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Dokumentenidentifikation DE10025787A1 22.11.2001
Titel Vorrichtung zur diskontinuierlichen Entnahme von Teilen (Proben) eines strömungsfähigen Mediums an verschiedenen das Medium führender Rohrleitungen
Anmelder Schmidt & Haensch GmbH & Co. optisch-elektronische Meßtechnik, 13403 Berlin, DE
Vertreter P.E. Meissner und Kollegen, 14199 Berlin
DE-Anmeldedatum 19.05.2000
DE-Aktenzeichen 10025787
Offenlegungstag 22.11.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.11.2001
IPC-Hauptklasse G01N 1/02
IPC-Nebenklasse G01N 1/10   G01N 1/22   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur diskontinuierlichen Entnahme von Teilen (Proben) eines strömungsfähigen Mediums an verschiedenen Abzweig-Rohrleitungen eines das Medium führenden Rohrleitungssystems.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass ein kesselartiges Gefäß (3) vorgesehen ist, in dem die Abzweig-Rohrleitungen (1, 2) in einer Ebene mit ihren Öffnungen (4, 5) nach unten enden, dass unterhalb der Ebene der Rohrleitungsöffnungen (4, 5) ein Trichter (6) vorgesehen ist, dessen Auslauf über eine Rohrleitung (9) mit einer Analysestation verbunden ist, dass Antriebe (7, 8) vorgesehen sind, die jeweils eine der Rohrleitungsöffnungen (4, 5) des Rohres, aus dem die Probe entnommen werden soll, über dem Trichter (6) für die Zeit der Probenentnahme in Stellung bringen und dass das kesselartige Gefäß (3) einen unterhalb des Trichters (6) angebrachten Abfluss (10) besitzt, über den das aus den Rohrleitungen (1, 2) kontinuierlich ausfließende und nicht vom Trichter (6) aufgefangene Medium kontinuierlich abfließen und in den Gesamtkreislauf des Mediums zurückgeführt werden kann.

Beschreibung[de]

Bei der Herstellung, Verarbeitung, Weiterleitung oder Entsorgung von strömungsfähigen Medien kann es erforderlich sein, an verschiedenen Stellen des Verarbeitungs-, Weiterleitungs- oder Entsorgungssystems Teile (Proben) dieses Mediums zum Zwecke einer Analyse des Mediums zu entnehmen.

Die Entnahme von Proben des durch Rohrleitungssysteme strömenden Mediums wurde bislang dadurch erreicht, dass an bestimmten Stellen von Abzweig-Rohrleitungen des Rohrleitungssystems Ventile angebracht wurden, so dass es möglich war, bei geschlossenen Ventilen eine Probe zu entnehmen. Nach der Entnahme wurden die Ventile wieder geöffnet, so dass das Medium weiterfließen kann.

Handelt es sich bei dem Medium jedoch um ein solches, welches während der Stillstandszeit in irgend einer Weise seine Konsistenz verändert, z. B. durch Kristallisation, oder handelt es sich um ein inhomogenes Fluid, z. B. eine Suspension oder grobe Emulsion, bei der während der Stillstandszeit eine Sedimentation oder Phasentrennung stattfindet, so kann es selbst während einer relativ kurzen Stillstandszeit zu Beeinträchtigungen eines weiteren störungsfreien Durchflusses oder sogar zur Verstopfung an den betreffenden Ventilen kommen, so dass die Durchführung weiterer Analysen behindert oder sogar verhindert wäre oder die Analysenergebnisse selbst verfälscht werden könnten.

Der Erfindung lag deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, durch die eine derartige Störung des kontinuierlichen Weiterfließens des Mediums vermieden werden kann.

Die Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst.

Die Unteransprüche geben zweckmäßige Ausgestaltungen des Gegenstands des Anspruchs 1 wieder.

Die Erfindung soll an einem Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnung näher erläutert werden.

Die von verschiedenen Verarbeitungsstationen kommende Flüssigkeit strömt über jeweils diesen Stationen zugeordnete Schläuche oder flexible Rohre 1, 2 ungehindert in einen nach unten offenen Kessel 3. Es kann eine beliebige Anzahl von Schläuchen oder flexiblen Rohren vorhanden sein.

Die Öffnungen 4, 5 der Schläuche oder flexiblen Rohre 1, 2 enden in einer Ebene innerhalb des Kessels 3.

Ein Trichter 6, der immer nur einer Rohröffnung 4, 5 zuordenbar ist, ist unterhalb dieser Ebene angeordnet. Je nachdem, aus welchem Rohr 1, 2 eine Probe entnommen werden soll, wird mittels den Rohren 1, 2 zugeordneter Antriebe 7, 8 das betreffende Rohr für eine gewisse Zeit über den fest angeordneten Trichter 6 und nach Beendigung der Probenentnahme wieder in die Ausgangslage zurückbewegt. Zum Zweck der Schwenkbewegung sind die Enden der Rohrleitungen 1, 2 flexibel ausgebildet.

Die durch den Trichter 6 aufgefangene Probe wird über die Rohrleitung 9 der Analyse zugeführt. Die Ansteuerung der Antriebe 7, 8 erfolgt über eine zentrale Steuereinrichtung. Das aus den Rohrleitungen 1, 2 ausströmende und nicht vom Trichter 6 aufgefangene Medium wird aus dem Kessel 6 über den Abfluss 10 weitergeleitet und in das Gesamtsystem wieder zurückgeführt.

Über eine Rohrleitung 11 ist ein Spülmittel zum Spülen der Rohrleitung 9 in den Trichter 6 einleitbar, das durch eine Sprüheinrichtung 12 in geeigneter Weise gesprüht werden kann. Durch die derartige Funktion der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist gewährleistet, dass das Medium in den Rohrleitungen immer kontinuierlich weiterfließen kann, so dass ein Stillstand des Mediums und damit eine Veränderung der Konsistenz oder des Verteilungszustandes des Mediums und eventuelle Verstopfungen der Rohrleitungen vermieden werden können. Weiterhin werden dadurch Verfälschungen der Analysenergebnisse vermieden.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zur diskontinuierlichen Entnahme von Teilen (Proben) eines strömungsfähigen Mediums an verschiedenen Abzweig-Rohrleitungen eines das Medium führenden Rohrleitungssystems,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass ein kesselartiges Gefäß (3) vorgesehen ist, in dem die Abzweig-Rohrleitungen (1, 2) in einer Ebene mit ihren Öffnungen (4, 5) nach unten enden,

    dass unterhalb der Ebene der Rohrleitungsöffnungen (4, 5) ein Trichter (6) vorgesehen ist, dessen Auslauf über eine Rohrleitung (9) mit einer Analysestation verbunden ist,

    dass Antriebe (7, 8) vorgesehen sind, die jeweils eine der Rohrleitungsöffnungen (4, 5) des Rohres, aus dem die Probe entnommen werden soll, über dem Trichter (6) für die Zeit der Probenentnahme in Stellung bringen und

    dass das kesselartige Gefäß (3) einen unterhalb des Trichters (6) angebrachten Abfluss (10) besitzt, über den das aus den Rohrleitungen (1, 2) kontinuierlich ausfließende und nicht vom Trichter (6) aufgefangene Medium kontinuierlich abfließen und in den Gesamtkreislauf des Mediums zurückgeführt werden kann.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (7, 8) das jeweilige Rohrende (4, 5) über den Trichter (6) bewegt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrenden (4, 5) flexibel ausgebildet sind.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (7, 8) den Trichter (6) unter das jeweilige Rohrende (4, 5) bewegt.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein pneumatischer Antrieb (7, 8) vorgesehen ist.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein hydraulischer Antrieb vorgesehen ist.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein elektrischer Antrieb vorgesehen ist.
  8. 8. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung einer ein Spülmittel führenden Rohrleitung (11) ständig über dem Trichter (6) angeordnet ist.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass an der Öffnung der ein Spülmittel führenden Rohrleitung (11) eine Sprüheinrichtung (12) angeordnet ist.






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