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Dokumentenidentifikation DE10004666A1 09.08.2001
Titel Radbremsvorrichtung
Anmelder Straka, Sieghart, Dipl.-Ing., 10629 Berlin, DE
Erfinder Straka, Sieghart, Dipl.-Ing., 10629 Berlin, DE
Vertreter Wellner, H., Dipl.-Ing.(FH), Pat.-Anw., 08340 Beierfeld
DE-Anmeldedatum 03.02.2000
DE-Aktenzeichen 10004666
Offenlegungstag 09.08.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.08.2001
IPC-Hauptklasse B60T 1/06
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine durch äußere Kraft betätigte Bremsvorrichtung, insbesondere für Räder mit kleinem Durchmesser.
Die Aufgabe der Erfindung, eine einfache und kostengünstige Bremsvorrichtung zu schaffen, welche nicht auf die Lauffläche des Rades oder direkt auf die Fahrbahn wirkt, wird dadurch gelöst, daß die auf die Flanke des zu bremsenden Rades (7) wirkende Bremsvorrichtung (1) einteilig aus einem Rückstellelement (3) und einer Bremsfläche (4) gebildet ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine durch äußere Kraft betätigte Bremsvorrichtung, insbesondere für Räder mit kleinem Durchmesser.

Einfache Bremsvorrichtungen sind an Tretrollern als Fußbremsen oder an Rollschuhen (auch bekannt unter dem Begriff Inline-Skate) als Gummistopper bekannt. Diese Bremsvorrichtungen werden indirekt mittels einer Mechanik oder direkt durch die Bewegung des Fußes betätigt.

Der Nachteil dieser Bremsvorrichtungen besteht darin, daß diese direkt auf die Lauffläche des Rades bzw. direkt auf die Fahrbahn wirken und damit die Bremse in der Wirkung vom Zustand der Lauffläche des Rades bzw. vom Zustand der Fahrbahn abhängig ist.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfache und kostengünstige Bremsvorrichtung zu schaffen, welche nicht auf die Lauffläche des Rades oder direkt auf die Fahrbahn wirkt.

Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 angegebenen Merkmale gelöst.

Die Vorteile, die durch die Erfindung erreicht werden bestehen darin, daß gegenüber den bekannten technischen Lösungen der Wirkbereich der Bremse von der Lauffläche des Rades auf die seitliche(n) Flanke(n) verlegt wird (werden). Dabei ist nur ein minimaler Platzbedarf erforderlich.

Durch die Trennung von Bremsfläche und Lauffläche wird verhindert, daß durch das Rad eventuell angesammelte Verunreinigungen oder dgl. die Bremswirkung beeinträchtigen und den Verschleiß der Lauffläche des gebremsten Rades erhöhen.

In vorteilhafter Weise ist die Bremseinrichtung einteilig ausgeführt.

In einer einzigen Baugruppe werden die Funktionen Befestigungsmöglichkeit der Bremsvorrichtung selbst, Rückstellelement, Bremsfläche(-belag) und Befestigungsmöglichkeit für die Betätigung vereint.

Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung sind aus den übrigen Unteransprüchen und aus dem nachfolgend anhand der Zeichnung prinzipmäßig beschriebenen Ausführungsbeispiel ersichtlich.

Es zeigt

Fig. 1 eine Seitenansicht auf die einseitig wirkende Radbremsvorrichtung;

Fig. 2 eine Draufsicht auf die einseitig wirkende Radbremsvorrichtung;

Fig. 3 eine Draufsicht auf die einseitig wirkende Radbremsvorrichtung, jedoch mit gekoppelten Rädern;

Fig. 4 eine Draufsicht auf die zweiseitig wirkende Radbremsvorrichtung.

In Fig. 1 wird die Anordnung der einteiligen Bremsvorrichtung 1 - einseitig wirkend - in einer Seitenansicht dargestellt.

Die Bremsvorrichtung 1 besteht aus der Bremsbefestigung 2, dem Rückstellelement 3, der Bremsfläche 4 und der steifen Betätigungsbefestigung 5. Die Bremsvorrichtung 1 ist hier auf der stehenden Achse 6 des Rades 7 befestigt. Sie kann zusätzlich an einem feststehenden Widerlager 8 abgestützt sein. Wie in Fig. 2 dargestellt, kommt es beim Einleitung der Kraft 9 zu einer elastischen Verformung des Rückstellelements 3 (gestrichelte Darstellung), wodurch sich die Bremsfläche 4 an die seitliche Flanke des Rades 7 anlegt und so der Bremsvorgang mittels Reibung bewirkt wird.

Nach einer Entlastung durch Verringerung der aufgebrachten Kraft 9 federt die Bremsfläche 4 in ihre Ausgangsstellung zurück.

In Fig. 3 wird als eine weitere Ausgestaltung der vorgenannte konstruktive Aufbau und die Funktionsweise der Bremsvorrichtung 1 auf die mit einer Kupplung 10 verbundenen Räder 7 und 11 dargestellt.

Eine Erhöhung der Bremswirkung kann erreicht werden, indem beidseitig des Rades 7 die Bremsvorrichtungen angeordnet werden, wie dies in Fig. 4 dargestellt wird.

Hier ziehen die zeitgleich aufgebrachten Kräfte 9 und 14 die Bremsflächen 4 und 13 gegen die Flanken des Rades 7.

An den Bremsflächen 4 bzw. 13 können zur Verbesserung der Bremswirkung zusätzlich Reibbeläge 12 angeordnet werden. Aufstellung der verwendeten Bezugszeichen 1 Bremsvorrichtung

2 Bremsbefestigung

3 Rückstellelement

4 Bremsfläche

5 Betätigungsbefestigung

6 Achse

7 Rad

8 Widerlager

9 Kraft

10 Kupplung

11 Rad

12 Bremsbelag

13 Bremsfläche


Anspruch[de]
  1. 1. Radbremsvorrichtung, insbesondere für Räder mit kleinem Durchmesser, dadurch gekennzeichnet, daß die auf die Flanke des zu bremsenden Rades (7) wirkende Bremsvorrichtung (1) einteilig aus einem Rückstellelement (3) und einer Bremsfläche (4) gebildet ist.
  2. 2. Radbremsvorrichtung, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aus dem Rückstellelement (3) und der Bremsfläche (4) gebildete Bremsvorrichtung (1) auf die Flanke zweier mit einer Kupplung verbundenen Räder (7, 11) wirkt.
  3. 3. Radbremsvorrichtung, nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die aus den Rückstellelementen (3) und den Bremsflächen (4, 13) gebildeten Bremsvorrichtungen (1) auf die Flanken der Räder (7, 11) wirkt.
  4. 4. Radbremsvorrichtung, nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Bremsfläche (4 bzw. 13) mindestens ein Reibbelag (12) angeordnet ist.






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