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Dokumentenidentifikation DE19916582C2 26.04.2001
Titel Verfahren und Vakuumfüller zum Abfüllen einer pastösen Masse
Anmelder Albert Handtmann Maschinenfabrik GmbH & Co KG, 88400 Biberach, DE
Erfinder Zinser, Georg, 88456 Ingoldingen, DE;
Pick, Georg, 88400 Biberach, DE
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Anmeldedatum 13.04.1999
DE-Aktenzeichen 19916582
Offenlegungstag 26.10.2000
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 26.04.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.04.2001
IPC-Hauptklasse F04C 13/00
IPC-Nebenklasse A22C 11/08   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Abfüllen einer pastösen Masse gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und einen Vakuumfüller zum Abfüllen einer pastösen Masse mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 5.

Es sind Vakuumfüller zum Fördern von Wurstbrät bekannt, die als Dosieraggregat ein Flügelzellenförderwerk umfassen. Ein solcher Vakuumfüller wird beispielsweise in der europäischen Patentschrift EP 0 432 388 B2 beschrieben. Eine weitere Ausführungsform eines Flügelzellenförderwerks zur Verwendung in einem Vakuumfüller ist beispielsweise in der deutschen Offenlegungsschrift DE 42 27 621 A1 offenbart.

Bei solchen Vakuumfüllern kann das Evakuieren von der im Flügelzellenförderwerk zu fördernden Masse nur durch Spalte an Stellen, an denen sich Förderwerkflügel, Rotor und Förderwerkgehäuse berühren, erreicht werden. Diese Spalte dürfen nur so groß sein, dass insbesondere dann, wenn das Förderwerk bei angeschalteter Vakuumpumpe stillsteht, keine Masse durchgezogen werden kann, weil diese sonst in den Vakuumkanal gesaugt und diesen dann verstopfen würde. Diese klein zu haltende Spaltbreite erschwert aber das Evakuieren, weil dadurch die Saugwirkung beschränkt bzw. begrenzt wird.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht deshalb darin, ein Verfahren und einen Vakuumfüller zur Verfügung zu stellen, mit dem eine effizientere Unterdruckerzeugung zur Unterstützung der Einziehung einer pastösen Masse, insbesondere von Wurstbrät, ermöglicht ist.

Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und einen Vakuumfüller mit den Merkmalen des Anspruchs 5. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand von Unteransprüchen.

Dadurch, dass der Unterdruck im Flügelzellenförderwerk im Wesentlichen nur bei sich drehenden Flügelzellen erzeugt wird und somit nicht bei stillstehendem Rotor, wird der Unterdruck nur dann erzeugt, wenn die pastöse Masse, insbesondere Wurstbrät, in die Flügelzellen eingefüllt und durch Drehung der Flügelzellen portionsweise an den Auslass des Flügelzellenförderwerks weitertransportiert wird. Der mechanische Transport der pastösen Masse verhindert dabei, dass die pastöse Masse in den Vakuumkanal eingezogen wird.

Weil aber kein Unterdruck während der Zeitdauer einer Unterbrechung des Betriebs, also bei stillstehendem Flügelzellenförderwerk, wirkt, können die wirksamen Spaltquerschnitte größer als im Stand der Technik verwirklicht werden. Die Spaltgröße ist nur auf ein Maß begrenzt, das sicherstellt, dass bei laufendem Förderwerk keine pastöse Masse in den Vakuumkanal gedrückt oder gesaugt wird. Deshalb kann der Spalt größer bzw. eine größere Tiefe als bei Vakuumfüllern nach dem Stand der Technik haben, was dann zu der angestrebten effizienteren Erzeugung von Unterdruck führt.

Bevorzugt ist dabei die durch den Unterdruck bewirkte Rücksaugung entgegengesetzt zur Drehrichtung der Flügelzellen gerichtet. Dadurch wird evtl. in den Unterdruckbereich gelangte pastöse Masse bei laufendem Förderwerk aus diesem heraus weg von der Mündung des Absaugkanals in Richtung des Auslasses befördert und somit ein Einsaugen von pastöser Masse in den Vakuumkanal verhindert.

Besonders bevorzugt wird der Unterdruck nach dem Einschalten des Förderwerkes verzögert erzeugt, insbesondere erst dann, wenn sich bereits eine erste Flügelzelle an der Vakuumöffnung vorbeibewegt hat. In diesem Fall wird durch die sich an der Vakuumöffnung vorbeibewegende Flügelzelle die in der Nähe der Vakuumöffnung evtl. angesammelte pastöse Masse weggeschoben, so dass sie nicht durch das entstehende Vakuum in den Vakuumkanal gelangen kann.

In einer vorteilhaften Ausführungsform des Verfahrens wird der Unterdruck automatisch bei sich drehenden Flügelzellen erzeugt. Weil das Bedienpersonal sich nicht selbst um die Erzeugung und das Abschalten des Unterdrucks bei sich drehendem bzw. stillstehendem Förderwerk kümmern muss, ist eine einfache Handhabung des Vakuumfüllers gegeben.

Ein erfindungsgemäßer Vakuumfüller zeichnet sich dadurch aus, dass er ein Verschlusselement zum zumindest teilweisen Öffnen und Verschließen der Vakuumöffnung aufweist, d. h. ein Organ, das die Durchleitung des im Vakuumkanals vorhandenen Unterdrucks in den Bereich des Förderwerkes entweder zulässt oder sperrt. Dadurch, dass die Vakuumöffnung zum Förderwerk hin im Gegensatz zum Stand der Technik somit keinen konstanten Öffnungsquerschnitt hat, sondern durch ein Verschlusselement dieser Öffnungsquerschnitt auch verringert oder die Vakuumöffnung ganz verschlossen werden kann, ist es möglich, dass der Unterdruck im Förderwerk nur im Wesentlichen bei sich drehenden Flügelzellen erzeugt werden kann, wodurch sich die bereits oben beschriebenen Vorteile ergeben.

Dabei ist das Verschlusselement bevorzugt im Übergangsbereich vom Vakuumkanal zu Innenraum des Förderwerkgehäuses angeordnet. Das Verschlusselement kann in diesem Bereich wirksam das Förderwerk vom gesamten Vakuumkanal absperren.

Vorteilhafterweise ist dabei die Vakuumöffnung in einem oberen Bereich der Wandung des Flügelzellenförderwerks angeordnet. Da sich die pastöse Masse meist am Boden, d. h., in einem unteren Bereich einer Flügelzelle ansammelt, wird durch das davon beabstandete Anbringen der Vakuumöffnung in einem oberen Bereich das Einlaufen von pastöser Masse in die mit einer Vakuumquelle in Verbindung stehende Vakuumöffnung bzw. den Vakuumkanal erschwert bzw. weiter verhindert.

In einer vorteilhaften Ausführungsform ist das Verschlusselement mit seiner zum Inneren des Förderwerkgehäuses gerichteten Fläche so angebracht und ausgebildet, dass die Flügel der Flügelzellen bei sich drehenden Flügelzellen an dieser Fläche entlang streichen. Somit ist die dem Inneren des Förderwerkgehäuses zugewandte Seite des Verschlusselementes als ein Teil der von den Flügel überstrichenen Außenkontur des Flügelzellenförderwerkes ausgebildet, was zur Folge hat, dass die Flügel sich dort gegebenenfalls ansetzende pastöse Masse immer wieder abstreifen, so dass ein Reinigungseffekt bewirkt wird und sich keine Langzeitablagerungen am Verschlusselement bilden.

Bevorzugt ist das Verschlusselement als Schieber ausgebildet, weil sich dann das Verschlusselement mechanisch einfach realisieren und sich auf einfache Weise durch Verschieben des Schiebers die Vakuumöffnung des Vakuumkanals verschliessen und wieder öffnen lässt.

Bevorzugt wird dabei der Schieber an einem in der Wandung des Förderwerkgehäuses gelagerten Federstab lösbar angeordnet. Der Federstab wird zweckmäßig so geformt, dass er die Vakuumöffnung nicht wesentlich versperrt. Er kann in Betriebsposition mit einem Ende in der Wandung des Förderwerkgehäuses verschiebbar gelagert und mit dem anderen Ende mit dem Stellantrieb für den Schieber verbunden sein. Der Federstab bewegt und hält dann den Schieber in seiner Öffnungs- und Schließposition, andererseits erlaubt er den einfachen Ausbau zum Reinigen des Schiebers, wenn der Federstab in eine Position verbracht werden kann, in der er aus der Lagerung im Förderwerkgehäuse freikommt und dann nach hinten zur Freigabe des Schiebers umgebogen werden kann.

Das Verschlusselement, z. B. der Schieber, kann von einer Bedienperson manuell jeweils zum Schließen und Öffnen der Vakuumöffnung verschoben werden, bevorzugt wird das Verschlusselement jedoch mit einem elektromotorischen Stellantrieb verbunden, um ein automatisches, an den Anlauf und das Abschalten des Förderwerks gekoppeltes Steuern des Schiebers zu ermöglichen. Alternativ kann als Stellglied auch ein Pneumatikzylinder verwendet werden.

Der elektromotorische Stellantrieb wird mit der Maschinensteuerung verbunden, so dass er in Abhängigkeit vom Betriebszustand des Rotors gesteuert werden kann, d. h. wenn das Flügelzellenförderwerk in Betrieb gesetzt wird und dann die Flügelzellen die zu portionierende pastöse Masse aufnehmen und zum Ausgang befördern, kann die Vakuumöffnung automatisch durch Ansteuerung des elektromotorischen Stellantriebs geöffnet (gegebenenfalls mit zeitlicher Verzögerung) und nach Abschalten des Förderwerkes wieder verschlossen werden.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht von schräg oben auf ein bekanntes Flügelzellenförderwerk, bei dem der Deckel aufgeklappt ist;

Fig. 2 eine schematische Draufsicht auf das bekannte Flügelzellenförderwerk nach Fig. 1 bei abgenommenem Deckel;

Fig. 3 eine schematische Draufsicht auf ein Flügelzellenförderwerk eines erfindungsgemäßen Vakuumfüllers, bei abgenommenem Deckel,

Fig. 4 einen Teilschnitt entlang der Linie IV-IV in Fig. 3;

Fig. 5 einen Querschnitt entlang der Linie V-V in Fig. 3, bei dem die Vakuumöffnung geöffnet ist und

Fig. 6 einen Querschnitt entlang der Linie V-V in Fig. 3, bei dem die Vakuumöffnung verschlossen ist.

Zuerst werden einige der einem bekannten und einem erfindungsgemäßen Vakuumfüller gemeinsamen Merkmale anhand der Fig. 1 und 2 näher beschrieben.

Das in Fig. 1 insgesamt mit 1 bezeichnete Flügelzellenförderwerk hat ein Gehäuse 2 mit einem durch eine Bodenplatte 3 und eine seitliche Gehäuseinnenwand 4 begrenzten Innenraum 5, der mit einem Deckel 6 nach oben absschliessbar ist. In der in Fig. 1 dargestellten Lage ist zu Reinigungszwecken oder dergl. der Deckel 6 in seiner aufgeklappten Lage dargestellt, so dass der Innenraum 5 des Förderwerkgehäuses 2 zu sehen ist.

Zum Schliessen kann der um eine an der Gehäuseoberseite 7 angebrachte Drehachse 8 schwenkbare Deckel mittels eines Hebels 9 in die das Förderwerk 1 abschliessende Betriebsposition verschwenkt werden, in der die untere Deckelplatte 10 den Innenraum 5 des Förderwerkes 1 nach oben hin abgrenzt.

Im Innenraum 5 des Förderwerks 1 ist ein Rotor 11 exzentrisch um einen Spannexzenter 12 gelagert. Der Rotor 11 ist durch eine nicht dargestellte, im Gehäuse 2 gelagerte Antriebswelle in Drehung versetzbar. In dem ringförmig ausgebildeten Rotor 11 sind Radialschlitze 13 eingearbeitet, in welchen die Flügel 14 radial verschiebbar gelagert sind. Die Flügel 14 bilden mit der Innenwandung 4, dem Boden 3, der Deckelplatte 10 und der Aussenfläche 15 des Rotors 11 Flügelzellen 16.

Die Aussenseiten 17 der Flügel 14 streichen während ihrer Drehbewegung an der Innenwandung 4 des Gehäuses 2 entlang. Das Volumen der als Förderzellen wirkenden Flügelzellen 16 ändert sich dabei in Drehrichtung D des Rotors 11 gesehen. Diese Volumenänderungen werden durch die Kontur der Innenwand 4 bestimmt.

Auf der Oberseite des Deckels sitzt der Einlasstrichter 18, dessen unteres Ende den Bräteinlass 19 zum Einfüllen des zu portionierenden Bräts in die sich darunter befindlichen Flügelzellen 16 bildet. An den Bräteinlass 19 schliesst sich, in Drehrichtung D gesehen, ein Druckbereich 20 an, in dem sich die Flügelzellen 16 in ihrem Volumen verkleinern. Dieser mündet in einen in Fig. 2 abgebildeten Brätauslass 21, der zu einem Auslaufrohr 22 führt, das an eine Abdrehvorrichtung (nicht gezeigt) angeschlossen ist.

Dem Brätauslass 21 folgt, wiederum in Drehrichtung D gesehen, ein Abdichtbereich 23, in dem die Aussenfläche 15 des Rotors 11 in direkten Kontakt mit der Innenwand 4 des Gehäuses 2 kommt.

An den Abdichtbereich 23 schliesst sich der Vakuumbereich 24 an, der bis zum Bräteinlass 19 reicht. In diesem Vakuumbereich 24 wird Unterdruck erzeugt, der das Einfüllen des Bräts erleichtert. Hierzu weist der Deckel 6 auf der dem Förderwerkinnenraum 5 zugewandten Seite 10 eine vertiefte Nutfläche 25 auf, deren Umriss auch in Fig. 2 durch die strichpunktierte Linie in der Betriebsposition angedeutet ist. Die Nutfläche 25 überdeckt bei geschlossenem Deckel 9 die Flügelzellen 16 in dem Vakuumbereich 24 und belässt dabei einen Spalt zwischen Deckelunterseite 10 und Flügeloberseite 26, dessen Größe im wesentlichen der Nuttiefe entspricht. Während die zwischen Bräteinlass 19 und Brätauslass 21 gelegenen Flügelzellen 16 im Wesentlichen abgedichtet sind, ist somit durch diesen Spalt 25 zwischen den einzelnen Flügelzellen 16 im Vakuumbereich 24 eine freie Verbindung zur Erzeugung von Unterdruck gegeben, der mit allgemein als Vakuumvorrichtung 27 bezeichneten Elementen erzeugt werden kann.

Wie in Fig. 2 zu erkennen, umfassen diese Elemente der Vakuumvorrichtung 27 eine am Anfang des Vakuumbereichs 24 seitlich in der Gehäuseinnenwandung 4 ausgebildete, in das Innere einer Flügelzelle 16 mündende Vakuumöffnung 28, die über einen Vakuumkanal 29 mit einer nicht dargestellten Vakuumquelle verbunden ist.

Ist nun der mit dem Einlasstrichter 18 verbundene Bräteinlass 19 mit Brät dicht gefüllt, so kann mit der Vakuumvorrichtung 27 im Vakuumbereich 24 des Flügelzellenförderwerks 1 zwischen Vakuumöffnung 28 und Einlass 19 ein Unterdruck erzeugt werden, der ein vakuumunterstütztes Einziehen des Bräts in die Flügelzellen 16 ermöglicht und gleichzeitig auch dem Füllgut Luft entzieht.

Im Gegensatz zur einer erfindungsgemäßen Vorrichtung hat allerdings die Vakuumöffnung 28 bei einem bekannten Förderwerk einen konstanten, nicht veränderbaren, d. h. auch nicht (zumindest teilweise) verschliessbaren Öffnungsquerschnitt.

Da beim Betrieb dieses bekannten Vakuumfüllers die Vakuumpumpe ständig angeschaltet ist und somit durch die Vakuumöffnung 28 ständig, also auch bei nicht laufendem Förderwerk 1, ein Unterdruck in dem mit dem Einlass 19 in Verbindung stehenden Vakuumbereich 24 erzeugt wird, darf bei den bekannten Vakuumfüllern die Nuttiefe der Nutfläche 25 im Deckel 6 nur so groß sein, dass möglichst auch bei stillstehendem Förderwerk 1 keine Masse in den Vakuumkanal 29 eingezogen werden kann. Dadurch wird aber der für die Vakuumerzeugung zur Verfügung stehende wirksame Querschnitt stark beschränkt und damit ein effektives Evakuieren der zu fördernden Masse erschwert.

Das in den Fig. 3-6 dargestellte Flügelzellenförderwerk eines erfindungsgemäßen Vakuumfüllers weist diesen Nachteil nicht mehr auf, wie im Folgenden weiter erläutert wird. Funktionsgleiche Bauteile sind mit denselben Bezugszeichen wie in Fig. 1 und 2 bezeichnet.

Im Unterschied zum Stand der Technik weist das erfindungsgemäßes Förderwerk 1 einen unmittelbar im Übergangsbereich vom Vakuumkanal 29 zum Innenraum 5 des Förderwerkgehäuses 2 angeordnetes Verschliessorgan, im konkreten Ausführungsbeispiel den Schieber 30, auf, durch den die Vakuumöffnung 28 verschlossen und zumindest teilweise wieder geöffnet werden kann. Die Vakuumöffnung 28 hat dabei einen z. B. quadratischen Querschnitt.

Wie insbesondere im Schnitt nach den Fig. 5 und 6 zu erkennen ist, ist der Schieber 30 parallel zur Achse A des Flügelzellenförderwerks 1 angeordnet und hat einen im wesentlichen L- förmigen Querschnitt mit zwei Schenkeln 31, 32. Der Schieber 30 ist so im Gehäuse 2 angeordnet, dass seine sich in Richtung der Achse A erstreckende, zum Innenraum 4 des Förderwerkgehäuses 2 gerichtete Fläche 33 des ersten Schenkels 31 im wesentlichen bündig zur seitlichen Gehäuseinnenwand 4 verläuft.

Diese Fläche 33 des Schiebers 30 ist dabei so geformt, dass im Betrieb die sich drehenden Flügel 14 der Flügelzellen 16 an dieser Fläche 33 entlangstreichen. Die Größe dieser zum Inneren des Förderwerkgehäuses 2 gerichtete Fläche 33 ist so gewählt, dass der Schieber 30 im in Fig. 6 dargestellten Zustand die Vakuumöffnung 28 vollständig verschliessen kann.

Der Schieber 30 wird mit einem in der Wandung des Förderwerkgehäuses 2 gelagerten Federstab 34 gehalten, der sich ebenfalls in eine Richtung parallel zur Achse A des Flügelzellenförderwerks 2 erstreckt. Der längliche Federstab 34 ist dabei so schmal, dass er mit seinem über den Schieber oben überstehenden Teil die Vakuumöffnung 28 bzw. den Vakuumkanal 29 nicht wesentlich versperrt. Er weist zwei Klemmflächen 35 und 36 auf, zwischen die der Schieber 30 mit seinen dem Gehäuseinnenraum 5 abgewandten Seiten 37 in Anlage gebracht ist.

Am oberen Ende des eingeklemmten Schiebers 30 ist eine seitlich die erste Klemmfläche 35 überstehende Abdichtfläche 38 angebracht, die bei verschlossener Vakuumöffnung 28 an der Unterseite 10 des Deckels 6 zur Anlage kommt.

Das untere, dem Deckel 6 des Flügelzellengehäuses 2 abgewandte Ende des Federstabes 34 ist mit einem elektromotorischen Stellantrieb 39 verbunden, der den Federstab 34 und den daran gelagerten Schieber 30 parallel zur Achse A des Flügelzellenförderwerks 1 bewegen kann.

Der elektromotorische Stellantrieb 39 ist mit einer nicht dargestellten automatischen Steuerungseinheit verbunden, die den Stellantrieb 39 in Abhängigkeit vom Betriebszustand des Rotors 11 ansteuert.

Das dem Deckel 6 zugewandte Ende 40 des Federstabes 34 ist in der Betriebsposition in einer Bohrung 41 in der Innenseite 10 des Deckels 6 gelagert. Die Länge des Federstabes 34 und die Tiefe der Bohrung 41 sind dabei so gewählt, dass das Ende 40 des Federstabes 34 sowohl bei (zumindest teilweise) offener als auch bei vollständig verschlossener Vakuumöffnung 28 innerhalb der Bohrung 41 liegt.

Zum Reinigen kann der Schieber einfach ausgebaut werden. Dazu wird der Deckel 6 aus seiner Betriebsposition heraus aufgeklappt und der Federstab 34 kann dann, evtl. nach Abnahme des den Anfang des Vakuumkanals 29 bildenden Stutzens, nach hinten umgebogen und der Vakuumschieber 30 zu Reinigungs- oder Reparaturzwecken von dem Federstab 34 entnommen werden.

Unter Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann mit dem erfindungsgemäßen Vakuumfüller nun wie folgt gearbeitet werden.

Zunächst wird die abzufüllende Charge, z. B. eine bestimmte Menge Wurstbrät, bei geschlossenem Deckel 6 in den Trichter 18 eingefüllt. Dabei kann die Maschine noch ausgeschaltet oder bereits eingeschaltet sein, in beiden Fällen läuft aber das Flügelzellenförderwerk noch nicht. Mit dem Einschalten läuft aber die Vakuumpumpe an und die Elektronische Steuerung geht in einen Grundzustand über. Es können dann die für den nachfolgenden Füllvorgang gewünschten Parameter wie Portionsgrösse und dgl. eingegeben werden. Während dieser Zeit bleibt der Schieber 30 geschlossen, d. h., der im Vakuumkanal 29 vor dem Schieber 30 erzeugte Unterdruck wirkt nicht auf die Flügelzellen 16 durch, sodass dort einlaufendes Brät auch nicht in den Vakuumkanal 29 eingesaugt werden kann.

Wenn nun der Abfüllvorgang beginnen soll, betätigt die Bedienungsperson einen Hand- oder Fussschalter, so dass das Flügelzellenförderwerk anläuft. Dabei wird dann auch ein Signal zum - etwas zeitverzögerten - Öffnen des Schiebers 30 abgegeben. Die geringfügige Zeitverzögerung - z. B. um die Durchlaufzeit einer Flügelzellenlänge - bewirkt, dass sich zunächst nun erst zwei erste Flügel 14 einer Flügelzelle 16 an dem die Vakuumöffnung 28 noch verschliessenden Schieber 30 vorbeibewegen, und eventuell an der Schieberinnenseite 33 anhaftendes Brät abstreifen.

Nach dieser Startphase öffnet der Stellantrieb 39 den Schieber 30, so dass nun das Vakuum in den Innenraum 24 durchgreifen und das Einziehen des Bräts unterstützen kann.

Die durch den Unterdruck bewirkte Rücksaugung der Luft ist dabei der Drehrichtung D der Flügelzellen 16 entgegengesetzt. Das in den Einlass 19 einlaufende Brät wird dann bei laufendem Rotor 11 durch die Flügelzellen 16 portioniert und durch den Auslass 21 an eine Abdrehvorrichtung ausgestossen.

Bei einer Arbeitsunterbrechung wird das Förderwerk stillgesetzt. Gleichzeitig oder unmittelbar anschliessend, durch den elektromotorischen Stellantrieb 39 automatisch angesteuert, fährt der Schieber 30 wieder in die Schliessposition (Fig. 6).

Weil der Unterdruck im Vakuumbereich 24 des Flügelzellenförderwerks 1 also nur bei drehendem Rotor 11 erzeugt wird, wird das Einziehen von Brät in den Vakuumkanal 29 wirksam verhindert.

Die wirksamen Absaugquerschnitte können somit größer als beim dem Stand der Technik sein, so dass eine effizientere Vakuumerzeugung möglich ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum Abfüllen einer pastösen Masse, insbesondere von Wurstbrät, mit einem Vakuumfüller, wobei die pastöse Masse in ein Flügelzellenförderwerk (1) mittels drehbar gelagerte Flügelzellen (16) abgefüllt wird und in einem Bereich (24) des Flügelzellenförderwerks (1) ein Unterdruck zur Unterstützung der Einziehung der pastösen Masse in das Flügelzellenförderwerk (1) erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterdruck im wesentlichen nur bei sich drehenden Flügelzellen (16) erzeugt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die durch den Unterdruck bewirkte Rücksaugung entgegengesetzt zur Drehrichtung (D) der Flügelzellen (16) gerichtet ist.
  3. 3. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterdruck erst dann erzeugt wird, wenn sich eine der Flügelzellen (16) an einer Vakuumöffnung (28) des Flügelzellenförderwerks (1) zur Erzeugung des Unterdrucks vorbeibewegt hat.
  4. 4. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterdruck automatisch bei sich drehenden Flügelzellen (16) erzeugt wird.
  5. 5. Vakuumfüller zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, mit einem Flügelzellenförderwerk (1) zum Abfüllen einer pastösen Masse, insbesondere von Wurstbrät, das ein Förderwerkgehäuse (2) mit einem Flügelzellen (16) bildenden Rotor (11) umfasst, wobei eine über einen Vakuumkanal (29) mit einer Vakuumquelle in Verbindung stehende Vakuumöffnung (28) am Förderwerkgehäuse (2) angeordnet ist, über die in einem Bereich (24) des Flügelzellenförderwerks (1) ein Unterdruck zur Unterstützung der Einziehung der pastösen Masse in das Flügelzellenförderwerk (1) erzeugbar ist, gekennzeichnet durch ein Verschlusselement (30) zum zumindest teilweise Öffnen und Verschließen der Vakuumöffnung (28).
  6. 6. Vakuumfüller nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlusselement (30) im Übergangsbereich vom Vakuumkanal (29) zum Innenraum des Förderwerkgehäuses (2) angeordnet ist.
  7. 7. Vakuumfüller nach einem der Ansprüche 5 oder 6 dadurch gekennzeichnet, dass die Vakuumöffnung (28) in einem oberen Bereich der Wandung (4) des Flügelzellenförderwerks (1) angeordnet ist.
  8. 8. Vakuumfüller nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlusselement (30) mit seiner zum Innenraum (5) des Förderwerkgehäuses (2) gerichteten Fläche (33) so angebracht und ausgebildet ist, dass die Flügel (14) der Flügelzellen (16) an dieser Fläche (33) entlangstreichen.
  9. 9. Vakuumfüller nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlusselement (30) einen Schieber (30) umfasst.
  10. 10. Vakuumfüller nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (30) an einem in der Wandung des Förderwerkgehäuses (2) gelagerten Federstab (34) lösbar angeordnet ist.
  11. 11. Vakuumfüller nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein elektromotorischer Stellantrieb (39) mit dem Verschlusselement (30) verbunden ist.
  12. 12. Vakuumfüller nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine automatische Steuerungseinheit mit dem elektromotorischen Stellantrieb (39) verbunden ist zur Steuerung des Stellantriebs (39) in Abhängigkeit vom Betriebszustand des Rotors (11).






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