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Dokumentenidentifikation DE10042507A1 12.04.2001
Titel Elektronische Starteinrichtung für Synchronmotoren
Anmelder ebm Werke GmbH & Co. KG, 74673 Mulfingen, DE
Erfinder Lelkes, András, Dr.-Ing., 74653 Künzelsau, DE
Vertreter Patentanwälte Dr. Solf & Zapf, 81543 München
DE-Anmeldedatum 30.08.2000
DE-Aktenzeichen 10042507
Offenlegungstag 12.04.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2001
IPC-Hauptklasse H02P 1/58
IPC-Nebenklasse H02P 7/67   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine elektronische Starteinrichtung (1) für elektrische Wechselstrom-Synchron-Motoren (M), insbesondere Einphasen-Synchronmotoren mit permanentmagnetischem Rotor. Für eine Gruppe aus mehreren Motoren (M1, M2, M3) ist eine gemeinsame Ansteuereinheit (2) vorgesehen, wobei jeder der mehreren Motoren (M) über mindestens ein steuerbares elektronisches Schaltelement (T1, T2, T3) an einer Wechselspannung (U) liegt, und wobei die Ansteuereinheit (2) derart ausgelegt ist, daß sie als Reaktion auf einen Startbefehl (E) durch bestimmte Ansteuerung der einzelnen Schaltelemente (T1 bis T3) die Motoren (M) einzeln sukzessive nacheinander startet, indem jeweils ausgehend vom Stillstand zunächst zur Erhöhung der Drehzahl eine unterbrochene Ansteuerung des zugehörigen Schaltelementes (T1 bis T3) in Abhängigkeit von der Rotor-Drehstellung erfolgt, bis ein frequenzgeführter Synchronbetrieb erreicht ist und das Schaltelement permanent durchgeschaltet bleibt.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine elektronische Starteinrichtung für elektrische Wechselstrom-Synchron-Motoren, insbesondere für Einphasen- Synchronmotoren mit permanentmagnetischem Rotor.

Bekanntermaßen können Synchronmotoren vor allem unter Last nicht ohne weiteres anlaufen. Dennoch werden Synchronmotoren bei vielen Anwendungen den Asynchronmotoren vorgezogen, und zwar vor allem wegen ihres besseren Wirkungsgrades. Allerdings müssen besondere Vorkehrungen für den Anlauf getroffen werden.

Aus der EP 0 574 823 B1 ist eine Startvorrichtung für einen einzelnen permanentmagneterregten Synchronmotor bekannt. Es handelt sich speziell um einen Synchronmotor mit zwei Stator- und zwei Rotorpolen, der wenigstens einen statischen Schalter in Reihe mit wenigstens einer Statorwicklung aufweisen soll. Eine elektronische Schaltung liefert den Strom, der durch die Wicklung des Synchronmotors fließt, und zwar in Abhängigkeit eines Rotorpositionssensors und der jeweiligen Phase bzw. Polarität der Wechselspannung.

In der Praxis gibt es vielfach Anwendungen, bei denen eine Gruppe aus mehreren Motoren benötigt wird, wie beispielsweise bei Kühltheken, bei denen eine Vielzahl von Motoren zum Einsatz kommt.

Aus der EP 0 680 136 A1 ist eine Schaltung zum Sanftanlauf der Antriebsmotoren einer Rotorspinnmaschine bekannt. Hierbei handelt es sich aber um Asynchronmotoren, die von einer einzelnen Sanftanlauf-Steuerung nach einer ausgewählten Hierarchie zum Hochlauf gebracht werden. Nach einer voreingestellten Zeit wird die Sanftanlauf-Steuerung zur Ansteuerung des nächsten Motors umgeschaltet. Der Hochlauf des jeweiligen Motors geschieht über eine Hilfsspannung, die von einer Grundspannung kontinuierlich auf die Netzspannung gesteigert wird. Auf diese Weise erfolgt nacheinander der Anlauf aller Asynchronmotoren. Die Steuerung des Anlaufs erfolgt über zwei Schütze je Motor, wobei zwischen einem Schütz für die Anlaufphase und einem zusätzlichen Schütz für die normale Betriebsphase umgeschaltet wird. Des weiteren enthält das System keine Rückmeldung, die Steuerung ist demnach nicht in der Lage, zu überwachen, ob der Anlauf tatsächlich erfolgreich durchgeführt wurde. Diese Schaltung ist zur Ansteuerung speziell von Asynchronmotoren ausgelegt und deshalb nicht geeignet, zum Anlauf von Synchronmotoren verwendet zu werden.

Die EP 0 817 366 A2 beschreibt eine Einrichtung zum abwechselnden Betreiben von mehreren AC-Synchron-Servomotoren. Hierbei ist für alle Servomotoren ein einziger Synchronmotorregler vorgesehen. Zur Bestimmung der Ankerposition ist jeweils ein Resolver vorgesehen, und die Umschaltung zwischen den einzelnen Servomotoren erfolgt mittels einer speicherprogrammierbaren Steuerung. Die Einrichtung ist für den Vorschub einer Drahtrichtmaschine zum abwechselnden Ausrichtung von mehreren unterschiedlichen Drähten vorgesehen. Da zu einem bestimmten Zeitpunkt immer nur ein Draht ausgerichtet wird, wird immer nur der Vorschub dieses Drahtes betätigt. Ein Parallelbetrieb von mehreren Motoren gleichzeitig ist nicht offenbart.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Starteinrichtung zu schaffen, mit der auf einfache und wirtschaftliche Weise eine Gruppe von mehreren (mindestens zwei) Synchronmotoren zum Anlauf gebracht werden kann.

Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß eine gemeinsame Ansteuereinheit für eine Gruppe aus mehreren Synchronmotoren vorgesehen ist, wobei jeder der mehreren Motoren über ein steuerbares elektronisches Schaltelement an einer Wechselspannung liegt, und wobei die Ansteuereinheit derart ausgelegt ist, daß sie als Reaktion auf einen Startbefehl durch bestimmte Ansteuerung der einzelnen Schaltelemente die Motoren einzeln sukzessiv nacheinander startet, indem jeweils ausgehend vom Stillstand zunächst zur Erhöhung der Drehzahl eine in einem bestimmten Schaltmuster unterbrochene Ansteuerung des zugehörigen Schaltelementes in Abhängigkeit von der jeweiligen Rotor-Drehstellung erfolgt, bis ein frequenzgeführter Synchronbetrieb erreicht ist und das Schaltelement dann permanent durchgeschaltet bleibt. Der Startbefehl kann entweder von außen zugeführt oder intern (z. B. mit einer Resetschaltung) erzeugt werden.

Die Erfindung führt zu dem Vorteil, daß die Kosten und der Platzbedarf für mehrere Steuereinheiten sowie für eventuell erforderliche Mittel zur Verbesserung der elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV-Filter) reduziert werden können, da nur noch eine gemeinsame Ansteuereinheit vorgesehen ist, die nacheinander zum Anlauf aller Motoren verwendet wird. Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, daß sich die Aufnahmeleistung der gesamten elektronischen Starteinrichtung verringert, was sich insbesondere im Zusammenhang mit Motoren mit kleiner Abgabeleistung günstig auswirkt und zu einer Verbesserung des Wirkungsgrades der gesamten Anordnung führt.

Da die Synchronmotoren im Normalbetrieb, also nach dem Anlauf und der Synchronisierungsphase im Synchronbetrieb frequenzgeführt (netzgeführt) arbeiten, wird die Starteinrichtung eigentlich nur für die Anlaufphase benötigt.

In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann aber die gemeinsame Ansteuereinheit auch eine Überwachung der Motoren in ihrem Synchronbetrieb übernehmen und im Falle einer Abweichung der jeweiligen Motordrehzahl von der Synchrondrehzahl (Außertrittfallen) einen erneuten Anlauf des betroffenen Motors veranlassen. Darüber hinaus kann mit Vorteil vorgesehen sein, daß nach einem eventuellen vergeblichen Startversuch die Ansteuereinheit periodisch weitere Startversuche durchführt. Dies kann der Fall sein, wenn ein Motor vorübergehend oder sogar dauerhaft überlastet oder blockiert ist. Die Ansteuereinheit kann dann den betroffenen Motor eventuell auch nach einer gewissen maximalen Anzahl von vergeblichen Anlaufversuchen gänzlich abschalten.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsmerkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen sowie der folgenden Beschreibung enthalten.

Anhand von in der Zeichnung dargestellten, bevorzugten Ausführungsbeispielen soll die Erfindung genauer erläutert werden.

Es zeigen:

Fig. 1 ein Prinzipschaltbild einer ersten Ausführung einer erfindungsgemäßen elektronischen Starteinrichtung,

Fig. 2 ein zweites erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel für einen Motor mit Arbeitswicklung und Startwicklung,

Fig. 3 ein Prinzipschaltbild der Steuereinhheit nach Fig. 2.

Eine erfindungsgemäße Startvorrichtung 1 nach Fig. 1 besteht aus einer gemeinsamen, zentralen Ansteuereinheit 2 für eine Gruppe aus mehreren (mindestens zwei, wie dargestellt beispielsweise drei) Motoren M1 M2, M3. Die Ansteuereinheit 2 kann im wesentlichen aus einem Mikroprozessor oder Mikrocontroller bestehen. Vorzugsweise enthält sie eine Energieversorgung für die erforderlichen elektronischen Bauteile, eventuell auch je nach Anwendungsfall Mittel zur elektromagnetischen Abschirmung (EMV-Filter). Der Mikroprozessor bzw. Mikrocontroller arbeitet nach einem vorgegebenen Programm.

Jeder der mehreren permanentmagneterregten Synchronmotoren M1, M2, M3 ist über ein elektronisches Schaltelement T1, T2 bzw. T3 mit einer Wechselspannungsquelle U verbunden. Versorgungsspannungsleitungen für die Ansteuereinheit 2 sind in der Zeichnung nicht dargestellt.

Zur Feststellung der Rotor-Drehstellung weist jeder Synchronmotor einen Drehstellungssensor S1, S2, S3 auf. Diese Sensoren sind vorzugsweise als digital schaltende Hall-IC's ausgebildet.

Die in Reihe zu den Motorwicklungen liegenden Schaltelemente T1, T2, T3 sind über jeweils eine Steuerleitung mit der Ansteuereinheit 2 verbunden. Die Schaltelemente T1, T2, T3 sind vorzugsweise von Thyristoren oder Triacs gebildet. Die Ansteuereinheit 2 erzeugt in einem bestimmten Ansteuermuster Zündsignale zum Zünden des jeweilige Thyristors bzw. Triacs.

Parallel zur Wechselspannung U liegt zudem ein Polaritätssensor 4, der über eine Signalleitung mit der Ansteuereinheit 2 zum Erfassen der jeweiligen Polarität der Wechselspannung U verbunden ist. Das jeweilige Polaritätsignal wird von der Ansteuereinheit 2 zum Festlegen der geeigneten (optimalen) Umschaltzeitpunkte bzw. Ansteuerzeitpunkte der Schaltelemente T1 bis T3 ausgewertet.

Die Funktion der erfindungsgemäßen Starteinrichtung 1 ist nun derart, daß bei Vorlage eines Start- oder Einschaltbefehls E, beispielsweise durch Drücken eines schematisch angedeuteten Tasters 6, zunächst der erste Synchronmotor M1 in Abhängigkeit seiner Rotor-Drehstellung, des Motorstromes und der jeweiligen Polarität der Wechselspannung U angesteuert wird. Hierzu erhält das zugehörige Schaltelement T1 Zündbefehle mit einem entsprechenden Muster, die dazu führen, daß der Motor M1 ein beschleunigendes Drehmoment erzeugt. Mit zunehmender Drehzahl nimmt die Rotationsfrequenz des Motors M1 zu und kommt in die Nähe der Frequenz der Wechselspannung U. Wenn die Motor-Rotationsfrequenz und die Spannungsfrequenz im wesentlichen übereinstimmen, springt der Motor in den Synchronbetrieb, d. h. der Motor dreht sich nun mit konstanter Spannungsfrequenz, er wird nun von der Frequenz der Versorgungsspannung U geführt. Das zugehörige Schaltelement T1 bleibt nun permanent durchgeschaltet, d. h. dauerhaft gezündet.

Nun können in gleicher Weise der zweite Synchronmotor M2 und anschließend nach erfolgter Synchronisierung der nächste Motor M3 gestartet werden. Es sei erwähnt, daß die Erfindung selbstverständlich nicht auf drei Motoren beschränkt ist, sondern sie kann auf beliebig viele sinnvoll in eine Anwendung einzubindende Motoren angewendet werden.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die elektronische Ansteuereinheit 2 derart ausgeführt, daß sie auch Überwachungsfunktionen ausführen kann. Da bei einem Synchronmotor stets der Fall auftreten kann, daß er bei Überlastung außer Tritt fällt oder sogar zum Stillstand kommt, kann ein automatisches erneutes Anlaufen realisiert werden. In diesem Falle wird das von der Synchrondrehzahl abweichende Drehstellungssignal des jeweiligen Sensors S1, S2, S3 von der Ansteuereinheit 2 so überwacht und verarbeitet, daß dem Schaltelement T1, T2 bzw. T3 des betroffenen Motors wieder bestimmte Zündimpulse zugeführt werden, die den Start des Motors veranlassen. Ist dann wieder die Synchrondrehzahl erreicht und der Synchronisierungsvorgang abgeschlossen, erfolgt wieder die Dauerzündung des jeweiligen Schaltelementes, wonach der Motor wieder von der Frequenz der Versorgungsspannung U geführt wird.

Wenn einer der Motoren dauerhaft überlastet oder blockiert ist, so daß ein Anlauf nicht möglich ist, kann die Ansteuereinheit 2 auch automatisch periodisch wiederholte Startversuche durchführen und ggf. den betroffenen Motor nach einer gewissen Anzahl von Startversuchen ganz abschalten.

Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel sind zur Feststellung der Rotor- Drehstellung Drehstellungssensoren vorgesehen. Es ist aber auch möglich, eine sensorlose Steuerung zu realisieren, wobei die die Rotorstellung kennzeichnenden Größen aus elektrischen Größen des Motors bestimmt werden. Auf diese Weise kann eine weitere Vereinfachung und Kostenreduzierung insbesondere durch Einsparung von Verdrahtung erreicht werden. Allerdings sind zusätzliche elektronische Mittel für die sensorlose Steuerung notwendig, die aber - ähnlich wie die Ansteuereinheit 2 - in einfacher Ausführung nacheinander für alle Motoren verwendet werden können.

In einer zweiten Ausführung nach Fig. 2, die eine beispielhafte Schaltung für drei Synchronmotoren M zeigt, werden Motoren verwendet, bei denen, um den Start zu vereinfachen und um den Betriebszustand zu optimieren, die Arbeitswicklung AW eine Anlaufanzapfung SW erhält. Mit zwei Schaltern, vorzugsweise Triacs, werden die Anlauf- SW und Arbeitswicklung AW jedes Motors an das Netz geschaltet. Während des Anlaufs ist der Schalter TS, der mit der Anlaufanzapfung SW verbunden ist, aktiv; nach der Anlaufphase schaltet der andere Schalter TA die Arbeitswicklung AW an das Netz.

Die erfindungsgemäße elektronische Startvorrichtung 1 ist auch in diesem Falle einsetzbar. Für den optimierten Anlauf, für die sensorlose Lageerfassung oder für die Überwachung der Stromgröße während des Anlaufs, um z. B. eine Entmagnetisierung des Rotors zu verhindern, kann ein zentraler Stromsensor 8 den Anlaufstrom iS erfassen. In diesem Fall ist es besonders günstig, daß die Motoren sequentiell gestartet werden, da dann der Stromsensor 8 immer nur den Anlaufstrom des gerade in der Anlaufphase befindlichen Motors mißt. Das Ausgangssignal ISX des Stromsensors 8 und das Ausgangssignal USX eines Spannnungssensors 4 zur Erfassung der Polarität der Netzspannung werden der elektronischen Starteinrichtung 1 zur Auswertung zugeführt.

Die entsprechenden Ansteuersignale zur Ansteuerung der Schalter TS für die Anlaufanzapfung SW sind mit ST1 bis ST3 bezeichnet und die Ansteuersignale für die Schalter TA zur Ansteuerung der Arbeitswicklung AW mit BT1 bis BT3. Dabei werden die jeweiligen Anlaufschalter TS vom Prozessor rotorlageabhängig gesteuert. Die Schalter TA der Arbeitswicklungen AW werden so gesteuert, daß sie nach dem Startvorgang ständig leiten.

Für diese Art von Anlaufeinrichtung muß die Ansteuereinheit 2 zusätzliche Output-Ports für die Starttriacs TS enthalten. Eine Lösungsmöglichkeit für die Realisierung ist ein Mikrocontroller mit genügend vielen I/O-Ports.

Eine unter Umständen kostengünstigere Schaltung besteht aus einem kostengünstigen Mikrocontroller mit wenigen I/O-Ports (in einem kleinen und deshalb billigen Gehäuse) und einer zusätzlichen logischen Schaltung. Der Mikrocontroller erhält nur einmal die verschiedenen Sensorsignale (Strom-, Spannungs- und Drehstellungsinformation). Auch hier bestimmt der Controller mit digitalen Ausgängen, welcher Motor gerade gestartet wird. Eine derartig ergänzte elektronische Startvorrichtung 1 ist in der Fig. 3 dargestellt. Die elektronische Startvorrichtung 1 nach Fig. 3 enthält eine Ansteuereinheit 2, der eine logische Schaltung LS nachgeschaltet ist. Die logische Schaltung LS enthält Multiplexer (MUX)- und Demultiplexer DMUX-Funktionen. Der Multiplexer MUX ist den Hallsensoren S1 bis S3 zugeordnet und verarbeitet die logischen Zustände der Hall-Signale PS1 bis PS3 zu einem einzigen Ausgangssignal PS. Dieses Ausgangssignal PS wird dem Eingang der Ansteuereinheit 2 (Mikrocontroller) zugeführt.

Der Demultiplexer DMUX ist für den Start des Motors über die Anlaufanzapfung SW zuständig. Es erhält sein Eingangssignal vom Mikrocontroller. Seine Ausgänge ST1 bis ST3 sind mit den Steuereingängen des Schalters TS zum Start der Motoren entsprechend Fig. 2 verbunden. Die Ausgänge BT1, BT2 und BT3 dienen, wie oben bereits angesprochen, zur Ansteuerung der entsprechenden Arbeitswicklungen AW nach dem Startvorgang.

Die Adressausgänge A0 A1 des Mikrocontrollers sind jeweils mit den Adresseingängen von Multiplexer und Demultiplexer verbunden und steuern die Motoren entsprechend diesen anliegendenden Signale.

Die Steuerung von drei Motoren reichen dazu zwei Ausgänge A1 und A0 des Mikrocontrollers aus; mit drei Ausgängen A2, A1, A0 lassen sich maximal 23 - 1 = 7 Motoren ansteuern.

Des weiteren liegen die Ausgangssignale (USX bzw. ISX des Spannungssensors 4 bzw. des Stromsensors 8 an zugeordneten Eingängen des Mikrocontrollers an.

Die Funktionsweise ist nun derart, daß zum Start der Motoren zunächst der Starttriac TS des ersten einzuschaltenden Motors gezündet wird (A0 = 0, A1 = 0), d. h. die Bestromung des Motors erfolgt über die Anlaufanzapfung SW. Ist der Motor im Synchronismus, was der Mikrocontroller durch entsprechende Rückmeldesignale ermittelt, wird die Arbeitswicklung AW durch Ansteuerung des Triacs TA durchgesteuert und der Starttriac TS gesperrt (A0 = 1, A1 = 0). Gleichzeitig erfolgt die Bestromung über die Anlaufanzapfung des zweiten Motors durch Ansteuerung und Zündung von dessen Starttriac TS. Diese Vorgänge wiederholen sich, bis alle Motoren ans Netz geschaltet sind (A0 = 1, A1 = 1).

Die zusätzliche logische Schaltung kann diskret, z. B. aus logischen ICs, aufgebaut werden. Eine andere Möglichkeit ist die Anwendung eines programmierbaren Bausteins (z. B. PAL oder FPGA). Die Schaltung kann aber auch in einen einfachen und kostengünstigen kundenspezifischen Schaltkreis (ASIC) monolithisch integriert werden.

Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern umfaßt auch alle im Sinne der Erfindung gleichwirkenden Ausführungen. Ferner ist die Erfindung bislang auch noch nicht auf die im Anspruch 1 definierte Merkmalskombination beschränkt, sondern kann auch durch jede beliebige andere Kombination von bestimmten Merkmalen aller insgesamt offenbarten Einzelmerkmalen definiert sein. Dies bedeutet, daß grundsätzlich praktisch jedes Einzelmerkmal des Anspruchs 1 weggelassen bzw. durch mindestens ein an anderer Stelle der Anmeldung offenbartes Einzelmerkmal ersetzt werden kann. Insofern ist der Anspruch 1 lediglich als ein erster Formulierungsversuch für eine Erfindung zu verstehen.


Anspruch[de]
  1. 1. Elektronische Starteinrichtung (1) für elektrische Wechselstrom- Synchron-Motoren (M), insbesondere Einphasen-Synchronmotoren mit permanentmagnetischem Rotor dadurch gekennzeichnet, daß für eine Gruppe aus mehreren Motoren (M1, M2, M3) eine gemeinsame Ansteuereinheit (2) vorgesehen ist, wobei jeder der mehreren Motoren (M) über mindestens ein steuerbares elektronisches Schaltelement (T1, T2, T3) an einer Wechselspannung (U) liegt, und wobei die Ansteuereinheit (2) derart ausgelegt ist, daß sie als Reaktion auf einen Startbefehl (E) durch bestimmte Ansteuerung der einzelnen Schaltelemente (T1 bis T3) die Motoren (M) einzeln sukzessive nacheinander startet, indem jeweils ausgehend vom Stillstand zunächst zur Erhöhung der Drehzahl eine unterbrochene Ansteuerung des zugehörigen Schaltelementes (T1 bis T3) in Abhängigkeit von der Rotor- Drehstellung erfolgt, bis ein frequenzgeführter Synchronbetrieb erreicht ist und das Schaltelement permanent durchgeschaltet bleibt.
  2. 2. Starteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Erfassen der jeweiligen Rotor-Drehstellung jeder Motor (M) einen mit der Ansteuereinheit (2) über eine Sensorleitung verbundenen Drehstellungssensor (S1, S2, S3) aufweist.
  3. 3. Starteinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen über die Signalleitung mit der Ansteuereinheit (2) verbundenen Polaritätssensor (4) zum Erfassen der jeweiligen Polarität der Wechselspannung (U).
  4. 4. Starteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ansteuereinheit (2) jeden Motor (M) während seines Synchronbetriebs ständig auf Drehzahländerungen überwacht und im Falle einer festgestellten Abweichung von der Synchrondrehzahl das zugehörige Schaltelement (T1, T2, T3) des betroffenen Motors (M) wieder zum Zurückführen auf die Synchrondrehzahl in Abhängigkeit von der Rotor-Drehstellung ansteuert.
  5. 5. Starteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ansteuereinheit (2) den Startvorgang des Motors (M) daraufhin überwacht, ab nach einer bestimmten Zeit ordnungsgemäß der Synchronbetrieb erreicht wird, wobei im gegenteiligen Fall nach einer bestimmten Zeit wenigstens ein weiterer Startversuch veranlaßt wird.
  6. 6. Starteinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ansteuereinheit (2) die Anzahl von vergeblichen Startversuchen überwacht und bei Erreichen einer vorbestimmten, maximal zulässigen Anzahl den betroffenen Motor gänzlich abschaltet.
  7. 7. Starteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Ansteuereinheit (2) durch einen Mikroprozessor oder Mikrocontroller gebildet ist.
  8. 8. Starteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß als elektronische Schaltelemente (T1, T2, T3) Triacs und/oder Thyristoren vorgesehen sind.
  9. 9. Starteinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß als Rotor- Drehstellungssensoren (S1, S2, S3) digital schaltende Hall-IC's vorgesehen sind.






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