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Dokumentenidentifikation EP0677733 17.05.2001
EP-Veröffentlichungsnummer 0677733
Titel Gaslaser und Gasnachweis damit
Anmelder Carl Zeiss, 89518 Heidenheim, DE;
Carl Zeiss-Stiftung Handelnd als Carl Zeiss, 89518 Heidenheim, DE
Erfinder Rupp, Dr., Wolfgang, D-73434 Aalen, DE;
Sauer, Ralf-Roland, D-73460 Hüttlingen, DE;
Hinz, Dr., Alexander, D-89551 Königsbronn, DE
DE-Aktenzeichen 59509167
Vertragsstaaten CH, DE, DK, FR, GB, IT, LI, SE
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 07.01.1995
EP-Aktenzeichen 951001635
EP-Offenlegungsdatum 18.10.1995
EP date of grant 11.04.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.05.2001
IPC-Hauptklasse G01N 21/39
IPC-Nebenklasse H01S 3/08   H01S 3/1055   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Gaslaser, der durch sinusförmige Verstellung eines Resonatorspiegels oder eines Gitters bei zwei verschiedenen Wellenlängen moduliert emittiert. Sie betrifft auch seine Verwendung in einer Anordnung zum Stoffnachweis durch unterschiedliche Absorption von Licht zweier Wellenlängen, sowie eine entsprechende Anordnung zum Stoffnachweis.

Aus EP-A 0 196 856 ist ein gattungsgemäßer Laser zum Gasnachweis bekannt, der mit zwei Emissionswellenlängen arbeitet und durch Sinusschwingungen eines piezoelektrisch angetriebenen Resonatorspiegel moduliert wird. Es handelt sich um einen IR-He-Ne-Laser mit Methanzelle. Die Modulation erfolgt mit 1kHz derart, daß die Summe der Intensitäten bei beiden Wellenlängen zusammen weitgehend konstant bleibt. Zum Nachweis wird nichts weiter angegeben.

In A.G. Gerasimchuk et al., Sov. J. Quantum Electron 12 (1), (Jan. 1982), p. 110-112 wird der Ammoniak-Nachweis mit einem zwei-Wellenlängen-CO&sub2;-Laser beschrieben. Die Wellenlängen-Modulation erfolgt durch einen piezoelektrisch bewegten Spiegel mit Rechteck-Steuerpulsen. Es ist ein Synchrondetektor vorgesehen.

In A. Stein et al., Applied Optics, Vol. 22 No. 21, (Nov. 1983) p 3378-3381, US 4 471 220 (Exxon) und US 5 002 391 (Mütek) wird der Nachweis von NH&sub3; in Rauchgas von Feuerungsanlagen mit zwei Wellenlängen von isotopenselektierten ¹³CO&sub2;-Lasern beschrieben. Stein und US 4 471 220 verwenden zwei getrennte Laser für die beiden Wellenlängen und zwei mechanische Chopper. US 5 002 391 hat einen einzigen Laser, dessen Spiegel oder Gitter piezoelektrisch mit Rechteckpulsen verstellt wird, um abwechselnd je eine der beiden Wellenlängen zu erzeugen. Ein synchronisierter mechanischer Chopper bewirkt eine Aus-Tastung nach jedem Puls-Paar bei beiden Wellenlängen. Zum Nachweis dienen pyroelektrische Detektoren und sample-and-hold-Schaltungen.

GB-A 2 127 537 beschreibt einen Gasdetektor mit einem Laser, vorzugsweise CO&sub2;-Laser ohne Gitter, der durch einen piezoelektrisch verstellten Resonatorspiegel bei verschiedenen Wellenlängen emittieren kann. Im Meßstrahlengang ist ein mechanischer Chopper, ein gekühlter Photodetektor und eine phasensensitive Detektorschaltung vorgesehen. Eine Referenzzelle mit pyroelektrischem Detektor ist obligatorisch.

Aufgabe der Erfindung ist die Bereitstellung eines gattungsgemäßen Gaslasers, der ohne externe Schaltmittel, z.B. Chopper, im Nachweisstrahlengang als Lichtquelle für den Zwei-Wellenlängen-Absorptions-Stoffnachweis geeignet ist bei einfachem, robustem Aufbau und elektronisch gut verarbeitbarer Signalcharakteristik. Es ist auch die Angabe eines Gesamtsystems für den Laser-Stoffnachweis gefordert, in dem diese Lasereigenschaften optimal genutzt werden.

Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, daß bei einem gattungsgemäßen Gaslaser die Dimensionierung eines Abstimmgitters hinsichtlich Gitterstruktur und Winkellage, des Auskoppelgrads des Auskoppelspiegels, der Resonatorlänge und der Gaszusammensetzung derart gewählt wird, daß der Laser in zwei nebeneinanderliegenden Intervallen der Resonatorlänge bei den zwei gewünschten Wellenlängen emittiert und am Übergang zwischen den zwei Intervallen die Laseremission unterbunden ist, sowie daß die sinusförmige Modulation der Resonatorlänge symmetrisch um diesen Übergang erfolgt.

Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der Unteransprüche 2 - 5.

Die Verwendung eines derartigen Gaslasers in einer Anordnung zum Stoffnachweis, besonders für den Spurengasnachweis in Gas, und da besonders für den Ammoniaknachweis in Rauchgas, bringt die gesuchten Vorteile einer solchen Anordnung.

Eine erfindungsgemäße Anordnung nach Anspruch 8 sieht zusammen mit an sich bekannten Komponenten den Einsatz eines Gaslasers nach einem der vorherigen Ansprüche vor. Vorteilhafte Ausführungen gemäß den folgenden Ansprüchen betreffen die offene Ausführung der Meßstrecke mit einem Reflektor; eine Referenzstrecke für Eichzwecke mit einer Zelle; die Anordnung der Meßstrecke in einem Rauchgaskanal, den Nachweis von NH&sub3;; Mittel, z.B. austauschbare oder einschwenkbare Dämpfungsfilter, zur Anpassung der Laserleistung an die Stoffkonzentration bzw. an die absorbierende und streuende Wirkung von Staub, Rauch und andere Untergrundeffekte - und damit zur Erhöhung der Sensordynamik.

Gemäß den Ansprüchen 13 und 14 ist es besonders vorteilhaft, daß eine erfindungsgemäße Anordnung ohne Chopper bzw. ohne einen dritten Detektor für einen Referenzstrahl durch eine kalibrierte Zelle auskommt. Der apparative Aufwand ist dadurch deutlich vermindert und die Betriebsicherheit ist erhöht. Als Meßdetektor wird ein MCT-Detektor vorgezogen. Der bevorzugte Aufbau der Auswerteeinrichtung sieht AC-Kopplung des Referenz- und des Meßdetektors, eine Verstärkungschaltung und eine Integrationseinrichtung vor, sowie einen Analog-Digital-Wandler und einen programmierbaren Rechner.

Dabei ist es bevorzugt, daß die Integrationseinrichtung das vom Detektor aufgenommene Signal jeweils über den überwiegenden Teil des Zeitintervalls, in dem der Gaslaser bei einer der beiden Wellenlängen emittiert, aufintegriert. Damit kann ein sehr rauscharmes Nutzsignal sehr schnell gewonnen werden. Möglich ist dies vor allem durch die Sinusmodulation, die störungsarme Signalverläufe ergibt. Zur Erhöhung der Sensordynamik bei günstiger Auslegung der weiteren elektronischen Schaltungskomponenten kann die Verstärkungsschaltung in ihrem Verstärkungsfaktor abhängig vom Signal des Meßdetektors automatisch verstellt werden, z.B. um die Faktoren 10, 100 und 1000.

Ein weiterer Vorteil ist in Anspruch 19 niedergelegt. Es ist nämlich nur durch geeignete Programmierung des Rechners zugleich möglich, die Rauchdichte im Abgas zu bestimmen, und zwar aus der Transmission bei der Referenzwellenlänge Lambda 2, die nicht von Ammoniak beeinflußt ist.

Näher erläutert wird die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel mit Hilfe der Zeichnung.

Darin zeigt:

Fig. 1
schematisch den Aufbau eines erfindungsgemäßen Lasers (Beispiel);
Fig. 2
die Signatur eines erfindungsgemäßen Lasers;
Fig. 3
ein schematisches Beispiel für den optischen Aufbau einer Anordnung zum Stoffnachweis;
Fig. 4
den Verlauf des Signals am Meßdetektor einer Anordnung nach Fig. 3;
Fig. 5
ein Blockschaltbild einer Schaltung für eine erfindungsgemäße Anordnung zum Stoffnachweis.

Der CO&sub2;-Laser (1) nach Fig. 1 besteht aus an sich bekannten Komponenten. Ein Keramik-Wellenleiter (11) der Länge LK, ein Auskoppelspiegel (12) im Abstand d&sub1; und ein Gitter (13) im Abstand d&sub2; bilden den Laser-Resonator. Mit einem piezoelektrischen Stellglied (14) ist die Resonatorlänge L verstellbar. Die Anregung erfolgt über eine HF-Leitung (15), eine Wasserkühlung (16) ist vorgesehen und das ganze ist in einem stabilen Gehäuse (17) angeordnet.

Erfindungswesentlich ist die Auswahl, Dimensionierung und Steuerung dieser Komponenten. Die Wellenlängenselektion der gewünschten Wellenlängen (hier Lambda&sub1; = 10,800 µm und Lambda&sub2; = 10,784 µm) erfolgt durch das Gitter (13) in Littrow-Anordnung. Das Gitter (13) wird derart gestaltet, im wesentlichen durch die Anzahl der Gitterlinien und damit die Auflösung, daß nur die beiden gewünschten Linien Lambda&sub1;, Lambda&sub2; anschwingen können (optimale Liniendichte ca. 150 Linien/mm, Littrow-Winkel 54,1°, Reflexionseffizienz in 1. Ordnung (d.h. bei Autokollimation) ca. 98%).

Der Keramik-Wellenleiter (11) hat quadratischen Querschnitt (Fertigungsvorteile gegenüber runden) mit einer Kantenlänge von ca 2 mm und einer Länge von LK = 218 mm. Für einen optimalen Betrieb entscheidend ist die Gesamtlänge des Resonators L = d&sub1; + LK + d&sub2; : Besitzen die beiden Linien die Frequenzen f&sub1; und f&sub2;, so können bei folgender Bedingung beide Linien gleichzeitig anschwingen:



f&sub1; - f&sub2; = N &peseta; FSR



mit

N =
ganze Zahl (Unterschied in der Anzahl der Halbwellen Lambda/2 von Linie 1 und 2).
FSR =
Freier Spektralbereich: c/2L (c = Lichtgeschw., L = Resonatorlänge)
Verwendet wird für den NH&sub3;-Nachweis ein CO&sub2;-Laser mit dem Isotop ¹³C, und zwar davon die Linien

R(16), Lambda&sub1; = 10,800 µm: f&sub1; = 27758500.36 MHz und

R(18), Lambda&sub2; = 10,784 µm: f&sub2; = 27799764.18 MHz (vergleiche US 5 002 391).

Damit ergibt sich für N = 1 eine Gesamtlänge von 3,63 mm, d.h. alle 3,63 mm hat man identische Verhältnisse, beispielsweise:

Um eine zeitliche Abfolge der Laseremission auf Lambda&sub1; und Lambda&sub2; erreichen zu können, wählt man die Resonatorlänge L ähnlich dem Fall 2), nämlich



L = (n + 1/2) x 3,63 mm.

In diesem Fall ergibt sich eine maximale Trennung der beiden Linien Lambda&sub1;, Lambda&sub2; in Abhängigkeit von der Resonatorlänge L (siehe Fig. 2). Im konkreten Ausführungsbeispiel ist die Resonatorlänge L auf 248,7 ± 0,2 mm (= 68,5 &peseta; 3,63 mm) eingestellt.

Die alternierende Emission erreicht man (vgl. 2)i), 2)ii)) durch sinusförmiges Verändern der Resonatorlänge L im Bereich einer viertel Wellenlänge, hier ca. ± 2,7 µm, mit dem piezoelektrischen Stellelement (14), welches das Gitter (13) in Richtung der optischen Achse des Lasers (1) linear verschiebt.

Der Krümmungsradius des Auskoppelspiegels (12) beträgt r&sub1;&sub2; = 500 mm, der Reflexionsgrad R&sub1;&sub2; = 90%. Dieser wird bestimmt durch die Verstärkung des Lasermediums (d.h. durch die Gas-Zusammensetzung, Gasdruck, usw.), die Verluste innerhalb des Resonators, sowie die Pumpleistung. Das Lasergas ist eine übliche Mischung aus He, ¹³CO&sub2; als laseraktives Gas, N&sub2; und Xe, der Gasdruck beträgt ca. 120 mbar und die eingekoppelte HF-Leistung liegt in der Größenordnung von 40 - 70 W. Resonatorinterne Verluste werden primär durch das Littrow-Gitter (13) (Reflexion, Streuung, Absorption) und den Wellenleiter (11) bestimmt und betragen ca. 3 - 5%. Die Laserausgangsleistungen bei Lambda&sub1; = 10,800 bzw. Lambda&sub2; = 10,784 µm betragen ca. 1,2 W.

Figur 2 zeigt eine typische Signatur des verwendeten ¹³CO&sub2;-Lasers, d.h. die Ausgangsleistung Pout als Funktion der Änderung Delta L der Resonatorlänge L.

Für den Betrieb wird eine Bias-Spannung (UAP) an das piezoelektrische Stellelement (14) angelegt, so daß sich die Signatur im Minimum befindet. In diesem Punkt wird eine Sinusmodulation Umod aufgeschaltet, wodurch die Spannung am Piezoelement nach oben und unten variiert wird und der Laser (1) jeweils ins Maximum der Leistungskurve von Lambda&sub1; und anschließend ins Maximum von Lambda&sub2; gefahren wird. Abweichungen vom Maximum sind dabei zulässig. Die Bias-Spannung UAP wird aktiv vom programmierbaren Rechner (57) auf den Arbeitspunkt stabilisiert. Entsprechend der Modulationsfrequenz ergibt sich eine Signalfolge, die der Signaturform entspricht.

Figur 3 zeigt den optischen Aufbau eines NH&sub3;-Detektors für Rauchgas in einem Rauchgaskanal (32). Von dem vom Laser (1) emittierten Laserstrahl wird an einem Strahlteiler (23) ca. 1% der Leistung zur Erfassung der momentanen Laserleistung einem Referenzdetektor (D1) zugeführt, der als pyroelektrischer Detektor ausgeführt ist. Die Sendeoptik (2) ist ein Teleskop mit zwei Linsen (21) und (22) zur Strahlaufweitung. Durch ein Abschlußfenster (25) tritt der Laserstrahl in den Rauchgaskanal (32) ein und durchquert die Meßstrecke (3). Ein Retroreflektor (31) sorgt für die Strahlumkehrung zu dem Abschlußfenster (41). In der Meßstrecke von ca. 1 m bis 20 m Länge, die im Rauchgaskanal (32) auch mehrmals gefaltet sein kann (vgl. US 5 002 391), oder auch einen beliebigen oder gar keinen Reflektor enthalten kann, wird der Laserstrahl spezifisch geschwächt und erreicht über die Empfangsoptik in Form einer Sammellinse (4) den Meßdetektor (D2), der ein MCT-Detektor ist. MCT-Detektoren sind spezielle Photowiderstände aus Quecksilber(Mercury)-Cadmium-Tellurid, die auf ca. - 60°C thermoelektrisch gekühlt werden und sehr kurze Ansprechzeiten haben.

Die Signale von Referenz- (D1) und Meßdetektor (D2) werden der Auswerteeinrichtung (5) zugeführt. Zur Messung bei sehr geringen Untergrund-Konzentrationen kann der Laserstrahl zum Schutz der Detektoren durch einen einschwenkbaren Filter (24) z.B. auf 2 Promille Leistung abgeschwächt werden. Zu Eichzwecken kann die Laserstrahlung unter Umgehung der Meßstrecke (3) durch zwei einführbare Gold-Spiegel (62, 63) direkt auf den Meßdetektor (D2) gelangen, um die Nachweise über (D1 und D2) abzugleichen ("Nullmessung"). Zusätzlich kann dann eine kalibrierte Zelle (61) mit bekanntem NH&sub3;-Gehalt zum Eichen der Absorptionsstärke bei den zwei Wellenlängen Lambda&sub1;, Lambda&sub2; eingeführt werden ("Referenzmessung").

Figur 4 zeigt das so am Meßdetektor entstehende Meßsignal. Beim Übergang zwischen Laseremission bei Lambda&sub1; auf Lambda&sub2; und umgekehrt wird aufgrund der mit Fig. 2 beschriebenen Signatur jeweils der Nullpunkt erreicht. Die Zeitpunkte t&sub1; und t&sub2; zeigen jeweils die Grenzen der Integrationszeit, siehe weiter unten. Die Eindellungen in der Mitte der Signalverläufe entstehen, wenn die Modulationsspannung Umod die Maxima der Signatur (Fig. 2) etwas überschreitet. Eingezeichnet ist, daß die Detektoren (D1, D2) aufgrund der AC-Kopplung eine um einen Offset verschobene Null-Lage besitzen, weswegen die Offsetregelung (53, 53R) vorgesehen ist (siehe unten).

Figur 5 zeigt ein Blockschaltbild der Auswerteschaltung (5) zusammen mit den Kernelementen des optischen Aufbaues - gleiche Bezugszeichen bezeichnen gleiche Teile wie in Figur 1 und Figur 3 - und weiteren Schaltungsteilen.

Die Auswerteschaltung enthält für beide Detektoren (D1, D2) jeweils eine Wechselstromkopplung (51, 51R), einen Verstärker (52, 52R), eine Offset-Regelung (53, 53R) und eine Integrationseinrichtung (55, 55R). Dem Meßdetektor (D2) nachgeordnet ist unmittelbar vor der Integrationseinrichtung (55) eine programmiert einstellbare Verstärkungsschaltung (54), z.B. mit Schaltstufen 10-, 100-, 1000-fach. Bei sehr hohem Dynamikumfang detektorseitig kann damit die Integrationseinrichtung (55) und der nachfolgende Analog-Digital-Wandler (56), der für Meß- und Referenzsignal zugleich dient, wesentlich einfacher gestaltet werden.

Ein programmierbarer Rechner (57) wertet in bekannter Weise (vgl. US 5 002 391) die digitalisierten Signale aus dem Meßstrahlengang (3) bei Lambda&sub1; und Lambda&sub2; und vom Referenzdetektor (D1) bei Lambda&sub1; und Lambda&sub2; aus und erzeugt Konzentrationsangaben.

Eine eingegebene oder extern abgespeicherte Look-up-Tabelle (571) für die Ammoniak-Absorption erlaubt die Angabe der NH&sub3;-Konzentration in beliebigen Einheiten. Mit berücksichtigt werden können dabei Daten, die von einem oder mehreren Sensoren (7) im Rauchgaskanal (32) über Druck, Temperatur oder anderes, z.B. die Kohlendioxid-Konzentration, aufgenommen werden, so daß die Absolutkonzentration von Ammoniak angegeben werden kann.

Zur Datenausgabe ist beispielsweise ein Monitor (8) vorgesehen.

Der programmierbare Rechner (57) steuert auch die Lasermodulation über die piezoelektrische Verstelleinrichtung (14) und die Offsetregelung (53, 53R) sowie die einstellbare Verstärkungsschaltung (54) und den Zeitablauf der Integration (55, 55R) und kann bedarfsgemäß für weitere Aufgaben programmiert und über Schnittstellen angeschlossen werden.

Die Laserstrahlung gelangt nach Durchlauf der Meßstrecke (3) auf den Meßdetektor (D2), ein geringer Teil der Strahlung wird durch den Strahlteiler (23) direkt auf den Referenzdetektor (D1) geleitet. Die Detektorsignale von (D1) und (D2) werden verstärkt, und zwar AC-gekoppelt, da durch den benötigten Biasstrom der Detektoren ein DC-Offsetsignal entsteht. Durch die Wechselstromkopplung (51, 51R) ergibt sich ein Schwanken der 0V-Linie in Abhängigkeit der Signalform und Signalamplitude. Da die Meß-/Referenzsignale durch Integration ausgewertet werden, ist eine Anbindung der Signale an den 0V-Pegel notwendig. Dies geschieht in der Offset-Regelung (53, 53R) mittels sample & hold: Wenn das Modulationsignal einen Nulldurchgang hat, erhält man ein Signalminimum. Die Ablage dieses Wertes zu 0V wird gesammelt und für den nächsten Meßzyklus auf das Meßsignal aufaddiert, bis im nächsten Minimum eine neue Messung stattfindet. Durch diese Maßnahme wird eine unipolare Signallage der Meßwerte erreicht, so daß eine Integration ohne Vorzeichenwechsel durchgeführt werden kann ("automatische Offset-Regelung").

Bei Inbetriebnahme des Systems wird automatisch der Arbeitspunkt (UAP) des Lasers (1) und die Modulationsspannung Umod bestimmt. Da durch konstruktives Design sichergestellt ist, daß der Laser (1) nur auf den beiden gewünschten Linien Lambda&sub1;, Lambda&sub2; emittiert, ist ein Spektrumanalyzer zur Kontrolle der Wellenlänge überflüssig.

Dazu wird vom Rechner (57) durchgeführt:

  • 1. Piezoelektrisches Stellglied (14) durchfahren
  • 2. Signatur am Referenzdetektor (D1) aufnehmen und abspeichern (Minimum und Maximum)
  • 3. Unterschiedliche Leistungen von Lambda&sub1; und Lambda&sub2; über Flächenverhältnis von A&sub1; / A&sub2; (siehe Fig. 2) berücksichtigen.
  • 4. Arbeitspunkt (UAP) und Modulationshub Umod werden festgelegt.

Die bei der Wellenlänge Lambda2 gemessene Lichtschwächung bzw. Transmission, die von Ammoniak unbeeinflußt ist, kann zur Bestimmung der Rauchdichte im Meßvolumen (3) ausgenutzt werden. Genau ist das möglich, wenn die Komponenten des Abgas/Rauch-Stroms an sich und der Extinktionskoeffizient des Rauchs bekannt sind. Die verwendete große Wellenlänge im Infraroten ist dabei vorteilhaft, da durch die geringe Streuung relativ große Meßlängen und Rauchdichten erfaßt werden können. Besonderer Vorteil ist, daß diese zusätzliche Messung nur durch entsprechende Programmierung des Rechners (57) erhalten wird.

Die Beschreibung der Erfindung an einem konkreten Beispiel bedeutet keine Beschränkung, Abwandlungen sind zahlreich möglich. Wichtig ist, daß die erfindungsgemäße Ausführung es ermöglicht, ohne Chopper oder ähnliche zusätzliche Lichtmodulatoren in der Stoffnachweisanordnung auszukommen, da die Signatur des Lasers (1) für einen zuverlässigen Nulldurchgang der Laserintensität sorgt. Die Sinusmodulation des Laserlichtes kann von den Detektoren (D1) und (D2) und der Auswerteschaltung (5) im Unterschied zu einer Rechteckmodulation formtreu, ohne Verluste bei der Fourierzerlegung bzw. beim Frequenzgang, verarbeitet werden. Damit ist die Integration der Signale und somit die hohe Ausnutzung der Laserenergie für die Signalgewinnung möglich. Rechteckmodulation mit Sample-and-hold-Signalverarbeitung muß dagegen einen Großteil des Laserpulses unberücksichtigt lassen. Eine Referenzzelle mit kalibrierten NH&sub3;-Gehalt wird ebenfalls nicht ständig mit einem eigenen Detektor ausgemessen. Es genügt, diese gelegentlich zu Eichzwecken einzuführen und dann den vorhandenen Meßdetektor (D2) zu benutzen.


Anspruch[de]
  1. Gaslaser, der durch sinusförmige Verstellung eines Resonatorspiegels oder eines Gitters (13) bei zwei verschiedenen Wellenlängen (Lambda&sub1;, Lambda&sub2;) emittiert, dadurch gekennzeichnet, daß durch geeignete Dimensionierung eines Gitters (13) hinsichtlich Gitterstruktur und Winkellage, des Auskoppelgrads des Auskoppelspiegels (12), der Resonatorlänge (L) und der Gaszusammensetzung der Laser in zwei nebeneinanderliegenden Intervallen der Resonatorlänge (L) bei den zwei gewünschten Wellenlängen (Lambda&sub1; und Lambda&sub2;) emittiert und am Übergang zwischen den zwei Intervallen die Laseremission unterbunden ist, und daß die sinusförmige Modulation der Resonatorlänge (L) im wesentlichen symmetrisch um diesen Übergang erfolgt.
  2. Gaslaser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er ein CO&sub2;-Laser mit einem Gitter in Littrow-Anordnung ist.
  3. Gaslaser nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Resonatorlänge (L) nach L = (n + 1/2) &peseta; L&sub0; bestimmt ist, wobei n ganzzahlig ist und L&sub0; die kleinste Länge ist, bei der zugleich für beide Wellenlängen (Lambda&sub1;, Lambda&sub2;), bei welchen der Laser (1) emittiert, Resonanz gegeben ist.
  4. Gaslaser nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß er das Isotop ¹³C enthält und bei den Linien R (16) mit der Wellenlänge Lambda&sub1; = 10,800 µm und R (18) mit Lambda&sub2; = 10,784 µm emittiert.
  5. Gaslaser nach mindestens einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein piezoelektrisches Stellelement (14) zur linearen Verschiebung des Gitters (13) in Richtung der Resonatorachse vorgesehen ist und damit die emittierte Wellenlänge (Lambda&sub1;, Lambda&sub2;) bestimmt wird.
  6. Verwendung eines Gaslasers (1) nach mindestens einem der Ansprüche 1 - 5 in einer Anordnung zum Stoffnachweis durch unterschiedliche Absorption von Licht zweier Wellenlängen (Lambda&sub1;, Lambda&sub2;).
  7. Verwendung eines Gaslasers (1) nach Anspruch 6 gekennzeichnet durch den Nachweis von Spurengas in Gas, insbesondere von NH&sub3; in Rauchgas.
  8. Anordnung zum Stoffnachweis mit einer 2-Wellenlängen-Laserlichtquelle (1),
    • einer Modulationseinrichtung (14) und einer Referenz-Detektionseinrichtung (D1),
    • einer Sendeoptik (2)
    • einer Meßstrecke (3), welche den nachzuweisenden Stoff enthält,
    • einer Empfangsoptik (4) und einem Meßdetektor (D2)
    • und einer Auswerteeinrichtung (5), welche das Verhältnis der Lichtabsorption in der Meßstrecke (3) bei den zwei Wellenlängen (Lambda&sub1;, Lambda&sub2;) und daraus die Konzentration des nachzuweisenden Stoffes in der Meßstrecke (3) bestimmt, dadurch gekennzeichnet, daß die 2-Wellenlängen-Laserlichtquelle (1) ein Laser nach mindestens einem der Ansprüche 1 - 5 ist.
  9. Anordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßstrecke (3) offen ist und einen Reflektor (31) enthält.
  10. Anordnung nach Anspruch 8 oder Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß eine Referenzstrecke mit einer Zelle (61) mit bekannter Konzentration des nachzuweisenden Stoffs in den Strahlengang zu Eichzwecken eingebracht werden kann.
  11. Anordnung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßstrecke (3) in einem Rauchgaskanal (32) liegt und der nachzuweisende Stoff NH&sub3; ist.
  12. Anordnung nach mindestens einem der Ansprüche 8 - 11, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel (24) zur Einstellung der in die Meßstrecke (3) eingestrahlten Laserleistung zur Anpassung an die Konzentration des nachzuweisenden Stoffs oder des Untergrunds vorhanden sind.
  13. Anordnung nach mindestens einem der Ansprüche 8 - 12, dadurch gekennzeichnet, daß kein Chopper vorhanden ist.
  14. Anordnung nach mindestens einem der Ansprüche 8 - 13, dadurch gekennzeichnet, daß kein dritter Detektor für einen eine Referenzzelle mit bekannter Konzentration des nachzuweisenden Stoffs passierenden Strahl vorhanden ist.
  15. Anordnung nach mindestens einem der Ansprüche 8 - 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßdetektor (D2) ein MCT-Detektor ist.
  16. Anordnung nach mindestens einem der Ansprüche 8 - 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswerteeinrichtung (5) eine Wechselstromkopplung (51, 51R) des Referenz-(D1) und des Meßdetektors (D2), eine Verstärkungsschaltung (52, 52R, 54) und eine Integrationseinrichtung (55, 55R) enthält, sowie einen Analog-Digital-Wandler (56) und einen programmierbaren Rechner (57).
  17. Anordnung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Integrationseinrichtung (55, 55R) das vom Meßdetektor (D2) aufgenommene Signal jeweils über den überwiegenden Teil (t&sub1; - t&sub2;) des Zeitintervalls, in dem der Gaslaser (1) bei einer Wellenlänge (Lambda&sub1;, Lambda&sub2;) emittiert, aufintegriert.
  18. Anordnung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungsschaltung (54) in ihrem Verstärkungsfaktor abhängig vom Signal des Meßdetektors (D2) automatisch verstellt wird.
  19. Anordnung nach mindestens einem der Ansprüche 8 - 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswerteeinrichtung (5) so ausgebildet ist, daß aus den bei der Wellenlänge (Lambda&sub2;), bei der Ammoniak nicht absorbiert, gewonnenen Absorptionsdaten zusätzlich ein Meßwert für die Rauchdichte in der Meßstrecke (3) bestimmt und ausgegeben wird.






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