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Dokumentenidentifikation DE69033682T2 31.05.2001
EP-Veröffentlichungsnummer 0505378
Titel SYSTEM ZUR AUSBRINGUNG LANDWIRTSCHAFTLICHER CHEMIKALIEN
Anmelder ISP Investments Inc., Wilmington, Del., US
Erfinder NARAYANAN, S., Kolazi, Palisades Park, US;
CHAUDHURI, K., Ratan, Butler, US;
DAHANAYAKI, Manilal, Wayne, US
Vertreter LEINWEBER & ZIMMERMANN, 80331 München
DE-Aktenzeichen 69033682
Vertragsstaaten CH, DE, FR, GB, IT, LI
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 20.07.1990
EP-Aktenzeichen 909170995
WO-Anmeldetag 20.07.1990
PCT-Aktenzeichen US9004127
WO-Veröffentlichungsnummer 9108665
WO-Veröffentlichungsdatum 27.06.1991
EP-Offenlegungsdatum 30.09.1992
EP date of grant 03.01.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.05.2001
IPC-Hauptklasse A01N 25/02

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG I. Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Abgabesystem für landwirtschaftlich aktive Chemikalien. Im Speziellen betrifft die Erfindung ein emulgierbares Konzentrat schwer löslicher landwirtschaftlicher Chemikalien.

II. Beschreibung des Standes der Technik

Landwirtschaftliche Chemikalien werden am meisten bevorzugt in Form wässriger Emulsionen, Lösungen oder Suspensionen angewandt. Manchmal können sich auch in Form eines Stäubemittels angewandt werden, worin der Wirkbestandteil an ein feinzerteiltes inertes Trägermaterial, wie z. B. Kaolin oder dergleichen, adsorbiert oder damit vermischt ist. Bei solchen Pulver- oder Staubzusammensetzungen besteht das Problem, dass sie vom Wind verweht werden können, und folglich werden flüssige Formulierungen bevorzugt.

Eines der Probleme mit solchen flüssigen Formulierungen besteht darin, dass landwirtschaftlich aktive Chemikalien häufig extreme Unlöslichkeit in Wasser aufweisen. Das führt dazu, dass sie entweder in organischen Lösungsmitteln gelöst oder in Form von Emulsionen oder Suspensionen eingesetzt werden müssen. Was die Verwendung organischer Lösungsmittel betrifft, sind diese vom Umwelt- und Kostenstandpunkt aus im Allgemeinen unvorteilhaft. Insbesondere können derartige organische Chemikalien Toxizität oder Nebenwirkungen aufweisen, die für die Wirkung der landwirtschaftlichen Chemikalie selbst oder für das in der jeweiligen landwirtschaftlichen Verwendung produzierte Obst oder Gemüse von Nachteil sind. Diese Toxizität kann auch in Bezug auf die Handhabung von Nachteil sein.

Wenn Versuche unternommen werden, emulgierte oder suspendierte Formulierungen bereitstellen, treten Schwierigkeiten in Bezug auf das Bereitstellen einer wünschenswert hohen Konzentration des landwirtschaftlich aktiven Bestandteils auf. Wenn derartige landwirtschaftlich aktive Chemikalien zu einer Emulsion formuliert werden, ist es daher schwierig, den emulgierten Zustand beizubehalten. Das macht es schwierig, eine einheitliche Formulierung beizubehalten, insbesondere, wenn die Formulierung mit Wasser verdünnt wird, um sie auf die Pflanzen anzuwenden.

Typischerweise wird der landwirtschaftlich aktive Bestandteil zum Beispiel mit einem oder mehreren einer Vielzahl herkömmlicher Lösungsmittel und einem Emulgator vermischt, um ein Konzentrat zu bilden. Dieses Konzentrat kann eine Emulsion, Suspension oder Lösung sein. Das Konzentrat wird dann gelagert, bis es zum Ort der Verwendung transportiert wird, oder es kann einfach an den Ort der Verwendung transportiert und dort gelagert werden. In jedem Fall wird das Konzentrat normalerweise für einen gewissen Zeitraum gelagert, bis es zur Verwendung kommt. Klarerweise ist es in höchstem Maße wünschenswert, den landwirtschaftlich aktiven Bestandteil in der höchstmöglichen Konzentration transportieren zu können, um das zu transportierende Materialvolumen zu minimieren. Ebenso ist es jedoch am Ort der Verwendung normalerweise nicht möglich, Bestandteile miteinander zu vermischen oder sie auf andere Weise als durch Verdünnung des Konzentrats mit Wasser zu verarbeiten. Demgemäß ist es wichtig, dass das Konzentrat nach der Zugabe von Wasser leicht emulgierbar ist, d. h. gut "ausblüht". Außerdem ist es am Ort der Verwendung oft notwendig, das verdünnte Konzentrat über längere Zeiträume zu lagern, bis es tatsächlich auf die Pflanzen angewandt wird. Folglich ist es wichtig, dass die verdünnte Form des Konzentrat gute Stabilität in Bezug auf die Einheitlichkeit der Emulsion aufweist und Fällung der Wirkbestandteile vermieden wird. Wenn in der verdünnten Form Uneinheitlichkeit oder Fällung auftritt, führt das auch zu Ungleichmäßigkeit bei der Anwendung der verdünnten Formulierung auf die Pflanzen.

Ein Versuch, Konzentrate landwirtschaftlich nützlicher Chemikalien bereitzustellen, wird in der am 25. Juli 1969 eingereichten südafrikanischen Patentanmeldung Nr. 695.393 geoffenbart. Diese Anmeldung betrifft die Formulierung eines konzentrierten im Wesentlichen Wasser-unlöslichen Pestizids zur Verwendung in cler Landwirtschaft. Die entweder als Öl oder in fester Form vorliegenden Pestizide werden mit Pyrrolidonen vermischt, die an das Stickstoffatom des Pyrrolidonrings gebunden ein Wasserstoffatom oder eine Niederalkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen aufweisen. Die Anmeldung offenbart, dass konzentrierte Lösungen schwer löslicher Pestizide formuliert werden können und dass derartige Konzentrate gute Stabilität aufweisen. Bei den eingesetzten Konzentraten handelt es sich um solche, die den Pestizid-WÜrkbestandteil, das jeweilige Niederalkylpyrrolidon, ein Co-Lösungsmittel, das üblicherweise ein herkömmliches organisches Lösungsmittel ist, wie z. B. ein Aromat einschließlich von Xylol, methylierten und polyalkylierten Naphthalinen und aliphatischen Lösungsmitteln, sowie einen Dispergator oder Emulgator, wie z. B. ein Tensid, einschließlich von Polyoxyethylenalkylphenolen, Polyoxyethylen-Fettsäureestern, Polyoxyethylensorbit-Fettsäureestern, die mit öllöslichen Sulfonaten, Kalzium und Aminosulfonatsalzen vermischt sein können, und dergleichen enthalten.

Dieses Dokument nach dem Stand der Technik bietet keine Lösung für das Problem, das sich aus der Schwierigkeit ergibt, die Stabilität der Emulsion nach dem Verdünnen des Konzentrats mit Wasser beizubehalten. Folglich ist es, wenn nicht die verdünnte Form des Konzentrats sofort nach dem Emulgieren verwendet wird, schwierig, eine stabile verdünnte Formulierung zur Anwendung auf die Pflanzen bereitzustellen.

US-Patent Nr. 4.798.837 offenbart ein emulgierbares Konzentrat der Pestizidverbindung (CGA):

Dieses aktive Konzentrat enthält 10% des Wirkbestandteils, wobei 30% Cyclohexanon als Lösungsmittel verwendet werden. Cyclohexanon weist jedoch hohe Toxizität auf.

Für landwirtschaftliche Zwecke ist es wünschenswert, die Verwendung toxischer Lösungsmittel zu vermeiden sowie die Menge des landwirtschaftlich aktiven Materials im Konzentrat zu erhöhen. Darüber hinaus sind viele organische Lösungsmittel, die in der Vergangenheit verwendet worden sind, selbst jene, die relativ niedrige Toxizitäten aufweisen, nicht biologisch abbaubar und bleiben daher als Umweltbelastung zurück. Die Zeitschrift "Research Disclosure", Band 308, Dezember 1989, Offenbarungsnummer 308103, lehrt ein stabiles emulgierbares Konzentrat, das umfasst:

a) 1 bis 20 Gew.-% einer schwer löslichen kristallinen Verbindung, insbesondere eines Pestizids;

b) 45 bis 90 Gew.-% 1-n-Octyl-2-pyrrolidon;

c) 5 bis 30 Gew.-% 1-Methyl-2-pyrrolidon, Cyclohexanon oder y-Butyrolacton;

d) 10 bis 50 Gew.-% methyliertes Naphthalin, eines aromatischen Lösungsmittels der Xylol-Reihe oder eines Gemisches zweier oder mehrerer derartiger aromatischer Lösungsmittel der Xylol-Reihe; sowie

e) 1 bis 10 Gew.-% eines Tensids.

Dieses Dokument wurde am oder nach dem 11. Dezember 1989 veröffentlicht.

Die EP-A-391.168, die nur nach Artikel 54(3) EPC ein älteres Dokument darstellt, offenbart, dass N-Alkyllactame, einschließlich von N-Octylpyrrolidon und N-Dodecylpyrrolidon, in wässrigen Spritzflüssigkeiten eingesetzt werden können, die bestimmte Fungizide enthaltenden. Von diesen Alkylpyrrolidonen wird behauptet, dass sie Kristallisation verhindern. Die Zusammensetzungen können ein Lösungsmittel enthalten. In den Beispielen enthalten diese Zusammensetzungen Cyclohexanon als Lösungsmittel, und sie enthalten auch einen Emulgator.

Die WO 88/00184 offenbart N-Alkyllactame, wie z. B. N-Octyl- und N-Dodecylpyrrolidon; diese werden für verschiedene Zwecke verwendet. Das Dokument enthält Beispiele für emulgierbare Konzentrate, die N-Octyl- oder N-Dodecyfpyrrolidon enthalten. Einige Beispiele enthalten Tensid oder Butyl-Cellosolve.

Die DE-A-21 28 225 lehrt, dass N-Methylpyrrolidon oder Dimethylformamid als Lösungsmittel zur Herstellung emulgierbarer Konzentrate verwendet werden können.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Die Erfinder des vorliegenden Anmeldungsgegenstandes haben ein neues emulgierbares Konzentrat einer landwirtschaftlich aktiven Chemikalie, die im Wesentlichen unlöslich in Wasser ist, entdeckt, wobei das Konzentrat beim Verdünnen eine hochstabile Emulsion bereitstellt und das Fällen des Wirkbestandteils bei längerer Lagerung verhindert wird. Außerdem können die erfindungsgemäßen emulgierbaren Konzentrate relativ hohe Konzentrationen des landwirtschaftlich aktiven Bestandteils enthalten, der manchmal als "Beladung" bezeichnet wird, was sie sowohl vom Standpunkt der Wirtschaftlichkeit als auch der Handhabung vorteilhaft macht.

Im Speziellen besteht das emulgierbare Konzentrat gemäß vorliegender Erfindung in einer Ausführungsform aus einer landwirtschaftlich aktiven Chemikalie, die im Wesentlichen unlöslich in Wasser ist, einem Tensid, einem organischen Verdünner und einem Lösungsmittel mit einer ersten Komponente und einer zweiten Komponente, wobei die zweite Komponente ein hydrophobes Lösungsmittel mit einem HLB-Wert von 2 bis 8 ist und die erste Komponente ausreichend hohe Hydrophilie aufweist und in einer solchen Menge enthalten ist, dass sie die landwirtschaftlich aktive Chemikalie im Konzentrat solubilisiert,

wobei die erste Komponente die folgenden Hansen-Löslichkeitsparameter aufweist:

Dispersität: 40 bis 50%;

Polarität: 25 bis 40%; und

Wasserstoff-Brückenbindungen: 10 bis 30%;

und worin die zweite Komponente die folgenden Hansen-Löslichkeitsparameter aufweist:

Dispersität: 56 bis 75%;

Polarität: 8 bis 24%; und

Wasserstoff-Brückenbindungen: 10 bis 30%.

Die zweite Komponente kann ein nichtionogenes Tensid sein. Vorzugsweise sind die erste und die zweite Komponente biologisch abbaubar.

Vorzugsweise machen die erste und die zweite Komponente, bezogen auf das Gewicht des Konzentrats, jeweils zumindest 5 Gew.-% aus.

Zur Erörterung der Löslichkeitsparameter sei auf "C. R. C. Handbook of Solubility Parameters and Other Cohesion Parameters", Allan F. M. Barton, 1983, Tabelle 9, S. 167- 170, verwiesen.

Der organische Verdünner kann ein Öl mit einem Löslichkeitsparameter der fraktionellen Dispersität von über 70% und einem Molvolumen von über 90 cm³/Mol sein.

Die vorliegende Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung eines emulgierbaren Konzentrats, umfassend das Vermischen einer landwirtschaftlich aktiven Chemikalie, die im Wesentlichen unlöslich in Wasser ist, mit einem Tensid, einem organischen Verdünner und einem Lösungsmittel, das aus einer ersten und einer zweiten Komponente besteht, wobei die zweite Komponente ein hydrophobes Lösungsmittel mit einem HLB-Wert von 2 bis 8 ist und die erste Komponente eine ausreichend hohe Hydrophilie aufweist und in einer solchen Menge enthalten ist, dass sie die landwirtschaftlich aktive Chemikalie im Konzentrat solubilisiert, wobei die Hansen-Lösungsmittelpärameter der Komponenten wie oben angeführt sind.

BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM

Wie hierin verwendet, umfasst der Begriff "landwirtschaftlich aktive Chemikalie" Verbindungen und Gemische davon, die in der Landwirtschaft als Düngemittel, Nährstoffe, Pflanzenwachstumsbeschleuniger, Herbizide, Pflanzenwachstumshernmer verwendet werden können, sowie Chemikalien, die wirksam Pflanzen, Insekten, Mikroorganismen, Pilze, Bakterien und dergleichen abtöten, die üblicherweise als Insektizide, Bakterizide, Fungizide, Nematoziden, Fumiganten und dergleichen bezeichnet werden, sowie alle anderen Chemikalien, die Eigenschaften aufweisen, die für die landwirtschaftliche Verwendung geeignet sind, was die Anwendung auf Pflanzen oder im Haushalt zur Bekämpfung von Insekten und Ungeziefer betrifft. Insbesondere haben derartige Chemikalien normalerweise die Form von nicht mit Wasser mischbaren oder öligen Flüssigkeiten und/oder Feststoffen, die im Wesentlichen unlöslich in Wasser sind. Mit dem Begriff "im Wesentlichen unlöslich" ist gemeint, dass die Löslichkeit der Verbindung in Wasser für alle praktischen Zwecke unzureichend ist, um die Verbindung in einer landwirtschaftlichen Entnutzung praktisch einsetzbar zu machen, ohne dass Modifikationen vorgenommen werden, um entweder die Löslichkeit oder Dispergierbarkeit in Wasser zu erhöhen, um die biologische Verfügbarkeit der Verbindung zu erhöhen oder um die Verwendung allzu großer Lösungsmittelvolumina zu vermeiden.

Geeignete landwirtschaftlich aktive Chemikalien, die gemäß vorliegender Erfindung eingesetzt werden können, sind Insektizide, wie z. B. Cycloverbindungen, Carbamate, Tier- und Pflanzenderivate, synthetische Pyrethroide, Diphenylverbindungen, Nicht-Phosphate, organische Phosphate, Thiophosphate und Dithiophosphate (siehe Agricultural Chemicals, Buch I, Insecticides, Überarbeitung 1989 von W. T. Thomson, Thomson Publications.)

Typische Insektizide sind:

Cycloverbindungen: 6, 7,8, 9,10,10-Hexachlor-1,5,5a,6,9,9a-hexahydro-6,9-methano- 2,4, 3-benzodioxathiepin-3-oxidid

Carbamate: 2-Isopropylphenyl-N-methylcarbamat;

2-(1,3-Dioxolan-2-yl)phenylmethylcarbamat;

2,3-Isopropylidindioxyphenylmethylcarbamat;

Tier- und Pflanzen- von Southern Pines stammende chlorierte Kohlenwasserstoffe; derivate: natürlich vorkommendes Lactonglykosid;

synthetische (±)-a-Cyano-3-phenoxybenzyl-(±)-cis,trans-3-(2,2-dichlorvinyl)- Pyrethroide: 2,2-dimethylcyclopropancarboxylat;

(±)-Cyano-(3-phenoxyphenyl methyl-(±)-4-(difluormethyfoxy)-α- (1-methylethyl)benzolacetat;

Phenoxyverbindungen 2,2-Bis-(p-methoxyphenyl)-1,1,1-trichlorethan;

und Nicht-Phosphate: 1,3,5-Tri-n-propyl-1,3,5-triazin-2,4,6-(1H,3H,5H)-trion; Ethyl-(2E,4E)-3,7,11-trimethyl-2,4-dodecadienat;

1-Decycloxy-4-[(7-oxa-oct-4-inyl)]-oxybenzol;

organische Phosphate: Dimethylphosphatester von 3-Hydroxy-N,N-dimethyl-cis-crotonamid;

2-Chlor-1-(2,4-dichlorphenyl)vinyldiethylphosphat;

4-(Methylthio)phenyldipropylphosphat;

Thiophosphate: O,O-Diethyl-O-4-nitrophenylphosphorothioat;

O,O-Diethyl-O-(2-isopropyl-6-methyl-5-pyrimidinyl)phosphorothioat;

2-Diethylamino-6-methylpyrimidin-4-yldimethylphosphorothioat;

Dithiophosphate: O,O-Dimethylphosphorodithioat-Ester von Diethylmercaptosuccinat;

O-Ethyl-S-phenylethylphosphorodithioat.

Typische Herbizide sind Phenoxyverbindungen, Benzoe-, Essig- und Phthalsäuren, Anilinderivate, Nitrile, Amide, Acetamide, Anilide, Carbamate, Thiocarbamate und heterozyklische Stickstoffderivate, z. B. Triazine, Pyridine, Pyridazone, Picolinsäure sowie Harnstoffderivate und Phosphate. (Siehe Agricultural Chemicals, Buch II, Herbicides, Ausgabe 1986-87, W. T. Thomson, Thomson Publications, Fresno, CA 93791, USA).

Beispiele für die obigen Verbindungen sind:

Phenoxyverbindungen: 2,4-Dichlorphenoxyessigsäure;

2,4,5-Trichlorphenoxyessigsäure;

4-(2,4-dichlorphenoxy)buttersäure;

S-Ethyl-2-methyl-4-chlorphenoxythioacetat;

2-Methyl-4-chlorphenoxyessigsäure;

Methyl-5-(2,4-dichlorphenoxy)-2-nitrobenzoat;

Benzoe- und Essigsäu- 3,6-Dichlor-O-anissäure;

ren von Phthalsäurever- 4-Chlor-2-oxobenzothiazolin-3-yl-essigsäure;

bindungen: N-1-Naphthylphthalamidsäure;

Nitrile und Anilin- 3,5-Dibrom-4-hydroxybenzonitril;

derivate: α,α,α-Trifluor-2,6-dinitro-N,N-dipropyl-p-tolinidin;

N-(1-Ethylpropyl)-2,6-dinitro-3,4-xylidin;

Amide, Acetamide, N,N-Diethyl-2-(1-naphthalinyloxy)propionamid;

Anilide: 2,6-Dimethyl-N-2'-methoxyethylchloracetanilid;

3',4'-Dichlorpropionanilid;

α-Chloressigsäure-N-(3,5,5-trimethylcyclohexen-1-yl)-N-isopropylamid;

4-Benzy1-N-isopropyftrimethylacetamid;

Thiocarbamate: S-Ethyldipropylthiocarbamat;

Harnstoffderivate: 3-(5-t-Butyl-3-isoxazoyl)-1,1-dimethylharnstoff;

N-(2,6-Trifluorbenzoyl)-N'-[2,5-dichlor-4-(1,1,2,3,3,3- hexafluorpropyloxy)phenyl]harnstoff;

Pyrrolidonderivate: 1-(m-Trifluormethylphenyl)-3-chlor-4-chlormethyl-2- pyrrolidon;

Aminosäurederivate: Methyl-N-benzoyl-N-(3-chlor-4-fluorphenyl)-DL-alarinat;

N-Chloracetyl-N-(2,6-diethylphenyl)glycinethylester;

Carbamate: Isopropyl-m-chlorcarbonilat;

3-Ethoxy(carbonylaminophenyl)-N-phenylcarbamat;

Heterozyklen: 4-Amino-3,5-dichlor-6-fluor-2-pyridyloxyessigsäure;

4-(1,2-Dimethyl-N-propylamino)-2-ethylamino-6-methylthio-s- triazin;

2-[4,5-Dihydro-4-methyl-4-(1-methylethyl)-5-oxo-1 H- imidazoyl-2-yl-3-pyridincarbonsäure;

2-[3, 5-Dichlorphenyl)-2-(2,2,2-trichlorethyl)oxinan;

Butyl-9-hydrofluoren-(9)-carboxylat;

2-[1-(Ethoxyimino)butyl]-3-hydroxy-5-(2H-tetrahydroth iopyran- 3-yl)-2-cyclohexenon;

2-(2-Chlorphenyl)methyl-4,4-dimethyl-3-isooxazolidinon;

Phosphate: O-Ethyl-O-(3-methyl-6-nitrophenyl)-N-sec-butylphosphorothioamidat;

andere: N³,N³-Di-N-propyl-2,3-dinitro-6-trifluormethyl-m-phenylendiamin (PRO).

Typische Fungizide sind (siehe Agricultural Chemicals, Buch IV, Fungicides, Überarbeitung 1989, W. T. Thomson, Thomson Publications, Fresno, CA 93791, USA):

organische 2,5-Dimethyl-N-cyclohexyl-N-methoxy-3-furancarboxamid;

Verbindungen: 5-Ethoxy-3-trichlormethyl-1,2,4-thiadiazol;

3-(2-Methylpiperidino)propyl-3,4-dichlorbenzoat;

N,N'-(1,4-Piperazindiyl-bis-(2,2,2-trichlor)ethyliden)bisformamid;

Tetramethylthiuramdisulfid;

O-Ethyl-S,S-diphenyldithiophosphat;

5,10-Dihydro-5,10-dioxonaphtho-(2,3,9)-p-dithiin-2,3-dicarbonitril;

2-(Thiocyanomethylthio)benzothiazo(;

α-2-(4-Chlorphenyl)ethyl]-α-(1,1-dimethylethyl)-1H-1,2,4- triazol-1-ethanol;

Morpholine: N-Tridecyl-2,6-dimethylmorpholin;

4-N-Dodecyl-2,6-dimethylmorpholin.

Typische Fumiganten, Wachstumsregler, Repellents und Rodentizide sind (siehe Agriculturaf Chemicals, Buch III; Fumigants, Überarbeitung 1988-1989, W. T. Thomson, Thomson Publications, Fresno, CA 93791, USA):

Wachstumsregler: 1,2-Dihydro-6-ethoxy-2,2,4-trimethylchinolin;

(2-Chlorethyl)phosphorsäure;

4-[Acetamino)methyl]-2-chlor-N-(2,6-diethylphenyf)acetamid;

Benzoesäure-3,6-Dichlor-2-methoxy-2-ethoxy-1-methyl-2-oxoethylester;

Repellents: O,O-Dimethyl-O-[(4-methylthio)-m-tolyl]phosphorothioat;

t-Butylsulfenyldimethyldithiocarbamat;

Samen- 2-Chlor-6-(trichlormethyl)pyridin;

Erweichungsmittel: 5-Ethoxy-3-trichlormethyl-1,2,4-thiadiazol;

N-Phenyl-N'-1,2,3-thiadiazol-5-ylharnstoff.

Pestizide können durch ihre physikalischen Eigenschaften gekennzeichnet sein, je nach ihrem physikalischen Zustand bei Normal- oder Umgebungsbedingungen, d. h. zwischen 4ºC und 32ºC (40ºF und 90ºF), und ihrer Löslichkeit oder Mischbärkeit mit Wasser und anderen herkömmlichen organischen Lösungsmitteln, beispielsweise Aromaten wie Toluol, Xylol, methylierten und polyalkylierten Naphthalinen und aliphatischen Lösungsmitteln.

Auf Basis der physikalischen Eigenschaften können die Pestizide in zwei Gruppen klassifiziert werden. Die erste Gruppe umfasst jene, die bei Umgebungstemperatur ölige Flüssigkeiten sind und mit Wasser nicht-mischbar sind. Spezifische Pestizide sind:

Gewöhnliche Ester von 2,4-Dichlorphenoxyessigsäure,

gewöhnliche Ester von 2,4,5-Trichlorphenoxyessigsäure,

gewöhnliche Ester von 2-(2,4-Dichlorphenoxy)propionsäure,

gewöhnliche Ester von 2,4-Dichlorbuttersäure,

gewöhnliche Ester von 2-Methoxy-3,6-dichlorbenzoesäure,

gewöhnliche Ester von 2-Methyi-4-chlorphenoxyessigsäure,

Piperonylbutoxid-3,4-methylendioxy-6-propyl benzyl-n-butyldiethylenglykolether,

Bromophos-ethyl: 0,0-Diethyl-O-2,5-dichlor-4-bromphenylthionophosphat,

N-(2-Mercaptoethyl)benzolsulfenamid (BETASAN),

Isobornylthiocyanacetat (Thanite),

Ioxynilester von Octansäure,

Molinat-S-ethyfhexahydro-1 H-azepin-1-carbothioat,

PP 511: 0,0-Dimethyl-(2-diethylamin-4-methyl-6-pyrimidinyl)carbamat,

PP 211: 0,0-Diethyl-O-(2-diethylamin-4-methyl-6-pyrimidinyl)phosphorocarbamat, Chlordan,

5-Ethoxy-3-(trichlormethyl-1,2,4-thiadiazol (TERRAZALE),

Ethyl-S,S-dipropylphosphodithioat (MOCAP®),

S-Ethyfdipropylthiocarbamat (EPTAM®),

S-Ethyldiisobutylthiocarbamat (SUTAN®),

S-n-Propyl-di-n-propylthiocarbamat (VERNAM®),

S-Propylbutylethylthiocarbamat (TILLAM®),

S-Ethylethylcyclohexylthiocarbamat (RO-NEFT),

Malathion: S-(1,2-Dicarboxyethyl)-O,O-dimethylphosphorodithioat,

Diazinon: O,O-Diethyl-O-(2-isopropyl-4-methyl-6-pyrimidinyl)phosphorothioat,

O-Ethyl-S-phenyfethyiphosphonodithioat (DYFONATE),

Toxaphen: Octachlorcamphen,

Bromoxynil: 3,5-Dibrom-4-hydroxybenzonitrilester von n-Octansäure,

2-Chlor-N-2,6-diethylphenyl-N-methoxymethylacetamid (LASSO),

Diallat: S-2,3-Dichlorallyl-N,N-diisopropylthiolcarbamat,

Triallat: S-2,3,3-Trichlorallyl-N,N-diisopropylthiolcarbamat.

Die zweite Gruppe umfasst jene Pestizide, die bei Umgebungstemperatur Feststoffe und für alle praktischen Zwecke in Wasser unlöslich sind.

2,4,5-T: 2,4,5-Trichlorphenoxyessigsäure,

(Monuron: 3-(p-Chlorphenyl)-1,1-dimethylharnstoff,

Diuron: 3-(3,4-Dichlorphenyl)-1,1-dimethylharnstoff,

Bromacil: 5-Brom-3-sec-butyl-6-methyluracil,

Isocil: 5-Brom-3-isopropyl-6-methyluracil,

Linuron: 3-(3,4-Dichlorphenyl)-1-methoxy-1-methylharnstoff,

Atrazin: 2-Chlor-4-ethylamin-6-isopropylamin-s-triazin,

Simazin: 2-Chlor-4,6-bis(ethylamino)-s-triazin,

Dodin: n-Dodecylguanidinacetat,

Thiram: Tetramethylthiuramdisulfid,

N-(Mercaptomethyl)phthalimid-S-(0,0-dimethylphosphorodithioat) (IMIDAN),

Lindan: γ-1,2,3,4,5,6-Hexachlorcyclohexan,

Folpet: N-Trichlormethylphthalimid,

Manazon: 5-(4,6-Diamino-1,3, 5-triazin-2-ylmethyl)dimethylphosphorothioithionat,

Barban: 4-Chlor-2-butinyl-m-chlorcarbonilat,

Tricumba: 2-Methoxy-3, 5, 6-trichlorbenzoesäure,

Trifluralin: N,N-Dipropyl-2,6-dinitro-4-trifluormethylanifin,

2,3-Dihydro-5-carboxanilido-6-methyl-1,4-oxathiin (VITAVAX),

2,4-Dichlorphenoxyessigsäure,

4-(4-Chlor-2-methyl(phenoxy)buttersäure,

2-(2,4-Dichlorphenoxy)propiansäure

Ioxynil: 3,5-Diiod-4-hydroxybenzonitril,

Bromoxynil: 3,5-Dibrom-4-hydroxybenzonitril,

Carbaryl: 1-Naphthyl-N-methylcarbamat,

Methoxychlor: 2,2-Bis-(p-methoxyphenyl)-1,1-trichlorethan,

PP 781: 4-(2-Chlorphenyfhydrazono)-3-methyl-5-isoxazolon*,

PP 675: 5-Butyl-2-dimethylamino-4-hydroxy-6-methylpyrimidin*,

PP 062: 5,6-Dimethyl-2-dimethylamino-4-pyrimidinyldimethylcarbamat*,

PP 149: 5-n-Butyl-2-ethylamino-4-hydroxy-6-methylpyrimidin *

(* hergestellt von Imperial Chemical Industries, Ltd.),

C 6313: N'-(4-Brom-3-chlorphenyl)-N-methoxy-N-methylharnstoff,

C 6989 : 2,4-Dinitro-4-trifluormethyldiphenylether,

Chloroxuron: N'-4-(Chlorphenoxy)phenyl-N,N-dimethylharnstoff,

Dichlobenil: 2,6-Dichlorbenzonitril,

Diphenamid: N,N-Dimethyl-2,2-diphenylacetamid,

Fenac: 2,3,6-Trichlorphenylessigsäure,

Fluometuron: N'-(3-Trifluormethylphenyl)-N,N-dimethylharnstoff,

GS 14260 : 4-Ethylamino-2-methylthio-6-t-butylamino-1,3,5-triazin,

PCP: Pentachlorphenol,

Lenacil: 3-Cyclohexyl-6,7-dihydro-1 H-cyclo-pentapyrimidin-2,4-(3H,5H)-dion,

Pyrazon: 5-Amino-4-chlor-2-phenyl-3-pyridazon,

Metrobromuron: N'-(4-Bromphenyl)-N-methoxy-N-methylharnstoff,

Metoxymarc: N-(4-Methoxybenzoyl)-N-(3,4-dichlorphenyl)-N,N'-dimethylharnstoff,

Neburon: N-Butyl-N'-(3,4-dichforphenyl-N-methylharnstoff,

NIA 11092: 1,1-Dimethyl-3-[3-(N-t-butylcarbamyloxy)phenyl]harnstoff,

Mecoprop: 2-(4-Chlor-2-methyl(phenoxy)propionsäure,

Monolinuron: N'-(4-Chlorphenyl)-N-methoxy-N-methylharnstoff,

Nitrofen: 2,4-Dichlorphenyl-4-nitrophenylether,

Propanil: N-(3,4-Dichlorphenyl)propionamid,

Pyriclor: 2,3,5-Trichlor-4-pyridinol,

Solan: 3'-Chlor-2-methyl-p-valerotoluidid,

Terbacil: 5-Chlor-3-t-butyl-6-methyluracil,

UC 22463: (SIRMATE)-3,4-dichlorbenzyl-N-methylcarbamat,

WL 9385 : 2-Azido-4-ethylamino-6-t-butylamino-s-triazin,

Propachlor: 2-Chlor-N-isopropylacetanilid,

CP 50144 : 2-Chlor-N-2,6-diethylphenyl-N-methoxymethylacetamid,

CP 31675: 2-Chlor-N-(2-methyl-6-t-butylphenyl)acetamid,

Cypromid: 3',4'-Dichlorcyclopropancarboxanilid,

Fenuron: N,N-Dimethyl-N'-phenylharnstoff,

Chlorbromuron: N'-(4-Brom-3-chlorphenyl)-N-methoxy-N-methylharnstoff,

Ametryn: 2-Methylmercapto-4-ethylamino-6-isopropylamino-s-triazin,

Prometryn: 2-Methylmercapto-4,6-bis-isopropylamino-s-triazin,

DCPA: Dimethyl-2,3,5,6-tetrachlorterephthalat,

Benefin: N-Butyl-N-ethyl-2,2,2-trifluor-2,6-dinitro-p-toluidin,

Nitralin: 2,6-Dinitro-4-methylsulfonyl-N,N-dipropylanilin,

PP 493 : 2,6-Difluor-3,5-dichlor-4-hydroxypyridin,

CNP: 2,4,6-Trichlorphenyl-4'-nitrophenylether,

Pentachlornitrobenzol,

1-(Butylcarbamoiyl)-2-benzimidazolcarbaminsäuremethylester (BENLATE).

Typische Beispiele für erste Komponenten, die sich zur Verwendung im Lösungsmittel eignen, sind Alkylpyrrolidone mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in der Alkylgruppe; zyklische Lactone, z. B. γ-Butyrolactone; zyklische Niederalkylencarbonate, z. B. Ethylencarbonat, Propylencarbonat, Butylencarbonat; Niederalkylimidazolone, z. B. N,N-Dimethylimidazolon; Ameisensäure- und Essigsäureniederalkylamide; sowie Niederalkylsulfoxide, z. B. Dimethylsulfoxid. (Der Begriff "Niederalkyl" bezeichnet in diesen Beispielen ein oder zwei Kohlenstoffatome.) Als erste Komponente können auch Gemische davon eingesetzt werden.

Beispiele für geeignete zweite Komponenten oder hydrophobe Lösungsmittel sind Alkylpyrrolidone mit einem Alkylabschnitt, der 6 bis 14 Kohlenstoffatome enthält, z. B. Octylpyrrolidon, Dodecylpyrrolidon oder N-(2'-Ethylhexylpyrrolidon), Alkyl-γ-butyrolactone, zyklische Alkylcarbonate und Kombinationen davon, worin die Alkylketten 6 bis 14 Kohlenstoffatome enthalten. Der Alkylabschnitt kann an einer oder mehreren Stellen im Ring verteilt sein, solange ein Abschnitt zumindest 6 Kohlenstoffatome enthält und die Gesamtanzahl an Alkyl-Kohlenstoffatomen 14 nicht übersteigt. Bei jedem der obigen Beispiele können die Alkylabschnitte mit 6 bis 14 Kohlenstoffatomen unverzweigt, verzweigt oder zyklisch sein, wobei unverzweigte Ketten bevorzugt werden.

Vorzugsweise ist die erste Komponente aus der aus Pyrolidonen der Formel:

bestehenden Gruppe ausgewählt, worin R Wasserstoff oder Niederalkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen ist und R&sub1; Niederalkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen ist.

Die zweite Koniponente oder das hydrophobe Lösungsmittel ist vorzugsweise aus Pyrrolidonen der Formel:

ausgewählt, worin R&sub2; Wasserstoff oder Alkyl mit 6 bis 14 Kohlenstoffatomen ist und R&sub3; Alkyl mit 6 bis 14 Kohlenstoffatomen ist, mit der Maßgabe, dass zumindest eines von R&sub2; und R&sub3; zumindest 6 Kohlenstoffatome enthalten muss und die Summe der Kohlenstoffatome in R&sub2;, und R&sub3; 14 nicht übersteigen kann.

Die erfindungsgemäße Zusammensetzung umfasst weiters einen organischen Verdünner, der ein synthetisches oder natürlich vorkommendes Öl mit hoher Hydrophobie ist oder einen Löslichkeitsparameter der fraktionellen Dispersität von über 70%, vorzugsweise über 85%, und ein Molvolumen von über 90 cm³/Mol aufweist. Diese Eigenschaften sind im oben angeführten C. R. C. Handbook definiert. Typische Verdünner sind Sojabohnenöl, Rapsöl, langkettige Alkohole, langkettige Ketone, langkettige Ester und Ether. Wie hierin verwendet bedeutet "langkettig" mit 6 oder mehr Kohlenstoffatomen. Ebenfalls als organischer Verdünner geeignet sind aromatische Mineralöle, einschließlich jener, die im Handel erhältliche Destillate von Rohölen mit einem mittleren Siedepunkt von über 200ºC sind. Typisch für solche Materialien sind jene, die unter den Markennamen Exxon 200 oder Texaco 400 vertrieben werden. Selbstverständlich sollten solche Aromaten als Träger für landwirtschaftlich aktive Chemikalien zugelassen sein.

Die Zusammensetzung des aromatischen Mineralöls ist im Allgemeinen:

schweres aromatisches Solventnaphtha: etwa 60%;

Mitteldestillat-Solventextraktivstoff: etwa 40%.

Normalerweise enthalten diese Öle vorwiegencb aromatische C&sub9;-C&sub1;&sub5;-Kohlenwasserstoffe und primär die C&sub1;&sub0;-C&sub1;&sub2;-Kohlenwasserstoffe mit einem Flammpunkt von etwa 95ºC (203 ºF).

Die Menge des eingesetzten Lösungsmittels liegt im Bereich von etwa 20 bis 90%, während die Verdünnermenge etwa 80 bis 10% ausmacht, bezogen auf das Gewicht von Lösungsmittel und Verdünner in der Zusammensetzung. Was das Lösungsmittel betrifft, beträgt die Menge der ersten Komponente etwa 5 bis 95%, vorzugsweise 20 bis 80%; und die Menge der zweiten Komponente beträgt etwa 5 bis 95%, vorzugsweise 20 bis 80%, bezogen auf das Gewicht des Lösungsmittels.

Die erfindungsgemäße Zusammensetzung enthält auch ein(en) oder mehrere zusätzliche(n) Emulgator(en) oder Tensid(e), der/das allgemein fallweise ausgewählt wird, um die Löslichkeit und Stabilität der Emulsion zu optimieren. Typischerweise umfassen solche Emulgatoren ethoxylierte Alkylphenole, unverzweigte aliphatische Polyester, unverzweigte aromatische Polyester, polyethoxylierte Alkohole, unverzvveigte aliphatische Ethoxylate, polyethoxyliertes Rizinusöl, polyethoxylierte Carboxylate und polyethoxylierte Alkylamine. Anionische Tenside können als Emulgator verwendet werden und umfassen Phosphatester und ihre Salze, Alkylsulfonamide, Salze von sulfatiertem Nonylphenoxypoly(ethylenoxy)ethanol, Salze von Alkylbenzolsulfonaten, Salze von Alkylnaphthalinsulfonat sowie sulfonierte aliphatische Polyester und ihre Salze. Ebenfalls geeignet sind komplexe Phosphatester nichtionogener Tenside vom Ethylenoxidtyp, die Gemische aus Phosphorsäure-Diestern sind. (Siehe beispielsweise McCutcheon's Division of M. C. Publishing Co., Glen Rock, NJ, USA). Im Allgemeinen beträgt die Menge an Emulgator (Tensid), bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, etwa 1 bis 25%.

Die Konzentration der (hierin manchmal als AAC bezeichneten) landwirtschaftlich aktiven Chemikalielollte so hoch wie möglich sein, solange sie bei Verdünnung des Konzentrats mit Wasser für einen angemessenen Zeitraum nicht ausfällt und die gewünschte Wirkung erzielt. Durch Ausfällung (Kristallbildung) beim Stehenlassen wird nicht nur die AAC aus der Lösung abgereichert, sondern sie kann auch zum Verschmutzen der Anwendungsgeräte, d. h. Spritzmaschinen usw., führen. Gemäß vorliegender Erfindung ist es möglich, Konzentrate mit Konzentrationen an landwirtschaftlich aktiver Chemikalie über 5 Gew.-% zu erhalten, die eine stabile Emulsion bilden, wenn sie mit Wasser verdünnt werden. Je nach der speziellen landwirtschaftlich aktiven Chemikalie kann die Konzentration der AAC 5 bis 60, vorzugsweise 5 bis 25, Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung vor der Verdünnung, betragen.

Die Endverwendungskonzentrationswerte hängen von der AAC ab. Es ist jedoch wichtig, dass nach dem Verdünnen die verdünnte Form ausreichend lange stabil bleibt, um sie aufbringen zu können. Das variiert natürlich nach dem Plan für die Anwendung im Feld. Normalerweise wird das verdünnte Konzentrat innerhalb von vier Stunden nach dem Verdünnen aufgebracht. Es ist jedoch aufgrund von anlagen- oder personalbedingten Verzögerungen möglich, dass eine Stehzeit von bis zu 24 h auftritt. Gemäß vorliegender Erfindung wird eine verlängerte Stabilität des emulgierten Konzentrats an sich ebenso wie in der verdünnten Form erzielt. Insbesondere kann das emulgierte Konzentrat gemäß vorliegender Erfindung auf Endverwendungskonzentrationen im Bereich von etwa 10 ppm bis 2% verdünnt werden, je nach der spezifischen AAC, ohne dass es zu negativen Wirkungen und insbesondere zum Ausfallen der AAC aus der Lösung kommt.

Die folgenden Beispiele veranschaulichen die vorliegende Erfindung*:

Versuchsverfahren: Formulierungen:

Formulierungen wurden hergestellt, indem der genaue Anteil der Bestandteile gewogen und sie in einer Flasche miteinander vermischt wurden. Die Lösungsmittel wurden zuerst eingewogen. Die AAC wurde vollständig im Lösungsmittel gelöst, gefolgt von der Zugabe des Tensids, das als Netzmittel oder als Emulgator dient. Typischerweise wurden etwa 10 g jeder Formulierung hergestellt.

Der Inhalt wurde in einer automatischen Schüttelvorrichtung für etwa 30 min gut gerührt, wonach die AAC vollständig gelöst war. Die so hergestellten Proben wurden bezüglich Frost-Tau-Stabilität bei der Lagerung und einfacher Emulgierbarkeit und Emulsionsstabilität beim Verdünnen bewertet. Zum Verdünnen wurden 2 g Konzentrat unter Einsatz von hartem Wasser unter Anwendung der WHO-Norm (6 g CaCl&sub2; und 2,78 g MgCl&sub2;·6H&sub2;O gelöst in 20 I) mit einer Härte von 342 ppm, ausgedrückt als CaCO&sub3;-Äquivalent, auf 50 ml verdünnt.

Frost-Tau-Stabilität

Die Konzentrate wurden für einen Zeitraum von 24 h in der Kälte (Temperatur 5ºC) in einem Kühlschrank gelagert, herausgenommen, auf Raumtemperatur erwärmt und dann für einen Zeitraum von 24 h in einem Ofen bei 55ºC gelagert. Die abwechselnde Lagerung in der Kälte (5ºC) und in der Wärme bei 55ºC wurde für 3 Zyklen wiederholt. Jegliche Entmischung während der Lagerung wurde aufgezeichnet. Ein Konzentrat ist "stabil", wenn nach den 24 h-Zyklen bei jeder Temperatur keine nennenswerte Entmischung vorliegt. Alle in der Folge als Beispiele angeführten Lösungen wiesen gemäß diesem Test zwischen den Temperaturen von 5ºC und 55ºC Stabilität auf. Einige der Lösungen waren sogar in einem niedrigeren Bereich von -5ºC stabil.

Bewertung der Emulsionsstabilität und einfachen Emulgierbarkeit

Ein Neßler-Zylinder (1,8 cm Durchmesser; 28 cm Länge) wurde mit einer geeigneten Menge (47-48 g) WHO-Wasser gefüllt. (Hartes Wasser nach WHO-Standard (6 g CaCl&sub2; und 2,79 g MgCl&sub2;·6H&sub2;O gelöst in 20 I) mit einer Härte von 342 ppm, ausgedrückt als CaCO&sub3;-Äquivalent.) Unter Einsatz einer serologischen Pipette wurden 0,5 bis 2,5 g Emulsionskonzentrat in den Neßler-Zylinder getropft, der 47,5-49,5 g Wasser enthielt. Die anfängliche Trübung wurde bei Nullzeit ohne Rühren beobachtet, und die Qualität der Trübung wurde anhand des visuellen Erscheinungsbilds bewertet wie nachstehend beschrieben. Der Neßler-Zylinder wurde angehalten und 20-mal umgedreht; die Trübung wurde erneut aufgezeichnet und ebenso die Stabilität, wie anhand des Volumens oder der Höhe der Sedimentation (pastöser Feststoff/Niederschlag/Öl) in unterschiedlichen Zeitintervallen (0,1 h, 2 h bis zu 24 h) verfolgt.

Stabilität des verdünnten Konzentrats

Die Zusammensetzung des Konzentrats (EC), verdünnt mit Wasser, wurde als "stabil" angesehen, wenn bei EC-Konzentrationen von 0,2 bis 1% die Zusammensetzung nach dem Vermischen (zwanzigmal umdrehen) innerhalb einer Stunde 2 mm oder weniger pastösen Feststoff und kein Öl aufwies. Sowohl die Ober- als auch die Unterseite sollte überprüft werden.

Trübung: hervorragend dicke Emulsionswolke ohne Entmischung

gut Emulsionwolke kann dünn sein oder Schweifbildung aufweisen;

geringe Anzahl an Öltröpfchen innerhalb der Wolke;

schlecht viele Öltröpfchen innerhalb der Wolke, einige Tröpfchen trennen sich von Wolke ab

Jedes der so hergestellten emulgierbaren Konzentrate wurde nach der Zugabe von Wasser und nach zwanzigmaligem Umdrehen der Probe sowie Emulsionsstabilität nach dem Verdünnen mit Wasser bezüglich der einfachen Emulgierbarkeit (Trübung) analysiert. Die Zusammensetzung der Proben und die Ergebnisse der Analyse sind in den nachstehenden Tabellen angeführt.

Kristallbildungsuntersuchungen

Eine Anzahl der Proben wurde bezüglich der Fällung, d. h. Kristallwachstum der AAC über unterschiedliche Zeiträume bewertet. Das wurde unter Einsatz der folgenden Techniken durchgeführt:

1. Die verdünnte Probe wurde in ein 100 ml-Becherglas gefüllt und kontinuierlich gerührt. Aliquoten wurden in Intervallen von 1, 4, 7 und/oder 24 h entnommen und unter 250facher Vergrößerung untersucht, wobei ein 2 · 2 mm-Objektträger verwendet wurde, was 1.500 getrennte Sichtflächen ergab. Die Anzahl an Kristallen, falls vorhanden, in 10 verschiedenen Sichtflächen wurde gezählt und der Durchschnitt ermittelt. Wenn keine Kristalle gefunden wurden, wurden eine zweite und eine dritte Aliquote untersucht.

2. Der Rest der verdünnten Probe wurde durch US-Standard-Siebe (60, 100 und 250 Mesh) geschickt, und die Menge an zurückgehaltenem Sediment ist angegeben.

3. Die verdünnte Probe wurde ohne Rühren für 24 h stehengelassen und zwanzigmal umgedreht. Eine Aliquote der umgedrehten Probe wurde unter 250facher Vergrößerung untersucht, und die Ergebnisse sind wie oben beschrieben angegeben. Der Rest wurde durch Siebe hindurchgeschickt, und das zurückgehaltene Sediment ist angegeben. Die Ergebnisse für die Kristallwachstumsuntersuchungen werden wie folgt angegeben.

0 bedeutet keine Kristalle

* bedeutet < 10 Kristalle/Sichtfläche

** bedeutet 10-100 Kristalle/Sichtfläche

*** bedeutet 100-1000 Kristalle/Sichtfläche

**** bedeutet > 1000 Kristalle/Sichtfläche

Die in den Tabellen angeführten Komponenten werden kurz mit ihren Handelsnamen bezeichnet. Die chemische Nomenklatur der Materialien ist folgende:

LP-100 N-Octylpyrrolidon

LP-300 N-Dodecylpyrrolidon (C&sub1;&sub2;-Kette)

LP-940 N-Octadecylpyrrolidon (C&sub1;&sub2;-Kette)

Gafac RM 710 Poly(oxy-1,2-ethandiyl)-α-(dinonylphenyl)-o-hydroxyphosphat

Igepal CO-630 Ethoxyliertes Nonylphenol, das 9 EO-Einheiten enthält

Thiadiazuron 1-Phenyl-3-(1,2,3-thiadiazol-5-yl)harnstoff

Gafac RE-610 Poly(oxy-1,2-ethandiyl)-α-(nonylphenyl)-ω-hydroxyphosphat

Silwet L-77 (Silwet-Copolymer L-77) nichtionogenes Organosilikon (Union Carbide)

Silwet L-7607 (Silwet-Copolymer L-7607) nichtionogenes Organosilikon (Union Carbide)

Pegol L-31 Ethoxyliertes Polyoxypropylen

Exxate 600 Essigsäureester mit C&sub6;-reichem OXO-Alkohol

Exxate 900 Essigsäureester mit C&sub9;-reichem OXO-Alkohol

Exxate 1300 Essigsäureester mit C&sub1;&sub3;-reichem OXO-Alkohol

Diuron 3-(3,4-Dichlorphenyl)-1,1-dimethylharnstoff

Exxon 100 leichtes aromatisches Solventnaphtha (Erdöl), besteht vorwiegend aus aromatischen C&sub8;-C&sub1;&sub0;-Kohlenwasserstoffen; Siedepunktbereich: 152-168ºC

Exxon 150 schweres aromatisches Solventnaphtha (Erdöl), besteht vorwiegend aus aromatischen C&sub9;-C&sub1;&sub5;-Kohlenwasserstoffen; Siedepunktbereich: 176-210ºC

Exxon 200 schweres aromatisches Solventnaphtha (Erdöl), besteht vorwiegend aus aromatischen C&sub9;-C&sub1;&sub5;-Kohlenwasserstoffen; Siedepunktbereich 217-293ºC.

In den Tabellen bezeichnet SUPER die obere Schicht bei der Entmischung, und PCPT bezeichnet die untere Schicht.

Beispiel 1

Eine Reihe von 12 Zusammensetzungen, worin die Menge einer ersten Pyrrolidonkomponente (N-Methylpyrrolidon), einer zweiten Pyrolidonkomponente (N-Octylpyrrolidon) und eines aromatischen Lösungsmittels unter Einsatz eines oberflächenaktiven Mittels in 14,3 bis 22,2 Gew.-% und einer landwirtschaftlich aktiven Chemikalie in 25,8 bis 41,6 Gew.-% variiert wurde (siehe Tabelle 1). Das oberflächenaktive Mittel war Gafac RE- 610 (ethoxylierter Phosphatester), und die landwirtschaftlich aktive Chemikalie (AAC) war N-(1-Ethylpropyl)-2,6-dinitro-3,4-xylidin (PRL).

Zur Veranschaulichung wurde die in Tabelle 1-2 enthaltende Formulierung Nr. 11 hergestellt, indem die folgenden Bestandteile in einer Ein-Unzen-Flasche zusammen eingewogen wurden:

Tabelle 1-1

Der Inhalt wurde in einer automatischen Schüttelvorrichtung etwa 30 min lang gut gerührt, wodurch sich die AAC vollständig löste. Die so hergestellten Proben wurden bezüglich Frost-Tau-Stabilität bei der Lagerung, einfache Emulgierbarkeit und Emulsionsstabilität beim Verdünnen bewertet.

Die Zusammensetzung der Proben ist in Tabelle 1-2 angeführt, und die Ergebnisse der Analyse sind in Tabelle 1-3 angegeben. Die Frost-Tau-Stabilität wurde wie folgt gemessen: die Zusammensetzungen 1 bis 7 in Tabelle 1-2 bestanden den Frost-Tau-Stabilitätstest, wenn sie für 3 Zyklen über 24 h-Zeiträume bei -10ºC bis 55ºC gelagert wurden. Die in Tabelle 1-2 enthaltenen Zusammensetzungen 8 bis 12 bestanden den Frost-Tau- Stabilitätstest, wenn sie für 3 Zyklen über 24 h-Zeiträume bei -10ºC bis 55ºC gelagert wurden. Die Formulierung 11 zeigte maximale Frost-Tau-Stabilität mit PRL bei 40,7%.

TABELLE 1-2
Tabelle 1-3 EMULSIONSSTABILITÄT UND TRÜBUNGSEIGENSCHAFTEN

* Die Beschreibungen haben folgende Bedeutung:

schlecht-mittel: Emulsion bildet sich zwischen 1 und 5 min

hervorragend: Emulsion bildet sich nach 2 s

spontan: Emulsion bildet sich augenblicklich

** hervorragend: vollständige Emulgierung erzielt; dicke Emuslionswolke ohne Entmischung;

** gut: Emulsionswolke kann dünn sein oder Schwellbildung aufweisen, geringe Anzahl an Öltröpfchen innerhalb der Wolke;

** schlecht: viele Öltröpfchen innerhalb der Wolke, einige Tröpfchen trennen sich von der Wolke ab.

Beispiel 2

Eine zweite Reihe aus zwei Versuchen wurde unter Einsatz der folgenden Formulierung durchgeführt:

Tabelle 2-1

1. CGA (98% Tech.) 22,2%

2. N-Methylpyrrolidon 33,3%

3. N-Octylpyrrolidon 16,7%

4. Texaco Aromatic 400 16,7%

5. Gafac RE-610 (GAF) 11,1%

100,0%

Wie bereits erwähnt, entspricht CGA der Formel

Diese Zusammensetzung wurde hergestellt, indem die einzelnen Mengen der Bestandteile abgewogen, der anionische Emulgator (5) dem N-Methylpyrrolidon zugegeben, die landwirtschaftlich aktive Chemikalie diesem Gemisch zugemischt, das N-Octylpyrrolidon dem resultierenden Gemisch zugegeben und schließlich der aromatische Verdünner (4) zugegeben und die gesamte Zusammensetzung vermischt wurde, um sie homogen zu machen. Die so hergestellte Formulierung war klar. Proben der Formulierung wurden für jeweils drei 24 h-Zeiträume bei -10ºC und 55ºC gelagert. An den Proben wurde keine Fällung oder Entmischung eines der Bestandteile beobachtet.

Das so hergestellte Konzentrat wurde unter Verwendung von, WHO-Standard-Wasser in einem Standard- 37 cm · 2 cm-Neßler-Zylinder verdünnt. Zwei Verdünnungen emulgierbares Konzentrat: Wasser = 5 : 100 und 0,6 : 100 wurden hergestellt. Die Trübungseigenschaften und Emulsionsstabilität jeder dieser Verdünnungen sind in nachstehender Tabelle angeführt.

TABELLE 2-2 EMULSIONSSTABILITÄT UND TRÜBUNGSEIGENSCHAFTEN

Beispiel 3

Eine dritte Versuchsreihe wurde unter Einsatz der folgenden Zusammensetzungen durchgeführt:

TABELLE 3-1

Die Zusammensetzungen wurden hergestellt, indem die einzelnen Bestandteile 1 bis 4 abgewogen und der anionische Emulgator (5) im Gemisch gelöst wurde. Die gesamte Zusammensetzung wurde in einer automatischen Schüttelvorichtung vermischt, um eine homogene und klare Zusammensetzung zu erhalten. Proben der Formulierungen I und II wurden für jeweils drei 24 h-Zeiträume bei -10ºC und 55ºC gelagert. In den beiden Proben wurde keine Entmischung oder Fällung von Bestandteilen beobachtet. Die so erhaltenen Konzentrate wurden mit zwei verschiedenen Verdünnern jeweils in einem Standard-Neßler-Zylinder mit 37 cm · 2 cm verdünnt. In einem Fall war der Verdünner entionisiertes Wasser und im anderen Fall Essigsäure mit pH 2,5. Mit jedem Verdünner wurden zwei Verdünnungen emulgierbares Konzentrat Verdünner = 1 : 20 und 1 : 66 hergestellt. Die Trübungseigenschaften und Emulsionsstabilitt jeder dieser Verdünnungen sind in Tabelle 3-2 angegeben.

TABELLE 3-2 EMULSIONSSTABILITÄT UND TRÜBUNGSEIGENSCHAFTEN

Der obige Versuch wurde zur Bewertung der Formulierung durchgeführt, die als Direktfutter für Wirtstiere als Insektizid zu verwenden ist. Die Zusammensetzungen 3.1 und 3.11 wurden auch mit Sojabohnenöl verdünnt, was 1.000 ppm an AAC ergab, und bildeten weder Niederschlag noch Entmischung. So konnte die Formulierung dem Wirtstier (Hunden), wie sie war, oder als verdünnte Probe in Pflanzenöl, z. B. Sojabohnenöl, verabreicht werden.

Beispiel 4 Verwendung von N-Octylpyrrolidon und N-Dodecylpyrrolidon in Kombination

Eine vierte Versuchsreihe wurde unter Einsatz der folgenden fünf Zusammensetzungen durchgeführt:

Tabelle 4-1

Die Zusammensetzungen wurden hergestellt wie in Beispiel 1 beschrieben. Jedes der so hergestellten emulgierten Konzentrate wurde bezüglich einfacher Emulgierbarkeit und Emulsionsstabilität analysiert wie in Beispiel 1 beschrieben. Die Ergebnisse sind in Tabelle 4-2 zusammengefasst. Diese Formulierungen hielten drei Frost-Tau-Zyklen zwischen -10ºC und 55ºC durch.

TABELLE 4-2 EMULSIONSSTABILITÄT UND TRÜBUNGSEIGENSCHAFTEN

Beispiel 5: Tankmischverträglichkeit

Eine Formulierung, die 16,6% des Ammoniumsalzes von 2-[4,5-Dihydro-4-methyl-4-(1- methylethyl)-5-oxo-1-H-imidazol-2-yl]-3-chinolincarbonsäure (hierin als SCP bezeichnet) in Wasser enthielt, wurde hergestellt, indem eine geeignete Menge der freien Säure in einer Ammoniumhydroxid-Lösung gelöst wurde, die eine stöchiometrische Menge der Base enthielt. Der End-pH wurde auf 7,2 eingestellt. Zur besseren Unkrautbekämpfung ist es üblich, das PRL aus Beispiel 4 in Verbindung mit SCP im Verhältnis von 6 : 1 zu einzusetzen. Der folgende Versuch zeigt die Verträglichkeit verschiedener AACs in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung.

Die Formulierungen 4.1, 4.2, 4.3, 4.4 und 4.5 wurden verdünnt wie in Beispiel 4 beschrieben und in Tabelle 4-2 zusammengefasst, mit der Ausnahme, dass dem Wasser auch SCP zugegeben wurde. Die Wirkung der beiden vorhandenen AACs auf die Stabilität und Emulsionstrübung ist in Tabelle 5-1 zusammengefasst.

TABELLE 5-1 EMULSIONSSTABILITÄT UND TRÜBUNGSEIGENSCHAFTEN

Schlussfolgerung:

Die Verwendung des Zwei-Komponenten-Lösungsmittelsystems gemäß vorliegender Erfindung ist im Vergleich zur Verwendung einer der Komponenten allein vorteilhaft, was die AAC-Stabilität betrifft.

Beispiel 6

Die Tankmischverträglichkeit wurde auch gezeigt, indem die folgenden Formulierungen unter Einsatz von PRL und von gefriergetrocknetem SCP hergestellt wurden. Die folgende Formulierung wurde hergestellt wie in Beispiel 1 beschrieben.

Tabelle 6-1

Die in Beispiel 6 gezeigten Formulierungen, d. h. 6.1 bis 6.5, wurden verdünnt, und die Emulsionstrübung und -stabilität wurden bewertet wie zuvor beschrieben. Die Ergebnisse sind in Tabelle 6-2 zusammengefasst. Diese Formulierungen, d. h. 6.1 bis 6.5, hielten drei Frost-Tau-Zyklen bei 5ºC bis 55ºC durch.

Beispiel 6A

16,8 g SCP 97,4% Tech. wurden mit 52 ml in Ammoniumhydroxid gerührt, bis vollständige Lösung resultierte. Die Probe wurde unter Saugwirkung über ein Whatman-Filter Nr. 4 filtriert. Das Filtrat wurde bei 80ºC und 100 mm Vakuum für einen Zeitraum von 24 h gefriergetrocknet.

TABELLE 6-2 EMULSIONSSTABILITÄT UND TRÜBUNGSEIGENSCHAFTEN

Die Formulierungen 6.3 und 6.4 ergaben beim Verdünnen verbesserte Stabilität. Der pastöse Feststoff emulgierte nach 10-maligem Umdrehen wieder und erschien erneut 15 min nach den 10 Umdrehungen.

Beispiel 7

Die folgenden Formulierungen 7.1 bis 7.5 wurden genau so hergesteflt wie in Beispiel 1 beschrieben, mit der Ausnahme, dass N3,N3-Di-n-propyl-2,3-dinitro-6-trifluormethyl-mphenylendiamin (PRO) verwendet wurde. Diese Formulierungen hielten drei Frost-Tau- Zyklen bei 5ºC bis 55ºC durch.

Tabelle 7-1

Die obigen Formulierungen wurden verdünnt, und die Emulsionseigenschaften wurden wie zuvor bewertet. Die Ergebnisse sind in Tabelle 7-2 zusammengefasst. Die Ergebnisse zeigen, dassdie Verwendung von Dodecylpyrrolidon oder eines 75 : 25-Gemisches aus N-Dodecylpyrrolidon und N-Octylpyrrolidon, das als zweite Komponente verwendet wurde, im Vergleich zur Verwendung von N-Octylpyrrolidon alleine zu besserer Emulsionstabilität führte.

Tabelle 7-2 EMULSIONSSTABILITÄT UND TRÜBUNGSEIGENSCHAFTEN

Beispiel 8

Die folgenden Formulierungen 8.1 bis 8.2 wurden genau so hergestellt wie in Beispiel 1 beschrieben, mit der Ausnahme, dass ein Fungizid, nämlich N,N'-(1,4-Piperazindiyl-bis- (2,2,2-trichlor)ethyliden)bisformamid (TRI) eingesetzt wurde.

Tabelle 8-1

Die Einfachheit des Emulgierens und die Emulsionsstabilität der obigen sechs Formulierungen wurde nach dem Verdünnen bewertet wie zuvor beschrieben, und die Ergebnisse sind in Tabelle 8-2 zusammengefasst.

Tabelle 8-2 EMULSIONSSTABILITÄT UND TRÜBUNGSEIGENSCHAFTEN
Tabelle 8-2 (Fortsetzung) EMULSIONSSTABILITÄT UND TRÜBUNGSEIGENSCHAFTEN

Beispiel 9

Die folgende Formulierung 9.1 wurde genau so hergestellt wie in Beispiel 1 beschrieben, mit der Ausnahme, dass N-(2'-Ethylhexylpyrrolidon) anstelle von N-Octylpyrrolidon eingesetzt wurde.

TABELLE 9-1 Formulierung und prozentuelle Zusammensetzung

9. 1

1. N-Methylpyrrolidon 33,0%

2. N-(2'-Ethylhexylpyrrolidon) 15,0%

3. Aromatisches Mineralöl - Exxon 200 12,0%

4. PRL Tech. 92% (siehe Beispiel 1) 26,0%

5. Gafac RE-610 (GAF) 14,0%

GESAMT 100,0%

Diese Formulierung gefror bei 5ºC nicht. Die Einfachheit des Emulgierens und die Stabilität beim Verdünnen werden in Tabelle 9-2 gezeigt.

TABELLE 9-2

Formulierung 9,1

Konzentration von PRL: 26,0%

zum Verdünnen verwendetes Wasser: WHO, 342 ppm Härte

Verdünnungsfaktor: 2,5 g / 47,5 g

Konzentration von PRL in der verdünnten Probe: 1,3%

Trübung zum Zeitpunkt 0: hervorragend

Trübung nach 20-maligem Umdrehen: hervorragend

Entmischung des pastösen Feststoffs nach 20-maligem Umdrehen und beim Stehenlassen für: 1 h Spur

3 h < 1 mm

4 h < 1 mm

24 h < 1 mm

Nach dem Stehenlassen für 24 h, 20-maligem Umdrehen und Filtration durch Siebe mit 60 Mesh, 100 Mesh und 250 Mesh blieb kein Sediment zurück, nicht einmal auf einem 250 Mesh-Sieb.

Die folgenden in Tabelle 10 und danach dargelegten Formulierungen veranschaulichen die Erfindung und liefern einen Vergleich zwischen der Verwendung einer Lösungsmittelkomponente und zwei Lösungsmittelkomponenten gemäß vorliegender Erfindung.

Tabelle 10
TABELLE 11
TABELLE 12
TABELLE 12 (Fortsetzung)
TABELLE 13
Tabelle 13A
MIKROSKOPISCHE BETRACHTUNG DES KRISTALLWACHSTUMS FÜR AUSGEWÄHLTE FORMULIERUNGEN
TABELLE 14
TABELLE 15
TABELLE 15 (Fortsetzung)
TABELLE 15 (Fortsetzung)
TABELLE 1.5A MIKROSKOPISCHE BETRACHTUNG DES KRISTALLWACHSTUMS FÜR AUSGEWÄHLTE FORMULIERUNGEN
TABELLE 15A (Fortsetzung) MIKROSKOPISCHE BETRACHTUNG DES KRISTALLWACHSTUMS FÜR AUSGEWÄHLTE FORMULIERUNGEN
TABELLE 16
TABELLE 16 (Fortsetzung)
TABELLE 16 (Fortsetzung)
TABELLE 16A MIKROSKOPISCHE BETRACHTUNG DES KRISTALLWACHSTUMS FÜR AUSGEWÄHLTE FORMULIERUNGEN
Tabelle 16A (Fortsetzung) MIKROSKOPISCHE BETRACHTUNG DES KRISTALLWACHSTUMS FÜR AUSGEWÄHLTE FORMULIERUNGEN
TABELLE 16A (Fortsetzung) MIKROSKOPISCHE BETRACHTUNG DES KRISTALLWACHSTUMS FÜR AUSGEWÄHLTE FORMULIERUNGEN


Anspruch[de]

1. Stabiles, emulgierbares Konzentrat, das eine landwirtschaftlich aktive Chemikalie, die im Wesentlichen unlöslich in Wasser ist, ein Tensid, einen organischen Verdünner und ein Lösungsmittel umfasst, das aus einer ersten und einer zweiten Komponente besteht, wobei die zweite Komponente ein hydrophobes Lösungsmittel mit einem HLB- Wert von 2 bis 8 ist, die erste Komponente ausreichend hohe Hydrophilie aufweist und in einer Menge enthalten ist, welche die Solubilisierung der landwirtschaftlich aktiven Chemikalie im Konzentrat bewirkt, und die folgenden Hansen-Lösungsmittelfaktoren aufweist:

HANSEN-FAKTOR ERSTE KOMPONENTE

Dispersität 40 bis 50%

Polarität 25 bis bis 40%

Wasserstoff-Brückenbindungen 10 bis 30%

und worin die Hansen-Lösurigsrnittelfaktoren für die zweite Komponente folgende sind:

HANSEN-FAKTOR ZWEITE KOMPONENTE

Dispersität 56 bis 75%

Polarität 8 bis 24%

Wasserstoff-Brückenbindungen 10 bis 30%

2. Konzentrat nach Anspruch 1, worin die Menge der zweiten Komponente 5 bis 95 Gew.-% des Lösungsmittels ausmacht:

3. Konzentrat nach Anspruch 1 oder 2; worin die erste Komponente aus der aus Pyrrolidonen der Formel:

worin R Wasserstoff oder Niederalkyl ist und R, Niederalkyl ist, worin Niederalkyl eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen ist; zyklischen Lactonen; zyklischen Niederalkylencarbonaten, worin Niederalkylen eine Alkylengruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen ist; Niederalkylimidazolonen, Ameisensäure- und Essigsäureniederalkylamiden sowie Niederalkylsulfoxiden, worin Niederalkyl eine Alkylgruppe mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen ist, bestehenden Gruppe ausgewählt ist.

4. Konzentrat nach Anspruch 1, worin die zweite Komponente aus der aus Pyrrolidonen der Formel:

worin R&sub2; Wasserstoff oder Alkyl mit 6 bis 14 Kohlenstoffatomen ist und R&sub3; Alkyl mit 6 bis 14 Kohlenstoffatomen ist, mit der Maßgabe, dass zumindest eines von R&sub2; und R&sub3; zumindest 6 Kohlenstoffatome enthalten muss und die Summe der Kohlenstoffatome in R&sub2; und R&sub3; 14 nicht übersteigen kann; Alkyl γ-butyrolactonen, zyklischen Alkylcarbonaten und Kombinationen davon bestehenden Gruppe ausgewählt ist, worin der Alkylabschnitt an einer Stelle liegen oder auf mehrere Stellen auf dem Ring verteilt sein kann, solange ein Abschnitt zumindest 6 Kohlenstoffatome enthält und die Gesamtanzahl an Alkyl-Kohlenstoffatomen 1·4 nicht übersteigt.

5. Konzentrat nach Anspruch 3, worin die erste Komponente aus der aus N-Methylpyrrolidon, Ethylencarbonat, Propylencarbonat, Butylencarbonat, N,N-Dimethylimidazolon, Dimethylformamid, Dimethylacetamid, Dimethylsulfoxid und Gemischen davon bestehenden Gruppe ausgewählt ist.

6. Konzentrat nach Anspruch 4, worin die zweite Komponente aus der aus N-Octylpyrrolidon, N-Dodecylpyr·rolidon, N-2-Ethylhexylpyrrolidon und Gennischen davon bestehenden Gruppe ausgewählt ist.

7. Konzentrat nach Anspruch 5, worin die erste Komponente N-Methylpyrrolidon ist.

8. Konzentrat nach einem der vorangegangenen Ansprüche, worin die Menge der landwirtschaftlich aktiven Chemikalie 5 bis 60 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Konzentrats, beträgt.

9. Konzentrat nach einem der vorangegangenen Ansprüche, worin das Lösungsmittel biologisch abbaubar ist.

10. Konzentrat nach einem der vorangegangenen Ansprüche, worin die Lösungsmittel-Menge im Bereich von 20 bis 90 Gew.-% und die Verdünner-Menge im Bereich von 80 bis 10 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht von Lösungsmittel und Verdünner im Konzentrat, liegt.

11. Konzentrat nach einem der vorangegangenen Ansprüche, worin der organische Verdünner ein Öl mit einem Löslichkeitsparameter der fraktionellen Dispersität von über 70% und einem Molvolumen von über 90 cm³/Mol ist.

12. Konzentrat nach Anspruch 11, worin der Verdünner aus der aus Sojabohnenöl, Rapsöl, langkettigen Alkoholen, langkettigen Ketonen, langkettigen Estern und Ethern sowie aromatischen Mineralölen bestehenden Gruppe ausgewählt ist.

13. Konzentrat nach Anspruch 11, worin der Verdünner ein aromatisches Mineralöl ist, das etwa 60% schweres aromatisches Solventnaphtha und etwa 40% Mitteldestillat-Solventextraktionsmittel umfasst.

14. Konzentrat nach einem der vorangegangenen Ansprüche, worin die Tensidmenge 1 bis 25 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Konzentrats, beträgt.

15. Konzentrat nach einem der vorangegangenen Ansprüche, worin die Konzentration der landwirtschaftlich aktiven Chemikalie über 5 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des gesamten Konzentrats, liegt.

16. Konzentrat nach einem der vorangegangenen Ansprüche, worin die Menge der landwirtschaftlich aktiven Chemikalie 5 bis 25 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Konzentrats, beträgt.

17. Konzentrat nach einem der vorangegangenen Ansprüche, worin die landwirtschaftlich aktive Chemikalie aus der aus Düngemitteln, Pflanzennährstoffen, Pflanzenwachstumsbesclileunigern, Herbiziden, Pflanzenwachstumshemmern, Insektiziden, Bakteriziden, Fungiziden, Nematoziden, Entlaubungsmitteln und Fumiganten bestehenden Gruppe ausgewählt ist.

18. Konzentrat nach Anspruch 17, worin die landwirtschaftlich aktive Chemikalie ein Insektizid ist, das aus der aus Cyclo-Verbindungen, Carbamaten, Tier- und Pflanzenderivaten, synthetischen Pyrethroiden, Phenoxyverbindungen, organischen Phosphaten, Thiophosphaten und Dithiophosphaten bestehenden Gruppe ausgewählt ist.

Konzentrat nach Anspruch 17, worin die landwirtschaftlich aktive Chemikalie ein Herbizid ist, das aus der aus Phenoxyverbindungen, substituierter Benzoesäure, substituierter Essigsäure, Phthalsäurederivaten, Anilinderivaten, Nitrilen, Amiden, Acetamiden, Aniliden, Carbamaten, Thiocarbamaten, heterozyklischen Stickstoffderivaten, Harnstoffderivaten und Phosphaten bestehenden Gruppe ausgewählt ist.

20. Konzentrat nach Anspruch 17, worin die landwirtschaftlich aktive Verbindung ein Fungizid ist.

21. Konzentrat nach einem der Ansprüche 1 bis 16, worin die landwirtschaftlich aktive Verbindung ein Fumigant, ein Wachstumsregler, ein Repellent oder ein Rodentizid ist.

22. Konzentrat nach einem der Ansprüche 1 bis 17, worin die landwirtschaftlich aktive Verbindung ein Pestizid ist.

23. Zusammensetzung, die ein emulgierbares Konzentrat nach einem der vorangegangenen Ansprüche und Wasser umfasst, worin die landwirtschaftlich aktive Chemikalie in einer wirksamen landwirtschaftlich aktiven Menge enthalten ist.

24. Verfahren zur Herstellung eines stabilen emulgierbaren Konzentrats, umfassend das Vermischen einer landwirtschaftlich aktiven Chemikalie, die im Wesentlichen unlöslich in Wasser ist, mit einem Tensid, einem organischen Verdünner und einem Lösungsmittel, das aus einer ersten und einer zweiten Komponente besteht, wobei die zweite Komponente ein hydrophobes Lösungsmittel mit einem HLB-Wert von 2 bis 8 ist, die erste Komponente ausreichend hohe Hydrophilie aufweist und in einer Menge enthalten ist, welche die Solubilisierung der landwirtschaftlich aktiven Chemikalie im Konzentrat bewirkt, und worin die Hansen-Lösungsmittelfaktoren für die erste und zweite Komponente folgende sind:

25. Verfahren nach Anspruch 24, worin die erste Komponente aus der aus Pyrrolidonen der Formel:

worin R Wasserstoff oder Niederalkyl ist und R&sub1; Niederalkyl ist, worin Niederalkyl eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen ist; zyklischen Lactonen; zyklischen Niederalkylencarbonaten, worin Niederalkylen eine Alkylengruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen ist; Niederalkylimidazolonen, Ameisensäure- und Essigsäureniederalkylamiden sowie Niederalkylsulfoxiden, worin Niederalkyl eine Alkylgruppe mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen ist, bestehenden Gruppe ausgewählt ist.

26. Verfahren nach Anspruch 24, worin die zweite Komponente aus der aus Pyrrolidonen der Formel:

worin R&sub2; Wasserstoff oder Alkyl mit 6 bis 14 Kohlenstoffatomen ist und R&sub3; Alkyl mit 6 bis 14 Kohlenstoffatomen ist, mit der Maßgabe, dass zumindest eines von R&sub2; und R&sub3; zumindest 6 Kohlenstoffatome enthalten muss und die Summe der Kohlenstoffatome in R&sub2; und R&sub3; 14 nicht übersteigen kann;

Alkyl-γ-butyrolactonen, zyklischen Alkylcarbonaten und Kombinationen davon bestehenden Gruppe ausgewählt ist, worin der Alkylabschnitt an einer Stelle liegen oder auf mehrere Stellen auf dem Ring verteilt sein kann, solange ein Abschnitt zumindest 6 Kohlenstoffatome enthält und die Gesamtanzahl an Alkvl-Kohlenstoffatomen 14 nicht übersteigt.

27. Verfahren nach Anspruch 24, worin die erste Komponente aus der aus N-Methylpyrrolidon, Ethylencarbonat, Propylencarbonat, Butylencarbonat, N,N-Dimethylimidazolon, Dimethylformamid, Dimethylacetamid, Dimethylsulfoxid und Gemischen davon bestehenden Gruppe ausgewählt ist.

28. Verfahren nach Anspruch 26, worin die zweite Komponente aus der aus N-Octylpyrrolidon, N-Dodecyfpyrrolidon, N-2-Ethylhexyfpyrrolidon und Gemischen davon bestehenden Gruppe ausgewählt ist.

29. Verfahren nach einem der Ansprüche 24 bis 28, worin die Lösungsmittel-Menge im Bereich von 20 bis 90 Gew.-% und die Verdünner-Menge im Bereich von 80 bis 10 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht von Lösungsmittel und Verdünner im Konzentrat, liegt.

30. Verfahren nach Anspruch 29, worin der Verdünner aus der aus Sojabohnenöl, Rapsöl, langkettigen Alkoholen, langkettigen Ketonen, langkettigen Estern und Ethern sowie aromatischen Mineralölen bestehenden Gruppe ausgewählt ist.

31. Verfahren nach einem der Ansprüche 24 bis 30, worin die Tensidmenge 1 bis 25 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Konzentrats, beträgt.

32. Verfahren nach einem der Ansprüche 24 bis 31, worin die Menge der landwirtschaftlich aktiven Chemikalie 5 bis 25 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Konzentrats, beträgt.

33. Verfahren nach einem der Ansprüche 24 bis 32, worin die landwirtschaftlich aktive Chemikalie aus der aus Düngemitteln, Pflanzennährstoffen, Pflanzenwachstumsbeschleunigern, Herbiziden, Pflanzenwachstumshemmern, Insektiziden, Bakteriziden, Fungiziden, Nematoziden, Entfaubungsmitteln und Fumiganten bestehenden Gruppe ausgewählt ist.







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