PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10001897A1 02.08.2001
Titel Kufenfahrzeug
Anmelder Ress Kutschen GmbH, 97525 Schwebheim, DE
Erfinder Reß, Michael, 97525 Schwebheim, DE
Vertreter Maryniok und Kollegen, 96317 Kronach
DE-Anmeldedatum 19.01.2000
DE-Aktenzeichen 10001897
Offenlegungstag 02.08.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.08.2001
IPC-Hauptklasse B62B 13/16
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Kufenfahrzeug, welches zwei Kufen, einen Sitz und den Sitz mit den Kufen verbindende Verstrebungen aufweist. Jede der Kufen ist inklusive der zugehörigen Verstrebung um eine sich in Längsrichtung des Fahrzeugs erstreckende Drehachse nach außen und/oder innen verschwenkbar, so daß die Kufen im verschwenkten Zustand in unmittelbarer Nähe des oder auf dem Sitz zum Liegen kommen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Kufenfahrzeug, welches zwei Kufen, einen Sitz und den Sitz mit den Kufen verbindende Verstrebungen aufweist.

Derartige Kufenfahrzeuge sind bereits bekannt und können beispielsweise von Kindern und Erwachsenen zum Schlittenfahren oder auch als Sportgeräte benutzt werden.

Aus der DE 33 04 801 A1 ist bereits ein Schlitten bekannt, der mittels zweier Rahmen zusammenklappbar aufgebaut ist. Die beiden Rahmen dieses Schlittens sind durch ein als Sitzfläche dienendes Gewebe und durch Nieten miteinander verbunden. Ein derartiger Klappschlitten kann aus wenigen Teilen zusammengebaut werden und benötigt im zusammengeklappten Zustand vergleichsweise wenig Lagerraum.

Weiterhin ist aus der WO 98/43862 ein Bodengleitfahrzeug bekannt, welches ein dem Boden zugewandtes Gleitteil, mindestens eine darauf aufgesetzte Stützkonstruktion und mindestens eine an dieser angebrachte Sitzkonstruktion aufweist. Weiterhin enthält das, bekannte Bodengleitfahrzeug Mittel zum Festhalten an der Stützkonstruktion oder an der Sitzkostruktion. Auch dieses bekannte Bodengleitfahrzeug ist zusammenklappbar und nimmt im zusammengeklappten Zustand ein kleineres Volumen ein als im fahrbereiten Zustand. Zum Zusammenklappen ist es notwendig, ein Stützelement vom Gleitteil zu lösen. Dadurch kommt die Sitzkonstruktion praktisch auf der Oberseite des Gleitteils zum Liegen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein neues Kufenfahrzeug anzugeben, welches robust ausgeführt ist und schnell und einfach vom Betriebszustand in einen zusammengeklappten Zustand und auch schnell und einfach vom zusammengeklappten Zustand in den Betriebszustand überführt werden kann.

Diese Aufgabe wird durch ein Kufenfahrzeug mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Die Vorteile der Erfindung bestehen insbesondere darin, daß ein Kufenfahrzeug mit den beanspruchten Merkmalen im zusammengeklappten Zustand platzsparend gelagert und transportiert werden kann. Dies ist vor allem dann von Bedeutung, wenn ein oder mehrere Kufenfahrzeuge zusammen mit weiterem Gepäck im Kofferraum eines Fahrzeugs transportiert werden müssen. Auch im Falle einer Gruppenreise, bei der eine Vielzahl von Kufenfahrzeugen im Gepäckraum eines Reisebusses oder auf dem Anhänger eines Fahrzeuges befördert werden sollen, ist die Erfindung in vorteilhafter Weise einsetzbar.

Weiterhin ist es zum Zusammenklappen des Kufenfahrzeugs nicht notwendig, Teile der Verstrebung vom Gleitteil bzw. den Kufen zu lösen und beim Verbringen vom zusammengeklappten Zustand in den Betriebszustand die gelösten Teile der Verstrebung wieder am Gleitteil bzw. den Kufen anzubringen.

Ein Kufenfahrzeug gemäß der Erfindung ist derart ausgestaltet, daß ein Zusammenklappen des Kufenfahrzeugs sowohl durch ein Verschwenken der Kufen nach außen als auch durch ein Verschwenken der Kufen nach innen durchgeführt werden kann.

Bei einem Verschwenken der Kufen nach außen kommen dabei die Kufen im zusammengeklappten Zustand des Kufenfahrzeugs oberhalb der Sitzfläche und bei einem Verschwenken der Kufen nach innen unterhalb der Sitzfläche zum Liegen.

Sind die Verstrebungen als Leichtmetall-Verstrebungen ausgeführt, dann ist im Vergleich zu einer Verwendung von Eisen bzw. Stahl das Gewicht des Kufenfahrzeugs verringert. Dies erleichtert vor allem ein Tragen des Fahrzeugs. Weiterhin ist im Vergleich zu einer Verwendung von Holz als Material für die Verstrebungen die Stabilität des Kufenfahrzeugs verbessert. Dies gilt insbesondere im Bereich der Kontaktstellen zwischen den Verstrebungen und den Kufen und den Verstrebungen und dem Sitz.

Mittels der im Anspruch 11 angegebenen Merkmale wird die Belastbarkeit des Kufenfahrzeugs bzw. die Robustheit des Kufenfahrzeugs gegen Beschädigungen während des Betriebes erhöht.

Die Vorteile der im Anspruch 14 angegebenen Merkmale bestehen darin, daß während des Betriebes des Kufenfahrzeugs ein unerwünschtes Zusammenklappen des Fahrzeugs nicht auftreten kann.

Durch die in den Ansprüchen 16 und 17 angegebenen Merkmale wird erreicht, daß das Zusammenklappen des Kufenfahrzeugs ohne Verwendung von Werkzeug erfolgen kann. Ein weiterer Vorteil der in den Ansprüchen 16 und 17 angegebenen Merkmalen besteht darin, daß auch das Verbringen des Kufenfahrzeugs vom zusammengeklappten Zustand in den Betriebszustand vereinfacht ist, da der Sicherungsbolzen nach dem Aufklappen der jeweiligen Kufe durch die Kraft der Feder von alleine in die zugehörige Nut der Oberseite der Verstrebung springt.

Durch die im Anspruch 18 angegebene gebogene Holzsitzschale wird erreicht, daß in einem zusammengeklappten Zustand die Kufen innerhalb der Biegung bzw. Wölbung der Holzsitzschale zum Liegen kommen. Dadurch wird der Platzbedarf des beanspruchten Kufenfahrzeugs im zusammengeklappten Zustand weiter reduziert.

Die Vorteile der im Anspruch 19 angegebenen Merkmale bestehen insbesondere darin, daß durch die im zusammengeklappten Zustand miteinander leicht kontaktierten Kufen sichergestellt ist, daß sich die Kufen nicht von alleine durch die Schwerkraft lockern und pendelnde Bewegungen ausführen können.

Bei Verwendung eines Gurtbandes, wie es Gegenstand der Ansprüche 21 bis 26 ist, ist sowohl die Lenkbarkeit des Kufenfahrzeugs im Fahrbetrieb sichergestellt als auch ein Tragen des Kufenfahrzeugs in Form einer Tragetasche oder eines Rucksacks begünstigt.

Weitere vorteilhafte Eigenschaften der Erfindung ergeben sich aus der Erläuterung eines Ausführungsbeispiels anhand der Figuren.

Es zeigt:

Fig. 1 eine Skizze eines Kufenfahrzeugs im Betriebszustand,

Fig. 2 eine Skizze des Kufenfahrzeugs in einem ersten zusammengeklappten Zustand,

Fig. 3 eine vergrößerte Darstellung eines Teils des Kufenfahrzeugs und

Fig. 4 eine Skizze des Kufenfahrzeugs in einem zweiten zusammengeklappten Zustand.

Die Fig. 1 zeigt eine Skizze eines Kufenfahrzeugs gemäß der Erfindung im Betriebszustand. Das dargestellte Kufenfahrzeug weist skiförmig ausgebildete Kufen 1 und 2 auf. Die Kufe 1 ist über eine auf ihr befestigte trapezförmige Verstrebung 3 mit eine Holzsitzschale 5 verbunden. Die Kufe 2 ist über eine auf ihr befestigte trapezförmige Verstrebung 4 mit der Holzsitzschale 5 verbunden. Zur Befestigung der Verstrebungen auf den Kufen sind Schraubverbindungen vorgesehen, von denen zwei in der Fig. 1 mit den Bezugszahlen 9 und 10 bezeichnet sind.

Zur Verbindung der Verstrebungen mit der Holzsitzschale sind unterhalb der Holzsitzschale in deren äußeren Bereichen rohrförmige Aufnahmeelemente L1 und 12 sowie 21 und 22 vorgesehen. Letztere sind aus der Fig. 4 ersichtlich. In diesen rohrförmigen Aufnahmeelementen sind die Oberseite der Verstrebungen bildende Rohre 3a bzw. 4a drehbar gelagert. Die zugehörigen Drehachsen D1 und D2 verlaufen in Längsrichtung des Kufenfahrzeugs und sind in der Fig. 1 durch gestrichelte Linien angedeutet.

Die Holzsitzschale 5 ist gebogen ausgeführt, so daß der Abstand des mittleren Teils der Holzsitzschale von der Bodenfläche weiter ist als der Abstand der den Rohren 3a und 4a unmittelbar benachbarten Bereiche der Holzsitzschale zum Boden. In den vorderen Teil der Holzsitzschale ist ein Griffloch 6 eingebracht.

Weiterhin sind die Kufen des gezeigten Fahrzeugs auf ihrer Oberseite in ihren vorderen Endbereichen mit Befestigungsmitteln 15, 16 versehen, die in Form metallischer Befestigungsschlaufen realisiert sind. In diese Befestigungsschlaufen sind im Betriebszustand des Kufenfahrzeugs Haken 17 bzw. 18 eingehakt. Diese Haken sind in ihren anderen Endbereichen an einem Gurtband 7 gleitend gelagert. Die hinteren Enden des Gurtbandes 7 sind jeweils Unter Verwendung einer das Gurtband durchdringenden Schraubverbindung in den äußeren Bereichen der Unterseite der Holzsitzschale befestigt, wobei diese Befestigung im Bereich des vorderen Endes der Holzsitzschale vorgesehen ist. Die vorderen Enden des Gurtbandes 7 sind über einen Schnappverschluß 23 zusammengeführt, wobei das Gurtband mittels dieses Schnappverschlusses längenverstellbar ist. Dies ist der Fig. 4 veranschaulicht.

Ein Kufenfahrzeug gemäß der Erfindung ist zusammenklappbar. Ein erster zusammengeklappter Zustand wird dadurch erreicht, daß die Kufe 1 inklusive der an ihr befestigten Verstrebung 3 nach außen um mehr als 180°, vorzugsweise um 270° verschwenkt wird. Bei dieser Verschwenkung um die Drehachse D1 erfolgt ein Drehen des die Oberseite der Verstrebung 3 bildenden Rohres 3a innerhalb der rohrförmigen Aufnahmeelemente 11 und 12. Anschließend wird die Kufe 2 inklusive der an ihr befestigten Verstrebung 4 auf dieselbe Weise um die Drehachse D2 verschwenkt, wobei ein Drehen des die Oberseite der Verstrebung 4 bildenden Rohres 4a innerhalb der rohrförmigen Aufnahmeelemente 21 und 22 erfolgt.

Ein im ersten zusammengeklappten Zustand befindliches Kufenfahrzeug ist in der Fig. 2 gezeigt. Aus dieser Figur ist ersichtlich, daß die Kufen 1 und 2 im zusammengeklappten Zustand unmittelbar aneinander und unmittelbar auf der Holzsitzschale 5 zum Liegen kommen. Da diese gebogen ausgeführt ist und die Kufen im mittleren Teil der Holzsitzschale zum Liegen kommen, ist der Platzbedarf des Kufenfahrzeugs im ersten zusammengeklappten Zustand besonders gering.

Aus der Fig. 2 ist weiterhin ersichtlich, daß auf der Unterseite der Holzkufen 1 und 2 Metallbeschläge 8 vorgesehen sind. Diese sind mittels Kreuzschlitzschrauben auf die Unterseite der jeweiligen Kufe aufgeschraubt.

In der Fig. 3 ist eine vergrößerte Darstellung eines Teils des Kufenfahrzeugs gezeigt. Aus dieser Darstellung ist die Art und Weise ersichtlich, wie die Verbindung zwischen den Verstrebungen 3 und 4 mit der Sitzschale 5realisiert ist. Das beispielhaft gezeigte rohrförmige Aufnahmeelement 11 ist unter Verwendung von Schrauben 13 auf die Unterseite der Holzsitzschale 5 aufgeschraubt. Im rohrförmigen Aufnahmeelement 11 ist das die Oberseite der Verstrebung 3 bildende Rohr 3a drehbar gelagert.

Im Betriebszustand, wie er in der Fig. 1 gezeigt ist, greift ein Sicherungsbolzen 14, der in einem rohrförmigen Führungselement 19 mit Abschluß 20 verläuft, in eine aus der Fig. 3 nicht ersichtliche Nut des Rohres 3a ein, so daß das Rohr innerhalb des Aufnahmeelementes 11 arretiert ist. Dabei ist eine innerhalb des Führungselementes 19 verlaufende, den Sicherungsbolzen 14 umgebende Feder wirksam, die den Sicherungsbolzen in die Nut drückt. Folglich kann sich das Rohr 3a im Betriebszustand innerhalb des Aufnahmeelementes nicht drehen.

Zum Zusammenklappen erfolgt ein Ziehen des Sicherungsbolzens 14 durch Ausüben einer Zugkraft an der Schlaufe bzw. einem schlaufenförmigen Abschluß 14a des Sicherungsbolzens. Dadurch wird der Sicherungsbolzen gegen die Kraft der Feder aus der Nut des Rohres 3a herausgezogen, so daß das Rohr 3a zum Zusammenklappen des Kufenfahrzeugs im Aufnahmeelement 11 verdreht werden kann.

Auf ähnliche Weise erfolgt auch ein Lösen von weiteren Sicherungsbolzen im Bereich der Aufnahmeelemente 12, 21 und 22 (siehe hierzu auch Fig. 4).

Wird das Ausüben von Zugkraft mittels der Schlaufe 14a beendet, dann wird durch die Kraft der Feder der Bolzen 14 wieder in Richtung zum Rohr 3a bewegt und greift dort nach einem Drehen des Rohres 3a innerhalb des Aufnahmeelementes 11 wieder in die Nut des Rohres 3a ein, so daß das Rohr 3a innerhalb des Aufnahmeelements 11 erneut arretiert ist.

Die Fig. 4 zeigt eine Skizze des Kufenfahrzeugs in einem zweiten zusammengeklappten Zustand. Dieser zweite zusammengeklappte Zustand wird dadurch herbeigeführt, daß ausgehend vom Betriebszustand gemäß Fig. 1 die unterhalb der Holzsitzschale vorgesehenen Sicherungsbolzen gelöst und die Kufen 1 und 2 um die Drehachsen D1 bzw. D2 nach innen verschwenkt werden, bis sie unmittelbar an der Unterseite der Holzsitzschale 5 zum Liegen kommen.

In diesem zweiten zusammengeklappten Zustand kann das Kufenfahrzeug in vorteilhafter Weise ähnlich wie ein Rucksack auf dem Rücken einer Person getragen werden. Zu diesem Zweck werden die am Gurtband 7 gleitend gelagerten Haken 17 und 18 aus den Befestigungsschlaufen 15 und 16 gelöst und stattdessen in andere Befestigungsschlaufen eingehängt, die im hinteren Bereich auf der Unterseite der Holzsitzschale 5 vorgesehen sind. Dabei werden - wie aus der Fig. 4 hervorgeht - Schlaufen S1, S2 und S3 gebildet. Die Schlaufen S1 und S2 dienen als Trageriemen bzw. Schultertragegurte, die Schlaufe S3 als Bauchgurt. Da im Bereich der Schlaufe S3 der Schnappverschluß 23 des Gurtbandes vorgesehen ist, besteht die Möglichkeit, das Gurtband wie einen Gürtel zu öffnen und zu schließen. Durch die Längenverstellbarkeit des Gurtbandes im Bereich des Schnappverschlusses 23 kann die wirksame Gurtbandlänge in vorteilhafter Weise an die Körpermaße der das Kufenfahrzeug tragenden Person angepaßt werden.

Diese bequeme Tragemöglichkeit für das Kufenfahrzeug ist insbesondere beim Aufstieg am Schlittenhang, für Tourengänger und auch beim Transport des Kufenfahrzeugs am Schlittenhang vorteilhaft. Bei diesem Transport bleiben die Hände der das Kufenfahrzeug auf dem Rücken tragenden Person frei, so daß beispielsweise bei einem Aufstieg auch Skistöcke als Aufstiegshilfe verwendet werden können und selbst ein Klette in steilem Gelände möglich ist.

Die in der Fig. 4 veranschaulichte Tragemöglichkeit des Kufenfahrzeugs auf dem Rücken einer Person wird durch die gebogene Ausführung der Holzsitzschale 5 weiter begünstigt, da diese Biegung bzw. Wölbung der Holzsitzschale im wesentlichen an die Form des Rückens des menschlichen Körpers angepaßt ist.

Die skiförmige Ausbildung der Kufen 1 und 2 hat den Vorteil, daß das Kufenfahrzeug auch bei Fahrten außerhalb markierter Pisten bzw. im Tiefschnee nur wenig einsinkt. Dies ist für Tourengänger von großem Vorteil.

Zum Verbringen des Kufenfahrzeugs vom zweiten zusammengeklappten Zustand gemäß Fig. 4 in den Betriebszustand gemäß Fig. 1 ist es lediglich notwendig, die am Gurtband gleitend gelagerten Haken 17 und 18 aus den auf der Unterseite der Holzsitzschale befindlichen Befestigungsschlaufen zu lösen, die Kufen 1 und 2 wieder in ihre Betriebsstellung auszuklappen und das Gurtband so zu befestigen, wie es in der Fig. 1 gezeigt ist.

Ein Kufenfahrzeug gemäß der Erfindung weist demnach neben einem Betriebszustand zwei verschiedene zusammengeklappte Zustände auf. Im ersten dieser zusammengeklappten Zustände ist das Kufenfahrzeug besonders platzsparend transportierbar. Im zweiten zusamengeklappten Zustand kann es ähnlich einem Rucksack auf dem Rücken einer Person getragen werden. Das Gurtband dient im Betriebszustand zum Lenken des Fahrzeugs und kann auch zum Hinterherziehen des Kufenfahrzeugs auf Schneewegen oder Pisten verwendet werden. Im zweiten zusammengeklappten Zustand werden mittels des Gurtbandes Schultertragegurte S1 und S2 sowie ein Bauchgurt S3 gebildet, wie es in der Fig. 4 gezeigt ist.

Um das Gewicht des Kufenfahrzeugs während des Transports gering zu halten, bestehen die Verstrebungen 3 und 4vorzugsweise aus einem Leichtmetall, beispielsweise aus Aluminium oder einer Titanlegierung.

Um die Fahreigenschaften des Kufenfahrzeugs im Betriebszustand zu verbessern, können die Kufen 1 und 2 leicht nach außen schräggestellt sein, so daß der Winkel zwischen jeder Kufen-/Verstrebungseinheit und der Sitzfläche größer ist als 90 Grad. In diesem Fall erfolgt ein Verschwenken der Kufen-/Verstrebungseinheit nach außen in den ersten zusammengeklappten Zustand beispielsweise um ca. 240 Grad.

Gegebenenfalls kann ein Kufenfahrzeug gemäß der Erfindung auch mit einer Bremsvorrichtung ausgestattet sein.


Anspruch[de]
  1. 1. Kufenfahrzeug, welches zwei Kufen, einen Sitz und den Sitz mit den Kufen verbindende Verstrebungen aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Kufen (1, 2) inklusive der zugehörigen Verstrebung (3, 4) um eine sich in Längsrichtung des Fahrzeugs erstreckende Drehachse (D1, D2) nach außen und/oder innen verschwenkbar ist, so daß die Kufen im verschwenkten Zustand in unmittelbarer Nähe des oder auf dem Sitz zum Liegen kommen.
  2. 2. Kufenfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Kufen inklusive der zugehörigen Verstrebung nach außen um mehr als 180° verschwenkbar ist.
  3. 3. Kufenfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Kufen inklusive der zugehörigen Verstrebung nach außen um ca. 270° verschwenkbar ist.
  4. 4. Kufenfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kufen Holzkufen sind.
  5. 5. Kufenfahrzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Holzkufen an ihrer Unterseite mit einem Metallbeschlag (8) versehen sind.
  6. 6. Kufenfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kufen skiförmig ausgeführt sind.
  7. 7. Kufenfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kufen auf ihrer Oberseite mit Befestigungsmitteln (9, 10) für die Verstrebungen (3, 4) versehen sind.
  8. 8. Kufenfahrzeug nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsmittel Schraubverbindungen sind.
  9. 9. Kufenfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstrebungen Leichtmetall-Verstrebungen sind.
  10. 10. Kufenfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstrebungen trapezförmig geformt sind.
  11. 11. Kufenfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Sitz (5) an seinen Außenseiten unterhalb der Sitzfläche positionierte rohrförmige Aufnahmeelemente (11, 12) hat, in denen ein die Oberseite der Verstrebung (3) bildendes Rohr (3a) gelagert ist.
  12. 12. Kufenfahrzeug nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß an jeder Außenseite des Sitzes (5) zwei rohrförmige Aufnahmeelemente vorgesehen sind.
  13. 13. Kufenfahrzeug nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die rohrförmigen Aufnahmeelemente jeweils mittels einer Schraubverbindung (13) auf der Unterseite der Sitzfläche befestigt sind.
  14. 14. Kufenfahrzeug nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die rohrförmigen Aufnahmeelemente Arretierungsmittel (14) aufweisen.
  15. 15. Kufenfahrzeug nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Kufen inklusive der zugehörigen Verstrebung nach einem Lösen der Arretierungsmittel nach außen und/oder innen verschwenkbar ist.
  16. 16. Kufenfahrzeug nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Arretierungsmittel jeweils einen mit einer Feder zusammenwirkenden Sicherungsbolzen aufweisen.
  17. 17. Kufenfahrzeug nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Sicherungsbolzen einen schlaufenförmigen Abschluß (14a) aufweist und daß durch ein Ziehen am schlaufenförmigen Abschluß der Sicherungsbolzen zum Lösen der Arretierung aus einer in der Oberseite der Verstrebung vorgesehenen Nut ziehbar ist.
  18. 18. Kufenfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Sitz (5) eine gebogene Holzsitzschale ist.
  19. 19. Kufenfahrzeug nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe der Verstrebungen derart gewählt ist, daß die Unterseiten der Kufen in verschwenktem Zustand aneinander zum Liegen kommen.
  20. 20. Kufenfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es mit einem Gurtband (7) versehen ist.
  21. 21. Kufenfahrzeug nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Kufen auf der Oberseite ihres vorderen Endbereiches Befestigungsmittel (15, 16) für das Gurtband aufweisen.
  22. 22. Kufenfahrzeug nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Sitz (5) in seinem hinteren Bereich auf seiner Unterseite Befestigungsmittel für das Gurtband aufweist.
  23. 23. Kufenfahrzeug nach einem der Ansprüche 20 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß das Gurtband einen Schnappverschluß (23) aufweist.
  24. 24. Kufenfahrzeug nach einem der Ansprüche 20 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß das Gurtband längenverstellbar ist.
  25. 25. Kufenfahrzeug nach einem der Ansprüche 20 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß die auf der Oberseite des vorderen Endbereiches der Kufen und die auf der Unterseite im hinteren Bereich des Sitzes vorgesehenen Befestigungsmittel metallische Befestigungsschlaufen sind, an denen das Gurtband mittels eines am Gurtband gleitend angebrachten Hakens (18, 19) befestigbar ist.
  26. 26. Kufenfahrzeug nach einem der Ansprüche 20 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß der Sitz in seinem vorderen Bereich auf seiner Unterseite Befestigungsmittel für das Gurtband aufweist.
  27. 27. Kufenfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es im vorderen Bereich seines Sitzes ein Griffloch (6) aufweist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com