PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69612547T2 09.08.2001
EP-Veröffentlichungsnummer 0807280
Titel DRUCKENTWICKLUNGSGERÄT
Anmelder Cycolor, Inc., Miamisburg, Ohio, US
Erfinder KING, Dave, Julius, Huber Heights, US;
RANEY, Tommy, Germantown, US
Vertreter BOEHMERT & BOEHMERT, 28209 Bremen
DE-Aktenzeichen 69612547
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 29.01.1996
EP-Aktenzeichen 969052109
WO-Anmeldetag 29.01.1996
PCT-Aktenzeichen US9600979
WO-Veröffentlichungsnummer 9624089
WO-Veröffentlichungsdatum 08.08.1996
EP-Offenlegungsdatum 19.11.1997
EP date of grant 18.04.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.08.2001
IPC-Hauptklasse G03F 7/00

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf ein bildgebendes System unter Verwendung von bildgebenden Bögen, die zerbrechbare bzw. zerstörbare photosensitive Mikrokapseln enthalten, und insbesondere auf ein Entwicklergerät mit Spannkraftarmen zum Entwickeln von Bildern in Kontakt mit dem bildgebenden Bogen durch Druckentwicldung, wobei ein Punktkontaktelement im Kontakt mit der äußeren Oberfläche des bildgebenden Bogens verwendet wird.

Die US-Patente 4,399,209, 4,416,966, 4,440,846, 4,842,981, 4,865,943, und 4,766,050, die alle für die The Mead Corporation eingetragen sind, beschreiben ein bildgebendes System, bei dem eine lichtempfindliche Schicht, die mit Mikrokapseln versehen ist, die in der inneren Phase eine lichtempfindliche Zusammensetzung enthalten, Bild für Bild einer aktinischen bzw. chemisch wirksamen Strahlung ausgesetzt wird und einer gleichmäßigen zerbrechenden Kraft unterworfen wird, woraufhin die Mikrokapseln zerbrechen und Bild für Bild die innere Phase freisetzen, die mit einem Entwicklermaterial reagiert, um darin ein Bild zu erzeugen. Das bildgebende System ist besonders vorteilhaft, weil es ein vollkommen trockenes System ist und nicht auf der Anwendung von nassen Entwicklungs- und Verarbeitungslösungen beruht, um das Bild zu erzeugen. Ein bilderzeugendes, farbenerzeugendes Material, wie etwa ein im wesentlichen farbloser farbbildender Stoff, ist typischerweise den Mikrokapseln zugeordnet. Wenn die Mikrokapseln brechen, reagiert der farberzeugende Stoff Bild für Bild mit einem Entwicklermaterial und erzeugt ein farbiges Bild. In den Ausführungsformen, die in den in Bezug genommenen Patenten beschrieben sind, werden die Mikrokapseln typischerweise dadurch zerstört, daß die Bild für Bild belichteten bzw. bestrahlten bildgebenden Bögen durch den Walzenspalt zwischen einem Paar von Kalanderrollen durchgeführt werden.

Obwohl kein großer Druck erforderlich ist, um die Mikrokapseln zu zerbrechen, werden üblicherweise große und für hohen Druck bestimmte Kalanderrollen verwendet, um die bildgebenden Bögen zu entwickeln. Auch sorgfältig bearbeitete, metallische Kalanderrollen weisen unebene Oberflächen auf. Wenn eine Rolle lediglich auf eine andere aufgelegt wird, stehen die Oberflächen der Rollen nicht über die gesamte Länge der Rollen in Kontakt miteinander. Durch Ausüben von Druck auf die Rollen werden die unebenen Oberflächen oder Oberflächenungleichmäßigkeiten "geglättet", so daß eine gleichmäßige Kontaktlinie zwischen den Rollen hergestellt wird. Der große Druck und die großen Abmessungen der Rollen sind notwendig, um eine gleichmäßige Verteilung der zerbrechenden Kräfte über die Oberfläche der bildgebenden Bögen zu erreichen. Wenn die zerbrechende Kraft nicht gleichmäßig verteilt ist, werden die bildgebenden Bögen ungleichmäßig entwickelt, und die tonalen Eigenschaften der sich ergebenden Bilder sind nicht gut.

Wenn die Breite der bildgebenden Bögen und die entsprechende Länge der Kalanderrollen zunimmt, muß auch der Durchmesser der Rollen vergrößert werden, um eine ausreichende Steifigkeit beizubehalten, so daß der Druck, der auf die Enden der Rollen aufgebracht wird, gleichmäßig über die gesamte Spannweite der Rollen verteilt ist. Als allgemeine Regel muß der Durchmesser der Rollen verdoppelt werden, wenn die Länge der Rollen verdoppelt wird, um eine ausreichende Steifigkeit beizubehalten. Somit werden Kosten und Abmessungen eines wirkungsvoll arbeitenden Entwicldergeräts der Druckbauart untragbar, wenn die Größe der bildgebenden Bögen zunimmt. Während größere Druckrollen in Entwicklungsgeräten aufgenommen werden können, die zur Entwicklung von relativ kleinen Kopien ausgelegt sind, bspw. mit einer Breite von 20 bis 30 cm (8 bis 12 Inch), werden allerdings bei bestimmten Anwendungen, bspw. bei Farbkorrekturabzügen, große Breiten der Kopien verwendet, die manchmal 90 cm (36 Inch) überschreiten. Diese Kopien sind so groß, daß es praktisch unmöglich ist, sie unter Verwendung von Druckrollen zu entwickeln.

Ein weiterer Nachteil bei der Entwicklung von bildgebenden Bögen mittels Hochdruck- Kalanderrollen besteht darin, daß ein Teil der im mittleren Tonbereich liegenden Qualität der entwickelten Bilder verloren geht. Dies liegt offensichtlich an einen Verlust an differenziellem Zerbrechen der Mikrokapseln und wird auch als "Sprenkelung bzw. Melierung im mittleren Tonbereich" bezeichnet. Somit sind eine Anzahl von Problemen bei der Auslegung von Kalanderrollen zur Druckentwicklung der vorstehend genannten bildgebenden Bögen aufgetreten.

Alternative Techniken zum Entwickeln von bildgebenden Bögen ohne voluminöse Hochdruckkalanderrollen sind im Stand der Technik bekannt. In dem US-Patent 4,448,516 des Anmelders werden die bildgebenden Bögen über eine Entwiclderrolle geführt, die eine faserige äußere Oberfläche aufweist, die aus miteinander verwobenen Natur- oder Kunststoffasern oder aus flexiblen Bürsten besteht. Die Entwicklerrolle wird in Kontakt mit den bildgebenden Bögen gedreht, um die auf den Bögen befindlichen Mikrokapseln zu zerstören.

Eine zweite Anordnung zum Erzeugen von Scherkräften zum Entwickeln bildgebender Bögen ist in dem US-Patent 4,578,340 des Anmelders offenbart, mit dem Titel "Free Particle Abrasion Development of Imaging Sheets Employing Photosensitive Microcapsules" (Entwicklung von bildgebenden Bögen durch Abrasion freier Partikel unter Verwendung von lichtempfindlichen Mikrokapseln), wobei bildgebende Bögen mit einem Bett aus freien Partikeln in Berührung gebracht werden, so daß die freien Partikel über die Mikrokapseln auf der Oberfläche der bildgebenden Bögen hinweggehen, um die Mikrokapseln zu zerstören. Eine dritte Anordnung ist in dem US-Patent 4,592,986 mit dem Titel "Magnetic Brush Abrasion Development of Imaging Sheets Employing Photosensitive Microcapsules" (Entwicklung bildgebender Bögen mittels magnetischer Bürsten-Abrasion unter Verwendung von lichtempfindlichen Mikrokapseln) beschrieben, wobei bildgebende Bögen dadurch entwickelt werden, daß die bildgebenden Bögen mit einer sich bewegenden Säule in Kontakt gebracht werden, die durch magnetisch anziehbare freie Partikel auf einer magnetischen Bürste gebildet wird.

Das US-Patent 4,648,699 des Anmelders beschreibt die Entwicklung eines bildgebenden Bogens, der Mikrokapseln enthält, indem ein Punktkontakt, der nachgiebig bzw. federnd in Zusammenwirken mit dem bildgebenden Bogen vorgespannt ist, über die gesamte Oberfläche des Bogens bewegt wird. Typischerweise ist der bildgebende Bogen an einem Zylinder befestigt, und ein Punktkontakt ist in federelastischem Druckkontakt mit dem bildgebenden Bogen positioniert. Wenn der Zylinder gedreht wird, wird der Punktkontakt gleichzeitig synchron mit der Drehung des Zylinders entlang des Zylinders bewegt, um die Mikrokapseln zu zerstören und das Bild auf dem bildgebenden Bogen zu entwickeln, oder aber der bildgebende Bogen kann auf einer ebenen Plattform angebracht sein, und der Punktkontakt wird über die Oberfläche des Bogens unter Verwendung einer X-Y-Transporteinrichtung bewegt. Ferner ist eine Vorrichtung zum Entwickeln einer fortlaufenden Bahn beschrieben, bei der der Punktkontakt die Oberfläche der Bahn auf einem kreisförmigen Weg überquert.

Während die alternativen Verarbeitungsanordnungen jeweils interessante Merkmale bieten und für ausgewählte Anwendungen vorteilhaft sein können, sind neuere Verfahrensweisen und Vorrichtungen wünschenswert, die einfache und weniger kostenaufwendige Techniken zum Entwickeln bildgebender Bögen bereitstellen.

Zusammenfassung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Druckentwicklergerät zum Zerstören der Mikrokapseln, die eine lichtempfindliche Schicht auf den vorgenannten bildgebenden Bögen bilden, dadurch, daß ein zu entwickelnder bildgebender Bogen abgestützt wird, daß ein Entwicklerkopf bereitgestellt wird, der zumindest ein Punktkontaktelement auf einem Spannarm in federelastischem Zusammenwirken mit den bildgebenden Bogen aufweist, und daß der Spannarm relativ quer über den bildgebenden Bogen oszilliert wird, wodurch das Punktkontaktelement dazu veranlaßt wird, eine gleichmäßige zerstörende Kraft auf den bildgebenden Bogen auszuüben, so daß die Mikrokapseln zerstört werden und ein Bild auf einem Träger gebildet wird, der in innigem Kontakt mit dem bildgebenden Bogen steht. Die vorliegende Erfindung stellt einen wesentlichen Fortschritt gegenüber dem Stand der Technik im allgemeinen und gegenüber dem US-Patent 4,648,699 des Anmelders im besonderen dar, dadurch daß es einfacher und kosteneffektiver ist und eine bessere Übereinstimmung bietet.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung oszilliert ein Spannarm- Entwicklergerät um einen feststehenden Punkt herum, um eine Vielzahl bogenförmiger Wege zu erzeugen, und das belichtete bzw. bestrahlte bildgebende System wird entlang eines longitudinalen Wegs senkrecht zu den bogenförmigen Wegen des oszillierenden Spannarm- Entwicklergeräts bewegt, so daß das Punktkontaktelement in gleichzeitiges bidirektionales Zusammenwirlcen mit der Oberfläche des bildgebenden Mediums elastisch federnd vorgespannt ist.

In einer anderen Ausführungsform ist der belichtete bildgebende Bogen in einer Stellung fixiert, und das Spannarm-Entwicklergerät wird entlang eines longitudinalen Wegs bewegt, senkrecht zu den bogenförmigen Wegen, die durch das oszillierende Spannarm- Entwicklergerät gebildet werden, so daß das Punktkontaktelement in innigen Kontakt mit dem bildgebenden Bogen elastisch federnd vorgespannt ist.

In einer anderen Ausführungsform der Erfindung sind sowohl der belichtete bildgebende Bogen als auch das Spannarm-Entwicklergerät in einer Stellung fixiert, und der Entwicklerkopf wird beweglich entlang der Welle des Arms in synchronisierter Bewegung mit der Oszillation des Arms eingesetzt, so daß das Punktkontaktelement elastisch federnd in innigen Kontakt mit dem bildgebenden Bogen vorgespannt ist. Bei dieser Ausführungsform kann sich der Entwicklerkopf entlang der Welle des Arms schrittweise am Ende einer jeden Oszillation bewegen, so daß der Entwicklerkopf den bildgebenden Bogen entlang einer Vielzahl von bogenförmigen Wegen überquert, oder die Bewegung des Entwicklerkopfs kann so synchronisiert sein, daß der Entwicklerkopf den bildgebenden Bogen auf einer Vielzahl von linearen Wegen fortlaufend überquert, die senkrecht zu der longitudinalen Achse bzw. Längsachse des bildgebenden Bogens sind.

In einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird die Spannung, die durch das Punktkontaktelement ausgeübt wird, das in dem Entwicklerkopf auf dem oszillierenden Spannarm angeordnet ist, durch eine Druckeinrichtung bereitgestellt, bspw. durch Druckluft oder eine Druckfeder, die so angeordnet sind, daß Druck auf das Punktkontaktelement entlang der oszillierenden Wege ausgeübt wird.

In einer weiteren Ausführungsform wird der gleichmäßige Druck durch die elastische Federspannung oder ein Drehmoment bereitgestellt, die durch einen flexiblen Spannarm erzeugt werden.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

Fig. 1 zeigt eine Draufsicht von oben auf das Spannarm-Entwicklergerät nach der vorliegenden Erfindung;

Fig. 2 zeigt eine seitliche Querschnittsansicht des Spannarm-Entwicklergeräts nach der vorliegenden Erfindung;

Fig. 3 bis 5 sind Querschnittsansichten von der Erläuterung dienenden Ausführungsformen von Punktkontaktmitteln, die in der vorliegenden Erfindung verwendet werden können;

Fig. 6 bis 8 sind Draufsichten von oben auf den Entwicklerkopf, die unterschiedliche Ausgestaltungen der mehrfachen Punktkontaktelemente erläutern.

Detaillierte Beschreibung der Erfindung

Fig. 1 und 2 erläutern eine Draufsicht von oben und eine seitliche Querschnittsansicht einer Ausführungsform des vorliegenden Spannarm-Entwicklergeräts zum Entwickeln eines bildgebenden Bogens 14 gemäß der Erfindung. Das Gerät 10 weist einen Spannarm 16 auf, einen Entwicklerkopf 18 am distalen Ende des Arms 16, der ein Punktkontaktelement 36 aufweist, das in innigem Kontakt mit der Oberfläche 12 des belichteten bildgebenden Bogens 14 steht, einen Schlitz 20 am proximalen Ende des Arms 16 zum Zusammenwirken mit einem Zapfen 22 auf einem Exzenter 24, einen Motor M zum Drehen des Exzenters 24, und eine vertikale Achse 26, um die der Arm 16 schwenkt, wodurch der Arm 16 dazu veranlaßt wird, vor und zurück zu oszillieren, so daß das Punktkontaktelement 36 eine Vielzahl von bogenförmigen Wegen quer über die Oberseite 12 eines belichteten bildgebenden Bogens 14 ausführt. Wenn der bildgebende Bogen 14 in Längsrichtung mittels Antriebsrollen 28 durch das Gerät 10 bewegt wird, bewegt sich das Punktkontaktelement 36 in einer Vielzahl von bogenförmigen Wegen quer über die Oberfläche 12 des belichteten bildgebenden Bogens 14, wobei diese im wesentlichen den gesamten bildgebenden Bereich des belichteten bildgebenden Bogens 14 überqueren. Die Mikrokapseln werden dadurch zerstört, daß ein Druck durch das Punktkontaktelement 36 auf den belichteten bildgebenden Bogen 14 ausgeübt wird, wenn der bildgebende Bogen zwischen dem Punktkontaktelement 36 und der Entwicklerplatte 30 hindurchgeht, was dazu führt, daß die innere Phase aus den zerstörten Mikrokapseln freigesetzt wird, wobei sie mit dem Entwicklermaterial reagiert, um ein sichtbares Bild zu erzeugen.

Gemäß einem Aspekt der Erfindung wird eine Spannung bzw. Spannkraft auf die Oberfläche 12 des belichteten bildgebenden Bogens 14 durch das Punktkontaktelement 36 ausgeübt, was das Ergebnis einer nach unten gerichteten elastischen Federspannung bzw. eines Drehmoments in dem Spannarm 16 ist. Gemäß einem anderen Aspekt der Erfindung wird die Spannung durch eine Druckeinrichtung ausgeübt, die in Fig. 3 und 5 in Form eines Druckfederelements 32 dargestellt ist, das zwischen dem Punktkontaktelement 36 und dem Tragteil 34 für das Punktkontaktelement angeordnet ist.

Fig. 3 zeigt in einer Querschnittsansicht die Ausführungsform, in der der Druck, der auf das Punktkontaktelement 36 ausgeübt wird, durch ein Druckfederelement 32 bereitgestellt wird, das in einer Hülse 38 angeordnet ist. Das Punktkontaktelement 36 ist in einem Sockel 40 des Tragteils 34 gehalten. Das Tragteil 34 ist schiebebeweglich in einer Hülse 38 durch ein Haltemittel 42 auf der Hülse 38 gehalten, das in einem Einsatz 44 sitzt, so daß sich der Träger 34 in einer vertikalen Richtung bewegen kann und das Federelement 32 den Träger 34 dazu veranlaßt, in einer von dem Arm 16 nach unten weisenden Richtung elastisch federnd vorgespannt zu sein.

In einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird der Druck auf die Oberfläche des belichteten bildgebenden Bogens 14 durch das Punktkontaktelement 36 als Ergebnis einer elastischen Federspannung bzw. eines Drehmoments in einem flexiblen Spannarm ausgeübt. In dieser Ausführungsform, wobei der Druck durch einen flexiblen Arm erzeugt wird, kann der Entwicklerkopf 18 ein einfaches Gehäuse sein, das mit dem Arm 16 verbunden ist, wobei der Träger 34 ein Punktkontaktelement 36 in einem Aufnahmesockel 40 hält, wie in Fig. 4 dargestellt ist. Ähnliche Halterungen werden in Kugelschreibern verwendet. Wenn ein zusätzlicher Druck gewünscht ist, kann ein Druckfederelement oder Druckluft eine Druckkraft auf das Punktkontaktelement 36 ausüben, wie in Fig. 3 zusammen mit dem flexiblen Spannarm dargestellt ist.

Im allgemeinen hängt eine Druckbelastung, die auf das Punktkontaktelement 36 aufzubringen ist, sowohl vom Typ des Substrats, auf dem das Punktkontaktelement 36 abrollt, als auch von dem Durchmesser des Punktkontaktelements 36 selbst ab. Es ist herausgefunden worden, daß eine Druckbelastung von bis zu etwa 1,36 kg (3 Pound) auf den Punktkontakt ausreichend ist, um die vorliegende Erfindung auszuführen, und eine Belastung von etwa 0,45 bis 0,73 kg (1 bis 1,6 Pound) zu bevorzugen ist, wenn der Durchmesser des Punktkontaktelements 36 6 mm (1/4 Inch) beträgt und das Substrat ein Polyesterfilm ist. Wenn der Durchmesser des Punktkontaktelements 36 etwa 3 mm (1/8 Inch) beträgt und das Substrat ein Polyesterfilm ist, wird angenommen, daß die Druckbelastung auf etwa 0,23 kg (0,5 Pound) abnehmen könnte.

Während der rotierende Kugel-Punktkontakt, wie er in Fig. 3, 4 und 5 dargestellt ist, zur Verwendung bei der vorliegenden Erfindung bevorzugt ist, kann auch eine starre Vorrichtung mit einer nicht drehbaren Spitze verwendet werden. Weiterhin liegt es innerhalb des Bereichs der vorliegenden Erfindung, mehrere bzw. vielfache drehbare oder nicht drehbare Punktkontaktelemente zu verwenden, die federnd elastisch in Kontakt mit der Oberfläche des belichteten bildgebenden Bogens vorgespannt sind, um mehrfache Wege quer über die Oberfläche des Bogens zu erzeugen. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind die mehrfachen Punktkontaktelemente so angeordnet, daß jedes einzelne Element einen Weg erzeugt, der parallel und geringfügig versetzt von den Wegen benachbarter Elemente ist. Bei dieser Anordnung überlappen die Wege, um einen wesentlich breiteren Streifen bei jeder Oszillation des Elements zu erzeugen.

Fig. 6 erläutert die Anordnung kugelförmiger Punktkontaktelemente 36, bei der die Elemente 36 auf einer geraden Linie 46 angeordnet sind, die in Bezug auf die Querachse 48 des Entwicklerkopfs 18 leicht schräg ist. In Fig. 7 und 8 ist die Anordnung von Punktkontaktelementen 36 durch nicht lineare bzw. nicht geradlinige Linien 48 dargestellt, die in zickzackförmigen Anordnungen entlang der Querachse 48 bzw. der Längsachse 50 des Entwicklerkopfs 16 angeordnet sind. Andere Anordnungen sind möglich, bspw. eine kreisförmige Anordnung von Punktkontaktelementen in Bezug auf den Anwendungskopf.

Das Punktkontaktelement, das in der vorliegenden Erfindung bevorzugt wird, ist eine Lagerung oder Kugel, die frei in einem Aufnahmesockel 40 rotiert, wodurch sie einen ausreichenden Druck erzeugt, um die Mikrokapseln in dem bildgebenden Bogen zu zerstören. Das Punktkontaktelement besteht aus einem beliebigen harten Material wie Metall, bspw. Stahl, Messing usw., oder aus einem Polymer mit ultrahohem Molekulargewicht, bspw. aus Polyethylen UHMW (mit ultrahohem Molekulargewicht). Besonders gute Ergebnisse sind bei Verwendung eines Punktkontaktelements erzielt worden, das aus Messing besteht. Die Größe des Punktkontaktelements ist nicht kritisch, allerdings ist herausgefunden worden, daß ein bevorzugter Bereich der Größe der Kugel zwischen etwa 0,78 mm (1/32 Inch) und 12,5 mm (1/2 Inch) liegen sollte, während der am meisten bevorzugte Durchmesser der Kugel etwa 3 mm (1/8 Inch) betragen sollte.

In dem bevorzugten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist das kugelförmige Punktkontaktelement zur Drehung in einer beliebigen Richtung innerhalb des Sockels frei. Wie allerdings in Fig. 7 dargestellt ist, ist das kugelförmige Punktkontaktelement 36 auf einer Achse 52 gelagert und ist somit auf entweder vorwärts- oder rückwärtsgerichtete Drehung beschränkt. Zum Zwecke der Erläuterung wird der Druck in Fig. 5 durch ein Federelement erzeugt, wobei allerdings ein solcher Druck auch durch ein pneumatisches Drucksystem erzeugt werden könnte, bei dem Luft als druckerzeugendes Mittel verwendet wird, oder der Druck könnte durch Federspannung oder Drehmoment erzeugt werden, wie er sich bspw. aus einem flexiblen Arm ergibt.

Damit das Entwicklergerät 10 in gleichzeitiges bidirektionales Zusammenwirken mit der Oberfläche des belichteten bildgebenden Bogens elastisch federnd vorgespannt wird, ist es notwendig, entweder den bildgebenden Bogen oder das Entwicklergerät in einer longitudinalen Richtung bzw. Längsrichtung in wesentlichen senkrecht zur Oszillation des Spannarms zu bewegen. In einer bevorzugten Ausführungsform wird der belichtete bildgebende Bogen 14 gemäß der vorliegenden Erfindung transportiert, wobei die Richtung der Bewegung die Richtung des Pfeils ist, wie in Fig. 1 dargestellt ist. Der belichtete bildgebende Bogen 14 wird mittels gummibeschichteter Rollen 28 über eine Entwicklerplatte 30 hinwegbewegt. Während der belichtete bildgebende Bogen 14 zwischen dem kugelförmigen Punktkontaktelement 36 und der Entwicklerplatte 30 transportiert wird, wird der Spannarm 16 durch den rotierenden Exzenter 24 in Querrichtung oszilliert. Die Bewegung des kugelförmigen Punktkontaktelements 36 entweder über die obere oder über die untere Oberfläche des belichteten bildgebenden Bogens 14 erzeugt einen Druckstreifen entlang des Bewegungswegs, wodurch die Entwicklung eines kleinen Abschnitts des Bilds entsprechend dem Druckstreifen hervorgerufen wird. Während der Exzenter seine Drehung fortsetzt, wird der Spannarm 16 in der entgegengesetzten Richtung bewegt, wodurch ein Druckstreifen erzeugt wird, der den vorhergehenden Streifen überlappt, vorzugsweise um etwa 10 bis 30% und höchst vorzugsweise um etwa 18 %. Der belichtete bildgebende Bogen 14 kann fortlaufend bzw. ununterbrochen über die Entwicklerplatte 13 hinwegbewegt werden, oder er kann in speziellen Schritten bewegt werden, bis der gesamte belichtete bildgebende Bogen entwickelt ist.

Der vorstehend beschriebene bildgebende Bogen ist als ein belichteter bildgebender Bogen charakterisiert worden und wird typischerweise auch als solcher verwendet, wobei allerdings die Verwendung eines belichteten bildgebenden Bogens bei der Ausführung der vorliegenden Erfindung nicht zwangsläufig erforderlich ist.


Anspruch[de]

1. Druckentwicklergerät zur Verwendung zum Entwickeln von Bildern im Bildbereich eines photosensitiven bildgebenden Bogens, der Mikrokapseln enthält, wobei das Gerät umfaßt:

einen Entwicklerkopf mit einer Vielzahl von Punktkontaktelementen, wobei die Punktkontaktelemente unter Vorspannung in Kontakt mit einer Oberfläche des genannten bildgebenden Bogens gebracht sind;

einen Antriebsmechanismus, der mit dem Entwicklerkopf gekoppelt ist, um den Entwicklerkopf über die Oberfläche des bildgebenden Bogens oszillieren zu lassen; und

Mittel, um eine longitudinale Bewegung zwischen dem Entwicklerkopf und dem bildgebenden Bogen zu erzeugen,

wobei der Entwicklerkopf über die Oberfläche des bildgebenden Bogens oszilliert und die Punktkontaktelemente einen gleichmäßigen Druck entlang einer Vielzahl von Pfaden über die Oberfläche des bildgebenden Bogens ausüben, ausreichend um die Mikrokapseln im wesentlichen in dem gesamten bildgebenden Bereich zu zerstören,

wobei die Vielzahl von Kontaktelementen so angeordnet ist, daß jedes Element einen Weg bereitstellt, der parallel und leicht versetzt zu den Wegen der benachbarten Elemente ist.

2. Druckentwicklergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vielzahl von Punktkontaktelementen entlang einer geraden Linie angeordnet ist.

3. Druckentwicklergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vielzahl von Punktkontaktelementen entlang einer nicht geraden Linie angeordnet ist.

4. Druckentwicklergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen Arm, der zur Oszillation über die Oberfläche des bildgebenden Bogens angebracht ist,

Mittel zum Oszillieren des Arms über die Oberfläche des bildgebenden Bogens,

Mittel zum Erzeugen einer longitudinalen Bewegung zwischen dem Arm und dem bildgebenden Bogen,

wobei der Entwicklerkopf entlang der Achse des Arms positioniert werden kann.

5. Druckentwicklergerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Oszillieren des Arms über die Oberfläche des bildgebenden Bogens einen Exzenter aufweisen.

6. Druckentwicklergerät nach Anspruch 5. dadurch gekennzeichnet, daß der Arm auf einem Drehzapfen montiert ist, senkrecht zu der Oberfläche des bildgebenden Bogens, wobei der Arm einen Schlitz am proximalen Ende aufweist, um mit einem Zapfen auf dem Exzenter zusammenzuwirken.

7. Druckentwicklergerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Entwicklerkopf in Richtung auf das distale Ende des Arms angeordnet ist.

8. Druckentwicklergerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Entwicklerkopf entlang der Achse des Arms bewegbar ist, wobei die Bewegung des Entwicklerkopfs entlang der Achse synchronisiert ist mit der Oszillation des Arms derart, daß die Punktkontaktelemente einen gleichmäßigen Druck entlang einer Vielzahl von linearen Pfaden ausüben.

9. Druckentwicklergerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Punktkontaktelement ein sphärisches Element ist, das einen Durchmesser von etwa 0,78 mm (1/32 Inch) bis etwa 12, 5 mm (1/2 Inch) aufweist, und der genannte gleichmäßige Druck einer Last von etwa 0,23 lcg (0,5 Pounds) bis zu 1,36 kg (3 Pounds) entspricht. 10. Druckentwicldergerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Oszillieren des Arms eine Schwenkbewegung des Arms und eine bogenförmige Bewegung des Entwicklerkopfs zur Folge haben.

11. Druckentwicklergerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das sphärische Element zur Rotation in einem geeigneten Aufnahmesockel gehalten ist, der in dem Entwicklerkopf angeordnet ist, wobei es zu Punktkontakten des genannten sphärischen Elements kommt, während es in dem genannten Sockel und über die Oberfläche des bildgebenden Bogens rotiert.

12. Druckentwicldergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das sphärische Element einen Durchmesser von 3 mm (1/8 Inch) hat.

13. Druckentwicklergerät nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der gleichmäßige Druck einer Last von 0,45 kg (1 Pound) bis 0,73 kg (1,6 Pounds) auf den Punktkontakt entspricht.

14. Druckentwicklergerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Arm derart bezüglich des bildgebenden Bogens angebracht ist, daß eine abwärts gerichtete Spannung in dem Arm auftritt, die die Punktkontaktelemente elastisch federnd vorgespannt in ständigen Kontakt mit der Oberfläche des bildgebenden Bogens bringt.

15. Druckentwicklergerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Entwicklerkopf eine Druckeinrichtung enthält, die auf die Punktkontaktelemente wirkt und die Punktkontaktelemente elastisch federnd in kontinuierlichen Kontakt mit der Oberfläche des bildgebenden Bogens vorspannt.

16. Druckentwicklergerät nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckeinrichtung eine Druckfeder enthält.

17. Druckentwicklergerät nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckeinrichtung eine Druckluftquelle enthält.

18. Druckentwicklergerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Punktkontaktelement mit dem Entwicklerkopf über eine Welle verbunden ist.

19. Druckentwicklergerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der bildgebende Bogen am Ende einer jeden Oszillation des Entwicklerkopfs intermittierend entlang eines linearen Längspfades senkrecht zu den Pfaden, die von den Punktkontaktelementen gebildet werden, bewegt wird so daß die Punktkontaktelemente elastisch federnd in gleichzeitigen bidirektionalen Kontakt mit der Oberfläche des bildgebenden Bogens vorgespannt sind, wobei ein gleichmäßiger Druck auf die gesamte Bildfläche aufgebracht wird.

20. Druckentwicklergerät nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Pfade überlappen.







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com