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Dokumentenidentifikation DE69610223T2 26.04.2001
EP-Veröffentlichungsnummer 0869885
Titel SYSTEM ZUR FERNÜBERWACHUNG VON EINEM FAHRZEUG
Anmelder Standaert, Rudiger, Veghel, NL
Erfinder Standaert, Rudiger, Veghel, NL
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69610223
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 04.12.1996
EP-Aktenzeichen 969412238
WO-Anmeldetag 04.12.1996
PCT-Aktenzeichen NL9600477
WO-Veröffentlichungsnummer 9720714
WO-Veröffentlichungsdatum 12.06.1997
EP-Offenlegungsdatum 14.10.1998
EP date of grant 06.09.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.04.2001
IPC-Hauptklasse B60R 25/10
IPC-Nebenklasse G08G 1/127   G01S 5/14   G01S 5/00   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein System zur FernÜberwachung von Fahrzeugen mit:

- einem Alarmsystem, einem damit steuerbar verbundenen Sender, einem Empfänger und einem Navigationssystem, das in Signal erzeugender Weise mit dem Sender in jedem zu überwachenden Fahrzeug verbunden ist und

- einer zentralen Empfangsstation mit Einrichtungen, die wenigstens im Falle eines Alarms eine durch das Navigationssystem jedes Fahrzeugs bestimmte Position anfordern. Ein derartiges System ist aus der US-A-5, 223, 844 bekannt.

Zum heutigen Zeitpunkt ist es immer noch sehr häufig, daß Fahrzeuge gestohlen werden oder daß in sie eingebrochen wird und deren Inhalt entwendet wird. Dies ist insbesondere die Konsequenz aus einer abnehmenden sozialen Kontrolle der Gesellschaft insgesamt und des fehlenden Überwachungspersonals, insbesondere der Polizei, was durch Haushaltseinsparungen hervorgerufen ist. Das Einbrechen in und der Diebstahl aus Fahrzeugen oder selbst dessen unrechtmäßiger Diebstahl, stellen daher einen beträchtlichen Verlust für die Versicherungen dar. Es wurde daher sehr viel geforscht in Bezug auf Möglichkeiten, um derartige Vorgänge zu verhindern. Fahrzeuge im höheren Preisniveau sind beispielsweise wenigstens mit Wegfahrsperrsystemen ausgerüstet, die beispielsweise mit einem kodierten Schlüssel betrieben werden oder einem PIN-Code, der von dem Benutzer eingegeben werden muß. Zudem werden immer mehr Alarmsysteme in Fahrzeugen installiert, wobei ein Alarmsignal erzeugt wird, wenn ein Versuch unternommen wird, in das Fahrzeug einzubrechen.

Ein Nachteil bestehender Systeme besteht darin, daß als Folge der oben angegebenen Reduzierung der sozialen Kontrolle, ein Krimineller üblicherweise nicht in seinen Aktivitäten durch die Öffentlichkeit gestört wird, selbst wenn ein Alarmsignal zu hören ist. Zudem sind die meisten Alarmsysteme und Wegfahrsperrsysteme durch einen geübten Kriminellen relativ einfach außer Betrieb zu setzen, woraufhin das Fahrzeug des weiteren ungeschützt ist und daher leicht gestohlen oder dessen Inhalt entfernt werden kann. Des weiteren ist ein gestohlenes Fahrzeug zu dem Zeitpunkt, zu dem das Alarmsystem außer Betrieb gesetzt wurde, nicht gleich als gestohlenes Fahrzeug erkennbar.

In dem oben erwähnten Dokument US-A-5, 223, 844 nach dem Stand der Technik wird daher ein System vorgeschlagen, mit dem Fahrzeuge fernüberwacht werden können, so daß im Falle, daß in ein Fahrzeug eingebrochen wird, die geeigneten Autoritäten sehr schnell einschaltbar sind, wobei im Falle des Diebstahls das Fahrzeug als gestohlenes Fahrzeug identifiziert werden und ihm überdies einfach gefolgt werden kann. Dieses System besteht aus einem in dem Fahrzeug installierten Alarmsystem, das verbunden ist mit einem Sender/Empfänger in Form eines GSM-Telefons, das ebenfalls in dem Fahrzeug angeordnet ist. Das System umfaßt des weiteren ein Fahrzeugnavigationssystem, das beispielsweise auf GPS basiert. Das System umfaßt des weiteren einen zentralen Überwachungsraum. Wenn das Alarmsystem in einem der überwachten Fahrzeuge aktiviert ist als Folge des Einbruchs in ein Fahrzeug oder des versuchten Diebstahls eines Fahrzeugs, so wird ein Signal direkt über das GSM-Telefon an den Überwachungsraum übersandt, wobei unverzüglich Aktionen eingeleitet werden können. Neben dem Alarmsignal wird ebenso die Position des Fahrzeuges, wie sie durch den GPS-Empfänger bestimmt wird, zu dem Überwachungsraum gesandt. Es besteht dadurch die Möglichkeit, daß der Kriminelle oder zumindest das Fahrzeug gefunden werden können.

Die Erfindung hat nun zum Ziel, dieses bekannte System mit einfachen Mitteln derart anzupassen, daß dessen Möglichkeiten beziehungsweise Fähigkeiten weitgehend verbessert werden. Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die Positionsabfrageeinrichtung periodisch operativ bzw. betrieben ist. Durch regelmäßige Übersendung der Position aller Fahrzeuge an den Überwachungsraum, kann nicht nur im Rahmen eines Notfalls, sondern auch beim normalen Gebrauch das Sicherheitssystem auch als logistisches Aufzeichnungssystem funktionieren.

Bevorzugte Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Sicherheitssystems bilden den Gegenstand der abhängigen Ansprüche 1 bis 6.

Die Erfindung betrifft auch eine Anordnung aus einem Alarmsystem, einem Sender, einem Empfänger und einem Navigationssystem in einem Fahrzeug, die zur Verwendung in einem wie oben beschriebenen Sicherheitssystem vorgesehen ist. Die Erfindung betrifft auch ein Fahrzeug, das mit einer derartigen Anordnung ausgestattet ist. Schließlich betrifft die Erfindung des weiteren eine zentrale Empfangsstation zur Verwendung in einem Sicherheitssystem des oben beschriebenen Typs.

Die Erfindung wird nun erläutert auf der Basis eines Ausführungsbeispiels, wobei Bezug genommen wird auf die beigefügte Zeichnung, in der zeigt:

Fig. 1 eine schematische Übersicht der Bestandteile eines erfindungsgemäßen Sicherheitssystems und

Fig. 2 ein schematisches Flußdiagramm einer in einem Fahrzeug angeordneten Anordnung an Komponenten, die Teil des erfindungsgemäßen Sicherheitssystems bilden.

Ein System 1 zum Fernüberwachen mehrerer Fahrzeuge 2, basiert auf der Anwesenheit einer zentralen Empfangsstation oder eines Überwachungsraums 5, von dem aus die unterschiedlichen Fahrzeuge 2 überwacht werden. Zu diesem Zwecke ist jedes Fahrzeug 2 mit wenigstens einem Alarmsystem 3 und einem Sender 4, der steuerbar damit verbunden ist, versehen. Jedes Fahrzeug ist des weiteren mit einem Navigationssystem 6, beispielsweise einem GPS-Empfänger versehen, das in Signal erzeugender Weise mit dem Sender verbunden ist. Zusätzlich zu einem Sender 4, hat jedes Fahrzeug auch einen Empfänger 7, der zumindest mit dem Alarmsystem 3 verbunden ist. Sender 4 und Empfänger 7 können hierbei in ein Mobiltelefon 9 integriert sein. Die verschiedenen Komponenten sind über ein zentrales Interface 12 miteinander verbunden.

Das Sicherheitssystem arbeitet nun wie folgt. Wenn ein Fahrzeug 2 geparkt ist, so wird es verschlossen und das Alarmsystem 3 aktiviert. Dieses Alarmsystem 3 umfaßt beispielsweise einen Startunterbrecher 19, einen Glasbruchdetektor 20 und einen Ultraschallsensor 21, die im Inneren des Fahrzeugs, angeordnet sind. Andere Module können ebenfalls vorhanden sein, die zur Überwachung anderer Teile des Fahrzeugs dienen. Sobald ein Versuch unternommen wird, in das Fahrzeug einzubrechen oder das Fahrzeug zu stehlen, erzeugt das Alarmsystem 3 ein Alarmsignal, das durch den Sender 4 gesendet wird. Dieses von dem Sender 4 ausgestrahlte Signal 15 gelangt über optionale Relaisstationen 16 an die zentrale Empfangsstation 5.

Gleichzeitig mit dem Alarmsignal wird auch die Position des Fahrzeugs 2 an die zentrale Empfangsstation 5 übermittelt. Diese Position wird durch das Navigationssystem des Fahrzeugs bestimmt, wobei in dem dargestellten Ausführungsbeispiel ein GPS-System als Navigationssystem für das Fahrzeug vorgesehen ist. Hierbei werden Signale 14 verwendet, die über mehrere Satelliten 13 gesendet bzw. übertragen werden und welche die Position des Fahrzeugs 2 innerhalb einer Genauigkeit von mehreren 10 Metern bestimmen. Die Genauigkeit ist zu diesem Zwecke mehr als ausreichend. In der zentralen Empfangsstation 5 kann ein Operateur 17 das Alarmsignal auf seinem Computerbildschirm 18 erkennen und kann hier zudem auf der Karte die Position des das Alarmsignal aussendenden Fahrzeugs 2 sehen beziehungsweise zeigen. Zu diesem Zwecke befindet sich in der zentralen Empfangsstation 5 ein Computer (nicht gezeigt), in dem die erforderlichen Kartendaten in digitalisierter Form gespeichert sind und der des weiteren Software umfaßt zur Verarbeitung und Anzeige der ankommenden Alarmsignale. Zudem kann das gestohlene Fahrzeug 2 fortwährend auf diese Weise verfolgt werden, so daß die Polizei beispielsweise ebenfalls zu dem Fahrzeug geleitet werden kann.

Von der zentralen Empfangsstation 5 aus ist es möglich, mit dem Fahrzeug 2 über das Mobiltelefon 9 zu kommunizieren. Im Falle des Diebstahls des Fahrzeugs 2, wenn also der Kriminelle erfolgreich war beim Außer-Betrieb-Setzen des Alarmsystems 3 des Fahrzeugs, so kann Letzteres aus der Ferne wieder teilweise angeschaltet werden, beispielsweise durch einen Befehl von dem zentralen Überwachungsraum 5. Auch kann eine Signalquelle in dem Fahrzeug selbst ebenfalls von dem zentralen Überwachungsraum 5 aktiviert werden, wie beispielsweise ein drittes Bremslicht, in dem das Wort "gestohlen" oder ähnliches aufleuchtet. Zudem ist es auch möglich, eine Minikamera in dem Fahrzeug 2 zu installieren, deren Bilder in gleicher Weise über das Mobiltelefon 9 an einen zentralen Überwachungsraum 5 übermittelt werden. Auf diese Weise kann die Identität des Kriminellen leicht bestimmt werden.

Das Sicherheitssystem 1 kann des weiteren kombiniert werden mit einer Kodier- und Dekodierinstallation 8, die in dem Fahrzeug ist. Auf diese Weise kann der Datenaustausch zwischen dem Fahrzeug 2 und dem zentralen Überwachungsraum 5 in kodierter Weise stattfinden, wobei Dritte diese Daten nicht entziffern können. Die Kodier- und Dekodiereinrichtung 8 kann beispielsweise Teil eines Modems bilden, das an das Telefon 9 angeschlossen ist. Unter Verwendung dieses Modems 10 können die üblichen Bürogeräte wie beispielsweise Fax und PC zur Verwendung in dem Fahrzeug 2 geeignet gemacht werden.

Es ist auch möglich, daß der Computer in dem zentralen Überwachungsraum 5 die Fahrzeuge 2 mit einer gewissen Regelmäßigkeit bezüglich ihrer Position "anfragt". Auf diese Weise kann eine Flotte an Fahrzeugen 2 überwacht werden, was beispielsweise wichtig für Kurierdienste, Sicherheitsunternehmen, Firmen mit reisendem Servicepersonal und ähnlichem sein kann. Diese Abfrage des Navigationssystems 6 des Fahrzeugs durch den Computer der zentralen Empfangsstation 5 kann - wie angegeben - periodisch unter der Kontrolle des Computers in der zentralen Empfangsstation 5 stattfinden, kann aber auch manuell durchgeführt werden. Die Positionen aller abgefragten Fahrzeuge 2 können hierbei auf dem Bildschirm des Operateurs 17 angezeigt werden. Auf die gleiche Weise können Daten von dem zentralen Überwachungsraum 5 zu dem Navigationssystem 6 des Fahrzeugs übersandt werden. Das Navigationssystem 6 des Fahrzeugs kann dadurch mit Wegdaten versehen werden, wobei das Sicherheitssystem dazu auch als Streckenplanungs- und -Kontrollsystem funktionieren kann.

Oben beschriebenes Sicherheitssystem ermöglicht es auf einfache Weise, eine große Anzahl von Fahrzeugen von einem zentralen Ort aus zu überwachen und ihnen zu folgen, sowohl im Falle deren Diebstahls, wie auch während der normalen Verwendung.


Anspruch[de]

1. Sicherheitssystem (1) zum Fernüberwachen von Fahrzeugen (2), mit:

- einem Alarmsystem (3), einem damit steuer- bzw. kontrollierbar verbundenen Sender (4), einem Empfänger (7) und einem Navigationssystem (6), das in Signal erzeugender Weise mit dem in jedem zu überwachenden Fahrzeug (2) befindlichen Sender (4) verbunden ist und

- einer zentralen Empfangsstation (5), die Einrichtungen aufweist, um zumindest im Fall eines Alarms eine durch das Navigationssystem (6) bestimmte Position jedes der Fahrzeuge (2) anzufordern; dadurch gekennzeichnet, daß die Positionsabfrageeinrichtung periodisch operativ ist.

2. Sicherheitssystem (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Positionsabfrageeinrichtung des weiteren manuell betreibbar ist.

3. Sicherheitssystem (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zentrale Empfangsstation (5) derart angeordnet ist, daß sie Wegdaten an das Navigationssystem (6) jedes Fahrzeugs überträgt.

4. Sicherheitssystem (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Kodier- und Dekodiereinrichtungen (8), die mit dem Sender (4) und dem Empfänger (7) zusammenwirken.

5. Sicherheitssystem (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Sender (4) und der Empfänger (7) in ein Mobiltelefon (9) integriert sind und die Kodier- und Dekodiereinrichtungen (8) in ein mit dem Mobiltelefon (9) verbundenes Modem (10) eingearbeitet bzw. eingebracht sind.

6. Sicherheitssystem (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Alarmsystem (3) aus einer Entfernung kontrollier- bzw. steuerbar ist und daß die zentrale Empfangsstation (5) Mittel umfaßt zur Erzeugung und zum Senden eines Steuer- bzw. Kontrollsignals für das Alarmsystem (3) zu dem Empfänger (7).

7. Anordnung (11) aus einem Alarmsystem (3), einem Sender (4), einem Empfänger (7) und einem Navigationssystem (6) in einem Fahrzeug (2), vorgesehen zur Verwendung in einem Sicherheitssystem (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche.

8. Anordnung (11) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Alarmsystem (3), der Sender (4), der Empfänger (7) und das Navigationssystem (6) des Fahrzeugs miteinander verbunden sind unter Zwischenschaltung eines zentralen Interfaces (12).

9. Anordnung (11) nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch ein Modem (10), das mit dem zentralen Interface (12) verbunden ist.

10. Fahrzeug (2), das mit einer Anordnung (11) nach einem der Ansprüche 7 bis 9 versehen ist.

11. Zentrale Empfangsstation (5), vorgesehen zur Verwendung in einem Sicherheitssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6.







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