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Dokumentenidentifikation DE10028707A1 13.12.2001
Titel Zugtaster
Anmelder ABB Patent GmbH, 68309 Mannheim, DE
Erfinder Wetzig, Stefan, 58256 Ennepetal, DE;
Kritzler, Dietmar, 58507 Lüdenscheid, DE
DE-Anmeldedatum 09.06.2000
DE-Aktenzeichen 10028707
Offenlegungstag 13.12.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.12.2001
IPC-Hauptklasse H01H 23/26
IPC-Nebenklasse H01H 23/20   
Zusammenfassung Es wird ein Zugtaster mit einem Tastergehäuse (2) vorgeschlagen,
· auf dessen offener Oberseite mindestens eine Wippe (3, 17, 18) über Zapfen (6)/Bohrung (5) - Konfigurationen schwenkbar beweglich montiert ist,
· wobei im Innenraum des Tastergehäuses (2) eine Leiterplatte (7) mit mindestens einem daran befestigtem Mikrotaster (8) "stehend" angeordnet ist,
· wobei die mindestens eine Wippe (3, 17, 18) mit einem Vorsprung (15) versehen ist und sich durch Zug an diesem Vorsprung (15) die gewünschte Schwenkbewegung der Wippe um die Wippachse ergibt,
· und wobei während der Schwenkbewegung die dem Vorsprung (15) gegenüberliegende innere Seitenwandung der Wippe (3, 17, 18) gegen den Mikrotaster (8) drückt und einen Schaltvorgang auslöst.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Zugtaster. Die Erfindung kann allgemein im Niederspannungsbereich, beispielsweise im Innenbereich von Kraftfahrzeugen, zur Ansteuerung von elektrisch betätigten Geräten und Einrichtungen verwendet werden.

Aus der DE 197 14 651 A1 ist ein als Wipptaster ausgebildetes, monostabiles Schaltgerät bekannt, mit einer Schaltwippe, mit einem Gehäuse, mit wenigstens einer darin angeordneten, mittels der Schaltwippe betätigbaren Kontaktstelle mit jeweils einem beweglichen Kontakt und wenigstens zwei festen Kontakten sowie mit Anschlußkontakten, wobei wenigstens zwei von Miniaturtastern und/oder Kontaktschaltfedern gebildete Kontaktstellen vorgesehen sind und die Miniaturtaster und/oder Kontaktschaltfedern sequentiell betätigbar sind.

Derartige Schaltgeräte werden bevorzugt in Niederspannungseinrichtungen und Schwachstromnetzen eingesetzt, zum Beispiel bei Kraftfahrzeugen zur Betätigung von Sitzverstellungen, von Fensterhebern, von Schiebe- (Hub)-Dächern oder von Spiegelverstellungen, in der Haushaltstechnik, zum Beispiel für Sessel- oder Bett- beziehungsweise Liegenverstellungen, sowie in der Unterhaltungselektronik zur Betätigung von vorgesehenen Funktionsmenüs.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen einfach aufgebauten Zugtaster anzugeben.

Diese Aufgabe wird durch einen Zugtaster mit einem Tastergehäuse gelöst,

  • - auf dessen offener Oberseite mindestens eine Wippe über Zapfen/Bohrung-Konfigurationen schwenkbar beweglich montiert ist,
  • - wobei im Innenraum des Tastergehäuses eine Leiterplatte mit mindestens einem daran befestigtem Mikrotaster "stehend" angeordnet ist,
  • - wobei die mindestens eine Wippe mit einem Vorsprung versehen ist und sich durch Zug an diesem Vorsprung die gewünschte Schwenkbewegung der Wippe um die Wippachse ergibt
  • - und wobei während der Schwenkbewegung die dem Vorsprung gegenüberliegende innere Seitenwandung der Wippe gegen den Mikrotaster drückt und einen Schaltvorgang auslöst.

Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, daß der Zugtaster preiswert herstellbar ist und - bedingt durch die vorgefertigte und mit gewünschten Bauelementen bestückte Leiterplatte - rasch montiert werden kann. Es ist in einfacher Weise möglich, eine Tasterfamilie - bestehend aus einem Zugtaster mit einer Wippe (Einfachtaster) und einem Zugtaster mit zwei Wippen (Zweifachtaster) - zu bilden, wobei ein und dasselbe Tastergehäuse eingesetzt werden kann.

Weitere Vorteile sind aus der nachstehenden Beschreibung ersichtlich.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.

Die Erfindung wird nachstehend anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 einen als Einfachtaster ausgebildeten Zugtaster in "Explosionsdarstellung",

Fig. 2 einen als Zweifachtaster ausgebildeten Zugtaster in "Explosionsdarstellung".

In Fig. 1 ist ein als Einfachtaster ausgebildeter Zugtaster 1 in "Explosionsdarstellung" gezeigt. Es ist ein quaderförmiges, aus einem elektrisch isolierenden Kunststoffmaterial bestehendes Tastergehäuse 2 zu erkennen, welches nach oben hin geöffnet ist und an seinem Bodenteil einen angeformten Sockel 12 aufweist. Das Tastergehäuse 2 wird mittels einer Wippe 3 abgedeckt, wobei die bewegliche, d. h. schwenkbare Befestigung dieser Wippe 3 durch eine Bohrung/Zapfen-Verbindung (Wippachse) erfolgt. An die Oberseite des Tastergehäuses 2 sind hierzu zwei sich gegenüberliegende Befestigungslaschen 4 angeformt, welche jeweils mit Bohrungen 5 versehen sind, in die an den Seitenwandungen der Wippe 3 angeordnete Zapfen 6 eingreifen. Zur erleichterten Einführung der Zapfen 6 in die Bohrungen 5 sind die Zapfen 6 jeweils mit Anlaufschrägen versehen.

Wesentliche, elektrische Bauelemente des Zugtasters 1, wie mindestens ein Mikrotaster 8 und mindestens eine Beleuchtung 9, sind an einer Leiterplatte 7 befestigt, welche sich in "stehender" Anordnung (senkrecht) im Innern des Tastergehäuses 2 befindet. Das Tastergehäuse 2 ist mit Aufnahme- bzw. Führungs- bzw. Schnappvorrichtungen zur Arretierung der Leiterplatte 7 versehen. Im unteren Bereich der Leiterplatte 7 ist ein Anschlußblock 10 befestigt, der mehrere Anschlußkontakte 11 zusammenfaßt, die einerseits mit Leiterbahnen der Leiterplatte 7 kontaktiert sind und andererseits in den nach unten geöffneten Sockel 12 ragen. Der Sockel ist zum Eingriff eines Steckers geeignet, wodurch die Anschlußkontakte 11 mit entsprechenden Steckerkontakten verbindbar sind.

Die Wippe 3 weist an ihrer Unterkante einen Anschlag 13 auf, welcher gegen einen entsprechenden Gegenanschlag 14 an der Oberkante des Tastergehäuses 2 preßt, so daß eine Schwenkbewegung der Wippe 3 nur in der durch Anschlag 13 / Gegenanschlag 14 nicht begrenzten Richtung möglich ist. Zur Durchführung dieser Schwenkbewegung ist die Wippe 3 mit einem Vorsprung 15 versehen. Durch Zug an diesem Vorsprung 15 ergibt sich die gewünschte Schwenkbewegung der Wippe 3 um die Wippachse. Während der Schwenkbewegung drückt die dem Vorsprung 15 gegenüberliegende, innere Seitenwandung der Wippe 3 gegen den Mikrotaster 8, wodurch der Mikrotaster geschaltet wird und die gewünschte, elektrische Ansteuerung erfolgt. Bei Entlastung der Wippe 3 geht diese - bedingt durch die Rückstellkraft des Mikrotasters 8 - in ihre Ausgangsstellung zurück. Vorzugsweise ist die innere Seitenwandung der Wippe 3 mit einem angeformten Stößel oder einer Rippe versehen, um die Betätigung des Mikrotasters 8 in gewünschter Weise zu ermöglichen.

Die Oberseite der Wippe 3 ist zweckmäßig mit einem Funktionssymbol 16 versehen, welches mittels der Beleuchtung 9 beleuchtbar ist. Als Beleuchtung 9 dient beispielsweise eine LED, die in einen abgeschotteten Lichtleiter strahlt. Die Abschottung verhindert, daß Streulicht in nicht auszuleuchtende Bereiche gelangt. Daneben kann eine Suchbeleuchtung auf der Leiterplatte 7 vorgesehen sein, bei der 90° abstrahlende LEDs eingesetzt werden.

In Fig. 2 ist ein als Zweifachtaster ausgebildeter Zugtaster 23 in "Explosionsdarstellung" gezeigt. Dieser Zugtaster 23 ist prinzipiell in gleicher Art und Weise ausgebildet, wie dies vorstehend für den Zugtaster 1 erläutert ist. Im Unterschied zu letzterem weist der Zugtaster 23 jedoch zwei unabhängig voneinander betätigbare Wippen 17, 18 auf, welche jeweils mit separat beleuchtbaren Funktionssymbolen 19, 20 versehen sind. Selbstverständlich weist die eingesetzte Leiterplatte zwei Mikrotaster auf. Zur Trennung und Lagerung der beiden Wippen 17, 18 ist ein Lagerbock 21 zentral im Innenraum des Tastergehäuses 2 angeordnet. Dieser Lagerbock 21 weist eine Bohrung 22 auf, welche die einander gegenüberliegenden Zapfen der Wippen 17, 18 aufnimmt, um derart die Wippachse für die Schwenkbewegung der beiden Wippen zu bilden. Des weiteren trägt der Lagerbock 21 eine Rippe 24 zur Trennung der beiden Wippen 17, 18.


Anspruch[de]
  1. 1. Zugtaster mit einem Tastergehäuse (2), auf dessen offener Oberseite mindestens eine Wippe (3, 17, 18) über Zapfen (6)/Bohrung (5)-Konfigurationen schwenkbar beweglich montiert ist,

    wobei im Innenraum des Tastergehäuses (2) eine Leiterplatte (7) mit mindestens einem daran befestigten Mikrotaster (8) "stehend" angeordnet ist,

    wobei die mindestens eine Wippe (3, 17, 18) mit einem Vorsprung (15) versehen ist und sich durch Zug an diesem Vorsprung (15) die gewünschte Schwenkbewegung der Wippe um die Wippachse ergibt

    und wobei während der Schwenkbewegung die dem Vorsprung (15) gegenüberliegende, innere Seitenwandung der Wippe (3, 17, 18) gegen den Mikrotaster (8) drückt und einen Schaltvorgang auslöst.
  2. 2. Zugtaster nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine Wippe (3, 17, 18) an ihrer Unterkante einen Anschlag (13) aufweist, welcher gegen einen entsprechenden Gegenanschlag (14) an der Oberkante des Tastergehäuses (2) preßt, so daß eine Schwenkbewegung der Wippe (3) nur in der durch Anschlag (13)/Gegenanschlag (14) nicht begrenzten Richtung möglich ist.
  3. 3. Zugtaster nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Seitenwandung der mindestens einen Wippe (3, 17, 18) mit einem angeformten Stößel oder einer Rippe versehen ist, um die Betätigung des Mikrotasters (8) zu ermöglichen.
  4. 4. Zugtaster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im unteren Bereich der Leiterplatte (7) ein Anschlußblock (10) befestigt ist, der mehrere Anschlußkontakte (11) zusammenfaßt, die einerseits mit Leiterbahnen der Leiterplatte (7) kontaktiert sind und andererseits in einen nach unten geöffneten Sockel (12) ragen.
  5. 5. Zugtaster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberseite der mindestens einen Wippe (3, 17, 18) zweckmäßig mit einem Funktionssymbol (16) versehen ist, welches mittels einer an der Leiterplatte (7) montierten Beleuchtung (9) beleuchtbar ist.
  6. 6. Zugtaster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Leiterplatte (7) mit einer Suchbeleuchtung versehen ist.
  7. 7. Zugtaster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei Ausbildung des Zugtasters (23) als Zweifachtaster ein Lagerbock (21) zentral im Innenraum des Tastergehäuses (2) zur Trennung und Lagerung von zwei Wippen (17, 18) angeordnet ist.






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