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Dokumentenidentifikation DE10108740A1 13.09.2001
Titel Bei Wärme klebebare Beschichtungs-Schicht, wahlweise schrumpfbar
Anmelder Auch, Dietmar, 73773 Aichwald, DE
DE-Anmeldedatum 23.02.2001
DE-Aktenzeichen 10108740
Offenlegungstag 13.09.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.09.2001
IPC-Hauptklasse B32B 27/32
IPC-Nebenklasse B32B 27/30   B32B 7/12   B32B 27/36   B32B 21/08   B32B 15/20   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine mehrschichtige bei Wärme zur Kaschierung bestimmte Bahn aus Metallen, Papier oder Kunststoff-Folie, deren eine äußere Oberfläche durch Wärmeeinwirkung hoch klebefähig ist, die Kleberschicht aus compoundiertem modifizierten linearen Polyethylen mit einer Dichte von 0,922 und weniger oder vorzugsweise einem Polyolefin-Plastomer mit Comonomer-Anteilen von wenigstens 7,5% und einer Dichte von höchstens 0,915 besteht und die nach der Kaschierung ohne die sonst übliche Vernetzung dauerhaft auch bei Lagerung in Wasser oder in sehr hoher Feuchte mit anderen Oberflächen verbunden ist. Dem linearen Polyethylen oder dem vorzugsweise verwendeten Polyolefin-Plastomer mit Comonomer-Anteilen zugesetzt sind extrusionsfähige klebefähige Stoffe wie Ethylenvinylacetat, Anhydrit, Malainsäureanhydrit, Acylate und andere, mit denen eine sofortige nach der Kühlung nicht mehr trennbare Verbindung gegen faserige Stoffe, Holz und andere erreichbar ist. Werden Aluminium, Stahl, Glas oder andere Werkstoffe teilweise mit polaren Oberflächen damit beschichtet, ist die Beschichtung nur noch mechanisch abzuschaben. Wenn die Beschichtungs-Schicht vollständig aus einer Kunststoff-Folie besteht und die 2. äußere Schicht einen deutlich höheren Schmelzpunkt erreicht, kann diese 2. Schicht wenigstens 1-achsig, wahlweise 2-achsig orientiert sein und möglichst durch eine weitere Wärmeeinwirkung die Auflösung von Falten durch Schrumpfung. Beim Kaschieren gemachte Fehler sind so zu ...

Beschreibung[de]

Die Beschichtung von Oberflächen aus Kunststoffen, Holz oder anderen faserigen Stoffen, Metallen und Glas erfolgt meistens bei im Bereich bei Raumtemperatur reagierenden, teils für die Verarbeitung mit lösenden Stoffen angereicherten Klebern, sieht man von den bekannten Verfahren der Extrusionsbeschichtung von z. B. Aluminiumbändern ab. Die bei Raumtemperatur zu verklebende Klebfolien lösen sich vielfach durch Einwirkung von Feuchte, so daß deren Anwendung oder die Anwendung des Fertigproduktes eingeschränkt ist; die Alternative ist die Verklebung mit sich vernetzenden Klebern, z. B. den reaktiven 1- oder 2-Komponenten-Klebern auf der Basis von Polyurethan; dabei wird sie volle Klebekraft erst nach einiger Zeit, genau nach der Vernetzung, erreicht. Die Verklebung von Flächen bei Raumtemperatur durch Kunststoffe ist im industriellen Bereich nur mit hohem Aufwand an Technik möglich; im Bereich des Bastlers oder wenig geschulten Verbrauchers nur mit den reaktiven Klebern und dort nur mit erheblichem Aufwand und Risiken von Mängeln bei der Verklebung möglich. Werden dagegen bei Wärme aktive polymere Kleber auf eine Bahn aus Metallen oder Folie aufgetragen - Glas steht als Bahn nicht zur Verfügung - führen die Anteil der klebefähigen Stoffe bereits beim Aufwickeln zur Adhäsion mit dem Risiko, bei hoher Klebekraft die Bahn nicht mehr vom Coil oder von der Rolle abziehen zu können; die Klebeschicht ist dort bereits aktiv geworden und sei es nur durch Anpreßdruck oder durch Spannung bzw. Schrumpfung ausgelöste Friktion. Diese Tatsache hat die weitere Anwendung bereits bekannter bei Wärme worden sind, eingeschränkt oder ganz ausgeschlossen. Bekannt ist, ein Hochdruck-Polyethylen niedriger Dichte, ein LD-PE mit mehr als 10% bis 28% Gewichtsanteilen von Ethylen-Vinylacetat mit wahlweise oder Anhydrid oder Malainsäureanhydrid oder Acrylaten und Gemischen daraus und anderen Säuren durch Compoundieren zu modifizieren und dadurch einer extrusionsfähige bei Wärme klebefähigen Schicht in einer Folie zu erreichen. Deren Klebefähigkeit ist wegen der Molekularstruktur auf eine geringe Zahl von Oberflächen beschränkt bzw. eingeschränkt. Ebenso erreicht eine Folie wegen der erforderlichen hohen Menge an zugesetzter Kieselsäure-Antiblockmittel nur eine geringe Transparenz und ist in der Anwendung ebenfalls beschränkt.

Die Erfindung betrifft eine mehrschichtige Bahn aus Metall, Papier oder coextrudierte Folie mit sehr geringer Trübung, bei der die klebefähige Schicht (1) aus compoundieren oder gepfropftem modifiziertem Polyolefin-Plastomer mit Comonomer-Anteilen von wenigstens 7,5% und einer Dichte von 0,915, verkürzt als ein POP bezeichnet oder ein linearen Polyethylen niedriger Dichte, einem LLD-PE, dem bekannte klebefähige extrusionsfähiger Polymere zugesetzt sind; solche bei Wärme aktiven klebefähigen Stoffe sind Anhydrid, Maleinsäureanhydrit, Acrylate, Ethylen-Vinylacetat und andere. Die höchste Klebekraft erreicht ein modifiziertes Polyolefin-Plastomer mit Comonomer-Anteilen von wenigstens 7,5% und einer Dichte von 0,915, verkürzt als ein POP bezeichnet, wegen der im Vergleich zum Polyethylen niedriger Dichte, dem LD-PE, oder linearen Polyethylen niedriger Dichte, dem LLD-PE, eine veränderte Molekularstruktur bzw. engere Molekulargewichtsverteilung und gleichmäßig in die Polymerkette eingebauten Comonomeren aufweist und deshalb die zugesetzten klebefähigen Stoffe eine vielfach höhere Klebefähigkeit erreichen und bei transparenten Folien eine bisher nicht bekannte geringe Trübung, also beste optische Eigenschaften möglich wird. Mit steigendem Anteil an Comonomeren von z. B. Octenen nehmen bei Polyolefin-Plastomeren die Seitenkettenabstände ab und verbessern die Transparenz und Warmklebefähigkeit; der niedermolekulare "Schwanz" der Kette wird weniger oder fehlt bei Polyolefin-Plastomeren mit einer Dichte von 0,860. Die für die Haftung an der Oberfläche wichtigen Anteile an Ethylen-Vinylacetat können für metallische oder andere oxydierende Oberflächen vermindert werden und erfordern dafür einen höheren Anteil an Maleinsäureanhydrid. Unter den nicht kristallinen Polyolefinen zeichnen sich Polyolefin-Plastomere mit Comonomer-Anteilen durch die mit Abstand geringste Trübung aus; deren Trübung und die von Polyethylen niedriger Dichte kann noch durch eine tiefere Temperatur als die Raumtemperatur während der Kühlung unmittelbar der nach der Extrusion weiter vermindert werden; solche niedrigen Temperaturen bis gegen 0°C stoppen die Kristallisation von Polyethylen niedriger Dichte und verbessern dadurch die Transparenz der Schicht. Die im Vergleich zu LD-PE und auch LLD-PE andere Molekularstruktur bzw. deren Molekulargewichtsverteilung optimiert die Klebefähigkeit der dem Polyolefin-Plastomer zugesetzten klebefähigen Stoffe besser. Die wichtigste Schicht (1) ermöglicht bei einer Dicke von nur 10 my die sofort eintretende starke Verklebung bei einer Temperatur oberhalb des Schmelzpunktes des Polyolefin-Plastomers gegen Holz, Glas, Metalle wie z. B. Stahl oder Aluminium, ohne nach deren Extrusion auf der Rolle bereits zu verkleben bzw. zu verblocken, so daß sich eine Bahn bzw. Band mit der äußeren Schicht (1) von der Rolle wieder abwickeln läßt. Erst dadurch ist eine weiterverarbeitbare, sofort unter Einwirkung von Wärme klebefähige Schicht, herstellbar. Die Klebekraft der Schicht (1) ist mit durch den Gewichtsanteil an Vinylacetat modifizierbar; dessen Gewichtsanteile sind individuell im Bereich von 3,5% bis 28% zu bestimmen. Ein Nichtfachmann kann mit einer solchen Bahn, Band, Platte oder Folie mit einfachen Werkzeugen z. B. einem auf niedrige Temperatur eingestellten Bügeleisen den thermischen Reaktionsbereich der Schicht (1) ohne Schwierigkeiten sicher treffen. Beim bevorzugter Typ der Schicht (1) des Polyolefin-Plastomers mit 9% Gewichtsanteilen von Ethylenvinylacetat tritt bereits bei 78°C nach ASTM D-3417 gemessen die Klebefähigkeit ein, deren höchster Wert bei 103°C geringfügig oberhalb des Schmelzpunktes des modifizierten Polyolefin-Plastomers erreicht wird. Eine Änderung der thermischen Eigenschaften der Schicht (1) wird vom Anteil an Ethylenvinylacetat im modifizierten Polyolefin-Plastomer beeinflußt.

Für die Verklebung von Holz empfiehlt sich ein Gewichtsanteil von Vinylacetat von höchstens 9%, für die Verklebung von Stahl von 3,5% bis höchstens 15%, abhängig der anderen zugesetzten klebefähigen Stoffen und den für die Verwendung bestimmten weiteren Zweck. Die damit erreichte Verbindung wird dauerhaft und nur noch mechanisch durch Abschaben im Bereich deutlich unterhalb des Schmelzpunktes oder des etwa 25° tiefer liegenden Erweichungspunktes vom Stahl zu trennen; vorzugsweise erfolgt das bei Raumtemperatur. Für gegen Säure empfindliche metallische Oberflächen erfordern einen geringen oder keinen Anteil an Ethylenvinylacetat, weil Ethylenvinylacetat im Kontakt mit Metallen zu deren Korrosion führt; andere klebefähige Stoffe wie z. B. Maleinsäureanhydrid können ersatzweise verwendet werden. Diese hier beschriebenen Eigenschaften sind neu und bisher nicht auch nur ähnlich erreicht worden.

Die thermoplastische Schicht (1) ist oberhalb deren Schmelzpunkt von der beschichteten Oberfläche weitgehend wieder ablösbar. Das ermöglicht die wiederablösbare Beschichtung vom Holz und dadurch die Substitution von Lacken; Holz wird damit nicht zum Sondermüll, sondern kann von der Beschichtung mit einer äußeren Schicht aus Metall oder Kunststoff befreit und als Holz entsorgt werden. Die Klebekraft gegen Holz ist einstellbar. Bei der Kaschierung von Holz kann die Oberflächenstruktur des Holzes wegen der geringen Trübung von nur 4, 5% nach ASTM D-1003 für eine 40 my starke Folie vollständig wiedergegeben werden; dies ist bei vielen Anwendungen von Vorteil, weil die Schicht (4) einer Folie fettabweisend, wasserdampfdicht, antistatisch und mit guter Kratzfestigkeit für die Anwendung individuell einstellbar ausgerüstet bzw. ausgewählt werden kann. So kann die Schicht (4) in einem niedrig thermisch reagierenden Bereich ausgewählt werden, so daß gebogene Flächen schrumpfbar werden oder die Folie in Vertiefungen hineingedehnt werden; die Folie schmiegt sich dadurch wie eine Haut an die Form und Oberfläche der beschichteten Oberfläche von z. B. Holzes an.

Die hohe Klebekraft gegen viele Metalle wie z. B. Stahl oder Aluminium, welche bereits bei Wärme eintritt, läßt sich sehr sehr leicht gegen andere Oberflächen kaschieren. Diese anderen Oberflächen können Stahl, Aluminium, Holz, faseriges Papier oder auch Glas sein, so daß die Vielfalt der Anwendung der Beschichtungsbahn aus Metallen, Papier oder Kunststoff extrem groß ist. Erforderlich für die sofortige Reaktion ist Wärme und Anpreßdruck. Das ist mit sehr einfachen Werkzeugen möglich; das einfachste Werkzeug ist ein Bügeleisen mit stufenloser Verstellung der Temperaturen beginnend bei Kunstfasern bis hin zu Seide. Oder man arbeitet industriell mit heizbaren thermisch genau gesteuerten Kaschierwalzen und kann stufenweise die Verklebung und wahlweise die Schrumpfung erreichen. Wird auf die Kaschierung verzichtet und eine Folie aus den Schichten (1) und (2) mit anderen Oberflächen in Kontakt gebracht, reicht Wärme eines Warmluftgebläae für die Verklebung aus.

Der Aufbau der einzelnen Schichten der neuen Beschichtungsbahn erfolgt in typischer Reihenfolge, beginnend mit der 1. Schicht der klebefähigen Schicht (1) des vorzugsweise verwendeten modifizierten Polyolefin-Plastomer mit Comonomer-Anteilen, abhängig vom Herstellungsverfahren wahlweise einer 2. Schicht aus vorzugsweise frei wählbaren thermoplastischen Trägerschicht aus frei wählbaren Polymeren, vorzugsweise von Polyolefinen z. B. Polyethylen niedriger Dichte als Schicht (2), der die Schicht (4) verbindenden Kleberschicht (3) aus einem 1- oder 2-Komponenten Polyurethan-Klebers oder einem extrusionsfähigen thermoplastischen Klebers, als Haftvermittler bekannt, und der Schicht (4) aus Papier, Metallen oder Kunststoff, vorzugsweise einem biaxial orientierten thermisch fixierten Polypropylen oder Polyethylentherephtalat, als Polyester bekannt (Abb. 4). Wegen der Oxydation oder mechanischen Verletzung der teils sehr dünnen metallischen Schicht (4) empfiehlt es sich, über die metallische Schicht eine letzte Schicht (5) aus Polyethylentherephtalat zu kaschieren; damit werden Schäden der metallischen Schicht beim Gebrauch vermieden (Abb. 5).

Die Schicht (4) kann farbig ausgerüstet werden; dies kann durch Einfärbung der Schicht (4) oder der Schicht (2) in großer Vielfalt von transparent farbig bis zu opak weiß oder opak farbig oder durch Bedrucken oder Metallisieren der Schicht (4) erfolgen. Der deckfähigste Stoff ist Titandioxyd, ein Weißpigment, das dem Polyolefin in Gewichtsanteilen bis zu 60% zugesetzt werden kann; Folien mit einzelnen Schichten in der Dicke von 25 my und Gewichtsanteilen von 60% Titandioxyd sind produziert worden. Die gegen Oxydation und Knickbruch sehr empfindliche metallische Schicht aus z. B. aus Aluminium mit einer Dicke von nur 9 my ist zusätzlich durch eine aufzukaschierende Schicht (5) aus vorzugsweise orientiertem thermisch fixiertem Polyester zu schützen.

Für den Nachweis der Haftung der Schicht (1) auf verschiedenen Oberflächen und deren verbleibenden Rückstände nach dem Abziehen der neuen Bahn bzw. Folie ist eine Folie aus den Schichten (1), (2) Polyethylen niedriger Dichte LD-PE, einer Schicht (3) aus einem 2-Komponenten-Polyurethan-Kleber und eine 2. äußere Schicht (4) aus einem biaxial thermisch fixierten Polypropylen für einen Versuch hergestellt worden. Die Schicht (4) aus biaxial thermisch fixierten Polypropylen ermöglichte folgend die Änderung der Dimension durch Schrumpfen oder Dehnen der Bahn bzw. Folie beim Versuch. Beim Erwärmen über den thermischen Fixierpunkt einer biaxial orientierte Folie entwickelt diese eine sehr hohe Spannkraft, welche ein Ausdehnen in Hohlräume eigentlich vermeidet, es sei denn, daß die Heißklebekraft der Schicht (1) höher als die Spannkraft der biaxial orientierten Folie ist. Wegen des leichteren Erkennens der Funktion der Verklebung auf diversen Oberflächen und dem späteren Abziehen bzw. Abschaben unter vielfältigen Bedingungen der Bahn bzw. Folie ist die Schicht (2) aus Polyethylen niedriger Dichte opak eingefärbt mit einem Anteil von 9% Vinylacetat verwendet worden. Die Haftung aller Schichten ist zuvor nach verbreiteter Norm Gramm für einen 15 mm breiten Streifen, der mit 100 mm/Min. abgezogen wird, gemessen worden. Bei diesem Versuch, die Schicht (4) des biaxial orientiertem Polypropylen von den übrigen Schichten (3), (2) und (1) zu trennen, ist die Schicht (4) des Polypropylens gerissen; die Schichten waren nach dieser Norm und anderen Verfahren nicht zu trennen. Die Tabelle 1 zeigt die Ergebnisse einer praktischen Anwendung einer Folie im Gebrauch wie folgt: Tabelle 1 Klebekraft der Schichten (1) mit Polyolefin-Plastomer mit Comonomer- Anteilen, (2), (3) und (4) der neuen Folie. Einfärbung der Schicht (2) in der Farbe Weiß



Zum Vergleich ist Funktion einer ähnlichen Folie mit einer Schicht (1) aus einem Polyethylen niedriger Dichte, wie man es aus den 70iger Jahren vor Einführung des linearen Polyethylens kannte, dessen Anteil an Vinylacetat über 18% Gewichtsanteilen betragen hat, in der Tabelle 2 beschrieben worden. Tabelle 2 Klebekraft der Schichten (1), (2), (3) und (4) der alten Folie mit klebefähiger Schicht (1) aus modifizierten Polyethylen niedriger Dichte. Einfärbung Grün







Für Balsa-Holz ist der Wert der Haftung g/15 mm beim Abzug 100 mm/Min. ist bei der neuen Folie mit der Schicht (1) des Klebers aus Polyolefin-Plastomere mit Comonomer- Anteilen von 300 g/15 mm, Abzug 100 mm/Min. mehr als 4-fach höher als bei der alten Folie mit der Schicht (1) des Klebers aus Polyethylen niedriger Dichte trotz vielfach höheren Anteil an klebefähigem Ethylen-Vinylacetat. Die herausgerissenen Teile von Balsa-Holz lassen den Schluß zu, daß die Klebekraft höher als 300 g /15 mm, Abzug 100 mm/Min. ist und die Festigkeit des Holzes um diesen Wert beträgt. Der hier erreichte Wert liegt über dem von bedruckten Flächen bei hoch belastbaren Verpackungsfolien und deckt damit alle für den normalen Gebrauch wichtigen Voraussetzungen voll ab.

Alternativ zu mechanischen Verfahren können Rückstände von temperaturfesten Oberflächen wie z. B. Metallen oder Glas mit Propangas verbrannt werden. Es verbrennen die Kunststoffe; die mineralischen Pigmente fallen wie Pulver ab. Bei der Auswahl der Kunststoffe sind chlor- bzw. salzhaltige Stoffe wie sie im Polyvinylchlorid enthalten sind, wegen der bei deren Verbrennung anfallenden Schadstoffe zu vermeiden.

Die Schichten (2), (3) und wahlweise (4) einer Folie können durch Elektronenstrahl mit Beschleunigungsspannungen von niedriger Spannung in geringer Tiefe der Dicken der Schichten (2) und wahlweise (3) vernetzt werden, so daß die Schicht 1 nicht vernetzt und dadurch ihre volle thermoplastische Eigenschaft behält. Wird die oberhalb der Schicht (1) liegende Schicht mit hoher Opazität eingefärbt, ist die Anwendung der neuen Folie im Freien bei UV-Licht-Einwirkung möglich; die Schichten sind gegen Abbau durch UV-Licht für den normalen Gebrauch gut stabilisiert. Alternativ kann die Vernetzung auch chemisch durch die bekannten Verfahren der Organo-Silan-Vernetzung erfolgen.

Aus der Beschreibung sind die Vorteile der leicht und sicher zu verarbeitenden Dekorfolie erkennbar. So können die vielfach für Dekors innen und außen auf Möbeln verwendeten klebefähigen PVC-Folien durch das neue Produkt abgelöst werden. Das stofflich getrennte Recycling wird wegen der Ablösbarkeit der Beschichtung leicht möglich. Verkürzt kann die hier beschriebene Beschichtungs-Schicht als eine "klebefähige wahlweise schrumpfbare wiederablösbare Tapete" bezeichnet werden, deren Verklebung gegen viele Metalle, Glas, Kunststoffe und faserige Oberflächen wie z. B. Holz, Stahl, Aluminium leicht möglich ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Bei Wärme klebefähige metallische Bahn, Papier oder Kunststoff-Folie aus wenigstens 2-Schichten, mit einer zusätzlichen thermoplastischen Kleberschicht (1) aus einem linearen Polyethylen niedriger Dichte oder einem Polyolefin-Plastomer mit Comonomer-Anteilen besteht, das durch Compoundieren oder Pfropfen mit klebefähigen Stoffen modifiziert worden ist und die Schicht (1) mit anderen weiteren 2-3 funktionellen Schichten dauerhaft verbunden ist und die Schicht (1) die großflächige haltbare Oberflächenverklebung mittels Wärme von faserigen Materialien, Holz, Stahl, Glas und Kunststoffen ermöglicht.
  2. 2. Metallische Bahn, Papier oder Kunststoff-Folie nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht (1) ein Polyolefin-Plastomer ist, das einen Comonomeranteil von wenigstens 7,5% Gewichtsanteilen und mehr enthält und dessen Dichte von 0,915 oder weniger beträgt.
  3. 3. Metallische Bahn, Papier oder Kunststoff-Folie nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht (1) Ethylen-Vinylacetat mit 3,5% bis 28% Gewichtsanteilen enthält.
  4. 4. Metallische Bahn, Papier oder Kunststoff-Folie nach den Ansprüchen 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht (1) weitere Anteile von Anhydrit, Acrylsäure, Maleinsäureanhydrid und andere bei Wärme klebefähige extrusionsfähige Stoffe enthält.
  5. 5. Metallische Bahn, Papier oder Kunststoff-Folie nach den Ansprüchen 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht (2) aus einem nicht kristallinen Polyolefin besteht und dessen Dicke 5 my bis 300 my, vorzugsweise 25 my betragen kann.
  6. 6. Metallische Bahn, Papier oder Kunststoff-Folie nach dem Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht (2) einen Anteil an deckfähigen Stoffen wie z. B. Titandioxyd bis 60% Gewichtsanteile enthalten kann.
  7. 7. Metallische Bahn, Papier oder Kunststoff-Folie nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schichten (1) und (2) mit einer wenigstens 1-achsig orientierten Folie der Schicht (4) mit einem Polyurethan-Kleber der Schicht (3) durch Kaschieren dauerhaft verbunden ist.
  8. 8. Metallische Bahn nach den Ansprüchen 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß die metallische Schicht (4) durch eine zusätzliche Schicht (5) aus Kunststoffverschlossen ist, die metallische Schicht innen in der Bahn oder Folie liegt und mit einem Polyurethan-Kleber der Schicht (3) durch Kaschieren oder mit einem thermoplastischen extrusionsfähigen Haftvermittler dauerhaft verbunden ist.
  9. 9. Folie aus Kunststoff nach den Ansprüchen 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß alle Schichten aus thermoplastischem Kunststoff bestehen und die Schicht (4) der Folie oberhalb deren thermischen Fixierpunktes schrumpfbar oder wahlweise dehnbar ist.
  10. 10. Folie aus Kunststoff nach den Ansprüchen 1-7 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß alle Schicht 4 aus einem Polyolefin, vorzugsweise einem Polypropylen, besteht.
  11. 11. Folie nach den Ansprüchen 1-7 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß alle Schicht (4) aus einem Polyethylentherephtalat besteht.
  12. 12. Metallische Bahn, Papier oder Kunststoff-Folie nach den Ansprüchen 1-11, dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht (1) der Folie von einem Holz mit der Dichte von 0,43 und weniger sich wieder vollständig abziehen läßt und nur geringe Mengen faserige Stoffe mit der Folie vom Holz herausgerissen werden.
  13. 13. Kunststoff-Folie nach den Ansprüchen 10-11, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie eine Trübung von nur 4,5% nach ASTM D-1003 bei der Dicke von 50 my erreicht.
  14. 14. Kunststoff-Folie nach den Ansprüchen 1-7, 9-11 und 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht (2) und wahlweise die Schicht (4) sich durch eine hohe Opazität auszeichnen, den kaschierten Untergrund vollständig verdeckt und alle Schichten aus Kunststoffen bestehen.
  15. 15. Kunststoff-Folie nach den Ansprüchen 1-7, 9 und 11, 13 und 14, dadurch gekennzeichnet, daß die vollständig aus Kunststoff hergestellte Folie nur über die Tiefe von 20 my bis 500 my vernetzt ist und Vernetzung die Klebeschicht (1) nicht erfolgt ist.
  16. 16. Metallische Bahn nach den Ansprüchen 8 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß die metallische Schicht (4) aus Aluminium besteht und durch eine zusätzliche Schicht (5) aus Kunststoff verschlossen ist.






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