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Dokumentenidentifikation DE10001573A1 19.07.2001
Titel Alterungsfähiger Kupfereffektlack für Dachzubehör
Anmelder Lück, Wilhelm, 57250 Netphen, DE
Erfinder Lück, Wilhelm, 57250 Netphen, DE
Vertreter Solms, J., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 57074 Siegen
DE-Anmeldedatum 15.01.2000
DE-Aktenzeichen 10001573
Offenlegungstag 19.07.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.07.2001
IPC-Hauptklasse C09B 63/00
Zusammenfassung Um bei Bedachungsartikeln aus Stahl, Zink und anderen unedlen Metallen einen optischen Alterungseffekt wie bei metallischem Kupfer zu erreichen, wird eine Beschichtung vorgeschlagen, die metallische Kupferpigmente und ein nicht UV-Licht beständiges Bindemittel auf Kunstharzbasis enthält.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Beschichtung insbesondere für Bedachungsartikel wie Dachrinnen, Fallrohre, Rinneisen, Schneefanggitter, Trittroste, Dachfenster und dergleichen, bei der in einem Löse- bzw. Bindemittel metallische Kupferpigmente in einem Anteil > 40 Gew.-% enthalten sind.

Die erwähnten Bedachungsartikel und deren Zubehör bestehen überwiegend aus korrosionsgeschützten Metallen wie verzinktem Stahl, Zink oder Kupfer. Insbesondere für stark korrosionsgefährdete Bedachungsartikel wie Dachrinnen wird bevorzugt Kupfer verwendet, da es aufgrund seiner Stellung in der elektrochemischen Spannungsreihe nahezu zu den Edelmetallen zählt und praktisch korrosionsfest ist. Lediglich die ursprünglich metallisch kupferfarben glänzende Oberfläche bildet durch Witterungseinflüsse im Laufe der Zeit unter Dunkelfärbung dünne Oberflächenschichten aus, die z. B. aus Kupferoxiden und Kupfersalzen besteht. Diese Oberflächenschicht dient jedoch dem darunter liegenden Metall als Schutz vor weiterer Korrosion, so daß Kupferdachrinnen über viele Jahrzehnte ohne Undichtigkeiten verwendet werden können.

Ein Nachteil von Kupfer ist jedoch der vergleichsweise hohe Preis, so daß dadurch seine Verwendung für die beschriebenen Artikel begrenzt wird.

Wenn jedoch beispielsweise die Dachrinnen und Fallrinnen eines Hauses aus metallischem Kupfer und das restliche Dachzubehör z. B. aus verzinktem Stahl besteht, können sich durch die unterschiedlichen Materialen architektonische bzw. ästhetische Defizite ergeben, so daß dann häufig ganz auf den Einsatz von Kupferartikeln verzichtet wird, um ein einheitliches Bild des Daches bzw. Hauses zu erhalten.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Beschichtung insbesondere für Bedachungsartikel zu schaffen, die auf nicht kupferhaltige Materialien aufgebracht werden kann und sich in gleicher Weise wie metallisches Kupfer im Laufe der Zeit dunkel verfärbt.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß ein nicht UV-Licht beständiges Bindemittel auf Kunstharzbasis verwendet wird.

Im Gegensatz zu den herkömmlichen Kupferlacken, bei denen großer Wert auf eine Witterungsbeständigkeit gelegt wird und die sich praktisch nicht verfärben, gelingt es durch den Einsatz des gegen UV-Licht nicht beständigen Bindemittels, ähnliche Alterungsverfärbungen wie bei metallischem Kupfer hervorzurufen.

Daher kann ein einheitliches Erscheinungsbild beispielsweise eines Daches bewirkt werden, ohne daß für die Bedachungsartikel metallisches Kupfer als Grundmaterial verwendet werden muß. Durch die Verwendung des nur begrenzt UV-beständigen Bindemittels wird in erster Linie zunächst die Oberflächenschicht der Beschichtung angegriffen, so daß die in der Beschichtung vorhandenen metallischen Kupferpigmente freigegeben werden und, wie lange Versuchsreihen gezeigt haben, unter nahezu identischen Verfärbungen altern.

Die den Witterungseinflüssen nunmehr unterliegenden Kupferpigmente in der Beschichtungsoberfläche verhindern gleichzeitig zunehmend einen weiteren Verlust des Bindemittels, da sie den Zutritt der natürlichen UV-Strahlung in untere Schichten verhindern. Die Beschichtung verbessert daher trotz der nicht beständigen Bindemittel den Korrosionsschutz der beschichteten Metalle.

Als Bindemittel sind dabei praktisch alle Kunstharze verwendbar, die keine UV-Licht absorbierenden Verbindungen enthalten. Derartige Verbindungen sind z. B. Derivate des Benzophenons, substituierte Benzotriazole, Phenyl-substituierte Acrylate, Salicylate oder organische Nickelkomplexe, die den üblichen Beschichtungsstoffen als sogenannte UV-Stabilisatoren zugemischt werden. Als geeignete Kunstharze kommen insbesondere alle Polymere bis auf Fluorpolymere oder Siloxane in Frage.


Anspruch[de]
  1. 1. Beschichtung insbesondere für Bedachungsartikel wie Dachrinnen, Fallrohre, Rinneisen, Schneefanggitter, Trittroste, Dachfenster und dergleichen, bei der in einem Löse- bzw. Bindemittel metallische Kupferpigmente in einem Anteil > 40 Gew.-% enthalten sind, dadurch gekennzeichnet, daß ein nicht UV-Licht beständiges Bindemittel auf Kunstharzbasis verwendet wird.
  2. 2. Beschichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Bindemittel ein Polymer verwendet wird.






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