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Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Zylinderrollenlager, bestehend aus einem Innenring, einem Außenring und einer Anzahl zwischen Innenring und Außenring angeordneten Zylinderrollen definierter Rollenlänge,

wobei Innenring, Außenring und/oder Zylinderrollen im Bereich ihrer Laufbahnen bzw. Laufflächen zumindest über Teile der Laufbahn bzw. Lauffläche ballig ausgeführt sind,

wobei die Balligkeit zumindest einer Laufbahn des Innen- bzw. Außenrings im wesentlichen zumindest teilweise der Balligkeit der Lauffläche der Zylinderrolle entspricht und

wobei die Balligkeit der Laufbahn bzw. der Lauffläche symmetrisch zur Mitte der Ringe bzw. zur Mitte der Zylinderrollen ausgeführt ist.

Ein gattungsgemäßes Zylinderrollenlager ist beispielsweise aus der CH 99 346 bekannt. In bekannter Weise werden bei einem Zylinderrollenlager zylinderförmige Wälzkörper zwischen einem Innen- und einem Außenring positioniert. Zwecks Vermeidung von Kantenspannungen bzw. von Kantentragen kann vorgesehen sein, daß die Wälzkörper leicht ballig ausgeführt und die zugehörigen Laufbahnen der Ringe entsprechend ausgebildet sind.

Zylinderrollenlager in der sogenannten NU- bzw. in der N-Bauform werden als Loslagerungen eingesetzt. Bei diesen Zylinderrollenlagern ist sichergestellt, daß die zylinderförmigen Wälzkörper relativ zu einem der Ringe festgelegt sind, relativ zum anderen Ring sich jedoch axial bewegen können. Die axiale Festlegung der Wälzkörper relativ zu einem der Ringe wird dadurch bewerkstelligt, daß an dem betreffenden Ring Anlaufborde vorgesehen sind. Gegen diese laufen die Wälzkörper bei axialer Belastung an, so daß sich für die Wälzkörper eine axiale Führung relativ zum betreffenden Ring ergibt.

Nachteilhafterweise haben Zylinderrollenlager der genannten Bauformen einen relativ hohen Fertigungsaufwand nötigt: Die Anlaufborde für die Wälzkörper müssen genau gefertigt und geschliffen sein, damit hohe Gebrauchsdauern der Lager erreicht werden können.

Weiterhin ist es als nachteilhaft festgestellt worden, daß die die Wälzkörper tragenden Käfige der Zylinderrollenlager zwecks Erreichen einer entsprechenden Festigkeit so groß ausgeführt werden müssen, daß nicht die maximal mögliche Zahl von Wälzkörpern in das Lager eingebaut werden kann: Da der Käfig allenfalls an den Anlaufborden aufliegen kann, ergibt sich eine relativ geringe Nutzhöhe für den Käfig, so daß die Seitenringe des Käfigs entsprechend breit ausgebildet werden müssen; für die Wälzkörper steht mithin weniger Platz in axialer Richtung zur Verfügung.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Zylinderrollenlager der eingangs genannten Gattung derart weiterzuentwickeln, daß es möglich ist, den Fertigungsaufwand zu reduzieren. Es soll namentlich versucht werden, auf die bislang notwendigen seitlichen Führungsborde der Zylinderrollenlager ganz zu verzichten, wobei trotzdem dafür Sorge getragen werden soll, daß eine hinreichende axiale Festlegung bzw. Führung der Zylinderrollen relativ zu mindestens einem der Ringe erfolgt. Des weiteren soll das Lager derart weiterentwickelt werden, daß es eine hohe Belastung bei möglichst verlängerter Gebrauchsdauer aufnehmen kann. Schließlich soll die Neigung der Zylinderrollen zum Schränken während des Laufs minimal sein.

Die Lösung dieser Aufgabe durch die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,

  • - daß der Innen- und/oder Außenring über eine Länge im Mittenbereich der Laufbahn zylindrisch ausgebildet ist, wobei die Länge mindestens 50%, vorzugsweise 70%, der Rollenlänge der Zylinderrolle beträgt, und
  • - daß der Winkel zwischen der Tangente an das Laufbahnprofil des Innen- bzw. Außenrings und der Achse des Innen- bzw. Außenrings vom Übergangspunkt des Mittenbereichs zum Randbereich der Laufbahn bis zum Ende der Balligkeit stetig und progressiv zunimmt.

Mit den lösungsgemäßen Merkmalen kann das erfindungsgemäße Ziel erreicht werden: Die spezifische Ausbildung der Laufbahn mindestens eines Lagerrings hat zur Folge, daß die auf dieser Laufbahn abrollenden Wälzkörper automatisch zentriert werden und auch gegen geringfügige axiale Kräfte insofern unempfindlich sind, als daß die Zylinderrollen das Bestreben haben, die Laufbahn des Rings nicht in axialer Richtung zu verlassen. Eine separate Sicherung zur Verhinderung des axialen Wegdriftens der Zylinderrollen relativ zum Lagerring, wie sie durch die vorbekannten Anlaufborde besteht, wird entbehrlich; zumindest ist es nicht erforderlich, gegebenenfalls doch noch vorgesehene Anlaufborde wesentlich zu bearbeiten, da die Wälzkörper diese im Regelfall nicht kontaktieren. Beim Wegfall der Anlaufringe ergibt sich zugleich ein größerer Durchmesser für die Anordnung des Käfigs. Durch dessen gestiegene Bauhöhe, verglichen mit vorbekannten Ausführungsformen, können die Käfigseitenringe bei gleicher Festigkeit schmaler gebaut werden, wodurch sich mehr Raum für Zylinderrollen ergibt; das Lager kann folglich mit einer größeren Zahl von Wälzkörpern als bisher bestückt werden, wodurch sich sowohl die Tragfähigkeit als auch die Gebrauchsdauer des Lagers erhöht.

Vorteilhafterweise beträgt der Winkel zwischen der Tangente an das Profil des Innen- bzw. Außenrings und der Achse des Innen- bzw. Außenrings unmittelbar nach dem Übergangspunkt in Richtung des Endes der Balligkeit zwischen 0,0005° und 0,01°, vorzugsweise zwischen 0,001 und 0,005°. Am Ende der Balligkeit beträgt der Winkel vorzugsweise zwischen 10° und 45°, insbesondere zwischen 13° und 17°.

Eine besonders gute Stabilisierung der Zylinderrollen relativ zum entsprechend ausgebildeten Laufring ergibt sich dann, wenn vorgesehen wird, daß die Zunahme des Winkels derart erfolgt, daß zumindest über Teile des Randbereichs hinweg der Winkel beim Fortschreiten in Achsrichtung um jeweils konstante Längenabschnitte mit einem Multiplikationsfaktor größer als 1 multipliziert wird; dieser Faktor beträgt vorzugsweise zwischen 1,5 und 2,5. Besonders bevorzugt beträgt er 2.

Eine besonders günstige Profilierung der Laufbahn des Innen- bzw. Außenrings ergibt sich dann, wenn der Längenabschnitt, bei dem jeweils die Vervielfachung bzw. Verdopplung des Winkels zwischen dem Übergangspunkt und dem Ende der Balligkeit erfolgt, zwischen dem 0,005-fachen bis 0,03-fachen der Rollenlänge beträgt, vorzugsweise das 0,01-fache der Rollenlänge.

Der Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung kommt besonders dann zum Tragen, wenn vorgesehen wird, daß die Lagerringe keine seitlichen Führungsborde aufweisen.

Wegen der unterschiedlichen Hertz'schen Pressung zwischen Außenring und Wälzkörpern und Innenring und Wälzkörpern ist bevorzugt daran gedacht, daß die Lauffläche des Außenrings zylindrisch ausgeführt ist und die Lauffläche des Innenrings im wesentlichen der Kontur der Zylinderrollen angepaßt ist. Damit wird erreicht, daß die kritische Kontaktfläche zwischen Zylinderrollen und Innenring eine verbesserte Kontaktgeometrie aufweist, was zu einer höheren Gebrauchsdauer des Lagers führt. Bei optimaler Gestaltung der Kontaktgeometrie ergibt sich für Innen- und Außenringlaufbahn dieselbe Hertz'sche Pressung.

Die bereits oben dargestellt, soll die Balligkeit zumindest einer Laufbahn des Innen- bzw. Außenrings im wesentlichen der Balligkeit der Lauffläche der Zylinderrolle entsprechen. Besondere Vorteile ergeben sich jedoch, wenn sich im Mikrobereich Unterschiede der Geometrien zwischen Laufring und Zylinderrollen ergeben. Besonders bevorzugt ist vorgesehen, daß die Zunahme des Winkels im Bereich zwischen dem Übergangspunkt und dem Ende der Balligkeit an der Zylinderrolle geringfügig stärker zunimmt als am Innenring bzw. Außenring. Trotz dieser absichtlich vorgesehenen Differenzen des Profils zwischen Wälzkörpern und Laufbahnen der Ringe sollen sich im Sinne dieser Patentanmeldung die Profile im wesentlichen entsprechen. Die Differenzen entsprechen dem Randabfall bekannter Zylinderrollen mit logarithmischem Laufbahnprofil. Die erfindungsgemäße Ausgestaltung führt auch dazu, daß Kantentragen besser vermieden wird, wodurch größere Schiefstellungen möglich sind.

In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Zylinderrollenlagers dargestellt.

Fig. 1 zeigt schematisch den Schnitt durch ein Zylinderrollenlager, in

Fig. 2 ist schematisch das Profil des Innenrings des Zylinderrollenlagers im Schnitt dargestellt,

Fig. 3 stellt die Geometrie sowie die Kontaktverhältnisse zwischen dem Außenring und einer Zylinderrolle dar,

Fig. 4 zeigt schematisch den Ausschnitt aus einem Zylinderrollenlager mit Käfig, in

Fig. 5 ist der Schnitt gemäß der Linie A-A gemäß Fig. 4 zu sehen.

In Fig. 1 ist ein Zylinderrollenlager 1 dargestellt. Es weist einen Innenring 2 und einen Außenring 3 auf, zwischen denen Zylinderrollen 4 angeordnet sind. Der Innenring 2 weist eine Laufbahn 5 auf, auf der die Zylinderrollen 4 abrollen. In analoger Weise hat der Außenring 3 eine Laufbahn 6, die mit der Lauffläche 7 der Zylinderrollen 4 in Kontakt steht. Die Zylinderrollen 4 selber weisen eine Länge von LW auf.

Die Laufbahn 5 des Innenringes 2 ist nicht gerade, sondern ballig ausgeführt. Im mittleren Bereich ist zwar ein zylindrischer Abschnitt zu erkennen, zum Randbereich hin ist jedoch eine ballige Ausführung 17 des Rings vorgesehen. Entsprechend weist die Zylinderrolle 4 im entsprechenden Abschnitt eine Balligkeit 16 auf. Es sei an dieser Stelle betont, daß die Figur lediglich die schematischen Verhältnisse darstellt und die genannten Balligkeiten tatsächlich meist nur wenige Zehntel Millimeter aufweisen. Folglich ist auch die gattungsgemäße Bezeichnung als Zylinderrollenlager korrekt.

Wie weiterhin der Fig. 1 entnommen werden kann, ist die Balligkeit 17 in den Innenring 2 eingearbeitet, während der Außenring 3 zylindrisch ausgeführt ist. Durch die Balligkeit und die entsprechend weitgehend kongruent ausgeformte Zylinderrolle 4 wird erreicht, daß die Rolle stabil in der Laufbahn 5 des Innenrings geführt ist, während gleichzeitig über die zylindrische Kontaktfläche zwischen Zylinderrolle 4 und Außenring 3 eine axiale Relativverschieblichkeit des Innenrings 2 relativ zum Außenring 3 möglich ist.

In Fig. 2 ist die Ausgestaltung der Laufbahn 5 des Innenrings 2 im Detail zu erkennen. Es sei angemerkt, daß auch diese Darstellung schematisch ist und die tatsächlich vorgesehenen Balligkeiten weit überhöht darstellt.

Der Innenring 2 weist eine Laufbahn 5 auf, die sich über die Länge LB erstreckt. Dabei ist die Laufbahn 5 symmetrisch zur Mitte des Innenringes 2 ausgebildet. Im Mittenbereich 8 weist die Laufbahn 5 einen rein zylindrischen Abschnitt auf der sich über die Länge LZ erstreckt. Der Mittenbereich 8 endet an einem Übergangspunkt 11 von dem an sich der Randbereich 12 - symmetrisch nach beiden Seiten - anschließt. Der Randbereich 12 weist die in Rede stehende Balligkeit 17 des Ringes auf, d. h. zwischen dem Übergangspunkt 11 und dem Ende 14 der Laufbahn 5 schließt sich an den mittleren geraden Abschnitt (im Mittenbereich 8) der ballige Abschnitt 17 an.

Die Balligkeit 17 ist dabei wie folgt ausgebildet: Unmittelbar hinter dem Übergangspunkt 11 setzt sich das Profil 10 der Laufbahn 5 mit einem Winkel zwischen 0,0005° und 0,01° fort, vorzugsweise mit einem Wert zwischen 0,001° und 0,005°. Mit jedem Fortschreiten in Achsrichtung 15 vom Übergangspunkt 11 aus um einen Längenabschnitt ΔL multipliziert sich der Steigungswinkel α um einen vorgegebenen Faktor. Der Winkel α selber ist definiert als Winkel zwischen der Tangente 9 an das Profil 10 der Laufbahn 5 und der Achse 13 des Innenrings 2.

Als Multiplikationsfaktor kommt bevorzugt ein Wert zwischen 1,5 und 2,5 in Frage, namentlich der Wert 2, der zur Folge hat, daß sich pro Längenabschnitt ΔL in Richtung der Achse 15 der Winkel verdoppelt.

Immer noch überzeichnet, aber trotzdem bereits weitgehend maßstäblich zeigt Fig. 3 die geometrischen Verhältnisse zwischen Zylinderrolle 4 und Außenring 3 eines Zylinderrollenlagers; in diesem Falle wäre also eine umgekehrte Ausgestaltung zu Fig. 1 insofern vorgesehen, als daß der - nicht dargestellte - Innenring eine zylindrische Laufbahn aufweist und Außenring 3 sowie Zylinderrollen 4 die weitgehend kongruente ballige Gestalt haben. Es ist freilich auch denkbar, daß sowohl Innen- als auch Außenring ballige Laufbahnen aufweisen, wodurch das Lager in die Lage versetzt würde, nennenswerte Axialkräfte zu übertragen.

Wie auch hier gut zu erkennen ist, setzt sich das zylindrische Teilstück der Lautbahn 6 des Außenrings 3 ab dem Übergangspunkt 11 vom Mittenbereich 8 zum Randbereich 12 zunächst mit einem sehr geringen Winkel fort. Der Übergangspunkt 11 befindet sich dabei im Abstand von 15% der Länge der Laufbahn LB vom Ende 14 der Laufbahn.

Die Längenabschnitte ΔL betragen im skizzierten Fall je 1% der Länge LB der Laufbahn. D. h. pro Längenabschnitt ΔL vervielfacht sich, namentlich verdoppelt sich der Winkel α zwischen Tangente 9 und der Achse des Rings. In der Figur ist dies recht gut zu erkennen, denn bis zu einer Entfernung von ca. 5% der Länge der Laufbahn LB vom Ende 14 der Laufbahn ist es nur zu einer geringen Kantenkürzung von unter 0,05 mm gekommen, während im weiteren Verlauf bis zum Ende 14 der Laufbahn diese progressiv auf einen Wert über 0,5 mm zunimmt (vergleiche die Winkel α1 und α2 in Fig. 3).

Weiterhin ist zu sehen, daß trotz weitgehender Kongruenz der Laufbahn 6 des Außenrings 3 und der Lauffläche 7 der Zylinderrolle 4 doch gewisse geringfügige Abweichungen zwischen beiden Kurven bestehen: Die Zunahme des Winkels α zur Bildung der Balligkeit 16 der Zylinderrolle erfolgt etwas stärker als die Zunahme des entsprechenden Winkels α zur Bildung der Balligkeit 17 bzw. Krümmung des Rings. Dadurch ergibt sich - wie in Fig. 3 gut zu erkennen ist - gerade im Endbereich des Randbereichs 12 nahe des Endes 14 der Laufbahn ein geringfügiger Spalt in axialer Richtung des Rings bzw. der Rolle. Dieser allmählich größer werdende Spalt hat vorteilhafterweise zur Folge, daß sich beim Aufringen einer axialen Last auf das Zylinderrollenlager die Zylinderrollen 4 mit ihrer Balligkeit 16 erst allmählich an die Balligkeit 17 des Außenrings 3 anlegen. Auf diese Art und Weise wird eine allmähliche Krafteinleitung bewerkstelligt, und die Rollen werden in ihrem Abrollverhalten nicht beeinträchtigt. Die Anlage der Rollen an den Innenring beginnt dort, wo die Winkel (α) am größten sind; dadurch bleibt die resultierende Belastung aus Axiallast und Radiallast relativ niedrig.

Als Beispiel für die Ausgestaltung der Profile von Zylinderrolle und Ringlaufbahn sei auf nachfolgende Tabelle verwiesen, die in Abhängigkeit vom Abstand vom Ende 14 der Laufbahn in % der Laufbahnbreite LB den jeweiligen Steigungswinkel α der Rolle 4 sowie den Randanstieg hR der Zylinderrolle 4 sowie den Randanstieg hB der Laufbahn 6 des Außenrings 3 aufzeigt (vergleiche mit dem Koordinatensystem in Fig. 3):





Wie der Tabelle entnommen werden kann, erstreckt sich der zylindrische Bereich LZ des Profils bis zu einem Abstand von 16% der Länge LB der Laufbahn vom Ende 14; der Winkel α beträgt dort 0°, dort ist ein Spalt 16 von 0,001 mm vorgesehen. Unmittelbar hinter dem Übergangspunkt 11 bei einem Abstand von 15% von LB ist erstmals ein Winkel ungleich 0, nämlich ein Winkel α von 0,002° vorgesehen. Sowohl der Randanstieg der Rolle als auch der des Rings nehmen entsprechend zu. Wie zwischen dem Bereich von 15% von LB bis 4% von LB entnommen werden kann, verdoppelt sich der Winkel jeweils bei Zunahme der Achserstreckung um 1% von LB. Ab einer Position von 4% von LB nimmt der Winkel α zwar weiter zu, ab hier jedoch nicht mehr mit dem Multiplikationsfaktor 2, sondern geringer. Es ist also ersichtlich, daß sich die Multiplikation um einen vorgegebenen Faktor nicht notwendigerweise über den gesamten Bereich fortsetzen muß, sondern es ausreichend ist, dieses Vorgehen zumindest für einen gewissen Abschnitt der Laufbahnbreite vorzusehen.

Besonders hinzuweisen ist auch auf die sich allmählich vergrößernde Differenz des Randanstiegs zwischen Rolle und Laufbahn. Im genannten Beispiel (Tabelle) beträgt die Differenz zwischen den beiden Randanstiegen am Ende 14 der Laufbahn 0,032 mm (0,531 - 0,049 mm).

Die Fig. 4 und 5 zeigen den für das erfindungsgemäße Zylinderrollenlager bevorzugt zum Einsatz kommenden Käfig 18. Wie aus Fig. 4 gut zu erkennen ist, führt der Käfig 18 die Zylinderrollen 4 lediglich an den Taschenenden, was im Zusammenwirken mit der beschriebenen Laufbahnausgestaltung für eine hinreichende Ausrichtung der Rollen sorgt. Wie dem Querschnitt durch das Lager - siehe Fig. 5 - zu entnehmen ist, kann sich aufgrund des Fehlens von Anlaufborden der Käfig bis zum Innenradius des Außenrings 3 erstrecken, weshalb seine Bauhöhe im Vergleich zu herkömmlichen Käfigen wesentlich größer ist. Die Seitenringe können schmaler ausgeführt werden, wodurch sich die Rollenlänge vergrößert. Die Käfigstege können in Umfangsrichtung schmaler bauen, ohne die Anbindungsfläche zu den Käfigseitenringen zu reduzieren, was mehr Raum für zusätzliche Zylinderrollen schafft, die in das Lager integriert werden können. Die Tragfähigkeit des Lagers nimmt dadurch zu. Bezugszeichenliste 1 Zylinderrollenlager

2 Innenring

3 Außenring

4 Zylinderrollen

5 Laufbahn des Innenrings

6 Laufbahn des Außenrings

7 Lauffläche der Zylinderrolle

8 Mittenbereich

9 Tangente

10 Profil

11 Übergangspunkt

12 Randbereich

13 Achse

14 Ende der Laufbahn

15 Achsrichtung

16 Balligkeit der Zylinderrolle

17 Balligkeit des Rings

18 Käfig

LW Länge der Zylinderrollen

LZ Länge des Mittenbereichs

LB Länge der Laufbahn

ΔL Längenabschnitt

α Winkel zwischen der Tangente und der Achse

hR Randanstieg der Zylinderrolle

hB Randanstieg der Laufbahn


Anspruch[de]
  1. 1. Zylinderrollenlager (1), bestehend aus:
    1. - einem Innenring (2),
    2. - einem Außenring (3) und
    3. - einer Anzahl zwischen Innenring (2) und Außenring (3) angeordneten Zylinderrollen (4) definierter Rollenlänge (LW),
    wobei Innenring (2), Außenring (3) und/oder Zylinderrollen (4) im Bereich ihrer Laufbahnen (5, 6) bzw. Laufflächen (7) zumindest über Teile der Laufbahn (5, 6) bzw. Lauffläche (7) ballig (16, 17) ausgeführt sind,

    wobei die Balligkeit (17) zumindest einer Laufbahn (5, 6) des Innen- bzw. Außenringes (2, 3) im wesentlichen zumindest teilweise der Balligkeit (16) der Lauffläche (7) der Zylinderrolle (4) entspricht, und

    wobei die Balligkeit (16, 17) der Laufbahn (5, 6) bzw. der Lauffläche (7) symmetrisch zur Mitte der Ringe (2, 3) bzw. zur Mitte der Zylinderrollen (4) ausgeführt ist,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß der Innen- und/oder Außenring (2, 3) über eine Länge (LZ) im Mittenbereich (8) der Laufbahn (5, 6) zylindrisch ausgebildet ist, wobei die Länge (LZ) mindestens 50% der Rollenlänge (LW) der Zylinderrolle (4) beträgt, und

    daß der Winkel (α) zwischen der Tangente (9) an das Laufbahnprofil (10) des Innen- bzw. Außenrings (2, 3) und der Achse (13) des Innen- bzw. Außenrings (2, 3) vom Übergangspunkt (11) des Mittenbereichs (8) zum Randbereich (12) der Laufbahn (5, 6) bis zum Ende (14) der Balligkeit (17) stetig und progressiv zunimmt.
  2. 2. Zylinderrollenlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel (α) unmittelbar nach dem Übergangspunkt (11) in Richtung des Endes (14) der Balligkeit (17) zwischen 0,0005° und 0,01°, vorzugsweise zwischen 0,001° und 0,005°, beträgt.
  3. 3. Zylinderrollenlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel (α) am Ende (14) der Balligkeit (17) zwischen 10° und 45°, vorzugsweise zwischen 13° und 17°, beträgt.
  4. 4. Zylinderrollenlager nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zunahme des Winkels (α) derart erfolgt, daß zumindest über Teile des Randbereichs (12) hinweg der Winkel (α) beim Fortschreiten in Achsrichtung (15) um jeweils konstante Längenabschnitte (ΔL) mit einem Multiplikationsfaktor größer als 1 multipliziert wird.
  5. 5. Zylinderrollenlager nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Multiplikationsfaktor zwischen 1,5 und 2,5 liegt.
  6. 6. Zylinderrollenlager nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Multiplikationsfaktor 2 beträgt.
  7. 7. Zylinderrollenlager nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Längenabschnitt (ΔL), bei dem jeweils die Vervielfachung bzw. Verdopplung des Winkels (α) zwischen dem Übergangspunkt (11) und dem Ende (14) der Balligkeit (17) erfolgt, zwischen dem 0,005-fachen bis 0,03-fachen der Rollenlänge (LW) beträgt, vorzugsweise das 0,01-fache der Rollenlänge (Lw).
  8. 8. Zylinderrollenlager nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerringe (2, 3) keine seitlichen Führungsborde aufweisen.
  9. 9. Zylinderrollenlager nach einem einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Lauffläche (6) des Außenrings (3) zylindrisch ausgeführt ist und die Lauffläche (5) des Innenrings (2) zumindest teilweise ballig (17) ausgeführt und im wesentlichen der Kontur der Zylinderrollen (4) angepaßt ist.
  10. 10. Zylinderrollenlager nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Zunahme des Winkels (α) im Bereich zwischen dem Übergangspunkt (11) und dem Ende (14) der Balligkeit (17) an der Zylinderrolle (4) geringfügig stärker zunimmt als am Innenring (2) bzw. Außenring (3).






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