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Dokumentenidentifikation DE69703842T2 07.06.2001
EP-Veröffentlichungsnummer 0917507
Titel FORMEN EINER VERBUNDPLATTE
Anmelder Federal-Mogul Technology Ltd., Rugby, Warwickshire, GB
Erfinder ATKINSON, Alan William, Nr Rugby, Northamptonshire CV23 8TJ, GB;
BRIDGE, David Richard, Delph, Oldham OL3 5DQ, GB;
COLE, Andrew Timothy, Bilton, Rubgy CV22 7JP, GB
Vertreter Müller-Boré & Partner, Patentanwälte, European Patent Attorneys, 81671 München
DE-Aktenzeichen 69703842
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 17.07.1997
EP-Aktenzeichen 979319555
WO-Anmeldetag 17.07.1997
PCT-Aktenzeichen GB9701940
WO-Veröffentlichungsnummer 9806567
WO-Veröffentlichungsdatum 19.02.1998
EP-Offenlegungsdatum 26.05.1999
EP date of grant 03.01.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.06.2001
IPC-Hauptklasse B32B 15/00
IPC-Nebenklasse B32B 15/08   B21D 39/03   B32B 31/00   

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft das Formen einer Verbundplatte durch Miteinanderverbinden von wenigstens zwei übereinander liegenden Metallblättern bzw. -blechen. Die Erfindung betrifft auch eine derartige Verbundplatte.

Es gibt zahlreiche Anwendungen für Verbundplatten des oben beschriebenen Typs. Beispielsweise können derartige Platten in strukturellen bzw. konstruktiven Anwendungen verwendet werden. Eine spezielle Anwendung tritt in der Automobilindustrie auf, wo derartige Platten als Wärme- bzw. Hitzeschilder verwendet werden können, um Passagiere oder hitzeempfindliche Einrichtungen vor durch den Motor eines Fahrzeugs gebildeter Wärme zu schützen. Derartige Hitzeschilder müssen steif bzw. starr genug sein, um ihre Form beizubehalten und einer Zerstörung bzw. Beschädigung zu widerstehen, während sie den Durchgang einer signifikanten Menge an gebildeter Wärme verhindern. Ein einzelnes Metallblatt bzw. Metallblech, z. B. aus Aluminium oder einer Legierung davon, kann Infrarotstrahlung reflektieren und die Konvektion reduzieren, wobei es jedoch schlechte akustische Eigenschaften hat, da es wie eine Trommel wirkt.

Wenn eine Verbundplatte, die aus zwei miteinander verbundenen Metallblechen bzw. -blättern gebildet ist, als ein Autohitzeschild verwendet wird, werden bessere akustische Eigenschaften erhalten, da jedes Blech Vibrationen des anderen dämpft, und es besteht auch eine gewisse Reduktion in der Wärmeleitung aufgrund der Zwischenfläche zwischen den Blättern. Es ist auch möglich, ein wärmeisolierendes Material und/oder schalldämmendes Material zwischen den Blättern vorzusehen.

Um gute akustische Eigenschaften zu erreichen, müssen die Bleche einer Verbundplatte miteinander in engen bzw. kleinen Intervallen über ihre Fläche verbunden sein. Dies kann durch Verwendung eines Klebers erreicht werden. Jedoch können Kleber unter extremen Bedingungen versagen und ihre Anwesenheit verhindert, daß die Platte am Ende ihrer Lebensdauer schnell bzw. einfach rezykliert werden kann. Es ist auch möglich, eine große Anzahl von mechanischen Festlegungen, wie Nieten oder Klammern, die über die Fläche der Platte verteilt sind, zu verwenden, wobei dies jedoch teuer ist und zusätzliche Wärmeleitungswege durch die Platte zur Verfügung stellt. Es ist auch möglich, die Bleche miteinander zu verprägen, um diese miteinander zu verbinden, wobei dies jedoch ein teures Werkzeug erfordert.

Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Ausbilden bzw. Formen einer Verbundplatte durch Verbinden von wenigstens zwei übereinander liegenden Metallblechen bzw. -blättern zur Verfügung zu stellen, so daß diese über eine Fläche miteinander ohne die Verwendung eines Klebers oder von mechanischen Festlegungen oder eines Erfordernisses von teuren Werkzeugen verbunden sind.

Die Erfindung stellt ein Verfahren zum Formen einer Verbundplatte durch Verbinden von wenigstens zwei übereinander liegenden Metallblättern bzw. - blechen zur Verfügung, dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren ein Durchführen einer ersten Wellungs- bzw. Riffelungsoperation auf jedem der Metallblätter, so daß beide Blätter mit analogen Wellungen bzw. Riffeln ausgebildet werden, und ein Positionieren der Blätter in übereinander liegender Beziehung umfaßt, wobei sich die Wellungen jedes Blatts in einer gemeinsamen ersten Richtung erstrecken und die Wellungen von jedem Blatt in jenen des anderen Blatts aufgenommen bzw. eingebettet werden, wobei das Verfahren auch ein Durchführen einer zweiten Wellungs- bzw. Riffelungsoperation auf dem Zusammenbau bzw. der Anordnung der zwei übereinander liegenden, gewellten bzw. gerippten Blätter umfaßt, welche zweite Wellungs- bzw. Riffelungsoperation angewandt wird, um Wellungen bzw. Riffeln auszubilden, welche sich in einer zweiten Richtung erstrecken, die um einen Winkel von wenigstens 10º zu der ersten Richtung geneigt bzw. versetzt ist.

Ein Verfahren gemäß der Erfindung resultiert in Verbundplatten, welche aufstehende Rippen mit Vertiefungen bzw. Rillen zwischen diesen aufweisen, wobei diese Rillen einspringende Seitenwände aufweisen, so daß die Bleche durch das Ineinandergreifen bzw. Verzahnen der Bereiche der Bleche, die diese Seitenwände ausbilden, miteinander verbunden werden. Diese Seitenwände könnten auch als unter- bzw. hinterschnittene Falten, die über die Bleche laufen, betrachtet werden. Ein Verfahren gemäß der Erfindung ermöglicht, daß eine komplex geformte Verbundplatte einfach ohne das Erfordernis von teuren Werkzeugen hergestellt wird. Alles, was nötig ist, sind eine oder zwei Sätze (in Abhängigkeit davon, ob derselbe Satz für beide Wellungsoperationen verwendet wird) von Rillenwalzen bzw. Riffelwalzen. Derartige Riffelwalzen sind gut bekannt, da sie verwendet werden, um Metallbleche, beispielsweise für Dächer, zu Wellen und um Karton zu Wellen. Derartige Walzen haben sinusartige Rippen, die sich über ihre Oberflächen erstrecken. Ein Satz von Walzen umfaßt eine obere und eine untere Walze, deren Rippen ineinander eingreifen und ein Blech bzw. Blatt in Riffeln pressen, wenn es durch den Spalt zwischen den Walzen hindurchtritt.

In einem Verfahren in Übereinstimmung mit der Erfindung ist es nicht notwendig, daß die Blätter bzw. Bleche über ihre gesamte Fläche verbunden werden oder daß die Bleche vollständig übereinander liegen. Tatsächlich kann das Verfahren verwendet werden, um überlappende Kanten bzw. Ränder von benachbarten Blechen zu verbinden.

Verbundplatten, die mit einem Verfahren gemäß der Erfindung hergestellt werden, sind für eine Verwendung als Autowärmeschilder geeignet, da sie gute akustische Eigenschaften besitzen. In zahlreichen Fällen sind diese Eigenschaften und die wärmeisolierenden Eigenschaften durch kleine Luftspalte, die zwischen den Blechen an den Enden von den einspringenden Seitenwänden ausgebildet werden, verbessert.

Obwohl Bleche mit dem Winkel zwischen den Riffelvorgangsrichtungen von so wenig wie 10º verbunden werden können, ist es bevorzugt, daß in einem Verfahren gemäß der Erfindung dieser Winkel wenigstens 30º, z. B. 45º, ist und insbesondere bevorzugt dieser Winkel im wesentlichen 90º ist, von welchem in zahlreichen Fällen gefunden wurde, daß er eine optimale Verbindung kombiniert mit Flexibilität in verschiedenen Richtungen ergibt.

Beim Ausführen eines Verfahrens in Übereinstimmung mit der Erfindung können diese Bleche in überlagerter bzw. übereinander liegender Beziehung zueinander entweder vor oder nach der ersten Wellungsoperation positioniert werden. Vorzugsweise werden diese Bleche jedoch zuerst in überlagernder Beziehung angeordnet und die erste Wellungsoperation wird simultan an beiden Blechen ausgeführt, während sie in der überlagerten Beziehung sind, indem die Bleche zwischen Riffelwalzen geführt werden. Dies bildet die erforderlichen Wellungen bzw. Riffeln in beiden Blättern, welche sich in einer gemeinsamen ersten Richtung erstrecken und die Wellungen von jedem Blech sind in jenen des anderen Blechs eingebettet. Es ist jedoch möglich, die Bleche gesondert zu Wellen bzw. zu riffeln und sie dann ineinander einzufügen.

Die zweite Wellungs- bzw. Riffeloperation kann durchgeführt werden, indem die Bleche zwischen Riffelwalzen durchgeführt werden, welche angeordnet sind, um Wellungen analog zu jenen, die mit der ersten Wellungsoperation gebildet wurden, auszubilden, d. h. die Tiefe und der Abstand der Rippen auf den Riffelwalzen kann der gleiche für die erste und die zweite Wellungsoperation sein. Tatsächlich könnten dieselben Walzen für beide Wellungsoperationen bzw. - vorgänge verwendet werden. Es ist jedoch möglich, die Wellungstiefe und/oder den Abstand zwischen den ersten und zweiten Wellungsoperationen zu verändern, um beispielsweise die Steifigkeit der Platte in unterschiedlichen Richtungen zu variieren oder um eine gleichmäßige Steifigkeit auszubilden.

In einem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung kann diese erste Wellungsoperation Wellungen bzw. Rippen bilden, welche allgemein sinusförmig sind, wenn sie in querverlaufendem Querschnitt gesehen werden. Es ist jedoch möglich, Wellungen bzw. Riffelungen mit anderen Querschnitten zu verwenden.

Wo eine Platte mit wärmeisolierenden oder schalldämmenden Eigenschaften erforderlich ist, kann das Verfahren auch ein Positionieren einer Schicht aus wärmeisolierendem oder schalldämmendem Material zwischen den Blechen vor der zweiten Wellungsoperation umfassen.

Ein Verfahren in Übereinstimmung mit der Erfindung kann verwendet werden, um eine Platte mit mehr als zwei übereinander liegenden Blechen bzw. Blättern auszubilden, und kann eine abschließende Preß- oder Walzoperation umfassen, um die Dicke der Platte zu reduzieren, was bewirkt, daß die einspringenden Seitenwände ihre Neigung vergrößern bzw. verstärken.

Die Erfindung stellt auch eine Verbundplatte zur Verfügung, die aus wenigstens zwei übereinander liegenden Blättern bzw. Blechen aus Metall gefertigt ist, welche miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Blätter bzw. Bleche miteinander verbunden sind, indem jedes Blatt bzw. Blech in eine Mehrzahl von im wesentlichen parallelen, aufwärtsstehenden Rippen bzw. Stegen, die durch Rillen bzw. Vertiefungen getrennt sind, ausgebildet ist, wobei die Vertiefungen in jedem Blatt bzw. Blech in den Rippen des anderen Blatts aufgenommen sind, die Vertiefungen einspringende Seitenwände aufweisen und die Rippen in der Breite entlang ihrer Länge variieren.

In einer Platte gemäß der Erfindung werden die Blätter bzw. Bleche über eine Fläche der Platte durch Ineinandereingreifen der Rippen eines Blatts in die Vertiefungen des anderen verbunden. Die einspringenden Seitenwände der Vertiefungen hindern die Bleche an einem Trennen bzw. Lösen in einer Richtung normal zu der Ebene der Platte. Die Änderung in der Breite der Rippen und daher der Vertiefungen hindert die Bleche an einem Trennen in einer Richtung, die sich in der Längsrichtung der Rippen erstreckt. Die Platte ist auch durch die Rippen versteift. Obwohl eine Platte in Übereinstimmung mit der Erfindung eine sehr komplexe Form aufweist, kann sie sehr einfach durch ein Verfahren in Übereinstimmung mit der Erfindung hergestellt werden.

Vorzugsweise variieren die Rippen in der Breite in einer regelmäßigen Weise. Diese Rippen können in der Höhe entlang der Länge der Rippen variieren, wobei die größte Höhe an den engsten Punkten der Rippe auftritt. Diese Struktur ermöglicht, daß die Platte um Linien, die sich in Querrichtung der Rippen erstrecken, als auch um Linien, die sich in Längsrichtung derselben erstrecken, gebogen wird. Die Änderung in der Höhe kann im wesentlichen sinusförmig sein. Selbstverständlich müssen die Vertiefungen den Breiten- und Höhenänderungen der Rippen entsprechen. Daher variieren diese Vertiefungen in der Tiefe entlang ihrer Länge, wobei die größte Tiefe an den engsten bzw. schmalsten Punkten der Vertiefungen auftreten. In einigen Fällen können die niedrigsten Punkte der Rippen niedriger sein als die höchsten Punkte der Vertiefungen, wobei jedoch selbstverständlich derartige niedrigste und höchste Punkte voneinander in Längsrichtung der Rippen oder Vertiefungen versetzt sind.

Um die Gesamtdicke der Platte zu reduzieren, können die Rippen jeweils ein Oberteil bzw. einen Scheitel aufweisen, welches(r) im wesentlichen flach in einer Richtung quer zu der Länge der Rippe ist.

Um ihre Eigenschaften zu verbessern, kann die Platte auch eine Schicht aus wärmeisolierendem oder schalldämmendem Material sandwichartig zwischen die Blätter bzw. Bleche eingelegt aufweisen. Eine derartige Schicht kann aus Gewebe oder blattartigem Material sein, z. B. expandierter Graphit. Wo die Platte drei oder mehrere Metallblätter aufweist, können zwei oder mehrere derartige Schichten vorgesehen sein.

Eine Verbundplatte gemäß der Erfindung kann aus zwei Blättern bzw. Blechen aus denselben oder unterschiedlichen Metallen, z. B. Aluminium oder einer Legierung davon oder Stahl, gefertigt sein und die zwei Blätter können dieselben oder unterschiedliche Dicken aufweisen. Beispielsweise können die Blätter eine Dicke von wenigstens 125 um aufweisen. Dicken von 0,3 bis 1 mm wurden als nützlich für Autowärmeschilder gefunden.

Es folgt nun eine detaillierte Beschreibung, die unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen zu lesen ist, einer Verbundplatte und ihres Herstellungsverfahrens, welche illustrativ bzw. erläuternd für die Erfindung sind.

In den Zeichnungen ist

Fig. 1 eine vergrößerte Draufsicht eines Teils der illustrativen Platte;

Fig. 2 eine Querschnittsansicht entlang der Linie II-II in Fig. 1;

Fig. 3 eine Querschnittsansicht entlang der Linie III-III in Fig. 1;

Fig. 4 eine Querschnittsansicht entlang der Linie IV-IV in Fig. 1;

Fig. 5 eine Querschnittsansicht eines Teils eines Wärmeschilds, das die illustrative Platte enthält; und

Fig. 6 eine Computeraufzeichnung bzw. -abtastung eines Bereichs der illustrativen Platte.

Das erläuternde Verfahren bildet die illustrative bzw. erläuternde Verbundplatte 10 durch Miteinanderverbinden von zwei übereinander liegenden Blättern bzw. Blechen aus Metall 12 und 14, wobei die Blätter aus einer Aluminiumlegierung gefertigt sind und jeweils 0,3 mm dick sind. Am Beginn des illustrativen Verfahrens haben die Bleche 12 und 14 die gleiche Größe und Form und sind eben.

Das erläuternde Verfahren umfaßt ein Durchführen einer ersten Wellungs- bzw. Riffeloperation auf jedem der Bleche 12 und 14, so daß beide Bleche mit gleichen Wellungen bzw. Riffelungen ausgebildet sind. Diese Wellungen sind von konventioneller Form, wobei sie sinusförmig in Querschnittsrichtung sind, und erstrecken sich parallel zueinander in einer ersten Richtung über jedes Blech 12 und 14. Das erläuternde Verfahren umfaßt auch ein Positionieren der Blätter 12 und 14 in übereinander liegender Beziehung, wobei sich die Wellungen von jedem Blatt in einer gemeinsamen ersten Richtung erstrecken und die Wellungen von jedem Blatt in jenen des anderen Blatts eingebettet bzw. aufgenommen sind, d. h. die Scheitel bzw. Oberteile der Wellungen des Blatts 14 liegen direkt unter den Scheitel der Wellungen des Blatts 12. Diese Stufen bzw. Schritte des erläuternden Verfahrens werden zuerst durch Positionieren der Blätter 12 und 14 in übereinander liegender Beziehung durchgeführt, wobei das Blatt 12 direkt und vollständig auf dem Blatt 14 liegt. Als nächstes wird die erste Wellungsoperation gleichzeitig an beiden Blättern bzw. Blechen ausgeführt, während sie in übereinander liegender Beziehung verbleiben, indem die Blätter bzw. Bleche zwischen Riffel- bzw. Rillenwalzen eines konventionellen Typs hindurchgeführt werden.

Das erläuternde Verfahren umfaßt auch ein Durchführen einer zweiten Wellungsoperation an der Anordnung der zwei übereinander liegenden Blätter bzw. Bleche 12 und 14. Diese wird durch ein Hindurchführen der Anordnung zwischen analogen Rillenwalzen wie jene, die in dem ersten Wellungsschritt bzw. der ersten Wellungsoperation verwendet wurden, ausgeführt. Jedoch verläuft in der zweiten Wellungsoperation die Bewegungsrichtung der Blätter 12 und 14 relativ zu den Walzen um 90º zu ihrer Bewegungsrichtung relativ zu den Wellungswalzen in der ersten Wellungsoperation. Daher ist die zweite Wellungsoperation angeordnet, um Wellungen auszubilden, welche sich in einer zweiten Richtung erstrecken, die um einen Winkel von 90º zu der ersten Richtung geneigt ist (die Richtung der Wellungen, die durch die erste Wellungsoperation ausgebildet sind).

Die erläuternde Verbundplatte 10, die durch das erläuternde Verfahren gebildet ist, ist in den Zeichnungen gezeigt. In der Platte 10 liegt das Blatt 12 direkt über dem Blatt 14 (so daß in Fig. 1 nur das Blatt 12 sichtbar ist) und die zwei Blätter bzw. Bleche 12 und 14 sind miteinander verbunden, indem sie so geformt sind, daß sie miteinander verriegelt bzw. verzahnt sind. Spezifisch ist jedes Blatt bzw. Blech 12 und 14 in eine Mehrzahl von im wesentlichen parallel nach oben gerichteten Rippen bzw. Stegen 20, die durch Vertiefungen bzw. Rillen 22 getrennt sind, ausgebildet. Die Rippen 20 und Vertiefungen 22 variieren in der Höhe über ihre Länge, wobei die Rippen 20 Peaks bzw. Spitzen 20a und hohle Bereiche bzw. Täler 20b aufweisen und die Vertiefungen Peaks 22a und Täler 22b aufweisen. Obwohl die Rippen 20 in jedem Punkt höher sind als die unmittelbar benachbarten Bereiche bzw. Abschnitte der Vertiefungen 22 auf jeder Seite der Rippe, sind die Peaks 22a der Vertiefungen 22 tatsächlich höher als die Täler 20b der Rippen 20.

Die Vertiefungen bzw. Rillen 22 in jedem Blatt 12 und 14 sind in den Rippen 20 des anderen Blatts aufgenommen. Die Verriegelung bzw. Verzahnung der Blätter 12 und 14 bedeutet, daß sie nicht getrennt werden können, ohne deformiert zu werden. Die Längsrichtung der Rippen 20 stellt die Längsrichtung der Wellungen dar, die durch die erste Wellungsoperation ausgebildet sind, wobei jedoch diese Wellungen durch die zweite Wellungsoperation deformiert wurden. Die Form der Rippen 20 und Vertiefungen 22 ist komplex und wird nachfolgend beschrieben.

Fig. 1 zeigt in der Draufsicht einen Bereich der oberen Oberfläche der Verbundplatte 10. Da diese obere Oberfläche nur durch das Blatt 12 gebildet ist, da das Blatt 14 durch das Blatt 12 überdeckt ist, zeigt Fig. 1 die Rippen 20 und Vertiefungen 22 des Blatts 12. Die untere Oberfläche der Verbundplatte 10, die nicht gezeigt ist, ist nur durch das Blatt 14 gebildet und hat ein analoges Aussehen zu der oberen Oberfläche, mit der Ausnahme, daß die untere Oberfläche um die Hälfte des Abstands zwischen benachbarten Rippen 20 versetzt ist. Daher kann eine Beschreibung der Rippen 20 und Vertiefungen des Blatts bzw. Bleches 12 auch als Beschreibung für jene des Blatts 14 dienen.

Jede Rippe 20 hat ein relativ breites Oberteil. Dieses Oberteil bzw. dieser Scheitel variiert in der Höhe über seine Länge mit Peaks 20a und Tälern 20b. Wie dies in Fig. 2 gezeigt ist, ist das Oberteil der Rippe 20 an seinen Peaks 20a nach unten gekrümmt, während, wie dies in Fig. 3 gezeigt ist, das Oberteil in seinen Tälern 20b im wesentlichen eben bzw. flach ist. Wie dies in Fig. 1 bis 3 gezeigt ist, variiert das Oberteil regelmäßig in der Breite entlang der Rippe 20, die ihre größte Breite an den Tälern 20b und ihre kleinste Breite an den Peaks 20a aufweist. Aus Fig. 4 kann ersehen werden, daß das Oberteil in der Höhe über die Länge der Rippe 20 variiert. Fig. 1 zeigt auch, daß die engsten bzw. schmalsten Punkte von benachbarten Rippen voneinander entlang von Linien, die sich normal auf die Längsrichtung der Rippen erstrecken, beabstandet sind.

Wie dies in Fig. 1 bis 3 gezeigt ist, haben die Vertiefungen 22 jeweils einen relativ breiten Boden, welcher der Form der Oberteile der Rippen 20 entspricht, so daß die Vertiefungsböden, die durch das Blatt 12 gebildet sind, über den Oberteilen bzw. Scheiteln, die durch das Blatt 14 gebildet sind, liegen können und vice versa. Daher hat jeder Boden breite Peaks 22a, welche im wesentlichen flach bzw. eben in einer Richtung quer zur Länge der Vertiefung 22 sind (siehe Fig. 2 und 3) und enge bzw. schmale Täler 22b, welche nach oben gekrümmt bzw. gewölbt sind. Aus Fig. 4 (wo der Vertiefungsboden des Blatts 14 an der unteren Seite der Figur gezeigt ist) kann ersehen werden, daß der Boden in der Höhe variiert, wobei seine Peaks 22a direkt gegenüber den Tälern 22b der Rippen 20 des Blatts 12 liegen, d. h. die Täler 20b des Blatts 12 direkt über den Peaks 22a des Blatts 14 liegen. Auch liegen die Peaks 20a des Blatts 12 direkt über den Tälern 22b des Blatts 14.

Wie dies durch die Fig. 2 und 3 gezeigt ist, haben die Vertiefungen 22 Seitenwände 24 (welche auch die Seitenwände der Rippen 20 bilden). Diese Seitenwände 24 sind einwärts springend, so daß die Vertiefungen 22 an ihren Öffnungen zwischen den Oberteilen der Rippen schmäler sind als an ihren Böden. Jede Wand 24 folgt den Wellungen der Vertiefung 22 entlang ihrer Länge und trifft die Scheitel von einer der Rippen 20 und den Boden von einer der Vertiefungen 22 unter Winkeln, welche beide kleiner als 90º sind. Wie dies in Fig. 2 und 3 gezeigt ist, sind die Wände 24, die durch das Blatt 12 gebildet sind, und die Wände 24, die durch das Blatt 14 gebildet sind, nebeneinander liegend. Obwohl dies in Fig. 2 und 3 nicht gezeigt ist, bilden sich kleine Luftspalte zwischen den Blättern bzw. Blechen 12 und 14 an Punkten 25 an den oberen und unteren Enden der Seitenwände 24, wo die Krümmung der Blätter 12 und 14 am größten ist.

Die einspringenden Seitenwände 24 der Vertiefungen 22 verhindern, daß sich die Blätter 12 und 14 in einer Richtung normal auf die Ebene der Platte 10 trennen bzw. lösen. Die Änderung in der Breite der Rippen 20 und daher auch der Vertiefungen 22 verhindert, daß sich die Blätter 12 und 14 in einer Richtung, die sich in Längsrichtung der Rippen erstreckt, trennen bzw. lösen.

Fig. 5 zeigt einen Hitzeschild 30, welcher eine flache Box, die durch ein Bodenblech 32 und ein Deckblech 34 gebildet ist, umfaßt. Seitenwände der Box sind durch sich nach oben erstreckende Kanten des Blatts 32 gebildet. Das Deckblatt 34 ist über die Kanten bzw. Ränder des Bodenblatts 32 gebogen, um die Blätter bzw. Bleche 32 und 34 miteinander zu verbinden, um die Box zu schließen. Die Blätter 32 und 34 sind aus Aluminium gebildet.

Der Hitzeschild 30 umfaßt auch zwei Platten 10, wie sie unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 4 beschrieben wurden und in Fig. 6 gezeigt sind. Der Schild 30 umfaßt auch eine Schicht aus thermisch isolierendem Papier 36, welches zwischen die zwei Platten 10 eingelegt ist. Das Papier 36 kann beispielsweise aus dem Material gefertigt sein, das unter dem Markennamen "Fiberfrax 970" vermarktet wird. Eine dieser Platten 10 liegt auf der oberen Oberfläche des Bodenblatts 32 auf, wobei das Papier 36 darauf liegt, und die andere Platte 10 ist auf dem Papier 36 und unterhalb der unteren Oberfläche des Blatts 34 angeordnet.

Der Hitzeschild 30 kann entweder mit der unteren Oberfläche des Blatts 32 oder der oberen Oberfläche des Blatts 34 zu der Wärmequelle schauend verwendet werden. Der Hitzeschild 30 hat Luft in sich eingeschlossen, da die Rippen 20 die Blätter 32 und 34 voneinander getrennt halten. Modifikationen des Hitzeschilds 30 können das Papier 36 weglassen oder können nur eine Platte 10 oder mehr als zwei Platten 10 umfassen. Die Blätter 32 und 34 hindern Schmutz daran, daß er sich in den Falten der Platten 10 ansammelt.

Fig. 6 zeigt das Aussehen der erläuternden bzw. illustrativen Platte 10, wie sie durch einen Computer abgetastet bzw. aufgezeichnet ist. Die Figur zeigt die Rippen 20 und die Vertiefungen 22 und auch die Peaks 20a und 22a und die Täler 20b und 22b.


Anspruch[de]

1. Verfahren zum Formen einer Verbundplatte bzw. panel (10) durch Miteinanderverbinden bzw. -bonden von wenigstens zwei übereinander liegenden Metallblättern bzw. -blechen (12, 14), dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren ein Durchführen einer ersten Wellungs- bzw. Riffelungsoperation auf jedem der Metallblätter, so daß beide Blätter mit analogen bzw. ähnlichen Wellungen bzw. Riffeln bzw. Rippen ausgebildet werden, und ein Positionieren der Blätter in übereinander liegender Beziehung umfaßt, wobei sich die Wellungen jedes Blatts in einer gemeinsamen ersten Richtung erstrecken und die Wellungen von jedem Blatt in jenen des anderen Blatts aufgenommen bzw. eingebettet bzw. verschachtelt bzw. satzweise ineinander angeordnet werden, wobei das Verfahren auch ein Durchführen einer zweiten Wellungs- bzw. Riffeloperation auf dem Zusammenbau bzw. der Anordnung der zwei übereinander liegenden, gewellten bzw. geriffelten Blätter umfaßt, welche zweite Wellungs- bzw. Riffelungsoperation angewandt wird, um Wellungen bzw. Riffel auszubilden, welche sich in einer zweiten Richtung erstrecken, die um einen Winkel von wenigstens 10º zu der ersten Richtung geneigt. bzw. versetzt ist.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel im wesentlichen 90º ist.

3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei Blätter (12, 14) zuerst in einer übereinander liegenden Beziehung angeordnet werden und die erste Wellungs- bzw. Riffelungsoperation gleichzeitig an beiden Blättern ausgeführt wird, während sie in der übereinander liegenden Beziehung gehalten werden, indem die Blätter zwischen Wellungs- bzw. Riffelungswalzen hindurchgeführt werden, wodurch Wellungen in beiden Blättern ausgeführt werden, welche sich in einer gemeinsamen ersten Richtung erstrecken, und die Wellungen von jedem Blatt in jenen des anderen eingebettet werden.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Wellungsoperation durch Hindurchführen der Blätter zwischen Wellungs- bzw. Riffelungswalzen ausgeführt wird, welche angeordnet sind, um analoge bzw. ähnliche Wellungen zu jenen, die in der ersten Wellungsoperation gebildet wurden, auszubilden.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren auch ein Positionieren einer Schicht aus einem wärmeisolierenden oder schalldämmenden Material zwischen den Blättern vor der zweiten Wellungsoperation umfaßt.

6. Verbundplatte bzw. -panel (10), die aus wenigstens zwei übereinander liegenden Metallblättern bzw. -blechen (12, 14) gebildet ist, welche miteinander verbunden bzw. gebondet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Blätter miteinander verbunden sind, indem jedes Blatt in eine Mehrzahl von im wesentlichen parallelen, aufwärts stehenden Rippen (20), die durch Rillen bzw. Vertiefungen (22) getrennt sind, geformt ist, wobei die Rillen in jedem Blatt in den Rippen des anderen Blatts aufgenommen sind, die Rillen einspringende Seitenwände (24) aufweisen und die Rippen in der Breite entlang ihrer Länge variieren.

7. Platte nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippen (20) in der Breite in einer regelmäßigen Weise variieren.

8. Platte nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippen (20) in der Höhe entlang der Länge der Rippe variieren, wobei die größte Höhe an den engsten bzw. schmalsten Punkten der Rippe auftreten.

9. Platte nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schicht aus wärmeisolierendem oder schalldämmendem Material zwischen den Blättern (12, 14) eingeschlossen ist.

10. Platte nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (10) in einem Wärme- bzw. Hitzeschild (30) inkorporiert bzw. aufgenommen ist.







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