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Dokumentenidentifikation DE19945093C2 25.10.2001
Titel Fördervorrichtung für Bauteile an einer Montage- oder Fertigungsstraße
Anmelder PROPLAN Automatisierungstechnik GmbH, 79618 Rheinfelden, DE
Erfinder Gressel-Rösner, Harald, 79618 Rheinfelden, DE
Vertreter Ebert, J., Dipl.-Ing. (FH), Pat.-Anw., 79541 Lörrach
DE-Anmeldedatum 21.09.1999
DE-Aktenzeichen 19945093
Offenlegungstag 19.04.2001
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 25.10.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.10.2001
IPC-Hauptklasse B65G 49/00
IPC-Nebenklasse B65G 1/137   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Fördervorrichtung für Bauteile, die an einer Montage- oder Fertigungsstraße von vormontierten oder vorgefertigten Baueinheiten für Montage- oder Fertigungszwischenschritte an den Baueinheiten und/oder Bauteilen vorübergehend abzubauen und weiterzutransportieren und nach der für diese Montage- oder Fertigungszwischenschritte benötigten Zeit an anderer Stelle der Montage- oder Fertigungsstraße für die Endmontage wieder zuzuführen sind, wozu Lastaufnehmer zur Aufnahme und Wiederentnahme der abgebauten Bauteile an einer Förderschiene hängend entlang der Montage- oder Fertigungsstraße elektromotorisch bewegt werden.

An Montage- oder Fertigungsstraßen kann es erforderlich sein, Teile von einer zuvor einer gemeinsamen Behandlung unterzogenen Baueinheit für eine oder mehrere folgende Montage- oder Fertigungszwischenschritte von der Baueinheit vorübergehend abzubauen und an anderer Stelle bereitzuhalten, um sie nach Beendigung dieser Montage- oder Fertigungszwischenschritte wieder anzubauen. Dies kann z. B. aus Sicherheitsgründen geboten sein oder um Beschädigungen am Montage- oder Fertigungsobjekt zu vermeiden oder um das Objekt für die Montage- oder Fertigungszwischenschritte ausreichend oder überhaupt zugänglich zu machen. Dabei können Montage- oder Fertigungszwischenschritte entweder nur an der Baueinheit oder sowohl an der Baueinheit als auch an den vorübergehend abgebauten Bauteilen vorzunehmen sein. In der Regel werden diese Zwischenschritte auch im letzteren Falle eine jeweils unterschiedliche Zeitspanne in Anspruch nehmen, so daß die Bauteile vorrübergehend gespeichert werden müssen, bevor sie der Endmontage wieder zugeführt werden können.

So werden beispielsweise in der Automobilindustrie von den fertigen Karosserien, die aus der Lackiererei und Hohlraumkonservierung oder aus einem Karossenlager kommen, die Türen zunächst wieder abgebaut, um dann einerseits die notwendigen Montagearbeiten im Innen- und Motorraum der Kraftfahrzeuge und andererseits die Vormontage an den Türen selbst, wie Innenverkleidung usw., vornehmen zu können. Die abgebauten Türen werden dabei von Lastaufnehmern einer Fördervorrichtung aufgenommen und in einem geschlossenen Kreislauf zuletzt an die Stelle der Montagestraße verbracht, wo sie wieder an die Karosserie angebaut werden sollen. Die Lastaufnehmer, in denen die Türen abgelegt werden, werden an Schienen hängend transportiert und einzeln durch spezielle Elektrofahrzeuge angetrieben. Um die mit den Türen beladenen Lastaufnehmer aus dem Montagebereich der Kraftfahrzeuge zu bringen, werden diese auf eine in ausreichender Höhe über der Montagestraße liegende Ebene gehoben und an anderer Stelle, also für die Vormontage der Türen und die Endmontage am Kraftfahrzeug wieder abgesenkt. Dies kann mit speziellen Hub- und Senkvorrichtungen oder auch über speziell eingerichtete Steig- und Gefällestrecken der Schienenführung für die Elektrofahrzeuge der Fördervorrichtung geschehen.

Für die Zeit der Montagearbeiten im Innen- und Motorraum des Kraftfahrzeugs, die die der erwähnten Vormontage an den Türen überschreitet, müssen die abgebauten und anschließend vormontierten Türen innerhalb des genannten Förderkreislaufs in einem Warte- oder Speicherzustand für die anschließende Endmontage und den Wiedereinbau gehalten werden. Dies geschieht an bekannten Anlagen, indem die elektromotorisch angetriebenen Lastaufnehmer mit den darin befindlichen Türen in einer Schlangenlinie einen sogenannten Speicherraum der Fördervorrichtung durchlaufen.

Ein solcher Speicherraum beansprucht in der Gesamtanlage sehr viel Platz und ist in seiner Bereitstellung außerordentlich kostenintensiv. Es müssen nicht nur die in Schlangenlinie verlaufenden Führungsschienen mit ihrem Zubehör bereitgestellt werden. Neben den im tatsächlichen Montagebereich befindlichen Lastaufnehmern beansprucht auch jeder gerade durch den Speicherraum fahrende Lastaufnehmer einen elektromotorischen Antrieb. Aus Sicherheitsgründen muß die gesamte Förderstrecke der Fördervorrichtung, auch innerhalb des Speicherraums, mit Schutzgittern versehen werden.

Aus der Zeitschrift F + H Fördern und Heben 42(1992) Nr. 8, S. 621 sind Zwischenspeicher-Systeme bekannt, mit denen sich Fertigungsabläufe entzerren lassen. Es wird damit den Nachteilen direkt und starr verketteter Produktionslinien und Packstraßen begegnet, die vor allem darin bestehen, dass bei einer Störung an einer Maschine sofort der gesamte Produktions- und Materialfluß unterbrochen werden muss und gerade bei vielen kurzen Stopps der Wirkungsgrad der Gesamtanlage stark absinkt. Es werden flexible, taktunabhängige Zwischenspeicher eingeschaltet, mit denen sich Störungen und auch Pausen bei laufender Produktion überbrücken lassen. In einem sogenannten Akkuflex-Speicher werden die Produkte geordnet und kontinuierlich auf- und absteigend zwischengelagert, um zur rechten Zeit und jeder Zeit vor der nächsten Maschine verfügbar zu sein. In der Pharma- und Kugellager-Industrie werden sogenannte Drehturm-Speicher eingesetzt, mit denen runde Teile aus einem lose geschütteten Vorrat vereinzelt und der nächsten Maschine zugeführt werden. In der Automobil-Industrie kommen für das Speichern z. B. von Bremstrommeln, Flanschlagern, Achsschenkeln sogenannte Accupaternoster-Speicher zum Einsatz, in denen die Teile nach dem Prinzip "First-in-Last-out" auf- und absteigend zwischengelagert werden.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine platz- und materialsparende und kostensenkende Lösung innerhalb einer Fördervorrichtung für das Bereithalten und Wiederzuführen ausgebauter und/oder vormontierter Bauteile, z. B. von Fahrzeugtüren, für die Endmontage von Montage- oder Fertigungseinheiten, z. B. von Kraftfahrzeugen, zu schaffen.

Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Fördervorrichtung unterteilt ist in eine einer ersten Montage-Teilstrecke für den Abbau der Bauteile zugeordnete, erste Förderstrecke, eine einer zweiten Montage-Teilstrecke für den Wiedereinbau der Bauteile zugeordnete, zweite Förderstrecke und eine eine Verbindung zwischen diesen beiden Förderstrecken herstellende Pufferstrecke, entlang der die Lastaufnehmer quer zur Förderrichtung der Pufferstrecke hängend bewegbar sind und daß an den Stoßstellen zwischen der Pufferstrecke und der ersten und der zweiten Förderstrecke Umsetzvorrichtungen vorgesehen sind, durch die die Lastaufnehmer von der einen Förderstrecke auf die Pufferstrecke und von der Pufferstrecke auf die andere Förderstrecke umsetzbar sind. Durch diese Querförderung der Lastaufnehmer kann auf der verhältnismäßig kurzen Pufferstrecke eine Vielzahl der Lastaufnehmer platzsparend bewegt und gespeichert werden. Die nach dem Stand der Technik in Schlangenlinien geführte Speicherstrecke der Fördervorrichtung samt ihren Schutzgittern fällt weg, was neben der Platzersparnis auch eine erhebliche Materialeinsparung und damit Kostensenkung der Anlage zur Folge hat.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht die Pufferstrecke aus zwei parallel verlaufenden Pufferlinien mit Umsetzvorrichtungen an ihren beiden Enden; auf der einen Pufferlinie werden die mit den an der ersten Montage-Teilstrecke ausgebauten Bauteilen beladenen Lastaufnehmer von der ersten Förderstrecke zur zweiten Förderstrecke transportiert und auf der anderen Pufferlinie werden die an der zweiten Montage-Teilstrecke geleerten Lastaufnehmer von der zweiten Förderstrecke zur ersten Förderstrecke zurücktransportiert. So ist auch hier ein ununterbrochener Kreislauf der Lastaufnehmer gewährleistet.

Die beiden Pufferlinien können in entgegengesetzter Richtung angetriebene Gurtbandförderer sein, wobei jeder der beiden Gurtbandförderer vorzugsweise zwei zueinander beabstandete, parallel über Rollen laufende, endlose Gurtbänder umfaßt. Solche Gurtbandförderer sind mit wesentlich weniger Aufwand zu installieren als Förderschienen für Elektrofahrzeuge mit ihrem Zubehör.

Die beiden Förderstrecken bilden auch in sich jeweils einen geschlossenen Kreislauf, und nach der bevorzugten Ausführungsform umfaßt die erste Förderstrecke eine erste, größere Schleife und eine zweite, kleinere Schleife, die ineinander übergehend miteinander verbunden sind; dabei umfaßt die erste, größere Schleife einen parallel und nahe bei der Montage-Teilstrecke für den Ausbau der Bauteile und die Aufnahme derselben in die Lastaufnehmer verlaufenden Abschnitt und einen Vormontage-Abschnitt, in dem an den ausgebauten Bauteilen Vormontagearbeiten durchgeführt werden können; der Vormontage-Abschnitt geht dann über in die zweite, kleinere Schleife, die zur Umsetzvorrichtung zwischen der ersten Förderstrecke und der ersten Pufferlinie der Pufferstrecke zurückführt.

Die zweite Förderstrecke bildet eine einzige von der Umsetzvorrichtung am Ende der ersten Pufferlinie bis zur Umsetzvorrichtung am Anfang der zweiten Pufferlinie führende Schleife, die einen parallel und nahe bei der Montage-Teilstrecke für den Wiedereinbau der Bauteile geführten Abschnitt umfaßt.

Dabei ist in der zweiten Förderstrecke vor und nach dem Abschnitt für den Wiedereinbau der Bauteile je eine Drehstelle für die Lastaufnehmer vorgesehen, durch die die Lastaufnehmer in die für den Wiedereinbau der Bauteile an der Montage-Teilstrecke bzw. für die Rückführung der geleerten Lastaufnehmer entlang der zweiten Pufferlinie und ihre Umsetzung auf die erste Förderstecke an deren angenommenem Ausgangspunkt richtige Position gebracht werden.

Bevorzugt weisen die hängend transportierten Lastaufnehmer auf ihrer von ihrer Ladefläche abgewandten Seite zwei beabstandete T-Träger auf, deren T-Balken quer zur Förderrichtung der ersten und zweiten Förderstrecke stehen und an ihren beiden Enden wiederum T-förmig ausgebildet sind; an diesen T-förmigen Enden der T-Träger sind innere und äußere Laufrollen vorgesehen, wobei die äußeren Laufrollen von den Klauen von auf den Förderschienen der Förderstrecken verfahrbaren Elektrofahrzeugen untergreifbar sind und der Abstand zwischen den T-Trägern gleich dem Abstand von Außenkante zu Außenkante der Gurtbandförderer der Pufferlinien ist und innerhalb der Pufferstrecke die inneren Laufrollen auf deren Gurtbändern aufliegen.

So können die Lastaufnehmer auf den Förderstrecken, an denen die Montage- oder Demontagearbeiten ausgeführt werden in bewährter Weise durch Elektrofahrzeuge entlang den Förderschienen bewegt werden, an den Umsetzstellen aber durch die erfindungsgemäß vorgesehenen Umsetzvorrichtungen von den Elektrofahrzeugen abgehängt und auf die Gurtbandförderer der Pufferstrecke umgesetzt und mittels der Gurtbänder bewegt werden, wobei sich zwischen den Gurtbändern und den T-Trägern eine sichere Führung für die Lastaufnehmer ergibt. Alle auf der Pufferstrecke befindlichen und gespeicherten Lastaufnehmer benötigen somit kein Elektrofahrzeug, um weiter transportiert zu werden. Es kann somit für die gesamte Anlage eine erhebliche Anzahl der teuren Elektrofahrzeuge eingespart werden.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Umsetzvorrichtungen weist jede von ihnen eine heb- und senkbare und horizontal verschiebbare und/oder um 180° drehbare Umsetzplatte auf, deren Breite gleich dem Abstand der T-Träger der Lastaufnehmer ist, so daß deren innere Laufrollen von der Umsetzplatte unterfahren werden und auf ihr aufsetzen können, um von einer Förderstrecke auf die Pufferstrecke und umgekehrt versetzt werden zu können.

Für dieses Umsetzen der Lastaufnehmer ist an beiden Enden der Pufferlinien ein mindestens einem Lastaufnehmer Platz bietender Umsetzabschnitt mit zwei parallel auf Rollen laufenden Gurtbändern vorgesehen, deren lichter Abstand gleich der Breite der Umsetzplatte der Umsetzvorrichtungen ist; die Enden der Gurtbänder dieses Umsetzabschnittes überlappen sich seitlich mit denen der Gurtbänder der eigentlichen Pufferlinie, so daß für die Lastaufnehmer ein sicherer Übergang vom Umsetzabschnitt auf die eigentliche Pufferstrecke gewährleistet ist.

Die inneren Laufrollen können so von der heb- und senkbaren Umsetzplatte unterfahren und der Lastaufnehmer von dem Elektrofahrzeug der jeweiligen Förderstrecke abgehängt und zunächst auf den Gurtbändern des Umsetzabschnitts der Pufferlinie mit den äußeren Laufrollen abgesetzt werden. Er wird dann von den Gurtbändern an den Übergang zur eigentlichen Pufferstrecke bewegt, wo dann die in geringerem Abstand zueinander verlaufenden Gurtbänder den Lastaufnehmer an den inneren Laufrollen übernehmen. Auf der eigentlichen Pufferstrecke verlaufen also die Gurtbänder zwischen den T-Trägern der Lastaufnehmer, wodurch sich eine sichere Führung über die gesamte weitere Strecke ergibt. Wenn die Pufferstrecke mit Lastaufnehmern voll besetzt sein sollte, erlauben die Laufrollen an den T-Trägern, daß sich die Gurtbänder unter den Lastaufnehmern weiterbewegen, ohne daß Störungen auftreten.

Die erfindungsgemäße Pufferstrecke kann zusammen mit verschiedenen Varianten von Förderstrecken angewendet werden, so etwa mit Förderstrecken die für den Ab- und Wiedereinbau der Bauteile mit Heb- und Senkvorrichtungen in der Form von Doppelhebern oder Einfachhebern oder mit Steig- und Gefällstrecken arbeiten, wobei letztere wiederum mit steig- und gefällefähigen Elektrofahrzeugen oder mit Steig- und Bremsförderern für die Elektrofahrzeuge arbeiten können.

Die Erfindung wird anhand der anhängenden Zeichnungen am Beispiel einer Montagestraße für Kraftfahrzeuge näher beschrieben; es zeigen:

Fig. 1 als Schema die Draufsicht auf eine Kraftfahrzeugmontagestraße im Bereich des Türenaus- und -wiedereinbaus mit einer erfindungsgemäßen Fördervorrichtung für die aus- und wieder einzubauenden Türen,

Fig. 2 die Seitenansicht eines mit den Türen eines Kraftfahrzeugs beladenen und von einem Elektrofahrzeug entlang einer Förderschiene beförderten Lastaufnehmers,

Fig. 3 die Draufsicht auf einen Lastaufnehmer gemäß Fig. 2,

Fig. 4 die Seitenansicht eines Lastaufnehmers gemäß Fig. 2 und 3 innerhalb der Pufferstecke einer erfindungsgemäßen Fördervorrichtung,

Fig. 5 in Seitenansicht den Übergang zwischen einer Förderstrecke und der Pufferstrecke innerhalb einer erfindungsgemäßen Fördervorrichtung,

Fig. 6 eine Draufsicht auf den Übergang zwischen einer Förderstrecke und der Pufferstrecke gemäß Fig. 5,

Fig. 7 in Seitenansicht eine Hub- und Senkvorrichtung, wie sie innerhalb der Fördervorrichtung vorgesehen sein kann und

Fig. 8 in Seitenansicht eine Steig- und Gefällestrecke, wie sie innerhalb der Fördervorrichtung vorgesehen sein kann.

In Fig. 1 sind schematisch zwei Montage-Teilstrecken 1 und 2 einer Montagestraße für Kraftfahrzeuge dargestellt, an denen der Türenausbau und der Türenwiedereinbau vorgenommen wird. Grundsätzlich höhenmäßig zu den Montage-Teilstrecken 1, 2 beabstandet befindet sich eine Fördervorrichtung für den Abtransport der ausgebauten Türen von der einen Montage-Teilstrecke 1, deren Weitertransport und schließlich die Zuführung der wieder zu montierenden Türen an der zweiten Montage-Teilstrecke 2. Die normale Förderhöhe dieser Fördervorrichtung zu den Montage-Teilstrecken 1, 2 beträgt aus Sicherheitsgründen beispielsweise ca. 5 m. Auf der Montage-Teilstrecke 1 für den Türenausbau werden die aus der Lackiererei und Hohlraumkonservierung kommenden Karosserien der zu montierenden Kraftfahrzeuge taktweise in Richtung der Pfeile P heran- und weitergeführt.

Im dargestellten Bereich der Montage-Teilstrecke 1 befindet sich eine erste Schleife 3 einer ersten Förderstrecke 4 der Fördervorrichtung. An ihr werden mittels Elektrofahrzeugen 5 entlang einer Förderschiene 6 Lastaufnehmer 7, in die die ausgebauten Türen abgelegt werden, über der Montage-Teilstrecke 1 hängend befördert (siehe auch Fig. 2). Vom Ausgangspunkt A der Schleife 3 aus werden die leeren Lastaufnehmer 7 entlang der Förderschiene 6 in normaler Förderhöhe an die Montage-Teilstrecke 1 heran- und dann in einen sich über mehrere Takteinheiten der Montage-Teilstrecke 1 erstreckenden und zu dieser parallel verlaufenden Abschnitt 3' der Schleife 3 umgeleitet. In diesem Abschnitt 3' findet der Ausbau der Türen 8 auf der rechten und linken Seite der Karosserien statt. Dazu werden die Lastaufnehmer 7, z. B. mittels einer Hub- und Senkvorrichtung gemäß Fig. 7, die Teil der Fördervorrichtung ist, im Bereich des nach der Darstellung in Fig. 1 vierten bis sechsten Taktschrittes der Montage-Teilstrecke 1 zunächst auf Montagehöhe abgesenkt, so daß die rechts und links von einer Karosserie abgebauten Türen 8 in einem der Lastaufnehmer 7 abgelegt werden können, bevor die Hub- und Senkvorrichtung (vergl. Fig. 7) sie für den Weitertransport wieder auf die normale Förderhöhe über der Montage-Teilstrecke 1 bringt.

Alternativ zur Hub- und Senkvorrichtung ist es auch möglich, die Lastaufnehmer 7 mit den sie antreibenden Elektrofahrzeugen 5 eine entsprechende Gefäll- und Steigstrecke der Förderschiene 6 durchlaufen zu lassen.

Nach der Darstellung in Fig. 1 am Übergang vom achten zum neunten Taktschritt der Montage-Teilstrecke 1 kehrt die Schleife 3 der ersten Förderstrecke 4 von der Montage-Teilstrecke 1 ab und wendet sich zurück in einen auf Montagehöhe verlaufenden Abschnitt 3", in dem die Vormontage der Türen (Innenverkleidung usw.) stattfindet und der bevorzugt parallel zum Abschnitt 3' verläuft. Dazu befindet sich am Übergang zum Abschnitt 3" der Schleife 3 wieder eine Absenkvorrichtung oder eine Gefällstrecke 9 der Fördervorrichtung (siehe auch Fig. 8), durch die die mit den Türen 8 beladenen Lastaufnehmer 7 von Förderhöhe auf Montagehöhe gebracht werden. Am Ende des Vormontage-Abschnitts 3" werden die Lastaufnehmer 7 samt den sie antreibenden Elektrofahrzeugen 5 durch eine Hubvorrichtung wieder auf normale Förderhöhe gebracht, bzw. sie überwinden dazu eine der Gefällstrecke 9 entsprechende Steigstrecke 10 der Förderschiene 6, um auf normaler Förderhöhe durch eine Rückführschleife 11 in Richtung Ausgangspunkt A zurückgeführt zu werden, wo sich der Kreis der Schienenführung der ersten Förderstrecke 4 schließt.

Vor dem Ausgangspunkt A gelangen die Elektrofahrzeuge 5 mit den beladenen Lastaufnehmern 7 an eine Umsetzstelle 12. Wie aus Fig. 1 zu ersehen ist, verläuft die Schienenführung zwischen dem Ende der Rückführschleife 11 und der Umsetzstelle 12 in Förderhöhe vorzugsweise parallel und in einer vertikalen Ebene zur Schienenführung im Endbereich des Vormontage-Abschnitts 3".

Vom Ausgangspunkt A und von der Umsetzstelle 12 aus stellt eine zweigeteilte Pufferstrecke 13 eine Querverbindung her zwischen der ersten Förderstrecke 4 und einer zweiten, ebenfalls eine Schleife bildenden Förderstrecke 14, die sich im Bereich für den Wiedereinbau der Türen 8 der zweiten Montage-Teilstrecke 2 ebenfalls in normaler Förderhöhe von ca. 5 m erstreckt. Auf dieser Montage-Teilstrecke 2 werden die Kraftfahrzeuge für die Endmontage bzw. den Wiedereinbau der Türen in Richtung der Pfeile P taktweise heran- und weitergeführt werden.

Die Pufferstrecke 13 besteht aus zwei parallel verlaufenden Pufferlinien 13' und 13", die beide als Gurtbandförderer ausgebildet sind, an deren Enden sich jeweils eine Umsetzvorrichtung 15, 16, 17, 18 befindet (siehe auch Fig. 5 und 6). Die erste Pufferlinie 13' dient dem Transport und der Speicherung von mit ausgebauten und vormontierten Türen 8 beladenen Lastaufnehmern 7 zwischen der ersten 1 und der zweiten Montage-Teilstrecke 2, und die zweite Pufferlinie 13" dient dem Rücktransport und der Speicherung der geleerten Lastaufnehmer 7 in der umgekehrten Richtung.

In der Förderstrecke 4 werden die Lastaufnehmer 7 in Förderrichtung hintereinander hängend von ihrem jeweiligen Elektrofahrzeug 5 vorangetrieben. Wenn die Lastaufnehmer 7 die Förderstrecke 4, wie oben beschrieben ganz durchlaufen haben, erreichen sie, beladen mit den vormontierten Türen 8, die Umsetzstelle 12 am Beginn der Pufferlinie 13'. Von der Umsetzvorrichtung 15 (siehe auch Fig. 5 und 6) werden sie nun nacheinander von ihrem jeweiligen Elektrofahrzeug 5 abgehängt und auf den Gurtbandförderer der Pufferlinie 13' umgesetzt und danach von dessen über Rollen 21 endlos angetriebenen Gurtbändern 22 quer zur Förderrrichtung des Gurtbandförderers hängend in Richtung auf die zweite Förderstrecke 14 transportiert. Am Ende der ersten Pufferlinie 13' wird jeder der ankommenden, mit Türen 8 beladenen Lastaufnehmer 7 von einer Umsetzvorrichtung 16 wieder von dem Gurtbandförderer der Pufferlinie 13' abgenommen und an ein an det Förderschiene 6 der zweiten Förderstrecke 14 bereit hängendes Elektrofahrzeug 5 angehängt. Von diesem wird er in normaler Förderhöhe zu einem sich parallel und über der Montage-Teilstrecke 2 erstreckenden Abschnitt 14' der schleifenförmigen, zweiten Förderstecke 14 befördert. Am Anfang dieses Abschnitts 14' befindet sich in dieser Förderstrecke 14 eine erste Drehstelle 19, an der die Lastaufnehmer 7 mit ihren Elektrofahrzeugen 5 um 180° gedreht werden, wonach sie sich in der für den Wiedereinbau der Türen 8 an den taktweise auf der Montage-Teilstrecke 2 herangeführten Kraftfahrzeuge richtigen Richtung befinden. Dieser Wiedereinbau erfolgt nach Fig. 1 im Bereich des dritten bis fünften Taktschrittes der Montage-Teilstrecke 2. Dazu werden die Lastaufnehmer 7 am dritten Taktschritt durch eine Hub- und Senkvorrichtung von Förderhöhe auf Montagehöhe gebracht, so daß die Türen 8 den Lastträgern entnommen und an den Kraftfahrzeugen rechts und links eingebaut werden können. Am Ende des fünften Taktschrittes werden die nun leeren Lastaufnehmer 7 wieder auf Förderhöhe gebracht und in der Schleife der zweiten Förderstrecke 14 bis an den Beginn der zweiten Pufferlinie 13" der Pufferstrecke 13 zurückgebracht. Auf dem Weg dahin werden sie an einer zweiten Drehstelle 20 der Förderstrecke 14 erneut um 180° gedreht. Am Anfang der zweiten Pufferlinie 13" befindet sich wiederum eine Umsetzvorrichtung 17, die die Lastaufnehmer 7 von den Elektrofahrzeugen 5 der zweiten Förderstrecke 14 abhängt und auf den Gurtbandförderer der zweiten Pufferlinie 13" umsetzt. Von diesem werden sie quer zur Förderrichtung hängend zur Umsetzvorrichtung 18 am Ende der zweiten Pufferlinie 13" transportiert, wo sich auch der Ausgangspunkt A der ersten Förderstrecke 4 befindet. Hier kommen sie infolge der Drehung an der zweiten Drehstelle 20 der Förderstrecke 14 in der richtigen Stellung an, um nach dem Umsetzen von der zweiten Pufferlinie 13" auf die erste Förderstrecke 4 auf dem Weg durch deren erste Schleife 3 wieder mit ausgebauten Türen 8 beladen werden zu können.

Da die Lastaufnehmer 7 auf den beiden Pufferlinien 13', 13" der Pufferstrecke 13 quer zur Förderrichtung hängend transportiert werden, können auf einer verhältnismäßig kurzen Strecke eine große Anzahl von Lastaufnehmern 7 dicht hintereinander befördert und gespeichert oder bereit gehalten werden, bis sie in der Endmontage der zweiten Förderstrecke 14 bzw. zum Beladen in der ersten Förderstrecke 4 gebraucht werden. Dies bedeutet eine ganz erhebliche Raumersparnis im Vergleich zu den schlangenlinienförmig geführten Warte- oder Speicherstrecken, wie sie in bekannten Anlagen als Teil der gesamten einen einzigen geschlossenen Kreislauf bildenden Fördervorrichtungen vorgesehen sind. Da nach der Erfindung die Lastaufnehmer 7 beim Transport durch die Pufferstrecke 13 nicht von Elektrofahrzeugen 5 angetrieben werden müssen, sondern von diesen abgehängt sind und von den umlaufenden Gurtbändern 22 der Gurtbandförderer mitgenommen werden, sind in der gesamten Fördervorrichtung wesentlich weniger Elektrofahrzeuge 5 erforderlich, als wenn die Lastaufnehmer 7 auch durch die schlangenförmige Warte- oder Speicherstrecke bekannter Anlagen mit Elektrofahrzeugen befördert werden müssen, was neben der Raumeinsparung auch eine erhebliche Reduzierung der Gesamtkosten bedeutet.

Wie aus den Fig. 2 bis 5 zu ersehen ist, bestehen die hängend transportierten Lastaufnehmer 7 der Fördervorrichtung aus einer horizontalen Ladefläche 23, die am freien Ende einer dazu mittigen Trägerwand 24 befestigt ist (siehe insb. Fig. 5). Auf der Ladefläche 23 können die ausgebauten Türen 8 von beiden Seiten aus abgestellt werden, wobei sie an beidseitig der Trägerwand 24 vorgesehenen Stützen 25 gelehnt werden können. Eine Trennwand 26 unterteilt die Ladefläche 23 und die Trägerwand 25 in zwei Fächer zur getrennten Ablage der Vorder- und Hintertüren (siehe Fig. 2 und 4). Von der Trägerwand 24 ragen nach oben zwei quer stehende und in Längsrichtung beabstandete T-Träger 27 ab (Fig. 2 bis 4), deren Enden wiederum T-förmig ausgebildet sind; an diesen sind beidseitig innere 28' und äußere Laufrollen 28" vorgesehen.

Beim Transport der Lastaufnehmer 7 entlang der Förderschienen 6 der Förderstrecken 4 bzw. 14 untergreifen Klauen 29 der Elektrofahrzeuge 5 die T-Träger 27 an den äußeren Laufrollen 28" (siehe Fig. 2), um die Lastaufnehmer 7 entlang der Förderschiene 6 zu bewegen.

An den Umsetzstellen der Fördervorrichtung gemäß Fig. 1 befinden sich jeweils baugleiche Umsetzvorrichtungen 15, 16, 17, 18. Sie besitzen eine vertikal heb- und senkbare sowie horizontal verschiebbare und auch um 180° drehbare Umsetzplatte 30, mit der die Lastaufnehmer 7 im Falle der Umsetzvorrichtungen 15 und 17 von der Förderstrecke 4 bzw. 14 auf die Pufferlinien 13' bzw. 13" und im Falle der Umsetzvorrichtungen 16 und 18 von den Pufferlinien 13' bzw. 13" auf die Förderstrecke 14 bzw. 4 umgesetzt werden. In Fig. 5 und 6 ist das Umsetzen der mit den Türen 8 beladenen Lastaufnehmer 7 von der ersten Förderstrecke 4 auf die Pufferlinie 13' durch die Umsetzvorrichtung 15 schematisch dargestellt.

In Fig. 5 ist ein durch ein Elektrofahrzeug 5 an der Förderschiene 6 der ersten Förderstrecke 4 hängend herangeführter Lastaufnehmer 7 mit Blickrichtung entgegen der Förderrichtung dargestellt. Die Umsetzvorrichtung 15 hat gerade einen Lastaufnehmer 7 auf die Pufferstrecke 13 umgesetzt, ihre Umsetzplatte 30 wird nun abgesenkt und, wie mit Pfeilen angedeutet, gedreht und horizontal verschoben, so daß sie den an der Förderstrecke 4 hängenden Lastaufnehmer 7 zwischen den T-Trägern 27 an den inneren Laufrollen 28' unterfahren kann (siehe auch die Draufsicht gemäß Fig. 6). Beim anschließenden Anheben der Umsetzfläche 30 kommen die inneren Laufrollen 28' zur Auflage auf der Umsetzplatte 30. Dadurch wird der Lastaufnehmer 7 von den Klauen 29 des Elektrofahrzeugs 5 abgehoben und beim nachfolgenden Zurückdrehen und Verschieben der Umsetzplatte 30 in entgegengesetzter Richtung zunächst auf die Pufferlinie 13' der Pufferstrecke 13 ausgerichtet und schließlich auf den beabstandeten, auf Rollen 21 laufenden Gurtbänder 22 der Pufferlinie 13' abgesetzt.

Die Pufferlinien 13', 13" weisen jeweils zwei parallele auf Rollen 21 laufende Gurtbänder 22 auf, deren Abstand zueinander dem Abstand der inneren Laufrollen 28' an den T-Trägern 27 der Lastaufnehmer 7 derart entspricht, daß diese Laufrollen 28' auf den Gurtbändern 22 aufliegen können (siehe Fig. 4) und beim Antrieb der Gurtbänder 22 in ihrer jeweiligen Förderrichtung die Lastaufnehmer 7 quer zu dieser Förderrichtung hängend mitgenommen werden. Die Lastaufnehmer 7 können dabei soweit zusammengeschoben werden, wie es ihre schließlich aneinander anstoßenden T- Träger 27 zulassen. Sollte eine der Pufferlinien 13', 13" vollständig mit Lastaufnehmer 7 angefüllt sein, so erlauben die Laufrollen 28', daß die weiter angetriebenen Gurtbänder 22 unter ihnen weiterlaufen, ohne daß es zu Störungen oder Beschädigungen an den dicht hängenden Lastaufnehmern 7 kommt.

Für das Umsetzen der Lastaufnehmer 7 muß die Umsetzplatte 30 der Umsetzvorrichtung 15 (und die der anderen Umsetzvorrichtungen 16, 17, 18) zwischen die Gurtbänder 22 der Pufferlinien 13', 13" einfahren können, um die Lastaufnehmer 7 entweder auf den Gurtbändern 22 absetzen oder sie von dort abheben zu können. Wie am besten aus Fig. 6 zu ersehen ist, weist dazu jede der Pufferlinien 13', 13" an beiden Enden einen Umsetzabschnitt 31 mit ebenfalls auf Rollen laufenden Gurtbändern 22' auf, die die Gurtbänder 22 am Anfang bzw. Ende der Pufferlinien 13', 13" seitlich überlappen und deren gegenseitiger Abstand dem Abstand der äußeren Laufrollen 28" am T-Träger 27 der Lastaufnehmer 7 in der Weise entspricht, daß beim Umsetzvorgang, wenn die inneren Laufrollen 28', von der Umsetzplatte 30 der Umsetzvorrichtung 15 belegt sind, zunächst die äußeren Laufrollen 28" auf den Gurtbändern 22' des Umsetzabschnitts 31 zur Auflage kommen können. Der Umsetzabschnitt 31 bietet in seiner Länge zumindest Platz für einen Lastaufnehmer 7; an der Überlappungsstelle der Gurtbänder 22 und 22' findet der Wechsel von der Auflage der äußeren Laufrollen 28" auf den äußeren, kurzen Gurtbändern 22' zur Auflage der inneren Laufrollen 28' auf den inneren Gurtbänder 22 der eigentlichen Pufferlinien 13', 13" oder umgekehrt statt. Ein einseitig beweglicher Anschlag 32 an den Enden der Gurtbandförderer verhindert ein Zurückgleiten der Lastaufnehmer 7 in die falsche Richtung.

Der Umsetzvorgang von der Pufferlinie 13' auf die Förderstrecke 14 erfolgt in analoger Weise durch die Umsetzvorrichtung 16, ebenso das Umsetzen der leeren Lastaufnehmer 7 an den Enden der Pufferlinie 13" durch die Umsetzvorrichtungen 17 und 18. Bezugszeichenliste 1 Montageteilstrecke (Türenausbau)

2 Montageteilstrecke (Türeneinbau)

3 erste Schleife

3' erster Abschnitt

3" Vormontageabschnitt

4 erste Förderstrecke

5 Elektrofahrzeug

6 Förderschiene

7 Lastaufnehmer

8 Türen

9 Gefällstrecke

10 Steigstrecke

11 zweite Schleife

12 Umsetzstelle

13 Pufferstrecke

13' erste Pufferlinie

13" zweite Pufferlinie

14 zweite Förderstrecke

14' Montageabschnitt

15, 16, 17, 18 Umsetzvorrichtung

19 erste Drehstelle

20 zweite Drehstelle

21 Rollen

21' Rollen

22 Gurtbänder, lang

22' Gurtbänder, kurz

23 Ladefläche

24 Trägerwand

25 Stützen

26 Trennwand

27 T-Träger

28' innere Laufrollen

28" äußere Laufrollen

29 Klauen

30 Umsetzplatte

31 Umsetzabschnitt

32 Anschlag


Anspruch[de]
  1. 1. Fördervorrichtung für Bauteile, die an einer Montage- oder Fertigungsstraße von vormontierten oder vorgefertigten Baueinheiten für Montage- oder Fertigungszwischenschritte an den Baueinheiten und/oder Bauteilen vorübergehend abzubauen und weiterzutransportieren und nach der für diese Montage- oder Fertigungszwischenschritte benötigten Zeit an anderer Stelle der Montage- oder Fertigungsstraße für die Endmontage wieder zuzuführen sind, wozu Lastaufnehmer zur Aufnahme und Wiederentnahme der abgebauten Bauteile an einer Förderschiene in Förderrichtung hintereinander hängend entlang der Montage- oder Fertigungsstraße elektromotorisch bewegbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördervorrichtung unterteilt ist in eine einer ersten Montage-Teilstrecke (1) für den Abbau der Bauteile zugeordnete erste Förderstrecke (4), eine einer zweiten Montage-Teilstrecke (2) für den Wiedereinbau der Bauteile zugeordnete zweite Förderstrecke (14) und eine eine Verbindung zwischen diesen beiden Förderstrecken (4, 14) herstellende Pufferstrecke (13), entlang der die Lastaufnehmer (7) quer zur Förderrichtung der Pufferstrecke (13) hängend bewegbar sind und daß an den Stoßstellen zwischen der Pufferstrecke (13) und der ersten und der zweiten Förderstrecke (4, 14) Umsetzvorrichtungen (15, 16, 17, 18) vorgesehen sind, durch die die Lastaufnehmer (7) von der einen Förderstrecke (4, 14) auf die Pufferstrecke (13) und von der Pufferstrecke (13) auf die andere Förderstrecke (14, 4) umsetzbar sind.
  2. 2. Fördervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Pufferstrecke (13) aus zwei parallel verlaufenden Pufferlinien (13, 13") mit Umsetzvorrichtungen (15, 16, 17, 18) an ihren beiden Enden besteht, daß auf der einen Pufferlinie (13') die mit den an der ersten Montage-Teilstrecke (1) ausgebauten Bauteilen beladenen Lastaufnehmer (7) von der ersten Förderstrecke (4) zur zweiten Förderstrecke (14) transportierbar sind und auf der anderen Pufferlinie (13") die an der zweiten Montage-Teilstrecke (2) geleerten Lastaufnehmer (7) von der zweiten Förderstrecke (14) zur ersten Förderstrecke (4) zurücktransportierbar sind.
  3. 3. Fördervorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Pufferlinien (13', 13") in entgegengesetzter Richtung angetriebene Gurtbandförderer sind.
  4. 4. Fördervorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der beiden Gurtbandförderer zwei zueinander beabstandete, parallel über Rollen (21) laufende, endlose Gurtbänder (22) umfaßt.
  5. 5. Fördervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Förderstrecken (4, 14) jeweils einen geschlossenen Kreislauf bilden.
  6. 6. Fördervorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Förderstrecke (4) eine erste, größere Schleife (3) und eine zweite, kleinere Schleife (11) umfaßt, die ineinander übergehend miteinander verbunden sind, wobei die erste, größere Schleife (3) einen parallel und nahe bei der Montage- Teilstrecke (1) für den Ausbau der Bauteile und die Aufnahme derselben in die Lastaufnehmer(7) verlaufenden Abschnitt (3') und einen Vormontage-Abschnitt (3") umfaßt, in dem an den ausgebauten Bauteilen Vormontagearbeiten durchführbar sind, und daß der Vormontage-Abschnitt (3") übergeht in die zweite, kleinere Schleife (11), die zur Umsetzvorrichtung (15) zwischen der ersten Förderstrecke (4) und der ersten Pufferlinie (13') der Pufferstrecke (13) führt.
  7. 7. Fördervorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Förderstrecke (14) eine einzige von der Umsetzvorrichtung (16) am Ende der ersten Pufferlinie (13') bis zur Umsetzvorrichtung (17) am Anfang der zweiten Pufferlinie (13") führende Schleife bildet, die einen parallel und nahe bei der Montage-Teilstrecke (2) für den Wiedereinbau der Bauteile geführten Abschnitt (14') umfaßt.
  8. 8. Fördervorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß in der zweiten Förderstrecke (14) vor und nach dem Abschnitt (14') für den Wiedereinbau der Bauteile je eine Drehstelle (19, 20) für die Lastaufnehmer (7) vorgesehen ist, durch die die Lastaufnehmer (7) in die für den Wiedereinbau der Bauteile an der Montage-Teilstrecke (2) bzw. für die Rückführung der geleerten Lastaufnehmer (7) entlang der zweiten Pufferlinie (13") und ihre Umsetzung auf die erste Förderstrecke (4) richtige Position bringbar sind.
  9. 9. Fördervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die hängend transportierten Lastaufnehmer (7) auf ihrer von ihrer Ladefläche (23) abgewandten Seite zwei beabstandete T-Träger (27) aufweisen, deren T-Balken quer zur Förderrichtung auf der ersten und zweiten Förderstrecke (4, 14) verlaufen und an ihren beiden Enden wiederum T- förmig ausgebildet sind, und daß an diesen T förmigen Enden der T-Träger (27) innere Laufrollen (28') und äußere Laufrollen (28") vorgesehen sind, wobei die äußeren Laufrollen (28') von den Klauen (29) von auf den Förderschienen (6) der Förderstrecken (4, 14) verfahrbaren Elektrofahrzeugen (5) untergreifbar sind und der Abstand zwischen den T-Trägern (27) gleich dem Abstand von Außenkante zu Außenkante der Gurtbandförderer der Pufferlinien (13', 13") ist und innerhalb der Pufferstrecke (13) die inneren Laufrollen (28') auf deren Gurtbändern (22) aufliegen.
  10. 10. Fördervorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Umsetzvorrichtungen (15, 16, 17, 18) eine heb- und senkbare und horizontal verschiebbare und/oder um 180° drehbare Umsetzplatte (30) aufweist, deren Breite gleich dem Abstand der T- Träger (27) der Lastaufnehmer (7) ist, so daß deren innere Laufrollen (28') von der Umsetzplatte (30) unterfahrbar und auf ihr aufsetzbar sind.
  11. 11. Fördervorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß an beiden Enden der Pufferlinien (13', 13") ein mindestens einem Lastaufnehmer (7) Platz bietender Umsetzabschnitt (31) mit zwei parallel auf Rollen (21') laufenden Gurtbändern (22') vorgesehen ist, deren lichter Abstand gleich der Breite der Umsetzplatte (30) der Umsetzvorrichtungen (15, 16, 17, 18) ist, wobei sich die Enden der Gurtbänder (22') dieses Umsetzabschnittes (31) mit denen der Gurtbänder (22) der eigentlichen Pufferlinie (13', 13") seitlich überlappen.






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