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Dokumentenidentifikation DE10026749A1 12.04.2001
Titel Kraftstoffpumpenmodul
Anmelder Walbro Corp., Cass City, Mich., US
Erfinder Tuckey, Charles H., Sand Point, Mich., US;
Ross, Joseph M., Millington, Mich., US;
Talaski, Edward J., Caro, Mich., US;
Tuckey, Steven R., Essexville, Mich., US
Vertreter Hauck & Wehnert, 80336 München
DE-Anmeldedatum 30.05.2000
DE-Aktenzeichen 10026749
Offenlegungstag 12.04.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2001
IPC-Hauptklasse F02M 37/04
Zusammenfassung Das Kraftstoffpumpenmodul, das in einem Kraftstofftank untergebracht wird, hat eine Hauptpumpe mit einem Pumpeneinlaß, der angrenzend am boden des Moduls angeordnet ist, und einen Pumpenauslaß zur Abgabe von unter Druck stehendem Kraftstoff an eine Brennkraftmaschine, sowie eine Strahlpumpe, die in einer Ausnehmung des Moduls unmittelbar angrenzend am Boden des Kraftstofftanks angeordnet ist, um Kraftstoff in das Modul zu saugen. Dadurch, daß die Strahlpumpe in der Ausnehmung des Moduls unmittelbar angrenzend am Boden des Kraftstofftanks angeordnet ist, kann die Strahlpumpe im wesentlichen den gesamten Kraftstoff aus dem Tank ansaugen, um auch bei einem extrem niedrigen Kraftstoffniveau die Brennkraftmaschine mit ausreichend Kraftstoff versorgen zu können. Außerdem wird hierdurch ermöglicht, daß die Hauptpumpe Kraftstoff ansaugen kann, nachdem der Tank und das Modul leer waren und anschließend Kraftstoff eingefüllt wird.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kraftstoffpumpenmodul, das in einen Kraftstofftank einsetzbar ist.

Ein Kraftstoffpumpenmodul dieser Art ist beispielsweise in der US-A-5 452 701 offenbart. Eine Hauptpumpe saugt Kraftstoff unmittelbar durch eine Öffnung in dem Modul an. Ein Teil des von der Hauptpumpe abgegebenen Kraftstoffes wird durch eine Strahlpumpe geführt, welche einen Unterdruck erzeugt, um Kraftstoff in die Strahlpumpe zu saugen. Von der Strahlpumpe abgegebener Kraftstoff bleibt in dem Modul und kann in die Hauptpumpe gesaugt werden, um dann an die Brennkraftmaschine abgegeben zu werden.

Bei vorbekannten Kraftstoffpumpenmodulen dieser Art ist die Strahlpumpe relativ weit oberhalb der Unterseite des Kraftstofftanks angeordnet; sie ist daher nicht in der Lage, Kraftstoff aus einem Bereich unmittelbar angrenzend an der Unterseite des Tankes anzusaugen. Aus diesem Grund kann die Hauptpumpe bei niedrigem Kraftstoffniveau im Tank keinen Kraftstoff ansaugen. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Kraftstofftank vollständig leer war und eine kleine Menge (wie z. B. 2 bis 4 Liter) aus einem Reservekanister eingefüllt wurde, um zumindest bis zur nächsten Tankstele fahren zu können.

Durch die vorliegende Erfindung soll ein Kraftstoffpumpenmodul geschaffen werden, bei dem im wesentlichen der gesamte Kraftstoff im Tank an die Brennkraftmaschine abgegeben werden kann, um die Brennkraftmaschine selbst dann betreiben zu können, wenn das Kraftstoffniveau im Tank extrem niedrig ist.

Die Erfindung sowie vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Ansprüchen definiert.

Dadurch, daß die Strahlpumpe in der Ausnehmung des Moduls und sehr nahe an der Unterseite des Kraftstofftanks angeordnet ist, kann die Strahlpumpe im wesentlichen den gesamten Kraftstoff aus dem Kraftstofftank in das Modul saugen, wodurch sichergestellt wird, daß die Hauptpumpe die Brennkraftmaschine selbst bei extrem niedrigem Kraftstoffniveau im Tank ausreichend mit Kraftstoff versorgen kann. Dadurch, daß der Pumpeneinlaß der Hauptpumpe nahe am Boden des Moduls wie auch an der Unterseite des Kraftstofftanks angeordnet ist, wird das Ansaugenlassen der Hauptpumpe erleichtert, und zwar insbesondere für den Fall, daß der Tank und das Modul leer waren und eine kleine Kraftstoffmenge nachgefüllt wurde.

Dadurch, daß die Strahlpumpe und der Pumpeneinlaß der Hauptpumpe benachbart zur Unterseite des Tanks angeordnet sind, wird weniger Luft bzw. Kraftstoffdampf in die Hauptpumpe gesaugt. Dies reduziert den von der Hauptpumpe abgegebenen Kraftstoffdampf und verbessert die Fähigkeit des Kraftstoffpumpenmoduls, heißen Kraftstoff zu verarbeiten. Die Erfindung verbessert überdies das Betriebsverhalten und den Wirkungsgrad des Kraftstoffpumpenmoduls, hat einen relativ einfachen Aufbau und läßt sich wirtschaftlich herstellen und montieren.

Anhand der Zeichnungen werden Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert. Es zeigt:

Fig. 1 eine teilweise geschnittene Ansicht eines Kraftstoffpumpenmoduls gemäß einer Ausführungsform der Erfindung;

Fig. 2 eine Ansicht in Blickrichtung der Pfeile 2-2 in Fig. 1;

Fig. 3 eine Explosionsdarstellung des Kraftstoffpumpenmoduls in Fig. 1;

Fig. 4 eine perspektivische Ansicht der Unterseite des Gehäuses einer Strahlpumpe;

Fig. 5 eine fragmentarische Schnittansicht des unteren Teils einer abgewandelten Ausführungsform des Kraftstoffpumpenmoduls;

Fig. 6 eine der Fig. 5 entsprechende Ansicht einer weiteren Ausführungsform;

Fig. 7 eine den Fig. 5 und 6 entsprechende Ansicht einer weiteren abgewandelten Ausführungsform.

Das in Fig. 1 dargestellte Kraftstoffpumpenmodul 10 besteht aus einem Flanschteil 12, das von einem Kraftstofftank 13 abgedichtet getragen wird, und einem Speicher 14, der im Kraftstofftank 13 angeordnet ist und eine aus einem elektrischen Motor und einer Kraftstoffpumpe bestehende Pumpeneinheit 16 enthält. Die Pumpeneinheit 16 saugt Kraftstoff aus dem Speicher 14 an und gibt ihn unter Druck einerseits an eine Brennkraftmaschine eines Fahrzeuges (nicht gezeigt) und andererseits an eine Strahlpumpe 18 ab, die in eine Ausnehmung 20 des Kraftstoffpumpenmoduls 10 angeordnet ist. Die Strahlpumpe 18 saugt Kraftstoff aus dem umgebenden Kraftstofftank 13 in den Speicher 14. Ein Teil des unter Druck stehenden Kraftstoffes, der von einer Hauptpumpe 22 der Pumpeneinheit 16 abgegeben wird, betreibt somit die Strahlpumpe 18.

Die Pumpeneinheit 16 enthält einen elektrischen Motor 24, der über eine Welle 26 die Hauptpumpe 22 antreibt. Die Hauptpumpe 22 hat eine Einlaßöffnung 29, die mit einem Pumpeneinlaß 30 (Fig. 2) in Verbindung steht, um Kraftstoff aus dem Speicher 14 in die Hauptpumpe 22 zu fördern. Die Hauptpumpe 22 fördert den unter erhöhtem Druck stehenden Kraftstoff durch einen Pumpenauslaß 31, der mit einer Auslaßöffnung 33 der Pumpeneinheit 16 in Verbindung steht, um den unter Druck stehenden Kraftstoff der Brennkraftmaschine zuzuführen. Die Hauptpumpe kann entweder eine Verdrängerpumpe, wie sie z. B. in der US-A-5 219 277 offenbart ist, oder eine Peripheralpumpe, wie sie beispielsweise in der US-A- 257 916 offenbart ist, sein.

Ein äußerer Mantel 34 der Pumpeneinheit 16 umgibt den elektrischen Motor 24 und die Hauptpumpe 22 und hat ein Ende 36, das um einen Umfangsrand einer einlaßseitigen Kappe 38 gebördelt ist. Wie in Fig. 2 zu sehen ist, hat die Kappe 38 einen durchgehenden Einlaßkanal 40, der mit dem Pumpeneinlaß 30 in Verbindung steht. Ein Einlaßgehäuse 42, das teilweise den Pumpeneinlaß 30 bildet, wird von der Kappe 38 getragen und verläuft nach unten zum Boden 44 des Moduls 10. Das Einlaßgehäuse 42 hat ein offenes Ende, das zu der Kappe 38 beabstandet ist, und mehrere Schlitze 46, durch die Kraftstoff in die Pumpeneinheit 16 gesaugt wird. Um die Strahlpumpe 18 mit unter Druck stehendem Kraftstoff zu versorgen, ist in der Kappe 38 ein Kanal 48 versehen, der mit dem Pumpenauslaß 31 der Hauptpumpe 22 verbunden ist. Der Kanal 48 verläuft durch einen nach unten ragenden Vorsprung 50 der Kappe 38, um die Verbindung zwischen der Kappe 38 und einem die Strahlpumpe 18 ragenden Gehäuse 52 zu vereinfachen.

Um das Gehäuse 52 der Strahlpumpe 18 mit der Kappe 38 zu verbinden, ist das Gehäuse 52 mit einer aufrechten Schürze 54 versehen, die auf einen Ring 60 gepreßt ist, welcher mit Preßsitz auf dem Vorsprung 50 der Kappe 38 angeordnet ist. Aufgrund dieser Verbindung steht der Kanal 48 mit einem Raum 62 im Gehäuse 52 der Strahlpumpe 18 in Verbindung. Das Gehäuse 52 hat eine Öffnung 64, in der eine Düse 66 mit Preßsitz angeordnet ist. Die Düse 66 ist so angeordnet und ausgebildet, daß sie Kraftstoff an einen Venturikanal 68 abgibt. Der Venturikanal 68 ist als Rohr ausgebildet, das in eine Öffnung 70 in einer Seitenwand des Gehäuses 52 vorgesehen ist, wie dies in den Fig. 1 und 4 dargestellt ist. Der Venturikanal 68 hat eine Innenwand 72 mit einem konvergierenden Einlaßabschnitt, einem durchmesserverringerten zentralen Abschnitt und einem divergierenden Auslaßabschnitt, um einen Druckabfall in einer vom Gehäuse 52 gebildeten Kammer 73 zu erzeugen, wenn aus der Düse 66 ausgestoßener Kraftstoff durch den Venturikanal 68 strömt. Wie in Fig. 2 gezeigt, ist die Strahlpumpe 18 seitlich beabstandet zu dem Pumpeneinlaß 30 angeordnet, so daß in den Pumpeneinlaß 30 gesaugter Kraftstoff nicht unmittelbar mit der Strahlpumpe 18 in Berührung gelangt.

Das Flanschteil 12 des Moduls 10 hat einen nach außen ragenden Flansch 86, der auf der Oberseite 87 des Kraftstofftankes aufliegt und abgedichtet mit diesem verbunden ist. Das Flanschteil 12 ist mit dem Speicher 14 durch einen Schaft 88 verbunden, der an einem Vorsprung 91 des Flanschteils 12 befestigt ist und von einer Öffnung in einer oberen Kappe 80 des Speichers 14 gleitend aufgenommen wird. Eine den Schaft 88 umgebende Feder 90 drückt den Speicher 14 von dem Flanschteil 12 weg, damit der Speicher 14 an der Unterseite 89 des Kraftstofftanks anliegt. Hierdurch werden Schwankungen im vertikalen Abstand zwischen der Unterseite und der Oberseite des Tanks und von Tank zu Tank ausgeglichen, um sicherzustellen, daß der Boden des Moduls 14 immer an der Unterseite 89 des Tanks anliegt. Ein flexibler Kraftstoffschlauch 92 verbindet den Pumpenauslaß mit einem Auslaßrohr 93 durch das Flanschteil 12, um Kraftstoff aus dem Tank an die Brennkraftmaschine abzugeben. Ein elliptischer Ansatz 94 ist so ausgebildet, daß er einen elektrischen Verbinder aufnimmt, um den elektrischen Motor 24 mit elektrischer Leistung zu versorgen.

Der Speicher 14 hat eine obere Kappe 80, eine Seitenwand 82 und eine untere Kappe 84, die einen Speicherraum zur Aufnahme von aus dem Venturikanal 68 abgegebenen Kraftstoff bilden. Die Seitenwand 82 ist vorzugsweise zylindrisch ausgebildet. Die Kappe 80 hat eine Öffnung 96 (Fig. 3), um zu ermöglichen, daß Kraftstoff zwischen dem Tank und der Oberseite des Speichers 14 strömen kann.

Die untere Kappe 84 des Moduls 10 ist mit dem Boden 44 und der darin ausgebildeten Ausnehmung 20 sowie einer umlaufenden Schürze 100 versehen, die teleskopierbar auf einem Abschnitt der Seitenwand 82 des Moduls 10 angeordnet ist. Wie am besten in Fig. 3 zu sehen ist, sind zum Positionieren des Gehäuses 52 der Strahlpumpe 18 eine gekrümmte Wand 110 und eine beabstandete Wand 111 an der Kappe 84 vorgesehen, um das Gehäuse 52 der Strahlpumpe 18 teleskopisch aufzunehmen. Kraftstoff-Einlaßöffnungen 102 im Boden 44 sind von einem schirmartigen Rückschlagventil 104 bedeckt, die eine relativ freie Kraftstoffströmung in die Kammer 73 zulassen, während es die umgekehrte Kraftstoffströmung aus der Kammer 73 in den Kraftstofftank verhindert. Kraftstoff aus der Kammer 73 wird in die Strahlpumpe 18 gesaugt und durch den Venturikanal 68 in den Speicher 14 abgegeben, worauf er von der Hauptpumpe 22 angesaugt wird. Beabstandete Füße 106 erstrecken sich vom Boden 44 der unteren Kappe 84 nach unten, so daß der unterste Abschnitt der Kappe 84 den Boden 44 zu dem Kraftstofftank beabstandet und Strömungswege bildet, durch die Kraftstoff zu den Kraftstoffeinlaßöffnungen 102 strömen kann. Ein Rahmen 108 ist an der Kappe 84 befestigt und so ausgebildet, daß er angrenzend an der Unterseite des Kraftstofftankes liegt. Um den in die Strahlpumpe 18 gesaugten Kraftstoff zu f ltern, kann ein Bogen 107 aus Filtermaterial am Rahmen 108 befestigt werden.

Vorzugsweise wird von der unteren Kappe 84 ein Kraftstoffilter 112 getragen, das den Einlaßkörper 42 umgibt, so daß der Kraftstoff gefiltert wird, ehe er in die Hauptpumpe 22 strömt. Das Kraftstoffilter 112 hat eine obere Wand 114 und eine untere Wand 116, die eine Umhüllung 118 bilden, von der der Einlaßkörper 42 aufgenommen wird. Das Filtermaterial hat vorzugsweise eine durchschnittliche Porengröße von ungefähr 30 bis 70 µm. Im nassen Zustand kann die Kapillarwirkung des nassen Filtermaterials praktisch verhindern, daß Luft oder Kraftstoffdampf durch das Filter strömt, so daß nicht zu viel Luft bzw. Kraftstoffdampf bei extrem niedrigem Kraftstoffniveau im Tank in die Pumpe strömt, wenn ein Teil des Filters oder der gesamte Filter nicht in flüssigen Kraftstoff getaucht ist. Unter diesen Umständen neigt das Filter dazu, zu kollabieren und den Pumpeneinlaß 30 der Hauptpumpe zu sperren. Um dies zu verhindern, hält das Ende des Einlaßkörpers 42 die untere Wand 116 des Filters 112 am Boden 44 der Kappe 84, um zu verhindern, daß das Filter 112 den Pumpeneinlaß 30 sperrt oder in den Pumpeneinlaß 30 gezogen wird.

Vorteilhafterweise nimmt die Ausnehmung 20 in der Kappe 84 zumindest einen Teil des als Rohr ausgebildeten Venturikanals 68 und den Raum 62 des Gehäuses 52 der Strahlpumpe auf, welches die Düse 66 trägt, um die Düse 66 und den Venturikanal 68, die die Strahlpumpe 18 bilden, so nahe wie möglich am Boden 44 des Moduls 10 und somit an der Unterseite 89 (Bodenwand) des Kraftstofftanks anzuordnen. Die Düse 66 und der Venturikanal 68 verlaufen koaxial zueinander, wobei ihre gemeinsame Achse 119 sehr dicht an einer Innenfläche 109 des Bodens 44 der Kappe 84 liegt. Vorzugsweise hat die Achse 119 der Düse 66 und des Venturikanals 68 einen Abstand von 12,7 mm (0,5 inch) oder weniger von dem untersten Abschnitt der Kappe 84 (wie durch die Abmessung A in den Fig. 1 und 2 angedeutet), welcher so ausgebildet ist, daß er an der Unterseite 89 des Kraftstofftanks anliegt, so daß die Düse 66 und der Venturikanal 68 den gleichen Abstand vom Boden des Kraftstofftanks haben.

Wie dargestellt, ist die Strahlpumpe 18 zu dem Pumpeneinlaß 30 seitlich beabstandet und unmittelbar angrenzend am Boden 44 der Kappe 84 und somit in unmittelbarer Nähe des Bodens des Kraftstofftanks angeordnet. Hierdurch wird ermöglicht, daß im wesentlichen der gesamte Kraftstoff aus dem Kraftstofftank in den Speicher 14 gesaugt wird, so daß die Pumpeneinheit 16 im wesentlichen den gesamten Kraftstoff aus dem Tank an die Brennkraftmaschine abgeben kann, und zwar selbst dann, wenn das Kraftstoffniveau im Tank extrem niedrig ist. Außerdem ist der Pumpeneinlaß 30 dicht benachbart zum Boden 44 der Kappe 84 und somit dicht benachbart zum Boden des Kraftstofftanks angeordnet, um das Ansaugenlassen der Pumpeneinheit 16 zu erleichtern, wenn Kraftstoff erstmals in den Tank eingefüllt wird oder wenn nach dem Entleeren des Tanks eine kleine Kraftstoffmenge (z. B. aus einem Reservekanister) in den Kraftstofftank gefüllt wird.

Wenn der Tank leer wird, füllt die Bedienungsperson typischerweise 2 bis 4 Liter Kraftstoff in den Tank. Dies füllt den Tank bis zu einem Niveau von ungefähr 19 bis 25 mm (3/4 inch bis 1 inch). Selbst bei diesem niedrigen Kraftstoffniveau im Tank ist die Hauptpumpe 22 in der Lage, Kraftstoff anzusaugen, die Strahlpumpe 18 zu betätigen und unter Druck stehenden Kraftstoff der Brennkraftmaschine zuzuführen, so daß das Fahrzeug beispielsweise zur nächsten Tankstelle gefahren werden kann, um zusätzlich Kraftstoff aufnehmen zu können. Dies ist wichtig, da ohne Betrieb der Hauptpumpe 22 die Strahlpumpe 18 nicht mit Kraftstoff versorgt und kein Druckabfall zum Ansaugen von Kraftstoff in das Modul erzeugt wird. Die Hauptpumpe 22 muß somit "selbstsaugend" sein, um eine Anfangsmenge an Kraftstoff in die Hauptpumpe 22 zu ziehen, so daß ein Teil des von der Hauptpumpe 22 abgegebenen Kraftstoffes dazu verwendet werden kann, die Strahlpumpe 18 zu betreiben und zusätzlichen Kraftstoff in den Speicher 14 zu saugen, um auf diese Weise den Betrieb der Hauptpumpe 22 zu erleichtern und Kraftstoff durch die Kraftstoffleitung 92 der Brennkraftmaschine zuzuführen.

Zusätzlich zu den oben erläuterten Vorteilen führt die Lage dis Pumpeneinlasses 30 am Boden des Kraftstofftanks dazu, daß der Pumpeneinlaß 30 selbst dann in Kraftstoff getaucht ist, wenn das Kraftstoffniveau im Tank extrem niedrig ist. Die Folge ist, daß weniger Luft und Kraftstoffdampf in die Hauptpumpe 22 gelangt, was den Wirkungsgrad der Hauptpumpe 22 sowie des gesamten Kraftstoffpumpenmoduls erhöht. Diese und weitere Vorteile werden, soweit bekannt, ohne irgendwelche nachteiligen Auswirkungen erreicht.

Gemäß einem abgewandelten Ausführungsbeispiel, das in Fig. 5 dargestellt ist, ist eine Kappe 84' des Kraftstoffpumpenmoduls 10' mit einer konturierten Ausnehmung 20' versehen, die den unteren Abschnitt eines Venturikanals 148 bildet. Der obere Abschnitt des Venturikanals 148 wird von einer gegenüberliegenden konturierten Ausnehmung 150 gebildet, die in dem als Deckel ausgebildeten Gehäuse 152 der Strahlpumpe vorgesehen ist, so daß kein getrenntes Rohr für den Venturikanal benötigt wird. Das Gehäuse 152 hat eine Bohrung 154, die einen nach unten ragenden Vorsprung 156 aufnimmt. Der Vorsprung 156 hat einen Kanal 158, der am einen Ende mit dem Pumpenauslaß der Hauptpumpe (in Fig. 5 nicht gezeigt) in Verbindung steht. Die Düse 66' der Strahlpumpe ist mit Preßsitz in einer Öffnung 160 der Seitenwand des Vorsprungs 156 angeordnet, um Kraftstoff aus dem Kanal 158 zu empfangen und den Kraftstoff in den Venturikanal 148 abzugeben, wodurch ein Druckabfall erzeugt wird, wie bereits in Zusammenhang mit dem Kraftstoffpumpenmodul 10 beschrieben wurde.

Dadurch, daß der Venturikanal 148 teilweise von der Ausnehmung 20' gebildet wird, ist kein Rohr für den Venturikanal erforderlich, und die Strahlpumpe kann daher noch tiefer im Kraftstoffpumpenmodul und noch näher am Boden des Kraftstofftanks angeordnet werden. Das Kraftstoffpumpenmodul 10' arbeitet in der gleichen Weise wie das Kraftstoffpumpenmodul 10, so daß eine Beschreibung seiner Funktionsweise nicht erforderlich ist.

Bei der in Fig. 6 dargestellten Ausführungsform ist die Düse 66' integral in dem entsprechend modifizierten Gehäuse 52' der Strahlpumpe ausgebildet, und zwar dadurch, daß in dem Gehäuse 52' ein kleiner Kanal 166 vorgesehen ist, der in den Raum 62 mündet. Es ist somit keine getrennte Düse 66 erforderlich, wodurch die Anzahl der Einzelteile des Kraftstoffpumpenmoduls verringert wird. Bei der in Fig. 7 gezeigten Ausführungsform ist die Düse 66" in einem nach unten ragenden Vorsprung 50' einer modifizierten Kappe 38' gebildet, welcher durch eine Bohrung 171 in dem entsprechend modifizierten Gehäuse 52" der Strahlpumpe verläuft. Die Düse 66" besteht aus einem kleinen Kanal 172, der den Kanal 48 mit dem Venturikanal 68 oder 148 verbindet. Auf diese Weise wird keine getrennte Düse 66 entsprechend den Fig. 1 bis 4 benötigt, wodurch die Anzahl der Einzelteile des Kraftstoffpumpenmoduls entsprechend verringert wird. Abgesehen von den oben erwähnten Unterschieden haben die Ausführungsbeispiele der Fig. 6 und 7 den gleichen Aufbau wie das Kraftstoffpumpenmodul 10, und sie arbeiten in der gleichen Weise, so daß ihre Funktionsweise nicht eigens noch mal beschrieben wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Kraftstoffpumpenmodul mit:

    einem Speicher (14), der in einen Kraftstofftank einsetzbar ist und einen von einer Seitenwand (82) und einem Boden (44) gebildeten Speicherraum hat, wobei der Boden (44) eine Ausnehmung (20) und eine Öffnung unmittelbar angrenzend an der Unterseite des Kraftstofftanks hat, durch die Kraftstoff in den Speicherraum strömen kann,

    einer Strahlpumpe (18), die zumindest teilweise in der Ausnehmung (20) des Bodens (44) angeordnet ist und Kraftstoff durch die Öffnung in den Speicherraum ansaugt, und

    einer Hauptpumpe (22), die von dem Modul getragen wird und einen Pumpeneinlaß (30) zum Ansaugen von Kraftstoff aus dem Speicherraum und einen Pumpenauslaß (31) zum Abgeben von unter Druck stehendem Kraftstoff aufweist, wobei die Ausnehmung (20) im Boden (44) des Speichers (14) eine lose Aufnahme der Strahlpumpe (18) angrenzend am Boden (44) des Speichers (14) und der Unterseite (89) des Kraftstofftanks ermöglicht.
  2. 2. Kraftstoffpumpenmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Strahlpumpe (18) eine Düse (66) und einen stromab der Düse angeordneten Venturikanal (68) aufweist, der mit dem Auslaß der Düse in Verbindung steht, um einen Druckabfall angrenzend am Venturikanal zu erzeugen, wenn Strömungsmittel aus der Düse (66) durch den Venturikanal (68) strömt, und daß der Venturikanal (68) zumindest teilweise in der Ausnehmung (20) angeordnet ist.
  3. 3. Kraftstoffpumpenmodul nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslaß der Düse (66) und der Venturikanal (68) koaxial zueinander angeordnet sind, wobei die Achse von der untersten Stelle des Speichers (14) einen Abstand von 12,7 mm (0,5 inch) oder weniger hat.
  4. 4. Kraftstoffpumpenmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Pumpeneinlaß (30) der Kraftstoffpumpe (22) dicht benachbart zum Boden (44) des Speichers (14) angeordnet ist, um das Ansaugenlassen der Hauptpumpe zu erleichtern.
  5. 5. Kraftstoffpumpenmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Pumpeneinlaß (30) der Hauptpumpe (22) zu der Strahlpumpe (18) seitlich so beabstandet ist, daß in den Pumpeneinlaß (30) eingesaugter Kraftstoff nicht unmittelbar zu der Strahlpumpe (18) gelangt.
  6. 6. Kraftstoffpumpenmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche in Verbindung mit Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Strahlpumpe ein Gehäuse (52') hat, das die Düse (66') und den Venturikanal (68) trägt, wobei die Düse (66') mit dem Gehäuse (52') der Strahlpumpe (18) einteilig ausgebildet ist.
  7. 7. Kraftstoffpumpenmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche in Verbindung mit Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptpumpe (22) eine einlaßseitige Kappe (38) mit einem nach unten ragenden Vorsprung (50') hat, in dem ein Kanal (48) gebildet ist, der mit dem Pumpenauslaß (31) der Hauptpumpe (22) verbunden ist, und daß die Düse (66") der Strahlpumpe (18) mit der Kappe (38) einteilig ausgebildet ist und mit dem Kanal (48) in dem Vorsprung (50') in Verbindung steht, um Strömungsmittel an den Venturikanal (68) abzugeben.
  8. 8. Kraftstoffpumpenmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet, durch ein Flanschteil (12), das mit dem Speicher (14) verbunden und an einer Wand des Kraftstofftanks befestigbar ist, und daß der Speicher (14) in Richtung weg von dem Flanschteil (12) elastisch vorgespannt ist, um gegen die Unterseite (89) des Kraftstofftanks angedrückt zu werden.
  9. 9. Kraftstoffpumpenmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche in Verbindung mit Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Pumpeneinlaß (30) der Hauptpumpe (22) zumindest teilweise in der Kappe (38) gebildet ist und daß die Düse (66) und der Venturikanal (68) der Strahlpumpe (18) von der Kappe (38) getrennt sind.
  10. 10. Kraftstoffpumpenmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche in Verbindung mit Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Venturikanal (68) zumindest teilweise von der Ausnehmung (20) gebildet wird.
  11. 11. Kraftstoffpumpenmodul nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch einen Deckel (152) mit einer Ausnehmung (150), die der Ausnehmung (20) im Boden des Speichers gegenüberliegt, um den Venturikanal (148) zwischen dem Deckel (152) und dem Boden des Speichers zu bilden.
  12. 12. Kraftstoffpumpenmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 9 in Verbindung mit Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Venturikanal (68) als Rohr ausgebildet ist, der zumindest teilweise von der Ausnehmung (20) aufgenommen wird.
  13. 13. Kraftstoffpumpenmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptpumpe (22) von dem Speicher (14) getragen wird und eine einlaßseitige Kappe (38) hat, die mit einem Einlaß (40) zum Ansaugen von Kraftstoff aus dem Speicherraum und einem Auslaß zum Abgeben von unter Druck stehendem Kraftstoff versehen ist, und daß die Strahlpumpe (18) von dem Speicher (14) getragen wird und eine mit dem Pumpenauslaß (31) der Hauptpumpe (22) verbundene Düse (66) und einen stromab der Düse (66) angeordneten Venturikanal (68) hat, welche auf einer gemeinsamen Achse liegen, die von der Unterseite des Kraftstofftanks einen Abstand von 12,7 mm (0,5 inch) oder weniger hat.
  14. 14. Kraftstoffpumpenmodul nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Strahlpumpe (18) ein Gehäuse (52) hat, das die Düse (66) und den Venturikanal (68) trägt und mit der Kappe (38) verbunden ist.
  15. 15. Kraftstoffpumpenmodul nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (52) der Strahlpumpe (18) die Öffnung in dem Boden (44) des Speichers (14) bedeckt und eine Kammer (73) bildet, die mit dieser Öffnung und mit dem Venturikanal (68) in Verbindung steht, und daß Kraftstoff, der durch die Öffnung in den Speicher (14) strömt, durch den Venturikanal (68) in den Speicherraum strömt.
  16. 16. Kraftstoffpumpenmodul nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Venturikanal (68) als Rohr ausgebildet ist und das Gehäuse (52) der Strahlpumpe (18) zwei Öffnungen hat, wobei die Düse (66) und das den Venturikanal (68) bildende Rohr jeweils mit Preßsitz in einer getrennten Öffnung angeordnet sind.
  17. 17. Kraftstoffpumpenmodul nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (52) der Strahlpumpe (18) mit Preßsitz in der Kappe (38) angeordnet ist.
  18. 18. Kraftstoffpumpenmodul nach einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (152) der Strahlpumpe (18) mit einer Ausnehmung (150) versehen ist, die der Ausnehmung (20') im Boden des Speichers (14) gegenüberliegt, und daß der Venturikanal (148) zumindest teilweise von der Ausnehmung (150) im Gehäuse (152) der Strahlpumpe (18) und von der Ausnehmung (20') des Bodens des Speichers (14) gebildet wird.






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