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Dokumentenidentifikation DE19930190A1 15.03.2001
Titel Lötmittel zur Verwendung bei Duffusionslötprozessen sowie Verfahren zur Herstellung von Lötverbindungen unter Verwendung des Lötmittels
Anmelder Infineon Technologies AG, 81669 München, DE
Erfinder Hübner, Holger, Dr., 85598 Baldham, DE;
Kripesh, Vaidyanathan, Dr., Chennai, IN
Vertreter Schweiger, M., Dipl.-Ing. Univ., Pat.-Anw., 80802 München
DE-Anmeldedatum 30.06.1999
DE-Aktenzeichen 19930190
Offenlegungstag 15.03.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.03.2001
IPC-Hauptklasse B23K 35/32
Zusammenfassung Ein Lötmittel zur Verwendung bei Diffusionslötprozessen enthält in einer Lötpaste eine Mischung aus mindestens teilweise metallischen Körnern (13) aus einem hochschmelzenden Metall und einem Lotmetall. Bei einem Diffusionslötprozeß reagiert das Lotmetall unter Bildung einer intermetallischen Phase (14) vollständig mit dem hochschmelzenden Metall und Metallen von durch den Lötprozeß miteinander zu verbindenden Teilen (10, 11).

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Lötmittel zur Verwendung bei Diffusionslötprozessen nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 sowie ein Verfahren zur Herstellung von Lötverbindungen nach Patentanspruch 20.

Diffusionslötprozesse sind allgemein zur Herstellung von Lötverbindungen zwischen Metallteilen, insbesondere auch zur Herstellung von Lötverbindungen zwischen elektronischen Schaltungssystemen und Substraten, anwendbar.

Unter elektronischen Schaltungssystemen werden im Rahmen vorliegender Erfindung Festkörperschaltungssysteme, insbesondere integrierte Halbleiterschaltkreise, verstanden. Speziell bezeichnet der Begriff System etwa bei einem integrierten Halbleiterschaltkreis den die elektronischen Schaltungsfunktionselemente, wie Transistoren, Dioden, Kapazitäten usw. enthaltenden Halbleitermaterialkörper sowie die darauf befindlichen, die Schaltungsfunktionselemente verbindenden metallischen Leiterbahnen und Anschlußelemente. Die Anschlußelemente können u. a. flächige Metallbelegungen, sog. Pads sein.

Unter Substraten werden im Rahmen vorliegender Erfindung Schaltungsplatten wie gedruckte Schaltungen oder Schaltungsplantinen verstanden. Auch derartige Substrate besitzen Anschlußelemente der vorgenannten Art, ebenfalls in Form von Pads.

Lötmittel für Diffusionslötprozesse sind beispielsweise aus der US-PS 5 053 195 bekannt. Dabei handelt es sich um Amalgame aus einem flüssigen Metall bzw. einer flüssigen Metallegierung und eines Metallpulvers, ggf. mit festen oder flüchtigen Zusätzen. Der genannten US-PS ist auch entnehmbar, daß sich solche Amalgame in vorteilhafter Weise zur festen Verbindung von elektronischen und mikroelektronischen Systemen eignen. Als flüssige Metalle bzw. Metallegierungen, bei denen es sich um Lote handelt, sind Gallium, Indium, Gallium/Zinn, Gallium/Indium und Gallium/Indium/Zinn angegeben, während als Metallpulver Antimon, Kobalt, Kupfer, Chrom, Germanium, Gold, Eisen, Nickel, Magnesium, Mangan, Platin, Silber und Vanadium angegeben sind.

Charakteristisch für einen Diffusionslötprozeß ist es, daß mit einem niedrigschmelzenden Lot eine hochtemperaturfeste metallische Verbindung dadurch hergestellt wird, daß das Lotmetall mit zu verbindenden hochschmelzenden Metallen eine temperaturfeste und mechanisch sehr stabile intermetallische Phase bildet. Dabei wird das niedrigschmelzende Lot vollständig umgewandelt, d. h., es geht vollständig in der metallischen Phase auf. Dieser Prozeß ist diffusionsgesteuert und dauert um so länger, je dicker die Lotmetallschicht ist. Bei einer typischen Dicke der Lotmetallschicht von 2 µm dauert der Umwandlungsprozeß wenige Minuten.

Da die große mechanische Stabilität von intermetallischen Phasen der vorgenannten Art auf ihrer geringen elastischen Verformbarkeit beruht, wird die Lotnaht bei zunehmender Dicke schnell brüchig. Daher muß die Breite der Lotnaht bei Diffusionsprozessen sehr klein, typischerweise kleiner als 10 µm, sein.

Um die Voraussetzung von Lotnähten kleiner Breite zu gewährleisten, ist eine Voraussetzung, daß die zu verbindenden Teile sehr plane und glatte Oberflächen besitzen. Dies ist zwar in der Mikroelektronik oft gegeben. Bei anderen Anwendungen, so z. B. auch schon in der Leistungselektronik, sind aber die Oberflächen entweder nicht ausreichend formschlüssig oder wesentlich rauher, so daß sich die geringen Lotnahtbreiten nicht realisieren lassen.

Diffusionslötprozesse sind daher trotz ihrer mechanischen Vorteile bei größeren Lotnahtbreiten nicht mehr praktikabel.

Aus 1996 "Electronic Components and Technology Conference", Seiten 565-570 ist es bekannt, zur Verbindung von Objekten, wie Halbleiterschaltkreisen und gedruckten Schaltungen ein elektrisch leitendes Klebermaterial zu verwenden, das aus einem mit einem Metall niedrigen Schmelzpunktes (Lotmetall) überzogenen Füllerpulver, einem thermoplastischen Polymer- Kunststoff und weiteren geringfügigen organischen Zusätzen besteht. Dabei ist das Füllerpulver in Form von Körnern mit Lotmetall beschichtet, das bei einem Lötprozeß zur Herstellung einer Verbindung zwischen den Objekten zwecks Realisierung einer metallurgischen Verbindung zwischen benachbarten Füllerkörnern sowie zwischen Füllerkörnern und Anschlußelementen auf den zu verwendenden Objekten geschmolzen wird. Zur Herstellung einer mechanischen Verbindung zwischen den Objekten dient dabei der Kleber in Form des thermoplastischen Polymer-Kunststoffs. Solche Kleber sind jedoch nicht ausreichend temperaturfest, mechanisch nur gering belastbar, feuchteempfindlich, schlecht wärmeleitend und elektrisch nicht optimal. Darüber hinaus kann es bei Verbindungsnähten großer Dicke zwischen miteinander zu verbindenden Objekten, etwa wegen nicht planarer Oberflächen zu einer Entmischung der Komponenten des elektrisch leitenden Klebermaterials kommen, was die elektrische Leitfähigkeit weiter beeinträchtigt. Auch das bereits genannte Problem der Brüchigkeit von intermetallischen Phasen großer Dicke besteht weiter.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Lötmittel für Diffusionslötprozesse sowie ein Verfahren zur Herstellung von Lötverbindungen unter Verwendung solcher Lötmittel anzugeben, die auch für große Lotnahtbreiten, insbesondere von mehr als 10 µm bis hin zu mehreren 100 µm, geeignet sind, und einfache mechanisch stabile, gegen äußere Reagenzien resistente und thermisch sowie elektrisch gut leitende Lötverbindungen gewährleisten.

Diese Aufgabe wird bei einem Lötmittel der gattungsgemäßen Art erfindungsgemäß durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs 1 gelöst.

Ein erfindungsgemäßes Verfahren ist Gegenstand des Patentanspruchs 20.

Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Lötmittels sind Gegenstand von Unteransprüchen.

Der Kern der Erfindung ist darin zu sehen, daß mit einem ausschließlich ein Lotmetall bzw. eine Lotmetallegierung und ein Metall mit gegenüber denjenigen des Lotmetalls bzw. der Lotmetallegierung großen Schmelztemperatur allein durch deren Mengenverhältnis bei einem Diffusionslötprozeß die Dicke von dabei entstehenden intermetallischen Phasen so gering bleibt, daß deren elastische Verformbarkeit noch gewährleistet bleibt und gleichzeitig eine vollständig metallgefüllte Lotnaht entsteht. Unter "Dicke der intermetallischen Phase" ist dabei zu verstehen, daß die maximale Wandstärke einer durch sie gebildeten Schaumstruktur so beschaffen ist, daß deren Hohlräume mit Metall großer Schmelztemperatur gefüllt sind, diese Dicke also durch das Metall großer Schmelztemperatur festgelegt ist. Der Begriff "ausschließlich" bedeutet hier, daß in der fertigen Lotnaht keine Komponenten mehr enthalten sind, welche die elektrischen, mechanischen und/oder thermischen Eigenschaften des Systems Metall/intermetallische Phase nachteilig beeinflußen. Solche Komponenten können beispielsweise Lötpasten oder Flußmittel sein, die während des Lötprozesses entweichen.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand der einzigen Figur der Zeichnung, welche eine schematische Darstellung einer mittels des erfindungsgemäßen Lötmittels hergestellten Lotnaht zwischen zwei zu verbindenden Teilen zeigt, näher erläutert.

In der einzigen Figur der Zeichnung sind mit 10 und 11 zwei weggebrochen dargestellte Teile bezeichnet, welche durch eine aus einem erfindungsgemäßen Lötmittel durch einen Diffusionslötprozeß hergestellten Lotnaht 12 miteinander verbunden sind. Daß es sich hier um die Verbindung von zwei metallischen Teilen über eine vergleichsweise große Lotnaht handeln soll, sind Unebenheiten einander gegenüberstehender Oberflächen dieser Teile 10 und 11 schematisch gekrümmt dargestellt.

Das erfindungsgemäße Lötmittel enthält in einer nicht eigens dargestellten Lötpaste ein Lotmetall bzw. eine Lotmetallegierung - ebenfalls nicht eigens dargestellt - sowie Körner 13, die mindestens teilweise aus einem Metall mit einer gegenüber der Schmelztemperatur des Lotmetalls bzw. der Lotmetallegierung großer Schmelztemperatur bestehen.

Diese Körner 13 können gemäß einer Ausführungsform der Erfindung Vollmetallkörner oder gemäß einer weiteren Ausführungsform mit einem Metall überzogene isolierende Kerne sein. Im letzteren Falle kann als Material für die isolierenden Kerne ein Stoff aus der Gruppe Silizium, Keramik, Glas, Polymere Verwendung finden.

Bei der Ausführungsform der Körner 13 in Form von mit einem Metall überzogenen isolierenden Kernen kann deren Herstellung beispielsweise so erfolgen, wie dies in "JOURNAL OF MATERIALS SCIENCE" 28 (1993), S. 5207-5210 für eine stromlose Abscheidung von Silber auf Oxidkernen beschrieben ist.

In besonderer Ausgestaltung der Erfindung können die mindestens teilweise metallischen Körner 13 einen Durchmesser in der Größenordnung von mindestens 50 bis 100 nm und speziell in der Größenordnung von 5 bis 100 µm besitzen.

Das - nicht eigens dargestellte - Lotmetall bzw. die Lotmetallegierung kann gemäß einer Ausführungsform der Erfindung als Überzug auf den mindestens teilweise metallischen Körnern 13 vorgesehen oder gemäß einer weiteren Ausführungsform in Form von Körnern zusammen mit den Körnern 13 in der Lötpaste enthalten sein. Im letzteren Fall haben die Körner aus Lotmetall bzw. einer Lotmetallegierung einen kleineren Durchmesser als die mindestens teilweise metallischen Körner 13.

Gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung kommen als Lotmetall bzw. Lotmetallegierung ein Metall aus der Gruppe Quecksilber, Gallium, Indium, Zinn, Blei, Wismut bzw. Legierungen daraus und als Metall mit gegenüber der des Lotmetalls bzw. der Lotmetallegierung großer Schmelztemperatur der Körner 13 - wie übrigens auch dasjenige der zu verbindenden Teile 10 und 11 - ein Metall aus der Gruppe Gold, Silber, Kupfer, Nickel in Betracht.

Bei Körnern 13 in Form von Vollmetallkörnern kann beispielsweise Zinn als Lotmetall auf Körnern aus Kupfer stromlos in einer Schichtdicke in der Größenordnung von 200 nm abgeschieden werden. Dabei wird in Form eines Austauschbades ein Teil des Kupfers an der Oberfläche der Körner durch Zinn ersetzt. Entsprechend kann auch verfahren werden, wenn die Körner 13 mit einem Metall, beispielsweise Silber, überzogene isolierende Kerne sind, wobei dann etwa Zinn stromlos auf dem Silberüberzug abgeschieden wird.

Die mindestens teilweise metallischen Körner 13 können gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung unterschiedliche Durchmesser besitzen, wie dies in der Figur der Zeichnung dargestellt ist. Damit läßt sich eine maximal dichte Füllung der Lotnaht 12 erreichen.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann auch eine Kombination aus mit Lotmetall bzw. einer Lotmetallegierung überzogenen Kernen 13 und Kernen 13 ohne Überzug, also Kerne, die mindestens teilweise nur aus einem Metall mit großer Schmelztemperatur bestehen, vorgesehen werden.

Die Lötpaste kann neben dem Lotmetall bzw. der Lotmetallegierung und den mindestens teilweise metallischen Körnern 13 zusätzlich eine benetzende, beim Lötprozeß aus der Lotnaht 12 entweichende Flüssigkeit, ein die Oxidation von Metalloberflächen verhinderndes Flußmittel oder ein Hohlräume zwischen den Körnern 13 ausfüllender Füllstoff sein. Damit lassen sich in der Lotnaht 12 auch von den mechanischen und elektrischen Eigenschaften einer intermetallischen Phase abweichende Eigeschaften, beispielsweise ein bestimmter Wert der thermischen Ausdehnung, ein niedriger Wert der thermischen Leitfähigkeit oder eine hohe akustische Dämpfung realisieren. Derartige Zusatzkomponenten können ohne weiteres in der Form vorgesehen werden, daß sie die gewünschten Eigenschaften des Systems Metall/intermetallische Phase nicht beeinflussen.

Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung von Lötverbindungen unter Verwendung von Lötmitteln der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen wird die Lötpaste auf die zu verbindenden Teile 10 und 11 aufgebracht, wonach diese zusammengesetzt werden und das Lötmittel über die Schmelztemperatur des Lotmetalls bzw. der Lotmetallegierung nicht aber über die Schmelztemperatur des Metalls der zu verbindenden Teile 10 und 11 und der Körner 13 erhitzt wird. Dabei reagiert das flüssige Lotmetall bzw. die flüssige Lotmetallegierung mit dem Metall der Körner 13 und der zu verbindenden Teile unter Bildung einer in der Figur der Zeichnung gestrichelt angedeuteten intermetallischen Phase 14 und gleichzeitiger Verfestigung, wobei die Lotmaterialmenge vollständig aufgebraucht wird.

Erfindungsgemäß ist gewährleistet, daß die Dicke der eine Schaumstruktur bildenden intermetallischen Phase 14 so beschaffen ist, daß deren Wandstärke zwischen den Körnern 13 so klein bleibt, daß sich, wie oben erläutert, die elastische Verformbarkeit ergibt. Die Hohlräume in der Schaumstruktur werden durch das Metall mit großer Schmelztemperatur ausgefüllt, d. h., die Dicke bzw. Wandstärke wird durch dieses Metall festgelegt. Es sei erwähnt, daß die Packungsdichte der Körner 13 in der Figur aus Übersichtlichkeitsgründen geringer dargestellt ist, als dies bei einer erfindungsgemäß hergestellten Lotnaht 12 in der Realität der Fall ist. Es sei ebenfalls darauf hingewiesen, daß "Dicke bzw. Wandstärke" nicht die Gesamtdicke der Lotnaht 12 bedeutet.

Das erfindungsgemäße Lötmittel und das erfindungsgemäße Verfahren bieten den Vorteil, daß die gesamte Lotnaht auch großer Breite durch das System Metall/intermetallische Phase vollständig ausgefüllt wird, ohne daß die intermetallische Phase 14 selbst irgendwo mehr als wenige µm dick wird. Die Hohlräume dieses Gebildes werden durch die mindestens teilweise metallischen Körner 13 und ggf. auch durch zusätzliche Füllstoffe ausgefüllt.

Über die mindestens teilweise metallischen Kerne 13 und die intermetallische Phase 14 kann neben der mechanisch stabilen, gegen äußere Reagenzien resistenten Verbindung zwischen Teilen 10 und 11 eine elektrisch und thermisch gut leitende Verbindung zwischen diesen hergestellt werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Lötmittel zur Verwendung bei einem Diffusionslötprozeß zur Herstellung von Lötverbindungen zwischen Metallteilen (10, 11), beispielsweise von Lötverbindungen zwischen Metallteilen von elektronischen Schaltungssystemen und Substraten, das ein Lotmetall bzw. eine Lotmetallegierung und ein Metall mit einer gegenüber der Schmelztemperatur des Lotmetalls bzw. der Lotmetallegierung großer Schmelztemperatur enthält, wobei das Lotmetall bzw. die Lotmetallegierung, das Metall der miteinander zu verbindenden Teile (10, 11) und das Metall mit großer Schmelztemperatur beim Lötprozeß eine intermetallische Phase (14) bilden, dadurch gekennzeichnet, daß das Metall mit großer Schmelztemperatur und das Lotmetall bzw. die Lotmetallegierung in einem solchen Mengenverhältnis vorhanden sind, daß bei einem Lötprozeß das Lotmetall bzw. die Lotmetallegierung und das Metall mit großer Schmelztemperatur derart in eine intermetallische Phase (14) übergehen, daß das Lotmetall bzw. die Lotmetallegierung unter Bildung der intermetallischen Phase (14) mit einer durch deren elastische Verformbarkeit vorgegebene Dicke vollständig reagiert und Metall mit großer Schmelztemperatur in einer solchen Menge erhalten bleibt, daß in einer Lötverbindung zwischen Metallteilen (10, 11) eine vollständig metallische elektrisch leitende Lotnaht (12) vorhanden ist, in der die maximale Dicke der intermetallische Phase (14) zwischen dem erhaltenbleibenden Metall mit großer Schmelztemperatur durch dieses Metall festgelegt ist.
  2. 2. Lötmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Metall mit großer Schmelztemperatur in Form von mindestens teilweise metallischen Körnern (13) vorgesehen ist.
  3. 3. Lötmittel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens teilweise metallischen Körner (13) Vollmetallkörner sind.
  4. 4. Lötmittel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens teilweise metallischen Körner (13) durch mit einem Metall überzogene isolierende Kerne gebildet sind.
  5. 5. Lötmittel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Material für die isolierenden Kerne ein Stoff aus der Gruppe Silizium, Keramik, Glas, Polymere Verwendung findet.
  6. 6. Lötmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens teilweise metallischen Körner (13) unterschiedliche Durchmesser besitzen.
  7. 7. Lötmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Lotmetall bzw. die Lotmetallegierung als Überzug auf dem mindestens teilweise metallischen Körnern vorgesehen ist.
  8. 8. Lötmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Lotmetall bzw. die Lotmetallegierung in Form von Körnern in der Lötpaste vorgesehen ist.
  9. 9. Lötmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß mit Lotmetall bzw. einer Lotmetallegierung überzogene mindestens teilweise metallische Körner (13) und überzugsfreie Körner (13) vorgesehen sind.
  10. 10. Lötmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß als Metall mit gegenüber der des Lotmetalls bzw. der Lotmetallegierung großer Schmelztemperatur ein Metall aus der Gruppe, Gold, Silber, Kupfer, Nickel, Verwendung findet.
  11. 11. Lötmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß als Lotmetall bzw. Lotmetallegierung ein Metall aus der Gruppe Quecksilber, Gallium, Indium, Zinn, Blei, Wismut bzw. Legierungen daraus Verwendung finden.
  12. 12. Lötmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß als Metall mit großer Schmelztemperatur Kupfer und als Lotmetall Zinn Verwendung findet.
  13. 13. Lötmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß als Metall mit großem Schmelzpunkt Silber und als Lotmetall Zinn Verwendung findet.
  14. 14. Lötmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens teilweise metallischen Körner (13) einen Durchmesser in der Größenordnung von mindestens 50 bis 100 nm besitzen.
  15. 15. Lötmittel nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens teilweise metallischen Körner (13) einen Durchmesser in der Größenordnung von 5 bis 100 µm besitzen.
  16. 16. Lötmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß das Lotmetall bzw. die Lotmetallegierung als Überzug auf mindestens teilweise metallischen Körnern (13) eine Schichtdicke in der Größenordnung von 200 nm besitzen.
  17. 17. Lötmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die das Lotmetall bzw. die Lotmetallegierung und die mindestens teilweise metallischen Körner (13) enthaltende Lotpaste ein flüssiges Lösungsmittel enthält, das bei Erwärmung während des Lötprozesses aus einem Lotnaht (12) zu entweichen vermag.
  18. 18. Lötmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die das Lotmetall bzw. die Lotmetallegierung und die mindestens teilweise metallischen Körner (13) enthaltende Lötpaste ein Flußmittel enthält.
  19. 19. Lötmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die das Lotmetall bzw. die Lotmetallegierung und die mindestens teilweise metallischen Körner (13) enthaltende Lötpaste einen Füllstoff enthält.
  20. 20. Verfahren zur Herstellung von Lötverbindungen unter Verwendung eines Lötmittels nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß eine mindestens das Lotmetall bzw. die Lotmetallegierung und die mindestens teilweise metallischen Körner (13) enthaltende Lötpaste auf miteinander zu verbindende Metallteile (10, 11) aufgebracht wird, die Metallteile (10, 11) zusammengesetzt und auf eine unterhalb der Schmelztemperatur von deren Metall sowie der mindestens teilweise metallischen Körner (13) liegende Schmelztemperatur solange erhitzt werden, bis das Lotmetall bzw. die Lotmetallegierung unter Bildung einer intermetallischen Phase (14) vollständig mit dem hochschmelzenden Metall reagiert hat.






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