie in den Extruder durch Vermischen der zwei Komponenten im geschmolzenen Zustand, beispielsweise in einem Mischer mit hoher Scherwirkung, eingespeist werden.

Vorzugsweise wird eine Komponenten (a) und (b) umfassende Zusammensetzung direkt durch Polymerisationsabläufe in mindestens zwei Reaktoren in Reihe, in denen das Arbeiten in beliebiger Reihenfolge und unter Anwenden des gleichen Katalysators in den verschiedenen Reaktoren, Copolymer (a) in einem der Reaktoren, synthetisiert wird und Copolymer (b) im anderen synthetisiert wird, hergestellt. Die Polymerisation wird geeigneterweise in der Gasphase unter Verwendung von Wirbelschichtreaktoren ausgeführt. Beispiele für gemäß dieser Methodologie hergestellter Produkte sind in den Internationalen Patentanmeldungen WO93/03078 und WO95/20009, wobei die Beschreibungen davon hierin durch diesen Hinweis eingeschlossen sind, beschrieben.

Die erfindungsgemäßen Mehrschichtfolien werden durch die bekannte Technologie der Folienextrusion durch einen Flachkopf hergestellt. Insbesondere im Fall der vorliegenden Mehrschichtfolien leiten zwei oder mehrere parallele Extruder, die mit den gewünschten Polyolefinzusammensetzungen beschickt werden, das geschmolzene Material zu einem flachen Sammelkopf, der mit einem Schlitz ausgestattet ist, aus dem die darübergesetzten geschmolzenen Schichten austreten. Die genannten Schichten werden anschließend über einen rotierenden Zylinder mit einer Kühlvorrichtung (Kühlwalze), die Verfestigung des Extrudats unter Bildung der Polymerfolie ermöglicht, extrudiert. Die Schleudergeschwindigkeit der Kühlwalze kann so eingestellt werden, um Folien der gewünschten Dicke bereitzustellen.

Im allgemeinen liegt die Dicke der Folien im Bereich von 10 bis 50 um, vorzugsweise 20 bis 40 um und bevorzugter 23 bis 35 um.

Die durch das vorstehend beschriebene Verfahren erhaltenen Folien bestehen aus zwei oder mehreren Schichten gleicher oder verschiedener Zusammensetzung. Ein besonderer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft gießverstreckbare Mehrschichtfolien, in denen mindestens zwei Schichten der gleichen Zusammensetzung vorliegen, die Komponenten (a), (b) und (c), wie vorstehend beschrieben, umfassen.

Gießverstreckbare Mehrschichtfolien mit einer Struktur des Typs ABA, in denen zwischen den zwei äußeren Schich ten A eine Zwischenschicht B anderer Zusammensetzung angeordnet ist, sind besonders bevorzugt.

Die äußeren Schichten A umfassen:

(a) 80 bis 100 Gewichtsteile eines Copolymers von Ethylen mit einem oder mehreren α-Olefinen CH&sub2;=CHR, worin R einen Alkylrest mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen darstellt, wobei das Ethylen-Copolymer eine Dichte von 0,88 bis 0,945 g/cm³, einen Schmelzindex von 0,1 bis 10 g/10 min aufweist und bis zu 20 Mol-% α-Olefin CH&sub2;=CHR enthält;

(b) 5 bis 30 Gewichtsteile eines Copolymers von Propylen mit Ethylen und/oder einem oder mehreren α-Olefinen CH&sub2;=CHRI, worin RI einen Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen darstellt, wobei das Propylen-Copolymer 60 bis 98 Gew.-% Propylen und eine Unlöslichkeit in Xylol von mehr als 70% aufweist; und

(c) 0,3 bis 30, vorzugsweise zwischen 1 und 17 und bevorzugter zwischen 3 und 9, Gewichtsteile eines Polyethylens mit niederer Dichte (LDPE); die innere Schicht B umfaßt:

(a) 80 bis 100 Gewichtsteile eines Copolymers von Ethylen mit einem oder mehreren α-Olefinen CH&sub2;=CHR, worin R einen Alkylrest mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen darstellt, wobei das Ethylen-Copolymer eine Dichte zwischen 0,88 und 0,945 g/cm³, einen Schmelzindex von 0,1 bis 10 g/10 Minuten aufweist und bis zu 20 Mol-% α-Olefin CH&sub2;=CHR enthält;

(b) 5 bis 30 Gewichtsteile eines Copolymers von Propylen mit Ethylen und/oder einem oder mehreren α-Olefinen CH&sub2;=CHRI, worin RI einen Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen dar stellt, wobei das Propylen-Copolymer 60 bis 98 Gewichtsprozent Propylen enthält und eine Unlöslichkeit in Xylol von mehr als 70% aufweist.

Die verschiedenen Schichten können in verschiedenen Mengen, bezogen auf das Gesamtgewicht der Folie, vorliegen. Vorzugsweise liegt jede der zwei äußeren Schichten in Mengen, die im allgemeinen im Bereich von etwa 5 bis etwa 45%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Folie, liegen, vor. Bevorzugter liegt jede äußere Schicht in Mengen von zwischen 10 und 30% vor. Die zwei äußeren Schichten liegen vorzugsweise in gleichen Teilen vor.

Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung wird durch gießverstreckbare Folien des Typs AAA wiedergegeben, worin die drei Schichten von der gleichen Zusammensetzung, umfassend die wie vorstehend beschriebenen Komponenten (a), (b) und (c), sind. Die genannten Folien zeigen besonders vorteilhafte Eigenschaften vom mechanischen (Zugmodul, Last und Dehnung bis zum Fließen) und optischen (Haze und Glanz) Gesichtspunkt. Wenn darüber hinaus Verpackungstests unterzogen, zeigten diese Folien extrem gutes Verhalten mit ausgezeichneter Steuerung des Verstreckens und ohne Zerreißen. Insbesondere ist es überraschend, daß mit der Zugabe von LDPE die erfindungsgemäßen Folien verglichen mit den mit Zusammensetzungen (a) + (b) erhaltenen Folien nicht nur bessere optische Eigenschaften, sondern ebenfalls bessere mechanische Eigenschaften, aufweisen. Die für die Komponenten, die in den Schichten der erfindungsgemäßen Folien vorliegen, beschriebenen Gewichtsbereiche betreffen die relativen Gewichtsverhältnisse der Komponenten (a), (b) und (c). Natürlich können, wie dem Fachmann bekannt oder leicht durch Routinetests bestimmbar, polymere Komponenten Additive (wie beispielsweise Klebstoffe, Stabilisatoren, Antioxidationsmittel, Antikorrosions mittel, usw.) und Füllstoffe von entweder organischer oder anorganischer Natur, die den erfindungsgemäßen Folien spezielle Eigenschaften verleihen können, zugesetzt werden. Durch Zurichten der hergestellten Folien erhaltene Reste können ebenfalls unter den verschiedenen Komponenten, die zugegeben werden können, vorliegen. Die genannten Reste werden im allgemeinen in den mittleren Extruder wiedereingeführt.

Die nachstehenden Beispiele werden zur Erläuterung der Erfindung, ohne jegliche Begrenzung nach sich zu ziehen, angegeben.

BEISPIELE

Die ausgewiesenen Eigenschaften wurden gemäß den nachstehenden Verfahren bestimmt:

- Zusammensetzung der Polymere: Gewichtsprozentsatz der verschiedenen Monomere, bestimmt durch I. R.;

- Unlöslichkeit in Xylol: 2 g Polymer werden in 250 cm³ Xylol bei 135ºC unter Rühren gelöst. Nach 20 Minuten wird die Lösung unter kontinuierlichem Rühren abkühlen lassen, bis sie eine Temperatur von 25ºC erreicht. Nach 30 Minuten wird das unlösliche, ausgefallene Polymer durch Filtration abgetrennt. Das Lösungsmittel wird von der Lösung durch Verdampfen unter einem Stickstoffstrom entfernt und der Rückstand wird unter Vakuum bei 80ºC getrocknet, bis das Gewicht konstant bleibt. In dieser Weise wird der Prozentsatz an in Xylol bei 25ºC löslichem Polymer berechnet und anschließend der Prozentsatz an unlöslichem Polymer bestimmt;

- Dichte: ASTM D 1505;

- Schmelzindex E (MIE): ASTM D 1238, Bedingung E;

- Schmelzindex F (MIF): ASTM D 1238, Bedingung F;

- Schmelzindex L (MIL): ASTM D 1238, Bedingung L;

- F/E: Verhältnis zwischen Schmelzindex F und Schmelzindex E;

- (Trübung) Haze: ASTM D 1003;

- Elmendorf Reißfestigkeit: ASTM D 1922, bestimmt sowohl in Maschinenrichtung (MD) als auch in Querrichtung (TD);

- Maximale Durchstoßungskraft und maximale Durchstoßungsverformung: die maximale Kraft (ausgedrückt in N) und die Verformung der Folie (ausgedrückt in mm), die erforderlich sind, eine Folie unter Verwendung einer Stanze mit einem halbkugelförmigen Kopf, die die Folie mit konstanter Geschwindigkeit durchdringt, zu durchstoßen, werden gemessen. Die Analysezeit ist 1 Stunde bei einer Temperatur von 23ºC.

Ausrüstung

Ein verwendetes Dynamometer vom Instron Modell 4301- Typ oder äquivalent. Die verwendete Dickenmeßvorrichtung ist vom Mitutoyo-Typ oder äquivalent. Die verwendete Stanze ist 50 mm lang mit einem halbkugelförmigen Kopf mit 4 mm im Durchmesser.

Verfahren

Eine Probe einer Folie mit 50 mm in der Breite und 200 mm in der Länge wird in einer thermostatisch gesteuerten Umgebung bei einer Temperatur von 23ºC angeordnet. Nach Anordnen der Folie in dem Probenhalter wird die Kompression der Stanze in die Folie mit einer Geschwindigkeit von 20 mm/Minute begonnen. Der Test wird an 5 verschiedenen Punkten an der Probe mit einer Abtrennung von mindestens 3 mm zwischen jedem Punkt wiederholt.

- Dehnung beim Fließe: ASTM D 882

- Last beim Fließen: ASTM D 882

- Dehnung beim Reißen: ASTM D 882

- Zugmodul: ASTM D 882

- Glanz: ASTM D 2457

Die in den Beispielen angeführte, verwendete Zusammensetzung (a) + (b) wurde direkt durch Polymerisation durch Arbeiten in zwei Reaktoren in der Gasphase, wie in der internationalen Patentanmeldung WO95/20009 beschrieben, erhalten. Die Zusammensetzung umfaßt 86% Komponente (a), in der das α- Olefin 1-Buten ist, 14% Komponente (b), in der ein Terpolymer von Propylen mit Ethylen und 1-Buten mit einer Unlöslichkeit in Xylol von mehr als 70% vorliegt. Die erhaltene Zusammensetzung weist einen MIE von 2 und eine relative Dichte von 0,912 auf.

Das in den Beispielen verwendete niederdichte Polyethylen (LDPE) wird von Enichem unter dem Namen Riblene FL30 vermarktet und weist eine relative Dichte von 0,924 und einen MIE von 2,1 auf.

Beispiel 1

Eine verstreckbare Mehrschichtfolie vom ABA-Typ mit einer Dicke von etwa 30 um wurde gemäß dem vorstehend beschriebenen Verfahren unter Verwendung einer Dolci Gießfolienleitung, ausgestattet mit zwei Extrudern Dolci 70 für die äußeren Schichten und einem Extruder Dolci 120 für die innere Schicht, hergestellt. Die Zusammensetzung der Folie wird in Tabelle 1 angegeben, während die Ergebnisse der Tests, denen sie unterzogen wurde, in Tabelle 2 angegeben werden.

Beispiel 2

Eine verstreckbare Mehrschichtfolie vom ABA-Typ mit einer Dicke von etwa 30 um wurde gemäß dem Verfahren und mit der in Beispiel 1 verwendeten Vorrichtung hergestellt. Die Zusammensetzung der Folie wird in Tabelle 1 angegeben, während die Ergebnisse der Tests, denen sie unterzogen wurde, in Tabelle 2 angegeben werden.

Beispiel 3

Eine verstreckbare Mehrschichtfolie vom AAA-Typ mit einer Dicke von etwa 30 um wurde gemäß dem Verfahren und mit der in Beispiel 1 verwendeten Vorrichtung hergestellt. Die Zusammensetzung der Folie wird in Tabelle 1 angegeben, während die Ergebnisse der Tests, denen sie unterzogen wurde, in Tabelle 2 angegeben werden.

Beispiel 4 (Vergleich)

Eine verstreckbare Mehrschichtfolie vom AAA-Typ mit einer Dicke von etwa 30 um wurde gemäß dem Verfahren und mit der in Beispiel 1 verwendeten Vorrichtung hergestellt. Die Zusammensetzung der Folie wird in Tabelle 1 angegeben, während die Ergebnisse der Tests, denen sie unterzogen wurde, in Tabelle 2 angegeben werden.

TABELLE 1
TABELLE 2

(*) Die Leistung bei den Verpackungstests wurde durch Berücksichtigung der Steuerung des Verstreckens, der Abwesenheit von Reißen, des Verschließens von scharfen Ecken und des Verschließens der Verpackung bewertet.


Anspruch[de]

1. Verstreckbare Mehrschichtgießfolien, wobei mindestens zwei Schichten die gleiche Zusammensetzung aufweisen, umfassend:

(a) 80 bis 100 Gewichtsteile eines Copolymers von Ethylen mit einem oder mehreren α-Olefinen CH&sub2;=CHR, worin R einen Alkylrest mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen darstellt, wobei das Ethylen-Copolymer eine Dichte zwischen 0,88 und 0,945 g/cm³, einen Schmelzindex von 0,1 bis 10 g/10 min aufweist und bis zu 20 Mol-% α- Olefin CH&sub2;=CHR enthält;

(b) 5 bis 30 Gewichtsteile eines Copolymers von Propylen mit Ethylen und/oder einem oder mehreren α-Olefinen CH&sub2;=CHRI, worin RI einen Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen darstellt, wobei das Propylen-Copolymer 60 bis 98 Gew.-% Propylen und eine Unlöslichkeit in Xylol von mehr als 70% aufweist; und

(c) 0,3 bis 30 Gewichtsteile eines Polyethylens mit niederer Dichte (LDPE).

2. Verstreckbare Mehrschichtgießfolien, wobei mindestens drei Schichten die gleiche Zusammensetzung, umfassend wie in Anspruch 1 definierte Komponenten (a), (b) und (c), aufweisen.

3. Gießfolien nach einem der Ansprüche 1 und 2, wobei der Anteil von Komponente (c) zwischen 1 und 17 Gewichtsteilen liegt.

4. Gießfolien nach Anspruch 3, wobei der Anteil von Komponente (c) zwischen 3 und 9 Gewichtsteilen liegt.

5. Verstreckbare Mehrschichtgießfolien, umfassend zwei äußere Schichten und mindestens eine innere Schicht, wobei die äußeren Schichten eine Zusammensetzung aufweisen, umfassend:

(a) 80 bis 100 Gewichtsteile eines Copolymers von Ethylen mit einem oder mehreren α-Olefinen CH&sub2;=CHR, worin R einen Alkylrest mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen darstellt, wobei das Ethylen-Copolymer eine Dichte zwischen 0,88 und 0,945 g/cm³, einen Schmelzindex von 0,1 bis 10 g/10 min aufweist und bis zu 20 Mol-% α- Olefin CH&sub2;=CHR enthält;

(b) 5 bis 30 Gewichtsteile eines Copolymers von Propylen mit Ethylen und/oder einem oder mehreren α-Olefinen CH&sub2;=CHRI, worin RI einen Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen darstellt, wobei das Propylen-Copolymer 60 bis 98 Gew.-% Propylen und eine Unlöslichkeit in Xylol von mehr als 70% aufweist; und

(c) 0,3 bis 30 Gewichtsteile eines Polyethylens mit niederer Dichte (LDPE);

und die innere Schicht im wesentlichen Komponenten (a) und (b) wie vorstehend definiert umfaßt.

6, Gießfolien nach Anspruch 5, wobei jede der zwei äußeren Schichten in einer Menge im Bereich von 5% bis 45%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Folie, vorliegt.

7. Gießfolien nach Anspruch 5, wobei jede der zwei äußeren Schichten in einer Menge im Bereich von 10% bis 30%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Folie, vorliegt.

8. Gießfolien nach Anspruch 5, wobei Komponente (c) in einer Menge im Bereich von 1 bis 17 Gewichtsteilen vorliegt.

9. Gießfolien nach Anspruch 8, wobei Komponente (c) in einer Menge im Bereich von 3 bis 9 Gewichtsteilen vorliegt.

10. Gießfolien nach Anspruch 5, wobei Komponente (c) eine relative Dichte im Bereich von 0,916 bis 0,925 und einen Schmelzindex MIE im Bereich von 0,2 bis 10 g/10 min aufweist.

11. Gießfolien nach Anspruch 1 mit einer Dicke im Bereich von 10 bis 50 Mikrometer.

12. Gießfolien nach Anspruch 5 mit einer Dicke im Bereich von 20 bis 40 Mikrometer.

13. Gießfolien nach Anspruch 5 mit einer Dicke im Bereich von 23 bis 35 Mikrometer.

14. Gießfolien nach Anspruch 5, wobei Copolymer (a) in einer Menge im Bereich von 85 bis 95 Gewichtsteilen vorliegt und eine relative Dichte im Bereich von 0,89 bis 0,94 aufweist.

15. Gießfolien nach Anspruch 5, wobei Copolymer (b) in einer Menge im Bereich von 5 bis 20 Gewichtsteilen vorliegt und einen Propylenanteil im Bereich von 85 bis 96 Gew.-%, einen Ethylenanteil im Bereich von 2 bis 8 Gew.-% und einen Anteil an α-Olefin CH&sub2;=CHRI im Bereich von 2 bis 7 Gew.-% aufweist.

16. Gießfolien nach Anspruch 14, wobei das α-Olefin CH&sub2;=CHRI in dem Copolymer (b) aus der Gruppe, bestehend aus 1- Buten, 1-Hexen, 1-Octen und 4-Methyl-1-penten, ausgewählt ist.

17. Gießfolien nach Anspruch 16, wobei das α-Olefin CH&sub2;=CHRI in dem Copolymer (b) aus der Gruppe, bestehend aus 1- Buten und 1-Hexen, ausgewählt ist.







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