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Dokumentenidentifikation DE10026814A1 06.12.2001
Titel Passiv-Infrarot-Bewegungsmelder
Anmelder ABB Patent GmbH, 68309 Mannheim, DE
Erfinder Lang, Jens-Olaf, Dipl.-Ing., 01462 Cossebaude, DE;
Zimmerhackl, Manfred, Dr.-Ing. habil., 01705 Pesterwitz, DE;
Norkus, Volkmar, Dr.-Ing., 01705 Pesterwitz, DE;
Hofmann, Günter, Prof., Dr.-Ing. habil., 01705 Pesterwitz, DE;
Rosch, Rainer, Dr.-Ing., 58513 Lüdenscheid, DE;
Zapp, Robert, Dipl.-Ing., 58579 Schalksmühle, DE
DE-Anmeldedatum 30.05.2000
DE-Aktenzeichen 10026814
Offenlegungstag 06.12.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.12.2001
IPC-Hauptklasse G01P 13/00
IPC-Nebenklasse G01J 1/02   
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf einen Passiv-Infrarot-Bewegungsmelder (10) mit einem Gehäuse (1), das eine Halterung oder eine Gehäuserückwand (11) zur Montage des Bewegungsmelders (10) an einer senkrechten Wand (6), insbesondere einer Hauswand, sowie mindestens zwei optische Systeme (2, 3) zur Erfassung von Bewegungen aufweist. Ein erstes optisches System (3) mit einem ersten Linsensystem (30) ist dafür eingerichtet, Bewegungen in ersten einzelnen Zonen (5) zu erfassen, die sich vom ersten Linsensystem (30) ausgehend fächerförmig etwa parallel zur Gehäuserückwand (11) und damit auch zur senkrechten Wand (6) erstrecken. Mindestens ein zweites optisches System (2) mit einem zweiten Linsensystem (20) ist vorhanden und dafür eingerichtet, Bewegungen in zweiten einzelnen Zonen (4) zu erfassen, die sich ausgehend vom zweiten Linsensystem (20) in andere Richtungen als die ersten einzelnen Zonen (5) erstrecken. Die optischen Systeme (2, 3) sind vorzugsweise jeweils in separaten Gehäuseteilen (21, 31) untergebracht sind, die mittels Drehgelenken (7, 8) mit dem Gehäuse (1) verbunden sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Passiv-Infrarot-Bewegungsmelder, der zur Montage an einer senkrechten Wand eines Gebäudes vorgesehen ist.

Solche Passiv-Infrarot-Bewegungsmelder sind beispielsweise in dem Fachbuch "Passiv-Infrarot-Bewegungsmelder", Die Bibliothek der Technik 131, verlag moderne industrie, Landsberg/Lech beschrieben.

Passiv-Infrarot-Bewegungsmelder detektieren sich bewegende Personen durch die von den Personen emittierte Infrarotstrahlung. Die Größe des Erfassungsbereichs hängt von der Ausführungsform des Passiv-Infrarot-Bewegungsmelders ab. Für unterschiedliche Anwendungsgebiete sind Passiv-Infrarot-Bewegungsmelder mit unterschiedlichen Erfassungsbereichen verfügbar. Komplizierte Bedingungen am Einsatzort, bei denen unterschiedliche Bereiche überwacht werden sollen, machen oft den Einsatz mehrerer Passiv-Infrarot-Bewegungsmelder notwendig.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Passiv-Infrarot-Bewegungsmelder anzugeben, der mehr als einen Erfassungsbereich und eine flexiblere Anpassung an die Bedingungen der zu überwachenden Bereiche ermöglicht.

Diese Aufgabe wird durch einen Passiv-Infrarot-Bewegungsmelder gelöst, der die im Anspruch 1 angegeben Merkmale aufweist. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in weiteren Ansprüchen angegeben.

Der erfindungsgemäße Passiv-Infrarot-Bewegungsmelder verfügt über mindestens zwei unterschiedliche optische Systeme, deren Erfassungscharakteristik optimal auf unterschiedliche Erfassungsbereiche zugeschnitten ist. Er ist besonders geeignet zur Überwachung eines Bereiches entlang einer Hauswand, sowie zusätzlich von Bereichen, die relativ weit von der Hauswand entfernt liegen.

Eine weitere Beschreibung der Erfindung erfolgt nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels.

Es zeigt:

Fig. 1 eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Bewegungsmelders, und

Fig. 2 eine Frontansicht des Bewegungsmelders.

Der in Fig. 1 gezeigte Passiv-Infrarot-Bewegungsmelder 10 verfügt über unterschiedliche optische Systeme, nämlich über ein erstes optisches System 3 mit einem ersten Linsensystem 30, und ein zweites optisches System 2 mit einem zweiten Linsensystem 20, deren Erfassungscharakteristik optimal auf unterschiedliche Erfassungsbereiche zugeschnitten ist. Der Bewegungsmelder 10 hat ein Gehäuse 1 mit einer geeigneten Halterung oder einer Rückwand 11, mit der das Gerät 10 an einer senkrechten Wand 6, z. B. eines Gebäudes montierbar ist. Das erste optische System 3 ermöglicht durch fächerförmig angeordnete, zur Wand 6 annähernd parallele Zonen 5 die Erfassung von Bewegungen in unmittelbarer Wandnähe. Es eignet sich dadurch optimal zur Überwachung einer Hausfassade. Das zweite optische System 2 - und gegebenenfalls weitere optische Systeme - haben dagegen Zonen 4, in denen weiter von der Wand 6 entfernte Bewegungen erfaßt werden können. Sie ermöglichen zum Beispiel die Überwachung eines Bereiches vor einem Haus.

Die optischen Systeme 2, 3 sind in separaten Gehäuseteilen 21, 31 untergebracht, die mit dem Gehäuse 1 so verbunden sind, daß sie um Drehachsen 7, bzw. 8 schwenkbar sind. Damit läßt sich die Erfassungscharakteristik einstellen und auch nach der Montage verändern.

Der Bewegungsmelder 10 enthält nicht dargestellte Mittel, mit denen Ausgangssignale der optischen Systeme 2, 3 logisch verknüpft werden zur Ansteuerung eines gemeinsamen Signalausganges. Die Ausgangssignale der optischen Systeme 2, 3 sind auch nutzbar zur direkten Ansteuerung einzelner Signalausgänge. Bei einer Ausführung mit einzelnen Signalausgängen lassen sich bei Bewegungen im Erfassungsbereich der unterschiedlichen optischen Systeme 2, 3 auch unterschiedliche, den einzelnen Erfassungsbereichen zugeordnete Verbraucher, wie Beleuchtung oder Alarmanlagen, einschalten.

Fig. 2 zeigt den Passiv-Infrarot-Bewegungsmelder 10 in einer Ansicht von vorn. Deutlich sind die fächerförmig angeordneten Zonen 5 des an einem unteren Teil des Bewegungsmelders 10 angeordneten ersten optischen Systems 3 zu sehen.


Anspruch[de]
  1. 1. Passiv-Infrarot-Bewegungsmelder (10) mit einem Gehäuse (1), das eine Halterung oder eine Gehäuserückwand (11) zur Montage des Bewegungsmelders (10) an einer senkrechten Wand (6), insbesondere einer Hauswand, sowie mindestens zwei optische Systeme (2, 3) zur Erfassung von Bewegungen aufweist, wobei
    1. a) ein erstes optisches System (3) mit einem ersten Linsensystem (30) vorhanden ist, das dafür eingerichtet ist, Bewegungen in ersten einzelnen Zonen (5) zu erfassen, die sich vom ersten Linsensystem (30) ausgehend fächerförmig etwa parallel zur Gehäuserückwand (11) und damit auch zur senkrechten Wand (6) erstrecken, und
    2. b) mindestens ein zweites optisches System (2) mit einem zweiten Linsensystem (20) vorhanden und dafür eingerichtet ist, Bewegungen in zweiten einzelnen Zonen (4) zu erfassen, die sich ausgehend vom zweiten Linsensystem (20) in andere Richtungen als die ersten einzelnen Zonen (5) erstrecken.
  2. 2. Bewegungsmelder (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die optischen Systeme (2, 3) jeweils in separaten Gehäuseteilen (21, 31) untergebracht sind, die mittels Drehgelenken (7, 8) mit dem Gehäuse (1) verbunden sind.
  3. 3. Bewegungsmelder (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedes optische System (2, 3) über einen eigenen Signalausgang verfügt.
  4. 4. Bewegungsmelder (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß er einen für alle optischen Systeme (2, 3) gemeinsamen Signalausgang verfügt, und Mittel vorhanden sind, mit denen Ausgangssignale der einzelnen optischen Systeme (2, 3) logisch verknüpft werden zur Ansteuerung des gemeinsamen Signalausgangs.






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