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Dokumentenidentifikation DE10010290A1 06.09.2001
Titel Elektronisches Überlastrelais
Anmelder ABB Patent GmbH, 68309 Mannheim, DE
Erfinder Wilmers, Andreas, Dipl.-Phys., 69124 Heidelberg, DE
DE-Anmeldedatum 02.03.2000
DE-Aktenzeichen 10010290
Offenlegungstag 06.09.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.09.2001
IPC-Hauptklasse H01H 73/12
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf ein elektronisches Überlastrelais (1), insbesondere zur Verwendung zusammen mit einem Schütz (2) als Motorstarter. Innerhalb eines Gehäuses (3) des Überlastrelais (1) sind angeordnet: erste Schaltungsteile (4, 5) zur Realisierung üblicher Überlastrelais-Funktionen, zweite Schaltungsteile (6, 7) zur Realisierung einer Schaltrelais-Steuerung (6) und eines ASI(Aktor Sensor Interface)-Buskopplers (7), ein Schaltrelais (8) zur Steuerung einer Betätigungsspule (16) des Schütz (2), Anschlußklemmen (9, 10) für Busleitungen (11) und Steuerleitungen (12), sowie entweder Meßleitungsanschlüsse (13) für Stromsignale oder Lastanschlußklemmen (14) zur Durchleitung eines Laststromes, wobei im zweiten Fall auch Stromsensoren (15) innerhalb des Gehäuses (3) angeordnet sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein elektronisches Überlastrelais, das zusammen mit einem Schütz als Motorstarter einsetzbar ist.

Elektronische Überlastrelais sind dem Fachmann ebenso bekannt wie die artverwandten thermischen Überlastrelais, auch deren Kombination mit einer Busankopplung. Allerdings machen bekannte Überlastrelais-Anordnungen mit Busankopplung eine Kombination von getrennten Überlastrelais- und Buskoppler-Einheiten erforderlich. Eine solche Anordnung erfordert einen zusätzlichen Verdrahtungsaufwand zur Verbindung der einzelnen Teile, sowie einen relativ großen Platz in Einbauschränken. Eine Fernrückstellungs-Möglichkeit nach einer Auslösung wegen Überlast erfordert die Anordnung einer Fernrückstellspule als Zubehörteil.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein elektronisches Überlastrelais anzugeben, das bei verringertem Aufwand einen Busanschluß ermöglicht.

Diese Aufgabe wird durch ein elektronisches Überlastrelais gelöst, das die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale aufweist. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in weiteren Ansprüchen angegeben.

Das vorgeschlagene Überlastrelais ermöglicht eine besonders kompakte Bauweise. Die Gefahr von Verdrahtungsfehlern ist reduziert. Eine Fernrückstellungs-Möglichkeit ist gegeben, wobei keine Fernrückstellspule benötigt wird.

Eine weitere Beschreibung der erfindungsgemäßen Anordnung erfolgt nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels, das in Zeichnungsfiguren dargestellt ist.

Es zeigt:

Fig. 1 eine Motorstarter-Anordnung, und

Fig. 2 ein Schaltungsschema zur Motorstarter-Anordnung.

Fig. 1 zeigt eine mögliche Anordnung eines erfindungsgemäßen Überlastrelais 1 in einer Motorstarter-Anordnung, die außerdem ein Schütz 2 enthält, und an die Busleitungen 11 anschließbar sind.

Fig. 2 zeigt ein Schaltungsschema zu einer Anordnung gemäß Fig. 1. Dabei sind Kontakte des Schützes 2 dargestellt, an die Netzleitungen L1, L2, L3 angeschlossen sind. Abgangsleitungen des Schützes 2 sind über Klemmen 14 durch ein elektronisches Überlastrelais 1 zu einem Motor 20 geführt. Mittels Stromsensoren 15 wird der Laststrom erfaßt und über einen Signalumformer 4 zu einer Auswerteeinrichtung 5 geführt. Wenn Lastleitungen und Stromsensoren 15 außerhalb des Überlastrelais 1 angeordnet sein sollten, können Stromsignale über Klemmen 13 zum Signalumformer 4 geführt werden. Bevorzugt wird jedoch eine Anordnung, bei der alle innerhalb des strichpunktierten Linienzuges liegende Komponenten auf einer gemeinsamen Leiterplatte 17 angeordnet sind. Mit Bezugszeichen 21 sind Mittel zur Vororteinstellung von Parameterwerten bezeichnet. Die Auswerteeinrichtung 5 ist mit einer Schaltrelaissteuerung 6 verbunden, die ein Schaltrelais 8 steuert. Über einen Schaltkontakt 18 des Schaltrelais 8 und Anschlüsse 10 sind Steuerleitungen 12 zu einer Betätigungsspule 16 des Schützes 2 geführt. Betätigungsmittel 22 ermöglichen eine Rückstellung nach einer Auslösung.

Die Schaltrelaissteuerung 6 ist mit einem Slave-Buskoppler 7 für den ASI(Aktor Sensor Interface)-Bus verbunden, der über Klemmen 9 an die Busleitungen 11 angeschlossen ist. An die Busleitungen 11 ist außerhalb des Überlastrelais eine Steuereinrichtung 19 angeschlossen.

Die auf der Leiterplatte 17 enthaltenen Komponenten sind in SMD-Technik montiert. Dadurch ist eine sehr kompakte Bauweise erreicht, die einen Einbau der bestückten Leiterplatte 17 in ein Gehäuse eines bereits marktgängigen Überlastrelais EOL Typ E16DU ermöglicht. Zur Verdrahtung des Überlastrelais 1 mit der Betätigungsspule 16 und Busleitungen 11 über Klemmen 9 und 10 können vorteilhaft am E16DU- Gehäuse vorhandene Hilfskontaktklemmen benutzt werden.

Das Überlastrelais 1 mit integriertem Buskoppler 7 ermöglicht eine Fernschaltung, z. B. von der Steuereinrichtung 19 aus, eine Fernparametrierung, Fernrückstellung sowie Status-Meldungen.


Anspruch[de]
  1. 1. Elektronisches Überlastrelais (1), insbesondere zur Verwendung zusammen mit einem Schütz (2) als Motorstarter, wobei innerhalb eines Gehäuses (3) des Überlastrelais (1) angeordnet sind:
    1. a) erste Schaltungsteile (4, 5) zur Realisierung üblicher Überlastrelais- Funktionen,
    2. b) zweite Schaltungsteile (6, 7) zur Realisierung einer Schaltrelais-Steuerung (6) und eines ASI(Aktor Sensor Interface)-Buskopplers (7),
    3. c) ein Schaltrelais (8) zur Steuerung einer Betätigungsspule (16) des Schütz (2),
    4. d) Anschlußklemmen (9, 10) für Busleitungen (11) und Steuerleitungen (12), sowie
    5. e) entweder Meßleitungsanschlüsse (13) für Stromsignale oder Lastanschlußklemmen (14) zur Durchleitung eines Laststromes, wobei im zweiten Fall auch Stromsensoren (15) innerhalb des Gehäuses (3) angeordnet sind.
  2. 2. Überlastrelais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest alle Schaltungsteile (4, 5, 6, 7) und das Schaltrelais (8) auf einer gemeinsamen Leiterplatte (17) angeordnet sind.
  3. 3. Überlastrelais nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in einer Motorstarter-Anwendung ein Schaltkontakt (18) des Schaftrelais (8) mit der Betätigungsspule (16) des Schütz (2) in Reihe geschaltet ist.
  4. 4. Überlastrelais nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Buskoppler (7) für eine Kommunikation mit einer Steuereinrichtung (19), die an die Busleitungen (11) angeschlossen ist, eingerichtet ist, wobei der Buskoppler (7) insbesondere für folgende Funktionen eingerichtet ist:
    1. - Fern-Ein/Ausschaltung des Schütz (2),
    2. - Übertragung der "Ausgelöst"-Meldung zur Steuereinrichtung (19) und
    3. - Empfang und Umsetzung eines von der Steuereinrichtung (19) gesendeten Rücksetzbefehls.
  5. 5. Überlastrelais nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltung zur Schaltrelaissteuerung (6) dafür eingerichtet ist, das Überlastrelais nach einer parametrierbaren Zeit automatisch zurückzusetzen.






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