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Dokumentenidentifikation DE10026530A1 13.12.2001
Titel Vorrichtung zur lösbaren Halterung eines Fahrzeugsitzes an einem Fahrzeugboden
Anmelder Faurecia Autositze GmbH & Co. KG, 31655 Stadthagen, DE
Erfinder Kielsmeier, Norbert, 31683 Obernkirchen, DE;
Buddensiek, Andreas, 31712 Niedernwöhren, DE;
Lindenberg, Uwe, 31655 Stadthagen, DE
Vertreter Brümmerstedt Oelfke Seewald & König Anwaltskanzlei, 30159 Hannover
DE-Anmeldedatum 27.05.2000
DE-Aktenzeichen 10026530
Offenlegungstag 13.12.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.12.2001
IPC-Hauptklasse B60N 2/50
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur lösbaren Halterung eines Fahrzeugsitzes an einem Fahrzeugboden mit mindestens einem vom Unterbau des Fahrzeugsitzes starr nach unten abragenden, fahrzeugsitzfesten vorderen und hinteren Haltemittel, die mit korrespondierenden, fahrzeugbodenfesten Haltemitteln zusammenwirken. Aufgabe der Erfindung ist es, eine derartige Vorrichtung so zur Verfügung zu stellen, daß sie sehr einfach aufgebaut ist, einen schnellen Ein- und Ausbau des Sitzes ermöglicht und diesen dennoch sicher am Fahrzeugboden arretiert. Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, daß das eine fahrzeugsitzfeste Haltemittel als Schwert (13) und das andere Haltemittel als in Sitzlängsrichtung abgewinkelter Keilfuß (14) ausgebildet ist. Dieser Keilfuß (14) ist bei in Sitzlängsrichtung angekipptem Sitz (1) in eine entsprechende Kavität (16) im Fahrzeugboden (12) einsteckbar, wobei das Schwert (13) beim Kippen des Sitzes (1) in seine Einbaulage in eine zugeordnete Kavität (15) im Fahrzeugboden (12) eintaucht.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur lösbaren Halterung eines Fahrzeugsitzes an einem Fahrzeugboden gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Aus der DE 31 06 821 A1 ist eine Anordnung zur schnellen und einfachen Befestigung eines Fahrzeugsitzes an einem Fahrzeugboden bekannt. Als Befestigungsmittel dienen vom Sitzunterbau (Sitzschiene, Befestigungsbock o. dgl.) nach unten gerichtete Haltelaschen, die den Fahrzeugboden durchdringen und auf dessen Unterseite von Klemmkeilen durchsetzt sind. Diese Anordnung ist für eine dauerhafte Befestigung des Sitzes ausgelegt und dient der Verbesserung und Erleichterung der Sitzmontage. Sie ist nicht als Schnellverschlußsystem zum wiederholten Ein- und Ausbau eines Sitzes geeignet, z. B. wenn ein Sitz nicht benötigt wird und mehr Stauraum geschaffen werden soll.

In dem DE 298 08 871 U1 ist eine Vorrichtung zur lösbaren Halterung eines Fahrzeugsitzes am Fahrzeugboden beschrieben, die ein Schnellverschlußsystem im erfindungsgemäßen Sinne darstellt. Die fahrzeugsitzfesten Haltemittel bestehen aus mindestens zwei Haltegliedern und einem zwischen diesen angeordneten, sich zum Fahrzeugboden hin verjüngenden Spreizteil. Zur Verankerung des Sitzes am Boden werden die Halteglieder zusammen mit dem Spreizteil in eine Bodenöffnung eingesetzt. Dann wird auf das Spreizteil Druck in Richtung Boden ausgeübt. Dadurch bewegen sich die Halteglieder auseinander und rasten mit an ihren Außenseiten vorgesehenen Nuten formschlüssig in die Randung der Öffnung im Fahrzeugboden ein. Zum Lösen dieser Haltevorrichtung ist das Spreizteil nach oben zu ziehen. Die Halteglieder bewegen sich dann aufeinander zu, so daß sie vom Fahrzeugboden freikommen. Diese bekannte Vorrichtung besitzt relativ viele bewegte Teile und ist somit recht aufwendig.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine gattungsgemäße Vorrichtung zur Verfügung zu stellen, die sehr einfach aufgebaut ist, einen schnellen Ein- und Ausbau des Sitzes ermöglicht und diesen dennoch sicher am Fahrzeugboden arretiert.

Die Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Bei der erfindungsgemäßen Lösung ergänzen die hinteren und vorderen Haltemittel einander. Das ist unabhängig davon, ob das Schwert als vorderes Haltemittel und der Keilfuß als hinteres Haltemittel eingesetzt sind oder umgekehrt. Wesentlich ist, daß der Keilfuß zunächst in die ihm zugeordnete Kavität im Fahrzeugboden eingesetzt wird. Durch Kippen des Fahrzeugsitzes in seine Einbaulage drückt das Schwert im Zusammenspiel mit der ihm zugeordneten Kavität im Fahrzeugboden den Keilfuß in eine Verkeilung mit der diesem zugeordneten Kavität, so daß der Sitz an beiden seiner Enden sicher und einfach am Fahrzeugboden festgelegt ist. Das Schwert ist dann nur noch durch ein quer zu seiner Einsteckrichtung verschiebbares Arretierelement gegen Zug nach oben zu sichern. Diese Lösung ist sehr einfach und dennoch wirksam. Derartige Konstruktionen sind insbesondere in Vans u. dgl. gefragt, wo eine multifunktionelle Nutzung der Fahrgastzelle angestrebt ist.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Die Erfindung wird nachstehend anhand von zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert. In der dazugehörigen Zeichnung zeigt:

Fig. 1 eine schematische Seitenansicht eines Fahrzeugsitzes in Einbaulage mit Schnittdarstellung der zur lösbaren Halterung des Sitzes am Fahrzeugboden vorgesehenen Vorrichtung in Arretierposition nach einem ersten Ausführungsbeispiel,

Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung A gemäß Fig. 1,

Fig. 3 eine vergrößerte Darstellung B gemäß Fig. 1,

Fig. 4-7 verschiedene aufeinanderfolgende Situationen beim Ausbau des Sitzes,

Fig. 8 eine Darstellung gemäß Fig. 2 nach einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung bei in Verriegelungsstellung befindlichem Arretierelement,

Fig. 9 eine Darstellung gemäß Fig. 8 bei in spielfreier Verriegelungsstellung befindlichem Arretierelement und

Fig. 10 eine Schnittdarstellung C-C gemäß Fig. 8 bzw. eine Schnittdarstellung D-D gemäß Fig. 10 (gestrichelte Linien).

Der in den Fig. 1 und 4 bis 7 gezeigte Fahrzeugsitz 1 (nachstehend auch in zusammengesetzten Wörtern abkürzend "Sitz" genannt) weist ein Sitzteil 2, eine daran befestigte Rückenlehne 3 sowie eine über Stangen 5 an der Rückenlehne 3 gehalterte Kopfstütze 4 auf. Er besitzt eine Höhenverstellung, die durch vordere und hintere, beidseitig am Sitz vorgesehene Parallelogrammlenker 6, 7 realisiert ist. Diese Lenker 6, 7 sind an ihren unteren Enden in Drehgelenken 8, 9 mit Oberschienen 10 verbunden, die in Unterschienen 11 gleiten. Ober- und Unterschienen 10, 11 bilden eine Sitzlängsverstelleinrichtung. Insoweit weicht der Sitz 1 nicht von dem bekannten Stand der Technik ab.

Der Sitz 1 ist weiterhin mit einer Vorrichtung zu seiner lösbaren Halterung am Fahrzeugboden 12 (nachstehend auch in zusammengesetzten Wörtern abkürzend als "Boden" bezeichnet) ausgestattet, die nachstehend anhand eines in den Fig. 1 bis 7 dargestellten ersten Ausführungsbeispiels der Erfindung erläutert wird. Diese Vorrichtung besteht aus vorderen und hinteren sitzfesten Haltemitteln und diesen zugeordneten vorderen und hinteren, bodenfesten Halterungen. Die vorderen, sitzfesten Haltemittel sind durch starr von den beiden Unterschienen 11 nach unten abragende Schwerter 13 gebildet, die mit einer Kavität 15 im Boden 12 zusammenwirken. Den hinteren, sitzfesten Haltemitteln, die als nach hinten abgewinkelte Keilfüße 14 ausgebildet sind, ist ebenfalls jeweils eine bodenfeste Kavität 16 zugeordnet. Eine genauere Darstellung der Vorrichtung geht aus den vergrößerten Abbildungen gemäß den Fig. 2 und 3 hervor, auf die nachstehend bezug genommen wird. Dabei werden die Bauteile der Vorrichtung, die auf beiden Sitzseiten identisch vorhanden sind, nur für eine Sitzseite beschrieben.

Aus Fig. 2 geht hervor, daß das Schwert 13 bei in Einbaulage befindlichem Sitz 1 in die Kavität 15 eintaucht, die in einem in den Boden 12 eingelassenen Block 17 angeordnet ist. Das Schwert 13 besitzt eine gekrümmte, nach hinten zurückweichende vordere Stirnseite 18 und eine lotrechte hintere Stirnseite 19, die an ihren unteren Enden in einem waagerechten Abschnitt ineinander übergehen. Die Kavität 15 ist im Querschnitt etwa ebenso ausgebildet.

Das Schwert 13 ist mit einem Durchgangsloch 20 versehen, welches in Einbaulage praktisch die Fortsetzung eines im Block 17 vorgesehenen, seitlichen Führungskanals 21 für ein Arretierelement 22 bildet. Das Arretierelement 22 ist in diesem Führungskanal 21 verschiebbar gelagert und durch eine Druckfeder 23 auf das Schwert 13 vorgespannt. Es greift daher bei vollständig in die Kavität 15 eingetauchtem Schwert 13 in die Durchgangsbohrung 20 ein, wobei sein Kopf 22.1 die lotrechte Stirnwand 19 des Schwertes 13 überragt und unter einer im Block 17 vorgesehenen Hinterschneidung 24 angeordnet ist. Das Schwert 13 ist dadurch sicher gegen Zug nach oben arretiert. Diese Arretierung kann nur dadurch aufgehoben werden, daß das Arretierelement 22 gegen die Kraft der Druckfeder 23 aus dem Durchgangsloch 20 herausgezogen wird. Dazu ist ein nicht dargestellter Hebel vorgesehen, der seitlich in das Arretierelement 22 eingebunden ist, was durch einen schraffierten Kreis 25 angedeutet ist. Der Hebel ist nach oben in den Zugriffsbereich einer bedienenden Person abgewinkelt, wobei sein abgewinkelter Arm in einem parallel zu der Ober- und Unterschiene 10, 11 im Boden 12 vorgesehenen Schlitz geführt ist. Die Abwinkelung des Hebels kann zur Sitzinnenseite oder zur Sitzaußenseite erfolgen, wobei eine Abwinkelung nach innen den Vorteil hätte, daß die Hebel beider Sitzseiten z. B. durch eine verbindende Traverse mit einer Hand gleichzeitig betätigbar wären.

Fig. 3 zeigt das hintere als Keilfuß 14 ausgebildete Haltemittel der Vorrichtung in Einbaulage. Der Keilfuß 14 besteht aus einem schräg nach unten und hinten von der Unterschiene 11 abragenden ersten Schenkel 14.1 und einem davon nach hinten abgewinkelten zweiten Schenkel 14.2. Der Querschnitt der Kavität 16, die in einem in den Boden 12 eingelassenen Block 26 vorgesehen ist, ist dieser Form des Keilfußes 14 nachempfunden. Die sich gegenüberliegenden Flächen 14.3 und 14.4 des Schenkels 14.2 sind als Keilflächen ausgeführt und korrespondieren mit entsprechenden Keilflächen 16.1 und 16.2 der Kavität 16. Bei in Einbaulage befindlichem Sitz 1 liegen die Keilflächen 16.1 und 14.3 bzw. 16.2 und 14.4 spielfrei aneinander.

Nachstehend werden die Tätigkeitsschritte beim Ein- und Ausbau des Sitzes 1 beschrieben.

Bei eingebautem Sitz 1 liegt die anhand der Fig. 1 bis 3 oben schon erläuterte Situation vor. Um den Sitz 1 ausbauen zu können, muß zunächst das Arretierelement 22 gegen die Kraft der Druckfeder 23 außer Eingriff mit dem Schwert 13 gebracht werden. Das geschieht dadurch, daß der mit dem Arretierelement 22 verbundene, nicht dargestellte, oben aber beschriebene Hebel nach vorn gezogen wird (Fig. 4). Der Sitz 1 kann nun an seinem vorderen Ende angehoben werden, wodurch das Schwert 13 aus der Kavität 15 austritt und gleichzeitig der Keilfuß 14 aus seiner Verkeilung mit der Kavität 16 gehebelt wird (Fig. 5 und 6). Der Sitz 1 kann nun nach schräg vorn und oben weiter angehoben werden, wodurch der Keilfuß 14 von der Kavität 16 freikommt. Der Sitz 1 kann nun an einem entsprechenden Ort (z. B. Garage) gelagert und seine Stellfläche im Fahrzeug z. B. als zusätzliche Ladefläche, genutzt werden. Aus der oben stehenden Beschreibung geht hervor, daß der Sitzausbau mit wenigen Handgriffen zu erledigen ist.

Ebenso einfach ist auch der Einbau des Sitzes 1 zu bewerkstelligen. Dabei geht man von einer zum Ausbau umgekehrten Reihenfolge vor. Zunächst wird der Sitz 1 vorn leicht angekippt so plaziert, daß der Keilfuß 14 von oben in die Kavität 16 eingesteckt werden kann, bis dieser Kontakt mit dem Boden der Kavität 16 bekommt. Der Sitz 1 rutscht dann bei Verringerung seines Kippwinkels durch seine Gewichtskraft etwas nach hinten, so daß der Keilfuß 14 allmählich in Verkeilung mit der Kavität 16 gelangt (Fig. 6 und 5).

In der in Fig. 5 gezeigten Situatuion kommt das untere Ende des Schwertes 13 in Kontakt mit dem Arretierelement 22, welches durch die Druckfeder 23, bezogen auf die Zeichnung, in seine äußerst rechte Position verlagert ist, also die Kavität 15 durchragt und damit im Eintauchweg des Schwertes 13 angeordnet ist. Um ein manuelles Verschieben des Arretierelementes 22 aus dieser Position zu vermeiden; ist deren der Schwertunterseite zugekehrte Oberseite 22.2 als nach hinten geneigte Keilfläche ausgeführt. Beim Auftreffen des Schwertes 13 auf diese Keilfläche wirkt ein Teil der Gewichtskraft des Sitzes 1 nach vorn, so daß sich das Arretierlement 22 im Führungskanal 21 nach links verschiebt. Das Schwert 13 kann nun problemlos in die Kavität 15 eintauchen. Wenn sich dessen Durchgangsloch 20 in Deckung mit dem Führungskanal 21 befindet, treibt die Druckfeder 23 das Arretierelement 22 wieder in die in den Fig. 1 und 2 gezeigte Blockierposition.

Am Ende des Rückklappens des Sitzes 1 in seine Einbaulage läuft der obere Bereich der vorderen Stirnseite 18 des Schwertes 13 auf die gegenüberliegende, zugeordnete Wandung 26 der Kavität 15 auf, so daß noch etwas Druck nach hinten aufgebaut wird, der sich über die Unterschiene 11 auf den Keilfuß 14 überträgt, wodurch dessen Verkeilung mit der Kavität 16 verstärkt, zumindest aber spielfrei aufrechterhalten wird.

In den Fig. 8 bis 10 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung dargestellt, wobei für gleiche bzw. gleichwirkende Bauteile der Vorrichtung die Bezugszeichen der Fig. 1 bis 7 des ersten Ausführungsbeispiels übernommen werden. Sofern nicht erforderlich, werden diese Bauteile nicht noch einmal erläutert, für die das oben Gesagte gilt. Da die hinteren Haltemittel - Keilfuß 14 und Kavität 16 - unverändert übernommen werden, beziehen sich die Fig. 8 bis 10 nur auf die vorderen Haltemittel - Arretierelement 22 und Schwert 13 -.

Die Wandung des Durchgangsloches 20 im Schwert 13 ist in diesem Ausführungsbeispiel als sich in Schließrichtung des Arretierelements 22 neigende Keilflächen 13.1 und 13.2 ausgeführt. Dementsprechend weist das Arretierelement 22 dazu korrespondierende Keilflächen 22.3 und 22.4 auf, wobei sich die obere Keilfläche 22.3 vom Kopf 22.1 des Arretierelements 22 aus gesehen an die Keilfläche 22.2 anschließt, die, wie oben erläutert, im Zusammenspiel mit dem Schwert 13 dem automatischen Zurückweichen des Arretierelements 22 beim Einbau des Sitzes 1 dient.

Das Arretierelement 22 ist mit einem sich entgegen seiner Schließrichtung erstreckenden Schaft 22.5 ausgestattet, der an seinem hinteren Ende durch einen bundförmigen Anschlag 22.6 begrenzt ist. Auf diesem Schaft 22.5 ist eine Buchse 27 verschiebbar gelagert, von der ein Spannhebel 28 starr radial abragt. Zwischen dem Arretierelement 22 und der diesem zugeordneten Stirnseite der Buchse 27 ist eine Druckfeder 29 konzentrisch zum Schaft 22.5 gelagert. Die aus dem vorhergehenden Ausführungsbeispiel bekannte Druckfeder 23 liegt hier am Anschlag 22.6 des Schaftes 22.5 an und beaufschlagt das Arretierelement 22 in Schließstellung, in der es das Durchgangsloch 22 des Schwertes 13 durchgreift.

Fig. 8 zeigt diese Schließstellung, die in der Wirkung im Prinzip der in den Fig. 1 und 2 des ersten Ausführungsbeispiels dargestellten entspricht. In dieser Situation liegt die Buchse 27 mit ihrer dem Arretierelement 22 abgewandten Stirnseite am Anschlag 22.6 an, die Druckfeder 29 ist entspannt und der Spannhebel 28 ragt senkrecht nach oben. Er ist in dieser Stellung neben einer in der äußeren Seitenwand 17.1 des Blockes 17vorgesehene Aussparung 17.2 angeordnet, deren vordere Stirnseite als nach hinten und unten geneigte Auflaufschräge 17.3 ausgebildet ist, an deren unteren Ende sich eine Mulde 17.4 anschließt. Wird der Spannhebel 28 ausgehend von der in den Fig. 8 und 10 (Vollinie) gezeigten Lage auf dem Schaft 22.5 des Arretierelements 22 nach außen geschwenkt, läuft er auf die Auflaufschräge 17.3 auf. Die Buchse 27 wird dadurch auf dem Schaft 22.5 des Arretierelements 22 zum Schwert 13 hin verschoben, d. h., die Druckfeder 29 wird gespannt. Dadurch wird zusätzlich Druck auf das Arretierelement 22 aufgebaut, dessen Keilflächen 22.3 und 22.4 dadurch in spielfreie Anlage an die korrespondierenden Keilflächen 13.1 und 13.2 des Schwertes 13 gelangen.

Der Ein- und Ausbau des Sitzes 1 unterscheidet sich von dem vorhergehenden Ausführungsbeispiel nur dadurch, daß der Spannhebel 28 zusätzlich bedient werden muß.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zur lösbaren Halterung eines Fahrzeugsitzes an einem Fahrzeugboden mit mindestens einem vom Unterbau des Fahrzeugsitzes starr nach unten abragenden, fahrzeugsitzfesten vorderen und hinteren Haltemittel, die mit korrespondierenden, fahrzeugbodenfesten Haltemitteln zusammenwirken, dadurch gekennzeichnet, daß das eine fahrzeugsitzfeste Haltemittel als Schwert (13) und das andere Haltemittel als in Sitzlängsrichtung abgewinkelter Keilfuß (14) ausgebildet ist, der bei in Sitzlängsrichtung angekippten Sitz (1) in eine entsprechende Kavität (16) im Fahrzeugboden (12) einsteckbar ist, und daß das Schwert (13) beim Kippen des Sitzes (1) in seine Einbaulage in eine zugeordnete Kavität (15) im Fahrzeugboden (12) eintaucht und dabei mit seiner der Abwinklung des Keilfußes (14) abgewandten Stirnseite (18) in Zwängung mit der Wandung (26) der Kavität (15) kommt, so daß, vermittelt durch den starren Unterbau (11) des Sitzes (1) eine Druckkraft auf den Keilfuß (14) wirkt, die diesen in der ihm zugeordneten Kavität (16) verkeilt, und daß das Schwert (13) durch ein quer zu seiner Einsteckrichtung verschiebbar im Fahrzeugboden (12) gelagertes Arretierelement (22) gegen Zug nach oben arretierbar ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das verschiebbar im Fahrzeugboden (12) gelagerte Arretierelement (22) durch Federkraft (23) in Schließrichtung beaufschlagt ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberseite des Arretierelements (22) als Keilfläche (22.2) ausgebildet ist, derart, daß das Arretierelement (22) beim Auftreffen der Schwertunterseite auf diese Keilfläche (22.2) gegen die Federkraft aus dem Einsteckweg des Schwertes (13) zurückweicht.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Schwert (13) bei in Einbaulage befindlichem Sitz (1) im oberen Bereich seiner entgegen dem Keilfuß (14) angeordneten Stirnseite (18) drückend an der zugeordneten Wandung (26) der Kavität (15) anliegt, während diese Stirnseite (18) im unteren Bereich von der Wandung der Kavität (15) freigeschnitten ist und die entgegengesetzte Stirnseite (19) des Schwertes (13) Spiel zur zugeordneten Wandung der Kavität (15) aufweist.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Schwert (13) ein sich in Verschieberichtung des Arretierelements (22) erstreckendes Loch (20) aufweist, in das das Arretierelement (22) in Einbaulage des Sitzes (1) arretierend eingreift.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Loch als Durchgangsloch (20) ausgebildet ist, durch welches das Arretierelement (22) hindurchragt, wobei sein das Schwert (13) überragendes Kopfende (22.1) unter einer Hinterschneidung (24) im Fahrzeugboden (12) liegt.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Durchgangsloch (20) in Schließrichtung des Arretierelements (22) verjüngt und am Arretierelement (22) entsprechende, konvergierende Flächen (22.3, 22.4) ausgebildet sind, so daß dieses in Schließlage spielfrei im Schwert (13) aufgenommen ist.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Arretierelement (22) entgegen seiner Schließrichtung einen Schaft (22.5) besitzt, an dessen freier Stirnseite ein das Arretierelement (22) in Schließlage beaufschlagende Druckfeder (23) angreift, daß auf dem Schaft (22.5) ein Druckelement verschiebbar gelagert ist, an dem sich eine zweite, das Arretierelement (22) beaufschlagende Druckfeder (29) abstützt, die durch Verschieben des Druckelements zum Arretierelement (22) hin zusätzlichen Druck auf dieses in Schließlage ausübt, wobei das Druckelement in seiner maximalen Verschiebeposition arretierbar ist.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckelement aus einer auf dem Schaft (22.5) gleitenden Buchse (27) besteht, von der ein Spannhebel (28) starr radial abragt, der durch Schwenken quer zur Verschieberichtung des Arretierelements (22) auf eine fahrzeugbodenfeste, seitliche und zum Schwert (13) geneigte Auflaufschräge (17.3) aufläuft, die in einer Arretierungsmulde (17.4) für den Spannhebel (28) endet.






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