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Dokumentenidentifikation DE10028848A1 03.01.2002
Titel Verfahren zur Haarumformung
Anmelder Bauer, Rudolf, 70173 Stuttgart, DE
Erfinder Bauer, Rudolf, 70173 Stuttgart, DE;
Geiger, Katalin, 71067 Sindelfingen, DE
Vertreter Dreiss, Fuhlendorf, Steimle & Becker, 70188 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 16.06.2000
DE-Aktenzeichen 10028848
Offenlegungstag 03.01.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.01.2002
IPC-Hauptklasse A45D 7/06
Zusammenfassung Zur Haarumformung wird auf einen Bereich des Haares eine Reduktions- und Stützmischung aufgetragen, die flüssiges Wachs, ein Reduktionsmittel und saug- und quellförmige Partikel enthält. Dabei wird das Haar in der gewünschten Stellung gehalten. Nach dem Abkühlen des Wachses und Einwirken des Reduktionsmittels wird das Haar in an sich bekannter Weise fixiert.

Beschreibung[de]

Die Erfindung geht von den zur Herstellung von Dauerwellen bekannten Verfahren aus. Die dafür heute allgemein verwendeten Kaltwellpräparate enthalten Thio-Verbindungen, insbesondere Salze der Thioglykolsäure und der Thiomilchsäure. Das technisch bedeutendste Salz ist das Ammoniumthioglykolat, das bei der Neutralisation der Thioglykolsäure mit Ammoniak entsteht. Der pH-Wert der Präparate wird meist auf 8 bis 8,6 eingestellt. Diese Verbindungen reduzieren die Disulfid- Brücken des Keratins (des Hauptbestandteils des Haares). Sie sind daher im folgenden als Reduktionsmittel angesprochen. Die Reduktionsmittel selbst werden bei diesem Vorgang zu Dithiodiglykolaten oxidiert. In der reduzierten Form ist das Keratin des Haars dann weich und formbar. Während der Einwirkung des Reduktionsmittels ist das Haar auf zylindrische Körper (Wickel) aufgewickelt. Nach einer Einwirkzeit von bis zu 20 Minuten bei 40-50°C wird das Haar mit Wasser gespült und dabei durch Oxidationsmittel "fixiert". Hierbei wird das Haar durch die Oxidationsmittel (Wasserstoffperoxid, Percarbamid u. a. Peroxo-Verbindungen oder Alkalibromate) dehydriert. In Umkehrung des oben genannten Vorgangs werden dabei die Disulfid-Brücken des Haares zurückgebildet und das Haar in der durch den Wickel gegebenen Form wieder dauerhaft verfestigt (vgl. dazu z. B. Römpp, Lexikon Chemie, 10. Auflage (1997), Band 3, Stichwort Haarbehandlung/Haarverformungsmittel, S. 1641 ff.).

Nachteilig an diesem bekannten Dauerwellverfahren ist, dass die gesamte auf einen Wickel aufgewickelte Haarsträhne kreisförmig gewellt wird. Um aber glatte, lediglich im kopfhautnahen Bereich von der Kopfhaut etwa senkrecht ca. 1 bis 1,5 cm abstehende, anschließend aber glatte und unter dem Einfluss ihres eigenen Gewichtes kopfhautparallel liegende Frisuren zu erzeugen, muss man die Wellenform im kopfhautfernen Bereich wieder mit künstlichen Mitteln beseitigen. Dies ist sehr aufwendig. Außerdem beansprucht die normale Dauerwelle das Haar deshalb sehr stark, weil beim Nachwachsen noch nicht dauergewellten Haares stets das gesamte Haar einer neuen Behandlung unterzogen wird, so dass die kopfhautfernen Bereiche bis zu dem Zeitpunkt, zu dem sie beim Haarschneiden wegfallen, der Dauerwellbehandlung mehrfach unterzogen werden. Dies führt zu unschönen stumpfen Oberflächen der Haare.

Aus der EP 0 626 815 B1 desselben ist ein Verfahren zum Aufwickeln sehr kurzer Haarsträhnen bei der Herstellung von Dauerwellen bekannt. Dabei wird das kopfhautferne Ende einer Haarsträhne am kopfhautnahen Ende eines Haltestreifens befestigt; dieser wird dann aufgewickelt und dabei die kurze Haarsträhne mit eingewickelt. Dieses Verfahren setzt einen gewissen apparativen Aufwand (Haltestreifen, Aufwickelgerät) und eine gewisse Geschicklichkeit bei der Handhabung voraus. Es ist auch nicht geeignet, bei längeren Haaren lediglich im kopfhautnahen Bereich oder anderen ausgewählten Bereichen eine Haarumformung zu erzielen. Alle Versuche, etwa bestimmte Bereiche des Haares, die nicht verformt werden sollen, abzudecken, scheitern daran, dass bisher keine einfache Möglichkeit bekannt ist, die Bereiche, die gezielt umgeformt werden sollen, insbesondere im kopfhautnahen Bereich, während des Einwirkens des Reduktionsmittels und der Fixierung in der gewünschten Stellung zu halten.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur gezielten Haarumformung zu schaffen, bei dem selektiv einzelne Haarpartien in beliebige dauerhafte Form gebracht werden können. Insbesondere soll eine selektive direkte Formung im unmittelbar kopfhautnahen Bereich möglich sein. Das Verfahren soll ferner einfacher und haarschonender sein als die zu diesem Zweck bekannten Verfahren.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass

  • a) die Bereiche des Haares, die eine Umformung erfahren sollen, in der gewünschten Form oder Stellung gehalten und mit einer Reduktions- und Stützmischung umgeben werden, die folgende Bestandteile enthält:
    • 1. (a.1) Wachs, das sich infolge Erwärmung in zumindest streichfähigem Zustand befindet und nach dem Abkühlen in festem Zustand das Haar stützt,
    • 2. (a.2) saug- und quellfähige Partikel, und
    • 3. (a.3) ein Reduktionsmittel, dass das Haar in einen umformbaren Zustand überführt;
  • b) und dass diese Bereiche danach durch ein Oxidationsmittel in an sich bekannter Weise fixiert werden.

Die Erfindung betrifft ferner verschiedene vorteilhafte Weiterbildungen.

Die Bereiche des Haares, die eine Umformung erfahren sollen, werden mit der Reduktions- und Stützmischung umgeben, z. B. bestrichen. Dadurch entsteht nach dem Abkühlen und damit Festwerden des Wachses eine Art Stützgerüst oder Stützkorsett aus Wachs, das das Haar in derjenigen Form oder Stellung hält, in welcher es durch die Bedienungsperson während des Aufstreichens der Reduktions- und Stützmischung gehalten worden ist. Dann wirkt das in der Reduktions- und Stützmischung enthaltene Reduktionsmittel auf das Haar ein.

Durch die Beimischung saug- und quellfähiger Partikel wird erreicht, dass das Reduktionsmittel in der Reduktions- und Stützmischung aufgenommen bzw. aufgesaugt wird und in dieser dann derart eingebettet ist, dass es auch aus dem abgekühlten und somit festgewordenen Wachs in das von diesem umgebene Haar eindringen kann. Die gewünschten Eigenschaften sind allgemein bei quell- und saugfähigen Partikeln gegeben. Im besonderem Maß liegen sie bei organischen Partikeln, z. B. Stärkepartikeln wie Mehl, vor.

Während der Herstellung der Reduktions- und Stützmischung nehmen die saug- und quellförmigen Partikel, wie bereits erwähnt, infolge ihrer hydrophilen Eigenschaft das Reduktionsmittel auf. Wenn das Wachs dann abkühlt, verringert es sein Volumen etwas und presst dabei aus den saug- und quellfähigen Partikeln das Reduktionsmittel wieder aus. Dadurch wird die Abgabe des Reduktionsmittels an die umgebenen Haare ermöglicht bzw. gefördert. Das bedeutet: Trotz der Umhüllung der Haare durch das als "Stützkorsett" oder "- gerüst" wirkende abgekühlte feste Wachs kann also das im Wachs enthaltene Reduktionsmittel auf die Haare einwirken.

Gibt man in an sich bekannter Weise nach Ablauf der gewünschten Einwirkungszeit des Reduktionsmittels ein Oxidationsmittel hinzu, um das Haar zu "fixieren", so werden die Sulfidbrücken des Keratins neu gebildet und zwar in der durch das abgekühlte Wachs gehaltenen Form. Das Oxidationsmittel, in bevorzugter Weise als Fixierschaum von außen auf das abgekühlte Wachs aufgetragen, kann auf das Haar dadurch einwirken, dass das Wachs, das das Haar umgibt, infolge der darin enthaltenen quell- und saugförmigen Partikel quasi porös ist. Das Oxidationsmittel, z. B. der Fixierschaum, wird in Folge der hydrophilen Eigenschaften der Partikel von diesen aufgenommen und wieder an das Haar abgegeben. Die Quellfähigkeit der Partikel führt beim Auftragen des Oxidationsmittels dazu, dass die Partikel erneut quellen (nachdem sie beim Abkühlen des Wachses zusammengepresst worden sind; siehe oben) und dabei im Wachs feinste Risse erzeugen, das Wachs also gleichsam "zerbröseln", so dass die dabei entstehenden Wachsteilchen anschließend ausgewaschen werden können. Die im Wachs dispergierten saug- und quellfähigen Partikel wirken also zunächst als Speicher für das Reduktionsmittel und anschließend als Transportpfad für das Oxidationsmittel, schließlich als Hilfsmittel, um das Wachs zu zerbröseln und damit auswaschbar zu machen.

Die Auswaschbarkeit des Wachses wird verbessert, wenn der Reduktions- und Stützmischung bereits Emulgatoren und/oder Tenside beigegeben werden. Das ist meist schon deshalb der Fall, weil den im Handel erhältlichen Reduktionsmitteln und Oxidationsmitteln bereits vom Hersteller Emulgatoren beigegeben worden sind. Es zeigt sich dabei sogar, dass das Haar beim Auswaschen (Spülen) ein besonders weiches, samtenes - in der Sprache der Friseure: - "gepflegtes" Aussehen erhält.

Wichtig ist, wie an sich von den bekannten Haarformungsverfahren bekannt, dass der pH-Wert des Oxidationsmittels, wenn auch im Einzelfall nur geringfügig, niedriger sein muss als des vorher eingesetzten Reduktionsmittels.

Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist die einfache Handhabung. Zunächst stellt man eine Zubereitung aus festem Wachs und darin verteilten saug- und quellfähigen Partikeln bereit. Diese Zubereitung wird erwärmt, z. B. in einem kleinen Induktionsgerät, wie es auch zur Erwärmung von Babykost verwendet wird. Anschließend wird Reduktionsmittel dazugegeben und untergerührt (vermischt). Es entsteht eine Art Wasser-in- Öl-Emulsion. Die Haarsträhnen werden am Kopf abgeteilt und die Reduktions- und Stützmischung, die nunmehr in dispergierter Form Wachs, Reduktionsmittel und die genannten Partikel enthält, auf die zu verformenden Bereiche, z. B. auf eine Haarsträhne in Kopfhautnähe, aufgetragen. Dann kühlt das Wachs ab. Man wartet die für die Erweichung des Haares durch das Reduktionsmittel erforderliche Einwirkzeit ab. Anschließend wird zwischen die einzelnen durch die abgekühlte Reduktions- und Stützmischung festgehaltenen Haarbereiche das Oxidationsmittel, z. B. als Fixierschaum, aufgebracht und danach ausgewaschen. Ein besonderer Vorteil dieses Verfahrens ist, dass man keine Wickel mehr braucht.

Reduktionsmittel der hier anwendbaren Art sind z. B. Thioglycolsäure, Thiomilchsäure, sowie deren Salze und Ester. Oxidationsmittel sind z. B. Wasserstoffperoxid, Percarbamid, Perameisensäure, Peressigsäure, Perpropionsäure und/oder Bromat. Als Wachs hat sich ein üblicherweise zur Haarentfernung verwendbares Depilierwachs als besonders geeignet erwiesen. Als Elmugatoren sind insbesondere Propandiole (Propylen Glykole) geeignet.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher beschrieben. Es stellen dar:

Fig. 1a, 1b und 1c die Herstellung und Bereitstellung der Reduktions- und Stützmischung;

Fig. 2 das Auftragen der Reduktions- und Stützmischung auf den kopfhautnahen Bereich einer Haarsträhne und das kopfhautferne Ende einer Haarsträhne;

Fig. 3 das Auftragen eines Oxidationsmittels (Fixierschaum) nach der Einwirkungszeit des Reduktionsmittels;

Fig. 4 die fertige Frisur mit den geformten Bereichen.

Fig. 1a zeigt in einem Becher 1 aus transparentem Kunststoff eine abgekühlte Zubereitung 2 aus Wachs, in dem feinkörniges Mehl (= quell- und saugfähige Partikel) gleichmäßig verteilt ist. Das Wachs ist handelsübliches Depilierwachs. Bei dem Mehl handelt es sich um im Handel erhältliches Mehl, wobei davon auszugehen ist, dass die Wirkung desto besser ist, je feiner das Mehl ist. Sog. "Instant"-Mehl ist besonders gut geeignet. Das Mischungsverhältnis von Wachs und Mehl in der Zubereitung 2 wird experimentell bestimmt. Die Anteile Wachs. Mehl liegen zwischen 40-60 Gew.-% Wachs und 60-40 Gew.-% Mehl. Es hat sich herausgestellt, dass, wenn der Anteil Mehl etwas höher als der des Wachses (5-15%, vorzugsweise 10%), ein besonders günstiges Ergebnis erzielt wird. Bei einem Ausführungsbeispiel war der Wachsgehalt 45 Gew.-% und der Mehlgehalt 55 Gew.-%; die Gesamtmenge ca. 230 g. Es hat sich auch als förderlich erwiesen, zur Stabilisierung der Emulsion und Verbesserung der Streichfähigkeit bis zu 5% Zucker und/oder bis zu 1% Öl zuzugeben.

Die Zubereitung 2 wird dadurch hergestellt, dass man das Wachs erwärmt. Das verwendete Wachs wurde bei 46°C flüssig. Dann wird das Mehl eingerührt. In der in Fig. 1a gezeigten Form ist diese Zubereitung 2 in eine handelsfähige stapelbare und einfach transportierbare Form im Becher 1 gebracht worden.

Bei der Anwendung erwärmt man die Zubereitung 2 wie in Fig. 1b dargestellt im Babykostwärmer 3 und mischt dann, wie in Fig. 1c gezeigt, mit einem Rührstäbchen 4 aus einer Flasche 5 beigegebenes Reduktionsmittel 6 hinzu. Dies kann eine handelsübliche Dauerwellmischung, auch bestehend aus zwei erst bei der Anwendung zusammengefügten Komponenten sein, nämlich einem sog. "Aktivator" und einer sog. "Basislotion" (im handelsüblich empfohlenen Mischungsverhältnis). Der Aktivator kann z. B. Glyceryl Thioglycolate, Propylene Glycol enthalten. Die Basislotion kann Wasser, Propylene Glycol, Urea, Amonium Bicarbonat, Amonium Hydroxide, PEG-35 Castor Oil und Simethicone enthalten. Das erwähnte Propylene Glycol, das Bestandteil beider Komponenten ist, ist ein Emulgator. Durch die Beimischung des flüssigen Reduktionsmittel zu der Wachs/Mehl-Zubereitung bei Erwährmung des Wachses entsteht eine Art Wasser-in-Öl-Emulsion.

Es entsteht nun also in dem Becher 1 auf diese Weise die Reduktions- und Stützmischung 7.

Die erhaltene Reduktions- und Stützmischung wird gemäß Fig. 2 mit einem Pinsel 8 auf den kopfhautnahen Bereich 9 einer Haarsträhne 10 aufgestrichen. Sie wird von einer Bedienungsperson dabei in der gewünschten Stellung gehalten. Die Bedienungsperson hält die Haarsträhne solange, bis das Wachs abgekühlt ist, so dass die abgekühlte und somit fest gewordene Reduktions- und Stützmischung als Stützkorsett oder Stützgerüst, wie bei 10' gezeigt, die Haarsträhne 10 im kopfhautnahen Bereich in der gewünschten Form bzw. Stellung hält, während die Reduktions- und Stützmischung aus den saug- und quellfähigen Mehlpartikeln an das Haar abgegeben wird, und zwar dadurch begünstigt, dass das Wachs beim Abkühlen und Festwerden sein Volumen vermindert und damit die organischen Partikel auspresst.

Während des soeben beschriebenen Vorganges wird die Oberfläche der fest gewordenen Reduktions- und Stützmischung schon etwas seifig, und zwar als Folge der dem Reduktionsmittel beigegebenen Emulgatoren und/oder Tenside.

Nach einer Einwirkzeit von 5 bis 12 Minuten wird Fixierschaum 11 aus einer Sprühdose 12, also ein Oxidationsmittel, zwischen die mit festgewordener Reduktions- und Stützmischung umgebenen Bereiche benachbarter Haarsträhnen gesprüht, wie in Fig. 4 dargestellt. Das Einsprühen von Schaum zwischen zwei benachbarte verfestigte Bereiche hat den Vorteil, dass der Schaum in der kurzen Zeit, in der er als Schaum existiert, bei Beginn der Fixierung des Haares, während das Wachs schon weich und körnig wird, das Haar noch etwas stützt. Nach kurzer Zeit ist die Fixierung fertig. Das Wachs zersetzt sich (wie oben erwähnt) und wird dann ausgespült bzw. ausgewaschen. Die Haarsträhnen haben dann die in Fig. 4 gezeigte Form.

Bis jetzt wurde nur die Haarformung am kopfhautnahen Bereich 9 einer Haarsträhne 10 beschrieben. Aus Fig. 2 ist ferner ersichtlich, wie das kopfferne Ende 15 einer Haarsträhne 14 ebenfalls mittels einer Reduktions- und Stützmischung 13 in völlig analoger Weise zur Viertellocke geformt werden kann, so dass es dann in die aus Fig. 4 ersichtliche Form erhält. Bezugszeichenliste 1 Becher

2 Zubereitung

3 Babykostwärmer

4 Rührstäbchen

5 Flasche

6 Reduktionsflüssigkeit

7, 13 Reduktions- und Stützmischung (fest, umgibt die Haarsträhne)

8 Pinsel

9 kopfhautnaher Bereich

10, 10', 14 Haarsträhne

11 Fixierschaum

12 Sprühdose


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Haarumformung, bei dem
    1. a) die Bereiche des Haares, die eine Umformung erfahren sollen, in der gewünschten Form oder Stellung gehalten und dabei mit einer Reduktions- und Stützmischung umgeben werden, die folgende Bestandteile enthält:
      1. 1. (a.1) Wachs, das sich infolge Erwärmung in zumindest streichfähigem Zustand befindet, und nach dem Abkühlen in festem Zustand das Haar stützt,
      2. 2. (a.2) saug- und quellfähige Partikel, und
      3. 3. (a.3) ein Reduktionsmittel, dass das Haar in einen umformbaren Zustand überführt;
    2. b) und dass die genannten Bereiche danach durch ein Oxidationsmittel in an sich bekannter Weise fixiert werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die saug- und quellfähigen Partikel organische Partikel, vorzugsweise Mehl, insbesondere in fein gemahlener Form, sind, und dass die Partikel in dem Wachs gleichmäßig verteilt sind.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Zubereitung (2) von Wachs und Mehl die zur Herstellung der Reduktions- und Stützmischung dient, 40 bis 60 Gew.-% Wachs und 60 bis 40 Gew.-% Mehl enthält.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil des Mehls in der Wachs-/Mehl-Zubereitung (2) 5-15%, vorzugsweise 10%, höher ist wie der des Wachses.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zubereitung (2) ferner Zugaben von bis zu 1% Öl und/oder bis zu 10% Zucker enthält.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Reduktionsmittel aus der Gruppe umfassend Thioglycolsäure, Thiomilchsäure sowie deren Salze und Ester ausgewählt ist.
  7. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Reduktionsmittel wachslösende Tenside und/oder Emulgatoren, vorzugsweise Propandiol (Propylen Glycol) enthält.
  8. 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Oxidationsmittel aus der Gruppe umfassend Wasserstoffperoxid, Percarbamid, Perameisensäure, Peressigsäure, Perpropionsäure und/oder Bromat ausgewählt ist.
  9. 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Oxidationsmittel wachslösende Tenside und/oder Emulgatoren, vorzugsweise Propandiol (Propylen Glycol) enthält.
  10. 10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Wachs ein Depilierwachs ist.
  11. 11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Oxidationsmittel als Fixierschaum aufgetragen wird.
  12. 12. Wachs/Mehl-Zubereitung in fester Form zur Anwendung in einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, enthaltend 40 bis 60 Gew.-% Wachs und 60 bis 40 Gew.-% Mehl, welches in dem Wachs gleichmäßig verteilt ist, in einem Behälter (1), vorzugsweise aus transparentem Material.
  13. 13. Reduktions- und Stützmischung zur Anwendung in einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass sie (a) Wachs, (b) saug- und quellfähige Partikel vorzugsweise organische Partikel wie insbesondere Mehl und (c) ein Reduktionsmittel, das die Disulfidbrücken des den Hauptbestandteil des Haares bildenden Keratins zu spalten geeignet ist, enthält.






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