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Dokumentenidentifikation DE10000529A1 12.07.2001
Titel Griff, insbesondere Schraubwerkzeuggriff
Anmelder Wera-Werk Hermann Werner GmbH & Co. KG, 42349 Wuppertal, DE
Erfinder Strauch, Martin, 42349 Wuppertal, DE
Vertreter H.-J. Rieder und Kollegen, 42329 Wuppertal
DE-Anmeldedatum 08.01.2000
DE-Aktenzeichen 10000529
Offenlegungstag 12.07.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.07.2001
IPC-Hauptklasse B25G 1/08
IPC-Nebenklasse B25G 1/10   B25B 15/02   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Griff, insbesondere Schraubenwerkzeuggriff mit mehreren axial hintereinanderliegenden, zusammensteckbaren Tragteilen (2, 3, 4), welche jeweils Abschnitte von nach außen offenen Kammern (12) ausbilden zur Aufnahme von Einlageelementen (8), welche von den zusammengesetzten Tragteilen (2, 3, 4) formschlüssig in den Kammern (12) gehalten sind, wobei ein Tragteil (2) einen Aufsteckkern (5) ausbildet, auf welchem ein Aufsteckteil sitzt. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass ein Einlageelement (8) die Glieder einer stegverbundenen (10), den Aufsteckkern (5) umgebenen geschlossene Felderkette (13) sind.

Beschreibung[de]

Griff, insbesondere Schraubwerkzeuggriff mit mehreren axial hintereinanderliegenden, zusammensteckbaren Tragteilen, welche jeweils Abschnitte von nach außen offenen Kammern ausbilden zur Aufnahme von Einlageelementen, welche von den zusammengesetzten Tragteilen formschlüssig in den Kammern gehalten sind, wobei ein Tragteil einen Aufsteckkern ausbildet auf welchen ein Aufsteckteil sitzt.

Einen derartigen Griff zeigt die DE 43 43 650 C2. Der Aufsteckkern wird von einem vorderen Griffstück ausgebildet, in welches auch eine Klinge einsteckbar ist. Auf den mehrkantigen Aufsteckkern des vorderen Griffstückes kann ein rückwärtiges Aufsteckteil aufgeschoben werden. Dieses Aufsteckteil bildet auch die Kuppe des Griffes aus. In dem Aufsteckteil sind griffaußenseitig Kammern ausgebildet mit hinterschnittenen Kammerwänden. In diese Kammern können in axialer Richtung Kunststoffweicheinlagen hineingesteckt werden. Wird das Aufsteckteil auf den Aufsteckkern aufgeschoben, so werden die zum Einstecken der Einlageteile randseitig offenen Kammern durch einen Kammerabschnitt des vorderen Griffendstückes verschlossen, so daß die Einlageteile formschlüssig in den griffmantelseitigen Kammern liegen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen derartigen Griff gebrauchsvorteilhaft und herstellungstechnisch weiterzubilden. Gelöst wird die Aufgabe in der in den Ansprüchen wiedergegebenen Erfindung.

Der Anspruch 1 ist darauf abgestellt, daß die Einlageelemente die Glieder einer stegverbundenen, den Aufsteckkern umgebenden, geschlossenen Felderkette sind.

Mit einer derartigen Ausgestaltung lassen sich Griffe ausbilden, die ein Erscheinungsbild besitzen, wie der in der EP 0 644 817 dargestellte Griff, bei dem in Kammern eines Kernes aus Hartkunststoff Weichmaterial eingespritzt ist. Die dort ausgebildeten Einzelfelder werden über Stege zu einer umlaufenden Kette miteinander verbunden. Die Erfindung sieht insbesondere vor, daß die Stege eine Trennfuge zwischen der Kammerrandumfassung des den Aufsteckkern ausbildenden Tragteil und der Kammerrandumfassung des Aufsteckteiles ausbilden. Dies hat den Vorteil, daß von außen her praktisch keine Sichtfugen entstehen. Die Fugen entstehen genau an den Stellen, wo sie auch beim Gegenstand der EP 0 644 817 zu beobachten sind. Dort besteht der Griff allerdings aus einem materialeinheitlichen Grundkörper. Ferner kann vorgesehen sein, daß der Aufsteckkern von einem ersten Griffendstück ausgebildet wird und das Aufsteckteil von einem Griffmittelstück. Zwischen einem zweiten Griffendstück und dem Griffmittelstück kann ein weiteres Einlegeelement vorgesehen sein. Vorteilhaft ist ferner, wenn das Griffmittelstück den Bereich größten Durchmessers ausbildet. Montagetechnisch vorteilhaft ist die Ausbildung des Aufsteckkernes als Hohlkörper. Eine Mehrkantform wird bevorzugt. Auf dieses insbesondere sechskantförmige Profil kann das Einlageteil dann lagekorrekt aufgeschoben werden. Die Griffkuppe kann von dem zweiten Griffendstück ausgebildet werden. Dieses Griffendstück kann zudem einen Fortsatz ausbilden, welcher in der Höhlung des Aufsteckraumes steckt und dort verrastet. Nach dem erfindungsgemäßen Konzept können Schraubwerkzeuge mit unterschiedlichen Funktionsteilen mit ansonsten gleich gestalteten Griffteilen kombiniert werden. Hierdurch sind Sonderanfertigungen in kleiner Stückzahl möglich, ohne daß auf die bewährte Grifform verzichtet werden muß. Das Griffendstück und das Griffmittelstück können genauso wie die Einlageelemente standardisiert werden, so daß lediglich der Funktionsteil ausgewechselt werden muß. Als Funktionsteil kommt insbesondere ein winkelförmiger Fortsatz oder ein axialer Fortsatz in Betracht. In dem Funktionsteil kann darüber hinaus ein Freilaufgetriebe untergebracht sein, in jedem Falle ist es vorteilhaft, wenn das Funktionsteil Träger einer Schraubendreherklinge ist. Das Zusammenstecken wird insbesondere dadurch erleichtert, daß die Einlageelemente in Kammern mit ebenen Böden einliegen, wobei die Böden parallel zur Griffachse ausgerichtet sind.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand beigefügter Zeichnungen erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 Die teilweise aufgebrochene Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels,

Fig. 2 die teilweise aufgebrochene Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels,

Fig. 3 einen Schnitt gemäß der Linie III-III in Fig. 2,

Fig. 4 einen Schnitt gemäß der Linie IV-IV in Fig. 2 und

Fig. 5 eine Ansicht des Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 1.

Die beiden in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele zeichnen sich durch ein unterschiedlich gestaltetes, vorderes Griffendstück 2 des Griffes 1 aus. Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 besitzt das vordere Griffendstück eine Abwinklung. In diesem abgewinkelten Fortsatz 18 sitzt ein Freilaufgetriebe 19, welches im wesentlichen nur angedeutet ist. Die genaue Ausgestaltung des Freilaufgetriebes ist der DE 199 31 157.9 zu entnehmen. Aus der Stirnseite des winkelförmigen Fortsatzes 18 ragt eine Schraubendreherklinge 11 heraus. Auf der Mantelwandung des winkelförmigen Fortsatzes 18 sitzt ein Umschalter 21 für das Freilaufgetriebe.

Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 sitzt die Klinge in der Griffachse. Das vordere Griffstück 2 bildet hier nur eine kehlenförmige Zwirbelzone aus.

Wesentlich an allen Ausführungsbeispielen ist ein insbesondere vom vorderen Griffstück 2 ausgebildeter Aufsteckkern 5, welcher einen sechskantförmigen Querschnitt und ein Hohlprofil ausbildet. Auf diesen Aufsteckkern 5 ist zunächst ein erstes Einlageelement 8 aufgesteckt. Diese Einlageelement 8 besitzt eine Vielzahl von ringförmig angeordneten und mit Stegen 10 verbundenen Einzelfeldern 13. Jedes dieser Einzelfelder 13 liegt in einer gesonderten Kammer 12 ein. Jede der Kammern ist zweigeteilt. Ein Kammerabschnitt wird von dem besagten vorderen Griffendstück ausgebildet. Das andere Kammerteil wird von einem Aufsteckteil 4 ausgebildet, welches auf den Aufsteckkern 5 aufschiebbar ist.

Beim Einschieben der Einzelfelder 13 des Einlageelementes 8 in die Kammerabschnitte 12 des vorderen Griffendstückes greifen vorspringende Federn des Randes des Einzelfeldes 13 in entsprechend hinterschnittene Aussparungen 20 der Kammerwandung 12' ein. Beim Aufschieben gleiten die Einzelfelder 13 auf den ebenen Böden 12' der Kammerabschnitte.

Nach dem Aufschieben des zuvorderst liegende Einlageelement wird das besagte Aufsteckteil aufgeschoben, wobei die rückwärtig der Stege 10 liegenden Abschnitte der Einlageelemente 8 in entsprechend ausgebildete Kammerabschnitte 12 des Aufsteckteiles 4 eintreten. Das Aufsteckteil 4 wird bis anschlagend an den die Einzelfelder 13 miteinander verbindenen Steg geschoben. Der Steg ragt bis auf den Aufsteckkern 5. Dadurch wird die zwischen den beiden Tragteilen 2 und 4 liegende Trennfuge 9 vom Steg 10 ausgefüllt.

Der Aufsteckkern 5 ist hohl ausgebildet. In die Höhlung 6 des Aufsteckkernes kann ein Einsteckfortsatz 7 eines rückwärtigen Griffendstückes 3 eingeschoben werden. Frontseitig besitzt dieser Einsteckfortsatz 7 eine Rastnase 17, die in einer Rastkammer 16 einragt und dort hinter eine Raststufe tritt. Beim Einschieben des Einsteckfortsatzes 7 in die Höhlung des Kernes treten Abschnitte von Einzelfeldern 13 eines zweiten Einlageelementes 8, welche zuvor in entsprechende Kammerabschnitte 12 des Aufsteckteiles 4 eingeschoben sind in korrespondierende Kammerabschnitte 12 des rückwärtigen Griffendstückes, so daß bei Verrastung der Rastnase 17 alle Einlageelemente 8 formschlüssig von einer Kammerwand 12' umgeben sind.

Die Einzelfelder 13 haben eine aus EP 0 644 817 her bekannte Außenkontur, nämlich die von Kehlen. Der druchmessergrößte Bereich liegt zwischen den beiden einschiebbaren Felderketten und ist dem Aufsteckteil zugeordnet.

Es wird als vorteilhaft angesehen, daß mit den zuvor beschriebenen Griffkomponenten eine sehr hohe Variationsvielfalt hinsichtlich der optischen Gestaltung von Griffen, aus der EP 0 644 817 bekannt sind ermöglicht ist. Beispielsweise können die Einlegefelder eine von der Kammerrandumfassung 14 unterschiedliche Farbe und auch ein von den Tragteilen 2, 3, 4 verschiedenes Material aufweisen, insbesondere aus einem weicheren Kunststoff gefertigt sein. Schließlich bringt die erfindungsgemäße Neuerung die Möglichkeit, den grifftechnisch relevanten Elementen des Griffes unterschiedliche Funktionselemente 2 zuzuordnen. Die Verkettung der Einzelfelder 13 zu einer einheitlichen Felderkette vereinfacht darüber hinaus die Produktion. Vordere und hintere Felderkette 8 können gleich gestaltet sein, so daß nur eine einzige Spritzform notwendig ist, wenn die Teile im Kunststoffspritzguß hergestellt werden sollen. Auch ist die Montage sehr einfach, da alle Teile über einen zentralen Aufsteckkern 5 zuordbar sind.

Alle offenbarten Merkmale sind erfindungswesentlich. In die Offenbarung der Anmeldung wird auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen.


Anspruch[de]
  1. 1. Griff, insbesondere Schraubwerkzeuggriff mit mehreren axial hintereinanderliegenden, zusammensteckbaren Tragteilen (2, 3, 4), welche jeweils Abschnitte von nach außen offenen Kammern (12) ausbilden zur Aufnahme von Einlageelementen (8), welche von den zusammengesetzten Tragteilen (2, 3, 4) formschlüssig in den Kammern (12) gehalten sind, wobei ein Tragteil (2) einen Aufsteckkern (5) ausbildet auf welchen ein Aufsteckteil sitzt, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlageelemente (8) die Glieder einer stegverbundenen (10), den Aufsteckkern (5) umgebenen geschlossene Felderkette (13) sind.
  2. 2. Griff nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß die Stege (10) eine Trennfuge (9) zwischen der Kammerrandumfassung (14) des den Aufsteckkern (5) ausbildenden Tragteiles und der Kammerrandumfassung (14) des Aufsteckteiles (4) ausbildeten.
  3. 3. Griff nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufsteckkern (5) von einem ersten Griffendstück (2) ausgebildet wird und das Aufsteckteil von einem Griffmittelstück und zwischen einem zweiten Griffendstück (3) und dem Griffmittelstück (4) ein weiteres Einlageelement (8) vorgesehen ist.
  4. 4. Griff nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß das Griffmittelstück (4) den Bereich größten Druchmessers des Griffs ausbildet.
  5. 5. Griff nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß der insbesondere hohle Aufsteckkern (5) ein Mehrkant- insbesondere Sechskantprofil ausbildet, auf welchem das Einlageteil (8) aufschiebbar ist.
  6. 6. Griff nach einem oder mehreren der vorhergehenen Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß das die Griffkuppe (15) ausbildende zweite Griffendstück (3) einen Einsteckfortsatz (7) ausbildet, welcher in der Höhlung (6) des Aufsteckkerns (5) steckt und vorzugsweise dort verrastet.
  7. 7. Griff nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Griffendstück (2) einen winkelförmigen Fortsatz (18), eine Schraubendreherklingel (11) und/oder ein Freilaufgetriebe (19) ausbildet.
  8. 8. Griff nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlageelemente in Kammern (12) einliegen mit ebenen, parallel zur Griffachse verlaufenden Böden (12").
  9. 9. Griff nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammerwände (12') Hinterschneidungen (20) ausbilden.






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