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Dokumentenidentifikation DE69521075T2 20.09.2001
EP-Veröffentlichungsnummer 0680701
Titel Herstellungsverfahren von einer dekorativen Kappe eines Nahrungsmittels und Nahrungsmittel selbst
Anmelder Soremartec S.A., Arlon-Schoppach, BE;
Ferrero S.p.A., Alba, Cuneo, IT;
Ferrero oHG mbH, 60599 Frankfurt, DE
Erfinder Ferrero, Pietro, B-1640 Rhode St. Genese, BE
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69521075
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 20.04.1995
EP-Aktenzeichen 951058908
EP-Offenlegungsdatum 08.11.1995
EP date of grant 30.05.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.09.2001
IPC-Hauptklasse A23P 1/08
IPC-Nebenklasse A23G 3/20   B65B 3/02   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer dekorativen Kappe auf einem Nahrungsmittel, und sie ist entwickelt worden mit besonderer Beachtung ihrer möglichen Verwendung zum Bilden von dekorativen Kappen aus Materialien wie Sahne, Puderzucker und/oder Schokolade auf Nahrungsmitteln, wie Pralinen oder ähnlichem.

Ein Verfahren der oben genannten Art ist beispielsweise in der europäischen Patentanmeldung EP-A-0 554 707 beschrieben, wobei die Kappe durch Aufsprühen des Materials hergestellt wird, wodurch sie auf ein darunter liegendes Produkt, wie eine Praline, aufgebracht wird.

Dieses Verfahren bildet eine geeignete Alternative zu Dekorationen, die gemäß Verfahren herstellt werden, die denen gleichen, die gängigerweise bei der manuellen Konditoreiarbeit verwendet werden, insbesondere was die Möglichkeit zum Erzielen hoher Produktionsraten betrifft.

Obwohl die in der oben genannten europäischen Patentanmeldung beschriebene Lösung als völlig zufriedenstellend angesehen werden kann, hat der Anmelder herausgefunden, dass es möglich ist, weitere Verbesserungen zu erzielen, vor allem was die Gesamtgeschwindigkeit und Effizienz des Herstellungszyklus' des Produkts betrifft, insbesondere wenn es in eine Lage aus Material wie Aluminium oder ein ähnliches Produkt eingewickelt werden muss.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine weitere Verbesserung genau in dieser Richtung zu erzielen.

In dieser Hinsicht beschreibt FR-A-2 262 916 ein Verfahren zum Herstellen eines Nahrungsmittels, welches in eine Hülle aus Blattmaterial eingewickelt ist und eine Kappe trägt, wobei das Verfahren die folgenden Schritte beinhaltet: das Vorsehen des Produkts, das Formen des Blattmaterials in eine im Wesentlichen tassenartige Konfiguration, um so einen Hohlraum zur Aufnahme des Produkts zu bilden, das Gießen einer bestimmten Menge einer Konditoreimasse in den Aufnahmehohlraum, das Zentrifugieren, um die Masse auf die Wände des Hohlraums zu verteilen, das Verfestigenlassen des Produkts, das Einsetzen des Produkts in den Hohlraum, so dass eine Kappe auf dem Produkt ausgebildet wird, das Schließen der Umhüllung um das Produkt und das Drücken der Umhüllung gegen die Seite des Produkts, die der Kappe gegenüberliegt.

Das in Frage stehende Nahrungsmittel besteht aus einer Nuss, einer Rosine oder einer Frucht in einer flüssigen oder kremigen Füllung und einer weiteren Masse, die zusammen mit der Kappe eine geschlossene Schale für den Rest des Produkts bildet.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine weitere Verbesserung durch ein Verfahren mit den besonderen Merkmalen des Anspruchs 1 erzielt. Die Erfindung betrifft auch das so erhaltene Produkt gemäß Anspruch 4. Die Erfindung wird nun beschrieben, ausschließlich mittels eines nicht begrenzenden Beispiels, mit Bezug auf die anhängenden Zeichnungen, wobei:

Fig. 1 bis 4 schematisch nachfolgende Schritte des Verfahrens gemäß der Erfindung zeigen, und

Fig. 5 detaillierter die Merkmale des am Ende durch das erfindungsgemäße Verfahren erhaltene Produkt zeigt.

Die Fig. 1 bis 4 zeigen im Wesentlichen die Verpackungsabfolge für ein Nahrungsmittel, welches in der spezifischen dargestellten Ausführungsform eine Praline ist. Beispielsweise kann diese Praline eine sphärische Waffelhülle sein, die eine kremige oder teigartige Masse enthält, möglicherweise mit einer Einbettung, wie einer getrockneten Frucht, und überzogen mit einer Umhüllung (einem Überzug) aus Schokolade oder einem ähnlichen kremigen Produkt, vorzugsweise mit einer weiteren äußeren Umhüllung aus gehackten Nüssen und/oder gemahlenen Mandeln oder geraspelter Kokosnuss. Produkte dieser Art sind im Stand der Technik weithin bekannt; das Produkt, welches unter der Warenbezeichnung Ferrero Rocher verkauft wird, mag beispielsweise erwähnt werden.

In dem in Fig. 1 gezeigten Schritt wird das Blatt 1 aus Aluminium oder einem ähnlichen Verpackungsmaterial in einem ersten Verformungsschritt (zum Beispiel durch Drücken oder Ziehen) in eine im Wesentlichen tassenartige (oder artischokenartige) Konfiguration geformt und wird dann in eine Öffnung 2 in einer Trägerplatte 3 eingesetzt.

Das zu verpackende Produkt P wird dann, gängigerweise durch Hineinfallenlassen, in das tassenförmige Aluminiumblatt 1 eingefügt, wie in Fig. 3 gezeigt (der Schritt in Fig. 2, welcher ein kennzeichnendes Merkmal der vorliegenden Erfindung ist, wird später genauer beschrieben).

Das Aluminiumblatt 1 wird dann um das Produkt P herum wie ein Bogen geschlossen durch einen automatischen Verfahrensschritt, und es wird gegen das Produkt P gedrückt, wie schematisch in Fig. 4 gezeigt, wobei ein Endstück, das aus dem Drücken des Bogens, der aus dem Blatt gebildet worden ist, gegen das Produkt P resultiert, mit 4 bezeichnet ist. Schließlich wird das Produkt P in dieser Konfiguration in eine entsprechende Hülle aus Krepppapier B eingesetzt.

Die vorbeschriebene Abfolge von Schritten wird vorzugsweise automatisch ausgeführt gemäß Kriterien, die im Stand der Technik weithin bekannt sind und hier daher nicht im Detail beschrieben werden müssen und die außerdem nicht relevant für das Verständnis der Erfindung sind.

Hinsichtlich einer genauen Beschreibung der Implementierung der Abfolge von Schritten nach Fig. 1, 3 und 4 und hinsichtlich der dafür verwendeten Ausstattung mag beispielsweise Bezug genommen werden auf die europäische Patentanmeldung EP-A-0 082 952 und auf die europäische Patentanmeldung EP-A- 0 591 742.

Die besondere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, auf dem Produkt P eine Dekoration D aus einer Kappe aus einem Material wie Sahne, Speiseeis, Schokolade oder ähnlichem zu bilden, welche auf einem Abschnitt des Produkts P aufgesetzt wird. Dies ist vorzugsweise der Kappenabschnitt, welcher nach oben zeigen soll, wenn das Produkt P in der Hülle B verpackt wird.

In der Lösung gemäß der Erfindung wird die dekorative Kappe D durch Einfüllen einer bestimmten Masse M aus dem Material (Sahne, Puderzucker, Schokolade, etc.), welches die Kappe D bilden soll, in das tassenartige Blatt 1 gebildet.

Die in das Blatt 1 eingefüllte Menge (Fig. 2) ist so bestimmt, dass, wenn das Produkt P in das Blatt 1 eingefügt wird, wie in Fig. 3 gezeigt, die Masse M den Teil des Produkts P umhüllt, mit dem sie in Kontakt kommt, und sich darüber verteilt, um die dekorative Kappe D zu bilden.

Die genaue Bestimmung des Materials M in dem tassenförmigen Blatt kann beispielsweise mittels einer Einfüllmaschine 5 erreicht werden, deren Düsenabschnitt schematisch oberhalb des tassenförmigen Blatts 1 in Fig. 2 gezeigt ist.

Einfüllmaschinen dieser Art sind im Stand der Technik weithin bekannt. Insbesondere kann die im US-Patent US-A-4 787 534 beschriebene Einfüllmaschine verwendet werden, insbesondere im Zusammenhang mit dem Einfüllen von Nahrungsmitteln wie Schokolade.

Die Existenz der dekorativen Kappe D behindert in keiner Weise das Schließen des Blatts 1 um das Produkt P herum in Bogenform (Fig. 4). Diese Handhabung des Blatts wird nämlich in Bereichen des Produkts P durchgeführt, die nicht durch das Aufbringen der Kappe D beeinflusst sind.

Es wird deutlich, dass, insbesondere aufgrund der besonderen Art, in welcher sie implementiert wird, die Lösung gemäß der Erfindung es ermöglicht, dass die Kappe D genau auf der Seite des Produkts P gebildet wird, die der Seite gegenüberliegt, auf der die Blatthülle 1 bogenartig geschlossen und gegen das Produkt P gedrückt (Endstück 4) wird. Da das Produkt P in der Hülle B mit dem Endstück 4 nach unten angeordnet ist, weist die Kappe D bestimmt in Richtung der Mundöffnung der Hülle B, das heißt, sie befindet sich an dem Abschnitt des Produkts P, auf welchem die Kappe D auch durch ein manuelles Verfahren mit einer Konditorspritze oder einem ähnlichen Werkzeug ausgeformt würde.

Wie schematisch in Fig. 5 gezeigt, stellt sich, wenn die Hülle 1 entfernt worden ist, das Produkt P mit der dekorativen Kappe D für den Verzehr im Wesentlichen wie ein herkömmliches Konditoreiprodukt dar. Selbstverständlich können, während das Prinzip der Erfindung gleich bleibt, die konstruktiven Details und Ausführungsformen gegenüber den beschriebenen und dargestellten ausführlich verändert werden, ohne dass der Bereich der vorliegenden Erfindung verlassen wird.


Anspruch[de]

1. Verfahren zur Herstellung eines Nahrungsmittels (P), welches in einer Hülle aus Blattmaterial (1) verpackt ist und welches eine dekorative Kappe (D) trägt, mit den folgenden Schritten:

- das Vorsehen des Produkts (P),

- das Formen des Blattmaterials (1) in eine im Wesentlichen tassenartige Konfiguration, so dass ein Hohlraum zur Aufnahme des Produkts (P) gebildet wird,

- das Einfüllen (5) einer abgemessenen Menge einer dekorativen Masse (M) in den Aufnahmehohlraum,

- das Einsetzen des Produkts (P) in den Aufnahmehohlraum, wodurch der Teil des Produkts (P) in die dekorative Masse (M) eintaucht, der mit dieser in Kontakt gerät, wobei die dekorative Masse (M) sich über den Teil des Produkts verteilt und die dekorative Kappe auf dem Produkt (P) bildet, und

- das Schließen der Hülle aus Blattmaterial (1) um das Produkt (P) und das Drücken der Hülle (4) gegen die Seite des Produkts (P), die der Kappe (D) aus dekorativem Material gegenüberliegt.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es den Schritt des Abmessens der Menge der dekorativen Masse (M) in dem Aufnahmehohlraums mittels einer Einfüllmaschine (5) beinhaltet.

3. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die dekorative Masse aus der Gruppe von Sahne, Puderzucker und Schokolade stammt.

4. Ein verpacktes Nahrungsmittel (P) mit einer dekorativen Kappe (D), welches durch das Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche hergestellt und verpackt worden ist.







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