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Dokumentenidentifikation DE69613220T2 11.10.2001
EP-Veröffentlichungsnummer 0819057
Titel SPANNWICKELFILM
Anmelder ITW Mima Films LLC, Glenview, Ill., US
Erfinder MAKA, Xavier, F-54260 Longuyon, FR
Vertreter Patentanwälte Hauck, Graalfs, Wehnert, Döring, Siemons, 20354 Hamburg
DE-Aktenzeichen 69613220
Vertragsstaaten BE, DE, ES, FR, GB, IT, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 18.03.1996
EP-Aktenzeichen 969074970
WO-Anmeldetag 18.03.1996
PCT-Aktenzeichen EP9601160
WO-Veröffentlichungsnummer 9629203
WO-Veröffentlichungsdatum 26.09.1996
EP-Offenlegungsdatum 21.01.1998
EP date of grant 06.06.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.10.2001
IPC-Hauptklasse B32B 27/32
IPC-Nebenklasse B32B 27/18   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Streckverpackung. Insbesondere betrifft die Erfindung Streckverpackungsfolie, nicht nur mit sehr guten mechanischen Eigenschaften, sondern auch mit wenig Geräusch.

Streckverpackungsfolien weisen einen festgelegten und sich entwickelnden kommerziellen Endzweck zum Überwickeln von Waren auf. Dazu gehören das Verpacken von Lebensmitteln und das Bündeln von Waren zum Versand und zur Lagerung: zum Beispiel das Bündeln von voluminösen Mengen von Webwaren wie Stoff und Teppichen und insbesondere die Bildung von Palettenladungseinheiten. Es gibt eine Vielzahl von Überwickelungsverfahren zur Bildung von Einheiten mit Streckverpackungsfolie. Im wesentlichen wird bei diesen ein Ende einer fortlaufenden Rolle von Streckverpackungsfolie an der Palette verankert, und die fortlaufende Rolle wird abgewickelt, gewöhnlich mit einem Strecken und mit relativer Bewegung zwischen der Rolle und der Palette, so daß die gestreckte Folie die Palette und deren Ladung überwickelt und sie dadurch zu einer Einheit formt.

Alle gegenwärtig verfügbaren Streckverpackungsfolien entwickeln beim Abwickeln und dem Strecken einen unannehmbar hohen Geräuschpegel. Es wurde versucht, diesen durch Einbringen einer akustischen Sperre zwischen der Bedienungsperson und der Streckverpackungsfolie bei Verwendung zu vermindern.

In dem Europäischen Patent 0 147 088 wird eine Streckverpackungsfolie mit einseitiger Haftung offenbart, umfassend eine transparente thermoplastische A/B- Folienkonstruktion, bei der die freiliegende Seite der Schicht A in ihrem gestreckten Zustand eine vergleichsweise hohe Haftkraft an der freiliegenden Seite der Schicht B aufweist und die freiliegende Seite der Schicht B zumindest im wesentlichen keine Haftkraft an einer Schicht ihrer selbst aufweist und eine Gleiteigenschaft aufweist, wenn die freiliegende Seite der Schicht B in Kontakt mit einer Schicht ihrer selbst mit relativer Bewegung zwischen diesen steht.

Mit der Erfindung soll eine Folienzusammensetzung bereitgestellt werden, die nicht nur ein gutes Gleichgewicht von erforderlichen mechanischen Eigenschaften aufweist, sondern auch bei Verwendung wenig Geräusch entwickelt.

Demgemäß wird bei der vorliegenden Erfindung eine Streckverpackungsfolie aus Kunststoff bereitgestellt,

i) auf der einen Seite mit einer Haftschicht, umfassend ein Ethylenpolymer höchst niedriger Dichte (ULDPE) mit einer Dichte von 860 bis 890 kg/m³;

ii) auf der anderen Seite mit einer Gleitschicht, umfassend ein Polyethylen niedriger Dichte (hohen Drucks) (LDPE), umfassend ein festes disperses Antiblockiermittel; und

iii) mit einer zwischen der Haftschicht und der Gleitschicht liegenden Kernschicht, wobei die Kernschicht lineares Polyethylen niedriger Dichte (LLDPE) umfaßt.

Vorzugsweise wird die Haftschicht durch Polymerisierung von Ethylen unter Anwendung einer Katalyse mit Metallocen hergestellt.

Polymere, die sich als Haftschichtpolymer eignen, können durch Copolymerisation von Ethylen mit einer ausreichenden Menge von wenigstens einem geradkettigen oder verzweigtkettigen α-Olefin hergestellt werden, um zu bewirken, daß die Dichte 860 bis 890 kg/m³ beträgt. Zum Beispiel kann das Polymer ein Terpolymer eines längeren α-Olefins (z. B. C&sub6; bis C&sub1;&sub2;) mit einem oder mit mehreren α-Olefinen C&sub3; bis C6 sein. Solche Materialien sind unter Anwendung modifizierter Ziegler-Katalysatoren (Katalysatoren aus Metallocen) herstellbar, die ein oder mehrere Übergangsmetall- oder Lanthanidmetall-Atome mit n-Bindung an einen oder mehrere einkernige oder vielkernige Liganden einschließlich einer Cyclopentadienyl-Gruppe umfassen kann. Der Ligand ist typischerweise raumeinnehmend und kann eine beschränkungseinbringende Komponente umfassen. Beispiele für solche Verfahren sind in WO 93/08221 und WO 95/07939 offenbart.

Mit "Polyethylen niedriger Dichte (oder hohen Drucks) (LDPE)" ist hier ein Homopolymer von Ethylen gemeint, das unter Verwendung eines radikalischen Aktivators und eines hohen Polymerisierungsdrucks hergestellt wird. Wie festgestellt wurde, weisen LDPE's zahlreiche langkettige Zweige in ihrem Molekülaufbau auf Diese Polymere sind ohne weiteres im Handel erhältlich.

Mit "linearem Polyethylen niedriger Dichte (LLDPE)" ist hier ein Copolymer von Ethylen mit einer kleineren Menge, typischerweise von weniger als 20 Gew.-% eines α-Olefms C&sub3; bis C&sub1;&sub2; gemeint. Solche Polymere sind im wesentlichen dadurch linear, daß sie im allgemeinen nicht mehr als 3 lange Ketten pro 1000 Hauptketten- Kohlenstoffatomen aufweisen. Sie können durch Ziegler-Natta- oder durch Phillips- Koordinationsanalyse hergestellt werden und weisen eine Dichte von 916 bis 950 kg/m³ auf. Diese Polymere sind ebenfalls ohne weiteres im Handel erhältlich.

Hinsichtlich der Gleitschicht ii) kann das LDPE mit einem anderen Olefinpolymer gemischt werden. Dort, wo das erfolgt, kann es sich in geeigneter Weise um lineares Polyethylen niedriger Dichte (LLDPE) handeln. Vorzugsweise macht das LDPE jedoch wenigstens 60 Gew.-% des Olefmpolymer-Materials in der Gleitschicht ii) aus. In geeigneter Weise macht die Gleitschicht 7,5 bis 15% der Gesamtdicke der Streckverpackungsfolie aus Kunststoff im gelieferten Zustand aus. Das Antiblockiermittel in ii) kann in geeigneter Weise ein siliciumdioxidhaltiges Material umfassen, zum Beispiel Siliciumdioxid. Wünschenswerterweise sollte das Antiblockiermittel in einer Menge von 100 bis 10 000, vorzugsweise von 500 bis 2 500 Gew.-ppm der Gleitschicht vorhanden sein.

Ein attraktives Merkmal der Streckverpackungsfolien aus Kunststoff gemäß der Erfindung besteht darin, daß sie zwar in i) ein zugesetztes Haftmittel umfassen können, zum Beispiel Polyisobutylen (PIB), vorzugsweise jedoch kein zugesetztes Haftmittel in i) vorhanden ist.

Geeignete Haftmittel sind Polyolefine mit niedrigem Molekulargewicht, zum Beispiel amorphes Polypropylen mit einem Molekulargewicht von weniger als 5 000 und Polyisobutylen; Terpenharze; hydriertes Harz und Harzester; oder mikrokristallines Wachs.

Die Folien gemäß der Erfindung können entweder mit der Blasfolien-oder der Gießfolientechnologie hergestellt werden.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Verwendung der Streckverpackungsfolie aus Kunststoff nach der obigen Beschreibung vorgesehen, um Palettenladungseinheiten mit einem verminderten Geräuschpegel zu bilden. Vorzugsweise sollte sich der Geräuschpegel auf ein Pegelmaß von 90 bis 85 dB vermindern.

Die folgenden Beispiele veranschaulichen die Erfindung.

Bei der Herstellung der ABC-Extrudate gemäß der vorliegenden Erfindung kann eine Kernschichtformulierung in den Beschickungstrichter eines herkömmlichen Umlaufschneckenextruders eingebracht werden. Die verwendete Extruderschnecke kann einen Durchmesser von 15 cm (6 Zoll) und ein Länge-Durchmesser-Verhältnis von etwa 24 : 1 aufweisen. Zum Extrudieren der Haft- und der Gleitschicht werden Satellitenextruder eingesetzt. Die Satellitenextruder umfassen jeweils einen herkömmlichen Extruder mit einer Extruderschnecke mit einem Durchmesser von 7,8 cm (3,5 Zoll) und einem Länge-Durchmesser-Verhältnis von etwa 24 : 1. Harzschmelzeströme von den Satellitenextrudern werden in ein Gießfolienwerkzeug eingespeist, das am Ende des Kernextruders durch ein Zwischenstück befestigt ist, das speziell zum Verbinden der Ströme von dem Satellitenextruder mit dem Kernstrom ausgelegt ist, so daß diese mit der geschmolzenen Oberfläche der Kernschicht zusammenkommen.

In diesen Beispielen waren folgende Schichten vorhanden:

VERGLEICHSBEISPIEL 1

Haftschicht A 7,5 Ethylen/Methylacrylat-Copolymer (EMA), umfassend 28 Gew.-% copolymerisierten Methylacrylats EXXON

XC101 : 100%

Kernschicht B 77,5 Lineares Polyethylen niedriger Dichte (LLDPE) BP 7209 : 100%

Gleitschicht C 15 LLDPE DOW Polyethylen niedriger Dichte (hohen Drucks) (LDPE) BP 5320: Mischung 75/25

BEISPIEL 2

Haftschicht A 10 Polyethylen äußerst niedriger Dichte (ULDPE) DOW KC 88 52 : 100%

Kernschicht B 75 Wie Vergleichsbeispiel 1

Gleitschicht C 15 Polymer LDPE BP 5320 : 100% plus 3 000 ppm Talkum

BEISPIEL 3

Haftschicht A 10 Wie Vergleichsbeispiel 2

Kernschicht B 75 Wie Vergleichsbeispiel 1

Gleitschicht C 15 Wie Beispiel 2, jedoch mit 1 500 ppm Talkum anstelle von 3 000 ppm

TABELLE 1

BEISPIEL 4

Haftschicht A ULDPE DOW INSITE POE

Dichte 875 kg/m³

Hergestellt durch Katalyse mit Metallocen

Kernschicht B Wie Vergleichsbeispiel 1

Gleitschicht C Wie Beispiel 3

VERGLEICHSBEISPIEL 5 SCHICHT ZUSAMMENSETZUNG

Haftschicht A LLDPE, Dichte 903 kg/m³

Kernschicht B wie Vergleichsbeispiel 1

Gleitschicht C wie Beispiel 3

Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle 2 dargestellt.

Tabelle 2


Anspruch[de]

1. Streckverpackungsfolie aus Kunststoff,

i) auf der einen Seite mit einer Haftschicht, umfassend ein Ethylenpolymer höchst niedriger Dichte (ULDPE) mit einer Dichte von 860 bis 890 kg/m³;

ii) auf der anderen Seite mit einer Gleitschicht, umfassend ein Polyethylen niedriger Dichte (hohen Drucks) (LDPE), umfassend ein festes disperses Antiblockiermittel; und

iii) mit einer zwischen der Haftschicht und der Gleitschicht liegenden Kernschicht, wobei die Kernschicht lineares Polyethylen niedriger Dichte (LLDPE) umfaßt.

2. Streckverpackungsfolie aus Kunststoff gemäß Anspruch 1, bei der das ULDPE durch Polymerisierung von Ethylen unter Anwendung einer Katalyse mit Metallocen gewonnen werden kann.

3. Folie gemäß einem vorhergehenden Anspruch, bei der das LDPE mit einem anderen Olefinpolymer gemischt ist.

4. Folie gemäß Anspruch 3, bei der das andere Olefinpolymer lineares Polyethylen niedriger Dichte (LLDPE) ist.

5. Folie gemäß Anspruch 3 oder 4, bei der die Gleitschichtmischung wenigstens 60 Gew.-% LDPE enthält, bezogen auf das Gesamtgewicht der Gleitschicht.

6. Folie gemäß einem vorhergehenden Anspruch, bei der das Antiblockiermittel ein siliciumdioxidhaltiges Material umfaßt.

7. Folie gemäß einem vorhergehenden Anspruch, bei der das Antiblockiermittel 100 bis 10000 Gew.-ppm der Gleitschicht ausmacht.

8. Folie gemäß Anspruch 7, bei der das Antiblockiermittel 500 bis 2500 Gew.-ppm der Gleitschicht ausmacht.

9. Folie gemäß einem vorhergehenden Anspruch, die kein zugesetztes Haftmittel umfaßt.

10. Folie gemäß einem vorhergehenden Anspruch, die eine Blasfolie ist.

11. Folie gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, die eine Gießfolie ist.

12. Verwendung einer Streckverpackungsfolie aus Kunststoff gemäß der Definition in einem der vorhergehenden Ansprüche, um Palettenladungseinheiten mit einem verminderten Geräuschpegel zu bilden.







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