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Pestizide Zusammensetzungen mit Diarylalkanen - Dokument DE69611272T2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69611272T2 19.07.2001
EP-Veröffentlichungsnummer 0753255
Titel Pestizide Zusammensetzungen mit Diarylalkanen
Anmelder Nippon Petrochemicals Co., Ltd., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Sugisawa, Kunio, Yokohama-shi, Kanagawa 233, JP;
Togami, Yasuo, Kisarazu-shi, Chiba 292, JP;
Shouko, Toshikatsu, Kawasaki-shi, Kanagawa 211, JP
Vertreter Strehl, Schübel-Hopf & Partner, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69611272
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 10.07.1996
EP-Aktenzeichen 961111242
EP-Offenlegungsdatum 15.01.1997
EP date of grant 20.12.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.07.2001
IPC-Hauptklasse A01N 25/02

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung (1) Erfindungsgemäßes Gebiet

Die Erfindung bezieht sich auf pestizide Zusammensetzungen, wie Insektizide, Germizide, Repellents und Herbizide, die zum Abschrecken oder Töten von schädlichen Organismen verwendet werden. Anders ausgedrückt umfaßt die Bezeichnung "pestizide Zusammensetzung" Zusammensetzungen, welche schädliche Organismen abhalten oder sie töten, um ihren Angriff zu verhindern.

(2) Beschreibung des Standes der Technik

Pestizide Zusammensetzungen gegen schädliche Organismen, wie Agrochemikalien, werden in Zubereitungen verschiedener Form eingesetzt. Beispiele für die Formen der Zusammensetzungen sind feste Formen, wie Pulver, Pulvergranulat, Granulat, hydratisierte Zubereitungen und Pillen, flüssige Formen, wie Lösungen, Emulsionen, ölige Zubereitungen und fließfähige Zubereitungen, und Aerosole, Überzugsmassen, gasförmige Mittel, Räuchermittel und Mikrokapseln. In einer Mikrokapsel-Zubereitung ist ein Wirkstoff in eine Membran eines Hochpolymeren eingekapselt oder dünne Schichten eines Wirkstoffes sind zwischen Polymerschichten eingeschlossen.

Spezieller wird eine pulverförmige Zusammensetzung mit Hilfe eines Verfahrens hergestellt, bei dem ein Wirkstoff mit einem pulverisierten Tonmaterial, wie Talkum oder Bentonit, gemischt wird und das Gemisch dann zu einem feinen Pulver mit einem durchschnittlichen Durchmesser von etwa 10 um pulverisiert wird. Dieses kann als solches durch Versprühen mit einer Sprühvorrichtung verwendet werden. Das DL-Pulver, bei dem das Verstreuen dadurch gering gehalten wird, daß sehr feine Pulverfraktionen mit einer Teilchengröße unterhalb eines bestimmten Wertes entfernt werden, und die Flugstaub (FD)- Zusammensetzung zur Verwendung im Gartenbau fallen in die oben erwähnte Kategorie. Das Pulvergranulat wird unter Verwendung von Tonpulver hergestellt, dessen Teilchengröße größer als die der vorstehenden Pulverzusammensetzung ist. Die Granulatzusammensetzung ist eine feste Zubereitung aus Teilchen mittlerer Größe, deren Wert zwischen dem der vorstehenden Pulverzusammensetzung und dem Pulvergranulat liegt.

Die hydratisierte Zusammensetzung wird hergestellt, indem ein Tonmineral, ein oberflächenaktives Mittel und ein Verdünnungsmittel zu einer Wirkkomponente gegeben werden, die in Wasser schlecht löslich ist, wobei ein pulverförmiger Feststoff gebildet wird. Wenn diese Zusammensetzung angewendet wird, wird eine geeignete Wassermenge zugesetzt, um eine Suspension herzustellen, und die erhaltene Suspension wird versprüht. Ein weiteres Beispiel für Zusammensetzungen dieser Kategorie sind hydratisierte Tabletten (trockene fließfähige Pillen) mit einer größeren Teilchengröße und eine wasserlösliche Zusammensetzung, die durch Zugabe einer Hilfskomponente zu einem wasserlöslichen Wirkstoff hergestellt wird.

Die flüssige Zusammensetzung ist eine konzentrierte Lösung einer Wirkkomponente, die durch Auflösen der Wirkkomponente bzw. des Wirkstoffes in einem geeigneten flüchtigen Lösungsmittel erhalten wird. Beispiele für eine flüssige Zusammensetzung sind eine Emulsion und eine ölige Zusammensetzung. Die Emulsion wird durch Emulgieren der Wirkkomponente in Wasser oder in einem organischen Lösungsmittel mit einem oberflächenaktiven Mittel hergestellt. Die ölige Zusammensetzung wird durch Auflösen einer Wirkkomponente in einem organischen Lösungsmittel erhalten. Beide Zubereitungen können durch Verdünnen mit Wasser oder mit einem organischen Lösungsmittel und nachfolgendes Versprühen oder Ausstreichen angewendet werden.

Die Bestandteile der obigen Zusammensetzungen werden im allgemeinen in drei Gruppen klassifiziert: Wirkkomponenten bzw. Wirkstoffe (chemische Mittel zum Töten oder Abschrecken von schädlichen Organismen), Verdünnungsmittel und Hilfsstoffe. Die Wirkkomponenten sind die sogenannten Agrochemikalien. Das Verdünnungsmittel erleichtert die Herstellung der pestiziden Zusammensetzung durch geeignete Verdünnung der Wirkkomponente. Beispiele für Verdünnungsmittel sind feste Verdünnungsmittel (Trägermaterialien) und flüssige Verdünnungsmittel. Die Hilfsstoffe werden eingesetzt, um der Wirkkomponente einige Eigenschaften, wie Emulgierbarkeit, Dispergierbarkeit, Ausstreichbarkeit und Löslichkeit, zu verleihen, um die Zersetzung der Wirkkomponente während der Lagerung oder nach dem Versprühen zu verhindern oder um das Anhaften der Wirkkomponente an landwirtschaftlichen Produkten zu verbessern. Auch wenn das Hilfsmittel selbst keine pestizide Wirkung hat, schließt die Kategorie der Hilfsmittel auch solche ein, welche die Wirkung der Zusammensetzung erhöhen können, wenn sie mit dieser verwendet werden. Übrigens ist es manchmal schwierig, die vorerwähnten Verdünnungsmittel von den Hilfsstoffen zu unterscheiden.

Die Zubereitung der pestiziden Zusammensetzung unter Verwendung eines flüssigen Verdünnungsmittels oder eines Hilfsstoffes wird weiter beschrieben.

Bei der Herstellung einer öligen Zusammensetzung werden organische Lösungsmittel verwendet, um die Wirkkomponente zu lösen. Bei der Herstellung einer emulgierten Zusammensetzung wird eine Lösung der Wirkkomponente hergestellt und die Lösung wird mit Wasser emulgiert. Im Fall einer Pulverzusammensetzung und einer granulierten Zusammensetzung wird die Wirkkomponente in einem Lösungsmittel gelöst und Trägerteilchen werden mit der Lösung überzogen, oder der Träger wird mit der Lösung geknetet oder imprägniert, so daß eine pulverförmige oder granulierte Zusammensetzung gebildet wird.

Die zur Herstellung der öligen Zusammensetzung und der emulgierten Zusammensetzung verwendeten organischen Lösungsmittel werden beispielhaft belegt durch die bisher verwendeten Kohlenwasserstoffe, und Alkohole, Ketone, Ether und Paraffine und aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Benzol, Toluol, Xylol und Dodecylbenzol. Neben diesen Lösungsmitteln wird die Verwendung von Phenylxylylethan (japanische Patentveröffentlichung Sho 56-19841) und von Verbindungen mit spezifischer Struktur (japanische Patentveröffentlichung Sho 58-14401) vorgeschlagen.

Außerdem werden die Anwendungen zur Herstellung von festen Zusammensetzungen in den U. S. Patenten 4,760,084, 4,871,766 und 4,886,656 beschrieben.

Es ist jedoch festzuhalten, daß das Ausstreichen oder Versprühen unter Verwendung von Phenylxylylethan, das in der japanischen Patentveröffentlichung Sho 56-19841 offenbart ist, im Hinblick auf die Brandsicherheit nicht zufriedenstellen ist. Um den Feuerschutz zu gewährleisten, ist eine Substanz mit einem höheren Flammpunkt und höherem Siedepunkt erwünscht.

Auch im Hinblick auf den Geruch, unter Berücksichtigung der Unannehmlichkeiten für die Arbeiter beim Verstreichen oder Versprühen, ist eine geruchlose Zusammensetzung, die keinen ekelhaften Geruch hat, notwendig. Wenn die pestizide Zusammensetzung in irgendeiner Form gegen schädliche Organismen eingesetzt wird, wird sie in großen Mengen über Felder, Bauernhöfe, Obstgärten, Wälder, Bauholz, Häuser etc. ausgestreut oder versprüht. Im Hinblick auf das Verhindern der Umweltverschmutzung ist es daher erforderlich, eine geruchlose Zusammensetzung zu verwenden.

Kurze Zusammenfassung der Erfindung

Es ist daher die primäre Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine pestizide Zusammensetzung gegen schädliche Organismen zu schaffen, die ein Diarylalkan der folgenden allgemeinen Formel (I) und eine Wirkkomponente (aktive Substanz) zum Töten oder Abschrecken von schädlichen Organismen enthält:

worin R&sub1; ein von Methan oder Ethan abgeleiteter zweiwertiger Rest ist, jedes von R&sub2; und R&sub3; ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 3 oder 4 Kohlenstoffatomen darstellt, R&sub4; eine Alkylgruppe mit 3 oder 4 Kohlenstoffatomen ist, und die Gruppen R&sub2;, R&sub3; und R&sub4; gleich und verschieden sein können.

Zweiter Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist es, eine pestizide Zusammensetzung gegen schädliche Organismen zur Verfügung zu stellen, in der das Diarylalkan gemäß der ersten Ausführungsform eine Verbindung ist, die aus der aus Butyl-diphenylmethan, Butyl-1,1-diphenylethan und Butyl-1,2- diphenylethan bestehenden Gruppe ausgewählt ist.

Dritte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es, eine pestizide Zusammensetzung gegen schädliche Organismen zugänglich zu machen, in der das Diarylalkan gemäß der ersten Ausführungsform ein Gemisch aus 20 bis 80 Gew.-% Butyl-diphenylmethan, 5 bis 50 Gew.-% Butyl-1,1-diphenylethan und 5 bis 50 Gew.-% Butyl-1,2-diphenylethan ist.

Gemäß einer vierten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird eine pestizide Zusammensetzung gegen schädliche Organismen zur Verfügung gestellt, in der mehr als 80 Gew.-% Butyl-diphenylmethan vorliegen.

Kurze Beschreibung der Zeichnung

Diese und andere Gegenstände und Merkmale der Erfindung werden aus der nachfolgenden Beschreibung im Zusammenhang mit den beigefügten Zeichnungen ersichtlich.

Darin ist Fig. 1 eine graphische Darstellung der Testergebnisse, die sich auf einen Vergleich des Geruches von Diarylalkanen beziehen.

Ausführliche Beschreibung der Erfindung

Da die Wirkkomponente der pestiziden Zusammensetzung viele polare Gruppen enthält, löst eine Verbindung mit einem Benzolkern die Wirkkomponente leicht. Die Qualität und die Intensität des Geruches hängen jedoch von dem Molekulargewicht einer Verbindung ab. Anders ausgedrückt, wenn in dem Diarylalkan der vorstehend angegebenen Formel (I) die Zahl der Kohlenstoffatome in den Alkylgruppen ansteigt, wird das Molekulargewicht erhöht, so daß die Qualität und Intensität des Geruches verbessert werden und der Flammpunkt erhöht wird, so daß eine sicherere Verbindung geschaffen wird. Jedoch ist das Lösungsvermögen gegenüber einer Wirkkomponente groß, wenn die Aromatizität (das Verhältnis von Ringkohlenstoff im Benzolring zu der Gesamtzahl der Kohlenstoffatome in einem Molekül) groß ist. Daher führt ein Anstieg des Molekulargewichts zu einer Tendenz, die dem obigen Fall konträr ist.

Erfindungsgemäß wird der Ausgewogenheit zwischen beiden Fällen Rechnung getragen und die Reste in dem Diarylalkan der Formel (I) werden wie folgt definiert.

R&sub1; ist eine zweiwertige Gruppe, die aus Methan oder Ethan gebildet ist, jedes von R&sub2; und R&sub3; ist ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 3 oder 4 Kohlenstoffatomen, R&sub4; ist eine Alkylgruppe mit 3 oder 4 Kohlenstoffatomen und die Gruppen R&sub2;, R&sub3; und R&sub4; können gleich oder verschieden sein.

Speziell sind Beispiele für die Substituentengruppen R&sub2;, R&sub3; und R&sub4; die n-Propyl-, Isopropyl-, n-Butyl-, sec.-Butyl-, Isobutyl- und tert.-Butylgruppe.

Die erfindungsgemäß verwendeten Diarylalkane haben hohe Siedepunkte, hohe Flammpunkte und niederen Dampfdruck, so daß sie hohe Brandsicherheit besitzen. Außerdem ist die störende Wirkung bei dem Ausstreuen und Versprühen gering, weil der schlechte Geruch und die Reizwirkung nicht intensiv sind. Die erfindungsgemäß verwendeten Diarylalkane sind speziell von schwachem Geruch und selbst dann, wenn irgendein Geruch feststellbar ist, ist dies kein unangenehmer. Darüber hinaus wird in der Lösung der Komponente keine Zersetzung und kein Abbau der Wirkkomponente verursacht, so daß der Grad der Verminderung des Abschreck- oder Vernichtungseffekts im Lauf der Zeit bei der Anwendung niedrig ist. Weiterhin tritt kaum Verfärbung (Braunfärbung) beim Lösen des Wirkstoffes auf.

Beispiele für die obigen Diarylalkane der Formel (I) sind Propyl-diphenylmethan, Propyl-1,1-diphenylethan, Propyl- 1,2-diphenylethan, Butyl-diphenylmethan, Butyl-1,1- diphenylethan, Butyl-1,2-diphenylethan, Dipropyl-diphenylmethan, Dipropyl-1,1-diphenylethan, Dipropyl-1,2-diphenylethan, Dibutyl-diphenylmethan, Dibutyl-1,1-diphenylethan und Dibutyl-1,2-diphenylethan. Diese Verbindungen können einzeln oder in Form eines Gemisches verwendet werden.

Besonders bevorzugte Diarylalkane sind Butyl-diphenylmethan, Butyl-1,1-diphenylethan und Butyl-1,2-diphenylethan. Als Butylgruppen können beliebige unter n-Butyl-, sec.- Butyl-, Isobutyl- und tert.-Butylgruppen verwendet werden, bevorzugt ist jedoch die sec.-Butylgruppe. Das Diarylalkan, das sec.-Butylgruppen als Substituenten aufweist, hät relativ niedere Viskosität, wodurch die Handhabung erleichtert wird, so daß die sec.-Butylgruppe als Substituentengruppe wünschenswert ist. Daher sind die am stärksten bevorzugten Diarylalkane sec.-Butyl-diphenylmethan, sec.-Butyl-1,1- diphenylethan und sec.-Butyl-1,2-diphenylethan.

Wie in den vorstehenden Abschnitten beschrieben wurde, können die erfindungsgemäßen Diarylalkane der Formel (I) entweder einzeln oder in Kombination von zwei oder mehr verwendet werden. Im Hinblick auf den synergistischen Effekt, daß der Fließpunkt erniedrigt und die Produktionskosten vermindert werden können, ist die erfindungsgemäße Zusammensetzung vorzugsweise ein Gemisch aus mehreren Diarylalkanen, das deren Isomere einschließt.

In Hinblick darauf ist ein Gemisch aus Butyl-diphenylmethan, Butyl-1,1-diphenylethan und Butyl-1,2-diphenylethan zu bevorzugen und ihre Mischungsverhältnisse sind in den Bereichen 20 bis 80 Gew.-% Butyl-diphenylmethan, 5 bis 50 Gew.-% Butyl-1,1-diphenylethan und 5 bis 50 Gew.-% Butyl- 1,2-diphenylethan.

Da, wie vorstehend beschrieben, die sec.-Butylgruppe als Substituentengruppe zu bevorzugen ist, ist ein stärker bevorzugtes Gemisch von Diarylalkanen ein Gemisch aus 20 bis 80 Gew.-% sec.-Butyl-diphenylmethan, 5 bis 50 Gew.-% sec.- Butyl-1,1-diphenylethan und 5 bis 50 Gew.-% sec.-Butyl-1,2- diphenylethan.

In Fällen, in denen ein höheres Lösungsvermögen gegenüber einer Wirkkomponente erforderlich ist, ist ein Gemisch wünschenswert, das einen hohen Anteil an Butyl-diphenylmethan enthält. Wenn daher das Lösungsvermögen als wichtiger Faktor betrachtet wird, kann das Diarylalkangemisch vorzugsweise mehr als 80 Gew.-% Butyl-diphenylmethan enthalten. Da die sec.-Butylgruppe als Substituentengruppe bevorzugt wird, wie vorstehend angegeben, ist ein stärker bevorzugtes Gemisch von Diarylalkanen ein Gemisch, das mehr als 80 Gew.-% sec.-Butyldiphenylmethan enthält.

In den hier genannten Mischungsverhältnissen ist die Gesamtmenge der Diarylalkane, die durch die vorstehende Formel (I) dargestellt sind, 100 Gew.-%.

Die erfindungsgemäß verwendeten Verbindungen, die durch die Formel (I) dargestellt sind, können mit Hilfe jeder beliebigen im Stand der Technik bekannten Methode hergestellt werden. Nachfolgend wird eine Methode zur Herstellung von Butyl-diphenylmethan, Butyl-1,1-diphenylethan und Butyl-1,2- diphenylethan beschrieben.

Es existieren einige Methoden, in denen Diphenylmethan, 1,1-Diphenylethan oder 1,2-Diphenylethan mit einem Alkylierungsmittel, wie Buten oder Butylchlorid, in Gegenwart eines Säurekatalysators alkyliert werden. Butylbenzol wird mit einem Aralkylierungsmittel, wie Benzylchlorid oder Benzylalkohol benzyliert, Butylbenzol und Diphenylmethan oder Diphenylethan werden der trans-Aralkylierung unterworfen, und geeignet ist die Kupplung von Benzol und Butylbenzol mit Dichlormethan.

Beispiele für Methoden zur Herstellung eines Gemisches aus zwei oder mehr Arten von Butyl-diarylalkanen sind eine Methode, bei der vorbestimmte Anteile an Diphenylmethan, 1,1- Diphenylethan und 1,2-Diphenylethan vorher vermischt und das Gemisch dann der Alkylierung unterworfen wird oder eine Methode, bei der Butyl-diphenylmethan, Butyl-1,1-diphenylethan und Butyl-1,2-diphenylethan vorher synthetisiert und dann miteinander vermischt werden.

Wenn gemäß der Erfindung das Diarylalkan der Formel (I) verwendet wird, können verschiedene Lösungsmittel, die im konventionellen Stand der Technik gut bekannt sind, verwendet werden. Beispiele für solche Lösungsmittel sind Lösungsmittel, wie Alkohole, Ketone, Ether, Paraffine und Naphthene, aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Benzol, Alkylbenzole, wie Toluol, Xylol und Dodecylbenzol, Alkylnaphthaline, wie Isopropylnaphthalin, Alkylbiphenyle, wie Isopropylbiphenyl, aromatische Lösungsmittel mit aromatischen Ringen, wie aromatische Alkohole, Ketone und Ether oder Diarylalkane, die von den durch die vorstehende Formel (I) dargestellten verschieden sind, wie Phenylxylylethari, Benzyltoluol und Dibenzyltoluol. Diese Lösungsmittel können in jedem Mischungsverhältnis verwendet werden.

Zu Wirkkomponenten der pestiziden Zusammensetzung, die gemeinsam mit den Diarylalkanen der Formel (I) erfindungsgemäß eingesetzt werden, gehören Germizide, Insektizide, Herbizide, Entkeimungsmittel (anti-epidemics) und andere Chemikalien, wie Formizide, Rodentizide, Zündstoffe, Repellents und dergleichen, um Keime, die schädlich für Bäume, Forstprodukte und landwirtschaftliche Produkte sind, Insekten, Zecken, Spulwürmer, Mäuse, gesundheitsschädliche Würmer, schädliche Würmer, Unkräuter, andere unerwünschte Tiere, Pflanzen und Viren zu inhibieren oder abzutöten. Außerdem umfassen die Wirkkomponenten der erfindungsgemäßen pestiziden Zusammensetzung auch Mittel zur Kontrolle des Pflanzenwachstums durch Erhöhen oder Unterdrücken der physiologischen Aktivität. Weiterhin eingeschlossen sind Vermizide für Kleidung, um Motten zu bekämpfen, Haushaltvermizide zum Verhindern des Auftretens gesundheitsschädlicher Würmer, wie von Fliegen, Moskitos und Küchenschaben oder von schädlichen Schmarotzern, wie Tausendfüßlern und Ameisen sowie Repellents, Fungizide, industrielle Mikrobizide und Antitermitenmittel.

Die Wirkkomponenten für die erfindungsgemäße pestizide Zusammensetzung sind nicht auf eine spezielle chemische Verbindung beschränkt. Insbesondere sind Beispiele für die Wirkkomponenten Vermizide, Germizide und Herbizide des Organophosphor-Typs, des Carbamat-Typs und vom Typ organischer Chlorverbindungen und Herbizide des Phenoxy-Typs, Benzoesäure-Typs, Phenol-Typs, Harnstoff-Typs, Dinitroanilin- Typs, Nitril-Typs, S-Triazin-Typs, des Diazin-Typs und Gemisch dieser. Alle diese Wirkkomponenten sind bei Normaltemperatur flüssig oder fest.

Nachstehend werden Beispiele für spezielle Vermizide, Germizide und Formizide gegeben. Die Namen der Wirkkomponenten sind durch chemische Nomenklatur, den Trivalnamen oder nach der internationalen Standard-Nomenklatur angegeben. Beispiele für Orgänophosphorverbindungen sind O,O- Dimethyl-O-(3-methyl-4-nitrophenyl)thiophosphat (Handelsname: Sumithion), Ethyl-p-nitrophenyl-phenylphosphorothionat (Handelsname: EPN), Diethyl-2, 4-dichlorphenyl)thiophosphat (Handelsname: VC), Dimethyl-4-methylthio-m-tolylphosphorothionat (Handelsname: Baytex), O,O-Diethyl-O-(2-isopropyl-4- methyl-6-pyrimidinyl)phosphorothioat (Handelsname: Diazinon), O-Ethyl-diphenyldithiophosphat (Handelsname: Hinozan), S- Benzyl-ethyl-phenylphosphonothiolat. (Handelsname: Iriezin), Tetrachlorvinphos (Handelsname: Guardcide), Phoxim (Handelsname: Varicide) und O,O-Dimethyl-O-(2,2-dichlorvinyl)phosphat (DDVP).

Beispiele für Carbamatverbindungen sind 1-Naphtyl-Nmethylcarbamat (Handelsname: Denapon), 2-(Ethylthiomethyl)- phenyl-methylcarbamat (Handelsname: Arylmate) und 2-Butylphenyl-Nmethylcarbamat (Handelsname; Vassa).

Beispiele für organische Chlorverbindungen sind O,O- Diethyl-O-3,5,6-trichlor-2-pyridylphosphorothiat (Handelsname: Chlorpyrifos), Tetrachlorisophthalonitril (TPN), 4,5,6,7-Tetrachlorphthalid (Handelsname: Phthalid), N- Tetrachlorethylthiotetrahydrophthalimid (Handelsname: Daiholtan) und Chlorbenzylat (Handelsname: Akal).

Außerdem sind O,O-Diethylphthalimid-methylthiophosphat (Handelsname PMP), Etofenprox (Handelsname: Trebon) und Tripropylcyanat (Handelsname: Woodlack) eingeschlossen. Beispiele für die wirksamen Verbindungen sind außerdem solche vom Phenoxy-Typ, wie Natrium-2,4-dichlorphenoxyacetat (Handelsname: 2,4-D-Natriumsalz) und Natrium[(4-chlor-o- tolyl)oxy]acetat (Handelsname: MCP-Natriumsalz), vom Benzoesäure-Typ, wie Dimethyl-tetrachlorterephthalat (Handelsname: Ductal), vom Phenol-Typ, wie Natriumpentachlorphenoxid (Handelsname: PCP), Diphenylether, wie 2,4-Dichlorphenyl-p- nitrophenylether (Handelsname: Nip), p-Nitrophenyl-2,4,6- trichlorphenylether (Handelsname: MO) und p-Nitrophenyl-m- tolylether, solche vom Säureamid-Typ, wie 3',4'-Dichlorpropionanilid (Handelsname: Stam), vom Harnstoff-Typ, wie 3- (3,4-Dichlorphenyl)-1,1-dimethylharnstoff (Handelsname: Carmex D) und 3-(3, 4-Dichlorphenyl)-1-methoxy-1-methylharnstoff (Handelsname: Afaron), Dinitroaniline, wie α,α,α- Trifluor-2,6-dinitro-N,N-dipropyl-ptoluidin (Handelsname: Trefanocide), N-Butyl-N-ethyl-α,α,α-trifluor-2,6-dinitro-p- toluidin (Handelsname: vanafin) und N-(1-Ethylpropyl)-3,4- dimethyl-2,6-dinitroanilin (Pendimethalin), Nitrile, wie 4- Cyan-2,6-diiodphenyloctoat (Handelsname: Altinol) und 2,6- Dichlorthiobenzamid (Handelsname: Tricide), 5-Triazine, wie 2-Chlor-4, 6-bis(ethylamino)-1,3,5-triazin (Handelsname: Simazine) und 2-Ethylamino-4-propylamino-6-methylthio-1, 3,5- triazin (Handelsname: Gezapax) und Diazine, wie 3-(O- Tolyloxy)pyridazin (Handelsname: Kusakiller), 5-Brom-3-butyl- 6-methyluracil (Handelsname: Hyper X) und 5-Amino-4-chlor-2- phenyl-3(2H)-pyridazinon (Handelsname: Lenapack).

Unter den obigen Verbindungen sind die Organophosphorverbindungen zu bevorzugen, weil ihre Tendenz zur Verfärbung beim Lösevorgang niedrig ist und sie gute Stabilität haben. Bei der allgemeinen praktischen Anwendung werden 0,01 bis 500 Gewichtsteile des Diarylalkans, das durch die Formel (I) dargestellt ist pro 1 Gewichtsteil der aktiven Komponente eingesetzt. So ist beispielsweise in einer festen Zusammensetzung oder einer Suspensionszusammensetzung die Menge des Diarylalkans vorzugsweise im Bereich von 0,1 bis 10 Gewichtsteilen, bezogen auf einen Gewichtsteil der aktiven Komponente. In einer öligen Zusammensetzung wird das Diarylalkan in einer Menge von 0,1 bis 500 Gewichtsteilen auf einen Gewichtsteil der aktiven Komponente eingesetzt.

Die erfindungsgemäße pestizide Zusammensetzung kann in irgendeiner bekannten Form, wie als Emulsion, ölige Zusammensetzung, feste Zusammensetzung einschließlich Pulver und Granulat und als Räucherzusammensetzung oder Begasungszusammensetzung angewendet werden.

Bei der Herstellung der Emulsion ist die Art des Emulgiervorgangs nicht besonders beschränkt, sondern es kann jede konventionell bekannte Emulgiermethode angewendet werden. So wird beispielsweise die Emulsion hergestellt, indem die Lösung einer Wirkkompomponente unter Verwendung eines anionischen oberflächenaktiven Mittels, wie Alkylnaphthalinsulfonat, Dodecylbenzolsulfonat oder Dialkylsulfosuccinat, oder eines nicht-ionischen oberflächenaktiven Mittels, wie Polyoxyalkylenether, Polyoxyalkylensorbitanalkylat oder eines Polyoxyalkylen-Blockpolymeren im Wasser emulgiert wird.

Es ist möglich, zu der obigen Emulsion ein Antioxidationsmittel, einen Ultraviolettlicht-Absorber oder ein Antigelmittel zuzugeben. Außerdem kann bei Verwendung einer Organophosphorverbindung ein die Zersetzung verhinderndes Mittel hinzugefügt werden.

Bei der Herstellung einer Granulatzusammensetzung können (1) eine Methode zum Feuchtgranulieren (Extrusionsgranulieren), (2) eine Granulations-Adsorptionsmethode und (3) eine Oberflächenbeschichtungsmethode angewendet werden. Wenn die pestizide Zusammensetzung angewendet wird, wird sie mit Wasser verdünnt und das verdünnte Material wird verstrichen oder versprüht.

(1) Bei der Feuchtgranuliermethode wird die erfindungsgemäße Zusammensetzung hergestellt, indem die Wirkkomponente gelöst wird und mit Bindemittel und Dispergiermittel zu einem anorganischen Träger, wie Ton, Bentonit oder Calciumcarbonat gegeben wird und das Gemisch dann geknetet und durch ein Sieb einer geeigneten Maschengröße extrudiert wird, um ein granuliertes Produkt zu erhalten.

(2) Bei der Granulations-Adsorption wird die erfindungsgemäße Zusammensetzung, die durch Auflösen einer Wirkkomponente gebildet ist, mit einem Träger mit Adsorptionsvermögen vermischt oder auf diesen aufgesprüht, so daß sie gleichförmig adsorbiert wird. Beispiele für adsorptive Träger sind Pulver, die durch Pulverisieren von natürlichen Mineralien, wie Betonit, Bimsstein, gesinterte Diatomenerde und Zeolith erhalten werden und körnige Träger, die durch die Extrusions- Granulationsmethode gebildet werden.

(3) Die Oberflächen-Beschichtungsmethode eignet sich für eine flüchtige oder instabile Wirkkomponente. Die erfindungsgemäße Zusammensetzung, die durch Auflösen der Wirkkomponente erhalten wird, wird mit einem Träger, wie körnigem Bimsstein oder körnigem Calciumcarbonat, vermischt, während dem Gemisch ein Öl-Adsorptionsmittel, wie Quarzpulver, zugegeben wird. Die Wirkkomponente in flüssiger Form wird durch das Öl- Adsorptionsmittel adsorbiert und auf dem Träger abgelagert, wobei ein Granulat erhalten wird, in welchem die Trägerteilchen mit der Wirkkomponente beschichtet sind. Gewünschtenfalls wird der Überzugsfilm durch Zugabe eines synthetischen Harzes, wie Polyvinylalkohol oder Natrium-Carboxymethylcellulose verstärkt. Außerdem kann ein Dispergiermittel, wie Natriumalkylbenzolsulfonat oder Natriumpolyacrylat, zugesetzt werden. Die so hergestellte Zusammensetzung wird durch Vermischen mit Wasser und Auftragen durch Verstreichen oder Versprühen angewendet.

Die Pulvergranulatzusammensetzung und die Pulverzusammensetzung können in ähnlicher Weise hergestellt und in gleicher Weise wie oben angegeben eingesetzt werden.

Die fließfähige Zusammensetzung (Sol oder konzentrierte Suspension) wird nach einem Verfahren hergestellt, bei dem ein oberflächenaktives Mittel und ein Diarylalkan der Formel (I) mit einer pulverisierten Wirkkomponente vermischt und an dieser adsorbiert werden. Danach wird das Gemisch in Wasser suspendiert. Bei seiner Anwendung wird es mit Wasser verdünnt und verstrichen oder versprüht.

Für die Räucher- oder Begasungs-Zusammensetzung wird eine Wirkkomponente, wie ein Insektizid, zu einem Grundmaterial zum Erhitzen oder Verbrennen zugefügt. Diese wird für die Schädlingsvernichtung verwendet, bei der die Wirkkomponente durch die Wärme aus dem Grundmaterial oder die Verbrennungswärme verflüchtigt wird. So wird beispielsweise ein poröser Träger, wie Zellstoffbrei, mit der erfindungsgemäßen Zusammensetzung getränkt, die durch Auflösen der Wirkkomponente erhalten wird, oder die Zusammensetzung wird zu einer festen Zubereitung verarbeitet. Dieses Produkt wird mit einem Heizelement in Kontakt gebracht oder wird verbrannt, um die Wirkkomponente zu verdampfen. Da der Siedepunkt des Diarylalkans der vorstehenden Formel (I) hoch ist, kann die pestizide Komponente wirksam verdampft werden.

Die erfindungsgemäßen pestiziden Zusammensetzungen gegen schädliche Organismen sind im Hinblick auf ihren Anwendungszweck, die Behandlungsmethoden und ihre Funktionen wie folgt klassifiziert.

(i) Insektizid

Bei der Klassifikation im Hinblick auf den Weg der Aufnahme (Funktion) in den Körper von Insekten gibt es Mittel zur oralen Verabreichung, die durch den Mund in den Körper eines Insekts aufgenommen werden, Kontaktmittel, die in den. Körper eines Insekts aufgenommen werden, wenn diese mit der Epidermis in Kontakt kommen, Räuchermittel, die durch Atemöffnungen in den Körper eines Insekts aufgenommen werden, osmotische Mittel, die durch Osmose über die Wurzeln, Stengel oder Blätter in den Körper von Pflanzen aufgenommen werden, wobei das Mittel wirksam wird, wenn die Pflanze oder deren Saft von einem Insekt aufgenommen wird.

Bei der Klassifikation nach der Art der Behandlung gibt es Streichmittel, welche auf die Stengel und Blätter von landwirtschaftlichen Produkten aufgetragen werden, um schädliche Insekten zu töten, und Bodenbehandlungsmittel, mit denen der Boden gedüngt wird, um Insekten zu töten, welche den wurzeln Schaden zufügen, oder Bodenbehandlungsmittel, die über die Wurzeln aufgenommen werden und in die oberen Teile einer Pflanze transportiert werden, wobei dieser Teil der Pflanze, der die Wirkkomponente enthält, durch die zu tötenden Insekten aufgenommen wird.

Neben den obigen üblichen pestiziden Zusammensetzungen existieren Lnsekten-Lockmittel, welche Insekten anlocken, und chemische Pestizide, welche Insekten abschrecken (Kirk-Othmer Encyclopedia of Chemical Technology, 3. Auflage, Ergänzungsband, "Repellents") und chemische Mittel zur Fortpflanzungshemmung, welche Insekten unfruchtbar machen.

Beispiele für Insektizide sind solche vom Pyrethroid- Typ, vom Typ der Organophosphorverbindungen, vom Carbamat-Typ und vom Typ Organochlorverbindungen (Kirk-Othmer Encyclopedia of Chemical Technology, 3. Aufläge, Band 13 "Insect Control Technology").

(ii) Desinfektionsmittel

Es gibt verschiedene Desinfektionsmittel, wie eine Streichzusammensetzung, die auf die Stengel und Blätter von landwirtschaftlichen Produkten aufgestrichen wird, um durch Trockenfäule oder andere Pflanzenkrankheiten verursachte Schäden zu verhindern, Bodenbehandlungsmittel, die in den Boden eingebracht werden, um pathogene Bakterien zu töten oder die über die Wurzeln aufgenommen werden und durch osmotische Wirkung in die oberen Pflanzenteile übertragen werden, in denen die Desinfektionswirkung verursacht wird, Saatgutbehandlungsmittel, die zum Desinfizieren von Saatgut verwendet werden, Mittel zur Behandlung der Wasseroberfläche, die auf der Wasseroberfläche ausgebreitet werden und in die Teile von Reispflanzen übertragen werden, die sich oberhalb der Wasseroberfläche befinden, um eine Desinfektionswirkung zu verursachen.

Beispiele für Desinfektionsmittel sind solche vom Azol- Typ, Amiri-Typ, Benzimidazol-Typ, Dithiocarbamat-Typ, Dicarboximid-Typ, vom Typ organischer Phosphorverbindungen, vom Carboxamid-Typ, von Phenylamid-Typ, Antibiotika, Mittel vom Typ organischer Chlorverbindungen (Kirk-Othmer Encyclopedia of Chemical Technology, 3. Auflage, Band 11 "Fungicides, Agricultural")

(iii) Herbizide

In Abhängigkeit von dem Anwendungszweck sind selektive Herbizide, welche keine Wirkung auf landwirtschaftliche Produkte ausüben (keinen Schaden verursachen) und Unkräuter töten, und nicht-selektive Herbizide bekannt, die zur Behandlung von anderen als landwirtschaftlichen Böden oder von landwirtschaftlichen Böden vor dem Aussäen verwendet werden, um Unkräuter zu verhüten.

In Abhängigkeit von der Behandlungsmethode gibt es Bodenbehandlungsmittel, die vor dem Aussäen, Umpflanzen oder Keimen in den Boden eingebracht werden, um das Wachsen von Unkraut zu verhindern, und Stengel- und Blatt-Behandlungsmittel, die nach dem Auskeimen auf Pflanzen aufgetragen werden. Beispiele für Herbizide sind solche von Sulfonylharnstoff-Typ, Imidazolinon-Typ, Organophosphor-Typ, vom Typ Diphenylether, Aryloxyphenoxypropionat-Typ, Cyclohexadion- Typ, Triazin-Typ, Harnstoff-Typ, Amid-Typ, Aryloxy-Typ, Carbamat-Typ und Dinitroanilin-Typ (Kirk-Othmer Encyclopedia of Chemical Technology, 3. Auflage, Band 12 "Herbicides").

(iv) Pflanzenwachstumsregler

Diese Mittel regeln die physiologische Funktion von Pflanzen.

(v) Acarizide und Formizide

(vi) Nematizide

(vii) Rodentizide

Die erfindungsgemäße pestizide Zusammensetzung kann auf chemische Mittel für jeden der obigen Zwecke angewendet werden.

Die vorstehend erwähnte pestizide Zusammensetzung, die ein Diarylalkan der Formel (I) und eine wirksame pestizide Komponente enthält, ist ausgezeichnet, da sie einen hohen Flammpunkt hat, keinen störenden Geruch zeigt und wegen der Stabilität der wirksamen pestiziden Komponente.

Die Erfindung wird nachstehend ausführlicher unter Bezugnahme auf Beispiele und Vergleichsbeispiele beschrieben.

Herstellungsbeispiel 1

Die Reaktion wurde durch Einleiten von Buten-1 in ein Gemisch aus Diphenylmethan, 1,1-Diphenylethan und 1,2- Diphenylethan bei einer Temperatur von 160ºC in Gegenwart eines Siliciumdioxid-Aluminiumoxid-Katalysators (Handelsname: IS-28, hergestellt von Shokubai Kasei Kogyo K. K.) durchgeführt, wobei ein Gemisch aus 55 Gew.-% sec.-Butyl-diphenylmethan, 26 Gew.-% sec.-Buyl-1,1-diphenylethan und 19 Gew.-% sec.-Butyl-1,2-diphenylethan erhalten wurde. Der Siedepunkt des Gemisches war 304 bis 315ºC und der Flammpunkt des Gemisches war 168ºC. Diese Reaktionsprodukt wird als Diarylalkan 1 (nachstehend kurz als "DAA1") bezeichnet und seine physikalischen Eigenschaften sind in der folgenden Tabelle 1 gezeigt.

Herstellungsbeispiel 2

Unter Verwendung des gleichen Katalysators wie in Herstellungsbeispiel 1 wurde eine Reaktion mit Buten-1 und Diphenylmethan durchgeführt, wobei sec.-Butyldiphenylrnethan einer Reinheit von 96 Gew.-% erhalten wurde. Das Reaktionsprodukt hatte einen Siedepunkt von 301 bis 309ºC und einen Flammpunkt von 162ºC. Dieses Reaktionsprodukt wird als Diarylalkan 2 bezeichnet (nachstehend "DAA2") und seine pysikalischen Eigenschaften sind in der nachstehenden Tabelle 1 gezeigt.

Vergleichslösungsmittel

Bisher wurde für pestizide Zusammensetzungen gegen schädliche Organismen Phenylxylylethan (Handelsname: SAS-296, hergestellt von Nippon Petrochemicals Co., Ltd., nachstehend als "PXE" bezeichnet) verwendet. Die physikalischen Eigenschaften von PXE sind in der nachstehenden Tabelle 1 gezeigt. Es ist ersichtlich, daß DAA1 und DAA2, die erfindungsgemäß verwendet werden, höhere Siedepunkte und Flammpunkte als PXE haben.

Tabelle 1 Physikalische Eigenschaften von Diarylalkanen

Um den Grad des Geruches der vorstehenden Substanzen zu vergleichen, wurden 10 ml jeder Probe in ein 100 ml-Gefäß gegeben. Ein Vergleichstest zur Intensität des Geruches wurde durch 50 Personen in Testgruppen einschließlich 15 Frauengruppen, durchgeführt.

Bei der Bewertung der drei Arten von Testproben wurde der schwächste Geruch als 1 und der stärkste Geruch als 3 bewertet. Die Durchschnittswerte und die 95%-Vertrauensgrenzen wurden errechnet. Die erhaltenen Ergebnisse sind in Fig. 1 gezeigt.

Aus den obigen Ergebnissen ist ersichtlich, daß große signifikante Unterschiede zwischen den Werten von DAA1 und DAA2 und denen des Vergleichslösungsmittels PXE existieren und daß der Geruch der erstgenannten Gruppe sehr gering im Vergleich mit dem des letzteren ist.

Beispiele 1 und 2 und Vergleichsbeispiel

In jedem Beispiel wurde eine ölige Zusammensetzung mit einem Gehalt an 0,5 Gew.-% der Wirkkomponente durch Mischen unter Rühren der vorstehend genannten Substanzen und der folgenden Wirkkomponenten hergestellt. Der Geruch, die Stabilität der Zusammensetzung und die Färbung wurden für die erhaltene ölige Zusammensetzung unmittelbar nach der Herstellung und nach 3 Jahren durch folgende Methoden bestimmt. Die Ergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle 2 gezeigt. Pestizide Komponenten

A. Organophosphor-Typ

(Der Hauptanwendungszweck ist in Klammern angegeben)

(1) Sumithion: O,O-Dimethyl-O-(3-methyl-4-nitrophenyl)- thiophosphat (Insektizid)

(2) Diazinon: O,O-Diethyl-O-(2-isopropyl-4-methyl-6- pyrimidinyl)phosphorothioat (Insektizid)

(3) DDVP: O,O-Dimethyl-O-(2,2-dichlorvinyl)phosphat (Insektizid)

B. Typ organische Chlorverbindung

TPN: Tetrachlorphthalonitril (Germizid)

C. Dinitroanilin-Typ

Pendimethalin: N-(1-Ethylpropyl)-3,4-dimethyl-2,6- dinitroanilin (Herbizid)

Bewertung des Geruches

Jede Probe wurde unter Verwendung einer Sprühvorrichtung versprüht und nach einer bestimmten Zeit wurde der verbleibende Geruch nach folgendem Standard ausgewertet Die Testergebnisse sind durch den abgerundeten Mittelwert der durch 5 Testgruppen vergebenen Punkte angegeben.

1: Kaum merklich

2: Leicht merklich

3: Tatsächlich merklich

4: Stark merklich

5: Äußerst stark merklich

Stabilität der Zusammensetzung

Der Gehalt der Wirkkomponente in einer Probe wurde bestimmt und nach 3 Jahren wurde die Zersetzungsrate errechnet.

Färbungstest

Der Verfärbungsgrad der Probe wurde mit dem ungeschützten Auge nach folgenden Standards bewertet.

1: Kaum verfärbt

2: Leicht verfärbt

3: Wesentliche verfärbt

4: Stark verfärbt

5: Sehr stark verfärbt

Tabelle 2 Geruch, Stabilität und Verfärbung von öligen Zusammensetzungen

Zur Bestätigung der Wirkung als Insektizid und als Herbizid wurde folgender Test durchgeführt.

Wirkung als Insektizid

Diazinon als Wirkkomponente wurde in DAA1, das in dem vorstehenden Herstellungsbeispiel 1 hergestellt wurde, gelöst, wobei eine ölige Zusammensetzung mit 1 Gew.-% der Wirkkomponente erhalten wurde.

Ein Zweig eines Pfirsichbaums, der von einer großen Anzahl von Maikäfern befallen war, wurde in ein 500 ml-Becherglas gegeben. Die nach dem obigen Verfahren hergestellte ölige Zusammensetzung wurde mit Hilfe einer Sprühpistole in das Becherglas gesprüht.

Durch Beobachtung wurde festgestellt, daß die Todesrate mehr als 90% betrug.

Wirkung als Herbizid

Pendimethalin als Wirkkomponente wurde in DAA1, das in dem vorstehenden Herstellungsbeispiel 1 hergestellt worden war, gelöst, wobei eine ölige Zusammensetzung mit 30 Gew.-% der Wirkkomponente erhalten wurde.

100 Gewichtsteile Bimsteilchen mit einer durchschnittlichen Teilchengröße entsprechend 60 Maschen wurden mit 4 Gewichtsteilen dieser öligen Zusammensetzung getränkt, wobei eine feste Zusammensetzung mit einem Gehalt an 1,2 Gew.-% der Wirkkomponente erhalten wurde.

Auf den Boden eines Topfes mit einer horizontalen Fläche von 10 cm · 10 cm wurde eine 2 cm tiefe Sandschicht gegeben und auf die Sandschicht wurde Ackerboden in einer Höhe von 10 cm gefüllt. Danach wurden Samen von Vogelknöterich in 1 cm Tiefe ausgesät.

Danach würde die vorstehende feste Zusammensetzung, die 1 mg der Wirkkomponente enthielt, gleichmäßig in den Topf gesprüht. Durch Zugabe von Wasser wurde der Wassergehalt in der Erde in dem Topf auf etwa 15% eingestellt und das Wachstum des Vogelknöteriches wurde 35 Tage lang beobachtet. Als Ergebnis war der Knöterich nach 35 Tagen vollständig verwelkt.

Erfindungsgemäße Wirkung

(1) Das erfindungsgemäß verwendete Diarylalkan hat ausreichendes Lösungsvermögen, um eine erforderliche Menge der Wirkkomponente einer pestiziden Zusammensetzung zu lösen.

(2) Das erfindungsgemäß eingesetzte Diarylalkan verursacht kaum die Zersetzung oder den Abbau der Wirkkomponente bzw. des Wirkstoffes, wenn dieser gelöst ist, und die pestizide Wirkung wird im Lauf der Zeit nicht verschlechtert. Speziell dann, wenn es in Form einer festen Zubereitung verwendet wird, ist die lange Dauer des pestiziden Effekts wesentlich. Wenn das erfindungsgemäße Diarylalkan eingesetzt wird, können die Eigenschaften der pestiziden Zusammensetzung stabil beibehalten werden und die vollständige Wirkung kann während langer Dauer aufrecht erhalten werden. Außerdem tritt beim Lösen und während der Lagerung kaum eine Verfärbung der Zusammensetzung auf.

(3) Die Stabilität der Emulsion ist wichtig, wenn die Zubereitung in Form einer Emulsion eingesetzt wird. Das erfindungsgemäß verwendete Diarylalkan ist vorteilhaft, weil es kaum die Stabilität der Emulsion stört. Wenn beispielsweise die Stabilität der Emulsion nicht gut ist, wird die Emulsion gebrochen und die Wirkkomponente wird abgeschieden. Eine solche Erscheinung ist nicht wünschenswert, weil sie eine störende Wirkung und die Verminderung der pestiziden Wirkung verursacht. Wenn ein Lösungsmittel mit hohem Lösungsvermögen verwendet wird, geht leicht die Stabilität der Emulsion verloren.

(4) Die erfindungsgemäß verwendeten Diarylalkane haben hohe Flammpunkte und hohe Siedepunkte, so daß die Zusammensetzung größere Brandsicherheit als andere hat.

(5) Die erfindungsgemäß verwendeten Diarylalkane verursachen kaum unangenehmen Geruch und sind fast geruchlos.

(6) Die erfindungsgemäß verwendeten Diarylalkane sind unschädliche Verbindungen, so daß sie keine schädliche Wirkung durch Geruch und Reizung haben.

(7) Die durch die vorstehende Formel (I) dargestellten Diarylalkane, die gemäß dem ersten Gegenstand der Erfindung für eine pestizide Zusammensetzung gegen schädliche Organismen verwendet werden, sind brandsicher, weil sie hohen Flammpunkt haben und weil auch der Siedepunkt hoch ist, so daß sie keinen unangenehmen Geruch verursachen und fast geruchlos sind.

(8) Butyldiphenylmethan, Butyl-1,1-diphenylethan und Butyl-1,2-diphenylethan, die gemäß der zweiten Ausführungsform der Erfindung in pestiziden Zusammensetzungen verwendet werden, haben verbesserten Geruch und hohen Flammpunkt und zeigen außerdem großes Lösungsvermögen für die Wirkkomponente, so daß die erhaltene Zusammensetzung stabil ist.

(9) Das Gemisch aus 20 bis 80 Gew.-% Butyldiphenylmethan, 5 bis 50 Gew.-% Butyl-1,1-diphenylethan und 5 bis 50 Gew. -% Butyl-1,2-diphenylethan, das für die pestizide Zusammensetzung gemäß der dritten Ausführungsform der Erfindung verwendet wird, hat verbesserten Gießpunkt und ist vorteilhaft im Hinblick auf Geruch, Stabilität der Wirkkomponente und geringe Verfärbung.

(10) Butyldiphenylmethan, das gemäß der vierten Ausführungsform der Erfindung für eine pestizide Zusammensetzung verwendet wird, ist darüber hinaus ausgezeichnet im Hinblick auf das Lösungsvermögen für die Wirkkomponente und ist auch ausgezeichnet im Hinblick auf Geruch, Stabilität der Wirkkomponente und geringe Verfärbung.


Anspruch[de]

1. . Pestizide Zusammensetzung gegen schädliche Organismen, die eine Wirkkomponente zum Töten oder Abschrecken von schädlichen Organismen und ein Diarylalkan, das durch die folgende allgemeine Formel (I) dargestellt ist, enthält

worin R&sub1; ein von Methan oder Ethan abgeleiteter zweiwertiger Rest ist, jedes von R&sub2; und R&sub3; ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 3 oder 4 Kohlenstoffatomen ist, R&sub4; eine Alkylgruppe mit 3 oder 4 Kohlenstoffatomen ist und die Gruppen R&sub2;, R&sub3; und R&sub4; gleich oder verschieden sein können.

2. Pestizide Zusammensetzung gegen schädliche Organismen nach Anspruch 1, wobei das Diarylalkan eine Verbindung ist, die aus der aus Butyldiphenylmethän, Butyl-1,1-diphenylethan und Butyl-1,2-diphenylethan bestehenden Gruppe ausgewählt ist.

3. Pestizide Zusammensetzung gegen schädliche Organismen nach Anspruch 1, wobei das Diarylalkan ein Gemisch aus 20 bis 80 Gew.-% Butyldiphenylmethan, 5 bis 50 Gew.-% Butyl-1,1- diphenylethan und 5 bis 50 Gew.-% Butyl-1,2-diphenylethan ist.

4. Pestizide Zusammensetzung gegen schädliche Organismen nach Anspruch 1 oder 2, in der mehr als 80 Gew.-% Butyldiphenylmethan enthalten sind.







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