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Regalanordnung - Dokument DE19942584A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19942584A1 22.03.2001
Titel Regalanordnung
Anmelder Technische Universität München, 80333 München, DE
Erfinder Günthner, Willibald A., Prof. Dr.-Ing., 85591 Vaterstetten, DE;
Berg, Alexander, Dipl.-Ing., 86159 Augsburg, DE;
Handrich, Wolfgang, Dipl.-Ing., 81735 München, DE
Vertreter Schweizer, J., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 80993 München
DE-Anmeldedatum 07.09.1999
DE-Aktenzeichen 19942584
Offenlegungstag 22.03.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.03.2001
IPC-Hauptklasse B65G 1/10
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Regalanordnung für eine Anwendung im Lagerbereich. Speziell betrifft die Erfindung eine Regalanordnung, die mit flurfreier Materialflußtechnik, wie Krane oder Hängebahnen, beschickbar ist. Die Regalanordnung hat ein Regalgestell mit übereinander und beabstandet angeordneten Regalböden, wobei die Regalböden horizontal bewegbar sind. Die Regelbodenfläche ARB eines jeweiligen Regalbodens ist kleiner als die Gesamtfläche AG, auf der der jeweilige Regalboden innerhalb des Regalgestells bewegbar ist, so daß eine Lückenfläche 14 bleibt, um ein Lagergut mit vorbestimmten Außenabmessungen von oben auf den einzelnen freien Lagerflächen der Regalböden 3 abzusetzen, wobei die Regalböden 3 zum Einlagern immer so verschoben oder gedreht werden, daß das Lagergut durch die Lückenflächen 14 hindurch auf eine vorbestimmte Lagerfläche absetzbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Regalanordnung für eine Anwendung im Lagerbereich. Speziell betrifft die Erfindung eine Regalanordnung, die mit flurfreier Materialflußtechnik, wie Krane oder Hängebahnen, beschickbar ist.

Aus dem Stand der Technik ist bekannt, überwiegend Flurfördergeräte, wie Stapler oder Regalbediengeräte, einzusetzen, mit denen z. B. die Paletten seitlich in die Regale gefahren werden. Regalbediengeräte sind teure Spezialgeräte und ausschließlich zur Beschickung der Regale einsetzbar. Flurfördergeräte haben den prinzipiellen Nachteil, daß sie zusätzliches Raumvolumen, wie Gänge oder Lagervorzonen, erfordern, die als Lagerraum nicht genutzt werden können.

Um dieses Problem teilweise zu beheben, wurde in DE 41 20 614 ein Lagerregal zur mehretagigen Lagerung vorgeschlagen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß die Lagerböden seitlich aus dem Regal herausgefahren und von oben mittels eines Kranes, der fest mit dem Regal verbunden ist, beladen werden können. Obwohl bei dieser Anordnung die Beladung von oben, d. h. ohne Flurfördergerät, erfolgen kann, weist dieses System entscheidende Schwachstellen auf. Wenn ein Lagerboden ausgefahren ist und beladen wird, entsteht durch die Hebelverhältnisse im Bereich der Regalaußenkante eine hohe Flächenpressung an den Führungselementen des jeweiligen Regalbodens. Daher muß eine ausreichend stabile Ausführung mit ausreichend groß dimensionierten Einzelteilen vorgesehen werden, wodurch das Gewicht und die Kosten steigen. Um eine höhere Stabilität zu erreichen, wurden zwei Regale mittels eines Stützträgers verkoppelt, unter dem eine Krantraverse verläuft und den Kran damit fest an die Regalanordnung bindet.

Es verbleibt daher als Aufgabe der Erfindung, ein verbessertes Lagerregal bereitzustellen, das von unabhängiger, flurfreier Materialflußtechnik von oben beschickt werden kann.

Die Aufgabe wird mit einer Regalanordnung nach Anspruch 1 gelöst. Die Regalanordnung hat ein Regalgestell mit übereinander und beabstandet angeordneten Regalböden. Die Regalböden sind horizontal verschiebbar oder drehbar. Jeder der Regalböden ist kleiner als die Gesamtfläche, auf der der jeweilige Regalboden in dem Regalgestell bewegbar ist, d. h., es verbleibt eine Lückenfläche, die so groß sein muß, daß das einzulagernde Lagergut und ggf. zusammen mit der Lastaufnahmevorrichtung zum Tragen des Lagerguts von oben durch die Lückenfläche hindurch auf einer darunterliegenden Lagerfläche des Regalbodens abgesetzt werden kann.

Wenn ein Regal bestückt werden soll, wird z. B. mittels eines Deckenkranes das Lagergut, nachfolgend als Palette bezeichnet, über dem Regalgestell an einer vorbestimmten Stelle positioniert. Die betreffenden Regalböden werden so angeordnet, daß eine oder mehrere übereinanderliegende Lückenflächen entstehen, durch die die Palette auf der vorbestimmten Lagerfläche eines Regalbodens abgesenkt werden kann.

Da die Paletten immer von oben innerhalb des Regalgestells abgesetzt oder entnommen werden, gibt es keine Stabilitätsprobleme durch ungünstige Gewichtsverteilung, wie sie bei herkömmlichen Ausführungsformen auftreten können, wenn auf einen, aus dem Regalgestell herausgeschobenen Regalboden eine Palette abgesetzt wird.

Der besondere Vorteil der Erfindung besteht darin, daß ein herkömmlicher Deckenkran zum Einsatz kommt, so daß auf separate Regalbediengeräte verzichtet werden kann.

Nach Anspruch 2 wird ein Regalgestell mit einem rechteckigen Querschnitt bereitgestellt. Bei diesem Regalgestell ist demnach auch der Regalboden rechteckig. Regalgestelle dieser Bauform lassen sich vorteilhaft nebeneinander anordnen, so daß ein Lager aus mehreren Regalgestellen modulartig aufgebaut werden kann. Die Lückenflächen zum Einlagern der Paletten sind ebenfalls rechteckig, so daß übliche Palettenformen verwendet werden können.

In einer besonderen Ausgestaltung nach Anspruch 3 ist die Gesamtfläche der Regalanordnung rund. Demzufolge sind auch die Regalböden rund und weisen tortenstückartige Ausnehmungen auf, wobei diese Lückenflächen so groß sein müssen, damit z. B. Paletten, die in der Regel diese Form nicht aufweisen, trotzdem durch diese Lückenflächen passen. Die runde Bauform kann aus anderen Gründen trotzdem sehr vorteilhaft sein, da z. B. der konstruktive Aufwand zur automatischen Drehung eines scheibenförmigen Regalbodens gering ist.

Nach Anspruch 4 sind auf jeder Regalebene mehrere unabhängig voneinander bewegbare Regalböden angeordnet. Diese Ausführungsform ermöglicht den Bau von besonders langen Regalen. Sie ist jedoch prinzipiell auch bei runden Regalen möglich.

Nach Anspruch 5 weisen Regalböden zusätzliche Ausnehmungen auf, durch die hindurch ebenfalls Paletten abgesetzt werden können. Auch diese Ausführungsform ist sowohl bei rechteckigen als auch bei runden Regalen möglich.

Nach Anspruch 6 werden die Regalböden mit der Hand verschoben. Damit die betreffenden Lade-/Entladepositionen leichter gefunden werden, sind an diesen Stellen formschlüssige Gehemme angeordnet, wie z. B. ein federbelasteter Rastmechanismus.

Nach Anspruch 7 sind die Regalböden durch eine Antriebsvorrichtung bewegbar, wobei mittels Endlagenschalter die Lade-/Entladepositionen bestimmt werden.

Nach Anspruch 8 ist eine steuerbare Antriebsvorrichtung vorgesehen, durch die die Regalböden vollautomatisch bewegbar sind.

Dem Fachmann ist klar, daß insbesondere bei einer Ausführungsform nach Anspruch 8 die aktuelle Position jedes Regalbodens und die Position des Kranes mittels Positionserfassungsvorrichtungen erfaßt werden müssen und die aktuelle Belegung der Regalplätze gespeichert sein muß.

Die Erfindung wird nunmehr anhand von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit schematischen Zeichnungen näher erläutert.

Fig. 1a bis d zeigen die Funktion der Erfindung an einer ersten Ausführungsform.

Fig. 2 zeigt eine zweite Ausführungsform.

Fig. 3 zeigt eine dritte Ausführungsform.

Fig. 4 zeigt eine vierte Ausführungsform.

Fig. 5 zeigt eine fünfte Ausführungsform.

Die Fig. 1a zeigt den prinzipiellen Aufbau eines Regals 1 mit 6 senkrechten Stützen 2 und vier waagerechten Schienenpaaren 3, zwischen denen vier Regalböden 4 bis 7 verschiebbar gehalten werden.

Die Regalböden 4 bis 7 sind in einer ersten Stellung alle nach links verschoben, so daß ein Raum 8 durchgehend frei ist. Diese Stellung wird gewählt, wenn eine Palette von oben in Pfeilrichtung auf den Bodenplatz 9 abgestellt werden soll. Weiterhin kann auf alle Plätze des Regalbodens 4 zugegriffen werden.

Die Fig. 1b zeigt das gleiche Regal in einer zweiten Stellung, in der die Regalböden 4, 5 und 7 nach links und der Regalboden 6 nach rechts verschoben sind. In dieser Stellung kann auf die Lagerfläche 10 und auf alle Lagerflächen des Regalbodens 4 zugegriffen werden.

Die Fig. 1c zeigt das gleiche Regal in einer dritten Stellung, in der die Regalböden 4, 5 und 6 nach rechts und der Regalboden 7 nach links verschoben sind. In dieser Stellung kann auf die Lagerfläche 11 und auf alle Lagerflächen des Regalbodens 4 zugegriffen werden.

Die Fig. 1d zeigt das gleiche Regal in einer vierten Stellung, in der die Regalböden 4 und 7 nach links und die Regalböden 5 und 6 nach rechts verschoben sind. In dieser Stellung kann auf die Lagerfläche 12 und auf alle Lagerflächen des Regalbodens 4 zugegriffen werden.

Die Fig. 2 zeigt eine weitere rechteckige Ausführungsform, bei der die Schienen 3 doppelt so lang sind wie die einzelnen Regalböden. Nach dem in Fig. 1 ausführlich beschriebenen Prinzip sind in der gezeigten Stellung die Regalböden 7 und 4 beschickbar. Aus dieser Darstellung wird deutlich, daß die Größe der Regalböden und die Größe von Lückenflächen 14 von der Größe der einzulagernden Paletten abhängig sind. Weiterhin muß noch der Raumbedarf des Hebezeuges berücksichtigt werden, so daß die Angabe fester Größenverhältnisse zwischen Regalbodenfläche und Lückenfläche nicht sinnvoll und für den Fachmann auch nicht erforderlich ist.

Die Fig. 3 zeigt eine weitere rechteckige Ausführungsform, bei der auf jeder Regalbodenebene zwei verschiebbare Regalböden 15, 16 angeordnet sind. In der gezeigten Stellung kann auf die Regalböden 15, 16 und 17 zugegriffen werden.

Die Fig. 4 zeigt ebenfalls eine rechteckige Ausführungsform, bei der auf jeder Regalbodenebene ein verschiebbarer Regalboden 18 angeordnet ist, der eine Ausnehmung 19 aufweist. Die Regalbodenabschnitte 18a und 18b sind über zwei Stege 20 miteinander verbunden, so daß jeder Regalboden eine Einheit bildet. In der gezeigten Stellung kann auf die Lagerflächen 21, 22 und auf alle Lagerflächen des Regalbodens 18 zugegriffen werden.

Die Fig. 5 zeigt eine runde Ausführungsform 23 mit vier senkrechten Stützen 24 und fünf runden Regalböden 25 bis 29, wobei jeder Regalboden eine Ausnehmung 30 aufweist. Die Regalböden sind unabhängig voneinander um eine Achse 31 drehbar und werden an ihrem Umfang von den Stützen 24 gleitend abgestützt. In der gezeigten Stellung kann auf eine Lagerfläche 32 und auf alle Lagerflächen des Regalbodens 25 zugegriffen werden.

Es ist für den Fachmann klar, daß es sich bei den Figuren nur um Prinzipdarstellungen handelt, die den vielseitig modifizierbaren Grundgedanken der Erfindung vollständig offenbaren, so daß auch nicht gezeigte Abwandlungen, die der erfindungsgemäßen Lehre folgen, in den Schutzbereich der nachfolgenden Ansprüche fallen.


Anspruch[de]
  1. 1. Regalanordnung (1) mit einem Regalgestell mit übereinander und beabstandet angeordneten Regalböden, wobei die Regalböden horizontal bewegbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. - die Regalbodenfläche (ARB) eines jeweiligen Regalbodens kleiner ist als die Gesamtfläche (AG), in der der jeweilige Regalboden innerhalb des Regalgestells bewegbar ist, so daß eine Lückenfläche (14) bleibt und
    2. - das Verhältnis von Regalbodenfläche (ARB) zur Gesamtfläche (AG) so gewählt ist, daß die Lückenflächen (14) groß genug sind, um ein Lagergut mit vorbestimmten Außenabmessungen von oben auf die einzelnen Lagerflächen der Regalböden abzusetzen, wobei die Regalböden zum Einlagern immer so verschoben oder gedreht werden, daß das Lagergut durch die Lückenflächen (14) hindurch auf eine vorbestimmte Lagerfläche absetzbar ist.
  2. 2. Regalanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gesamtfläche (AG) rechteckig ist.
  3. 3. Regalanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gesamtfläche (AG) rund ist.
  4. 4. Regalanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auf jeder Regalebene mehrere unabhängig voneinander bewegbare Regalböden (15, 16, 17) angeordnet sind.
  5. 5. Regalanordnung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Regalböden (18) Ausnehmungen (19) aufweisen, durch die hindurch das Lagergut absetzbar ist.
  6. 6. Regalanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Regalböden von Hand verschiebbar sind, wobei Positionierhilfen vorgesehen sind, um die Regalböden bequem und sicher in die einzelnen Einlagerungs- und Auslagerungspositionen zu bringen.
  7. 7. Regalanordnung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Regalböden mittels einer Antriebsvorrichtung bewegbar sind, wobei die Einlagerungs- und Auslagerungspositionen der Regalböden durch Endlagenschalter bestimmt werden.
  8. 8. Regalanordnung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Regalböden mittels einer rechnergesteuerten Antriebsvorrichtung automatisch bewegbar sind.






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