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Dokumentenidentifikation DE10021158A1 08.11.2001
Titel Fadenspeicherelement
Anmelder Volkmann GmbH, 47804 Krefeld, DE
Erfinder Brenk, Siegfried, 47839 Krefeld, DE
Vertreter Patent- und Rechtsanwaltskanzlei Sroka, Dres. Feder, Sroka, 40545 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 29.04.2000
DE-Aktenzeichen 10021158
Offenlegungstag 08.11.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.11.2001
IPC-Hauptklasse B65H 51/20
IPC-Nebenklasse D01H 15/00   
Zusammenfassung Ein Fadenspeicherelement für mindestens einen Fadenabschnitt eines Spinnfadens oder Zwirnfadens ist dadurch gekennzeichnet, daß es eine stationäre Klemmfläche (2 bzw. 3) und eine bewegliche Klemmfläche (4 bzw. 5) in Form einer Klemmplatte aufweist, zwischen denen die einzelnen Fadenabschnitte über einen Teil ihrer Länge einklemmbar sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Fadenspeicherelement für mindestens einen Fadenabschnitt eines Spinnfadens oder Zwirnfadens.

Im Fall von Spinnmaschinen oder Zwirnmaschinen ist es sowohl bei Beginn des Anfangsbewickelns einer Spule als auch im Fall eines Fadenbruchs erforderlich, die in den Spinnfäden oder in den Zwirnfäden vorhandene Spinndrehung bzw. Zwirndrehung für einen bestimmten Zeitraum und auch für eine bestimmte Fadenlänge aufrecht zu erhalten bzw. zu fixieren, daß beim Anspinnen bzw. Anzwirnen die Spinndrehung bzw. Zwirndrehung in dem Spinnfaden- oder Zwirnfadenende noch vorhanden ist. Dadurch soll sichergestellt werden, daß während des Anspinnens oder Anzwirnens keine oder nur sehr kurze Fadenabschnitte erhalten werden, die keine Spinndrehung bzw. Zwirndrehung aufweisen. Fadenabschnitte ohne Spinn- oder Zwirndrehung führen dazu, daß die gesamte Spinn- oder Zwirnspule unter Umständen für die weitere Verarbeitung unbrauchbar wird.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Fadenspeicherelement für mindestens einen Fadenabschnitt eines Spinnfadens oder Zwirnfadens im Bereich eines Spinnfaden- oder Zwirnfadenendes so zu gestalten, daß in dem Spinnfaden- oder Zwirnfadenende vorhandene Spinn- oder Zwirnfadendrehungen über einen längeren Zeitraum und über einen längeren Fadenabschnitt aufrechterhalten bzw. fixiert werden.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist das erfindungsgemäße Speicherelement dadurch gekennzeichnet, daß es eine stationäre Klemmfläche und eine bewegliche Klemmfläche in Form einer Klemmplatte aufweist, zwischen denen die einzelnen Fadenabschnitte über einen Teil ihrer Länge einklemmbar sind.

Es handelt sich dabei vorzugsweise um längliche Klemmflächen, und zwar jeweils in Abhängigkeit davon, wie lang die einzuklemmenden Fadenabschnitte sind.

Die bewegliche Klemmfläche ist vorzugsweise durch eine schwimmend gelagerte Klemmplatte gebildet, die aus einer Ruhestellung entweder magnetisch oder federbelastet gegen die stationäre Klemmfläche anstellbar ist.

Insbesondere dann, wenn entsprechend einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung zur Bildung von zwei Speicherelementen die stationären Klemmflächen durch die gegenüberliegenden Schrägflächen eines dachfirstartigen Blocks gebildet sind, ist im Bereich der stationären Klemmflächen ein für beide Klemmflächen gemeinsamer Permanentmagnet angeordnet, während die einzelne bewegliche Klemmplatte aus magnetischem Material besteht.

Das erfindungsgemäße Speicherelement kann u. a. in bevorzugter Weise in Verbindung mit einer Vorrichtung und einem Verfahren zum Anspinnen eines Fadens in einer Vorrichtung zur Herstellung eines Zwirns in einem integrierten OE-Spinn- und Doppeldrahtzwirn-Prozeß gemäß EP 0 701 014 B1 ( = US-PS 5,626,011) verwendet werden, wenn es darum geht, in die Spinnrotore Spinnfadenenden mit noch vorhandener Spinndrehung einzufördern.

Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungen näher beschrieben:

Fig. 1 zeigt eine perspektivische; Ansicht des erfindungsgemäßen Speicherelementes;

Fig. 2 zeigt in vergrößerter Darstellung die Art und Weise der schwimmenden Lagerung der beweglichen Klemmplatten;

Fig. 3 zeigt eine Schemadarstellung des in Fig. 2 dargestellten Lagerungsprinzips;

Fig. 4 zeigt eine Schemadarstellung einer abgewandelten Ausführungsform eines Lagerungsprinzips der beweglichen Klemmplatte.

Die Fig. 1 und 2 zeigen eine zwei erfindungsgemäße Speicherelemente umfassende Speicherelementeinheit. Die Speicherelementeinheit besteht aus einem im wesentlichen dachfirstartigen Block 1, dessen beiden Schrägflächen Klemmflächen 2 bzw. 3 bilden. Jeder Klemmfläche 2 bzw. 3 ist eine bewegliche Klemmplatte 4 bzw. 5 zugeordnet, die aus magnetischem Material besteht. Jede Klemmplatte 4 bzw. 5 ist schwimmend gelagert und ist mit einem nach hinten gerichteten Ansatz 4.1 bzw. 5.1 versehen, wobei an den im Abstand voneinander liegenden Enden der Absätze an den Übergangsstellen zu der eigentlichen Klemmplatte 4 bzw. 5 Einschnitte 4.2 bzw. 5.2 angebracht sind. An dem Block 1 ist eine Platte 7 mit einer Schraube 8 befestigt. Die Platte 7 hat entsprechend der "Firstfläche" des dachfirstartigen Blocks 1 die Form eines gleichschenkligen Dreiecks, dessen Schenkel parallel zu den schräg verlaufenden Klemmflächen 2 bzw. 3 liegen. An diese Schenkel der dreieckigen Platte 7 schließen sich schräg von dem Block 1 weg gerichtete Flügel 9 bzw. 10 an, die jeweils, so wie es für den Flügel 10 dargestellt ist, eine längliche, im wesentlichen rechteckige Aussparung 10.1 aufweisen, in die: die einzelne Klemmplatte 4, 4.1 bzw. 5, 5.1 mittels der Einschnitte 4.2 bzw. 5.2 eingehängt sind.

In den Block 56 ist gemäß Fig. 4 ein Permanentmagnet 40 derart eingesetzt, daß die einzelne Klemmplatte 38 unter Magnetkrafteinfluß entweder in der Klemmstellung gegen die stationäre Klemmfläche gezogen oder durch Zusammenwirken zwischen ihrem hinteren Ansatz 38.1 bzw. 39.1 und dem Permanentmagneten 40 in der Öffnungsstellung gehalten wird. Die einzelne Klemmplatte 38 bzw. 39 ist damit zwischen Klemm- und Öffnungsstellung verschwenkbar.

An dem Block 1 ist entsprechend. Fig. 1 eine Halterung 20 angebracht, um das Speicherelement funktionsgerecht an einem Maschinengestell oder dergleichen zu befestigen.

Fig. 3 zeigt schematisiert eine in eine Ausnehmung 10.1 eines Lagerflügels 10 eingehängte Klemmplatte 5 in Zuordnung zu einer stationären Klemmfläche 3 zum Einklemmen und damit Fixieren von zwei Fadenabschnitten A und B.

Fig. 4 zeigt schematisiert eine mittels einer Wele 20 schwenkbar gelagerte Klemmplatte 5 in Zuordnung zu einer stationären Klemmfläche 3 zum Einklemmen und damit Fixieren von zwei Fadenabschnitten A und B.

Gemäß Fig. 1 ist auf die stationäre Klemmfläche 2 eine Fadenschlaufe mit zwei Schlaufenabschnitten A bzw. B aufgelegt, die durch Einschwenken der beweglichen Klemmplatte 4 fixiert werden körmen. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, zwischen den stationären und beweglichen Klemmflächen Spinn- oder Zwirnfadenenden mit noch vorhandener Spinn- oder Zwirndrehung einzuklemmen, wenn es erforderlich ist, zum Zwecke des Anspinnens oder Anzwirnens in den bereits vorhandenen Spinnfaden- oder Zwirnfadenabschnitten vorhandene Spinn- bzw. Zwirndrehungen aufrecht zu erhalten bzw. zu fixieren.


Anspruch[de]
  1. 1. Fadenspeicherelement für mindestens einen Fadenabschnitt eines Spinnfadens oder Zwirnfadens, dadurch gekennzeichnet, daß es eine stationäre Klemmfläche (2 bzw. 3) und eine bewegliche Klemmfläche (4 bzw. 5) in Form einer Klemmplatte auf weist, zwischen denen die einzelnen Fadenabschnitte (A, B) über einen Teil ihrer Länge einklemmbar sind.
  2. 2. Fadenspeicherelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die bewegliche Klemmfläche durch eine schwimmend gelagerte Klemmplatte (4, 5) gebildet ist, die aus einer Ruhestellung magnetisch gegen die stationäre Klemmfläche (2, 3) anstellbar ist.
  3. 3. Fadenspeicherelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der stationären Klemmfläche (2, 3) ein Permanentmagnet (6) angeordnet ist und die bewegliche Klemmplatte (4, 5) aus magnetischem Material besteht.
  4. 4. Fadenspeicherelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei stationäre Klemmflächen (2, 3) an gegenüberliegenden Schrägflächen eines dachfirstartigen Blocks (1) gebildet sind, und daß jeder stationären Klemmfläche eine bewegliche Klemmfläche in Form einer Klemmplatte (4, 5) zugeordnet ist.
  5. 5. Fadenspeicherelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede schwimmend gelagerte Klemmplatte (4, 5) mit einem nach hinten gerichteten Ansatz (4.1; 4.2) versehen ist, an dessen im Abstand voneinander liegenden Enden an den Übergangsstellen zu der eigentlichen Klemmplatte Einschnitte (4.2; 5.2) angebracht sind, mit denen die schwimmend gelagerte Klemmplatte in eine längliche, im wesentlichen rechteckige Aussparung (10.1) einer Lagerplatte (10) eingehängt ist.
  6. 6. Speicherelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die schwimmend gelagerte Klemmplatte (4, 5) federbelastet gegen die stationäre Klemmfläche (2, 3) anstellbar ist.






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