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Dokumentenidentifikation DE69426941T2 04.10.2001
EP-Veröffentlichungsnummer 0734327
Titel LAMINIERTER DRUCKBOGEN
Anmelder Easilam International (Proprietary) Ltd., New Germany, ZA
Erfinder Johnstone, Gordon Douglas Folster, Norscot, Sandton 2146, ZA
Vertreter Flaccus, R., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 50389 Wesseling
DE-Aktenzeichen 69426941
Vertragsstaaten AT, BE, DE, ES, FR, GB, IT, NL, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 14.12.1994
EP-Aktenzeichen 959029018
WO-Anmeldetag 14.12.1994
PCT-Aktenzeichen GB9402736
WO-Veröffentlichungsnummer 9516575
WO-Veröffentlichungsdatum 22.06.1995
EP-Offenlegungsdatum 02.10.1996
EP date of grant 21.03.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.10.2001
IPC-Hauptklasse B32B 7/12
IPC-Nebenklasse B42D 15/10   C09J 7/02   B32B 7/06   

Beschreibung[de]
VORSTELLUNG DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft einen laminierten Druckbogen.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Erfindungsgemäß wird ein laminierter Druckbogen bereitgestellt zur Herstellung eines zusammengesetzten, vor Mißbrauch geschützten Produkts, wobei der laminierte Bogen einen Bogen schmelzbaren synthetischen Papiers, der mittels eines Klebers entfernbar mit einer Seite eines Polymerbogens verbunden ist, aufweist, ein Trägerbogen mittels eines Klebers mit der gegenüberliegenden Seite des Polymerbogens verbunden ist, der Bogen aus synthetischem Papier und der Trägerbogen aus unterschiedlichen Materialien hergestellte diskrete Bögen sind, und wobei das synthetische Papier und der teilweise aktivierte Kleber bei Gebrauch von der Polymerschicht abgezogen werden, so daß der teilweise aktivierte Kleber an einer weiteren Fläche befestigt und die Außenfläche des schmelzbaren synthetischen Papiers an eine transparente Platte aufgeschmolzen werden kann, um die mißbräuchliche Manipulation von Informationen zu verhindern, welche auf der Außenfläche des synthetischen Papiers angebracht und von der aufgeschmolzenen transparenten Platte abgedeckt sind.

Der zwischen dem synthetischen Papier und dem Polymerbogen vorgesehene Kleber kann ein Kleber auf Flüssigkeitsbasis sein. Der Kleber auf Flüssigkeitsbasis kann ein Kleber auf Wasserbasis sein. Der Kleber auf Wasserbasis kann ein Acrylkleber sein. Der Acrylkleber kann ein Ethylbutylacryl- Kleber sein, der vorzugsweise ein Pfropfkleber ist.

Der zwischen dem synthetischen Papier und dem Polymerbogen vorgesehene Kleber kann jedoch auch ein Heißschmelzkleber und vorzugsweise ein niedrigschmelzender Heißschmelzkleber sein.

Der zwischen dem Bogen aus synthetischem Papier und dem Polymerbogen vorgesehene Kleber ist vorzugsweise teilweise aktiviert.

Der Polymerbogen kann eine biaxiale Orientierung aufweisen. Vorzugsweise ist die dem Trägerbogen zugewandte Fläche des Polymerbogens modifiziert. Die Fläche des Polymerbogens kann durch eine Koronaentladungsbehandlung modifiziert sein. Der Polymerbogen kann aus Polypropylen bestehen.

Der zwischen dem Polymerbogen und dem Trägerbogen vorgesehene Kleber kann ein Kleber auf Flüssigkeitsbasis sein. Der Kleber auf Flüssigkeitsbasis kann ein Kleber auf Wasserbasis sein. Der Kleber auf Wasserbasis kann ein Acrylkleber sein. Der Acrylkleber kann ein Polyvinylacetatacrylkleber sein.

Der Trägerbogen ist vorzugsweise ein Bogen aus nichtdehnbarem Material und kann ein Papierbogen sein.

Gemäß einem anderen Aspekt der Erfindung umfaßt ein Verfahren zur Herstellung des laminierten Druckbogens, wie in den kennzeichnenden Anspruchsteilen beschrieben, den Schritt des Erwärmens des zwischen dem synthetischen Papier und dem Polymerbogen angeordneten Klebers, damit der Kleber teilweise aktiviert und der Polymerbogen mit dem Kleber verbunden wird.

Das Verfahren kann einen vorhergehenden Schritt des Herstellens einer Sandwich-Konstruktion aus dem synthetischen Papier, dem Kleber, dem Polymerbogen, dem Kleber und der Trägerschicht und des anschließenden Erwärmens der Sandwich-Konstruktion umfassen, um den zwischen dem synthetischen Papier und dem Polymerbogen angeordneten Kleber zu erwärmen.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die Erfindung wird im folgenden, lediglich beispielhaft, mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen erläutert. Die Zeichnungen zeigen:

Fig. 1: eine auseinandergezogene Perspektivansicht von einem Ende eines erfindungsgemäßen laminierten Druckbogens aus gesehen; und

Fig. 2: eine Draufsicht des laminierten Druckbogens.

BESCHREIBUNG EINER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM DER ERFINDUNG

In den Zeichnungen ist ein erfindungsgemäßer laminierter Druckbogen durch das Bezugszeichen 10 gekennzeichnet. Der laminierte Druckbogen 10 umfaßt einen 250 Mikrometer dicken Bogen aus synthetischem Papier 12, der wiederablösbar durch eine Schicht 14 aus einem wärmeaktivierbaren Pfropf- Ethylbutylacryl-Kleber an einer Seite 16.1 eines 20 Mikrometer dicken, biaxial orientierten Polypropylenbogens 16 befestigt ist. Ein Bogen Trägerpapier 18 ist durch eine Schicht aus einem Polyvinylacetatacrylkleber 20 auf Wasserbasis an der gegenüberliegenden Seite 16.2 des Polypropylenbogens 16 befestigt. Das Trägerpapier 18 ist 60-Gramm- Bankpostpapier. Das Papier kann jedoch auch 40- bis 120- Gramm-Bankpostpapier sein.

Das synthetische Papier besteht aus einem Polymermaterial, das mit einer Beschichtung versehen ist, die bedruckt werden kann. Es wird angenommen, daß die Polymermaterial- Komponente des synthetischen Papiers zumindest Polyethylen hoher Dichte enthält. Jedenfalls ist das Papier im Fachgebiet als synthetisches Papier bekannt und wird unter dem Handelsnamen LASERNEX verkauft, der ein Warenzeichen des GMP Korea ist.

Der Polypropylenbogen 16 ist durch Längs- und Querdehnen im halb-geschmolzenen Zustand biaxial orientiert, sowie durch anschließendes Abkühlen noch im gedehnten Zustand, so daß die Dehnung in dem Bogen eingeschlossen bleibt.

Der Polyproyplenbogen 16 ist auf der dem Trägerpapier 18 zugewandten Seite 16.2 modifiziert. Die modifizierte Seite 16.2 kann durch Koronaentladungsbehandlung hergestellt werden. Durch die modifizierte Seite 16.2 wird sichergestellt, daß der Polypropylenbogen 16 an dem Kleber 20, der sich zwischen dem Polypropylenbogen und dem Bogen aus Trägerpapier befindet, haftet.

Der laminierte Druckbogen 10 wird gebildet durch Herstellung einer Sandwich-Konstruktion aus den Materialien, und anschließendem Zuführen der Sandwich-Konstruktion durch zwei Walzensätze und über einen zwischen diesen Walzensätzen angeordneten, erhitzten Schuh. Der Schuh wird auf 78ºC bis 95ºC erhitzt, und die Sandwich-Konstruktion kommt nicht mit dem Schuh in Kontakt. Die Wärme teilaktiviert den Propf-Ethylbutylacryl-Kleber und ermöglicht es, daß der Polypropylenbogen 16 daran anhaftet, und zwar derart daß der Bogen synthetischen Papiers 12 zusammen mit der Schicht 14 des Propf-Ethylbutylacrylklebers leicht von dem Polypropylenbogen 16 abgezogen werden kann. Nach dem Abziehen kann die Kleberschicht 14 ohne Anwendung von Wärme nicht wieder an den Polypropylenbogen 16 angeklebt werden.

Der Pfropf-Ethylbutylacryl-Kleber hat einen Erweichungspunkt von ±78ºC und einen Schmelzpunkt von ±93ºC. Daher sollte der Kleber selbst im allgemeinen in indirekter Weise über den Schuh auf eine Temperatur zwischen 78ºC und 93ºC erhitzt werden, um den Kleber teilweise zu aktivieren.

Vor dem Auflegen des synthetischen Papiers 12 auf dem Polypropylenbogen 16, kann dieses gestanzt werden, um darin ablösbare Kartensubstrate oder -träger 22 auszubilden, die später von dem Polypropylenbogen 16 abgezogen werden können. Auch kann ein vorläufiges Bedrucken der oberen Seite des synthetischen Papierbogens 12 erfolgen. Ein Laser-, Tintenstrahl- oder Bubble-Jet-Drucker kann für das Bedrucken des laminierten Bogens 10 eingesetzt werden. Wenn der laminierte Bogen in einem solchen Drucker einer Wärmeeinwirkung ausgesetzt wird, so erfolgt keine Dehnung oder Verzerrung des Bogens. Außerdem bleibt der wärmeaktivierbare Kleber nicht an den Walzen des Druckers kleben.

Sobald die ablösbaren Kartensubstrate oder -träger 22 durch das Bedrucken personalisiert wurden, wird jedes Kartensubstrat 22 in zwei Hälften gefaltet, so daß die zwei Kleberschichten 14 einander zugewandt sind. Ein gefaltetes Kartensubstrat 22 wird dann zwischen zwei transparenten Platten (nicht dargestellt) so angeordnet, daß ein Sandwich entsteht, um eine Anordnung zu bilden, die zu einer Identifikationskarte zusammenlaminiert ist. Die transparenten Platten bestehen aus einer äußeren Schicht aus Polyester, die auf Polyethylen niedriger Dichte koextrudiert wurde, wobei das Polyethylen niedriger Dichte eine Beschichtung aus Propf-Ethylbutyl-Kleber auf dessen Rückseite aufweist. Wenn die Anordnung unter Hitze- und Druckeinwirkung laminiert wird, erfolgt ein Anschmelzen des synthetischen Papiers an die beiden transparenten Platten, wodurch eine verfälschungssichere Identifikationskarte entsteht. Die Temperatur, bei der dieser Laminierungsprozeß stattfindet, liegt bei ungefähr 145ºC.

Überraschenderweise führt die Teilaktivierung das Pfropf- Ethylbutylacrylklebers, der zwischen dem synthetischen Papier und dem Polypropylenbogen angeordnet ist, zu dem Resultat, daß sich das synthetische Papier mittels des teilweise aktivierten Klebers mit Sicherheitspapier verbinden läßt. Ist der Kleber nicht teilweise aktiviert, so ist es nicht möglich, das synthetische Papier mit dem Sicherheitspapier zu verbinden.

Der Prozeß des Verbindens oder Laminierens wird durch Erhitzen des Sicherheitspapiers und des synthetischen Papiers auf etwa 145ºC unter Druckeinwirkung erreicht. Durch den Kleber werden das Sicherheitspapier und das synthetische Papier zusammengeschmolzen, wodurch eine späteres Trennen dieser Schichten verhindert wird. Durch Laminieren einer transparenten Platte auf das synthetische Papier wie oben beschrieben kann eine Seite oder eine Abdeckung oder Hülle für ein Dokument wie etwa ein Paß oder ein Personalausweis hergestellt werden.

Alternativ hierzu können das Sicherheitspapier und das synthetische Papier zwischen zwei transparenten Platten wie oben beschrieben angeordnet werden, wobei die Kleberschicht des synthetischen Papiers das Sicherheitspapier festhält, um so eine Karte herzustellen, die als Identifikationskarte verwendbar ist. Das Sicherheitspapier ist eine bestimmte Papierart, die aus Holzstoffpapier mit verschiedenen Inhaltsstoffen besteht, durch welche die Möglichkeit eines Betruges vermindert wird.

Es ist ersichtlich, daß eine Vielzahl von abgewandelten Ausführungsformen oder Varianten der Erfindung möglich sind, ohne daß diese den Umfang der Erfindung verlassen oder von der Wesensart der Erfindung abweichen.


Anspruch[de]

1. Laminierter Druckbogen (10) zum Herstellen eines zusammengesetzten, vor Mißbrauch geschützten Produkts, wobei der laminierte Bogen (10) einen Bogen schmelzbaren synthetischen Papiers (12) mit einer Außenfläche und einer Innenfläche aufweist und die Innenfläche des schmelzbaren synthetischen Papiers (12) mittels eines teilweise aktivierten Klebers (14) entfernbar mit einer Seite (16.1) eines Polymerbogens (16) verbunden ist, dessen Trägerbogen (18) mittels eines Klebers (20) mit der gegenüberliegenden Seite (16.2) verbunden ist, wobei die gegenüberliegende Seite (16.2) des Polymerbogens (16) derart modifiziert ist, daß ein Kleben des Klebers (20) am Polymerbogen (16) gewährleistet ist und der Bogen aus synthetischem Papier (12) und der Trägerbogen (18) aus unterschiedlichen Materialien hergestellte diskrete Bögen sind.

2. Laminierter Druckbogen nach Anspruch 1, bei dem der zwischen dem synthetischen Papier und dem Polymerbogen vorgesehene Kleber ein Kleber auf Flüssigkeitsbasis ist.

3. Laminierter Druckbogen nach Anspruch 2, bei dem der Kleber auf Flüssigkeitsbasis ein Kleber auf Wasserbasis ist.

4. Laminierter Druckbogen nach Anspruch 3, bei dem der Kleber auf Wasserbasis ein Acrylkleber ist.

5. Laminierter Druckbogen nach Anspruch 4, bei dem der Acrylkleber ein Ethylbutylacrylkleber ist.

6. Laminierter Druckbogen nach Anspruch 5, bei dem der Kleber ein Pfropf-Ethylbutylacryl-Kleber ist.

7. Laminierter Druckbogen nach Anspruch 1, bei dem der zwischen dem synthetischen Papier (12) und dem Polymerbogen (16) vorgesehene Kleber ein Heißschmelzkleber ist.

8. Laminierter Druckbogen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Polymerbogen (16) biaxial orientiert ist.

9. Laminierter Druckbogen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Polymerbogen (16) durch eine Koronaentladungsbehandlung modifiziert ist.

10. Laminierter Druckbogen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Polymerbogen (16) ein Polypropylenbogen ist.

11. Laminierter Druckbogen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der zwischen dem Polymerbogen (16) und dem Trägerbogen (18) angeordnete Kleber ein Kleber aus Flüssigkeitsbasis ist.

12. Laminierter Druckbogen nach Anspruch 11, bei dem der Kleber auf Flüssigkeitsbasis ein Kleber auf Wasserbasis ist.

13. Laminierter Druckbogen nach Anspruch 12, bei dem der Kleber auf Wasserbasis ein Acrylkleber ist.

14. Laminierter Druckbogen nach Anspruch 13, bei dem der Acrylkleber ein Polyvinylacetatacrylkleber ist.

15. Laminierter Druckbogen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Trägerschicht (18) ein Papierbogen ist.

16. Verfahren zum Herstellen eines laminierten Druckbogens nach Anspruch 1, mit dem Schritt des Erwärmens des zwischen dem synthetischen Papier (12) und dem Polymerbogen (16) angeordneten Klebers, damit der Kleber teilweise aktiviert und der Polymerbogen (16) mit dem Kleber verbunden wird.

17. Verfahren nach Anspruch 16, mit dem vorhergehenden Schritt des Herstellens einer Sandwich-Konstruktion aus dem synthetischen Papier (12), dem Kleber, dem Polymerbogen (16), dem Kleber und der Trägerschicht (18) und des anschließenden Erwärmens der Sandwich-Konstruktion zum teilweisen aktivieren des zwischen dem synthetischen Papier (12) und dem Polymerbogen (16) angeordneten Klebers.







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